1) Hufe: Ich kann hinten auskratzen, ich kann hinten auskratzen *jubel* *herumhüpf* *tanz*.
Vorne gehts weiterhin gut, hie und da gibts Rückschläge, aber dort kann ich im Normalfall die Hufe halten und auskratzen wie bei jedem andern Pferd...
2) Longieren:
Hab ja jetzt endlich auch einen Kappzaum und wollte à la Jen Kopf senken und Biegung üben. Problem: Sobald der schweeeeeere schweeeere Kappzaum drauf ist, kriegt Billy den Kopf sowieso nimmer in die Höh. Irgendwie ist es schwer, die Reaktion auf einen Impuls am Kappzaum einzuüben, wenn das Pferd die Nase sowieso schon im Sand trägt. Er mag den kappzaum auch nicht besonders gern, scheint mir...
Sonst sind wir beim Longieren nicht viel weiter gekommen, weil ich den großen Reitplatz schon länger nicht gesehen hab (komm immer im Dunkeln) und die Halle mir zu klein ist für richtiges Arbeiten. Hie und da machen wir Stangenarbeit an der Longe, das funktioniert recht gut.
3) Viel getan hat sich bei Aufsteigen und "Reiten". Aufsteigen ist Billy nun egal, mit Aufsteighilfe und ohne. Als ich das erste Mal nach mehreren Hüpfern dann endgültig rauf bin, hatte ich allerdings Angst, dass wir gleich beide hinfallen, so sehr hat er sich nachm Leckerli von oben verbogen.
Das hab ich ein paarmal gemacht, dann langsam versucht, Billy einen vorwärtstreibenden Schenkel zu erklären.
Beim ersten Mal war da null Reaktion. Bin noch nach Parellis Schema vorgegangen, weil ich mir denke, für die ersten Kommandos ist das nicht schlecht. Hier gehts so: Körperspannung erhöhen = Phase 1. War meinem Büffel natürlich herzlich wurscht. Phase 2: Schenkel dazu (mit den Beinen "umarmen" nennt Herr P. das). War dem Guten ebenso herzlich wurscht. Phase 3 ist dann, mit dem Ende des SEils SICH SELBST links und rechts um die Shcultern zu schlagen - macht ein bissle ein GEräusch und die Bewegung des Seils sollte PFerdi auch noch mitkriegen. War ebenfalls herzlich wurscht. Phase 4 ist dann, das Seil immer länger zu lassen, bis es Pferdi links und rechts ebenfalls berührt. Das war auch eine Weile wurscht, dann entschloss er sich doch zu einem Schritt. Dann natürlich sofort alles aus und loben. 3, 4 Mal hab ich das gemacht, bis sich Billy wenigstens Richtung Tor in Bewegung setzte. Billy brauchte jedes Mal bis Phase 4... Anhalten funktioniert dafür ohne Probleme
So, und dann, sicher 2 Wochen später erst, schwang ich mich wieder mal rauf und ------ staunte! Phase 1 - eine träge, aber doch eine Reaktion von Billy in Form einer Gewichtsverlagerung... Phase 2 - Billy setzt sich gemütlich in Bewegung!
Soweit sind wir also mit dem "Reiten"...
4) Gebiss:
Nimmt er schon besser an. Ganz alleine nimmt er es nicht auf, aber er lässt sich schon schneller überreden. Anfangs kaut er immer noch heftig, aber das wird immer kürzer, dann lässt er es mehr oder weniger in Ruhe und spielt hie und da damit. Wir haben dann geübt, genau wie mit dem Knotenhalfter - auf leichten Impuls dem Zügel nach rechts und links nachzugeben. Da war ja letztes Mal nichts zu machen, er hatte sich total "tot" gestellt. Außer diesem einen Mal habe ich aber mit GEbiss nicht viel gemacht - auch weil mir der Gedanke, dieses Pferd gebisslos zu reiten, immer besser gefällt, weil er wirklich gut drauf reagiert.
5) Allgemeines:
Herr Pferd wächst mir langsam über den Kopf
Und: Gestern war bei einem andern Pferd eine Tierärztin, die sich auf Chiropraktik bei Pferden spezialisiert ist. Ich hab einer Miteinstellerin gegenüber erwähnt, dass ich es seltsam finde, dass Billy v.a. das linke Hinterbein nicht grade nach hinten rausziehen lässt, sondern es ihm lieber zu sein scheint, wenn man es leicht nach außen zieht - die meinte daraufhin, vielleicht was mit dem Ischias, diese Ärztin würde eben kommen und wäre so toll, ich könnte ja kurz fragen.
Habe ich also gemacht, die Frau Doktor war nett, hatte wenig Zeit, meinte aber, zu schauen ob irgendwas ist, das ginge sich schon aus. Habe ihr eben beschrieben, dass Billy ständig grantig ist, sich nicht gern bewegt und ich manchmal doch irgendwie vermute, dass es wo zwackt.
Also strich sie da mal entlang and den speziellen Punkten - ja was soll ich sagen, das Pferd ging fast in die Knie und hätte ihr beinahe eine geknallt, kaum dass sie ihn anfasste, an der Schulter, beim Widerrist, Ischias bestätitgte sie auch. Ja also meine insgeheimen Befürchtungen ("die miese Laune dauernd kann ja nicht normal sein") scheinen sich zu bestätigen, ich werde Billy eine Behandlung bei ihr angedeihen lassen, hoffe, dass er sie dabei nicht krankenhausreif schlägt und es ihm nachher besser geht...
Aber insgesamt kann ich auch sagen, dass er mir jetzt schon manchmal entgegen geht, wenn ich komme. Zwar nur in ERwartung eines Leckerlis, aber immerhin. Letztens hat er sogar den Heuautomaten für mich freiwillig verlassen.