Es ist Sommerzeit, juhu! D.h wenn ich selbst nach einem längeren Arbeitstag erst um 19h im Stall bin, habe ich noch 1 Stunde Tageslicht. Wir haben heut am Viereck gespielt bis es einfach zu finster war :-).
War eine schöne Einheit!
Begonnen hab ich damit, das Seitwärts Zu Mir wieder aufzufrischen. Billy hat es sich gemerkt. Der Hintern kommt auf Phase 1-2 auf mich zu, das Vorderende auf Phase 2-3. Nach dieser Auffrischung dann kombiniert: Ein SChrittchen mit der Hinterhand, ein Schrittchen mit der Vorhand, ein SChrittchen mit der Hinterhand, ein Schrittchen mit der Vorhand. 2-3 Schritte Seitwärts (Hinterhand und Vorhand dann mehr oder weniger gleichzeitig) haben wir auch hingekriegt, und dann hab ichs gleich wieder gut sein lassen (v.a. weil mir der Arm erlahmt, wenn ich ihn als Signal so lang hochhalte *g*).
Ich habe Billy dann Seitwärts zu den aufgestellten Tonnen geschickt, das klappt gut, er geht zwar immer noch vorwärts dabei, und wenn ich das verhindern will, muss ich hohe Phasen anwenden, aber er versteht trotzdem sofort prinzipiell was ich will und ist willig, das seitwärts umzusetzen - eben noch nicht so genau wie ich möchte, aber immerhin überhaupt ;-).
Bei den Tonnen sind wir zur Figure 8 übergegangen, zuerst im Einschlaf-Schlurf-Schritt, den ich versucht hab etwas peppiger zu bekommen. Noch kein Trab, aber einfach peppigerer Schritt. ging ganz gut, wenn ich wirklich konsequent bin (und wenn ich das auch ausschließlich immer wäre, wär es vielelicht bald überhaupt gegessen, dieses Thema).
Dann langsam langsam das Tier mental eingestimmt, dass man auch traben könnte. Immer wieder nur die Energie hoch, und wenn er wenigstens 1-2 Trabtritte macht zwischen den Tonnen, gut. Dann werden die Trabtritte bald von allein immer mehr und schließlich haben wir wirklich suuuuper-8er hingelegt :-). Mindestens 10 hintereinander, in einem tollen Rhythmus.
Dazu kann ich erwähnen, dass mir die - ich glaube - Liberty-Patterns-DVD geholfen hat, die ich letztens wieder einmal geschaut hab. Da erklärt Pat bei der Figure 8, dass er beim Drive ausatmet und beim Draw einatmet. Wenn ich ehrlich bin, ich machs genau umgekehrt (Energie hoch: laut hörbar durch die Nase einschnaufen - wie viele Bernie-Schüler *ggggg*). Ich atme aber auch beim DRaw ein, habe ich dann beobachtet (und ziehe quasi den Nabel zurück udn gehe dabei rückwärts). Heut hab ichs nach der pat-Methode mit Aus- und Einatmen probiert und es lief dann super. Ich muss ich auch nicht mehr groß bewegen, zum Schluss konnte ich das 7m-Seil (Feather Line natürlich, hab ich schon erwähnt dass ich die Dinger liebe? *ggg*) ziemlich am Ende halten, für den Draw kurz einholen (hing aber durch, einholen nur, damit er nicht stolpert drüber), einatmen, zu mir ziehen, 2 Schritte rückwärts, mit dem nächsten Atemzug ausatmen, Drive, Seil weider aus der Hand gleiten lassen, 2 Schritte vor.
Wurde ein richtig meditativer Rhythmus: Ein-Zurück-Draw, Aus-Vor-Drive, Ein-Zurück-Draw, Aus-Vor-Drive, Ein-Zurück-Draw, Aus-Vor-Drive, Ein-Zurück-Draw, Aus-Vor-Drive, Ein-Zurück-Draw, Aus-Vor-Drive, Ein-Zurück-Draw, Aus-Vor-Drive, Ein-Zurück-Draw, Aus-Vor-Drive. Und das Pferd die ganze Zeit in schönem langsamem Trab. Beim Drive legt er zwar immer noch die Ohren leicht zurück, aber ganz grantig schaut er nicht mehr. Nur wenn mein Drive zu stark wird - stärker als nötig, oder wenn ich unnötigerweise glaube, den STick verwenden zu müssen, obwohl er eh trabt. ;-).
Dann haben wir noch ein paar Traveling Circles gemacht, die waren toll, bis Frauli mal wieder ungeduldig war *schäm*. ich bin eine Länge im Viereck ganz langsam auf und ab gegangen, Pferd trabte ohne Gangänderung wirklich perfekt um mich rum. Er hielt den Abstand ein, er blieb in Trab, er passte auf die Tonnen auf und trabte ohne jegliches Zögern über das Cavaletti, als das im Weg stand. Er machte einen Super-Handwechsel und wir wanderten das Viereck in die andere Richtung. Und kurz bevor ich aufhören wollte, da verfiel er hinter meinem Rücken in Schritt und ich hab mich sooo geärgert weil das da am Schluss passierte (als ob das nicht wurscht wäre?!?!) dass ich auf Phase 1,2 und 3 gleich ganz vergessen hab und ihn heftig vorwärts getrieben.
Gut, dann hat er mir gezeigt, was er davon hielt, und ich hab mich entshculdigt und wir haben noch eine schöne Runde entspannten Trab gemacht und dann lange Pause. In den Hintern könnte ich mich beißen. Nun ja, aber es ist nix kaputt, denk ich.
Am Schluss hab ich wieder das Stick to me im Galopp probiert, hat aber heut nicht geklappt, er ist nicht angaloppiert, kam nur im Trab ins Rennen, und mir ging dann die Puste aus. Finster war es auch schon, also sind wir im Trab-Stick-To-Me direkt aus dem Viereck und gemeinsam zum Putzplatz getrabt, wo's noch Fressi gab und dann ab nach Hause für uns beide :-).
you live you learn you love you learn you cry you learn you lose you learn you bleed you learn you scream you learn you grieve you learn you choke you learn you laugh you learn you choose you learn you pray you learn you ask you learn you live you learn
Alanis Morissette
Dienstag, 29. März 2011
Sonntag, 27. März 2011
Nach längerem haben wir heute wieder eine On Line Einheit gemacht am 7m Seil.
Es hat geregnet, die Halle stand aber mehr unter Wasser als das Viereck *lol* (gut gemeinter Bewässerungsversuch unseres Stallbesitzers lief scheinbar aus dem Ruder *g*). Also Hut auf und los im Regen. Schließlich hat es keine Minusgrade mehr, also nur kein Weichei sein ;-)
Wir haben unseren 8er im Trab geübt und das wird nun langsam aber sicher eine Selbstverständlichkeit, dass das geht. Ein bisschen Anlaufzeit bruachen wir aber immer. Sehr gut hat sich dabei bewährt, 8er und Zirkel abzuwechseln - sodass Billy nicht weiß, was kommt. Er soll mal um den einen Pylon zirkeln, dann gehe ich ein Stückchen weiter (traveling circles), lasse ihn um den anderen Pylon zirkeln, dann mal um beide, und dann verlang ich einen Handwechsel um die Pylonen, also einen halben Achter, dann wieder Zirkel, und dann schließlich mehrere Achter hintereinander. So funzt das super.
Auch On Line gibts nun ein Highlight zu berichten: Stick to Me im Galopp haben wir eine ganze Zirkelrunde lang gemacht. Ich wusste dass es geht, denn letztens klappte das ja sogar at Liberty - aber nur 2, 3 Sprünge.
Ich bin dabei etwas skeptisch und es liegt außerhalb meiner Comfortzone, eindeutig... Billy legt schon im Trab die Ohren an und wird leicht übermütig. Bisher hab ich das nicht weggekriegt. Er klebt sich im Trab auch gern wirklich dran an mich, und ich war nicht sicher, ob ich ihn im Galopp auf etwas größeren Abstand halten kann - da will ich ihn einfach nicht so knapp an mir haben. Klappte aber super :-).
