Zum Aufwärmen heute habe ich Billy mit den beiden Feather Lines aus Zone 5 ge-drive-t. Überraschung: Nachdem ich es einige Zeit gelassen habe, klappt nun plötzlich das Anhalten um vieles besser. Billy reagiert langsam sehr gut aufs Stop-Wort "Whoa". Also anhalten klappte toll, auch antraben, tw. zulegen im Trab, Schrittparade, Haltparade. Rückwärts klappte nach ein paar Missverständnissen (Billy dachte, ich möchte ihn umdrehen) auch ganz gut für 3-4 Tritte ohne übermäßiges Rumgezerre. Als nächstes verfeinern wir dann die Lenkung.
Danach hab ich Billy mal wieder mit Gebiss + Knoti gezäumt und bin noch ein paar unserer derzeitigen Finesse-Übungen geritten - Zirkel mit Innen- und Außenstellung rund um Hütchen. Auf der rechten Hand klappt nun schon ein ganzer Zirkel relativ flüssig mit Linksstellung. Wieder einmal muss nur ich die Schenkel locker lassen. Herr Professor rügte mich nämlich zwischendurch für das Micromanagment, das sich bei mir eingeschlichen hat: lass ich mal die Unterschenkel locker, blieb er stehen *hüstel*. Also probiert mit Sitz und Schenkeln lockerer zu werden, und siehe da, alles wird flotter und die Außenstellung fühlt sich nicht so verkrampft, sondern recht "natürlich" an.
Das ganze diesmal am Gebiss. Anfangs hatten wir da Missverständnisse, bis wir uns beide mit der vom Knotenhalfterdoch unterschiedlichen Wirkungsweise zurechtgefummelt hatten. Dann klappte es aber wie immer, Billy kaute konzentriert (nicht hektisch) drauf rum. Ich bin gespannt, wie seine Rechnung aussieht, wenn ich das nächste Mal damit komme, ob diese 5-10 Minuten wohl sehr teuer waren ;-).
Dann Gebisszügel beiseite gelegt und mit dem Knoti noch Angaloppieren geübt. Suuper geklappt! Billy hatte ordentlich viel Go heute und wollte sogar gern galoppieren. Ich wollte aber justament heut nur immer ein paar Sprünge, es ging mir um prompte Reaktion auf das Angaloppier-Kommando. Toll hat er das gemacht, mit wirklich viel Energie dahinter im Gegensatz zu meistens sonst. Wir sind auch aus dem Schritt toll angaloppiert, prompte Reaktion. Und schließlich sogar nach einer langen Entspannungspause fast genauso prompt aus dem Halten, und das sogar in den Linksgalopp. Super toll :-).
you live you learn you love you learn you cry you learn you lose you learn you bleed you learn you scream you learn you grieve you learn you choke you learn you laugh you learn you choose you learn you pray you learn you ask you learn you live you learn
Alanis Morissette
Dienstag, 29. Mai 2012
Freitag, 25. Mai 2012
Heute habe ich nicht allzu viel Zeit gehabt und mit Billy deshalb kurz einen Online-Parcours auf unserer Geländestrecke absolviert. Hat total Spaß gemacht.
Unter anderem haben wir:
Unter anderem haben wir:
- die Vorderbeinchen auf verschiedenen Baumstümpfen abgestellt.
- Circling Game rund um einen Baumstumpf, auf dem ich stand, gemacht.
- Squeeze Game, über die Natur-Cavalettis gehüpft.
- Squeeze Game, gewollt über den 10cm-Bach gehüpft
- den größeren Bach durchwatet.
- Seitwärts bergab von mir weg und seitwärts bergauf auf mich zu (pfuh, letzteres war schweeeer! aber Billy hat sich soo toll bemüht!)
Donnerstag, 24. Mai 2012
Eine schöne Einheit heute!
Ich hab zuerst einen kleinen Trailparcours auf dem Platz aufgebaut: 3 Trabstangen, ein Tor (aus 2 Springständern + Seil), 3 Tonnen.
Zuerst noch einmal das Stick-To-Me aufgepeppt. Ich hab es einmal noch dazwischen geübt, da war es auch mehr Drill, fürchte ich. Jetzt klappt es dafür aber mit genügend Abstand, und der Gesichtsausdruck von Billy ist … nun ja, zwar noch nicht hochmotiviert, aber wenigstens nicht mehr aggressiv. Als wir die Hindernisse dann eingebaut haben, war er relativ wenig unfreundlich *g*. Wir gingen Schritt um die Tonne, öffneten gemeinsam das Tor, ich bugsierte ihn durch, ließ ihn zu mir und von mir weichen, wir trabten gemeinsam über die Stangen. Klappte alles sehr gut. Das Seil war zwar dran, lag aber unberührt über dem Rücken.
Ich wurde mutig genug, zum Schluss auch noch den Galopp zu probieren. Auf der rechten Hand war das ganz gut, relativ promptes Angaloppieren, ich hielt danach immer gleich wieder an und ließ ihm Pause. Links war es schwieriger, nach vielem Trabgerenne, neuerlichem Beharren auf dem Abstand usw. galoppierte Billy ansatzweise auf meine Aufforderung hin an, und dann war auch gleich Schluss, es folgte eine lange Pause.
Dann bin ich noch ein wenig geritten. Kurz Zirkel mit Außenstellung geübt. Klappen noch immer ganz gut, etwas flüssiger könnten sie langsam werden.
Dann FreeStyle unsern Trailparcours genommen. Trabstangen kein Problem. Slalom (meist) auch kein Problem (außer wenn gerade abgelenkt ;-). Dann das Tor. Das üben wir erst zum 2. Mal. Dafür sehr toll! Das einzige, wo es etwas hakt, ist das Rückwärts am Anfang, da ließ sich Herr Billy wieder mal etwas bitten. Komischerweise geht das Rückwärts am Schluss, wenn ich das Tor schließen will, problemlos. Außerdem hat Billy kapiert, wie das geht mit dem Tor, er wurde mir schon fast ein wenig zu selbständig *g* (einparken, vorbei, umdrehen… nur bitte Frauli das „Tor“, auch wenns nur ein Seil ist, vorher öffnen lassen!!!).
Hat richtig Spaß gemacht alles :-)
Ich hab zuerst einen kleinen Trailparcours auf dem Platz aufgebaut: 3 Trabstangen, ein Tor (aus 2 Springständern + Seil), 3 Tonnen.
Zuerst noch einmal das Stick-To-Me aufgepeppt. Ich hab es einmal noch dazwischen geübt, da war es auch mehr Drill, fürchte ich. Jetzt klappt es dafür aber mit genügend Abstand, und der Gesichtsausdruck von Billy ist … nun ja, zwar noch nicht hochmotiviert, aber wenigstens nicht mehr aggressiv. Als wir die Hindernisse dann eingebaut haben, war er relativ wenig unfreundlich *g*. Wir gingen Schritt um die Tonne, öffneten gemeinsam das Tor, ich bugsierte ihn durch, ließ ihn zu mir und von mir weichen, wir trabten gemeinsam über die Stangen. Klappte alles sehr gut. Das Seil war zwar dran, lag aber unberührt über dem Rücken.
Ich wurde mutig genug, zum Schluss auch noch den Galopp zu probieren. Auf der rechten Hand war das ganz gut, relativ promptes Angaloppieren, ich hielt danach immer gleich wieder an und ließ ihm Pause. Links war es schwieriger, nach vielem Trabgerenne, neuerlichem Beharren auf dem Abstand usw. galoppierte Billy ansatzweise auf meine Aufforderung hin an, und dann war auch gleich Schluss, es folgte eine lange Pause.
Dann bin ich noch ein wenig geritten. Kurz Zirkel mit Außenstellung geübt. Klappen noch immer ganz gut, etwas flüssiger könnten sie langsam werden.
