you live you learn you love you learn you cry you learn you lose you learn you bleed you learn you scream you learn you grieve you learn you choke you learn you laugh you learn you choose you learn you pray you learn you ask you learn you live you learn
Alanis Morissette

Donnerstag, 30. August 2012

Wieder heiß heute mit über 30°. Mein Freund war mit. Billy ließ sich brav von uns beiden putzen.

FreeStyle:
Trail – Tor: Billy war heute wieder sowas von zäh. Im Vergleich zu den letzten Malen war ich enttäuscht. Mein Freund hatte die Kamera mit, aber irgendwie ging gar nix. Wir scheiterten schon wieder vehement am Rückwärts. Billy stellte sich taub. Ich musste Phase 4 dann einmal ordentlich einsetzen, bis er kapierte, dass es ernst war. Und täglich grüßt das Murmeltier… :-/. Danach ging es allerdings super … naja… unwillig, aber flüssig.
Danach ging das Tor auch halbwegs, aber ich brauchte meistens schon wieder beide Zügel, und die Linien-führung ließ zu wünschen übrig.
Rückwärts-L: Da das Rückwärts so schlecht war, waren die ersten Male eher eine Quälerei da durch. Nach vehementer Reparatur des Rückwärts im freien Viereck ging es dann besser. Billy war heut aber wieder stark gestresst durch das Rückwärts.

Finesse
Gebiss anziehen: Wir zogen es heut zweimal an: Einmal mein Freund am Putzplatz. Das dauerte, aber vehemente Gegenwehr gab es nicht. Dann zog ich es zum kurzen Grasen wieder aus, und nach den Trailübungen wieder an. Da ging es recht schnell.

Olympische Ringe: Ich dachte nicht, dass viel gehen würde heute, weil Billy ja so zäh war. Aber tatsächlich trabte er brav dahin, nicht mit so viel tollem Go wie die letzten beiden Male, aber ok. Ich geriet jedenfalls nicht in Versuchung, dauerzutreiben. Das Abwenden klappte gut heute, ich war aber etwas unkonzentriert. Streckenweise war wieder alles sehr gleichmäßig und ruhig in der Anlehnung, allerdings war heute wieder vermehrt das Herumprobieren da, von stark aufs Gebiss knallen, Kopf verkanten, usw. Wir konnten aber dann zu einem guten, ruhigen Moment aufhören.

Samstag, 25. August 2012

Es hat stärker abgekühlt und am Abend jetzt so um die 20°. Wenn ich spät in den Stall komme, wird es jetzt schon dunkel bevor ich fertig bin *seufz*.

Aufgewärmt haben wir uns mit einer kleinen Runde um den Hausberg. Billy war total flott und fleißig unterwegs. Er war sogar für seine Verhältnisse aufgewühlt. Ein umgeschnittener Baumstamm am Wegrand brachte ihn doch tatsächlich zum Schnorcheln! Einmal machte ich den Test, ob ich anhalten und rückwärts gehen kann. Ja, klappte. Auch Richtung Viereck ging er flott, und im Viereck hatte er total viel Go heute.

FINESSE
Gebiss anziehen: Billy versucht immerhin nicht mehr ständig zu flüchten, sobald er das Ding nur sieht. Aber gedauert hat es heute ewig, bis er das Maul aufgemacht hat. Einfach stehen und warten hilft.


Im Viereck trabte ich ziemlich bald an. Billy war guckig, die anderen Pferde waren auf der Winterkoppel. Einmal am Anfang machte er sogar einen Hupfer. Ich versuchte also hauptsächlich seine Konzentration zu kriegen. Das Go war wirklich einzigartig, super! Kein Treiben, kein nix, Billy rannte wie ein Uhrwerk. Im Grunde rannte er mir wieder unterm Hintern davon, aber super zu sitzen, und die Bewegung super umzuwandeln in Pingpongbälle schupfen, nach oben. Er ließ sich da nach kürzester Zeit durch den Sitz super beeinflussen.

Ich ritt weiter unsere "Olympische Ringe"-Übung. Das Lenken war ok, die Anlehnung wird auch. Er hat heut sehr viel gekaut, tw. war es kampfkauen, aber wenig Zerren, wenig Kopfverdrehen, wenig Verkanten. Eigentlich nur einmal, kurz aushalten, dann war es vorbei. Weiterhin kommt mir der Hals schöner gerundet vor in der Oberlinie. Sonst hab ich mich einfach wieder auf mich und meinen Sitz konzentriert.

