you live you learn you love you learn you cry you learn you lose you learn you bleed you learn you scream you learn you grieve you learn you choke you learn you laugh you learn you choose you learn you pray you learn you ask you learn you live you learn
Alanis Morissette

Donnerstag, 29. Dezember 2011

Heute hab ich auf tierärztliches Geheiß wieder viel Trab und auch Galopp gemacht, hauptsächlich On Line. Ich habe zusätzlich große Wendungen eingebaut (wobei "groß" in der 12m-Halle relativ ist).

Zuerst mal im Schritt aufgewärmt, bisschen Führen, bisschen Rückwärts, heute mit mir in Zone 2. Immer wieder interessant, aus Zone 1 (Pferd anschauen) pipifein mit viel Feel ;-). In Zone 2: bracebrace brace und es brauchte einige Geduld, bis ich es auf dem gleichen Niveau wie aus Zone 1 hatte. Aaaber wir haben das hinbekommen.

Dann hab ich 3 Hütchen auf der Mittellinie in der Halle verteilt. Mir schwebten Schlangenlinien in 3 Bögen durch die ganze Bahn vor - wer mal Reitschulunterricht hatte, kennt das wahrscheinlich. Zuerst im Schritt. Ich ging rückwärts und forderte einen Handwechsel, und dann gleich noch einen, weiter rückwärts gehend. Anfangs blieb Billy nicht draußen wie geplant sondern schrammte möglichst eng an den Hütchen entlang, aber das ging dann bald.

Dann Übergang zum Trab, zuerst mal gecheckt wie Billy so läuft: tatsächlich scheint er sich "einzulaufen". Die ersten paar Tritte, vielleicht eine halbe Runde, sieht steif und irgendwie unrund aus, danach kann ich nichts Lahmes mehr erkennen. Also: zu wenig für Leitungsanästhesie, d.h.: Gas gegeben, aber richtig! Zuerst einmal stellte Frauli fest, dass für die geplante Übung das eigene Rückwärts zu langsam ist bzw. ich zu früh anfange rückwärts zu laufen. Billy reagiert promptest, er wechselt die Hand schön wie nie, und insgesamt hatte ich am Schluss den Eindruck, dass ihm diese Version mal richtig Spaß gemacht hat. Pausen hab ich wenige gemacht und denke nach dem Ergebnis, dass ich vielleicht sonst zu VIELE mache. Pause gab es nach ganz ganz tollem Gelingen, und das war erst ziemlich spät gegen Ende der Einheit, als wir uns dann soweit verständigt hatten, dass die 3 Schlangenlinien wirklich hübsch in einer Reihe funktionierten. Das hat etwas gebraucht, vorher hab ich immer normale Zirkel dazwischengeschaltet.
Nachdem es dann nach doch einiger Zeit 2x hintereinander toll geklappt hat (d.h. 6 Handwechsel in einer Reihe), da gabs dann Pause.

Billy war sehr gut drauf. Er galoppierte zwischendurch auch mal an und ich hab ihn gelassen. 5 große Runden (d.h. ganze Bahn, ich ging in der Mitte mit) waren kein Problem; auch am Zirkel ist er toll galoppiert und dann war ich tollkühn und hab nach der gleichen Übung wie Schritt und Trab gefragt und er hat tatsächlich 2x einen wunderhübschen fliegenden hingelegt :-) (allerdings immer nur in eine Richtung ;-).

Wir gerieten beide ganz leicht ins Schwitzen. So eine Einheit hätte mir richtig Spaß gemacht, wenn das Ziel nicht ein lahmes Pferd wäre.... Am Ende hab ich nochmal genau hingesehen, konnte aber wieder kein Lahmen ausmachen. Also wieder nix.