Dann FreeStyle unsern Trailparcours genommen. Trabstangen kein Problem. Slalom (meist) auch kein Problem (außer wenn gerade abgelenkt ;-). Dann das Tor. Das üben wir erst zum 2. Mal. Dafür sehr toll! Das einzige, wo es etwas hakt, ist das Rückwärts am Anfang, da ließ sich Herr Billy wieder mal etwas bitten. Komischerweise geht das Rückwärts am Schluss, wenn ich das Tor schließen will, problemlos. Außerdem hat Billy kapiert, wie das geht mit dem Tor, er wurde mir schon fast ein wenig zu selbständig *g* (einparken, vorbei, umdrehen… nur bitte Frauli das „Tor“, auch wenns nur ein Seil ist, vorher öffnen lassen!!!).
Hat richtig Spaß gemacht alles :-)
Montag, 21. Mai 2012
Ich habe heute unser Stick to Me wieder aus der Übungskiste - war gaanz weit unten - gekramt ;-). Ich möcht gern wieder ein bisschen öfter unseren Liberty-Weg verfolgen, das hab ich sehr vernachlässigt in den letzten Monaten.
An mir kleben war prinzipiell kein Problem; aber dass Billy schon zu viel des Guten machen wollte, schon. Er rückt mir wieder auf die Pelle und ist nicht wegzubringen, das ganze mit einem Gesichtsausdruck, der auch nicht gerade Gutes verheißt. Also haben wir anfangs mal am Abstand-halten gearbeitet. Da brauchte Billy heute einige deutliche Ansagen, bevor er das akzeptierte, v.a. im Trab. Aber schließlich ging es gut auf beiden Händen.
Nachdem wir das geklärt hatten, widmete ich mich dem Gesichtsausdruck. Wir trabten einfach so lange, bis mal ein Öhrchen nach vorn kam. Dann hielten wir an und machten Pause mit Kraulen und Entspannen. Kaum traben wir wieder an, kommt das Ohrenanlegen und Nüsternkräuseln wieder. Anfangs brauchten wir immer einige Runden, bis sich was änderte, aber zum Schluss waren nur noch die ersten paar Trabtritte so, und der Ausdruck wurde schon nach ein paar Tritten freundlicher. Damit habe ich es gut sein lassen, werde da aber dran bleiben.
Dann bin ich noch für ein Viertelstündchen auf den Rücken geklettert und habe eine der Centered-Riding-Übungen wiederholt: Volten, dabei die Biegung mit dem Innenschenkel erzeugen wenn möglich, Billy mal an den Außenzügel bringen wenn möglich, und die Hinterhand etwas übertreten lassen in einer Hälfte der Volten. Rechts klappt das super, links bin ich mit dem Innenschenkel sehr unkoordiniert (war auch wieder einmal eine große Erkenntnis in der Stunde!), und es ist Billys schlechtere Biegungs-Seite, also war es da etwas eierig und verhalten und verklemmt, aber wird schon werden.
Zum Auflockern zwischen den beiden Händen mal jeweils kurz angaloppiert, damit das etwas mehr auf den Punkt kommt und wir in der nächsten Stunde da besser dran arbeiten können. Hat er schön gemacht, nach 3 Versuchen dann ein Super-Angaloppieren aus dem Schritt, rechts perfekt, links etwas schwieriger (er zeigt schon wieder öfter Außengalopp auf der linken Hand, das war schon mal besser), dann noch 3 Tritte rückwärts und fertig, Feierabend :-).
An mir kleben war prinzipiell kein Problem; aber dass Billy schon zu viel des Guten machen wollte, schon. Er rückt mir wieder auf die Pelle und ist nicht wegzubringen, das ganze mit einem Gesichtsausdruck, der auch nicht gerade Gutes verheißt. Also haben wir anfangs mal am Abstand-halten gearbeitet. Da brauchte Billy heute einige deutliche Ansagen, bevor er das akzeptierte, v.a. im Trab. Aber schließlich ging es gut auf beiden Händen.
Nachdem wir das geklärt hatten, widmete ich mich dem Gesichtsausdruck. Wir trabten einfach so lange, bis mal ein Öhrchen nach vorn kam. Dann hielten wir an und machten Pause mit Kraulen und Entspannen. Kaum traben wir wieder an, kommt das Ohrenanlegen und Nüsternkräuseln wieder. Anfangs brauchten wir immer einige Runden, bis sich was änderte, aber zum Schluss waren nur noch die ersten paar Trabtritte so, und der Ausdruck wurde schon nach ein paar Tritten freundlicher. Damit habe ich es gut sein lassen, werde da aber dran bleiben.
Dann bin ich noch für ein Viertelstündchen auf den Rücken geklettert und habe eine der Centered-Riding-Übungen wiederholt: Volten, dabei die Biegung mit dem Innenschenkel erzeugen wenn möglich, Billy mal an den Außenzügel bringen wenn möglich, und die Hinterhand etwas übertreten lassen in einer Hälfte der Volten. Rechts klappt das super, links bin ich mit dem Innenschenkel sehr unkoordiniert (war auch wieder einmal eine große Erkenntnis in der Stunde!), und es ist Billys schlechtere Biegungs-Seite, also war es da etwas eierig und verhalten und verklemmt, aber wird schon werden.
Zum Auflockern zwischen den beiden Händen mal jeweils kurz angaloppiert, damit das etwas mehr auf den Punkt kommt und wir in der nächsten Stunde da besser dran arbeiten können. Hat er schön gemacht, nach 3 Versuchen dann ein Super-Angaloppieren aus dem Schritt, rechts perfekt, links etwas schwieriger (er zeigt schon wieder öfter Außengalopp auf der linken Hand, das war schon mal besser), dann noch 3 Tritte rückwärts und fertig, Feierabend :-).
Samstag, 19. Mai 2012
Heute wurde ich wieder ge-centered ;-).
Wir haben heute das Treiben durchgenommen, mit "Sprudeln" und Bildern von Handmixer-Quirln. Hat auch ganz nette Effekte auf Billy, wenn ichs mal richtig mach; nur genau hinspüren, damit hab ichs immer noch nicht so, obwohl ich mich bemühe. Jedenfalls hab ich für die nächsten Wochen gut Übungsmaterial: Ecken sprudelnd reiten ;-). Volten mit Übertreten, und Sprudeln sogar im Galopp *ächz*.
Nach den Reitstunden von mir und einer Miteinstellerin machten wir noch Simulationen mit Gebiss. Eine von uns beiden spielte das Pferd mit seiner Nickbewegung im SChritt, die andere folge am Zügel mit leichtem Kontakt. Dann Experimente: Reiter hält Luft an. Atmet wieder. Reiter rollt große Zehe ein. Wieder aus. Reiter focussiert einen Punkt ganz stark. Was man als "Pferd" hier fühlt, ist echt enorm, besonders beeindruckt hat mich, als mein "Reiter" die Luft anhielt - sehr erhellend! Sollte jeder mal ausprobieren!
Wir haben heute das Treiben durchgenommen, mit "Sprudeln" und Bildern von Handmixer-Quirln. Hat auch ganz nette Effekte auf Billy, wenn ichs mal richtig mach; nur genau hinspüren, damit hab ichs immer noch nicht so, obwohl ich mich bemühe. Jedenfalls hab ich für die nächsten Wochen gut Übungsmaterial: Ecken sprudelnd reiten ;-). Volten mit Übertreten, und Sprudeln sogar im Galopp *ächz*.
Nach den Reitstunden von mir und einer Miteinstellerin machten wir noch Simulationen mit Gebiss. Eine von uns beiden spielte das Pferd mit seiner Nickbewegung im SChritt, die andere folge am Zügel mit leichtem Kontakt. Dann Experimente: Reiter hält Luft an. Atmet wieder. Reiter rollt große Zehe ein. Wieder aus. Reiter focussiert einen Punkt ganz stark. Was man als "Pferd" hier fühlt, ist echt enorm, besonders beeindruckt hat mich, als mein "Reiter" die Luft anhielt - sehr erhellend! Sollte jeder mal ausprobieren!
Freitag, 18. Mai 2012
Cow-Work unfreiwillig
Aufregend heute!
Zuerst habe ich für uns einmal ein paar Stangen aufgebaut, und ein "Tor" aus 2 Springständern und Seil. Möchte das üben und dabei unser Sideways und Backup verfeinern. Außerdem noch 3 Trabstangen.