FREESTYLE
Linksgalopp: Weil er so gehfreudig war kam ich in Versuchung, das auszunutzen um den Linksgalopp wieder anzutesten. Super angaloppieren! Einmal war er im Rechtsgalopp, ließ sich aber einfach Parieren und galoppierte dann richtig an. Ich hörte rechtzeitig auf, bevor sein Go wieder verschwand. Dazwischen Rückwärtsrichten, was auch gut war. Das waren aber richtig schön viele Runden im Galopp, ohne treiben zu müssen, wie fliiiegen.:-)

ON LINE
Schnelles Seitwärts: Dann bin ich abgesessen und hab umgezäumt und noch ein bisschen wie zuletzt das Seitwärts probiert. Billys Hintern zum Zaun, ich vor ihm, und dann los. Abwechselnd links und rechts. Ging gut, v.a. nach links recht flüssig. Billy findet sich in die Bewegung, daher hab ich dann versucht, das Tempo sukzessive zu erhöhen. Trab klappt nicht wirklich, aber ein flotter Schritt schon. Im Trab kommt er dann einfach gerade und überholt mich geradeaus auf dem Hufschlag. Ich denke er braucht einfach noch ein bissl Sicherheit im Bewegungsablauf, also werd ich das weiter immer wieder einbauen bis er den intus hat, und immer wieder Trab antesten.

Donnerstag, 23. August 2012

Weiter heiß und schwül.

Finesse:
Das Anziehen des Gebisses wird wieder besser. *freu* Billy weicht weniger aus und macht das Maul relativ bald von alleine auf.
Zum Aufwärmen bin ich im Schritt 1-2 Durchgänge pro Richtung die "Olympische Ringe"-Übung geritten. Billy nahm den Kontakt heut wirlich brav an! Wenden mit Schultern und Blick – nicht zuviel! – funktioniert gut.
Im Trab war er schon wieder so flott wie zuletzt! Bei manchen Zirkeln wollte er gern abbiegen, aber ich konnte das immer emotionslos unterbinden und korrigieren.
In punkto Kontakt war es heut wesentlich besser. Ein schönes gleichmäßiges flottes Trabtempo, der Hals wird runder und bleibt dann länger so, vorn fühlt es sich weicher an und bleibt meistens so, bis auf einige wilde Zerr-Phasen, wo er glaub ich Fliegen abwehren wollte. Zirkellinien sind auch relativ gleichmäßig meistens. Echt toll!

On Line:
Zwischen Schritt und Trab der Olympischen Ringe haben wir  heute weiter das Seitwärts vom Boden geübt.

Zuerst rückwärts etabliert; ich war heut schön geduldig und so hat das sehr fein funktioniert. Dann seitwärts. Zuerst klappte gar nix, Billy ging zu viel vorwärts. Ich wollte ihn mit Zone 5 zum Zaun stellen und so – mit mir in Zone 1 – seitwärts gehen. Er kam mir zu nahe oder wendete zum Hufschlag ab. Mit Geduld und Spucke hatten wir dann nach einiger Zeit heraußen, wie wir uns beide bewegen müssen, damit das klappt. Dann hab ichs kurz schneller probiert, da wurde er wieder unsicher, aber hat brav mitgemacht, daher Ende.

Dienstag, 21. August 2012

Es ist sehr heiß und schwül.

Zum Aufwärmen hab ich heut eine Runde um den Hof gedreht. Billy ging brav mit und hielt brav mit mir Schritt, alles bestens.

On Line:
Dann sind wir aufs Viereck und ich hab begonnen, wieder einmal Seitwärts zu üben. Ich möchte es gern etwas schneller bekommen, irgendwann mal ein bisschen Trab!
Begonnen hab ich mit Halbkreisen und darauf folgend ein wenig Seitwärts driften, aber davon wird Billy unsicher und gestresst, außerdem steigt er dauernd auf die Viereck-Umrandung und stolpert über seine eigenen Füße.
Daraufhin hab ich die Strategie geändert und bin ich in Zone 1 gegangen und hab eine uralte Übung gemacht, nämlich um mich rum, mich anschauend. War ziemlich schlecht, oje! V.a. auf der rechten hand, Billy ging ins Vorwärts, rückte mir zu sehr auf die Pelle, da musste ich durchgreifen. Wir konnten damit dann trotzdem gut aufhören!

