you live you learn you love you learn you cry you learn you lose you learn you bleed you learn you scream you learn you grieve you learn you choke you learn you laugh you learn you choose you learn you pray you learn you ask you learn you live you learn
Alanis Morissette

Sonntag, 29. April 2012

Heute wurde ich wieder "zentriert", Billy hats gefreut, hoffe ich ;-).
Es war heiß, sehr heiß, an die 30° und das schon um 10h vormittags. Billy war träge, aber genau daran konnten wir gut arbeiten.
Wir haben das Schritte verlängern und verkürzen im Schritt und Trab vom letzten Mal wiederholt, und außerdem mal ein Schulterherein probiert, entwickelt aus einer Volte heraus, mit Kompass drehen und Gewichtskugeln schieben *g*, und das klappte fast ansatzlos gut! Zwar langsam und mit Zögern nach jedem Schritt, aber besser als durchgehetzt (wurde mir zumindest versichert). Wie es halt seine (angenehme) Art ist, durchdachte Billy jeden Schritt, bevor er ihn tat *g*. Linke Hand war dabei viel flüssiger als rechts.

Ich habe also wieder neues zum Üben und Probieren!

Danach hatte ich heut richtig viel Zeit. Gleich nach der Arbeit gingen wir kurz grasen, dann was trinken, zuerst der Billy, dann ich mit ein paar Miteinstellern. Dann holte ich ihn nochmal und wir gingen noch eine gute halbe Stunde grasen, ich hatte ein Buch mit und las ein bissl in Ruhe im Schatten der Bäume bei strahlend blauem Himmel, und ohne ein Geräusch außer dem Summen der Fliegen und Bienen. Wie im Urlaub :-)

Dienstag, 24. April 2012

Billy ist die letzten Male wieder freundlicher beim Putzen und Hufegeben. Mir gelingts momentan auch selbst, ihm freundlicher zu begegnen und kurze Grantanfällen gelassen und souverän abzustellen. Wenns nur so bleibt ;-).

Nach dem Putzen schnappte ich mir das kurze Seil und wir gingen eine Runde joggen. Frauli muss Kondi aufbauen! Die Jogging-Runde war aufregend; es herrschte sehr starker Wind, sah auch nach etwaigem Gewitter aus, aber das zog an uns vorbei. Die Bäume rauschten laut, wir mussten an einer Baustelle mit gruselig/interessanten Baufahrzeugen vorbei, aber Billy nahm alles ruhig zur Kenntnis. Sogar die Flatterbänder, die an der STromleitung über der Straße montiert waren (vermutlich, damit sie von den Baggern nicht runtergerissen wird) - da war ich schon etwas in Sorge, was er zu dem Überkopf-Geflatter im starken Wind wohl sagen wird. War ihm aber ziemlich egal. Genauso wie der Traktor mit laut schepperndem Anhänger, der vor uns abbog, oder auch das Auto, das Frauli wegen dem Wind erst spät hörte, als es von hinten kam, dann aber umso lauter, weil es glaube ich dabei war, den Auspuff demnächst zu verlieren. Billy schaute nur gelangweilt: Warum haben wir deshalb jetzt zum Schritt durchpariert?

Das Joggen klappte sehr gut, anfangs musste ich ihn ein bisschen stärker auffordern, aber dann gab es auch tolle Passagen, wo er sich meinem Tempo (laaangsam *g*) super anpasste und im gemütlichen Jog am Seitenstreifen nebenhertrabte.

Beim Rückweg legten wir eine Graspause ein. Wenn Frauli grad mit 200 Puls kämpft und schnauft wie eine Dampflok (es geht wirklich stark bergauf hier!!), ist ihr auch nicht so nach Ausdiskutieren. Am Ende machten wir ein paar kleine Gehorsamsübungen: Billy durfte ein Grasbüschel abgrasen, dann verscheuchte ich ihn von dort, nahm das Grasbüschel in Besitz, hielt ihn auf Abstand, was erstaunlich leicht gelang, und lotste ihn dann nach eienr Weile warten zum nächsten Grasbüschel.