Billy und ich waren also konzentriert bei der Arbeit. Das Tor haben wir 2x geöffnet und geschlossen - toll fürs erste Mal probieren! Noch nicht perfekt (sagen wir mal so: mir wäre wahrscheinlich nicht nur ein Stück, sondern eine ganze Herde Kühe locker entfleucht, während ich versuchte, die Vorgangsweise des Schließensdes Tors an Billys Füße weiterzuvermitteln *g*), aber ich war sehr angetan.
Zwischendurch die Stangen im Trab überwunden, auch sehr brav.
Dann gab es plötzlich was zu schauen. Billy stellte sich an die lange Seite und starrte auf die Weide. Und tatsächlich, weit weg, als kleine Pünktchen, sah ich unsere Stallbesitzer und bei ihnen - ein Fleckvieh. Ah, dachte ich, unsere Kuh! Wir sollen nämlich in nächster Zeit eine Kuh bekommen. Die wird mit den Pferden auf der Weide mitlaufen. Gwöhnungsprogramm für diejenigen, die damit bei Ausritten so Probleme haben ;-). Letztes Jahr war es schon geplant, wurde aber ncihts.
Hier also jetzt die Kuh! Billy starrte. Ich ließ ihn und erklärte ihm, er solle sich shcon einmal mit dem Tier anfreunden.
Billy starrte, war noch ansprechbar, alles in Ordnung.
Kurz drauf dachte ich schon: Naja, halfterführige Kuh ist anders. Die Kuh war nämlich den Stallbesitzern entfleucht und galoppierte fröhlich über die Weide. Die Stallbesitzer hinterher, trieben sie Richtung Winterkoppel. Einer von ihnen öffnete die Winterkoppel mit dem seitlichen Tor (was gleichzeitig die anderen Pferde von der Winterkoppel aussperrt). Offenbar war geplant, die Kuh genau hier reinzutreiben (d.h. so 2m am Viereck vorbei entlang). Billy starrte immer gebannter. Die Kuh galoppierte näher, und Billy legte einen wunderhübschen Rollback an den Tag, galoppierte eine Volte (he, ich hab immer geglaubt, er kann das nicht!!!!), legte einen super Galopp-Halt-ÜBergang hin und starrte weiter. Dazwischen bewegte er sich auch auf die Kuh zu, um besser sehen zu können.
Dann machte die Kuh ihrerseits einen Rollback und dachte offenbar nicht daran, auf die Winterkoppel zu laufen. Stattdessen bog sie ab, an den fluchenden Stallbesitzern vorbei, quer über den Hof. Immer mehr Leut hinterher. Inzwischen standen alle Pferde aufgereiht am Zaun und verfolgten neugierig das sich bietende Schauspiel ("endlich mal was g'scheites im Fernsehen!"). Den Stallbesitzern gelang es, die Kuh in die Gerätehalle zu treiben. Hinter verschlossenen Türen hörte man einiges an Krachen und Poltern.
Billy und ich hatten genug geschaut (gearbeitet sowieso) und machten Schluss für heute. Dann konnte ich auch erfahren, dass das natürlich nicht "unsere" Kuh ist, sondern eine, die schon vor 1,2 Tagen von ihrer Weide entfleucht und hier endlich gesichtet worden war, eine völlig unzahme, daher das Getreibe und Gepoltere, war für alle Beteiligten wohl nicht lustig; wenig später wurde sie dann von ihrem Besitzer mit dem Hänger geholt und heimgebracht.
Ich war sehr stolz auf den neugierigen Billy, der außer 3 Galoppsprüngen nichts weiter machte als zuzusehen... auf dem heimischen Viereck halt zumindest: Im Gelände, wo wir nicht zu Hause sind, hätte die Confidence bei uns beiden wohl gleich ganz anders ausgesehen ;-).
Zuerst habe ich für uns einmal ein paar Stangen aufgebaut, und ein "Tor" aus 2 Springständern und Seil. Möchte das üben und dabei unser Sideways und Backup verfeinern. Außerdem noch 3 Trabstangen.
Billy und ich waren also konzentriert bei der Arbeit. Das Tor haben wir 2x geöffnet und geschlossen - toll fürs erste Mal probieren! Noch nicht perfekt (sagen wir mal so: mir wäre wahrscheinlich nicht nur ein Stück, sondern eine ganze Herde Kühe locker entfleucht, während ich versuchte, die Vorgangsweise des Schließensdes Tors an Billys Füße weiterzuvermitteln *g*), aber ich war sehr angetan.
Zwischendurch die Stangen im Trab überwunden, auch sehr brav.
Dann gab es plötzlich was zu schauen. Billy stellte sich an die lange Seite und starrte auf die Weide. Und tatsächlich, weit weg, als kleine Pünktchen, sah ich unsere Stallbesitzer und bei ihnen - ein Fleckvieh. Ah, dachte ich, unsere Kuh! Wir sollen nämlich in nächster Zeit eine Kuh bekommen. Die wird mit den Pferden auf der Weide mitlaufen. Gwöhnungsprogramm für diejenigen, die damit bei Ausritten so Probleme haben ;-). Letztes Jahr war es schon geplant, wurde aber ncihts.
Hier also jetzt die Kuh! Billy starrte. Ich ließ ihn und erklärte ihm, er solle sich shcon einmal mit dem Tier anfreunden.
Billy starrte, war noch ansprechbar, alles in Ordnung.
Kurz drauf dachte ich schon: Naja, halfterführige Kuh ist anders. Die Kuh war nämlich den Stallbesitzern entfleucht und galoppierte fröhlich über die Weide. Die Stallbesitzer hinterher, trieben sie Richtung Winterkoppel. Einer von ihnen öffnete die Winterkoppel mit dem seitlichen Tor (was gleichzeitig die anderen Pferde von der Winterkoppel aussperrt). Offenbar war geplant, die Kuh genau hier reinzutreiben (d.h. so 2m am Viereck vorbei entlang). Billy starrte immer gebannter. Die Kuh galoppierte näher, und Billy legte einen wunderhübschen Rollback an den Tag, galoppierte eine Volte (he, ich hab immer geglaubt, er kann das nicht!!!!), legte einen super Galopp-Halt-ÜBergang hin und starrte weiter. Dazwischen bewegte er sich auch auf die Kuh zu, um besser sehen zu können.
Dann machte die Kuh ihrerseits einen Rollback und dachte offenbar nicht daran, auf die Winterkoppel zu laufen. Stattdessen bog sie ab, an den fluchenden Stallbesitzern vorbei, quer über den Hof. Immer mehr Leut hinterher. Inzwischen standen alle Pferde aufgereiht am Zaun und verfolgten neugierig das sich bietende Schauspiel ("endlich mal was g'scheites im Fernsehen!"). Den Stallbesitzern gelang es, die Kuh in die Gerätehalle zu treiben. Hinter verschlossenen Türen hörte man einiges an Krachen und Poltern.
Billy und ich hatten genug geschaut (gearbeitet sowieso) und machten Schluss für heute. Dann konnte ich auch erfahren, dass das natürlich nicht "unsere" Kuh ist, sondern eine, die schon vor 1,2 Tagen von ihrer Weide entfleucht und hier endlich gesichtet worden war, eine völlig unzahme, daher das Getreibe und Gepoltere, war für alle Beteiligten wohl nicht lustig; wenig später wurde sie dann von ihrem Besitzer mit dem Hänger geholt und heimgebracht.
Ich war sehr stolz auf den neugierigen Billy, der außer 3 Galoppsprüngen nichts weiter machte als zuzusehen... auf dem heimischen Viereck halt zumindest: Im Gelände, wo wir nicht zu Hause sind, hätte die Confidence bei uns beiden wohl gleich ganz anders ausgesehen ;-).
Donnerstag, 10. Mai 2012
Heute gabs ein bisschen On Line - Figure 8 mit Galopp. Zum ersten Mal seit langem wieder habe ich das Lasso dafür hergenommen.