FreeStyle:
Weil in letzter Zeit 2x so vehemente Gegenwehr gegen das Galoppieren bestand, hab ich das kurz versucht... Billy galoppierte am langen Zügel und mit sanfter Aufforderung super links an. Tatsächlich scheints dran zu liegen, wenn ich zu heftig zu schnell möchte. Energie laaangsam hoch, das funktioniert besser.

Finesse:
Billy nimmt das Gebiss wieder besser an! *freu* Er rennt nicht mehr sofort weg. Es hat ein bissl gedauert, bis er das Maul aufgemacht hat, aber es geht.
Ich bin die "Olympischen Ringe"-Übung geritten, zuerst im Schritt (da hab ich dann auf Volten verkleinert), dann große Zirkel im Trab. Billy war wieder flott, brav. Er musste aber viel schauen und war unaufmerksam und driftete öfter Richtung Tor. Ich habs ignoriert und einfach nur geübt ohne besonderes Ziel: Pingpong Bälle schupfen, Schultern drehen, meine Nase nicht zu weit in die Wendung. Ging gut!

Sonntag, 19. August 2012

Großer Ausritt :-)

Heute war wieder ein Gemeinschaftsausritt angesagt! Wieder ritten wir zu einem benachbarten Stall. Es war sehr heiß, die Pferde aber alle super brav und fröhlich dabei. Knappe 2 Stunden hin, 5 Stunden Pause ;-) 2 Stunden zurück, wie immer schön auf und ab ;-)

Wir waren 6 Reiter und 2 Fußgänger. Gleich am Anfang mussten wir an einem anderen Stall vorbei. Billy und ein anderes, unsichers Pferd, waren voran. Das war keine so gute Kombination, denn beide begannen zu klemmen und stehenzubleiben. Billy war anfangs noch recht mutig und ließ sich halt vorwärtstreiben, aber irgendwann, direkt am Hofeingang drehte er wieder mal um und wollte heim. Ich konnte ihn zwischen den anderen Pferden ganz gut eindrehen und ging dann lieber in der Mitte. Das war etwas frustrierend.

Danach ging alles wunderbar glatt. Wir ritten sogar an Kühen vorbei – ohne Zaun! Eine plötzlich auftauchende Kuh sorgte dann allerdings doch für einen Zwischenfall: Ein Pferd machte beim Anblick der ersten Kuh einen Rollback und galoppierte in die andere Richtung – die Reiterin wurde überrascht und fiel runter. Ich war weit hinten und hatte gar nichts richtig mitgekriegt, nur dass ein Pferd Richtung Heimat galoppieren wollte, hatte kurze Panik dass Billy mitgehen würde und drehte ihn in die Gehrichtung, dadurch kam ich quer und konnte das Pferd sogar so stoppen, er war gleich wieder eingefangen. Die Reiterin hatte sich nicht ernsthaft verletzt, aber doch ordentlich Abschürfungen am Rücken von den Steinen. Der Rest des Weges war aber ohne Vorkommnisse dahingehend, und beim Rückweg war er dann auch überhaupt nicht mehr guckig – Schlawiner ;-).

Es ging durch den Wald, tw. recht steil, wunderschöne Wege. Irgendwann bemerkten wir, dass die eine Fußgängerin recht erschöpft hinterdrein schlapfte… sie sah wirklich nicht gut aus und überlegte zurück zu gehen, sie hatte sich das anders vorgestellt. Ein paar Leute boten ihr ihre Pferde an, aber sie lehnte ab. Dann bot ich ihr Billy an und da sagte sie dann ja; :-) Wir stiegen also um. Sah lustig aus mit den für sie viel zu kurzen Fendern. Anfangs führte ich Billy am Führseil, aber irgendwann wurde mir das zu blöd, weil er eh so entspannt mitlatschte, und ich ließ sie einfach mitgehen. Alles klappte super, er ließ sich auch gut dirigieren, sagte sie.