Zurück daheim musste Billy erstaunt zur Kenntnis nehmen, dass er noch das Pad auf den Rücken gelegt bekommt und Frauli noch reiten will.
Wir haben ein bisschen - kurz - unsere Zirkel präzisiert. Dazu hab ich einen Springständer in die Mitte des geplanten Zirkels gestellt, in eine Feather Line eine große  Schlaufe geknotet und drumrum gelegt. Das Ende dann in der hand gehalten und um den Springständer Zirkel gedreht, um zu beobachten, ob wir den Abstand zum Springständer möglichst immer gleich halten können. War lustig! V.a. ist man dadurch, dass man ja das Seil festhalten muss, eher dran erinnert, die Zügel am besten ganz auszulassen.
Billy machte seine Sache sehr gut und superpräzise in punkto Gehorsam auf Schenkel und Gewicht, auch Biegung war ok. Wir haben auch hübsche Wendungen unter dem Seil durch geschafft :-) Nur irgendwann meinte er, dass das jetzt aber bitte reicht und er verweigerte die weitere Zusammenarbeit... *seufz* wieder mal den Bogen überspannt, dass ich das nicht und nciht hinkriege. Wir hatten eine Diskussion, während der Billy ein paar hübsche, sogar mittelschnelle Spins hinlegte (ich war beeindruckt, aber eigentlich wollte ich nur vorwärts *g*), dann gingen noch einmal ein paar flüssigere Runden um den Springständer, und dann schlossen wir mit einem feinen, sehr geraden Rückwärts eeendlich ab ;-).

Sonntag, 22. April 2012

Heute stand ein Gemeinschaftsausritt auf dem Plan. Leider machte das Wetter zumindest einen kleinen STrich durch die Rechnung. Es hat in letzter Zeit so viel geregnet, dass wir die Wiesen nicht bereiten konnten und eine Routenänderung vornehmen mussten. Unterdessen fing es immer wieder ein bisschen zu tröpfeln an, sodass wir die Strecke nochmal verkürzten und auf die Pause und Jause (die im Freien stattgefunden hätte) verzichteten. Der Ausritt dauerte so ca. 2 Stunden.
Wir waren zu siebent unterwegs, und alle Pferde total brav und unter Kontrolle. Auch längere Trab- und Galoppstrecken brachten alle gut hinter sich. 2 von uns galoppierten mit ihren Pferdchens zum ersten Mal im Gelände.
Billy war anfangs total aufgeregt, wie ich das gar nicht von ihm kenne. Bevor es losging, konnte er absolut nicht stillstehen, tänzelte herum, und die ersten Kilometer legte er einen flotten Schritt an den Tag. Nach der ersten Trabstrecke (leicht bergauf und schon ein schönes Stückerl!) war er aber wieder ganz der alte und sowas von tiefenentspannt ;-). Es ist ein großer Unterschied, ob wir in so einer großen Gruppe reiten oder nur zu zweit. Ganz offensichtlich fühlte er sich absolut sicher, und ich mich auch. Autos, Höfe durchreiten, auch das nervöse Getänzel eines anderen Pferdes, war ihm alles ganz egal. Es gab keinen Moment, in dem wir angespannt gewesen wären.
Toller Ausritt, trotz bescheidenem Wetter!

Donnerstag, 19. April 2012

Als erstes war heute mal Pediküre dran. Alles schön, alle Strähle bleiben weiterhin zugewachsen, obwohl sie äußerlich leicht abbröselten, aber nun kann ich sehen, dass alles glatt und fest ist, keine Taschen und nix. Nur Billy war unleidig beim Hufe heben, er bettelt und wird grantig, wenns nicht ein Karottenstückchen nach dem andern gibt. Da muss ich dran arbeiten, aber noch bin ich ohne richtige Strategie.

Danach gingen wir noch kurz aufs Viereck. Ich hab versucht, im Trab und Schritt umzusetzen, woran wir in der CR-Stunde letzte Woche gearbeitet hatten. Irgendwie hab ichs aber nicht so hingekriegt wie in der Stunde selbst, es ist mir nicht so richtig gelungen, das Schritt-, geschweige denn das Trab-Tritt-Maß zu beeinflussen. Billy war aber gut drauf und war flott unterwegs. Trab fühlte sich sehr schwungvoll an, das kann schon ein Ergebnis der neuen Sitz-Übungen sein.
Ein bisschen Galopp machten wir auch noch. Links war zuerst sehr schlecht, also sind wir ein Weilchen rechts galoppiert, während ich versucht habe locker zu sitzen und Zirkel mit möglichst wenig Zügel zu reiten. Ging ja schon mal ganz ohne, aber da sind wir doch aus der Übung. Danach klappte doch noch ein schöner fließender Linksgalopp.
Zum Schluss noch rückwärts, das heute wieder sehr weich und gut klappte, und dann ein kurzes Feierabend-Graserl ;-) (Billy konnte sein Glück gar nicht fassen und schnaufte vor lauter in-sich-hineinstopfen *lol*).

