Bin heute wieder mit dem Bosal geritten. Anfangs Freestyle, habe die Zügel auf den Hals gelegt. 3 Pylonen im gleichseitigen Dreieck hab ich aufgestellt, mit ca. 6m Abstand. Lenken geübt mit Gewicht, ich bin ein dreiblättriges Kleeblatt geritten, hat super geklappt. Billy lauscht aufmerksam und geht wohin ich will. Wenn er einmal mit den Gedanken und den Füßen woandershin wandert, reicht ein wenig Schenkel, und er hört wieder zu und setzt um, sehr brav.
Danach hab ich beschlossen zu versuchen, dass ich das ganze rückwärts reite. Da wars dann eher dahin mit der Kooperation. Ich bin beim Rückwärts immer noch zu abhängig vom Zügel. Mit wäre es sofort gegangen, aber ohne… probiert er immer mal, ob er nicht doch vorwärts geht oder einfach gar nicht. Ich weiß nicht, ob ich hier die Phasen nicht eingehalten habe, sodass der Zügel einfach immer noch ein essentieller Teil der Hilfe für rückwärts ist. Andererseits versteht er mich wohl, sobald ich dann die Geduld verliere und vehementer Gehorsam einfordere.
Jedenfalls haben wir zäh und unschön unser 3-blättriges Kleeblatt rückwärts irgendwie zusammengebracht, war ja schon mal was ;-).
Dann bin ich übergegangen zum Finesse-Reiten; Biegung gefordert, Nachgeben im Genick gefordert. Schlangenlinien am Hufschlag entlang mit Innen- und Außenstellung, diagonaler Schulterkontrolle, im Trab. Klappte gut. Ich versuche dann noch, das innere Hinterbein zum Untertreten zu bringen, indem ich den Zügel innen hebe und mich außen-vor setze, aber so ganz automatisiert hat sich das noch lange nicht.
Schließlich haben wir noch ganz intensiv die Schaukelübungen gemacht. Billys rückwärts war nach wie vor nicht gut, jedesmal hat er sich geweigert und musste überredet werden. Die Leichtigkeit ist irgendwie dahin bzw. muss ich jedesmal Phase 4 nehmen, um sie herzustellen, so ist das auch nicht wirklich toll. Ich bin einfach dran geblieben und hab mehr oder weniger gedrillt, bis es besser ging. Anhalten, dabei schon an rückwärts denken wie Kurt gesagt hat, dann rückwärts. Je leichter es von Anfang an ging, umso weniger Tritte. Immer so lange, bis es sich leicht, flüssig, tänzerisch anfühlt und ich zu fühlen glaube, dass er die Kruppe senkt. Dann daraus zuerst Schritt anreiten und im Laufe der Übung antraben.
Zum Abschluss bin ich um die 3 Pylonen ein Dreieck seitwärts geritten. Wird jetzt meine Feierabend-Übung. Ging noch zäh, aber Billy hat sich bemüht. Das Seitwärts wird schon auch noch richtig gut werden.
you live you learn you love you learn you cry you learn you lose you learn you bleed you learn you scream you learn you grieve you learn you choke you learn you laugh you learn you choose you learn you pray you learn you ask you learn you live you learn
Alanis Morissette
Donnerstag, 7. Mai 2015
Dienstag, 5. Mai 2015
Endlich kommt wieder etwas Kontinuität ins Training!
Wetter war heut super, richtig schwül war es. Es gab Föhn und Sahara-Staub; die Mückenviecher sind schon ordentlich lästig, aber Billy nimmts wie immer recht gelassen.
Heute war Bodenarbeit dran. Es ist Mai und damit gibt’s den 2. Virtuellen Playday im Natural Friends Forum. Das Muster diesmal: 3 Pylonen aufgestellt als gleichseitiges Dreieck in einem Abstand von ca. 6 Metern.