Im Nachbarstall angekommen gabs vor der verdienten Pause noch eine Attraktion: eine Pferdeschwemme. Alle gingen rein, auch ein paar Reiter mit Gewand: Unser Stallbesitzer stapfte mit seinem Pferd führend einfach in der Lederhose durch, eine Reiterin probierte ob ihr Pferd reinging, und fand sich plötzlcih auch durchwatend wieder, mitsamt Reithose und Handy. Eins der Pferde, dem das Wasser aber ziemlich Spaß machte, rutschte kurz aus und ging auf Tauchgang mitsamt Sattel. Billy war skeptisch. Er sah zu, wie die anderen plantschten, denen machte es tw. wirklich Spaß. Ich ließ ihm Zeit sich alles anzusehen. Ich wollte auch nicht unbedingt durchs Wasser mit dem Gewand ;-). Irgendwann konnte man wieder das „klick“ sehen, als er beschloss, dass er reingeht. Einmal sprang er dabei die senkrechte Böschung aus der Schwemme (sowas gabs auch) raus auf mich zu, nicht so lustig, aber danach ging er super durch, und ich konnte am Rand entlang mit dem führseil mitgehen, wurde also nicht nass ;-). Danach stieg ich nochmal auf und ritt – nach kurzem Zögern von Billy – quer durch. So super :-) . Das Wasser war schon relativ tief, bis zum Bauch; die Steigbügel waren jedenfalls unter Wasser ;-).



Die Pferde kamen dann in Boxen mit ein bissl Heu.

Wir wurden mit Grilliertem versorgt und blieben 5 Stunden picken. Wir kamen etwa um 12h an (2 Stunden ca. Reitzeit mit allen Päuschen und Zwischenfällen, alles Schritt), und um ziemlich genau 17h machten wir uns wieder auf den Heimweg. Nach Hause waren die Pferde flott unterwegs. Hier passierte dann mittendrin der zweite Kontrollverlust bei Billy. Plötzlich reagierte er überhaupt nicht mehr und stapfte einfach drauflos, wollte sich nicht mehr bremsen lassen. Das war, als es durch ein Tor ging. Er hatte wohl Angst, zurückgelassen zu werden, aber ehrlich… Er rammte das vor ihm gehende Pferd ohne Rücksicht auf Verluste aus dem Weg. Ein paar Hundert Meter führte ihn unser Stallbesitzer einfach, danach gings plötzlich wieder. Er ließ sich wieder bremsen, anhalten, warten. Keine Ahnung was das war. Wir müssen stehenbleiben unterwegs üben.

Die Pferde schwitzten arg beim Heimgehen. Billy hat gute Kondition, er schwitzte ganz normal, am Hals halt und am Bauch hinterm Fender und hinten am Bauch, aber die Kruppe z.B. war trocken.

Bin sehr stolz, sooo ein großer Ausritt und so ein (Großteils) braver Billy!

Samstag, 18. August 2012

Centered Riding

Heute war wieder Centered-Riding Stunde.


Unser Ziel zur Zeit: Anlehnung bzw. gleichmäßigen Kontakt erarbeiten. Momentan probiert Billy irrsinnig viel aus. Er sperrt oft das Maul auf, reißt den Kopf hoch, verkantet arg, gibt dann plötzlich nach und rundet den Hals, alles im Sekundentakt. Ich ignoriere alles und gebe nach, wenn er nachgibt, das soll sich gut anfühlen für ihn.
Wir sind heute lange Schritt geritten mit Volten und Zirkeln, dazwischen aber auch geradeaus. Billy war im Schritt zäh, ich hab mich bemüht nicht ins Dauerdrücktreiben zu kommen. Im Trab später war er dafür total flott und sogar quasi über Tempo, ließ sich dabei aber sehr gut sitzen. Das war total angenehm, ich musste im Trab wirklich nicht treiben, konnte daher meine Schenkel gezielt einsetzen und sonst locker lassen.

Wir haben uns noch hauptsächlich den Wendungen gewidmet:
Im Schritt bei den Volten ist es so, dass die erste Hälfte gut mit dem Außenzügel funktioniert. Aber ab dem Scheitelpunkt habe ich das Gefühl, Billy mit dem Innenzügel herumziehen zu müssen, wenn ich die Volte beenden will. Das Problem wurde folgendermaßen analysiert, nämlich dass folgendes passiert: Meine Schulterdrehung in der Wendung ist jetzt gut geworden. Aber mein Kopf dreht sich mehr als meine Schultern, viel zu viel. Wenn sich der Kopf mehr dreht als die Schultern, sackt die innere Schulter nach unten ab und das Gewicht verlagert sich nach außen. Also haben wir danach an der Kopfdrehung gearbeitet: Meine Nase soll zu Billys Innenohr weisen. Nicht weiter nach innen in die Wendung, das ist schon zu viel. Ich habe das Gefühl, ich sehe überhaupt nicht mehr, wo ich hinreite. Tatsächlich hat das aber gut funktioniert. Sonst gilt weiterhin: Hände beide nach innen stellen und dort lassen. Ein Bild dazu: - Ich soll Billy das Gebiss dorthin „werfen“, wo er hingehen soll, und er soll es apportieren. Weiter: Wenn Billy im Genick verkantet, heißt das automatisch, dass das gleichseitige Hinterbein nicht vollständig durchschwingt. Man kann das mit Schenkeldruck beheben. Nicht mit dem Zügel das Verkanten zu verhindern versuchen.

