you live you learn you love you learn you cry you learn you lose you learn you bleed you learn you scream you learn you grieve you learn you choke you learn you laugh you learn you choose you learn you pray you learn you ask you learn you live you learn
Alanis Morissette

Dienstag, 27. September 2011

Heute haben wir zur Abwechslung ein bissl mit On Line herumgespielt.

Zuerst wieder versucht den Spin hinzukriegen und ein bisschen in Sachen Rope-Handling dazu gelernt - ich weiß jetzt, dass das Seil um den Hintern gehen muss, damit Billy versteht. Ganz kapiert er noch nicht, was das Ganze soll, er schaut skeptisch und hält Frauchen für plemplem, glaub ich. Ich hab versucht die Bewegung in kleine Schritte zu unterteilen; das Reinkommen funktioniert noch super, auch das Drehen der Vorhand, bis Billy zur Bande (bzw. am Viereck: Zum Gras *g*) schaut; aber ab dann versteht er mich nicht mehr. Wenn das Seil auf der Seite um den Hintern geht, kann ich ihn dann lotsen, dann folgt er auch brav dem Seil und ich kann ihn vorne wieder "abholen". Naja, es braucht wohl einfach Übung. Ich freu mich jedenfalls schon sehr, dass er so brav reinkommt, auch 20x hintereinander *g*.

Danach haben wir die Rundenzahl des Galopps - während ich in Neutral bleibe - auf 4 pro Seite erhöht, das war leicht. Es wird, es wird.

Sonntag, 25. September 2011

Während ich heut einen gemütlichen Sonntag-Vormittag verbracht habe, war Billy beim Friseur. Ohne Zustimmung von Mama hat er sich doch tatsächlich Dreadlocks machen lassen!


Ja, da geniert er sich zu Recht, der Bub!


Ok, nachdem Mama den Frisurenfauxpas repariert hatte (zum Glück gings halbwegs ohne Schere), sind wir nochmal auf unserm Gelände rumgeritten und haben ein paar Übungen gemacht - neben dem Bach, da hat sich gleich gezeigt, dass Billy meint, dass ich ab einer bestimmten Entfernung zum Stall wieder nix zu sagen habe, wenn's hart auf hart kommt (soll heißen: sobald er keine Lust mehr hat). Ich ritt Achten um einen Baumstamm, bis wir nicht mehr Richtung Heimat antraben mussten.
Auch rückwärts bergab in einer kleinen Mulde - das rückwärts klappt überraschend gut außerhalb des Vierecks (besser als im Viereck definitiv - *interesting*).
Hinterhandwendung klappte gar nicht, da wurde er entweder ganz unlustig oder unconfident, ich kanns nicht sagen. JEdenfalls kam ich nicht weiter und ritt zu unserem Weg hinter dem Hof, wo es schonmal besser war. Auch dort gabs aber heut grobe Probleme mit der Konzentration und dem Gehorsam.
Gut dass ich schon beim BAch meinen ursprünglichen Plan, etwas weiter weg zu reiten (geplantermaßen bis an die Grenze der roten Zone), um dort On lIne auf einer Wiese etwas zu spielen, gleich ad acta gelegt hatte.

Es ist interessant, wie sich diese Probleme beim Ausreiten eh schon 200m vom STall entfernt zeigen. Solang wir hier noch Diskussionen führen, brauch ich wohl wirklich nicht probieren, mich allein ausreitend in brenzlige Situationen, wie z.B. in Kuhnähe, zu bringen...

Samstag, 24. September 2011

Heut haben Billy und ich mit der Stallkollegin mit Junghafi wieder einen schönen Ausritt gemacht. Das Wetter ist so traumhaft! Ende September, und man kann getrost mit T-Shirt reiten.

