you live you learn you love you learn you cry you learn you lose you learn you bleed you learn you scream you learn you grieve you learn you choke you learn you laugh you learn you choose you learn you pray you learn you ask you learn you live you learn
Alanis Morissette

Posts mit dem Label Liberty werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Liberty werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Samstag, 28. März 2015

Natürlich muss ich meine Schwärmereien vom letzten Post etwas relativieren. Natürlich gibts auch Tage, an denen es nicht so supertoll rennt wie beschrieben. Heute z.B. hatten wir einen guten Beginn, und ich wollte zuviel und habe einen schlechten Abschluss produziert, naja.

Billy und ich gingen mal ins Roundpen um etwas Liberty zu üben. Das habe ich total vernachlässigt; bald stehen ja Kurse mit Berni Zambail und David Lichman an - vielleicht kann ich mit beiden ein wenig am Liberty feilen. Wenn ich ehrlich bin, stehe ich einfach an: Manche (wenige) Dinge klappen toll, die sind schon langweilig. Bei den meisten Dingen, die ich gern at Liberty üben würde, habe ich aber einen Punkt erreicht, wo ich nicht weiterkomme.
Eins davon ist z.B. der Spin. Schon vor längerem haben wir erarbeitet, dass ich Billy aus Zone 5 in einen Spin schicken kann: Er steht mit dem SChweif zu mir, wendet die Vorhand, ich mache Platz und sende gleichzeitig die Vorhand weiter herum, von mir wieder weg, bis er wieder mit dem SChweif zu mir dasteht; danach bekomme ich noch eine halbe Wendung, bis er mich ansieht, und das wars. KOmischerweise gelingt mir aber kein Spin, wenn ich ihn aus Position 1 (Billy sieht mich an) beginnen will. Irgendwie haperts da an der Kommunikation. Ich bekomm ihn nicht weg von mir, oft geht er seitwärts weil er denkt das soll er, oder er dreht mir den Hintern zu, bleibt also mit der Vorhand stehen statt umgekehrt. Und das eigentliche Ziel, das ganze aus einer Bewegung heraus zu bekommen, scheitert ebenfalls daran, dass Billy zwar z.B. aus dem Circling Game zu mir kommt, sich dann aber die Vorhand nicht mehr wegschicken lässt, sondern an mir klebt. Etwas frustrierend.

Im Roundpen haben wir heut zuerst an Richtungswechseln gearbeitet. Also ganz zuerst an Übergängen, die waren super. Auch die Richtungswechsel waren gut. Billy wendet brav nach innen ab und lässt sich in die neue Richtung schicken. Gleichzeitig hab ich mich bemüht, immer wieder ein Hereinholen mit Pause (ohne neuerliches Wegschicken) einzubauen, damit er nicht frustriert wird. Und dann wagte ich es, einen Spin anzugehen. Billy in Schwung versetzt, irgendwie schien mir, dann gehts einfacher. Also Trab. Schritt rückwärts, reinholen, Stick wechseln, wieder rausschicken.
Voilá, und Billy hat sowas ähnliches wie einen Spin gemacht! Wahnsinn! Na gut, es war mehr eine gelaufene Volte, aber toll! Ich probierte es auch aus dem Galopp, und voilà, klappte auch! Gut, er verfiel auf seiner Volte in Trab, aber für so eine richtig schön gesprungene Pirouette fehlt ihm wohl die Übung ;-).

Jaaa, und da hätte ich aufhören sollen, nicht wahr? ;-)

Hab ich Dummkopf aber nicht... ich wollte die Volte noch bisschen mehr Richtung Hinterhandwendung verbessern. Aber Billy fand das Spiel inzwischen doch doof, da nützte dann auch nichts mehr, viele viele Pausen einzulegen, ich ruinierte nacheinander den Spin, dann die Handwechsel, dann das Reinkommen und dann auch noch die Übergänge und das Go *g*. Also so richtig gründlich ;-).
Billy wollte nimmer, sobald ich mit dem Stick in seine Nähe kam, rollte er die Augen, begann widerwillig und cholerisch zu werden und überhaupt, "das ist eine blöde Übung und ich weiß überhaupt nicht mehr was du eigentlich willst!!!"
Naja, wir kehrten zu Slowmo zurück, machten ein bisschen seitwärts am Roundpen-Zaun entlang, und dann ließ ichs gut sein.

Meine Lernerfahrung, dass ich mehr Konsequenz brauche und manchmal eine klarere Phase 4, die gilt für alles - nur bei Liberty, da taugt sie halt nix. ;-)

Donnerstag, 6. November 2014

Heute gabs eine gemischte Session.

Zuerst habe ich wieder einmal den Kappzaum rausgekramt. Ich dachte ich flechte wieder einmal ein paar Basisübungen ein, denn in letzter Zeit fand ich, Billy biegt sich - v.a. links - wieder etwas schlechter. Daher haben wir die ersten 20 Minuten gemütliche Handarbeit gemacht: Stellen auf der Geraden, stellen am Zirkel, Untertreten mit dem inneren Hinterbein in den Ecken und in Volten, kurze Reprisen auch Antraben in Stellung und Stellung halten. Klappte alles sehr gut, und Billy machte brav mit. Wenn ich da an früher denke, da war das alles eine einzige Schnapporgie.

Dann habne wir ein bisschen Liberty gespielt. Billy blieb auf dem großen Platz tatsächlcih bei mir, in einem Trab-Stick-to-me. Toll! Ich ging dann noch einfach in den dastehenden Hänger, und er ist mir - nach einigem Zögern - gefolgt, was wiederum Leckerlis zur Folge hatte. Toll, das hab ich noch nie hingekriegt! Da sieht man wieder: Wenn man es tatsächlich schafft, nicht direct-line zu denken und auch zu fühlen!, dann ist das das Wichtigste - denn er ging vermutlich nur in den Hänger, weil es mir in dem Augenblick wirklich ganz und gar egal war, ob er reinkommt oder nicht ;-)

Danach griff ich noch zum Lasso und hab ein bisschen Lasso-Aufrollen geübt. Billy durfte dabei - langweiliiiig - große Zirkel gehen und auch ein bisschen galoppieren. Geht ganz gut mit dem Lasso, wenn ich mich erst wieder neu eingefummelt habe.

Sonntag, 13. Oktober 2013

Billy und ich haben jetzt auch ein Roundpen! Cool für Liberty-Arbeit.
Also haben wir uns da am Wochenende einmal reinbegeben. Das Roundpen ist mitten im Offenstall einer der beiden Herden gelegen, die kommen dann aus ihren "Löchern" gekrochen, stellen sich am Zaun auf und haben Kinoprogramm ;-).

Wir haben am zügigen Umsetzen von Gangart-Änderungen gearbeitet und an Handwechseln. Immer wieder wollte Billy auch mal nach außen wenden, dann wende ich ihn einfach wieder zurück und probiere es gleich noch einmal diszipliniert und nach innen. Das hat gut geklappt. Nach einer etwas längeren Einheit am Samstag und einer nur noch sehr kurzen am Sonntag hatten wir 4 fliegende Galoppwechsel hintereinander (ich hätt mich ja auch mit Trab zufrieden gegeben, aber wenn Billy lieber galoppiert - bitteschön. Dann aber eben auch den Handwechsel).
Abgewechselt haben wir mit viel Friendly Game und ruhigem Stick-To-Me.

Ich war ein bisschen strenger als sonst, denn Billy führt sich schon wieder furchtbar auf beim Putzen, ziemlich rüpelig. Er drängelt, er schubst, er kriegt cholerische Anfälle und schnappt. Daher habe ich die Bodenarbeit vor das Putzen geschoben und sehr auf respektvolles Verhalten geachtet. Grantiges Kopfschlenkern in meine Richtung, nein danke. Nach innen drängeln oder knapp an mir vorbeischrammen - nein danke. Gras fressen während Ruhepause, bitte nein. Er wurde sehr focussiert (während er anfangs durch die vierbeinigen Zuschauer noch ziemlich abgelenkt war) und gleichzeitig sehr entspannt in der Mitte beim FG, und reagierte  trotzdem noch zackig auf Änderungen des Energiepegels meinerseits, das war wirklich gut.