Wir haben begonnen mit langsamen Achten im Schritt, dabei haben wir uns von Pylon zu Pylon gehangelt. Dazwischen immer außenrum zum nächsten Pylon. Dieses Weiterbewegen hab ich dann etwas später im Trab verlangt, mit punktgenauem Antraben beim einen Pylon und punktgenauem Schrittparieren beim nächsten. Hat gut geklappt auf beiden Händen, wir sind dann zu Achten im Schritt und die Zwischenräume im Galopp übergegangen. Ging auch noch super, aber Billy bekam langsam genug von Achten. Ich schaltete trotzdem noch eine Stufe höher (er bekam natürlich schon Pausen auch dazwischen, aber nicht allzu viele) und wir machten die Achter im Trab und die Zwischenräume im Galopp. Das war schon schwieriger, die ersten beiden gingen noch, ab da musste ich Billy regelmäßig dran erinnern, dass er zu traben hatte. Ich ließ ihn so lange gehen, bis wir einen ganzen Durchgang im Trab geschafft hatten.
Wir machten dann das „Game of Effort“ im Galopp, aber das ist mir diesmal ordentlich misslungen. V.a. deshalb, weil Billy so eine hohe Latte vorlegte: Auf das erste Galoppkommando hin galoppierte er, während ich in Neutral bleiben konnte, sage und schreibe 43 Galoppsprünge. Das war nur schwer zu überbieten und ist eben auch kaum gelungen. Vielleicht sollte man an einem solchen Tag einfach sofort wieder aufhören. Oder nicht vielleicht, sondern ziemlich sicher. Aber ja, da kommt mir wieder das Direct-line-Denken in die Quere: Ich will das Spiel of Effort spielen, also spiel ich es auch. Tja. Ich konnte merken, dass Billy müder und müder wurde. Einmal schafften wir dann 46 Sprünge, und da hätte ich aufhören sollen, aber nein! Er bekam zwar eine wirklich lange lange Pause, aber danach war er müde und verfiel immer schon bei 5, 6, Sprüngen, höchstens 20 schafften wir und ich merkte, dass sein Angaloppieren immer unsauberer wurde und grantig wurde er auch. Ich wartete dann auf 50 TRABtritte und konnte aufhören. Hab ich vermasselt.
Schließlich hatten wir dann doch noch einen fulminanten Abschluss! Feierabend-Übung: Sideways! Diesmal mit Kopf zum Zaun, von links nach rechts Richtung Ausgang. Irgendwie ergab es sich, dass ich mit nur einer Armlänge Distanz begann und Billy seitwärts schickte. Er verstand sofort (schau, schau!) und legte ein sowas von sauberes, flüssiges Seitwärts hin, dass ich nur so staunte. Das beste: Ohne dass ich das eigentlich vorgehabt hatte, wurde es ein Seitwärts, bei dem Billy sich von mir weg bewegte und ich ruhig stehen bleiben konnte. Eigentlich wollte ich anfangs nur etwas mehr Abstand zwischen uns bringen, aber dann gelang das so gut, dass ich einfach stehenblieb um zu sehen, bis zu welcher Distanz wir das schaffen können. Tja, es ging super bis zum Ende des Seils. Ganz toll, ich konnte auf die 7m Distanz Billys Hinterhand, als er schief stehen blieb, noch einen Tritt zur Seite schicken, cool. Insgesamt 3x klappte das (beim 3. Mal dachte ich noch: soll ich wirklich nochmal? Naja, ist gut gegangen ;-), aber insgesamt war mein Timing des Aufhörens heute etwas aus der Spur, wie man merkt!). Nach jeder Seillänge ließ ich das Seil fallen, ging zu Billy und gab ihm eine Belohnung. Cooler Abschluss.
Wetter war heut super, richtig schwül war es. Es gab Föhn und Sahara-Staub; die Mückenviecher sind schon ordentlich lästig, aber Billy nimmts wie immer recht gelassen.
Heute war Bodenarbeit dran. Es ist Mai und damit gibt’s den 2. Virtuellen Playday im Natural Friends Forum. Das Muster diesmal: 3 Pylonen aufgestellt als gleichseitiges Dreieck in einem Abstand von ca. 6 Metern.