Ich lernte heut einen neuen wunderschönen Weg kennen, wir waren etwas über eine Stunde unterwegs, mit Schritt überwiegend und einem kleinen Trabstück. Ein STückchen gehts richtig steil bergauf, da haben sie ordentlich klettern müssen, die beiden ;-) (und ich danach neu satteln *ähem*). Sonst gehts hauptsächlich auf einem schönen Wiesenweg durch lichten Wald mit atemberaubender Aussicht auf den Berg gegenüber und dort unsern Stall.

Beim Rückweg kamen wir auch wieder an den Bach, und diesmal war ich - frisch geübt - kein bisschen in Sorge, dass da was nicht klappen könnte, und genau wie erwartet, nach kurzer Untersuchung der Wassertemperatur ;-) stapfte Billy im ruhigen Schritt durchs Wasser und ging ans andere Ufer ohne jegliche Aufregung und nix.
Ach was bin ich stolz :-)

Freitag, 23. September 2011

Splish-Splash FreeStyle

Hurra, hurra, ein Durchbruch *freu*.

Heut hab ich dasselbe wie gestern gemacht: Gestern konnte ich Billy ja nur On Line in den Bach reinstellen. Heute ein neuer Tag, neues Glück ;-).

Wie gehabt machte ich zuerst ein bisschen Vorbereitung (reitend) in unserer Geländestrecke, und als ich die verlassen wollte, um zum gleichen Bachstück wie gestern zu reiten, fiel mir auf, dass innerhalb der Geländestrecke auch eine Stelle ist, wo man schön flach ins Wasser gehen könnte. Erblickt und gleich mal hingeritten.
Die Stelle ist für Wassereinstieg sogar besser als die andere, weil flacher. Dafür ist das andere Ufer für einen Ausstieg ungeeignet: Enge Bäume und große Steine und Felsen. Da schoß mir schon kurz der Gedanke in den Kopf, dass wenn er HIER versucht rüberzuspringen, wir uns weh tun werden...
Aber es gab überhaupt keinen Grund zur Sorge. Irgendwie schaffte ich es den Kontrollzwang seinerseits zu bezwingen und Billy die Zügel ganz lang zu lassen. Er stapfte neugierig zum Wasser und schnofelte mal dran. Patschte mit dem Fuß rein. Trank ein bissl. Patschte mit dem Fuß rein und ließ ihn stehen, was mir Freudengluckser entlockte und Billy ein Leckerli aus dem Automaten auf seinem Rücken bescherte. Prompt patschte er mit dem zweiten Vorderfuß auch rein, schön laut, damit ich es nicht überhöre, dass er da drin steht. Automat spuckte wieder ein Leckerli aus und schlug vorsichtig vor, ein paar Schritte vorwärts ins Wasser zu gehen. Und tatsächlich, er tat's!! Mit allen vieren standen wir im Wasser, das ihm dort bis ca. Sprunggelenk geht! Und dann konnte ich ihn doch noch (mit doch etwas energischerer Einwirkung) daran hindern, ans andere Ufer zu klettern und dort zwischen den Bäumen steckenzubleiben. Wir drehten im Wasser um und ritten völlig cool und gelassen ohne Hüpfer, hektisches Traben oder sonstwas zurück ans Ufer.

Ich war baff und völlig happy :-)

Wir ritten weiter zum andern Bachstück, wo es gestern reitend so Probleme gab... dazwischen auf der Wiese ein paar Achter und Trab und ruhigen Canter-Galopp *schöön*.
Wir kamen in die Nähe der andern Einstiegstelle. Böschung runter, kein Problem. Und auch weiter, kein Problem. Wie ausgewechselt, keine Spur mehr von der gestrigen Panik "da geh ich sicher nicht rein". Billy kam, schnofelte und besiegte das Wasser. Stapf, stapf, drin warn wir. Ich konnte nur so staunen. Wir gingen drei Schritte den Bachlauf entlang, so wie gestern On Line, erklommen das andere Ufer, gingen dort ein paar Schritte weiter und an der andern STelle wieder rein. Wir wagten uns sogar ein paar Schritte ins Tiefere vor, wo noch dazu mehr "Strömung" ist, da fließt mehr. Fand Billy sehr spannend und kletterte ohne Umschweife auf Aufforderung dort ans relativ steile Ufer (wie eine große Stufe). Einfach nur toll.