Die Konsequenz hat Wirkung gezeigt; Billy war nicht glücklich übers Putzen an bestimmten Stellen (dort kann ich ja dann auch Rücksicht nehmen), äußerte das aber wenigstens halbwegs höflich durch grantiges Schauen, statt gleich rüpelig zu rempeln, mich wegzudrängeln, oder herzubeißen.
Ich muss mich halt zusammenreißen und konsequent bleiben, wie immer ;-).

Dienstag, 18. Juni 2013

Puh, die Bremsen sind wirklich anstrengend. Normal ist das bei uns nicht so schlimm, aber dieses Jahr, durch die Feuchtigkeit + anschließende Monsterhitze momentan wachsen und gedeihen sie in Schwärmen. V.a. diese riiiesigen rotgestreiften!
Demgemäß war die Reiterei heut etwas mühsam, ganz abgesehen von der Hitze, die war dank stetem Lüfterl und von Dunst verdeckter Sonne bei uns am Berg gar nicht so wild. Aber die Konzentration, die war heut wenig vorhanden, sowohl bei mir als auch beim Billy.

Finesse: Ich hab versucht, Kreinbergs "Wiegetritte"-Übung zu machen. D.h. anhalten mit Sitz, was heute nicht so gut war wie ich das sonst kenne. Promptes Anhalten war überhaupt nicht möglich, Billy ging immer noch so einen SChritt, und noch einen, und noch einen, dazwischen ein bisschen Kopfgeschüttel, Aufgestampfe, noch ein Schritt.... da musste ich doch manchmal fester einwirken als mir lieb war. Aus dem Anhalten sollte eiiigentlich ein flüssiger Tritt mit einem Hinterbein nach hinten folgen, und daraus dann gleich wieder ein Antreten nach vorn. Das Antreten nach vorn war gut, aber das rückwärts schon wieder einmal eine Katastrophe. Hier kam zur Bremsenplage glaube ich noch ein "magichnicht". Trotzdem, ein paarmal machen wir diese Übung! Vom Schritt ins Halt-rückwärts-Step-Schritt und dann noch ein paarmal aus dem und in den Trab. Einmal arbeitete Billy richtig gut mit, und ich nahms zum Anlass und bin runter.

OnLine: Weil wir uns da letztens schwer getan haben, hab ich dann am Rückwärts aus Zone 5 gewerkt. Ich möchte langsam anfangen, Billy im Rückwärts zu lenken vom Boden aus. Er soll einfach immer auf mich zu treten. Das kapierte er so gar nicht, schwenkte den Hintern meist in genau die falsche Richtung, wirkte ich dann ein, wurde er hektisch. Es war einfach keine Konzentration möglich heute, und so hab ichs nach 2 Tritten gerade rückwärts, die ganz gut waren, gelassen. 2,3x haben wir aus Zone 3 back and over gespielt, in der Hoffnung dass er lernt, wann ich "weiche mit der Schulter" und wann ich "komm rückwärts" meine, denn das verwechselt er ja gern beim Liberty Spin.

Liberty: Genau, dann nahm ich noch das Seil ab und Billy war froh über die altbekannte Übung, drehte sich 2x wirklich super um sich selbst (ist der Groschen jetzt gefallen??), 3/4 davon waren korrekte HH-Wendung zu meiner Freude, und das wars dann auch schon.

Es gab noch eine kurzes nass Abrubbeln, was er sehr genossen hat, gemeinsam mit Bremsen-Stiche-Kratzen-an-Stellen-wo-Billy-nicht-hinkommt. Und dann zurück zu den Kumpels auf die Wiese :-)

Sonntag, 16. Juni 2013

Der Sommer ist da! Und dank der Überflutungen eine Bremsenplage, uff! Motiviert den Billy aber zu schnelleren Gangarten, um die Viecher loszuwerden ;-).

Finesse: Heute kurz eine Kreinberg-Übung: Kehrtvolten, in 2 verschiednene Ausführungen. Kehrtvolten a) mit besonderem Augenmerk auf gleichmäßigem Takt und Tempo in der Wendung. Kehrtvolten b) als Steigerung dann verbunden mit Verlangsamen über den Sitz und Ansätzen von Neckreining. Diese Kehrtvolten werden dann enger und enger und nähern sich einer Hinterhand-Wendung an.
Hat gut geklappt, v.a. auf das Verlangsamen und wieder Schnellerwerden rein auf Sitz macht Billy wie immer toll. Auch die Vorübung zum Neckreining funktioniert sehr gut. Allerdings geht die Innenstellung flöten, manchmal kommt es sogar zu einer leichten Außenstellung. Wir gehen quasi eine halbe Volte mit vorn überkreuzenden Beinen und leichter Außenstellung. Und leider kann ich mich nicht mehr erinnern, ob das eigentlich vielleicht so sein soll oder ob hier doch die Innenstellung gefragt war. Geistige Notiz daher: Im September fragen!

Dann FreeStyle. Wie erwähnt war Billy heut auch gern flotter unterwegs; obs wirklich an den Bremsen lag, ich weiß es nicht. Wir übten jedenfalls Angaloppieren. Zuerst auf der einfacheren rechten Hand, ganz ganz viele Übergänge, immer wieder Schritt-Trab-Galopp-Trab-Schritt-Trab-Galopp-Trab-Schritt .... super unaufgeregt springt Billy an, allerdings habe ich das Kreinberg'sche "Eintakten" einstweilen aufgegeben und mache es wie bisher: 2x Schnalzen als Vorbereitung für "Achtung, fertigmachen zum GAlopp" plus als "JETZT"-Impuls ein leichter Druck mit dem Innenschenkel.
Linksrum wählte Billy 2x den Außengalopp, sprang aber sonst auch unaufgeregt und locker an. Ich fühle mich linksrum wieder unwohler, das war schon mal besser. Trotzdem bemerke ich, dass mein Problem, beim Linksgalopp das innere Bein hochzuziehen (manchmal arbeite ich mir die Jean bis zum Knie hoch *hüstel*) offenbar nur mit Sattel besteht. Ohne sitze ich viel ausbalancierter,lockerer, konnte das Bein ganz bewusst hängenlassen, ohne Treiben und ohne Hochziehen. Muss ich scheinbar einfach mit Sattel mehr üben! Die Steigbügel verleiten einfach dazu, dass ich mich nach außen setze(n lasse?), mich dann im äußeren STeigbügel abstütze, dadurch wird der innere Hintern frei, das innere Bein wandert nach oben. Ohne Sattel kann ich mich nicht so nach außen setzen lassen, weil die Steigbügelstütze fehlt und ich schlicht und ergreifend einen unfreiwilligen Abgang machen würde, wenn ich mich nicht mittig zurechtsetze.

Zum Schluss noch gaaanz kurz wieder am Spin gewerkt. 2x machte er es wirklcih toll! WENN ich mich verständlich machen kann, dann verbessert sich mittlerweile die Bewegung. Etwa 200°, etwas mehr als die Häfte manchmal 3/4, der Wendung sind jetzt schön auf der Hinterhand mit kreuzendem Vorderbein. Nur das letzte Viertel oder Drittel schwingt Billy die Hinterhand weg. Aber der Radius wird trotzdem kleiner, und das ganze wird schon zackiger und schneller. Wenn ich es nur schaffe, das erste Viertel zu bewerkstelligen, kapiert er nun die Übung in  ihrer Gesamtheit und dreht sich um sich selbst, um nachher zu mir durchzustarten ("durchstarten" auf LBI-Weise - nicht dass ein falsches Bild bei euch entsteht *g*).
Allerdings missversteht Billy mich 8 von 10x. Meistens fängt er an, rückwärts zu rennen. Wirklich rennen, ich wünschte er würde mir so ein motiviertes Rückwärts geben, wenn ich es abfrage ;-). Irgendwas läuft falsch. So sehr, wie er rückwärts ja normalerweise hasst, glaube ich nicht, dass das hier ein Ausweichmanöver ist. Werde die Einzelteile des Spin wieder etwas mehr isolieren; Back-and-Over könnte eine gute Übung für die Unterscheidung sein.