Links allerdings vorerst nur. Rechte Hand (also ich rechts von ihm) klebt er sich sehr an mich, da ist Abstand schon im Trab manchmal nur mit größerem Driving Game möglich, beim Versuch anzugaloppieren wurde er nur schneller im Trab, ich galoppierte, er nicht und wurde auch frecher (vom Gesichtsausdruck her, auch wenn es keine frechen "Aktionen" gab) und mir eher mulmig. Werde das auf der linken Hand weiter üben, bis wir beide da mehr Sicherheit haben, und dann erst rechts.
Trotzdem, toll war das :-)
Es hat geregnet, die Halle stand aber mehr unter Wasser als das Viereck *lol* (gut gemeinter Bewässerungsversuch unseres Stallbesitzers lief scheinbar aus dem Ruder *g*). Also Hut auf und los im Regen. Schließlich hat es keine Minusgrade mehr, also nur kein Weichei sein ;-)
Wir haben unseren 8er im Trab geübt und das wird nun langsam aber sicher eine Selbstverständlichkeit, dass das geht. Ein bisschen Anlaufzeit bruachen wir aber immer. Sehr gut hat sich dabei bewährt, 8er und Zirkel abzuwechseln - sodass Billy nicht weiß, was kommt. Er soll mal um den einen Pylon zirkeln, dann gehe ich ein Stückchen weiter (traveling circles), lasse ihn um den anderen Pylon zirkeln, dann mal um beide, und dann verlang ich einen Handwechsel um die Pylonen, also einen halben Achter, dann wieder Zirkel, und dann schließlich mehrere Achter hintereinander. So funzt das super.
Auch On Line gibts nun ein Highlight zu berichten: Stick to Me im Galopp haben wir eine ganze Zirkelrunde lang gemacht. Ich wusste dass es geht, denn letztens klappte das ja sogar at Liberty - aber nur 2, 3 Sprünge.
Ich bin dabei etwas skeptisch und es liegt außerhalb meiner Comfortzone, eindeutig... Billy legt schon im Trab die Ohren an und wird leicht übermütig. Bisher hab ich das nicht weggekriegt. Er klebt sich im Trab auch gern wirklich dran an mich, und ich war nicht sicher, ob ich ihn im Galopp auf etwas größeren Abstand halten kann - da will ich ihn einfach nicht so knapp an mir haben. Klappte aber super :-).
Links allerdings vorerst nur. Rechte Hand (also ich rechts von ihm) klebt er sich sehr an mich, da ist Abstand schon im Trab manchmal nur mit größerem Driving Game möglich, beim Versuch anzugaloppieren wurde er nur schneller im Trab, ich galoppierte, er nicht und wurde auch frecher (vom Gesichtsausdruck her, auch wenn es keine frechen "Aktionen" gab) und mir eher mulmig. Werde das auf der linken Hand weiter üben, bis wir beide da mehr Sicherheit haben, und dann erst rechts.
Trotzdem, toll war das :-)
Freitag, 25. März 2011
Wir machen grade einen gewaltigen Sprung vorwärts in Finesse-Reiten :-), zumindest hat es sich die letzten beiden Male so angefühlt.
Abgesehen davon, dass Billy das Gebiss noch immer nicht gern reingeben lässt (wieder fällt auf: mit viel viel Zeit geht es dann irgendwann "leicht", ohne Kampf, er macht dann auch das Maul freiwillig auf - aber davor gibt es immer die Phase, wo er versucht, auszuweichen), nimmt er es ansonsten mittlerweile beim Reiten super an. Er zieht richtig schön in die Hand, aber nicht zu fest. Manchmal will er sich zwar schon auch drauflehnen, aber das kann man recht einfach korrigieren.
Worauf ich momentan sehr sehr achte ist dass nicht geschlurft wird - schon beim Aufwärmen am hingegebenen Zügel (also FreeStyle). Ich mache immer zuerst ein bisschen FreeStyle zum "Schwungholen", und wenn es dann gut geht, versuche ich erst den Kontakt herzustellen. Das klappt ganz gut!
Mittlerweile ist die Anlehnung (ich trau mich es jetzt mal so zu nennen ;-) ) im Schritt recht gut und gleichmäßig. Das frühere wilde Kopfschütteln entfällt, er versucht nicht mehr sich einzurollen oder im GEgenteil den Kopf nach unten und mir die Zügel aus der Hand zu reißen. Und neuerdings klappt es auch, mit diesem Gefühl gleichmäßigen Kontakts Übergänge vom Schritt in den Trab und vom Trab in den Schritt zu machen.
Dazwischen hat mir Billy ein paar wirklich wirklich tolle Trabtritte geschenkt, mein Freund am Viereckrand war auch begeistert: "der federt richtig"! :-) Genauso hat es sich auch angefühlt, weich, federnd, ein Traum zu sitzen, aber nicht das übliche "Schlurf-Sofa-Feeling", sondern der Motor war an unter meinem Popo :-), und auch noch gebogen durch die Ecke, wow. Und ich bin wieder mal stolz, dass ich nach dieser Ecke und der folgenden kurzen Seite Schritt pariert hab, bevor es wieder schlechter wird, viel gelobt und lange Pause, und dann wieder zur Entspannung etwas FreeStyle.
FreeStyle hat mich Billy wieder mit überraschendem Speed im Galopp erfreut. Er reagiert echt schon super auf noch mehr erhöhte Energie im Galopp und gibt alles - ich hab auch das Gefühl, dass ihm das momentan Spaß macht, möglichst schnell übers Viereck zu flitzen :-). Darf er dann auch, und wie immer - auf Ausatmen sind wir wieder in Schritt.
Der Vorwärtsdrang hat sich dann bezahlt gemacht, als ich etwas neues in Finesse probiert habe: ... can you... angaloppieren mit Kontakt? Ja er kann! Nicht nur das, er zog auch im Galopp angenehm nach vorne ins Gebiss und hat mir dann die vielleicht 5 besten Galoppsprünge ever geschenkt. Wieder "federnd", kontrolliert, kräftig, butterweich und gebogen durch eine Ecke (bisher schrammen wir da eher FreeStyle durch, muss ich zugeben).
Wow, ein tolles Feeling.
Das Pferdchen kann wenn es will :-)
Zum Abschließen habe ich noch altbekanntes geübt: Figure 8 FreeStyle im Trab (war zuletzt besser) und natürlich auch das Rückwärts. Hier klappt weiterhin die "Abwarten und Tee trinken" Strategie am besten. Die Wartezeit ist kürzer, und das letzte Rückwärts war völlig fließend und noch bevor ich alle Phasen durchlaufen bin. Ich muss mir hinter die Ohren schreiben, dass ich hier nicht mehr Druck mache, auch wenn ich ihn manchmal am liebsten anbrüllen würde *g*. Aber mehr Druck hat auf lange Sicht noch nie geholfen. Mal schauen wie sich das weiterentwickelt. Ich möcht das Rückwärts jetzt jedenfalls in jeder Reiteinheit ausführlich behandeln, solange bis es an diesem Tag halt gut geht.
Abgesehen davon, dass Billy das Gebiss noch immer nicht gern reingeben lässt (wieder fällt auf: mit viel viel Zeit geht es dann irgendwann "leicht", ohne Kampf, er macht dann auch das Maul freiwillig auf - aber davor gibt es immer die Phase, wo er versucht, auszuweichen), nimmt er es ansonsten mittlerweile beim Reiten super an. Er zieht richtig schön in die Hand, aber nicht zu fest. Manchmal will er sich zwar schon auch drauflehnen, aber das kann man recht einfach korrigieren.