Am nächsten Tag hab ich dann noch Beweisfotos geknipst; nur On Line, weil wenn ich oben sitze sieht man ja gar nicht, dass er drin steht ;-)




Donnerstag, 22. September 2011

Splish-splash ...

Heute war schönes Wetter und für Ende September recht warm. Und ich hab umgesetzt, was ich mir so heimlichstillundleise beim letzten Ausritt mit Bächleinquerung mit der Stallkollegin vorgenommen hatte: Das muss geübt werden!
Man muss ja wohl ausnutzen, dass es a) noch hell ist, b) warm genug ist, c) keine Insektenschwärme gibt und d) man einen Bach in unmittelbarer Nähe direkt am Grundstück hat. Wer hat das sonst schon.

Billytier also gesattelt und Richtung Bach losgeritten, dabei haben wir den Weg über unsere Geländestrecke genommen. Da hab ich vorher ein bissl geübt: 8er um Bäume rundelum, Volten, halt, rückwärts, bergauf rückwärts, wieder Volten, eine Matschpfütze durchreiten, mich in 20 Quadratmeter Wald verreiten und den Weg nicht mehr finden *g*.... Billy nahm alles gelassen. Er war gut drauf, wollte sogar ständig traben. Die Volten waren gut, fast alles konnte ich nur mit Schenkel reiten (wobei er den heute eben gern als "Vorwärts" missinterpretierte). Nur hie und da griff ich in die Zügel, z.B. um zu verhindern, dass Billy statt der anvisierten grooooßen Lücke zwischen 2 Bäumen die viel kleinere und engere zwischen 2 Bäumen nimmt - da wären wir jedenfalls stecken geblieben, Billy ist breiter als 20 Zentimeter. ;-) Also mit dem Durchsqueezen zwischen Engpässen hat das Tierchen definitiv kein Problem *lach*.

Dann kamen wir zum Bächlein. Zuerst mal steil die Böschung runter. Kein Zögern, hat er suuuper gemacht. Da hab ich mehr gezögert als er (es kam mir plötzlich bergab doch viel steiler vor als in die andere Richtung bergauf).
So, und dann befinden wir uns quasi auf einer kleinen "Insel". Es gibt viel Gestrüpp, Bäume, Sträucher, ein bisschen Gras, eine Sandbank, Kiesel - ein Parelli-Paradies! Nur leider alles sehr eng. Den Stick hab ich gleich mal weggeworfen und Billy an die leichteste Einstiegstelle bugsiert. Ließ ihn stehen und schauen. Er wollte natürlich gleich umdrehen, ich hab ihn ruhig immer wieder zurückgelenkt.
Leider wurde das nicht besser. Genau wie auf den Ausritten: Man kann so richtig spüren, wie er beschließt: aber jetzt geh ich! Egal was du da oben tust... er beginnt dann alle Hilfen zu ignorieren... Als wir soweit waren, dass er sich wieder knapp an Baumstämmen durchquetschen wollte und dann nur noch rückwärts schob mitten ins Gesträuch hinein, bin ich abgesessen, etwas frustriert.