Sonntag, 9. Juni 2013

Ausreiten/FreeStyle: Ja, ich war schon länger nicht ausreiten. Den Grund hab ich aus lauter Frust hier nicht geschrieben: Jedenfalls wurde das mit der Left-Brain-Durchgeherei nach Hause eher immer schlimmer von meinem "Hin-und-Zurück"-Programm. Leider ist die schon besiegt geglaubte Angst zurück und ehrlich gesagt hab ich momentan keine Lust, alleine rauszugehen und wieder einen Kampf heraufzubeschwören.
Heute hab ich es wieder einmal gewagt; Plan war eigentlich, die Finesse-Einheit einfach auf die Straße zu verlegen und ganz ganz viele Volten da zu reiten. Ich probierte das, für meinen Kopf ist das auch gut, und Billy machte brav mit, aber unsere Straßen sind einfach zu schmal, stellte ich bald fest.
Wir kamen an dem Haus mit der hohen Hecke vorbei, hier war Billy dann gespannt wie eine Feder, genau dieses Gefühl, wo ich dann Angst bekomme, er könnte umdrehen und heimrennen (und er vermutlich auch tatsächlcih an sowas denkt). Ich habe dann beschlossen, dass womöglich ein besserer Weg sein könnte, die ganzen Treshholds bewusst zu behandeln, die Billy ja ganz offensichtlich hat. Mit Anhalten, warten, auch absteigen und Führen bin ich vor Jahren da schon auf die Nase gefallen, dieses Programm ließ nur unzählige neue Treshholds entstehen, sodass ich damals schließlich nicht mal mehr 5 m alleine vom Stall weggekommen bin.
Diesmal hatte ich die Idee, einfach das "Hin-und-Zurück"-Programm hier zu kombinieren, ganz einfach: Wir reiten so oft an diesem Haus und dieser Hecke vorbei, bis das entspannt geht. Beim ersten Vorbeigehen war Billy wie gesagt kurz vor einer Explosion. Zurück, Richtung Stall, gings immer besser, aber auch da äugte er misstrauisch auf die Hecke (wobei man ihm hier zugute halten muss, dass ja hier tatsächlich oft ein zähnefletschender Hund aus dem Gebüsch geschossen kommt, und auch Kindergeburtstage, Besucherscharen, Grillen, Kindergekreische und ähnliches lassen gewisses Verständnis aufkommen ;-) ). Ich wendete und ritt nochmal vorbei; Zügel hatte ich a) am Gebiss und b) auf Kontakt, quasi händchenhaltendes "ich-bin-noch-da". Ich ließ sie mit zunehmender Entspannung lockerer. Beim 2. Vorbeireiten suchte sich Billy immer noch den möglichst weit entfernten Punkt der Straße aus (der leider gleichzeitig der nächstgelegene Punkt des 5-Meter-Abgrundes in den Bach ist), er äugte noch hin, aber die Anspannung war weniger. Beim 3. Mal war er fast ganz entspannt. Beim 4. Mal schien er kapiert zu haben, dass er zumindest heute nicht gefressen wird hier. Ich hielt zur Überprüfung direkt neben der Hecke an, ließ die Zügel lang. Billy wartete auf ein Leckerli (wir stehen, also muss es was geben!). Er konnte stehenbleiben und schien entspannt. Also noch einmal gewendet und dann heimgeritten.
Die Wendungen waren auch nie ein PRoblem, obwohl ich, solang er angespannt war, ständig mit diesem bewussten Ignorieren meiner Hilfen und Durchgehen rechnete.
Brav gemacht! Bin gespannt, ob das beim nächsten Mal einen Unterschied bringt.

Finesse: Weil Heimkommen vom Ausritt nach wie vor besser nicht "end of session" bedeuten soll, gingen wir in die Halle und Billy musste anstrengende Gymnastik machen: Kreinbergs "Voltenslalom", bestehend aus wirklich engen Volten, 1 1/2 in die eine, dann 1 1/2 in die andere Richtung, quasi Weave mit je noch einer Volte dazwischen. Das ganze zuerst im Schritt, ist aber langweilig, daher Trab - das strengt ordentlich an, das merke ich ;-). Ich warte, bis Billy sich wirklich Mühe gibt, den Trab zu halten, und dann ists genug, ein paar Minuten davon reichen.

Liberty: Weiter rätseln wir am Spin. Manchmal klappts ganz gut, manchmal gar nicht, dann geht er nur noch rückwärts (wenn er doch nur so schnell und brav rückwärts ginge, wenn ich danach frage! ;-) ). Es hilft, wenn ich zuerst die Schulter von mir wegschicke und dann nach dem ersten Vierel oder dem ersten Drittel des Spin die Hinterhand von der mir abgewandten Seite herhole. Das ist aber kein richtiger Spin. Aber vielleicht versteht er so schneller die gefragte Bewegung, also hat im wörtlichen Sinne schneller den Dreh raus ;-)

Danach noch viel undemanding Time mit Grasen am Viereckrand. 

Samstag, 8. Juni 2013

FreeStyle: Wir haben heute das Viereck zumindest in einer Zirkelhälfte nutzen können. Hab ich gleich die Chance ergriffen und unser Angaloppieren geübt. À la Kreinberg, d.h. "Eintakten": Aus Trab oder Schritt den Galopprhythmus laut zählen und hoffen, dass Pferd anspringt. Ich muss leider sagen, dass das überhaupt nicht klappt. Also wirklich gar nicht, ganz furchtbar. Billy raste schließlich im Stechtrab herum und verstand glaub ich gar nichts mehr. Rechts gings noch halbwegs, links ganz schlimm. Ich muss sagen, wir haben uns schon leichter getan, wenn ich einfach mit dem Innenschenkel den "JETZT!" Impuls gegeben habe. Klappt leide rmittlerweile auch nicht mehr gut, also momentan hakt es da stark.
Werde sehen, wie ich das in Zukunft weiter mache.


Donnerstag, 6. Juni 2013

Heute hatten wir folgendes PRogramm:

Finesse: Im Schritt und Trab Tritte vorsichtig verlängern und verkürzen, nur mit Hilfe vom Sitz. Im Schritt klappte das ganz gut, im Trab muss ich noch üben. Im Schritt auch verlangsamen bis zum Anhalten, mittels Abwechslung zwischen 2-Punkt- und 4-Punkt-Sitz wie bei Kreinberg gelernt (= nix anderes als Hintern an- und abspannen). Billy reagiert gut da drauf.

On Line: Da baute ich heute wieder einmal eine Tonne auf, mit 2 Stangen fixiert. Wir mussten dann ausweichen, weil noch jemand in die Halle kam, so hatte ich leider nicht ganz so viel Platz wie ich gern gehabt hätte.
Ich ließ Billy anfangs in einem Circling Game immer bis zur Tonne gehen und dort anhalten, dann Handwechsel. Danach das ganze im Trab. Dann mal außen, mal innen an der Tonne vorbeitraben, später vorbeigaloppieren. Dann "gezielt" und Billy springen lassen. Er tat das so ein wenig halbherzig, meist war halt so ein halbes Bein über der Tonne, aber sonst hüpfte er daneben vorbei ;-). Für einen Sprung mittig drüber bekam er Pause und Ende.

Liberty: Ganz kurz den Spin, wenig Veränderung.

Dienstag, 4. Juni 2013

Uff, der Mai ist vorbei. Vielleicht bekomme ich jetzt endlich wieder sowas wie Regelmäßigkeit ins Training.

Billy stört meine seltene Anwesenheit nur mäßig; allerdings scheint er sich doch etwas zu langweilen, denn aufgrund des furchtbaren Wetters (von Hochwasser bleiben wir dank Hügellage zwar verschont, aber von oben kommt noch genug Wasser, dass die WEide von keinem Pferdehuf betreten werden darf *seufz* - dabei wurde gerade davor erst angeweidet....) dürfen die Pferde nur in den Winterauslauf.
Billy begrüßte mich überraschend freudig, begleitete mich in unüblichem Super-schnell-Stechschritt zum Tor und zum Putzplatz, wo es dann den Schnell-Schritt-verursachenden Apfel gab ;-).

Schon beim Putzen bemerkte ich eien gewisse Übermütigkeit und Unausgeglichenheit, sprich: Das Tier zickte wieder einmal herum. Na guuut, dann lassen wir ein bissl Energie ab  und beschäftigen das unterforderte Pferdehirn.