Wir haben begonnen mit langsamen Achten im Schritt, dabei haben wir uns von Pylon zu Pylon gehangelt. Dazwischen immer außenrum zum nächsten Pylon. Dieses Weiterbewegen hab ich dann etwas später im Trab verlangt, mit punktgenauem Antraben beim einen Pylon und punktgenauem Schrittparieren beim nächsten. Hat gut geklappt auf beiden Händen, wir sind dann zu Achten im Schritt und die Zwischenräume im Galopp übergegangen. Ging auch noch super, aber Billy bekam langsam genug von Achten. Ich schaltete trotzdem noch eine Stufe höher (er bekam natürlich schon Pausen auch dazwischen, aber nicht allzu viele) und wir machten die Achter im Trab und die Zwischenräume im Galopp. Das war schon schwieriger, die ersten beiden gingen noch, ab da musste ich Billy regelmäßig dran erinnern, dass er zu traben hatte. Ich ließ ihn so lange gehen, bis wir einen ganzen Durchgang im Trab geschafft hatten.
Wir machten dann das „Game of Effort“ im Galopp, aber das ist mir diesmal ordentlich misslungen. V.a. deshalb, weil Billy so eine hohe Latte vorlegte: Auf das erste Galoppkommando hin galoppierte er, während ich in Neutral bleiben konnte, sage und schreibe 43 Galoppsprünge. Das war nur schwer zu überbieten und ist eben auch kaum gelungen. Vielleicht sollte man an einem solchen Tag einfach sofort wieder aufhören. Oder nicht vielleicht, sondern ziemlich sicher. Aber ja, da kommt mir wieder das Direct-line-Denken in die Quere: Ich will das Spiel of Effort spielen, also spiel ich es auch. Tja. Ich konnte merken, dass Billy müder und müder wurde. Einmal schafften wir dann 46 Sprünge, und da hätte ich aufhören sollen, aber nein! Er bekam zwar eine wirklich lange lange Pause, aber danach war er müde und verfiel immer schon bei 5, 6, Sprüngen, höchstens 20 schafften wir und ich merkte, dass sein Angaloppieren immer unsauberer wurde und grantig wurde er auch. Ich wartete dann auf 50 TRABtritte und konnte aufhören. Hab ich vermasselt.
Schließlich hatten wir dann doch noch einen fulminanten Abschluss! Feierabend-Übung: Sideways! Diesmal mit Kopf zum Zaun, von links nach rechts Richtung Ausgang. Irgendwie ergab es sich, dass ich mit nur einer Armlänge Distanz begann und Billy seitwärts schickte. Er verstand sofort (schau, schau!) und legte ein sowas von sauberes, flüssiges Seitwärts hin, dass ich nur so staunte. Das beste: Ohne dass ich das eigentlich vorgehabt hatte, wurde es ein Seitwärts, bei dem Billy sich von mir weg bewegte und ich ruhig stehen bleiben konnte. Eigentlich wollte ich anfangs nur etwas mehr Abstand zwischen uns bringen, aber dann gelang das so gut, dass ich einfach stehenblieb um zu sehen, bis zu welcher Distanz wir das schaffen können. Tja, es ging super bis zum Ende des Seils. Ganz toll, ich konnte auf die 7m Distanz Billys Hinterhand, als er schief stehen blieb, noch einen Tritt zur Seite schicken, cool. Insgesamt 3x klappte das (beim 3. Mal dachte ich noch: soll ich wirklich nochmal? Naja, ist gut gegangen ;-), aber insgesamt war mein Timing des Aufhörens heute etwas aus der Spur, wie man merkt!). Nach jeder Seillänge ließ ich das Seil fallen, ging zu Billy und gab ihm eine Belohnung. Cooler Abschluss.