Worauf ich momentan sehr sehr achte ist dass nicht geschlurft wird - schon beim Aufwärmen am hingegebenen Zügel (also FreeStyle). Ich mache immer zuerst ein bisschen FreeStyle zum "Schwungholen", und wenn es dann gut geht, versuche ich erst den Kontakt herzustellen. Das klappt ganz gut!
Mittlerweile ist die Anlehnung (ich trau mich es jetzt mal so zu nennen ;-) ) im Schritt recht gut und gleichmäßig. Das frühere wilde Kopfschütteln entfällt, er versucht nicht mehr sich einzurollen oder im GEgenteil den Kopf nach unten und mir die Zügel aus der Hand zu reißen. Und neuerdings klappt es auch, mit diesem Gefühl gleichmäßigen Kontakts Übergänge vom Schritt in den Trab und vom Trab in den Schritt zu machen.
Dazwischen hat mir Billy ein paar wirklich wirklich tolle Trabtritte geschenkt, mein Freund am Viereckrand war auch begeistert: "der federt richtig"! :-) Genauso hat es sich auch angefühlt, weich, federnd, ein Traum zu sitzen, aber nicht das übliche "Schlurf-Sofa-Feeling", sondern der Motor war an unter meinem Popo :-), und auch noch gebogen durch die Ecke, wow. Und ich bin wieder mal stolz, dass ich nach dieser Ecke und der folgenden kurzen Seite Schritt pariert hab, bevor es wieder schlechter wird, viel gelobt und lange Pause, und dann wieder zur Entspannung etwas FreeStyle.
FreeStyle hat mich Billy wieder mit überraschendem Speed im Galopp erfreut. Er reagiert echt schon super auf noch mehr erhöhte Energie im Galopp und gibt alles - ich hab auch das Gefühl, dass ihm das momentan Spaß macht, möglichst schnell übers Viereck zu flitzen :-). Darf er dann auch, und wie immer - auf Ausatmen sind wir wieder in Schritt.
Der Vorwärtsdrang hat sich dann bezahlt gemacht, als ich etwas neues in Finesse probiert habe: ... can you... angaloppieren mit Kontakt? Ja er kann! Nicht nur das, er zog auch im Galopp angenehm nach vorne ins Gebiss und hat mir dann die vielleicht 5 besten Galoppsprünge ever geschenkt. Wieder "federnd", kontrolliert, kräftig, butterweich und gebogen durch eine Ecke (bisher schrammen wir da eher FreeStyle durch, muss ich zugeben).
Wow, ein tolles Feeling.
Das Pferdchen kann wenn es will :-)
Zum Abschließen habe ich noch altbekanntes geübt: Figure 8 FreeStyle im Trab (war zuletzt besser) und natürlich auch das Rückwärts. Hier klappt weiterhin die "Abwarten und Tee trinken" Strategie am besten. Die Wartezeit ist kürzer, und das letzte Rückwärts war völlig fließend und noch bevor ich alle Phasen durchlaufen bin. Ich muss mir hinter die Ohren schreiben, dass ich hier nicht mehr Druck mache, auch wenn ich ihn manchmal am liebsten anbrüllen würde *g*. Aber mehr Druck hat auf lange Sicht noch nie geholfen. Mal schauen wie sich das weiterentwickelt. Ich möcht das Rückwärts jetzt jedenfalls in jeder Reiteinheit ausführlich behandeln, solange bis es an diesem Tag halt gut geht.
Donnerstag, 24. März 2011
Unsere heutige Einheit war wieder besser, sehr gut eigentlich.
Ich habe viel zwischen FreeStyle und Finesse abgewechselt. Zaumzeug mit GEbiss drunter, Natural hackamore drüber. Ein bisschen viel Zügelgefummel, aber es ging so. Dann immer wieder abgewechselt zwischen Kontakt am Zügel und ohne Kontakt. Mit Kontakt bin ich vor allem Schritt mit viel Biegen geritten. Ich hatte 3 Pylonen am 3. Hufschlag an der langen Seite aufgestellt und hab um diese einfache oder doppelte Schlangenlinien gemacht. Billy hatte mehr Probleme, sich rechts gut zu biegen, ungewöhnlich. Probehalber hab ich mal probiert, was mit einer Konterstellung ist - und mit etwas Mühe hingekriegt :-).
Die FreeStyle Übungen dazwischen waren v.a. wieder Follow the Rail im Galopp, wobei mir Billy ausnahmsweise einmal ordentlich Speed geschenkt hat! War das toll!! Er hat super auf meine Anfeuerungen reagiert und hat 3 wirklich flotte Runden hingelegt, voll Elan, trotzdem sicher durch die Kurven ("vollkommen ausbalanciert" wäre vielleicht übertrieben). Er hat sich richtig gestreckt und alles gegeben, die Beschleunigung hat mich sogar Richtung Kruppe versetzt *lol*, er hätte mich fast nach hinten hin verloren (war ohne Sattel unterwegs, sonst hätte der das natürlich gestoppt). Konnte mich aber locker wieder zurechtsetzen ohne dass Billy den Höhenflug unterbrochen hat. Und auf ein "pffffff" (ausatmen), da ging das Tier wieder Schritt :-).
Dann haben wir uns noch sehr ausführlich der Figure 8 gewidmet, im Trab. Ich bin mal lange genug dran geblieben, bis ich wirklich nur noch Phase 1-2 brauchte und er nicht mehr in Schritt verfiel. Klappte gut am Schluss!
Und dann noch rückwärts. Da bin ich stolz auf mich, habe nicht die Geduld verloren. Tatsächlich tut Billy was man verlangt, auch auf niedrigere Phasen, aber nur, wenn man ihm die Zeit gibt, die er braucht. Ich sitze dann drauf, alle 9 STufen des 9-Step-Backup, das kann Minuten dauern, aber wenn ich warte, dann kommt irgendwann das Rückwärts. Es ging dann schließlich sogar leicht, und das Warten hat sich verkürzt. Da hatte ich eigentlich ein tolles Erfolgserlebnis....
... nur, wie krieg ich das irgendwann schneller? will er nicht oder kann er nicht, das ist hier die Frage! Ich erwarte weiter sehnsüchtig den Wanzenried-Kurs!!
Und obwohl diese Session eine sehr sehr gute war, war die Stimmung im Stall und meine sehr getrübt. Ein Pferd in unserm Stall musste nach langer langer schwerer Krankheit gestern endgültig und akut erlöst werden. R.I.P., du kleiner, tapferer, tapferer Hafi *schnüff* :-((
Ich habe viel zwischen FreeStyle und Finesse abgewechselt. Zaumzeug mit GEbiss drunter, Natural hackamore drüber. Ein bisschen viel Zügelgefummel, aber es ging so. Dann immer wieder abgewechselt zwischen Kontakt am Zügel und ohne Kontakt. Mit Kontakt bin ich vor allem Schritt mit viel Biegen geritten. Ich hatte 3 Pylonen am 3. Hufschlag an der langen Seite aufgestellt und hab um diese einfache oder doppelte Schlangenlinien gemacht. Billy hatte mehr Probleme, sich rechts gut zu biegen, ungewöhnlich. Probehalber hab ich mal probiert, was mit einer Konterstellung ist - und mit etwas Mühe hingekriegt :-).
Die FreeStyle Übungen dazwischen waren v.a. wieder Follow the Rail im Galopp, wobei mir Billy ausnahmsweise einmal ordentlich Speed geschenkt hat! War das toll!! Er hat super auf meine Anfeuerungen reagiert und hat 3 wirklich flotte Runden hingelegt, voll Elan, trotzdem sicher durch die Kurven ("vollkommen ausbalanciert" wäre vielleicht übertrieben). Er hat sich richtig gestreckt und alles gegeben, die Beschleunigung hat mich sogar Richtung Kruppe versetzt *lol*, er hätte mich fast nach hinten hin verloren (war ohne Sattel unterwegs, sonst hätte der das natürlich gestoppt). Konnte mich aber locker wieder zurechtsetzen ohne dass Billy den Höhenflug unterbrochen hat. Und auf ein "pffffff" (ausatmen), da ging das Tier wieder Schritt :-).