Zeitweise ging Billy sehr stark gegen das Gebiss, er zerrte vorne an, sperrte das Maul auf, lehnte sich drauf. Tip: Wenn er das macht, soll ich mir folgendes vorstellen: Ich nehme die Energie, die er so in meine Hand bringt (durch das Anzerren), leite sie über meine Ellbogen, Shculter, Rücken in die Sitzbeinhöcker und „schieße“ sie von dort als Blitze in Billys Rücken zurück. Weiß nicht wie, aber es hat gebracht, dass Billy daraufhin meist kurz nachgab. Dann konnte ich auch nachgeben, wieder alles weich werden lassen.

Treiben: Anfangs drückte ich Billy regelrecht mit der Vorhand in den Boden. Meine Beckenkreise waren quasi in die falsche Richtung, vorwärts-abwärts statt rückwärts-aufwärts. Tatsächlich… er schlurfte weniger dahin, als ich mich wieder darauf konzentrierte. Ich habe Schwierigkeiten, mich einfach gleichzeitig auf Schulterdrehung, Hände und Becken zu konzentrieren. Aber es wird, hatte ich heut das Gefühl. Ich sollte, damit die Hinterbeine schön durchschwingen, mir vorstellen, ich würde riesige Schritte machen, die in Billys Gebiss landen. Das Bild war ein bisschen komisch und funktionierte nicht gemeinsam mit den rückwärts-Kreisen. Dann wurde ich an das Bild vom flippern erinnert. Ich soll also diese Riesenschritte machen und wenn das Bein am tiefsten Punkt ist, mit dem Becken „flippern“. Hat sich gut ausgewirkt auf Billys Schrittlänge und –qualität.

Billy nahm heute das Gebiss kurze Momente gut an. Wenn er das macht, wird vorn plötzlich alles leicht, ist aber nicht ganz weg. Angeblich benutzt er sogar seinen Oberhals und hebt den Widerrist an (letzteres spür ich leider nicht, aber ersteres sehe ich). Ich brauche mir auch keine Sorgen bei ihm machen, hieß es, dass er sich verkriecht, dazu ist er nicht der Typ. Wird es also vorne plötzlich leicht, kann ich recht sicher sein, dass er im Genick nachgegeben hat und sich gerundet hat. Ich spürte das dann immer öfter und konnte langsam selbst sagen, wann es gut war.

Im Trab lernten wir eine neue Übungsfolge: Olympische Kreise. Bestehen einfach aus einem Zirkel nach dem anderen: Einer bei A, geradeaus, der nächste gleich bei E, also Mitteltour, wieder geradeaus, wieder bei C, geradeaus, B, geradeaus usw. Es zeigte sich, dass Billy v.a. in dem Moment sich hebt und eine gute Haltung einnimmt, wenn wir raus aus dem Zirkel und auf die Gerade kommen. Ich kann nun versuchen, das zu halten, solange es geht, sobald es verloren geht (momentan noch ständig) gleich wieder auf den nächstbesten Zirkel. Die Übung hat mir gut gefallen.

Im Trab soll ich Pingpongbälle schupfen und achten, dass ich beide gleich hoch schupfe. Mein linker wird tendenziell weniger hoch geschupft, ich soll daher diesen etwas höher schupfen, damit sie gleich sind. Billy eilte wie gesagt erstaunlicherweise recht davon, ließ sich aber sowas von toll mit dem Sitz abfangen und es sproingte dann kurze Zeit immer wieder. Ich darf auf das „ansaugen“ und „schupfen“ einfach nicht vergessen, dann wird’s super.

Die Stunde heut war insgesamt wieder super. Ich hab das neue Ziel, es geht einfach drum, dass Billy das Gebiss mal annimmt! (klingt doof, aber irgendwie wars mir nicht so klar). Billy wurde mehrmals „Gebissanfängerpferd“ bezeichnet. Ja, genau darum geht’s. Mehr nicht. Die Olympische-Ringe-Übung gefällt mir gut, werden wir jetzt immer vorher oder nachher 10 Minuten üben, hab ich mir vorgenommen.