Billy war recht gut drauf; das Grün am Viereckrand war sehr magnetisch, sowie auch die beiden anwesenden Pferdekollegen (das kenn ich von ihm überhaupt nicht). Ich war ziemlich bald frustriert wegen meiner fehlenden Lasso-Handling-Kompetenzen. Ich muss das Ding öfter hernehmen!
Von rechts nach links gelang bald ein fliegender Galoppwechsel, aber umgekehrt länger nicht, ich war zu langsam und bekam entweder gar keinen Richtungswechsel (zu langsam) oder einen über Trab und Schritt (auch zu langsam, zu wenige Platz gemacht).
Etwas frustriert zog ich vom Platz und probierte es nochmal in der Halle, und siehe da, dort klappte es recht schnell auch in die andere Richtung.
Weil ich dann schon in der Halle war, machten wir noch kurz Liberty, aber außer dem Stick to Me klappte ehrlich gesagt gar nix, sodass ich es lieber wieder bleiben ließ. Muss ich wieder etwas planvoller angehen...
Billy war recht gut drauf; das Grün am Viereckrand war sehr magnetisch, sowie auch die beiden anwesenden Pferdekollegen (das kenn ich von ihm überhaupt nicht). Ich war ziemlich bald frustriert wegen meiner fehlenden Lasso-Handling-Kompetenzen. Ich muss das Ding öfter hernehmen!
Von rechts nach links gelang bald ein fliegender Galoppwechsel, aber umgekehrt länger nicht, ich war zu langsam und bekam entweder gar keinen Richtungswechsel (zu langsam) oder einen über Trab und Schritt (auch zu langsam, zu wenige Platz gemacht).
Etwas frustriert zog ich vom Platz und probierte es nochmal in der Halle, und siehe da, dort klappte es recht schnell auch in die andere Richtung.
Weil ich dann schon in der Halle war, machten wir noch kurz Liberty, aber außer dem Stick to Me klappte ehrlich gesagt gar nix, sodass ich es lieber wieder bleiben ließ. Muss ich wieder etwas planvoller angehen...
Dienstag, 8. Mai 2012
Aaah, weiterhin herrliches Wetter. Sonnenschein wechselt sich in den letzten Tagen ständig mit Regenschauern und Gewittern ab -- ideal fürs Gras, es sprießt so richtig, endlich! Die Weidesaison ist nicht mehr weit!
Daher waren Billy und ich heute hauptsächlich grasen gemeinsam. Meine Nicht-Grasen-Übung hab ich nur ein paarmal zwischendurch verlangt, meistens durfte er ungestört fressen. Zuerst mal 20 Minuten, dann haben wir kurz was gemacht, dann nochmal 30 Minuten.
Dazwischen waren wir kurz im Gelände rund um den Hausberg. Ich hab mir ein neues Sattel-Test-Knet-Pad gebastelt und den Sattel getestet. Ich hab ein wenig Angst, dass er vorn zu viel Gewicht hat oder gar zu wenig Widerristfreiheit. Also Pad drunter (ist mit Knetmasse gefüllt und zeigt, wenn es irgendwo Druckspitzen gibt) und in allen Gangarten 20 Minuten Gas gegeben. Sattel runter, Pad beäugt - wie unbenutzt. Schon wieder. Ich hatte mir extra ein neues gebastelt, weil ich bei meinem vorigen langsam den Eindruck bekam, dass mit dem Testpad was nicht stimmen kann, weil es ebenfalls nie was angezeigt hat, quasi ideal. Tja, mit diesem hier das gleiche, also dann.... nehme ich mal an, dass nix groß drücken kann. Wenn der Sattelmensch, den ich vor 3 Monaten (und dann noch 2x) angeschrieben habe, sich endlich mal melden würde, fänd ichs aber trotzdem ganz nett *grummel*.
Jedenfalls: ein schöner entspannter Abend heute mit viel Undemanding Time. :-)
Daher waren Billy und ich heute hauptsächlich grasen gemeinsam. Meine Nicht-Grasen-Übung hab ich nur ein paarmal zwischendurch verlangt, meistens durfte er ungestört fressen. Zuerst mal 20 Minuten, dann haben wir kurz was gemacht, dann nochmal 30 Minuten.
Dazwischen waren wir kurz im Gelände rund um den Hausberg. Ich hab mir ein neues Sattel-Test-Knet-Pad gebastelt und den Sattel getestet. Ich hab ein wenig Angst, dass er vorn zu viel Gewicht hat oder gar zu wenig Widerristfreiheit. Also Pad drunter (ist mit Knetmasse gefüllt und zeigt, wenn es irgendwo Druckspitzen gibt) und in allen Gangarten 20 Minuten Gas gegeben. Sattel runter, Pad beäugt - wie unbenutzt. Schon wieder. Ich hatte mir extra ein neues gebastelt, weil ich bei meinem vorigen langsam den Eindruck bekam, dass mit dem Testpad was nicht stimmen kann, weil es ebenfalls nie was angezeigt hat, quasi ideal. Tja, mit diesem hier das gleiche, also dann.... nehme ich mal an, dass nix groß drücken kann. Wenn der Sattelmensch, den ich vor 3 Monaten (und dann noch 2x) angeschrieben habe, sich endlich mal melden würde, fänd ichs aber trotzdem ganz nett *grummel*.
Jedenfalls: ein schöner entspannter Abend heute mit viel Undemanding Time. :-)
Sonntag, 6. Mai 2012
Trail-Pferdchen :-)
Und schon wieder bin ich soo stolz auf den Billy. Ich glaube heut hab ich beschlossen, dass er eine Zukunft als Trail-Pferdchen hat.
Zum ersten Mal seit Eeewigkeiten hab ich mich entschlossen, mich allein auf einen Ausritt zu wagen. Wir haben ja jede Menge Confidence gesammelt, aber immer nur in der Gruppe. Ein bisschen Bammel hatte ich, dass das womöglich alles nur noch schlimmer gemacht hat, sprich: Wir allein überhaupt nicht mehr weiterkommen und er sich weigert, mit mir allein weg zu gehen.
Der Bammel war aber unbegründet, das viele Ausreiten scheint eher tatsächlich geholfen zu haben - und sei es nur, dass ICH nun confidenter bin. Das ist ja ohnehin unser Haupt-Knackpunkt.
Ich hatte zuvor eine kleine Runde zu Fuß erkundet, durch einen Wald am Straßenrand, wo wir noch nie waren und wo man der STraße quasi auf Waldwegen ausweichen kann. Ein wunderschöner Wald, unser STallbesitzer und Anrainer nennen ihn "Märchenwald". Unter anderem deshalb, weil sich schon so gut wie jeder der Anrainer drin verritten hat. Aber äh, dachte ich, so groß ist das doch nicht, und solange es bergab geht, ist die Richtung ok *g*.
Billy und ich machten uns also bei langsam herannahendem Gewitter auf unsere kleine Runde. Er war richtig toll. Ließ sich brav vom Stall wegreiten, machte brav die "Nichtfressen-"Übungen mit (grooooße Fortschritte *freu*) und stapfte mit fleißigem Vorwärts die Wiese entlang und ließ sich von mir nur mit Schenkel auf der Linie halten, die ich wollte - mittlerweile gehen wir auch schon meistens durch Pfützen und sowas durch wenn Fraulis Schenkel es so wollen ;-).
Dann gings kurz durch den heimischen Wald, wo uns unten das von früher so gefürchtete Rinnsal erwartete. Das war heute wirklich nur 5cm breit, außerdem ist da ein Bagger gefahren und hat netterweise die großen Felsbrocken entfernt. Wir haben es in wunderschöner Manier hinter uns gebracht: Billy blieb stehen und beäugte das ganze. Ich ließ ihn. Billy fragte ob er umdrehen dürfte. Ich sagte nein. Billy durfte weiter den 5cm breiten, reißenden Fluß begutachten. Und beschloss dann seufzend, dass ers halt versucht, senkte den Kopf, wählte exakt wo er hintrat und überwand so die reißenden Fluten ;-). Bestes Pferd der Welt :-).