Dienstag, 17. April 2012

Heut hab ich Billy direkt aus dem Stall zu einer Gelände-Spazier-und-Jogging-Runde genommen. Frauli keuchte den Berg hoch, Billy ging mit großen Schritten im Schritt hinterdrein ;-). Heut hat die Tempoharmonie nicht so gut funktioniert wie letztes Mal, Billy wollte meistens lieber schnellen Schritt als langsamen Trab gehen. Egal, solange das Seil durchhängt.
Das Gras - d.h. die paar Halme, die bei uns sprießen - übt momentan schon sehr sehr große Anziehungskraft aus. Wenn Frauli dann keuchend eine Pause braucht am Ende des Bergauf-Stücks, ist die Konsequenz, Billy vom unerlaubten Grasen abzuhalten, eher schwierig durchzuhalten.
So gabs dann ein erlaubtes gemeinsames Gras-Suchen.
Danach war er auch gleich richtig streichelweich beim Putzen und genoss sogar eine Widerrist-Massage.

In der Halle hab ich dann die Feather Lines zu Long Reins eingeschnallt und wieder das Hauptaugenmerk auf das Anhalten gesetzt. Es ist besser, aber noch bin ich nicht ganz zufrieden, ohne Zügeleinsatz gehts noch nicht. Ich hab dann auf einige Tricks zurückgegriffen: 1) Anhalten immer an der gleichen STelle auf dem Hufschlag. Dazwischen eine Runde Trab. Das hatte er schnell heraußen, dass an der einen STelle immer Stehenbleiben angesagt ist, und begonnen auf meine frühen Phasen zu reagieren. 2) Zum Loben bin ich heute von meiner Position in Zone 5 weggegangen, zu ihm nach vorn, mit Leckerli und Genickkraulen. 3) An der eigenen Nase nehmen und warten bis er kaut. ;-)
So hatte ich recht bald Erfolg, Anhalten ist feiner geworden, aber immer noch nicht präzise genug (mehr ein "Auslaufen"). Nächstes Mal nehm ich dann ein paar Pylonen für zielgenaues Halten und Rückwärts dazu.

Danach knotete ich die beiden Feather Lines zu einem langen Seil zusammen und ließ Billy ein bisschen traben, v.a. weil ich bei der Aufwärm-Runde im Gelände wieder mal nicht sicher gewesen war, ob er ganz klar geht. In der Halle zeigte er aber einen schönen fleißigen, ganz klaren Trab. Toll war, dass ich durch das lange Seil in der Mitte der Halle bei X stehenbleiben konnte, und Billy "zirkelte" auf dem Hufschlag, ganz draußen. Hat er richtig toll gemacht, ich musste nur schnell genug sein, die Leine länger zu lassen und dann wieder schnell einzuholen, damit er sich nicht verheddert.
Abgeschlossen haben wir mit einer Runde Galopp, brauchte ein Weilchen, bis es eine gute Runde gab, dann im Trab, mit freundlichem Gesicht (toll! :-) ) , auf mich zutraben lassen und Feierabend :-).