Ich weiß nicht ob ich schon geschrieben habe, dass ich jetzt immer mehrere Savvys - möglichst alle 4 - in eine Session packe. Gibt mehr Abwechslung und gleichmäßigeres Vorankommen, schauen wir mal. Heute gabs alles bis auf Finesse - weil Billy so toll war, dass ich aufhören wollte.

Wir begannen mit On Line, langweiliges Stick to Me. Aufgepeppt mit vielen Handwechseln inkl. HH-Wendung, zackigem Anhalten und noch zackigerem Rückwärts. Das Rückwärts flutschte total gut, man merkte richtig, wie Billy begierig war, endlich ein bissl Abwechslung zu kriegen. Er war zwar weiterhin frech/verspielt/zickig, aber er wartete richtig auf Kommandos und so ein schnelles Rückwärts, rein meiner eigenen Geschwindigkeit angepasst, hatte ich noch selten.
Wir setzten mit Trab und Weave fort. Weave im Schritt angetestet und SEil mal verlängert. Dann Trab. Billy wieder übermütig. Er schob sich im Trab super zusammen und trabte langsam seine Bögelchen, sodass ich sogar im Schritt nebenher gehen konnte, ohne laufen zu müssen. An einer Stelle aber galoppierte er regelmäßig an. Ich wich dann über Galoppzirkel aus und als er es immer wieder machte, mich dabei überholteund ich mich in Hinterhand-Nähe wiederfand, was mir beim Billy'schen Gemütszustand nicht so ganz gefiel, hab ich dann trotzdem mit einem kräftigen Seilschüttler (alles andere wurde ignoriert) dem ein Ende gesetzt - und siehe da, Billy konnte die Weave mehrmals hin und her traben. Er durfte sich später noch ein bissl auspowern.

Nach einer Pause kam das Seil ab und wir übten weiter usneren Spin. Billy hat das leider wieder vergessen, ging doch schon so gut letztes Mal! Ich beginne, die Vorhand aus Zone 1 heraus wegzuschicken. Die ersten 90° klappen super, danach dachte Billy ständig, er solle seitwärts treten. DAs machte er zwar sehr schön, war aber nicht gefragt. Ich musste mich dann immer in Zone 4/5 begeben, die Hand auf die Kruppe legen und so quasi "festhalten", dann ließ er den HIntern stehen und drehte sich um seine Hinterhand. Abholen von der Anderen Seite war kein PRoblem. Das wird schon wieder, man merkte dass er dazwischen die ERleuchtung hatte: Ach diiiiese Übung. Das ganze dann noch zum ersten Mal aus Zone 1 nach links versucht, aber das klappte nicht, ich musste aus Zone 3,4,5 anfangen wie auf der anderen Seite.
Dann der Power-Teil. Liberty Galopp auf kleinem und größerem Zirkel, Übergänge zwischen Galopp und Schritt, die waren suuuper, wunderhübsches Angaloppieren, Handwechsel mittels fliegenden WEchseln, die macht er auch schon super. Nur an der Linienführung müssen wir noch feilen, ich möchte eigentlich erreichen, dass er einen hübschen Achter galoppiert, das braucht noch ein bissl.

WEil alles so gut klappte und Billy so motiviert war, hab ich mich dann auf die Hallenbande gesetzt. Billy kam und holte Frauli auf seinen Rücken ab. :-) Zügel ließ ich gleich weg, war sicher dass er gut genug connected mit mir war.
Wir trabten gleich mal an und nahmen die WEave so ohne alles im Trab einmal hin und einmal her, mit minimalem Schenkeldruck für die Lenkung, herrlich! Viel Lob. Dann 2x auf jeder Hand aus dem SChritt angaloppieren und eine Runde GAlopp, auch das wird immer besser (galoppieren in der Halle war ja bisher eher nicht so gut). Danach noch ein bisschen Rückwärts abgefragt, das einzige wo Billy grantig wurde und zu diskutieren anfangen wollte - er drehte sich dann halt um seine Achse (Spin - juhuuu *g*). Ließ sich durch einen einfachen Trick beheben, ich ließ ihn (klappte suuuper! ) 2 Tritte seitwärts machen, stellte ihn an der Bande ab, und schon ging es rückwärts statt kreiselnd. Und als Dank für diese Mitarbeit dann gleich abgesessen und Leckerlis und Heim, Fresschen und Abendessen.

Freitag, 24. Mai 2013

Es ist zum Haareraufen, ich komme einfach momentan nicht regelmäßig in den Stall.

Letzte Woche war ich trotzdem sehr motiviert und habe beschlossen, dass Billy auch mal längere und anspruchsvollere Einheiten mit mehr Abwechslung aushält (vielleicht sogar interessanter findet).
Also hab ich beschlossen, ab sofort wann immer möglich, alle 4 Savvys in eine EInheit zu packen. Das zwingt gleichzeitig mich, die Einheit shcön durchzuplanen. Momentan machte ich ja eher immer nur 1 Savvy mit einem bestimmten Schwerpunkt, z.B. Finesse mit Schwerpunkt Übergänge, oder Online mit Schwerpunkt Galopp oder so. Aber ich habe beschlossen, mich einfach von Savvy zu SAvvy zu spielen und hoffe, dabei dann nicht so sehr direct line zu sein (wie wenn ich genau EINE bestimmte Übung in EINEM bestimmten Savvy vorhabe).

Letzte Woche also dann die folgende sehr schöne und erfolgreiche Einheit absolviert:
Aufwärmen mit Long Lines aus Zone 5. Wir übten Antreten und Anhalten, weil das hakte. DAnach etwas Slalom. Lenkung hakte auch, aber hat nicht lang gedauert, bis das wieder besser war.
Dann war der erste (Online) Teil auch schon vorbei, Billy durfte kurz am Viereckrand grasen, während ich die Hütchen umbaute.
Als nächstes Liberty. Wir übten mal herkommen, auch wenn das Gras dort am Rand lockt. Also Catching Game. Ich musste schon deutlich werden, aber dann, siehe da, verließ er lieber doch das Gras und stellte sich mal zu mir ;-). Ich begab mich wieder in Zone 5 und begann, Spins zu probieren. Klappte erstaunlich gut! Aus Zone 3/4 begann ich, die Vorhand wegzutreiben, bis ich in Zone 5 war und er auf der anderen SEite herumschaute, dann lief ich rückwärts und konnte ihn zu mir ziehen. TAtsächlich haben wir einen 3/4 Spin geschafft! Nach jedem Versuch führte ich Billy zum Gras, gab ihm sein "friss"-Kommando, ließ ihn genau 10 Happen machen und rief ihn dann wieder in die Viereck-Mitte.
DAnach saß ich auf, ritt Millionen Volten Finesse, bis Billy gut durchgeknetet war, und zum Abschluss übten wir noch lockeres Angaloppieren a la Freestyle ohne Aufregung.

Und Schwupps, war eine abwechslungsreiche Session vorüber :-)

Donnerstag, 21. März 2013

Interessant war das heute! Mein Freund war mit und durfte ein bissl mit dem Billytier spielen.
Ich fing an mit Stick to Me, zeigte ihm kurz, worauf es ankommt, dann kam das Seil dran und er durfte mal probieren. Antreten, schneller werden, langsamer werden. Billy war brav und passte sich schön an. Beim Anhalten mussten sie sich erst ein bisschen kennenlernen, klappte aber auch bald gut. Ich ließ die beiden antraben und Schrittparieren. Billy war übermütig mit Kopfschlenkern usw. In der Ecke probierte er, meinen Freund mit der Schulter wegzuschubsen, der merkte das gar nicht, aber nachdem ich ihn drauf aufmerksam gemacht hatte, bestand er auf seiner Lauflinie und Billy fügte sich drein.