Dann haben wir uns noch sehr ausführlich der Figure 8 gewidmet, im Trab. Ich bin mal lange genug dran geblieben, bis ich wirklich nur noch Phase 1-2 brauchte und er nicht mehr in Schritt verfiel. Klappte gut am Schluss!
Und dann noch rückwärts. Da bin ich stolz auf mich, habe nicht die Geduld verloren. Tatsächlich tut Billy was man verlangt, auch auf niedrigere Phasen, aber nur, wenn man ihm die Zeit gibt, die er braucht. Ich sitze dann drauf, alle 9 STufen des 9-Step-Backup, das kann Minuten dauern, aber wenn ich warte, dann kommt irgendwann das Rückwärts. Es ging dann schließlich sogar leicht, und das Warten hat sich verkürzt. Da hatte ich eigentlich ein tolles Erfolgserlebnis....
... nur, wie krieg ich das irgendwann schneller? will er nicht oder kann er nicht, das ist hier die Frage! Ich erwarte weiter sehnsüchtig den Wanzenried-Kurs!!
Und obwohl diese Session eine sehr sehr gute war, war die Stimmung im Stall und meine sehr getrübt. Ein Pferd in unserm Stall musste nach langer langer schwerer Krankheit gestern endgültig und akut erlöst werden. R.I.P., du kleiner, tapferer, tapferer Hafi *schnüff* :-((
Dienstag, 22. März 2011
Heute wieder FreeStyle, etwas abwechslungsreicher als zuletzt, immerhin. Trotzdem, ich bin ungeduldig, emotional momentan unfit (und weiß gar nicht warum), altbekannte Übungen kann ich nicht verbessern und neue nicht auf dieses wackelige Gerüst stellen ... ich stecke fest. Wann ist endlich Mai und der Wanzenried-Kurs???
Wir haben zuerst an Isolation "Vorhandweichen" geübt. Schön, macht er ja brav, aber ohne Stick geht gar nix. Nein, ich muss ihn kaum einsetzen, aber solang der Stick in Neutral (nach oben zeigend) ist, geht nix. An der Schulter antipsen - dann gehts. Zwischendurch stellte Billy die Zusammenarbeit auch mal ganz ein (verstand ich, zuviel vom gleichen zu lange - laaangweiliiiiig!!!).
Dann Sideways - Billy hatte, für mich erstaunlich, klar Schwierigkeiten, das Sideways über eine Stange zu machen. Ohne die Stange ging es besser, aber mit klarer Vorwärtstendenz. Rückwärts zur Korrektur klemmt (völlige Arbeitsniederlegung von Billys Seite).
Also Rückwärts geübt. Nach viel GEduld und viel Verbrauch emotionaler Fitness (hat aber gelangt *stolzschau*) gings rückwärts. Am Schluss hab ich das nochmal geübt, da ging es besser (dass ich es zum Einheits-Schlussakt gemacht habe, hat Herr Billy sich gemerkt!), allerdings nur 2x ein Stückchen, dann fand Billy, dass Zeit ist Schluss zu machen. Ein 3. mal Rückwärts und etwas weiter war dann wieder Kampf. Schließlich ists gelungen, und DANN war Schluss *uff*.
Dann noch etwas Galopp, Follow the Rail, ich möchte einfach nur einen lockeren Galopp, der sich nicht anfühlt, als würde das Pferd bei jedem Schritt verfallen. Rechts ging das gleich, hab ich danach auch sofort gelassen. Links schlecht, das war schon viel viel besser. Also immer wieder angaloppiert, und schließlich haben wir dann doch soviel Schwung zusammenbekommen, dass ich nicht das GEfühl hatte, das Pferd tragen oder weiterschieben zu müssen, ich konnte locker sitzen und Beine und Becken ein bisschen entspannen für eine Runde, dann auch hier Schluss.
Pfuh.
Im Moment hab ich das Gefühl, das für jede Baustelle, die ich (mehr oder weniger) erfolgreich bearbeite, sich 10 neue auftun...
Wir haben zuerst an Isolation "Vorhandweichen" geübt. Schön, macht er ja brav, aber ohne Stick geht gar nix. Nein, ich muss ihn kaum einsetzen, aber solang der Stick in Neutral (nach oben zeigend) ist, geht nix. An der Schulter antipsen - dann gehts. Zwischendurch stellte Billy die Zusammenarbeit auch mal ganz ein (verstand ich, zuviel vom gleichen zu lange - laaangweiliiiiig!!!).
Dann Sideways - Billy hatte, für mich erstaunlich, klar Schwierigkeiten, das Sideways über eine Stange zu machen. Ohne die Stange ging es besser, aber mit klarer Vorwärtstendenz. Rückwärts zur Korrektur klemmt (völlige Arbeitsniederlegung von Billys Seite).
Also Rückwärts geübt. Nach viel GEduld und viel Verbrauch emotionaler Fitness (hat aber gelangt *stolzschau*) gings rückwärts. Am Schluss hab ich das nochmal geübt, da ging es besser (dass ich es zum Einheits-Schlussakt gemacht habe, hat Herr Billy sich gemerkt!), allerdings nur 2x ein Stückchen, dann fand Billy, dass Zeit ist Schluss zu machen. Ein 3. mal Rückwärts und etwas weiter war dann wieder Kampf. Schließlich ists gelungen, und DANN war Schluss *uff*.
Dann noch etwas Galopp, Follow the Rail, ich möchte einfach nur einen lockeren Galopp, der sich nicht anfühlt, als würde das Pferd bei jedem Schritt verfallen. Rechts ging das gleich, hab ich danach auch sofort gelassen. Links schlecht, das war schon viel viel besser. Also immer wieder angaloppiert, und schließlich haben wir dann doch soviel Schwung zusammenbekommen, dass ich nicht das GEfühl hatte, das Pferd tragen oder weiterschieben zu müssen, ich konnte locker sitzen und Beine und Becken ein bisschen entspannen für eine Runde, dann auch hier Schluss.
Pfuh.
Im Moment hab ich das Gefühl, das für jede Baustelle, die ich (mehr oder weniger) erfolgreich bearbeite, sich 10 neue auftun...
Sonntag, 20. März 2011
Momentan bin ich irgendwie wieder mal planlos.
Weave at Liberty wird nicht mehr besser, die lasse ich lieber einmal ruhen.
V.a. planlos bin ich bei Freestyle. Dauernd üben wir dasselbe, armer Billy ... Dabei gibt es eben noch so viele Lücken, die kaum besser werden.
Am Wochenende bin ich viel Follow the Rail geritten mit möglichst viel Abwechslung, also Bahnfiguren und Handwechseln und Übergängen. Das Rückwärts war viel besser als zuletzt, keine Streitereien. DAfür aber auch nicht wirklich flüssig. Beim Vorhand-Weichen stecke ich auch fest. Es geht zwar schön sauber, und das ist mir das wichtigste, aber ich kann die Phasen momentan nicht verfeinern, und flotter wird es auch nicht (höchstens flotter, dabei aber unsauberer, aber das will ich ja nicht).
Wir sind viel galoppiert, aber immer noch fühlt sich das zäher an als ich möchte, dauernd möchte ich weitertreiben weil es sich so anfühlt, als würde er gleich wieder in Trab verfallen.
Unser Schritt ist wie in Zeitlupe. Trab auch.
Hm, ich brauch einfach bald wieder mehr Plan, sonst stecke ich fest.
Ich freu mich schon seeehr auf den Kurs mit Michael Wanzenried im Mai. Da bekomm ich hoffentlich frischen Schwung und Input bzw. Lösungsansätze alter Probleme (ich hoffe das Rückwärts in allen Variationen bearbeiten zu können und den Draw auf der recthen Hand).