Sonntag, 15. April 2012

Billy und ich hatten beide eine Woche Urlaub voneinander :-).
Und heute gings dann gleich wieder los, nämlich mit Unterricht, jawoll, vornehmlich für mich. Jaaa, ich hab mal Centered Riding ausprobiert *g*, obwohl ich immer skeptisch war (und noch bin) bezüglich der Bilder (die beanspruchen mich normal so sehr, dass gar nix mehr geht, bewirken also eher das Gegenteil von dem, was sie sollen). Tatsächlich bekam ich im Lauf der Stunde dann auch immer öfter konkrete Anweisungen statt Bilder (wie: beweg die Hände so und so, beweg das Becken so und so, schau dort und dort hin).
Die Stunde war jedenfalls lehrreich und wird in 2 Wochen wiederholt bzw. fortgesetzt, bis dahin werde ich fleißig üben.
Ich durfte mit meinem geliebten Pad und Knoti reiten, und einige Dinge haben echt Verblüffendes gebracht, z.B. die Beckenschaufeln größer oder kleiner zu rotieren - da passte sich der Billy so toll an, dass sogar Frauli es spüren konnte *g*. Beim Abwenden kamen die Dinge zutage, die ich zwar schon weiß (linke Schulter ist steif und immer zu weit vorn, etc.), und teilweise verbesserte sich da einiges.
Ein paarmal schenkte mir Billy ein richtig tolles Feder-Trab-Gefühl (und bekam von unten attestiert, dass er grad ganz toll rumfedert, der Billy), dann eben den tollen 3-Hufbreit-Übertret-Schritt (auch hier die 4. gleiche Trainermeinung: Billy hat einen tollen Schritt), der sich super über den Sitz variieren ließ, und dann - völlig ungefragt - das weltbeste Rückwärts, das er mir jemals schenkte, glaub ich... wir standen in der Mitte und waren dabei, dass ich Haltung von Armen und Ellbogen erklärt kriegte... Es ging eigentlich um Wendungen, und plötzlich stapfte Billy rückwärts, in perfekter Haltung auch noch, wie von unten attestiert wurde (d.h. die Hinterhand einsetzend). Ganz zum Schluss hab ichs gewagt, das zum Abschluss dann nochmal abzufragen, und wiederum, das perfekte Rückwärts. 2 Tritte, absitzen, danke Billy :-).

Nachher durfte sich Billy  noch ein Weilchen im Offenstall erholen, während wir einen kleinen Kaffeeklatsch hielten, dann holte ich ihn nochmal und wir gingen entspannt im Regen grasen und Heucobs fressen.

Freitag, 6. April 2012

Ein stressiger Tag heute... ich war froh, als ich im Auto saß und die Entspannung beginnen konnte.
Mit Billy hab ich heut nichts gemacht. Ein bisschen geputzt und massiert - das gefällt ihm so naja. Er ist auch nicht so der Massage-Freund. Heu vor der Nase wär ihm wohl lieber (hab ich schon mal erwähnt, dass in der Situation dann alles Zicken völlig abgestellt ist? ;-) )
Nachher gingen wir gemütlich, schon in der Dämmerung, aufs Viereck und Billy durfte das bisschen Gras am Rand abgrasen. Pro Forma haben wir die am Viereck stehenden Kegel genutzt, um uns à la Weave zum Gras zu begeben und dann wieder nach Hause.