Sonntag, 3. Mai 2015
Ich hab begonnen mit Ganze Bahn im Schritt zum Aufwärmen, 1 Runde auf jeder Hand. Dabei hin und wieder Biegung und Genickbiegung abgefragt, aber nur kurz. Dann noch 1 Runde auf jeder Hand mit Üben der Außenstellung, d.h. wieder einmal unser Slalom mit dem Sitz geritten: Paar Schritte nach innen, nach außen, alles mit gleichbleibender Biegung. Ging leicht und flüssig.
Als nächstes bin ich gleich den Galopp angegangen. Angaloppieren war insgesamt sehr gut! Ich kann langsam außen sitzen und innen freimachen. Billy hatte heut gutes Go, ich hab den Galopp deshalb ja auch an den Anfang gesetzt. Galoppiert sind wir einen Zirkel, den hält er jetzt schon von selbst ein, auch wenn ich Fehler mache ;-).
Dazwischen, um ihn wieder etwas ruhiger und zum Denken zu kriegen, habe ich Hinterhand-Verschieben geübt. Zuerst gegen die Biegung im Schritt, dann hinein in die Biegung im Halten. Das hat bei der Linksbiegung gut geklappt, sofort, bei der Rechtsbiegung hat er versucht mit Rückwärts auszuweichen oder überhaupt die Hinterhand in die falsche Richtung gedreht etc. Es gab dann für angestrengte Versuche viele Leckerlis, und das hat geholfen. Er hat zumindest das Prinzip verstanden. Zum Abschluss dieser Übung bin ich auf jeder Hand am Hufschlag ein paar Meter Kruppherein geritten. Links ist das wirklich einfach, wie schon beim Kurs, aber rechts war es heute viel besser als am Kurs, eigentlich fast völlig problemlos.
Zum Abschluss setze ich jetzt immer ein Seitwärts, wie zuvor das Rückwärts, als Feierabend-Übung ein. Ich möchte das Seitwärts verbessern. Zum Start gings nach links – einfachere Seite – ein Quadrat um aufgestellte Cavalettis entlang. An den Ecken eine VH-Wendung. Billy ließ sich VH und HH schön dirigieren. Manchmal geht er jetzt zu viel nach hinten, aber lässt sich sehr gut und fein justieren und so korrigieren.
Als nächstes bin ich gleich den Galopp angegangen. Angaloppieren war insgesamt sehr gut! Ich kann langsam außen sitzen und innen freimachen. Billy hatte heut gutes Go, ich hab den Galopp deshalb ja auch an den Anfang gesetzt. Galoppiert sind wir einen Zirkel, den hält er jetzt schon von selbst ein, auch wenn ich Fehler mache ;-).
Dazwischen, um ihn wieder etwas ruhiger und zum Denken zu kriegen, habe ich Hinterhand-Verschieben geübt. Zuerst gegen die Biegung im Schritt, dann hinein in die Biegung im Halten. Das hat bei der Linksbiegung gut geklappt, sofort, bei der Rechtsbiegung hat er versucht mit Rückwärts auszuweichen oder überhaupt die Hinterhand in die falsche Richtung gedreht etc. Es gab dann für angestrengte Versuche viele Leckerlis, und das hat geholfen. Er hat zumindest das Prinzip verstanden. Zum Abschluss dieser Übung bin ich auf jeder Hand am Hufschlag ein paar Meter Kruppherein geritten. Links ist das wirklich einfach, wie schon beim Kurs, aber rechts war es heute viel besser als am Kurs, eigentlich fast völlig problemlos.
Zum Abschluss setze ich jetzt immer ein Seitwärts, wie zuvor das Rückwärts, als Feierabend-Übung ein. Ich möchte das Seitwärts verbessern. Zum Start gings nach links – einfachere Seite – ein Quadrat um aufgestellte Cavalettis entlang. An den Ecken eine VH-Wendung. Billy ließ sich VH und HH schön dirigieren. Manchmal geht er jetzt zu viel nach hinten, aber lässt sich sehr gut und fein justieren und so korrigieren.
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