Weiter am Seil vom Boden aus. Ich führte ihn wieder zu der Einstiegstelle. Dort muss man von der Böschung eine Art Stufe runtersteigen - und steht dann aber noch nicht im Wasser, sondern auf trockenem Kiesel, groß genug auch für ein Pferd. Von dort führt das Wasser vielleicht 10cm tief ganz flach in den Bach. Perfekt eigentlich. Dort hatte ich ihn reitend ja schon mal nicht hingebracht. Und On Line - Billy kam hin, schaute, stieg hinab auf die Kiesel. Ich war baff. Gleichzeitig total erfreut und auch frustriert. Vertraut er mir so viel weniger, wenn ich im Sattel sitze? Oder ist es eine Respektsache? Nichtmal das weiß ich. Er war jedenfalls eher left brain die ganze Zeit.
Dann gings weiter. Billy ging mal trinken. Dann spielte er mit der Lippe mit dem Wasser und wusch seine Hackamore. Dann patschte er ins Wasser mit beiden Vorderbeinen. Und dann stand er auch schon drin im Bach, alle 4 Füße! Ich war ja sooo stolz und das wurde groß belohnt ;-). Ich ging am Ufer entlang und er stapfte durchs Wasser, ein paar Schritte. Beim Umkehren wollte er zuerst zu mir ans Ufer, bei einem zweiten Versuch klappte es dann. Wir gingen auch auf der anderen SEite wieder an Land, woanders wieder rein, durch, wieder raus.

Alles ganz gemütlich, es gab kein hektisches Raus- oder Drüberspringen wie früher (vorzugsweise mir auf den Schoß!). Man merkt natürlich leichte Skepsis, aber generell schien ers nicth so schlimm zu finden.

Als mir die Leckerlis ausgingen, durfte er noch lange grasen, während ich meinen Stick suchte.

War echt toll und unser größtes Erfolgserlebnis bisher mit Wasser- bzw. Matschquerungen :-)

Dienstag, 20. September 2011

Es regnet, daher wieder einmal Hallenarbeit.

Begonnen haben wir zum Aufwärmen wieder mit Zone-5-Herumspazieren und Lenken-Üben. So richtig Fortschritte machen wir dabei momentan nicht.

Dann hab ich zum ersten Mal probiert, langsam einen Spin zu erarbeiten :-). Das wurde beim DAvid Lichman Kurs mit einer Teilnehmerin erarbeitet, und ich hab mir vor kurzem meine Videobänder wieder angesehen. Zuerst brauchte ich mal ca. eine halbe Stunde, bis ich wusste, wie ich das Seil legen muss, dass es sich nicht irgendwie falsch herum aufwickelt beim Spin (durch den Kurs wusste ich wenigstens: Irgendwie geht das... ). Dann langsam Schritt für Schritt probiert: Stick to me an der Bande, Draw nach innen. DAs ein paarmal als Vorübung, klappte super. Dann einen Schritt weiter, nach dem Draw den Drive um die Vorhand außen herumzubekommen. Das war schon schwieriger, Billy verstand nicht, dachte er soll seitwärts oder rückwärts. Mit ganz langsamem Erklären und Pause zwischen den einzelnden Schritten klappte es. Und dann Schritt 3: Wenn Pferd dabei ist ganz rumzuspinnen, nach vorn laufen und es "abholen" und rückwärts laufend wieder zu sich ziehen.
Für den Anfang nicht schlecht, werde ich weiter ins Programm einbauen.

Danach unser Hauptprogramm Galopp; wir sind jetzt auf beiden Händen bei 3 Runden, während ich in Neutral stehen kann. Mir fällt irgendwie schwer, Neutral und Energie-hoch zu vereinbaren. Es klappt aber immer besser, wir hatten nur wenige Fehlversuche.
Dazwischen beim Angaloppieren war Billy derart übermütig mit Kopfschlackern und kleinen Hüpfern und energischem Galopp, dass ich den Vorwärtsdrang genützt habe um Handwechsel zu machen - und beim 3. Handwechsel schenkte er mir wieder einen Fliegenden, von der leichteren (rechts) auf die schwierigere (links) Galoppseite :-).

Damit haben wir dann aufgehört.

Sonntag, 18. September 2011

Heute war ich mit einer Stallkollegin und ihrem Jungtier-Hafi wieder eine kleine Runde ausreiten.
Beide Pferde waren super entspannt, und wir hatten wunderschönes Wetter.
Die Wiese konnten wir galoppieren, und hab mich gefreut dass Billy ganz cool blieb, als Junghafitier etwas ungestüm davongestoben ist und wir mehr Abstand bekommen haben - es war nur wenig Zügeleinwirkung nötig, dass das so blieb und wir in unserem gemütlichen Tempo blieben, toll (ist nicht unbedingt immer so).