Außerdem hatte ich heut Gelegenheit, mal ein paar Minuten mit einem anderen Pferd zu verbringen: Da das Westernstüti, mit dem wir immer ausreiten, viel zu dünn ist, muss sie endlich auch lernen, den Kraftfutterautomaten zu "bedienen". Brav geht sie hinein, aber die Tür aufzudrücken, um wieder rauszukommen, das traut sie sich noch nicht. Meine Stallkollegin war da letztens sehr genervt, weil sie sich sooo angestellt hätte und Ewigkeiten nicht mehr rauskam. Also hab ich angeboten, sie auch hie und da mal einfach reinzustellen (meine Strategie wäre ja einfach: reinstellen und warten), was dankbar angenommen wurde. Je öfter sie das übt, umso besser.
Also dachte ich, während ich Billy putze, kann sich Stüti ja inzwischen mental mit der Kraftfutter-Automaten-Tür beschäftigen und wollte sie holen und halt an ihrem Halsriemen reinführen. Nix da. Ein total zickiges Stüti begrüßte mich, ein "fass mich nicht an sonst hau ich dich"-Gesicht kaum dass man sich ihr näherte, huch! Aber da ich solchermaßen ungefähr 2 Jahre lang täglich vom Billy begrüßt wurde, ließ ich mich nicht so beeindrucken; Seil und Knoti ging ich aber holen ;-). Dann stellte ich mich einfach mal in die Nähe und wartete ein bisschen und begleitete sie beim Heu-Aufsammeln. Hie und da streckte ich ihr die Hand hin, sie schnupperte dran und legte dann immer mit dem "fass mich nicht an"-Gesichtsausdruck die Ohren an. Ich war wohl nicht so sympathisch (bzw. ahnte sie offenbar, dass ich wohl irgendwas will), und Unsicherheit las ich raus. Einfach passiv da stehen hat dann nach nur wenigen minuten gut geholfen, sie hat sich entspannt während ich anwesend war; ich hab dann hie und da über Schulter und Rücken gestreichelt (Kopf wollte sie vorerst lieber nicht), dann mit dem Seil und Halfter, und bald war ihr das sehr egal, das böse Gesicht kam nicht mehr. Dann noch kurz den Hals gestreichelt, und schon ließ sie sich freundlich aufhalftern. Reinführen in den Futterautomaten war kein Problem, nur kamleider grad nix raus. entweder sie hatte sich grad was geholt (was ich nicht glaubte) oder der Chip funktioniert wieder mal nicht. Egal, wir übten ein bisschen kopfsenken an der Futterraufe, und siehe da, da fand sich auch was zum Knabbern ;-). Dann öffnete ich die Schwingtür und ging mal selbst raus. Stüti stupste die tür auf und streckte den Kopf raus. Also große Berührungsängste hatte sie nicht. Sie kapierte einfach nur nicht, dass sie die Tür mit dem Körper ganz aufdrücken und einfach durchgehen kann. Aber ich half dann von außen nur ganz sanft mit dem Seil nach, und schon drückte sie sich durch die Tür, zwar zu schnell und skeptisch und unsicher, aber nicht panisch. Gleich wieder rein, drin wieder ein Leckerli, dasselbe nochmal. Zögern war schon kürzer! Und dann noch ein drittes Mal, diesmal schickte ich sie rein und blieb beim Eingang stehen, machte langsam hinten Druck, der aufhörte, sobald sie sich Richtung Tür bewegte, und in weniger als 1 Minute hatte sie die Tür ganz allein aufgedrückt und war relativ selbstsicher durchgegangen.
Ich denke es wurde schon mit ihr geübt, denn sonst verstehe ich nicht, warum es mir als so schwierig geschildert wurde. Sie hatte keine Angst, wusste nur nicht so recht, wie das geht hier mit der Tür.

War lustig einmal mit einem anderen Pferd zu spielen :-).

Dienstag, 3. April 2012

Billy ist beim Putzen momentan wieder mal ziemlich grantig. In Sekundenbruchteilen wechseln wütendes Schnappen, weil ich seine Brust zu berühren wage, mit wohligem Putzgesicht, weil ich den Widerrist massiere, ab. Die Hufe hab ich auch ein bisschen abgerundet und ein paar weghängende Strahlfetzen weggeschnippelt, auch das war ein Theater. Aber ich war heut irgendwie gut drauf, hab alles als Gelegenheit genommen, Annäherung und Rückzug und Geduld zu üben und konnte dabei völlig unemotional bleiben. Da hab ich mich gefreut über mich.

Als erstes gingen wir um den Hausundhof-Berg eine Runde joggen. Frauli geriet mächtig ins Schwitzen, so mit den Stall/Wanderschuhen, der Jeans und dicker Weste und steilem Bergauf *japs*. Billy trottete allerliebst nebenher, wirklich sehr sehr artig! Es war nicht nötig ihn nachzutreiben, er blieb am durchhängenden Seil mit der Nase an meinem Ellbogen, parierte mit mir zum Schritt, wenn ich nict mehr konnte (oder gar langsam wurde) und wurde schneller wenn ich schneller wurde. Außerdem sah ich sehr erfreut, wie er ohne mit der Wimper zu zucken über auch felsigen und mit großen Steinen übersäten Boden trabt, und es war auch total faszinierend zu sehen, wie genau er in so langsamem Tempo schaut, wohin er tritt. Wie er schnell gleichzeitig mit dem Hinter- und Vorderbein je einem Stein ausweicht. Er ist ein richtig trittsicheres Pferdchen geworden... wenn ich denke, wie wir zu Anfang, als er bergauf-bergab nicht kannte, die Wege runtergeschlittert sind und nur so dahinstolperten...