Danach gings ein Stückchen die Straße entlang. Aufgeregt nahm Billy zur Kenntnis, dass der Nachbarstall schon angeweidet hat. Frechheit! Mit großen Augen starrte er die fremden Pferde oben auf der Anhöhe an. Da war ich ein bisschen angespannt, ob er das wohl nervlich packt, aber er packte ;-).
Dann kam der große Moment, wir bogen von der Heimwärts-Straße ab und näherten uns selbigem Nachbarstall für ein paar Meter. Da sind wir noch nie gegangen, allein schon gar nicht. Aber auch hier gehorchte er superbrav nur Schenkel... ok, gemma halt hier, auch recht. Die fremden Pferde - nun näher und auf Augenhöhe, brachten ihn trotzdem etwas aus dem seelischen Gleichgewicht. Da bogen wir aber schon in den Wald ab, und dort wars einfach nur herrlich. Zuerst durfte er einmal ausgiebig grasen, weil da war so schönes büscheliges Gras. Durchsetzt mit ein paar "Nicht-Fressen-"Übungen.
Dann donnerte es in der Ferne, und Frauli befand, man sollte vielleicht besser weitergehen, um langsam heimzukommen. Wir gingen den Weg entlang, den ich vorher entdeckt hatte. Wir kamen zu der lichten Stelle, die ich vorher durchquert hatte, wo der eine Weg aufhört, nach ein paar Metern durch den Wald aber der andere anfängt und wieder retour auf die Straße führt.
Nur: Frauli fand den anderen Weg tatsächlich nicht mehr! Verwünschter Märchenwald, zefix!
Dafür entdeckte ich einen anderen Weg, wunderbar markiert, so richtig für Dummies aus der Stadt, alle paar Meter ein großer dunkelblauer Punkt auf Bäumen, links und rechts, und ein sehr ausgelatschter, aber sehr schmaler Pfad. Muss ja auch wohin führen, nicht wahr?? Billy und ich folgten dem blau markierten Pfad.
Und wieder bewies er die Trail-Pferde-Qualitäten, ich war ja so stolz! Da lag ein Baumstamm quer überm Weg. Egal, Billy stieg drüber (ohne Anzustoßen). Da lag ein ganzes Dickicht an Zweigen im Weg. Egal, Billy suchte sich seinen Weg. Da waren Stufen aus Wurzeln. Egal, Billy kletterte. Eine Böschung, bergauf und bergab. Billy klettert. Ein Reh kreuzt unsern Pfad. Billy schaut nur. Ein Matschloch. Billy schlappft durch.
Das war herrlich, ein richtiger Trailparcours!
Irgendwann endete der schmale blau markierte Pfad und mündete in einen Weg, der nur wenige Meter von der Straße entfernt parallel zu dieser verläuft. Den kenne ich, er führt auf die Straße und nach Hause. Doof nur: Die Kreuzung, gekennzeichnet auch noch von einem wirklich tiefen Graben, der nur an einer Stelle gut passierbar ist, war von einem gefallenen Baum derart blockiert, dass ich keien Möglichkeit sah, dorthin zu gelangen. Hm. Donner kam langsam näher.
Billy gewendet (und gefreut über die schön saubere Hinterhandwendung, da war nämlich nicht mehr Platz) und alles wieder zurück. Wurzelstufen bergab, Matschloch durch, Böschung rauf und runter, Zweigelabyrinth durchritten, Baumstamm drübergestapft. So, wieder auf der Lichtung. Wo war nur dieser blöde Weg, der unten am Bach entlang führte. Immer bergab, hatte ich gesagt, nicht wahr? Also los. Bergab.
Dickicht wurde leider immer Dickichtiger, Billy walzte sich seinen Weg da schon durch, aber es wurde doch langsam unangenehm, und der Förster freut sich auch... nö, hier gehts nicht weiter. Nochmal gewendet auf noch kleinerem Raum, dann einfach möglichst seitlich ans Pferd gehängt und Billy den Weg zurück auf die Lichtung suchen lassen.
Es donnerte nun schon ziemlich nahe und Wind kam auf. Ich konnte unten den Bach SEHEN aber kam nicht hin, und ich konnte die Straße auch SEHEN, aber kam nicht hin. Verflixter Märchenwald aber auch! Ich beschloss, alles wieder zurückzureiten, bis zu den Koppeln des Nachbarstalls. Nach kurzem Suchen diesen Weg sogar gefunden, dann gings alles zurück: Wieder über 2x trockene Bachbetten, bergauf, bergab, über Wurzeln, über Baumstämme und durch engstehende Bäume durchgefädelt. Ah, da ist er ja, der Weg. Dort gabs Matschlöcher zu Hauf, Billy trottete brav durch wenn ich wollte oder umrundete sie, wenn er durfte.
Dann kamen die Koppeln und die fremdnen Pferde in Sicht, uff, geschafft. Am Waldrand, als die andern Pferde in sein Sichtfeld kamen, erschrak Billy so sehr, dass es ihn mit allen Vieren ein paar Meter seitwärts versetzte (dank Zentrierung war das aber eigentlich nur lustig) und dann alle Viere von sich spreizte und starrte, bis er erkannte, dass das eben die gerade gesehenen Pferde waren ... dann ging er brav, wenn auch etwas aufgeregt, die Straße entlang, und dann waren wir ja auch schon fast zu Haus.
Im heimischen Wald mussten wir noch einen ganzen Baum mitsamt Ästen überklettern (da kommt dann der Bulldozer in Billy wieder zum Vorschein - einfach Augen zu und durch, was mir nur bis zur Brust geht, kann ich plattwalzen *g*) und das früher noch viel mehr angstbesetzte Gatschloch überwinden - siehe da, da kann man jetzt nicht nur drüber, sondern REIN steigen, nicht mehr in einem 5-M-Satz drüberhopsen! Bestes Pferd der Welt!
Noch eine Trail-Pferde-Prüfung hatten wir zu bestehen, auf dem heimischen Weg kamen uns ein paar Pferde uneres Stalls entgegen. Kurz angehalten, geplaudert, und dann wie selbstverständlich allein in unserer Richtung weitergeritten.
Hach, bestes Pferd der Welt.
Da beste aller Pferde durfte noch grasen, bis die ersten Regentropfen fielen, dann flüchteten wir uns in den Putzraum vor dem ausbrechenden Platzregen und Gewitter.
Zum ersten Mal seit Eeewigkeiten hab ich mich entschlossen, mich allein auf einen Ausritt zu wagen. Wir haben ja jede Menge Confidence gesammelt, aber immer nur in der Gruppe. Ein bisschen Bammel hatte ich, dass das womöglich alles nur noch schlimmer gemacht hat, sprich: Wir allein überhaupt nicht mehr weiterkommen und er sich weigert, mit mir allein weg zu gehen.
Der Bammel war aber unbegründet, das viele Ausreiten scheint eher tatsächlich geholfen zu haben - und sei es nur, dass ICH nun confidenter bin. Das ist ja ohnehin unser Haupt-Knackpunkt.
Ich hatte zuvor eine kleine Runde zu Fuß erkundet, durch einen Wald am Straßenrand, wo wir noch nie waren und wo man der STraße quasi auf Waldwegen ausweichen kann. Ein wunderschöner Wald, unser STallbesitzer und Anrainer nennen ihn "Märchenwald". Unter anderem deshalb, weil sich schon so gut wie jeder der Anrainer drin verritten hat. Aber äh, dachte ich, so groß ist das doch nicht, und solange es bergab geht, ist die Richtung ok *g*.
Billy und ich machten uns also bei langsam herannahendem Gewitter auf unsere kleine Runde. Er war richtig toll. Ließ sich brav vom Stall wegreiten, machte brav die "Nichtfressen-"Übungen mit (grooooße Fortschritte *freu*) und stapfte mit fleißigem Vorwärts die Wiese entlang und ließ sich von mir nur mit Schenkel auf der Linie halten, die ich wollte - mittlerweile gehen wir auch schon meistens durch Pfützen und sowas durch wenn Fraulis Schenkel es so wollen ;-).