Beim Rückweg machten wir nicht den Umweg wie mit der anderen Stallkollegin, sondern ritten durch unser kleines Wäldchen - inklusive Wasserquerung. Mir wurde mulmig. Wasserquerung ok, aber wie bekannt springt Billy solche Dinge gern, was mir auch egal ist, nur dass dort relativ eng Bäume und Büsche stehen, wo er mich hübsch abstreifen kann (oder ich mir zumindest ordentlich wehtun kann).
Stallkollegin mit Junghafi ritt voran, ließ Junghafi ruhig das Wasser begutachten (kennt er schon) und ritt dann ruhig durch. Billy schnaufte und schnorchelte, ich war auf einen Sprung gefasst, hab ihm aber durch kleine Zügelzupfer zu verstehen gegeben, dass wir da bitte nicht nachspringen ... und tatsächlich konnte er zwar schnell aber doch in Schritt, halb Trab, durch! War furchtbar stolz, nur ritten wir den Junghafi am andern Ufer fast um, naja.
Dann kommt da noch eine steile Böschung bergauf, die ist Billy die paarmal, dass wir dort gegangen sind, auch immer gespungen wie ein Hochspringer. Heute nicht, heute kletterte er gesittet hinauf!
Ich war dort ziemlich lange nicht (ähem - Problemverdrängung ;-) ), ich glaub das Tier ist erwachsen geworden ;-).

Bewundernswert finde ich ja meine Stallkollegin. Hat ihren Junghafi seit Anfang des Sommers ungefähr und geht mit ihm überall hin. Der kommt gar nicht in den Sinn, dass Hafi über Wasser nicht gehen könnte oder dass sie irgendwohin nicht gehen würde, weil ... was auch immer. Und derart selbstsicher geht Hafi dann auch tatsächlich überall hin. Die ist ein richtig guter Leader *seufz*.

Samstag, 17. September 2011

Heute war ich mit Billy am Viereck, On Line Dinge üben.

Zuerst haben wir alles mögliche aus Zone 5 gemacht. Wollte ich eigentlich zum Aufwärmen, es war dann aber der Großteil unserer Session.
Schritt-Halt-Übergänge wieder eingeübt (ich hab lang nix aus Zone 5 gemacht), dann viele viele Achter durchs ganze Viereck, alles an einem Seil. Das Lenken, das schon so gut geklappt hatte, hat er wieder vergessen, und auch Frauli ist wieder unkoordinierter geworden. Einen nicht kleinen Teil der Einheit hab ich nur geübt, das Seil über Billys Kopf zu schupfen (der hat sich wohl gewundert über das seltsame Tun, aber solang er sich dabei nicht besonders bewegen muss, störts ihn wohl nicht *g*). Dann hat das beim Wechsel auch ein, zweimal gut geklappt.
Ein bisschen gekämpft haben wir mit rückwärts aus Zone 5. Wenn ich leicht versetzt an seiner rechten Seite stehe, klappt es hervorragend, sobald ich das Seil anhebe und selbst rückwärtsgehe. Stelle ich mich hinter ihn, aber links versetzt, dreht er nur den Hintern weg und rotiert und rotiert und scheint nicht zu wissen was ich möchte. Das muss ich an der Bande üben... es hat lang gedauert und ich musste näher an ihn ran und eine Hand auf die Kruppe legen, also eher in Zone 4, damit er kapiert hat und ich ihn belohnen konnte.