Weave at Liberty wird nicht mehr besser, die lasse ich lieber einmal ruhen.
V.a. planlos bin ich bei Freestyle. Dauernd üben wir dasselbe, armer Billy ... Dabei gibt es eben noch so viele Lücken, die kaum besser werden.
Am Wochenende bin ich viel Follow the Rail geritten mit möglichst viel Abwechslung, also Bahnfiguren und Handwechseln und Übergängen. Das Rückwärts war viel besser als zuletzt, keine Streitereien. DAfür aber auch nicht wirklich flüssig. Beim Vorhand-Weichen stecke ich auch fest. Es geht zwar schön sauber, und das ist mir das wichtigste, aber ich kann die Phasen momentan nicht verfeinern, und flotter wird es auch nicht (höchstens flotter, dabei aber unsauberer, aber das will ich ja nicht).
Wir sind viel galoppiert, aber immer noch fühlt sich das zäher an als ich möchte, dauernd möchte ich weitertreiben weil es sich so anfühlt, als würde er gleich wieder in Trab verfallen.
Unser Schritt ist wie in Zeitlupe. Trab auch.
Hm, ich brauch einfach bald wieder mehr Plan, sonst stecke ich fest.
Ich freu mich schon seeehr auf den Kurs mit Michael Wanzenried im Mai. Da bekomm ich hoffentlich frischen Schwung und Input bzw. Lösungsansätze alter Probleme (ich hoffe das Rückwärts in allen Variationen bearbeiten zu können und den Draw auf der recthen Hand).
Donnerstag, 17. März 2011
HAPPY BIRTHDAY BÜFFLI!
Alles Gute zum Geburtstag, Billy :-).
Jetzt bist du schon dein halbes Leben bei mir, ich hoff es werden noch viiiele Jahre mehr.
Jetzt bist du schon dein halbes Leben bei mir, ich hoff es werden noch viiiele Jahre mehr.
Dienstag, 15. März 2011
Finster war's, der Mond schien helle...
Das war toll heut! Es war schon dunkel als ich in den Stall gekommen bin, aaaber es war eine ganz klare Nacht (also eher Abend), der Mond direkt über unserem Viereck... und nachdem ich schon beim Billy-Suchen (er hatte sich allein auf der Winterkoppel versteckt) festgestellt habe, dass es eigentlich dadurch hell genug ist, um den Boden etc. gut zu erkennen, sind wir heute am Viereck im Mondenschein geritten. :-)
Wir haben viel Follow the Rail gemacht, mit Volten, Umkehrt Wechseln vom Zaun und zum Zaun, mit vielen Übergängen. Zum Schluss hab ich ein Rückwärts probiert, und siehe da, kein Kampf, Billy ging halbwegs willig rückwärts, und das war ein guter Zeitpunkt zum Aufhören. Hat auch ordentlich geschwitzt für seine Verhältnisse.
Ich bin dann noch in die Halle gegangen, um ruhig im Schritt zum Abschwitzen die Weave weiterzuüben. Da wurde mir dann auch klar, warum sich der Galopp beim Reiten so komisch "klemmend" angefühlt hatte - Billy musste mal für kleine Büfflis. Ja kann er das nicht gleich sagen? Dann noch genüßlich wälzen, und dann haben wir eben noch ein bissl mit dem Weave Pattern herumgespielt, aber großen Fortschritt gab es heute nicht. Billy war unkonzentriert, wollte wohl schon nach Hause, ich "verlor" ihn hie und da und ein herumstehendes Cavaletti war viel interessanter als ein Weave-Muster. Aber wir habens dann doch ganz gut hingekriegt.
Interessant finde ich, dass es Schwierigkeiten immer nur im dem 2. oder 3. Pylon gibt - immer mit dem selben (egal in welche Richtung). Nie gibt es Schwierigkeiten mit der Schleife um den letzten, immer ist es einer in der MItte, den er verfehlt, oder wo er mir abhanden kommt, oder stehenbleibt. Spannend.
Wir haben viel Follow the Rail gemacht, mit Volten, Umkehrt Wechseln vom Zaun und zum Zaun, mit vielen Übergängen. Zum Schluss hab ich ein Rückwärts probiert, und siehe da, kein Kampf, Billy ging halbwegs willig rückwärts, und das war ein guter Zeitpunkt zum Aufhören. Hat auch ordentlich geschwitzt für seine Verhältnisse.
Ich bin dann noch in die Halle gegangen, um ruhig im Schritt zum Abschwitzen die Weave weiterzuüben. Da wurde mir dann auch klar, warum sich der Galopp beim Reiten so komisch "klemmend" angefühlt hatte - Billy musste mal für kleine Büfflis. Ja kann er das nicht gleich sagen? Dann noch genüßlich wälzen, und dann haben wir eben noch ein bissl mit dem Weave Pattern herumgespielt, aber großen Fortschritt gab es heute nicht. Billy war unkonzentriert, wollte wohl schon nach Hause, ich "verlor" ihn hie und da und ein herumstehendes Cavaletti war viel interessanter als ein Weave-Muster. Aber wir habens dann doch ganz gut hingekriegt.
Interessant finde ich, dass es Schwierigkeiten immer nur im dem 2. oder 3. Pylon gibt - immer mit dem selben (egal in welche Richtung). Nie gibt es Schwierigkeiten mit der Schleife um den letzten, immer ist es einer in der MItte, den er verfehlt, oder wo er mir abhanden kommt, oder stehenbleibt. Spannend.
Sonntag, 13. März 2011
Heute waren wir zuerst mit 3 anderen ausreiten. Alles ruhig und ohne jegliche Vorkommnisse. Billy war grantig heute, warum weiß ich nicht. Mit der Zeit beim Ausreiten hat es sich gelegt. Wir stapften meistens faultiermäßig so 20, 30 Meter hinter den anderen drein.
Danach durfte Billy am Viereck wutzeln und dann hab ich wieder Weave at Liberty probiert für ein paar Minuten. Es ging schon etwas besser als letztes Mal, und 1x in jede Richtung haben wir es richtig und ohne "Fehler" zusammengebracht :-). Ich hab außerdem gestern abend die Patterns-Liberty-DVD angesehen und dabei gesehen, dass das ja im Round Pen vorgezeigt wird - ts, das ist ja viel einfacher! ;-). Da ich kein Roundpen hab, machen wir es auf einer geraden Linie.
Mit Stick to Me (d.h. ich bin die Weave mitgelaufen) haben wirs auch einige Male hin und Her im Trab gemacht. Es ist toll, wie er jetzt schon den Trab verlangsamen kann, um um so enge Kurven zu kommen, ohne die Gangart zu verlieren. Nach ein paar "Runden" bin ich nur noch auf einer Seite der Hütchen gelaufen und habe ihn im Trab wieder um jedes 2. Hütchen außen herum geschickt und das hat sogar geklappt, im Trab. Trotzdem muss das "Wegdriven" noch besser werden.
Danach durfte Billy am Viereck wutzeln und dann hab ich wieder Weave at Liberty probiert für ein paar Minuten. Es ging schon etwas besser als letztes Mal, und 1x in jede Richtung haben wir es richtig und ohne "Fehler" zusammengebracht :-). Ich hab außerdem gestern abend die Patterns-Liberty-DVD angesehen und dabei gesehen, dass das ja im Round Pen vorgezeigt wird - ts, das ist ja viel einfacher! ;-). Da ich kein Roundpen hab, machen wir es auf einer geraden Linie.
Mit Stick to Me (d.h. ich bin die Weave mitgelaufen) haben wirs auch einige Male hin und Her im Trab gemacht. Es ist toll, wie er jetzt schon den Trab verlangsamen kann, um um so enge Kurven zu kommen, ohne die Gangart zu verlieren. Nach ein paar "Runden" bin ich nur noch auf einer Seite der Hütchen gelaufen und habe ihn im Trab wieder um jedes 2. Hütchen außen herum geschickt und das hat sogar geklappt, im Trab. Trotzdem muss das "Wegdriven" noch besser werden.