Dann machten die beiden noch ein wenig Circling Game. Mein Freund konnte Billy richtig toll gerade zurückschicken. Das war richtig gut! Nur mit dem Send klappte es nicht so recht. Ich konnte sehen, dass mein Freund es irgendwie anders macht als ich, konnte ihm aber nicht genau erklären, was er falsch macht. Auch Übergänge von Schritt in Trab auf dem Zirkel klappten nicht. Daher hab ich dann Billy vom Seil losgemacht und selbst Pferd gespielt und ließ mich von meinem Freund ins CG schicken. Das war richtig interessant! Zeitweise konnte ich spüren, dass er mich zu sich rein zog statt vorwärts auf dne Zirkel (wir übten dann Übergang von Schritt in Trab). Dann passierte was lustiges: Billy, der in der anderen Zirkelhälfte herumstand, wurde es zu langweilig, und er gesellte sich zu uns! Mein Freund also in der Mitte, ich als Pferd lief außenrum, wir übten Schritt-Trab-Übergänge, und da kam Billy und parkte sich an seiner üblichen Position außen an meiner Schulter ein, er at Liberty, ich On Line :-) . Mein Freund machte seine Übergänge, ich trabte und ging Schritt und Billy mit mir. Wir galoppierten dann sogar an, alle beide ;-).
Nachher klappte es dann mit meinem Freund und Billy allein auch schon ganz gut!

Billy und ich machten dann noch ein paar Stick to Me Übungen mit Galopp: Trab-Galopp, Schritt-Galopp und schließlich Halt-Galopp-Halt. Als Beobachter konnte mir mein Freund nachher Feedback geben, er meinte, wenn ich versuche, aus dem Halten anzugaloppieren, setze ich mich selbst total zurück und galoppiere dann los, und Billy spiegelt mich total und setzt sich auf die Hinterhand, um dann loszugaloppieren. Toll, war mir überhaupt nicht bewusst, dass ich das mache, geschweige denn, dass es diesen Effekt auf Billy hat. Ein-, zweimal haben wir ein tolles Angaloppieren aus dem Halten geschafft. Mein Freund war fasziniert davon, da durfte er auch mal probieren. Sie übten zuerst noch das Antraben, dann auch mal angaloppieren... dabei wurde Billy von meinem Freund gebremst, der sich nach dem Losgaloppieren sofort umsah, ob das Pferd eh mitkommt ;-).

Lauter lehrreiche Beobachtungen, eine richtig gute Session :-)

Samstag, 16. März 2013

Ich wollte ja eigentlich wieder raus ins Gelände gehen und hier weiter an unserer Harmonie werken ;-), aber was ich nicht bedacht hatte war, dass die Nebenstraßen noch furchtbar eisig sind. Keine gute Voraussetzung für die eine oder andere Richtungsdiskussion. Also hab ich es gelassen und hab stattdessen etwas Liberty in der Halle gemacht.

Aufwärmen mit Stick to Me: Langsamer und schneller Schritt abgewechselt, das wurde sehr schnell sehr gut. Promptes Anhalten und etwas Rückwärts. Ich bin weiterhin streng und hab darauf bestanden, dass Billys Kopf genau auf der HÖhe in Relation zu meinem Körper ist, wo ich ihn haben möchte. Nicht 50cm weiter hinten oder weiter vorn. Hat gut geklappt, bald holte Billy unaufgefordert im Trab auf, wenn er zu weit nach hinten geriet.
Aus dem Stick to Me gingen wir über zur Weave, an der ich hauptsächlich arbeiten wollte. Also zuerst den Slalom á la Stick to Me gelaufen, d.h. ich lief mit Billy mit. Nach und nach erhöhte ich den Abstand und schickte ihn schließlich um die Hütchen, während ich auf einer Seite blieb.
Im Schritt waren wir schnell erfolgreich, daher Übergang zu Trab. Auch hier ganz supertoll, Weave im Trab at Liberty klappt! Bis auf ein einziges Hütchen, das 3. von links, das ließ Billy jedesmal aus, hier versagte der Draw. Jedesmal. Und nur in die Richtung, wo ich rechts von ihm war. In die andere Richtung, wo ich also links von ihm bin, war alles ok und er trabte wieder und wieder den Slalom perfekt. Keine so rechte Ahnung, woran das lag. Ich streute zwischendurch wieder einen Stick-to-Me-Slalom ein, klappte gut. Im Schritt klappte es auch. Nur im Trab nicht mehr. Ich probierte es mit mehr Druck (klappte halb, insofern er dann zwar mich ansah und auf mich zukam, aber das Muster war natürlich unterbrochen, auch wenn ich ihn danach weiter "richtig rum" um die HÜtchen schicken konnte) und auch mit weniger Druck, aber so richtig half alles nix. Ich schloß mit einem guten Slalom in die "gute" Richtung ab und ließ es gut sein.

Danach machten wir noch Galopp-Übergänge auf einem Circling GAme, zuerst vom und in den Trab, danach vom und in den Schritt. Runterbremsen geht at Liberty viel schlechter als On Line, how interesting. Angaloppieren war dagegen super, auch aus dem Schritt, richtig prompt, aber dabei relaxt.

Donnerstag, 28. Februar 2013

Hui, wie die Zeit vergeht, ich komme überhaupt nicht dazu, alles nachzutragen.

In den vergangenen Wochen haben Billy und ich alle Möglichkeiten genutzt, um viel rauszugehen. Es gibt heuer wirklich viel Schnee, immer wieder, und war auch kontinuierlich kalt. Trotzdem waren die Wege oft gut begehbar ohne Eis. Wir wagten uns oft über die Straße, das wird nun langsam wieder normal für mich; wir haben uns im dichten Schneetreiben verirrt, als ich einen neuen Weg austestete (und Billy war dabei so brav, hat alles Hin- und Hergereite des zuerst leicht besorgten, dann verzweifelten und als es uns fast zu dunkel wurde, panischen Fraulis mitgemacht), wir waren mit einer STallkollegin unterwegs, frisch gefallenen und unberührten Schnee in einer gerade richtigen dünnen Schicht, kilometerweise; und als es neuerlich schneite, durfte Billy tiefschneestapfen und galoppierte den ganzen Abhang im tiefen, schweren Schnee (er wollte es so!). Hat alles Riesenspaß gemacht!

So viel zum Rückblick.

Mittlerweile taut es, aber immer noch liegt patziger Schnee herum, zwischen ziemlich viel Matsch und Pfützen. Ausreiten ist daher momentan weniger lustig.

Heute waren wir wieder in der Halle; Billy war schon beim Putzen total verspielt und (ungewöhnlich) freundlich, er nahm alles ins Maul was er erwischen konnte und war scheinbar insgesamt gut aufgelegt. Also hab ich heut ein wenig Action eingebaut.
Ich habe 8 Pylonen in 2 Reihen aufgestellt. Zum Aufwärmen Driving Game abwechselnd mit Friendly Game in der Bewegung, dazwischen Volten um die Pylonen eingebaut.
Wir gingen dann zum Slalom im Schritt über, aber das war bald langweilig, und so gab es ein wenig Trab dazwischen. Wir arbeiteten uns vor bis zu 3xigem Weave-Passieren ohne Schritt dazwischen :-). Bei den Dingen, die ich nicht so oft mache, merke ich den Fortschritt immer am stärksten: das ging vor nicht allzulanger Zeit noch nicht so gut, da war ich meist schon auf eine Länge stolz.
Weil es so gut klappte, kam mir die Idee, für ein paar Sprünge mal den Galopp in die Weave einzubauen. Dazu hab ich aber zuerst einmal den Galopp mittels Circling Game isoliert. Ganz viele Trab-Galopp-Übergänge, und schließlich auch supergute Schritt-Galopp-Übergänge. Das Tier kann, wenn man es langsam drauf vorbereitet und nicht nörgelt. Ganz ruhig, ohne Grant und Hektik, sprang er von einem ruhigen Schritt in einen tollen langsamen Galopp. Nur auf der rechten Hand musste ich kurz diskutieren, ob das hier ernst gemeint ist (Galopp generell) - ja, ist es, Billy - und Billy fügte sich nach einer Minute dann drein (und wurde natürlich reich belohnt).
Zurück zur Weave. Billy wäre auch angaloppiert, aber Frauli war zu unkoordiniert. Wo ist die beste Stelle innerhalb des Weave-Patterns, um die ersten paar Galoppsprünge einzubauen? Hätte ich mir vorher überlegen sollen, dann wärs vielleicht gegangen ;-). So galoppierte Billy zwar kurz, aber Fraulis Unentschlossenheit machten dem Erstversuch bald wieder ein Ende. Brav bemüht hat er sich aber.