Schließlich bin ich zur Hauptübung übergegangen: Galopp, und ich will nun wirklich wirklich endlich endlich in Neutral bleiben können! Das können wir immer noch nicht *ähem*. Bei der letzten Einheit hat es ewig gedauert bis es im Linksgalopp funktioniert hat, aber heute ging alles ruckizucki: Zuerst die leichtere rechte Hand. Auf Anhieb - trotz Ablenkung der andern Pferde auf der Winterkoppel - 1 ganze Runde Galopp und ich in Neutral. Dann links, 2x brach er die Gangart, beim 3. Anlauf klappte 1. Runde. Das war der Standard, mit dem ich letztes mal aufgehört habe. Heute also dann auf 2 Runden gesteigert: Rechts sofort auf Anhieb *freu*; dann machte ich mich auf eine längerdauernde Übung auf der linken Hand gefasst... aber nichts... zuerst galoppierte er locker und flockig 1,5 Runden, wo ich die Gelegenheit ergriff und ihn gleich reinholte zum Loben - dann nochmal rausgeschickt, 2 Runden locker galoppelt --> tadaa, fertig für heute :-).

Manchmal fragt man sich schon, warum er um manche Dinge so ein Tamtam macht - heute hat er auch gar nicht nach außen gezogen wie beim letzten Versuch, und das obwohl wirklich die ganze Herde nebenan wild rumgaloppierte und ständig irgendwas Außerordentliches begutachten musste.
So ein Braver :-)

Freitag, 16. September 2011

So, heute hatte ich Gelegenheit in die Tat umzusetzen, was ich mir letztes Mal vorgenommen hatte beim Freestyle Reiten: Ich möchte alles einfach nach außerhalb des Vierecks verlegen.
Wetter hat heut super gepasst (wir haben einen herrlichen Herbst!), also bin ich mit Billy auf den Wiesenweg gegangen, der von hinter der Winterkoppel zum nächsten Windschutzgürtel führt. Der Weg führt vom Stall weg leicht bergan - toll zum Galoppieren - und geht dann noch um die Kurve und den Windschutzgürtel entlang (auf dessen anderer Seite unser Nachbarbauer mit seinen furchtbar gefährlichen Fleckvieh-Raubtieren haust ;-) ). Neben dem Weg ist beidseits unendliche Weide, und auf einer Seite flankieren ihn noch vor ein paar Jahren frisch gesetzte und mit Pfosten gesicherte Bäumchen - perfekt zum Weave reiten oder um Volten drumrum zu machen :-).

Zuerst war Billy mal total unkonzentriert - wegen der Raubtiere nebenan, ihr wisst schon. Jedenfalls gabs beim Windschutzgürtel dann viel Gucken, leichtes Einfrieren (noch leicht händelbar), schnorcheln. Der Gedanke, dass ich hier meine Gymnastik-Übungen reite, hat mir sehr geholfen, mich eben darauf zu konzentrieren, und das half wiederum Billy, auf mich zu hören. Gegen das Geschnorchel hab ich mit Konzentrationsübungen begonnen: Hinterhandwendungen auf dem schmalen Weg, möglichst ohne in die Wiese zu treten. Dann ein paar Übergänge bergauf und bergab. Rückwärtsrichten. Das war anfangs schwierig, als ich es dann aber durchgesetzt hatte (wobei es nur schwierig war, weil er absolut nicht aufgepasst hat, da alles andere rundherum wichtiger war), brachte es einen großen Durchbruch in Sachen Konzentration. Überhaupt hab ich in dieser Einheit ein paar der besten Rückwärtsschritte ever bekommen, richtig schön gerade und bemüht. Ich hab es einfach immer wieder eingebaut.