Samstag, 12. März 2011
Liberty: Weave
Heute hab ich zum ersten Mal das Weave-Pattern at Liberty probiert, natürlich erst einmal nur im Schritt. Dafür aber auf unserem Viereck - das ist nicht eingezäunt. Solange ich aber nur Übungen ohne viel Schwung mache, mache ich mir ehrlich gesagt keine Sorgen mehr, dass er mir abhaut ;-).
Zuerst ein bisschen Stick to Me in Schritt und Trab und Rückwärts. Dann bin ich das Weave-pattern einfach mit ihm gegangen als Stick-to-Me. Klappt natürlich hervorragend, seine Nase klebt an meinem Ellbogen. Dann habe ich am Ende des Patterns, beim Umdrehen ums letzte Hütchen, ihn die Hand wechseln lassen und begann langsam, nicht mehr um die Hütchen mit herum zu gehen, sondern auf einer gerade Linie zu gehen und ihn um jedes zweite Hüchten außen herum zu schicken; danach immer mehr Abstand.
Hat fürs erste Mal ganz gut geklappt. V.a. Anfang und Ende - hier war ich etwas skeptisch- wraen überhaupt kein Problem. 2x ist er mir beim DRaw von rechts etwas abhanden gekommen. Er wirkte verunsichert, wollte nicht herkommen, ging stattdessen seitwärts weg. Ich ließ ihn einfach, wartete ein bisschen und holte ihn dann wieder ab, ein bisschen Stick to me abseits des Patterns, um die Klebkraft zu erneuern ;-), und dann wieder weiter probiert.
Insgesamt ist das Problem eher, dass er zu sehr an mir klebt und ich ihn nicht wegkriege, um ihn um die Hütchen zu schicken.
Beim Stick to Me hab ich mich auch zum ersten Mal richtig getraut nach Galopp zu fragen, und es hat geklaaaaappt! Bisher hab ich das vermieden, er war mir immer zu nah irgendwie und ich wusste nicht genau, was passiert, wenn womöglich ein bisschen zu viel Übermut ins Spiel kommt ;-). Aber mittlerweile vertrau ich ihm mehr, merke ich.
Danach bin ich noch eine kurze Runde ausreiten gegangen rund um den Stall, nur mit Pad. Auch da merk ich, dass mein Vertrauen langsam wieder wächst. Auf der Lichtung gleich hinterm Stall gab es Holzsägearbeiten, da haben wir ein bisschen den großen Traktoren und Autos und Männern in bunten Helmen zugeschaut, war aber langweilig. Danach haben wir 4x das Gatschloch überwunden, bis wir es schließlich im Schritt geschafft haben. Jawoll, im Schritt! Ha! Dann konnten wir auch schon wieder nach Hause gehen.
Zuerst ein bisschen Stick to Me in Schritt und Trab und Rückwärts. Dann bin ich das Weave-pattern einfach mit ihm gegangen als Stick-to-Me. Klappt natürlich hervorragend, seine Nase klebt an meinem Ellbogen. Dann habe ich am Ende des Patterns, beim Umdrehen ums letzte Hütchen, ihn die Hand wechseln lassen und begann langsam, nicht mehr um die Hütchen mit herum zu gehen, sondern auf einer gerade Linie zu gehen und ihn um jedes zweite Hüchten außen herum zu schicken; danach immer mehr Abstand.
Hat fürs erste Mal ganz gut geklappt. V.a. Anfang und Ende - hier war ich etwas skeptisch- wraen überhaupt kein Problem. 2x ist er mir beim DRaw von rechts etwas abhanden gekommen. Er wirkte verunsichert, wollte nicht herkommen, ging stattdessen seitwärts weg. Ich ließ ihn einfach, wartete ein bisschen und holte ihn dann wieder ab, ein bisschen Stick to me abseits des Patterns, um die Klebkraft zu erneuern ;-), und dann wieder weiter probiert.
Insgesamt ist das Problem eher, dass er zu sehr an mir klebt und ich ihn nicht wegkriege, um ihn um die Hütchen zu schicken.
Beim Stick to Me hab ich mich auch zum ersten Mal richtig getraut nach Galopp zu fragen, und es hat geklaaaaappt! Bisher hab ich das vermieden, er war mir immer zu nah irgendwie und ich wusste nicht genau, was passiert, wenn womöglich ein bisschen zu viel Übermut ins Spiel kommt ;-). Aber mittlerweile vertrau ich ihm mehr, merke ich.
Danach bin ich noch eine kurze Runde ausreiten gegangen rund um den Stall, nur mit Pad. Auch da merk ich, dass mein Vertrauen langsam wieder wächst. Auf der Lichtung gleich hinterm Stall gab es Holzsägearbeiten, da haben wir ein bisschen den großen Traktoren und Autos und Männern in bunten Helmen zugeschaut, war aber langweilig. Danach haben wir 4x das Gatschloch überwunden, bis wir es schließlich im Schritt geschafft haben. Jawoll, im Schritt! Ha! Dann konnten wir auch schon wieder nach Hause gehen.
Donnerstag, 10. März 2011
Heute war die vorerst letzte Einheit mit dem ganzen Driving von Zone 5. Hat viel Spaß gemacht, ich glaube sogar dem Billy :-).
Wir konnten heute auf dem Viereck (das war zuvor einmal etwas schwierig, zu viel Ablenkung!) richtig gute Fortschritte machen.
Es klappen nun: Follow the Rail mit mir in Zone 5 fast am Ende vom Seil in Schritt und Trab; Schritt-Trab Übergänge auf Phase 1 *stolzbin*; Trab-Schritt-Übergänge auf Phase 1; Schritt-Halt auf Phase 2-3 (seltsamerweise); einfache Bahnfiguren: Zirkel und Diagonalwechsel; beim Diagonalwechsel hab ich geübt, das Seil von Zone 5 aus über Billys Kopf zu schupfen, damit es wieder auf der Innenseite ist - einmal ist mir das sogar im Schritt flüssig gelungen, die nicht so erfolgreichen Versuche hat Billy wie immer stoisch und cool als Friendly Game über sich ergehen lassen ("bleiben wir halt mal stehen und warten, bis Frauli auch soweit ist - sie kann das noch nicht im Schritt" *g*).
Außerdem haben wir 2 Mini-Schrittchen rückwärts geschafft, wenn auch auf höhere Phasen, d.h. ich musste mit dem Stick vorne rumwacheln, und das Seil etwas bewegen. Außerdem musste ich etwas weiter vor bis fast Zone 4, da hat es geklappt.
Da übe ich dann bei der nächsten Runde weiter, vorerst reichts einmal mit diesen schönen Ergebnissen :-).
Wir konnten heute auf dem Viereck (das war zuvor einmal etwas schwierig, zu viel Ablenkung!) richtig gute Fortschritte machen.
Es klappen nun: Follow the Rail mit mir in Zone 5 fast am Ende vom Seil in Schritt und Trab; Schritt-Trab Übergänge auf Phase 1 *stolzbin*; Trab-Schritt-Übergänge auf Phase 1; Schritt-Halt auf Phase 2-3 (seltsamerweise); einfache Bahnfiguren: Zirkel und Diagonalwechsel; beim Diagonalwechsel hab ich geübt, das Seil von Zone 5 aus über Billys Kopf zu schupfen, damit es wieder auf der Innenseite ist - einmal ist mir das sogar im Schritt flüssig gelungen, die nicht so erfolgreichen Versuche hat Billy wie immer stoisch und cool als Friendly Game über sich ergehen lassen ("bleiben wir halt mal stehen und warten, bis Frauli auch soweit ist - sie kann das noch nicht im Schritt" *g*).