Im Viereck, dessen Boden immer noch super ist - das muss ich ausnutzen - bin ich dann einfach mal wieder ein wenig FreeStyle geritten und hab hauptsächlich Dinge überprüft, wie die nach dem langen Winter, wo ich sie nicht oder nur schlecht üben konnte, so gehen. Go-Button: War super geschmiert vom letzten Mal. Billy trabte willig an ohne Bein, Übergänge waren richtig fein, tolles Angaloppieren. Wir brachtena uch ein paar richtig gute Galopp-Trab-Übergänge hin. Ich war heut wieder mit dem Pad unterwegs - hach, wie ich das liebe.
Auch die Hinterhandwendung hab ich zum ersten Mal seit langem wieder überprüft, ein Schritt nach dem anderen. Zuerst wurde ich ein wenig ignoriert, aber es brauchte nicht viel um Billy in Erinnerung zu rufen, worums ging. Ich hatte keinen Stick mit, das war aber auch gar nicht nötig. Nur beim ersten Versuch reichte das Bein nicht aus, da ließ ich das Seilende nur ganz leicht gegen die Schulter fallen, und er wich. Ein ganz ganz tolles Rückwärts schenkte mir der Billy auch, das war echt toll und ich war heut tatsächlich gut genug drauf, um es dann sein zu lassen :-).

Zum Schluss und nach einer kurzen Wutzeleinheit schnallte ich noch einmal die Longreins ein und übte ein paarmal die Haltparade. Ging besser als letztes Mal, es wird schon!

Und weil der Billy während der Arbeit schon seeehr dringend aufs Gras geschielt hatte, aber es sich erstaunlicherweise auf leichteste Phasen wieder aus dem Kopf schlug, gingen wir noch eine Runde Gras suchen. Es wächst nicht viel,nur vereinzelte grüne Hälmchen. Frauli fand ein paar und lotste ihn von Büschel zu Büschel, der Billy rupfte alles vorhandene enthusiastisch ab, und dann gabs praktischerweise auch gleich das Abendessen.

Eine schöne Einheit heute :-).

Sonntag, 1. April 2012

Wetter ist ein bisschen besser, immer noch trüb, aber immerhin hat der Wind ziemlich nachgelassen. Das Viereck weiterhin perfetto.

Wieder hab ich ein bisschen Vorwärts-Arbeit à la "Bausteine Dressurreiten" gemacht. Tja, und nach dieser 20 Minuten-Einheit beschlossen, dass ich es lasse. Diese 2x 20 Minuten mit dauerhaftem und vermehrtem Treiben für Vorwärts geradeaus von gestern und heute reichten jedenfalls aus, um mir klarzumachen, dass das wohl doch nix für uns ist. 2x 15 Minuten, und ich bin schon wieder am Dauertreiben und hab das Tier erfolgreich abgestumpft. Ich habe ein paar Minuten "Go-Button"-Installation à la Horsemanship einbauen müssen, um wieder locker zu werden und nicht in Schritt oder Halt zu verfallen, sobald der Schenkel mal nicht mehr dran ist. Ehrlich gesagt, nein, das will ich nicht.
Tja, da steh ich nun und bin so klug wie zuvor, und weiß nur was ich alles nicht will. Ich will nicth dauertreiben, damit bringt man sich beim phlegmatischen Billy-Tier um. Légèreté klingt verführerisch, ist aber so handbezogen, dass ich es auch nicht so gut finde bzw. beim Billy-Tier Abscheu damit hervorrufe, abgesehen davon, dass Légèrté definitiv nur mit Gebiss möglich ist. 3. Wegzweigung "Western"? Aber dort ist zu viel Drill, zu viel Wert auf "gehorchen" (ok, ein wenig mehr könnte uns nicht schaden *g*) und zu wenig Wert auf "anatomisch sinnvoll". Also wohin bloß... ?

Nun ja, nach der Reiteinheit schnallte ich das Knoti an und die beiden Feather Lines und machte Schritt-Halt-Übergänge mit Longreins aus Zone 5. Halt ist weiterhin überraschend schwierig. Vermutlich mach ich zu wenig Pausen. Es ist nur so ungewohnt, dass Billy gleich wieder losstapft und nciht ohnehin stehenbleiben will. Vielleicht treibt meine Anwesenheit hinter ihm ihn doch an? Nächstes Mal werde ich probieren, bei jedem Anhalten nach vorn zu gehen, Friendly Game, lange Pause, u.U. Belohnung. Noch brauche ich sehr hohe Phasen (i.e. deutliche Einwirkung mit beiden Longreins abwechselnd). Fürs Antreten und auch Antraben braucht es nur Energie meinerseits, und dass ich in der jeweiligen Gangart losstapfe. Braves Pferdchen!