Es hat sich dann - wie zu erwarten war - gezeigt, dass eben hier, nur 50m Luftlinie vom Viereck entfernt, die Dinge nicht mehr so selbstverständlich sind.
Auf dem Weg in Richtung Stall war Anhalten (das funktioniert im Viereck ja auf bloßes Ausatmen) nicht mehr so selbstverständlich. Ich hab dran gearbeitet wie ich es im Viereck würde - einfach alle paar Schritte gefordert, Phasen mitzählend durchlaufen, und siehe da, plötzlich konnte er auch hier anhalten und ruhig stehen.
Eine weitere Herausforderung waren die Wendungen, v.a. die, die ihn gleich hinter der Winterkoppel wenden und den Weg wieder weg vom Stall nehmen ließ. Da hatten wir ordentlichen Opposition Reflex; Billy zeigte genau das Verhalten, das mich beim Ausreiten so fertig macht, er machte den Hals steif, bog Richtung STall ab und meinte, die Einheit für beendet erklären zu können. Im Gegensatz zum Ausreiten befinde ich mich hier aber in meiner absoluten Comfort-Zone und konnte ihm also erklären, dass das Kommando zum Abwenden und auch zum Angaloppieren immer von mir zu kommen hat. Wir zirkelten dort - wieder und wieder und wieder und wieder... eine Häflte des Zirkels wollte Billy immer traben und die Wendung ignorieren, die andere Hälfte war die Wendung seeehr leicht und der Schritt in Ordnung. ich bin den Zirkel einfach und ganz ruhig so lange geritten, bis die Wendungen gleichermaßen ohne Zügel funktionierten und "don't change gait" wieder zum Pferdehirn durchgedrungen war.

Was ich auch probiert habe, aber nicht geklappt hat, war den Handgalopp zu bestimmen, in dem wir losgaloppieren - der gerade Weg ohne Bande links oder rechts eignet sich toll, um das zu überprüfen bzw. mal zu etablieren. Leider hat es sich nur gezeigt, dass es mir nicht und nicht gelingt, Linksgalopp zu bekommen. Ich hab versucht, im Einklang mit der Fußfolge ausm Trab anzugaloppieren, damit er wahrscheinlicherweise Linksgalopp geht - nein, immer rechts. Und ich brauch einfach immer noch furchtbar lang, um überhaupt zu sehen welchen Galopp wir gehen geradeaus, von fühlen ganz zu schweigen *seufz*. Also da brauchts noch viel mehr Vorarbeiten. Immerhin fühle ich im Trab schon besser...

Was ich nun tun möchte ist so oft wie möglich da draußen meine Dressurübungen machen, wann immer es wetter- und bodenmäßig möglich ist. Dann auch mal das ganze auf unsere Geländestrecke oder den Hausberg verlegen und so immer mehr Gelände mit dem Gefühl "hier sind wir genauso zu Hause wie am Viereck" zu belegen. Mal sehen, wie das so gelingt.

Montag, 12. September 2011

Billy hatte gerade eine Woche Urlaub von mir, heute gings wieder ein bisschen los.

Es herrscht soo schönes Wetter, es hat tatsächlich nochmal fast 30°, strahlender Sonnenschein und ich viel Zeit - d.h. es ging sich wieder ein Ausritt aus.

Billy war schön entspannt, bis zur Grenze unserer beider Komfortzone. Die Kuhbegegnung letztes Mal an der gleichen Stelle hat schon Spuren hinterlassen - ob bei mir oder ihm oder beiden weiß ich nicht. Jedenfalls bin ich ziemlich schnell mal wieder abgesessen (*seufz* und mittlerweile rechne ich auch gar nicht mehr damit, reitend bis zur Komfortzonengrenze zu kommen - irgendwie verkleinert sich die gerade eher wieder) und zu Fuß weiter. Selbst da blieb Billy wieder und wieder wie angewurzelt stehen, obwohl diesmal weit und breit keine Kühe zu hören oder zu sehen waren. Ich kann daher nicht sagen ob er sie in weiterer Entfernung wahrgenommen hat oder es einfach die Erinnerung war... Wir arbeiteten uns also schrittweise vor, obwohl ich doch irgendwie das Gefühl hatte, dass es hier eher ein "ichwillnicht" als ein "ichkannnicht" von seiten Billys war - denn fressen, das konnte man seeehr entspannt und jederzeit. Hmgrml. Als ein Stück Straße kam, das links und rechts von Stacheldraht und E-Zaun flankiert ist und man von Ferne ein rundendrehendes Moped hören konnte, wollte ich nimmer weiter und habe umgedreht. Paar Schritte später bin ich wieder aufgesessen und bis auf das Mopedgeräusch (für mich) war alles gut (Billy interessierte das Mopedgeräusch sowieso nicht).