Dann gings kurz durch den heimischen Wald, wo uns unten das von früher so gefürchtete Rinnsal erwartete. Das war heute wirklich nur 5cm breit, außerdem ist da ein Bagger gefahren und hat netterweise die großen Felsbrocken entfernt. Wir haben es in wunderschöner Manier hinter uns gebracht: Billy blieb stehen und beäugte das ganze. Ich ließ ihn. Billy fragte ob er umdrehen dürfte. Ich sagte nein. Billy durfte weiter den 5cm breiten, reißenden Fluß begutachten. Und beschloss dann seufzend, dass ers halt versucht, senkte den Kopf, wählte exakt wo er hintrat und überwand so die reißenden Fluten ;-). Bestes Pferd der Welt :-).
Danach gings ein Stückchen die Straße entlang. Aufgeregt nahm Billy zur Kenntnis, dass der Nachbarstall schon angeweidet hat. Frechheit! Mit großen Augen starrte er die fremden Pferde oben auf der Anhöhe an. Da war ich ein bisschen angespannt, ob er das wohl nervlich packt, aber er packte ;-).
Dann kam der große Moment, wir bogen von der Heimwärts-Straße ab und näherten uns selbigem Nachbarstall für ein paar Meter. Da sind wir noch nie gegangen, allein schon gar nicht. Aber auch hier gehorchte er superbrav nur Schenkel... ok, gemma halt hier, auch recht. Die fremden Pferde - nun näher und auf Augenhöhe, brachten ihn trotzdem etwas aus dem seelischen Gleichgewicht. Da bogen wir aber schon in den Wald ab, und dort wars einfach nur herrlich. Zuerst durfte er einmal ausgiebig grasen, weil da war so schönes büscheliges Gras. Durchsetzt mit ein paar "Nicht-Fressen-"Übungen.
Dann donnerte es in der Ferne, und Frauli befand, man sollte vielleicht besser weitergehen, um langsam heimzukommen. Wir gingen den Weg entlang, den ich vorher entdeckt hatte. Wir kamen zu der lichten Stelle, die ich vorher durchquert hatte, wo der eine Weg aufhört, nach ein paar Metern durch den Wald aber der andere anfängt und wieder retour auf die Straße führt.
Nur: Frauli fand den anderen Weg tatsächlich nicht mehr! Verwünschter Märchenwald, zefix!
Dafür entdeckte ich einen anderen Weg, wunderbar markiert, so richtig für Dummies aus der Stadt, alle paar Meter ein großer dunkelblauer Punkt auf Bäumen, links und rechts, und ein sehr ausgelatschter, aber sehr schmaler Pfad. Muss ja auch wohin führen, nicht wahr?? Billy und ich folgten dem blau markierten Pfad.
Und wieder bewies er die Trail-Pferde-Qualitäten, ich war ja so stolz! Da lag ein Baumstamm quer überm Weg. Egal, Billy stieg drüber (ohne Anzustoßen). Da lag ein ganzes Dickicht an Zweigen im Weg. Egal, Billy suchte sich seinen Weg. Da waren Stufen aus Wurzeln. Egal, Billy kletterte. Eine Böschung, bergauf und bergab. Billy klettert. Ein Reh kreuzt unsern Pfad. Billy schaut nur. Ein Matschloch. Billy schlappft durch.
Das war herrlich, ein richtiger Trailparcours!
Irgendwann endete der schmale blau markierte Pfad und mündete in einen Weg, der nur wenige Meter von der Straße entfernt parallel zu dieser verläuft. Den kenne ich, er führt auf die Straße und nach Hause. Doof nur: Die Kreuzung, gekennzeichnet auch noch von einem wirklich tiefen Graben, der nur an einer Stelle gut passierbar ist, war von einem gefallenen Baum derart blockiert, dass ich keien Möglichkeit sah, dorthin zu gelangen. Hm. Donner kam langsam näher.
Billy gewendet (und gefreut über die schön saubere Hinterhandwendung, da war nämlich nicht mehr Platz) und alles wieder zurück. Wurzelstufen bergab, Matschloch durch, Böschung rauf und runter, Zweigelabyrinth durchritten, Baumstamm drübergestapft. So, wieder auf der Lichtung. Wo war nur dieser blöde Weg, der unten am Bach entlang führte. Immer bergab, hatte ich gesagt, nicht wahr? Also los. Bergab.
Dickicht wurde leider immer Dickichtiger, Billy walzte sich seinen Weg da schon durch, aber es wurde doch langsam unangenehm, und der Förster freut sich auch... nö, hier gehts nicht weiter. Nochmal gewendet auf noch kleinerem Raum, dann einfach möglichst seitlich ans Pferd gehängt und Billy den Weg zurück auf die Lichtung suchen lassen.
Es donnerte nun schon ziemlich nahe und Wind kam auf. Ich konnte unten den Bach SEHEN aber kam nicht hin, und ich konnte die Straße auch SEHEN, aber kam nicht hin. Verflixter Märchenwald aber auch! Ich beschloss, alles wieder zurückzureiten, bis zu den Koppeln des Nachbarstalls. Nach kurzem Suchen diesen Weg sogar gefunden, dann gings alles zurück: Wieder über 2x trockene Bachbetten, bergauf, bergab, über Wurzeln, über Baumstämme und durch engstehende Bäume durchgefädelt. Ah, da ist er ja, der Weg. Dort gabs Matschlöcher zu Hauf, Billy trottete brav durch wenn ich wollte oder umrundete sie, wenn er durfte.
Dann kamen die Koppeln und die fremdnen Pferde in Sicht, uff, geschafft. Am Waldrand, als die andern Pferde in sein Sichtfeld kamen, erschrak Billy so sehr, dass es ihn mit allen Vieren ein paar Meter seitwärts versetzte (dank Zentrierung war das aber eigentlich nur lustig) und dann alle Viere von sich spreizte und starrte, bis er erkannte, dass das eben die gerade gesehenen Pferde waren ... dann ging er brav, wenn auch etwas aufgeregt, die Straße entlang, und dann waren wir ja auch schon fast zu Haus.
Im heimischen Wald mussten wir noch einen ganzen Baum mitsamt Ästen überklettern (da kommt dann der Bulldozer in Billy wieder zum Vorschein - einfach Augen zu und durch, was mir nur bis zur Brust geht, kann ich plattwalzen *g*) und das früher noch viel mehr angstbesetzte Gatschloch überwinden - siehe da, da kann man jetzt nicht nur drüber, sondern REIN steigen, nicht mehr in einem 5-M-Satz drüberhopsen! Bestes Pferd der Welt!
Noch eine Trail-Pferde-Prüfung hatten wir zu bestehen, auf dem heimischen Weg kamen uns ein paar Pferde uneres Stalls entgegen. Kurz angehalten, geplaudert, und dann wie selbstverständlich allein in unserer Richtung weitergeritten.
Hach, bestes Pferd der Welt.
Da beste aller Pferde durfte noch grasen, bis die ersten Regentropfen fielen, dann flüchteten wir uns in den Putzraum vor dem ausbrechenden Platzregen und Gewitter.
Samstag, 5. Mai 2012
Heute war wieder einmal Zeit für ein bisschen Finesse.
Zum Aufwärmen begannen wir mit großen Volten auf beiden Händen. Billy war gut drauf und sogar ein bisschen guckig; andererseits ist der eine Viereckrand stark magnetisch... dort, wo das grüne Zeug wächst ;-). Unsere Volten waren daher anfangs zumindest auf der linken Hand eher eiförmig, aber wir machten einfach so viele, bis sich das gelegt hat. Ich war wieder einmal fasziniert, dass ich auch ohne Zügel richtig runde Volten reiten kann und wie fein Billy mittlerweile auf Schenkelhauch reagiert. Richtig willig und prompt, dabei aber gelassen. Schön gebogen war er auch. Vielleicht mach ich doch das eine oder andere richtig ;-).
Dann gingen wir zu einer Übung über, die ich im Buch von Peter Kreinberg aufgeschnappt habe: Zirkel mit Innenstellung abwechselnd mit Zirkeln mit Außenstellung. Vor Eeeewigkeiten hab ich mal probiert, Billy in absichtlicher Außenstellung zu reiten. Keine Chance damals, er ging einfach der Nase nach.