Statt Weave beschloss ich, unsere Figure 8 etwas auszubauen mit Galopp; sammelte die Pylonen ein und verteilte sie auf 2 Stapel, weit voneinander entfernt für viel Schwung. Los ging's. Billy war heute wirklich gut drauf, galoppierte los mit viel Energie, ich machte einen Schritt zurück, er kam sofort rein, zack, fliegender Galoppwechsel (Pause und Belohnung). Dann 2 hintereinander, hat auch geklappt, d.h. eine vollständige Figure 8! Ich glaube 3x fleigend hintereinander war unser Rekord, und dem Billy machte es unglaublicherweise scheinbar Spaß.
Weil alles so toll klappte, hab ich zum Schluss das Seil abgenommen und Liberty weitergespielt. Ganz kurz spielte Billy sein eigenes Spiel: Ich ging zurück, um ihn reinzuholen, daraufhin stoppte er hübsch, machte einen hübschen Rollback und änderte die Richtung nach außen. Da rannte das Frauli, um ihn abzufangen (lustiges Spiel!!!), er machte noch einen Rollback und schickte mich ein paarmal hin- und her, bis es mir gelang, ihn an der Bande abzufangen und nach innen auf den anderen Zirkel abwenden zu lassen - fliegender Wechsel, reinholen, belohnen. Danach war mein Spiel (Figure 8 statt Rollbacks) doch interessanter ;-).
Es war total lustig und ich kanns nicht glauben, aber wir haben eine vollständige Figure 8 mit 2x fliegendem Wechsel at Liberty geschafft. Ich merkte dann schon, dass er langsam müde wurde, und hab mit einem letzten Wechsel aufgehört.
Billy durfte mich dann noch ein bissl jagen und verfolgen und cutten, langsam zum Cooldown. Danach stand er da, tiefenentspannt und so richtig schön ausgepowert... er sah sehr zufrieden aus, endlich mal ein bissl Äktschn! ;-)))

Dienstag, 18. Dezember 2012

Nach relativ ziel- und planlosem Herumgereite für ein paar MInuten hab ich heute mal was ganz ganz neues probiert:
Zuerst vom Sattel aus das Gebiss entfernt, also abgezäumt. Das ging problemlos! Billy ließ das Gebiss rausfallen, fertig. Wir ritten ein paar Minuten ohne Kopfstück, und dann probierte ich eben was Neues: Gebiss anziehen von oben! Weil es in letzter Zeit so toll geht wie noch nie.
Also Billy den Kopf mit dem STick nach links gebogen. Ging ganz gut, nur lässt er den Kopf nicht lange genug zur SEite gebogen, damit ich das GEnickstück über die Nase fädeln kann. Mit Fraulis akrobatischen Übungen auf seinem Rücken wurde auch der geduldigste Billy langsam ungnädig und bekam Stress, weil er nicht kapierte, was gefragt war. Er schnappte dann planlos in die Backenstücke, die Zügel, auch den STick, gähnte dazwischen zum Herzerweichen und verdrehte Zunge und Augen vor Grant, dass er mich nicht verstand.
Tatsächlich schafften wir es zweimal, dass er das GEbiss ganz ins Maul nahm, nur leider ohne dass ich das Kopfstück vorher auf die Nase gefädelt hatte, aber immerhin. Damit ließ ich es bewenden, mit der Erkenntnis, dass wir uns vielleicht beide leichter täten, wenn ich das ganze nicht gleich ganz at Liberty probiere, sondern vorerst einmal mit dem Knoti untendrunter, sodass ich ihm damit leichter erklären kann, was ich möchte - v.a. dass er den Kopf länger bei mir behält ;-).

Trotzdem - dass ich das Gebiss in Billys Maul bringe, während ich auf seinem Rücken sitze, war vor recht kurzer Zeit noch ein weit entfernter Wunschtraum - ich war ja schon froh, wenn ich es reinbrachte, wenn ich neben ihm stand und er angebunden war ;-).
Also an alle da draußen, die sich gerade an wasauchimmer die Zähne ausbeißen: Nur nicht aufgeben! ;-)

Donnerstag, 13. Dezember 2012

Uuuuuh, ist das kalt draußen! Nachdem ich mir in der Stadt noch dachte "naja, ist ja gar nicht so schlimm, -3°", sank mit der Autofahrt die Temperatur kontinuierlich, und als ich im Stall ankam, zeigte mein Auto-Außenthermometer -14°. Brrrrrr!
Billy im Gegensatz zu Frauli fror gar nicht, ganz im Gegenteil, er begrüßte mich ungewöhnlich gut gelaunt und ließ  heute sogar das Putzen nicht nur über sich ergehen, sondern genoss die sanfte Massage mit dem Gummistriegel; nachdem mir das aufgefallen war, hab ich die natürlich ausgedehnt und intensiviert, und so waren Billy gut durchmassiert und Frauli nunmehr auch aufgewärmt :-).

Ich beschloss, dass ich mich heut bewegen muss und Zeit fürs Lasso-Handling-Üben ist. In der Halle schickte ich daher Billy wieder vom Zentrum aus auf den Hufschlag im Schritt. Er kennt die Übung nun schon gut und versucht gar nicht mehr abzukürzen oder reinzukommen und gibt mir so die GElegenheit, in aller Ruhe zu üben, wie ich das lange Seil ab- und wieder ordentlich aufwickle. Ich brauchte eine Weile, bis ich mit den steifgefrorenen Fingern und den zu großen Handschuhen den Standard von den letzten Malen erreicht hatte, aber dann flutschte es wieder schön.
Ich baute ein paar flüssige Handwechsel ein zur Schwierigkeitssteigerung; Billy machte brav mit und verstand sofort.
Danach gingen wir noch zum Trab über; Billy begann hier doch abzukürzen, und Frauli hatte alle Hände voll zu tun, ihn draußen zu halten und gleichzeitig ein Lasso-Chaos zu verhindern. Es ging so halbwegs.

Wir haben dann noch ein bisschen Yoyo geübt, wobei ich ihn wirklich bis zum Ende des Seils gehen ließ und mich bemühte, nicht zu hohe Phasen zu brauchen. Bis 10m geht es so halbwegs, dann nimmt er mich nicht mehr wirklich ernst ;-). Aber ja, er hat gelernt, dass am Ende des Lassos immer noch ein Frauli dranhängt ;-).

Dann nahm ich noch das Seil ab und übte ein bisschen Zone 5 Driving at Liberty. Anhalten musste neu installiert werden, ebenso hat Billy das Rückwärts vergessen. Er bemühte sich aber! Man konnte irgendwie fast sehen, wie er da stand, während ich hinterm ihm den STick über die Kruppe hob und dabei mein "Back" Kommando gab und er grübelte und grübelte: "Moment, was hatte das nochmal für eine Bedeutung??". Kruppe schwenken? - Nein. Umdrehen? - Nein ;-). Vorwärts gehen? - Nein! Ich ging dann kurz nach vor in Zone 3, erklärte es, und dann gings "klick" und wir hatten wunderschönes Rückwärts aus Zone 5.
Ganz zuletzt erinnerte mich Billy dran, dass wir letztes Mal zu üben begonnen hatten, dass ich seine  Schulter aus Zone 5 heraus weg schicke. Wir machten das ein paarmal, und ein 3/4-Spin ist jetzt schon da. Nur die Nase an mir vorbei, das geht noch nicht. Wird schon.

Dienstag, 4. Dezember 2012

Heute haben Billy und ich uns wieder in Liberty geübt.

Zuerst aber - das versuche ich jetzt definitiv jedesmal zu machen - gab es eine kleine Übung zum Gebissannehmen. Einfach anziehen-ausziehen, ein paarmal. Billy hangelte trotz Centered Riding Stunde vor zwei Tagen gleich danach, also alles in Ordnung. Das Ausweichen ist auch verschwunden momentan.