Irgendwie fange ich an zu bezweifeln, ob das irgendwohin führt. :-(

Ich hab mich dann noch kurz raufgesetzt (mit Pad heute) und bin kurz getrabt. Herrlicher ruhiger, schwingender Trab, ich wusste gleich wieder, warum ich normalerweise mit Pad reite.
Zum Abschluss noch ein bissl am Rückwärts gearbeitet, da lass ich jetzt nicht mehr locker, bis ich flüssige, schnelle, weiche Tritte kriege und er aufhört, gegen das Halfter zu ziehen wie irre. Toll ist, wie weich er auf den einseitigen Schenkel reagiert, die neueste Errungenschaft: Lenken rückwärts, es funktioniert! Und zwar wirklich nur mit einem Hauch von Beinanlegen, ganz toll :-)

Nun gut, es ist schön wieder ein bissl mehr machen zu können und zu reiten, aber wenn das nun die nächsten 1, 2 Male kein Ergebnis bringt, dann weiß ich nicht ... müssen wir uns was anderes überlegen :-(.

Mittwoch, 28. Dezember 2011

Heute bin ich also zum ersten Mal seit Ewigkeiten wieder geritten. Endlich den neuen Sattel probieren! Billy hat sich schön ans Nichtstun gewöhnt und war gar nicht einverstanden, dass ich offensichtlich wieder mal was von ihm wollte.

Wir haben uns ein bisschen am Boden aufgewärmt mit Stick to Me und rückwärts, das nun wirklich gut und leicht geht. Zum Schluss noch ein paar Runden Trab-Driving Game, dabei konnte ich kein Lahmen erkennen - wie gestern in der Klinik.
Also an die Hallenbande geparkt und aufgesessen, Stirnlampe an und raus aufs Viereck. Trotz der Lampe bleibt es etwas schummrig, und wenn wir auf die Halle zureiten, blendet uns das Licht darin. Für diese Verhältnisse und wie lange wir nichts gemacht haben, war Billy sehr sehr brav.

Wie befohlen bin ich viel getrabt und hab mich dabei langsam aber sicher mit dem Sattel angefreundet. Billy zog gleichmäßig seine Runden, ich konnte kein Lahmen spüren außer hie und da eine ganz leichte Unreinheit, die aber immer wieder verschwunden war, sobald ich mich darauf konzentrierte.
Wir machten dann ein paar Übergänge, auch mit ein bisschen Galopp wie aufgetragen; Linksgalopp war plötzlich wieder schwierig; könnte mit der ganzen Sache zusammenhängen.
Zwischendurch blieb Billy immer wieder einmal ziemlich "stecken" im Schritt, ließ sich aber schnell lösen (und führe ich darauf zurück, dass die anderen Pferdchens gerade ihr Abendheu serviert bekamen). Rückwärts machten wir auch, da sträubte er sich wieder gewaltig; eine Sache die ich wirklich nicht verstehe, nun, da es vom Boden aus so leicht und ohne Diskussionen geht.

Nachdem ich genug hatte, ging ich nochmal in die Halle und die zufällig vorhandene Tierärztin und ich konnten ncohmal einen Blick auf die Lahmheit machen - tja, nichts genaues zu sehen, wie gestern. Mal eine Runde leicht unklar, dann wieder gut. Jedenfalls definitiv zu wenig für die Leitungsanästhesie.
Es ist schon ein komisches Gefühl, wenn man reitet und nachher fast schon hoffnungsvoll schaut, ob das Pferd nun "endlich gscheit" lahmt. Ich hab keine Ahnung wie es weitergeht, wenn wir das nicht innerhalb kurzer Zeit hinkriegen. *kopfkratz*

Generell bin ich durch die lange Pause völlig aus dem Konzept gebracht. Ich weiß überhaupt nicht mehr, wo wir stehen, geschweige denn wo ich hin will. Jeglicher Plan ist aus meinem Kopf verschwunden... muss erst mal wieder einen reinkriegen...

Dienstag, 27. Dezember 2011

Billys Besuch in der Klinik

Nachdem das Leitungsanästhesieren vor Weihnachten doch nichts mehr wurde, beschlossen wir, dass das Ganze in der Klinik (wo meine Tierärztin arbeitet) ohnehin viel besser zu bewerkstelligen ist. Sie wollte außerdem noch, dass Herr Klinikchef das ganze sich mal ansieht, was ich nett fand.