Und heute: Zirkel mit Innenstellung (jetzt mit ganz feinem Kontakt am Knoti) kein Problem (hatten wir ja durch die Volten auch grad geübt). Dann in einer Achter-Form zum anderen Zirkel gewechselt, dabei aber Biegung beibehalten - kein Problem. Als hätten wir nie was anderes gemacht, stapft Billy auf dem Kreisbogen mit Außenbiegung. Die Kommunikation war vollkommen klar (im Gegensatz zu früher). Ein richtiges Wow!-Erlebnis. Das Pferd versteht mich! Und ist sogar gewillt auszuprobieren, was ich vorschlage, auch wenn es ihm anfangs seltsam vorgekommen sein mag!
So machten wir immer abwechselnd Innen- und Außenstellung auf beiden Händen. Dazwischen, wenns besonders gut und flüssig war, einen auflockernden Galopp zum grünen Viereckrand. Billy durfte seine Belohnung heut selbst pflücken, und ganz nebenbei machten wir da auch das "nicht-fressen"-Training. Klappt hervorragend mittlerweile, schon nach so kurzer Zeit!
Zum Abschluss probierte ich nochmal das Schulterherein, das wir in der Centered-Riding-Stunde ausprobiert hatten, und siehe da, die noch vor einer Woche recht stockende rechte Hand war diesmal schon viel flüssiger! Links floss es sowieso schon vorher. Ach ich war soo stolz!
Und außerdem hatte ich wieder einmal das Gefühl, dass Billy dieses Beine-Sortieren in Seitengängen und so weiter recht interessant und spaßig findet (solange nur alles schön langsam bleibt! *g*). Scheint den unterforderten Intellekt mehr anzusprechen als stumpfes Gradauslaufen. ;-)
Zum Schluss parkten wir uns mit der Nase zu einem der beiden Pylone, dann fragte ich nach rückwärts und bekam es auch, ein ganz feines Rückwärts, in dem ich ihn superfein gerade einstellen konnte, ganz fein korrigieren: bitte bisschen weiter links, bitte jetzt doch wieder weiter rechts... und rückwärts auf den 2. Pylon zuritt, bis wir ihn mit den Hinterbeinen berührten. ... und fertisch!
Zum Aufwärmen begannen wir mit großen Volten auf beiden Händen. Billy war gut drauf und sogar ein bisschen guckig; andererseits ist der eine Viereckrand stark magnetisch... dort, wo das grüne Zeug wächst ;-). Unsere Volten waren daher anfangs zumindest auf der linken Hand eher eiförmig, aber wir machten einfach so viele, bis sich das gelegt hat. Ich war wieder einmal fasziniert, dass ich auch ohne Zügel richtig runde Volten reiten kann und wie fein Billy mittlerweile auf Schenkelhauch reagiert. Richtig willig und prompt, dabei aber gelassen. Schön gebogen war er auch. Vielleicht mach ich doch das eine oder andere richtig ;-).
Dann gingen wir zu einer Übung über, die ich im Buch von Peter Kreinberg aufgeschnappt habe: Zirkel mit Innenstellung abwechselnd mit Zirkeln mit Außenstellung. Vor Eeeewigkeiten hab ich mal probiert, Billy in absichtlicher Außenstellung zu reiten. Keine Chance damals, er ging einfach der Nase nach.
Und heute: Zirkel mit Innenstellung (jetzt mit ganz feinem Kontakt am Knoti) kein Problem (hatten wir ja durch die Volten auch grad geübt). Dann in einer Achter-Form zum anderen Zirkel gewechselt, dabei aber Biegung beibehalten - kein Problem. Als hätten wir nie was anderes gemacht, stapft Billy auf dem Kreisbogen mit Außenbiegung. Die Kommunikation war vollkommen klar (im Gegensatz zu früher). Ein richtiges Wow!-Erlebnis. Das Pferd versteht mich! Und ist sogar gewillt auszuprobieren, was ich vorschlage, auch wenn es ihm anfangs seltsam vorgekommen sein mag!
So machten wir immer abwechselnd Innen- und Außenstellung auf beiden Händen. Dazwischen, wenns besonders gut und flüssig war, einen auflockernden Galopp zum grünen Viereckrand. Billy durfte seine Belohnung heut selbst pflücken, und ganz nebenbei machten wir da auch das "nicht-fressen"-Training. Klappt hervorragend mittlerweile, schon nach so kurzer Zeit!
Zum Abschluss probierte ich nochmal das Schulterherein, das wir in der Centered-Riding-Stunde ausprobiert hatten, und siehe da, die noch vor einer Woche recht stockende rechte Hand war diesmal schon viel flüssiger! Links floss es sowieso schon vorher. Ach ich war soo stolz!
Und außerdem hatte ich wieder einmal das Gefühl, dass Billy dieses Beine-Sortieren in Seitengängen und so weiter recht interessant und spaßig findet (solange nur alles schön langsam bleibt! *g*). Scheint den unterforderten Intellekt mehr anzusprechen als stumpfes Gradauslaufen. ;-)
Zum Schluss parkten wir uns mit der Nase zu einem der beiden Pylone, dann fragte ich nach rückwärts und bekam es auch, ein ganz feines Rückwärts, in dem ich ihn superfein gerade einstellen konnte, ganz fein korrigieren: bitte bisschen weiter links, bitte jetzt doch wieder weiter rechts... und rückwärts auf den 2. Pylon zuritt, bis wir ihn mit den Hinterbeinen berührten. ... und fertisch!
Donnerstag, 3. Mai 2012
Billy hat den 3-stündigen Ausritt gut weggesteckt, alles gut und gesund.
Heut hab ich wieder mal Bodenarbeit gemacht zur Abwechslung:
1) Driving Game aus Zone 5. Weiterhin bemühe ich mich um sauberes und promptes Anhalten. Es willl aber einfach nicht so recht. Ich werke da jetzt schon viel zu lange dran, komme nicht so recht drauf, was ich falsch mache. Heut hab ich in Zone 4 begonnen. Da geht noch alles super! Billy hält an, wenn ich anhalte und geht los, wenn ich losgehe. Wenn ich mich dann in Zone 5 zurückfallen lasse (egal ob etwas seitlich versetzt oder genau hinter ihm - ich dachte, genau dahinter sieht er mich vielleicht nicht gut genug), stapft Billy weiter, wenn ich stehenbleibe, obwohl ich so klar wie möglich alle Energie runterfahre und auch per Stimme mein Anhalt-Kommando gebe. Ich bin - letztes Mal bin ich ja draufgekommen, dass ich das machen könnte - heute zum Corner's Game bzw. Point to Point übergegangen. In jeder 2. Ecke der Halle hielten wir an. Ich lenkte Billy einfach gegen die Wand und ließ diese ihn bremsen, gemeinsam mit meinen Kommandos. Es hat das ganze ein wenig verbessert, aber immer noch orientiert sich Billy nicht daran, ob ich stehen bleibe oder nicht. Umgekehrt klappt es super, wenn ich losgehe, geht er auch los, und wenn ich lostrabe, trabt er auch los. Wir konnten trotzdem gut aufhören.
Ich habe diesmal übrigens die Leinen durch die Steigbügel laufen lassen - klappt super! Keine Gefahr mehr, dass er dauernd rein- oder drauftritt.
2) Grasen auf Kommando. Wie angekündigt, das muss jetzt konsequent durchgezogen werden. ich hab mich nach der Bodenarbeit also noch in den Sattel geschwungen und wir ritten zur Wiese. Dort lernte Billy, dass man in selbiger ruhig stehen kann, ohne die Nase im Gras zu versenken. Es klappt ganz gut, er hats begriffen. Ein lautes Nein hält ihn nun ab, den Kopf zu senken. Druck auf den Hals kombiniert mit dem Kommando "Iss" erlaubt dann das ersehnte Grasen.
Wir übten dann noch: Irgendwo auf der Wiese hinreiten, anhalten und NICHT gleich den Kopf im Gras verschwinden lassen. Sondern schön brav warten, fragen darf pferd schon, aber nicht einfach tun. Und je braver das Warten, umso früher kommt das "iss"-Kommando!