Dann gingen wir in die Halle und ich begann gleich at Liberty anzutesten, wie wir so drauf sind heute. Ein bisschen Stick to me mit Übergängen zwischen Halt und Schritt, Wendungen. Billy schaute leicht grantelnd drein, aber sonst klappte alles sehr gut. Ich ließ mich weiter und weiter zurückfallen, zuerst in Zone 3, dann in Zone 4, dann in Zone 5.
On Line haben wir ja Zone 5 Driving viel geübt in den letzten Wochen, aber ob wir alles auch schon at Liberty gemacht haben, erinnere ich mich jetzt gar nicth mehr. Wie auch immer, alles klappte super!
Am Anfang fragte ich einmal grobe Wendungen im Schritt ab. Immer noch mit meiner "Flugzeug"-Methode (Arme ausbreiten und mit Körperdrehung Billy kenntlich machen, wohin er weichen soll), wobei die Wand in der Halle dabei weiterhin das einschränkendste an dem ganzen ist ;-). Wenn es wieder benutzbar ist, muss ich das direkt einmal am Viereck wagen (mit dem Schwierigkeitsfaktor, dass dort kein Zaun ist ;-) ). Bald klappte es gut, und wir übten Schritt-Trab-Übergänge, die waren perfekt, und ich verband das ganze zu folgender Übungsfolge:
In der Mitte der kurzen Seite antraben, lange Seite entlang traben, an der gegenüberliegenden kurzen Seite Schritt parieren, von der Wand wenden, Slalom um 4 Hütchen auf der Mittellinie, man landet auf der anderen Hand als zu Anfang, und wieder von vorne. Anfangs gings noch etwas holprig, was den Slalom betrifft, da verfehlten wir hie und da ein Hütchen, aber bald gings 2x perfekt, und dann gabs Pause.

Als nächstes dann Anhalten und Rückwärts. Das ging ja schon toll online, aber Billy hats inzwischen vergessen. Fürs Rückwärts musste ich in Zone 3 und sogar 2, um ihm zu erklären, was das werden soll. Dann klappte das Rückwärts aus Zone 5, aber leider konnte ich ihn nicht mehr vorwärts schicken, er drehte sich ständig zu mir um und ließ mich nicht mehr in Zone 5 stehenbleiben. Also Friendly, aber das wars nicht, ich stellte daraufhin fest, dass es plötzlich unmöglich war, ihm die Schulter wegzuschicken von allen Positionen ab Zone 3. Aha! Also das gleich aufgegriffen und isoliert geübt: Hinterhandwendungen aus Zone 3 (dass es von dort aus auch nicht mehr ging, hielt ich für einen Test, wie ernstgemeint das nun ist - und ich glaub das wars auch), dann Zone 4 - hier begann tatsächlcih leichte Unsicherheit in der Kommunikation. Billy dachte er soll nun rückwärts, wenn ich mit dem Stick Richtung Schulter kreise oder den STring an die Schulter klatschen lasse. Tja, so ist das mit dem klaren Feedback. Peinlich berührt wurde mir klar, dass ich bisher die Schulter aus Zone 4 und 5 nie von mir wegweichen hab lassen (außer eben zum Lenken aus Zone 5), und dass ich außerdem fürs Rückwärts die gleichen Stick-Kreise benutze. Ups. Sorry Billy, müssen wir jetzt umlernen und in Zukunft besser differenzieren... Wir übten das noch ein paarmal in beide Richtungen, es wurde zunehmend besser, und dann wurde mir klar, dass damit der Weg zum Spin eröffnet ist :-). Ich zog ihn ein paarmal nach einer 90°-Drehung zu mir, der Weg zum Spin ist da nicht mehr weit - wir müssen nur noch den schwierigsten Moment meistern - Billys Nase an meinem Bauch vorüber zu bekommen ... dann  kriegen wir 360° hin :-).

Dienstag, 30. Oktober 2012



On Line

Heute in der Halle übten wir wieder Driving aus Zone 5. Ich war etwas abgelenkt, und Anhalten klappte heut nicht oder nur schlehct. Billy hatte viel Go und wir trabten viel. Lenken im Trab ist noch schwierig, hie und da ist es gelungen, mit der „.Flugzeugtechnik“, grobe Zirkel zu gehen.
Meinen Fehler hab ich erst am nächsten Tag erkannt – habe gleich in Zone 5 am Ende vom Seil angefangen. Letztes Mal, als es so toll funktioniert hat, war ich ja in Zone 4/5 eher. Anhalten klappt also von Zone 4/5, aber nicht Zone 5/6 aus Entfernung.Wieder eine Erkenntnis ;-)

Liberty 

Dann hab ich das Seil weggetan und wir sind weiter getrabt, ich in Zone 5 hinterher. Lenken klappte hie und da. Angaloppieren, danach wars aus, Billy rannte weg, ich kam nicht hinterher und ging zum CG über.
Ich ließ ihn einfach viel galoppieren, er hatte Lust drauf, sich zu bewegen. Freut mich! Er war übermütig, spielte mit mir, wechselte hie und da schelmisch die Richtung, um dann gleich wieder loszuspurten. Auf der rechten Hand war das Bring back wie immer schlecht, auf der linken gut. Meist holte er nur sein Leckerli ab und wollte gleich wieder weiter. Ziemlich LBE heute!

Dienstag, 23. Oktober 2012

On Line

Heute haben wir uns wieder intensiv mit dem Drive aus Zone 5 beschäftigt. Zuerst aber ausgiebiges Friendly Game, das ich sonst ja gern vernachlässige. Ich hatte das Knoti drauf und mein 7m Seil; nur ein einzelnes Seil. Im Lauf der Einheit bin ich draufgekommen, wie ich es positionieren kann, ohne Gefahr zu laufen, dass Billy drauftritt: In einem losen Bogen vom Knoti weg an der Innenseite lege ich es über den Rücken, lasse es dort von der Kruppe quasi „halten“ und lasse es von der Außenseite in meine Hand. Zum Lenken will ich es ja eh nicht gebrauchen. Das hat so super funktioniert, endlich steigt Billy nicht immer rein oder drauf.

Wir begannen mit Schritt, Halt, und Rückwärts. Billy ist ganz begeistert vom Rückwärts, ich muss aufpassen, dass es kontrolliert bleibt. Manchmal ging er rückwärts, obwohl ich wieder vorwärts wollte. Aber er heischt stets nach Anerkennung danach, und will ein Leckerli. Ich freu mich dass das nun so toll funktioniert. Sobald ich weiter weg bin, missversteht er dafür wiederum mein Rückwärts-Signal für „vorwärts“. Macht nichts, wir machen uns das schon noch aus. Anhalten funktioniert auf jeden Fall super jetzt! „Whoa“ ist in sein Hirn gesickert ;-).

Dann begann ich zu lenken. Auch da hab ich heut im Lauf der Einheit eine Methode gefunden, die funktionieren sollte: Ich gehe hinter ihm, breite beide Arme aus, in der äußeren der Wendung den Stick. Ich drehe meinen ganzen Körper in die neue Richtung, mit ihm die Arme. Dadurch kommt der Stick näher an die Seite, von der Billy wegweichen soll, und das hat er super verstanden. Ich schau ein bisschen aus dabei wie ein Kind, das Flugzeug spielt ;-). Jedenfalls sollte es so auch irgendwann mal ohne Stick funktionieren, weil er es deutlich sieht. Und wenn wir das dann mal im Galopp können, sieht es sicher lustig aus ;-). So hab ich begonnen, ihn in Zirkel zu lenken, dann wieder geradeaus, dann wieder Zirkel, dann um Pylonen. Schließlich in eine Weave um 4 Pylonen, und es hat super geklappt! Den Stick nehme ich dabei schnell von einer Hand in die andere, aber nach ein paar Mal hat er es schon so gut kapiert gehabt, dass ich den Stick auch mal in einer Hand lassen konnte, er hat schon die Körpersprache nur aufgrund der ausgestrekcten, gedrehten Arme verstanden.
Antraben hat super funktioniert, hier bin ich dann natürlich etwas langsam mit dem Lenken, aber man konnte sehen, dass es funktionieren wird, sobald wir das üben und verfeinern.
Schließlich ließ ich ihn aus Zone 5 sogar angaloppieren, und es hat geklappt!! Die Lenkung geht dann zwar völlig flöten, ich renne ihm mehr oder weniger nach, aber er hat angaloppiert auf mein Kommando von da hinten.
Suuuuper Pony, das war heut eine sehr schöne Einheit mit ganz viel neuen Sachen.