Gesagt, getan, alles organisiert, Billy in den Hänger gepackt (und er stieg sooo brav ein!), eine Stunde Fahrt, wieder ausgespackt (und er stieg sooo brav aus!), kurz ins Paddock in der Klinik. Billy mit großen Augen und aufgeregt, aber es gab Heu, also war die Welt in Ordnung. Frauli bekam inzwischen eine große Thermoskanne mit "Innere-Ruhe-Tee" verabreicht, bis Herr Klinikchef vor Ort war.

Dann mit dem Billy ab ins Round Pen nebenan, mal in den Trab scheuchen. Und das Pferdchen lahmte - gar nicht. Also ich sah zumindest nix. Ein paarmal stolperte er, und am Anfang konnte man mit Phantasie noch ein Ticken wahrnehmen, das nach 2 Runden aber weg war. D.h. wieder zu wenig lahm für eine Leitungsanästhesie, da würde so gar nichts rauskommen.
Herr Klinikchef tastete dann noch die Sehne ab, konnte nix feststellen, außer dass Billy wohl von Natur aus einen extrem dünnen Fesselträger hat - zu seinem Vorteil in unserem Fall, weil somit absolut keine Gefahr besteht, dass hier irgendwie was mit seinen Überbeinen reibt. Fand ich interessant, das hat mir noch kein Tierarzt gesagt.
Die Röntgen schaute Herr Klinikchef auch noch an, konnte darauf aber eben auch nix entdecken, was eine Lahmheit auslösen würde.

Und zum Schluss bekam ich den Auftrag: Pferd reiten! Ordentlich! Halbe Stunde traben, z.B., galoppieren. Mit anderen Worten: Ich soll das Pferd lahm reiten, dann können wir rausfinden, wo das her kommt.
Andere Variante: ein halbes Jahr ruhig stellen (heißt: Boxenhaft) und warten und hoffen, und nachher erst nicht wissen, woher es kam (und daher auch nicht, ob es wohl wieder kommen wird).

Also tja, es wird jetzt wohl mal wieder geritten; da kann ich wenigstens meinen Sattel endlich einweihen. Ein komisches Gefühl ist es aber schon... armer Billy :-(

Sonntag, 18. Dezember 2011

Update

Ein ganz kurzes Update, auch wenn sich nicht viel tut.
Nachdem die Lahmheit nach der ersten Ruhewoche kaum und nach der 2. Ruhewoche gar nicht mehr zu sehen war, und in der 3. Ruhewoche auch die Beine null anliefen (und ich mich schon freute), lahmte Billy plötzlich wieder stärker, und gestern so richtig stark :-( .
"Endlich" stark genug für eine Leitungsanästhesie, die morgen vorgenommen wird. Dann wissen wir vielleicht endlich mehr.

Langsam fange ich an zu zweifeln, ob das ganze wirklich mit der Fehlstellung und ihren Folgen zu tun hat. V.a. kam er heute irgendwie schief daher, ich frage mich ob es ihn zusätzlich irgendwo aufgelegt hat... denn das ganze hindert den unvernünftigen Herrn Billy jedenfalls nicht, über die Koppel zu toben, wie mir berichtet wird (während Frauli darauf achtet, dass Herr Billy nur jaaa keinen Schritt zu viel machen muss). Daher denken wir nun doch Boxenhaft an.

Bis morgen heißts aber einmal abwarten und Tee trinken.

Donnerstag, 1. Dezember 2011

Adventspause

Eine Woche später haben wir wieder getestet, ob Billy noch lahmt. Nein, ist zumindest besser geworden. Trotzdem haben wir jetzt mal 4 Wochen Pause; die Entzündung soll ganz raus. Schritt dürfte ich, verkneif ich mir aber trotzdem. Er bewegt sich ohnehin genug auf der Winterkoppel (Boxenhaft gibts noch nicht).
Danach sehen wir mal weiter.