Außerdem haben wir 2 Mini-Schrittchen rückwärts geschafft, wenn auch auf höhere Phasen, d.h. ich musste mit dem Stick vorne rumwacheln, und das Seil etwas bewegen. Außerdem musste ich etwas weiter vor bis fast Zone 4, da hat es geklappt.
Da übe ich dann bei der nächsten Runde weiter, vorerst reichts einmal mit diesen schönen Ergebnissen :-).
Donnerstag, 3. März 2011
Mehr Zone 5
Also dieses Zone 5 - Driving ist ganz nach unsrem Geschmack. Ich kann mich nicht erinnern, dass jemals etwas (zumindest alles, was Bewegung inkludierte - also ausgenommen stillstehen fürs Friendly Game z.B.) so leicht von der Hand ging.
Wieder habe ich mit Stick to Me aus Zone1/2 begonnen. Wir haben ein wenig das Rückwärts aufgefrischt, das habe ich lange nicht gemacht, daher war es ziemlich eingerostet. Brauchte ein wenig radikaleres Entrosten, aber dann ging es besser als je zuvor! Ich habe dabei gemerkt, dass ich mich weniger ärgere und jetzt endlich in der Lage bin, Dinge als Spiel zu sehen - denn nix anderes macht der gute Billy mit mir, wenn er ausprobiert, wiiiie langsam er rückwärts gehen kann, bis ich reagiere ;-). Am Schluss klebte er wieder förmlich an meiner Schulter, auch rückwärts, Schritt, Trab. Ein bisschen Verspieltheit kam raus mit gefährlich hengstigem Kopfschütteln (und auch die Erkenntnis: vorbei die Zeiten, als Frauli sich davon ernsthaft beeindrucken ließ *g*).
Als das also alles gut geklappt hat, ließ ich mich wieder zurückfallen, bis ich in Zone 5 angelangt war. Diesmal hab ich nur die linke Hand geübt, die beim letzten Mal schlechter war. Diesmal konnte ich auch hier das 7m Seil ganz am Ende nehmen. Übergänge von Halt in Schritt und in Trab klappten auf bloße Energie - toll! Ich bin übermütig geworden und hab probiert, ob er so angaloppiert - ja macht er! Nur die ganze Bahn konnten wir so nicht halten, er bog auf den Zirkel ab und das ganze endete dann in einem Circling Game-ähnlichen Driving - macht aber nix. Anhalten klappte auch gut, interessanterweise aber am schlechtesten von allem. Wir können aber jetzt schon schön am hufschlag anhalten, ohne dass er sich umdrehen muss :-)
Danach hab ich noch etwas biegen und übertreten lassen und bin dann noch ein Weilchen mit Gebiss geritten. Billy nimmt das GEbiss schon wieder schlechter - immer bisher, wenn ich gewagt habe, es halt auch mal zu benutzen. Wir sind dann große Zirkel im Trab geritten mit dem Versuch, möglichst gleichmäßigen Kontakt zu halten - ohne Einrollen und ohne mich aus dem Sattel zerren, bitte (letzteres ist wesentlich häufiger und zeigt mir, dass Billy eher keine Berührungsängste mit dem Gebiss hat). Das wurde schon viel besser, die eine oder andere längere Strecke können wir schon schön manierlich traben, ohne dauernd das Ding im Maul loswerden zu wollen.
Gebiss ausziehen war leider wieder eine Katastrophe *argl*. Billy stand glaub ich minutenlang da, verzweifelt gleichzeitig das Gebiss loswerden wollend und Zähne zusammenbeißend. Tja, so wird das nix! Und ich daneben relativ hilflos, wie ich es ihm begreiflich machen soll, dass er einfach nur das Maul aufmachen und das Gebiss rauslassen soll....
Wieder habe ich mit Stick to Me aus Zone1/2 begonnen. Wir haben ein wenig das Rückwärts aufgefrischt, das habe ich lange nicht gemacht, daher war es ziemlich eingerostet. Brauchte ein wenig radikaleres Entrosten, aber dann ging es besser als je zuvor! Ich habe dabei gemerkt, dass ich mich weniger ärgere und jetzt endlich in der Lage bin, Dinge als Spiel zu sehen - denn nix anderes macht der gute Billy mit mir, wenn er ausprobiert, wiiiie langsam er rückwärts gehen kann, bis ich reagiere ;-). Am Schluss klebte er wieder förmlich an meiner Schulter, auch rückwärts, Schritt, Trab. Ein bisschen Verspieltheit kam raus mit gefährlich hengstigem Kopfschütteln (und auch die Erkenntnis: vorbei die Zeiten, als Frauli sich davon ernsthaft beeindrucken ließ *g*).
Als das also alles gut geklappt hat, ließ ich mich wieder zurückfallen, bis ich in Zone 5 angelangt war. Diesmal hab ich nur die linke Hand geübt, die beim letzten Mal schlechter war. Diesmal konnte ich auch hier das 7m Seil ganz am Ende nehmen. Übergänge von Halt in Schritt und in Trab klappten auf bloße Energie - toll! Ich bin übermütig geworden und hab probiert, ob er so angaloppiert - ja macht er! Nur die ganze Bahn konnten wir so nicht halten, er bog auf den Zirkel ab und das ganze endete dann in einem Circling Game-ähnlichen Driving - macht aber nix. Anhalten klappte auch gut, interessanterweise aber am schlechtesten von allem. Wir können aber jetzt schon schön am hufschlag anhalten, ohne dass er sich umdrehen muss :-)
Danach hab ich noch etwas biegen und übertreten lassen und bin dann noch ein Weilchen mit Gebiss geritten. Billy nimmt das GEbiss schon wieder schlechter - immer bisher, wenn ich gewagt habe, es halt auch mal zu benutzen. Wir sind dann große Zirkel im Trab geritten mit dem Versuch, möglichst gleichmäßigen Kontakt zu halten - ohne Einrollen und ohne mich aus dem Sattel zerren, bitte (letzteres ist wesentlich häufiger und zeigt mir, dass Billy eher keine Berührungsängste mit dem Gebiss hat). Das wurde schon viel besser, die eine oder andere längere Strecke können wir schon schön manierlich traben, ohne dauernd das Ding im Maul loswerden zu wollen.
Gebiss ausziehen war leider wieder eine Katastrophe *argl*. Billy stand glaub ich minutenlang da, verzweifelt gleichzeitig das Gebiss loswerden wollend und Zähne zusammenbeißend. Tja, so wird das nix! Und ich daneben relativ hilflos, wie ich es ihm begreiflich machen soll, dass er einfach nur das Maul aufmachen und das Gebiss rauslassen soll....
Dienstag, 1. März 2011
Zone 5
Manchmal klappen Dinge so einfach, dass es fast unglaublich ist.
Ich habe heute mit Billy ein Driving Game bzw. eine Art Stick to Me in Zone 5 geübt, On Line. Wir gingen nebeneinander her, wie er es ja kennt, dann hab ich mich langsam von Zone 2 nach hinten fallen lassen - zuerst eine Weile in Zone 3, dann 4, und wie selbstverständlich konnte ich nach einiger Zeit in Zone 5 hinter ihm hergehen - manchmal leicht versetzt nach innen, manchmal aber auch direkt hinter ihm am Hufschlag - das 7m Seil hielt ich nur am Popper fest.
Nachdem das so gut geklappt hat, habe ich ein paar Schritt-Halt-Schritt-Übergänge eingebaut, und die haben funktioniert. Einfach so. Ich blieb stehen, er blieb stehen. Ich fuhr die Energie hoch und ging los, er ging los. Das war so einfach, direkt unheimlich. Wir sind auch Zirkel gegangen, das hat genauso gut geklappt. Für geradeaus musste ich dann höchstens ganz leicht meinen Stick nach vorne heben, so quasi als seitliche Begrenzung. Auf der linken Hand passierte es etwas öfter, dass er in die Mitte kommen oder sich sogar zu mir umdrehen wollte, aber das konnte ich auch recht einfach verhindern, ohne großen Druck. Auf der linken Hand war das Stehenbleiben auch nicht ganz so einfach, da versuchte er sich nach rechts zu drehen, und ging dann 2 Schritte seitwärts. War aber nur Verwirrung, ich konnte ihm schnell und leicht erklären, was ich möchte.