Liberty

Ich nahm dann das Seil ab und wir haben die Weave geübt. Billy blieb zuerst beim Umdrehen von rechts nach links wieder stecken, ich musste ihn ein paarmal abholen und hab mich daher dann wieder auf die Boomerang-Übung von Lichman konzentriert. Die funzt immer! Ich ließ ihn so mit viel Energie enge Achter gehen, nah an ihm dran (bleibe aber auf einer Seite der Pylonen). Ich muss ihn dabei dann irgendwie triezen mit dem String, er zeigt dann sein angepisstes Gesicht, aaaber der Draw kommt gleichzeitig wieder. Etwas, was ich noch immer nicht ganz verstehe.
Weave im Trab hat dann geklappt, mit wenig Entfernung. Es wird.

Dann hab ich das Zone 5 Driving auch at Liberty probiert, weil es davor On Line so schön geklappt hat. Weil ich den Draw grad so stark gemacht hatte, hatte ich zuerst einmal Schwierigkeiten, überhaupt in Zone 5 zu kommen. Billy drehte sich eifrig mit mir mit und gab mir ständig 2 Augen. Mit dem „Whoa“-Kommando und Friendly Game gings schließlich, ich konnte in Zone 5. Bisschen Friendly, dann gings los.

Auch Liberty hat das fast gleich gut geklappt! Wir machten Schritt, Trab, Schritt, auch Anhalten und Rückwärts klappte (hab ich aber lieber nicht überstrapaziert!). Sogar Angaloppieren, und schließlich das Lenken: Genau wie mit Seil dran! Wir machten die Weave 3 Längen durch im Schritt, genial! Er versteht die Körpersprache so total gut.

Da hab ich dann schnell und einmal zum richtigen Zeitpunkt aufgehört mit einem großen Lob, einer Karotte und ein paar Minuten Entspannungs-Genickkraul-Einheit. Ich glaub heut hab ich (fast) alles richtig gemacht ;-)

Mittwoch, 17. Oktober 2012

On Line
Heute hab ich wieder Driving aus Zone 4 + 5 geübt, mit einem Seil (7-m-Seil). Wir gingen zu Anfang einfach Ganze Bahn, ich ließ mich wie immer nach und nach zurückfallen bis ich in Zone 4/5 lande. Ich versuchte die meiste Zeit Kontakt zu halten Billys Popo.
Anhalten klappte super, und wie von selbst hat sich Rückwärts ergeben. Ich hebe den Stick jetzt über seine Kruppe, so wie beim Herholen von der Seite auch. Er verstand dieses Signal ziemlich gut, und wir haben ein unglaublich gutes Rückwärts bekommen! Weil er sehr übereifrig wurde damit, hab ich dann verschiedene Anforderungen gemischt: Anhalten und ohne Rückwärts wieder vorwärts, Anhalten und stillstehen, Anhalten und Rückwärts. Er hat super mitgemacht.
Auch Liberty war das Rückwärts genauso toll!

Als ich dann für eine Minute Stick to me gemacht hab, hab ich schon gesehen, dass Billy total gut drauf, verspielt und LBE ist. Ich hab ihn dann lieber ans Seil genommen, weil ich nicht genau wusste, wie sich das noch äußern wird.
Er hat nur drauf gewartet, auf den Zirkel zu gehen, und ist im Galopp lockerleicht losgedüst, er war wirklich gut drauf. 4,5 Runden ohne Probleme. Reinkommen war sehr gut.

Liberty
Ich hab dann das Seil wieder abgenommen und weiter CG gespielt. Wie ich bei diesem Gemütszustand schon erwartet hab, war das Reinholen dann schwierig. Ich musste mich klein machen und lange lange hinhocken; er zog dann kleine Kreise im Schritt, bevor er sich nach Ewigkeiten entschließen konnte, bei mir stehen zu bleiben.
Dafür hatte er super go, fetzte im Galopp die lange Seite entlang, das machte ihm heut richtig Spaß. Super Zirkel ging er im Trab und Galopp um mich, wir machten dann Schritt-Galopp-Übergänge. Er ließ sich mit Stick gut zum Schritt bremsen, und wartete dann aber nur drauf, dass er wieder galoppieren durfte, und auf Fingerzeig düste er aus dem Schritt los, super!

Nach dem Austoben hab ich wieder den Slalom at Liberty probiert. Beim rechten Bogen haute mir Billy gern ab und stellte sich verunsichert in die Ecke. Ich musste näher ran und Boomerang üben, da wurde es besser (Boomerang: Auf kurze distanz das Pferd um einen Pylon schicken und sofort rückwärts laufen und wieder zu sich herziehen, sofort loben. Die Übung haben wir beim David Lichman-Kurs gelernt, und sie funktioniert IMMER, wenn der Draw abhanden kommt!!) Wir machten Achter im Schritt und Weave im Schritt. Zwischendurch ein paar Trabtritte auch, aber heute war die Gefahr zu groß, dass ich ihn mit mehr Geschwindigkeit verliere, deshalb ließ ich es bei guten Achten mit wenig Distanz, aber gutem Draw bewenden.

Dienstag, 2. Oktober 2012

Schauen wir einmal, wie es Billy nach dem Kurs geht. Ich bin Feuer und Flamme, das Gelernte zu üben; habe nur etwas Sorge, dass es Billy langsam zu viel wird mit dem vielen Finesse. Dennoch: Erstaunlich. Schon wieder lässt sich Billy mehr oder weniger ohne Widerstand auftrensen, öffnet von allein das Maul und drin ist das Gebiss.

Finesse:
Gleich als erstes habe ich die Abkauübungen vom Boden aus gemacht, wie beim Kurs immer. Es war total schwierig, Billy heute überhaupt zum Kauen zu bekommen. Ich massierte, probierte alles mögliche (die eine Hand höher, die andere, auseinander, …), aber das Maul blieb still. Biegen ging ganz gut, aber da spürte ich schon zwischendurch Widerstände, ging dann aber.

Dann begann ich im Schritt, einfach auf der ganzen Bahn die Ecken akribisch auszureiten. Zügel verkürzen und verlängern üben. Heute hatte ich Hackamore-Zügel, Gebiss-Zügel plus auch noch die Gerte, aber es ging. Billy bog sich ganz ordentlich und fast ohne Widerstände.

Irgendwie bin ich grad verwirrt bezüglich Beine fühlen. Welches geht nun wann vor? Billy stolperte oft, weil ich ihn richtiggehend mit der Treiberei aus dem Gleichgewicht brachte.

Dazwischen probierte ich ein Rückwärts und es ging total super und fein, mit leichtem Finger-Schließen und leichtestem Schenkel-Anpendeln. Das muss ich wirklich so erhalten. Immer nur 1 Schritt und Anhalten hat auch geklappt (beim Kurs machte er ja eher zu viele Schritte).

Dann die CR-Übung "Rahmen verkürzen und verlängern" mit der Ecken-Übung im Trab verbunden. Billy hat sich brav gestreckt. Hab abwechselnd versucht, ihn nach vorne-unten zu schubsen und dann wieder zu verkürzen, indem ich „mein Segel spanne“. Weiß nicht ob das genug war, aber der Rücken fühlte sich bei letzterem gut federnd an. Billy reagiert echt so gut auf den Sitz :-).

Liberty:
Dann nahm ich Gebiss und Halfter ab und wir haben noch ein bissl Liberty gemacht. Billy legte die Ohren an. Grant? Unsicherheit? Werde nicht schlau draus. Wir haben an der Weave gearbeitet, und er hat toll mitgemacht!!
Zuerst hab ich ihn um einzelne Pylonen geschickt und gleich wieder zu mir (Boomerang-Übung von David Lichman). Das klappte super, eben bis auf die angelegten Ohren. Dann bin ich mit ihm um die Pylonen rumgegangen, dann blieb ich auf einer Seite und schickte ihn herum. Klappte alles so toll, dass ich ihn nach einer Wendung dann kurz antraben ließ, und tatsächlich haben wir eine vollständige Weave, d.h. hin, volle Wendung, zurück, durchgehend im Trab geschafft! Ich war super stolz! At Liberty!!!
Dann noch ein bissl Stick to Me, dann nochmal um die Pylonen, da gings nimmer so gut, habs also wieder einmal übertrieben *seufz*. Trotzdem, tolles Ergebnis heute.:-))