Irgendwie hab ich mich dann geärgert, weil ich an diesem Wegstück nicht und nicht weiterkomme und wollte eine Abzweigung nehmen und dort ein Stück entlang gehen - nur ein paar Meter, konkret hatte ich den Plan einfach ein bissl um die dort eingesteckten Pfosten (ohne Zaun) rumzureiten, um mich und Billy abzulenken. Ja, und dann kam das böse alte Muster raus: Billy meinte nur: Da gehts nicht nach hause... nach Hause gehts daaaaa lang, drehte um und fing an zu traben. Das war dann wirklich purer Unwille, ich konnte dort keine Ängstlichkeit spüren. Ich wurde gleichzeitig ängstlich, aber auch sauer dass DAS nun wieder losgeht (hat er seit einem Jahr nicht mehr gemacht!), ich hab ihn echt fest eingedreht, abwechselnd in beide Richtungen bis ich ihn endlich umgedreht und im Stillstand hatte. Ein paar Schritte in die von mir gewünschte Richtung und dann eine von mir gewünschte Drehung und im Schritt Richtung heimwärts hab ich grade noch zusammengebracht, mich natürlich geärgert über mich selbst, das war nicht gut - aber natürlich wurde justament in dem Moment das Mopedgeräusch immer lauter *aaah*. Also war ich froh, dass ich im Schritt gemütlich gehen konnte, halbwegs entspannt.

Als Billy dann allerdings noch die letzten paar hundert Meter vor dem Stall selbständig abbog und zu diskutieren anfing über die Richtung (er wollte den Weg quer über die Wiese abkürzen) hab ich ihn dann knapp vorm Stall wirklich hackeln lassen. Von unserer Winterkoppel geht leicht bergauf ein perfekter Galoppweg weg vom Stall - also kurz vorm Zuhause umgedreht (was eine heftige Diskussion war) und raufgaloppiert. Als er dort tatsächlich schon wieder umdrehen wollte, weitergaloppiert. Als er stillstehen konnte, umgedreht, im Schritt heimwärts. 180° Wendung probiert, wieder heftige Diskussion - Galopp. So ging das 4x (schönes Intervalltraining). Beim 5. Mal ließ er sich nur mit Schenkeln und ohne Zügel vom Stall wegwenden und -reiten, und dann hab ich wieder umgedreht. Hat mir leid getan, aber mit genau dieser blöden Angewohnheit hat mein ganzer Ausreitstress begonnen :-( . Und natürlich sollte ich genauso vehement das ganze einfordern, wenn wir weiter vom Stall weg sind - aber dort bin ich unsicher und tu's nicht.

Ganz zum Schluss hab ich zum Runterkommen ein bisschen Hinterhandwendung gemacht - Schritt für Schritt... mit dem Gedanken, warum ich sowas nicht öfter im Gelände mache. Ich musste konsequent Konzentration einfordern, kaum schaute der Kopf bei unseren Wendungen Richtung Stall, trappelte er vorwärts. Zum Glück konnte ich da aber ganz ruhig bleiben und es einfach so lange ruhig weiter fordern, bis er eine schöne Runde auf der Hinterhand gedreht hatte voller Konzentration. Und dann gings ja auch schon nach Hause.

Ich werd dort hinten auf dem Weg nun öfter Gymnastik-Übungen machen. Da steht z.B. eine tolle Reihe jung eingepflanzter Bäume mit Stehern gesichert - perfekt um drumrum Weave oder Fig. 8s zu üben :-).

Ein bisschen frage ich mich schon, ob ich das Ausreiten jeeemals hinkriegen werde :-(.