Der absolute Höhepunkt war dann, dass ich dachte, ich probiere mal antraben. Hab also hinter ihm einfach mal geschnalzt (ist auch unser Stimmkommando vom Sattel aus), Energie hochgefahren und bin losgetrabt, und er gleichzeitig vor mir! Das hat links und rechts geklappt! Ich war echt baff und hab mich sehr gefreut.
Das war ja wirklich einmal eine ganz ganz neue Übung, und man konnte deutlich sehen, dass sie Billy mental gefordert hat, das Maul ging fast in einem fort :-). Nicht hektisch, aber kräftig diese neuen Erfahrungen verdauend ;-). So deutliches Schlecken bekomme ich sonst meistens nur, wenn es eine ordentliche Phase 4 setzen musste...
Danach bin ich noch etwas geritten, Finesse. Gebiss war wie zuvor relativ schnell drin, aber ich bin gespannt ob das so bleibt, nun, da ich mehr am Gebiss mache.
Ich habe am 2. Hufschlag ein paar Hütchen aufgestellt und bin im Schritt Schlangenlinien geritten, einfach um zu versuchen, das Tierchen biegsam zu machen und "durchzukneten". Dürfte funktioniert haben - zum Schluss habe ich vor dem Absitzen am Gebiss vorsichtig laterale Flexion gefordert und er hat sie mir auf beide Seiten butterweich gegeben (und geben können, im Unterschied zum letzten Mal).
Geradeaus sind wir auch ein bisschen getrabt, wobei ich versuche den Kontakt aufrecht zu erhalten. Billy gehört eindeutig zu den Pferden, die das Gebiss nicht vermeiden, sondern tendiert eher zu radikalem Drauflehnen. Schließlich gehört die Nase in den Sand, oder nicht? ;-) Ist mir aber lieber als ein hektisches Sterngucker-Pferd.
Und weil Billy das Zaumzeug immer noch nicht anständig ausziehen kann, haben wir das dann noch geübt... ich bin sicher wieder mal die einzige, die nicht das Anziehen des Zaumzeugs üben muss, sondern das Ausziehen. Es ist wirklich furchtbar: Billy steht völlig relaxt da und wartet bis cih alle Schnallen geöffnet habe. Er ist also weder hektisch noch in Panik oder so. Und dann, wenn ich quasi Erlaubnis gebe, dass er jetzt das Maul öffnen und das Gebiss rauslassen könnte, passiert fast jedesmal folgendes: Pferd reißt Kopf hoch, vergiss aber Maul zu öffnen. Wie das aussieht kann man sich ausmalen - unschön, und ich habe zu wenige Hände, um es ihm begreiflich zu machen... Also haben wir geübt: Kopf unten lassen, bitte. Maul auf, Gebiss raus. Gebiss wieder an. Gebiss wieder raus. Beim 4. Mal hat er dann endlich einmal die richtige Reihenfolge getroffen: zuerst Maul auf, dann Kopf etwas rauf (und auch nicht so raufgerissen) - also halbwegs manierlich, und dann war Schluss für heute :-).
Ich habe heute mit Billy ein Driving Game bzw. eine Art Stick to Me in Zone 5 geübt, On Line. Wir gingen nebeneinander her, wie er es ja kennt, dann hab ich mich langsam von Zone 2 nach hinten fallen lassen - zuerst eine Weile in Zone 3, dann 4, und wie selbstverständlich konnte ich nach einiger Zeit in Zone 5 hinter ihm hergehen - manchmal leicht versetzt nach innen, manchmal aber auch direkt hinter ihm am Hufschlag - das 7m Seil hielt ich nur am Popper fest.
Nachdem das so gut geklappt hat, habe ich ein paar Schritt-Halt-Schritt-Übergänge eingebaut, und die haben funktioniert. Einfach so. Ich blieb stehen, er blieb stehen. Ich fuhr die Energie hoch und ging los, er ging los. Das war so einfach, direkt unheimlich. Wir sind auch Zirkel gegangen, das hat genauso gut geklappt. Für geradeaus musste ich dann höchstens ganz leicht meinen Stick nach vorne heben, so quasi als seitliche Begrenzung. Auf der linken Hand passierte es etwas öfter, dass er in die Mitte kommen oder sich sogar zu mir umdrehen wollte, aber das konnte ich auch recht einfach verhindern, ohne großen Druck. Auf der linken Hand war das Stehenbleiben auch nicht ganz so einfach, da versuchte er sich nach rechts zu drehen, und ging dann 2 Schritte seitwärts. War aber nur Verwirrung, ich konnte ihm schnell und leicht erklären, was ich möchte.
Der absolute Höhepunkt war dann, dass ich dachte, ich probiere mal antraben. Hab also hinter ihm einfach mal geschnalzt (ist auch unser Stimmkommando vom Sattel aus), Energie hochgefahren und bin losgetrabt, und er gleichzeitig vor mir! Das hat links und rechts geklappt! Ich war echt baff und hab mich sehr gefreut.
Das war ja wirklich einmal eine ganz ganz neue Übung, und man konnte deutlich sehen, dass sie Billy mental gefordert hat, das Maul ging fast in einem fort :-). Nicht hektisch, aber kräftig diese neuen Erfahrungen verdauend ;-). So deutliches Schlecken bekomme ich sonst meistens nur, wenn es eine ordentliche Phase 4 setzen musste...
Danach bin ich noch etwas geritten, Finesse. Gebiss war wie zuvor relativ schnell drin, aber ich bin gespannt ob das so bleibt, nun, da ich mehr am Gebiss mache.
Ich habe am 2. Hufschlag ein paar Hütchen aufgestellt und bin im Schritt Schlangenlinien geritten, einfach um zu versuchen, das Tierchen biegsam zu machen und "durchzukneten". Dürfte funktioniert haben - zum Schluss habe ich vor dem Absitzen am Gebiss vorsichtig laterale Flexion gefordert und er hat sie mir auf beide Seiten butterweich gegeben (und geben können, im Unterschied zum letzten Mal).
Geradeaus sind wir auch ein bisschen getrabt, wobei ich versuche den Kontakt aufrecht zu erhalten. Billy gehört eindeutig zu den Pferden, die das Gebiss nicht vermeiden, sondern tendiert eher zu radikalem Drauflehnen. Schließlich gehört die Nase in den Sand, oder nicht? ;-) Ist mir aber lieber als ein hektisches Sterngucker-Pferd.
Und weil Billy das Zaumzeug immer noch nicht anständig ausziehen kann, haben wir das dann noch geübt... ich bin sicher wieder mal die einzige, die nicht das Anziehen des Zaumzeugs üben muss, sondern das Ausziehen. Es ist wirklich furchtbar: Billy steht völlig relaxt da und wartet bis cih alle Schnallen geöffnet habe. Er ist also weder hektisch noch in Panik oder so. Und dann, wenn ich quasi Erlaubnis gebe, dass er jetzt das Maul öffnen und das Gebiss rauslassen könnte, passiert fast jedesmal folgendes: Pferd reißt Kopf hoch, vergiss aber Maul zu öffnen. Wie das aussieht kann man sich ausmalen - unschön, und ich habe zu wenige Hände, um es ihm begreiflich zu machen... Also haben wir geübt: Kopf unten lassen, bitte. Maul auf, Gebiss raus. Gebiss wieder an. Gebiss wieder raus. Beim 4. Mal hat er dann endlich einmal die richtige Reihenfolge getroffen: zuerst Maul auf, dann Kopf etwas rauf (und auch nicht so raufgerissen) - also halbwegs manierlich, und dann war Schluss für heute :-).
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