Ich find es ja immer faszinierend, wenn man am Gesichtsausdruck den Lernprozess und das Einsickern der Information beobachten kann.
Wenn es mir gelingt, das in allen Situationen konsequent durchzuziehen, wird es sich bald erledigt haben (Betonung auf WENN).
Heut hab ich wieder mal Bodenarbeit gemacht zur Abwechslung:
1) Driving Game aus Zone 5. Weiterhin bemühe ich mich um sauberes und promptes Anhalten. Es willl aber einfach nicht so recht. Ich werke da jetzt schon viel zu lange dran, komme nicht so recht drauf, was ich falsch mache. Heut hab ich in Zone 4 begonnen. Da geht noch alles super! Billy hält an, wenn ich anhalte und geht los, wenn ich losgehe. Wenn ich mich dann in Zone 5 zurückfallen lasse (egal ob etwas seitlich versetzt oder genau hinter ihm - ich dachte, genau dahinter sieht er mich vielleicht nicht gut genug), stapft Billy weiter, wenn ich stehenbleibe, obwohl ich so klar wie möglich alle Energie runterfahre und auch per Stimme mein Anhalt-Kommando gebe. Ich bin - letztes Mal bin ich ja draufgekommen, dass ich das machen könnte - heute zum Corner's Game bzw. Point to Point übergegangen. In jeder 2. Ecke der Halle hielten wir an. Ich lenkte Billy einfach gegen die Wand und ließ diese ihn bremsen, gemeinsam mit meinen Kommandos. Es hat das ganze ein wenig verbessert, aber immer noch orientiert sich Billy nicht daran, ob ich stehen bleibe oder nicht. Umgekehrt klappt es super, wenn ich losgehe, geht er auch los, und wenn ich lostrabe, trabt er auch los. Wir konnten trotzdem gut aufhören.
Ich habe diesmal übrigens die Leinen durch die Steigbügel laufen lassen - klappt super! Keine Gefahr mehr, dass er dauernd rein- oder drauftritt.
2) Grasen auf Kommando. Wie angekündigt, das muss jetzt konsequent durchgezogen werden. ich hab mich nach der Bodenarbeit also noch in den Sattel geschwungen und wir ritten zur Wiese. Dort lernte Billy, dass man in selbiger ruhig stehen kann, ohne die Nase im Gras zu versenken. Es klappt ganz gut, er hats begriffen. Ein lautes Nein hält ihn nun ab, den Kopf zu senken. Druck auf den Hals kombiniert mit dem Kommando "Iss" erlaubt dann das ersehnte Grasen.
Wir übten dann noch: Irgendwo auf der Wiese hinreiten, anhalten und NICHT gleich den Kopf im Gras verschwinden lassen. Sondern schön brav warten, fragen darf pferd schon, aber nicht einfach tun. Und je braver das Warten, umso früher kommt das "iss"-Kommando!
Ich find es ja immer faszinierend, wenn man am Gesichtsausdruck den Lernprozess und das Einsickern der Information beobachten kann.
Wenn es mir gelingt, das in allen Situationen konsequent durchzuziehen, wird es sich bald erledigt haben (Betonung auf WENN).
Dienstag, 1. Mai 2012
Sommer, Sonne, Ausreiten :-)
... äh, eigentlich ist ja erst grad mal Frühling, aber trotzdem hatte es heute am 1. Mai schon wieder 30°. Zeit für kurze Ärmel und einen tollen Ausritt!
Das war heute der längste Ausritt, den Billy und ich bisher gemeinsam bestritten haben. Das war schon fast ein Tagesritt. Über 18 Kilometer legten wir in insgesamt 3 Stunden zurück, und nochmal so 400 Höhenmeter, behauptete das smarte Telefon einer Mitreiterin.
8 Leute unseres Stalls hatten sich zusammengefunden, wir waren wirklich eine tolle tolle Truppe, und unsere Pferdchen allesamt ohnehin die besten. Wir ritten auf geplanter Route zu einem Pferdehof in der Nähe, insgesamt etwa 1,5 Stunden. Unsere Pferde blieben immer cool, sei es beim Gruppengalopp ein ganzes Stückchen bergauf oder einen Wiesenweg entlang, bei der Begegnung mit Traktoren auf fremden Höfen, oder beim Überqueren mehrere (stillgelegter) Bahnübergänge, oder beim Überqueren der Straße oder beim Überqueren einer Holzbrücke (ohne Geländer, sehr gruselig, aber mehr für die Reiter). Kühen und Ziegen begegneten wir auch, sowie einem Gartenfest mit Kindern. Sogar an einer Koppel mit Miniaturpferdchens ritten wir vorbei. Die waren für Billy definitiv das Aufregendste am ganzen Ausritt, wenn nicht überhaupt das Seltsamste, was er je sah *lol*. Während er noch überlegte, ob das Ding da Hund oder Pferd war, begann eines zu glaoppieren, zu buckeln und zu wiehern, das gab ihm völlig den Rest, sodass er, den Hals um 180° gebogen, um sie nur ja nicht aus den Augen zu verlieren, als wir eigentlich schon vorbei waren, fast über die eigenen Füße stolperte *g*. Aber mehr fasziniert als ängstlich. Die Ziegen dagegen bekamen von ihm nicht einmal ein Ohrzucken. Die Kühe waren etwas unheimlich, aber wir fühlten uns im Pulk sicher genug.
2x galoppiertn wir in der Gruppe, einmal ein ganz schön langes Stück bergauf im Wald mit vielen Kurven. Billy ließ sich dabei super zurücknehmen und galoppierte die Kurve fast versammelt durch; die meisten fielen hier in Trab. Da hatten wir eine schöne Kommunikation, er fragte mich nämlich, ob er auch traben sollte quasi, ich bat aber drum ob er bitte versuchen könnte, den Galopp nur ein bisschen zu verkürzen, während die anderen langsamer wurden, und ja, er konnte :-)
Im nahen Pferdehof angekommen, hatten Pferde und Reiter wahrlich eine Pause verdient. Der Herdenboß, der nicht ganz verkraftete, dass er heute hintennach marschieren musste, montierte gleich die Anbindevorrichtung des Stalles ab und kam dann in eine freie Box. Billy hatte Glück und ergatterte eine große Doppel-Box daneben im schattigen Stall, manche wollten lieber draußen bleiben. In der Box gabs sogar Heu, also Billy in seinem Element, der fraß die ganze Zeit. Für die Reiter gabs zu trinken (für die Pferde auch, aber die wollten allesamt nicht wirklich).
Nach der Pause sattelten wir neu. Wir hatten jetzt noch 5 weitere Reiter vom anderen Stall eingesammelt. In einer riesigen Gruppe von jetzt dann insgesamt 13 Reitern ritten wir auf anderer Route als dem Hinweg wieder zurück. Die Pferde vertrugen sich gut; die neuen Pferdchens wollten allerdings die Holzbrücke nicht überqueren, die sich nur 100m vom eigenen Stall befand, während unsere da alle ohne Zögern drübermarschierten. Da waren wir alle noch ein bisschen stolzer ;-).
Geschafft, aber zufrieden kamen wir wieder im heimischen STall an. Die Reiter des anderen Stalls machten hier Pause und ritten später wieder zurück. Billy plumpste am Viereck in den Sand, danach stapfte er gleich zum Gras.
Tja, und da sind wir beim einzigen Wermutstropfen: Die unerlaubte Graserei muss ich bald abstellen, das war wirlich lästig. Solange wir in Bewegung sind, gibts kein Fressen, das hat sich in Billys Hirn festgesetzt, da ist er wirklich brav. Früher blieb er oft einfach stehen, das macht er jetzt nicht mehr. Aaaber: Sobald wir stehenblieben, und das kommt bei so einer großen Gruppe halt öfter vor, rammt er die Nase ins Gras, koste es was es wolle, ignoriert Knoti und Schenkel völlig. Abhalten kann ich ihn nur mit einem anständigen Vorwärts mittels Motivations-Seilende auf den Popo, aber das ist in so einem Pulk keine gute Lösung. Während er dann grast, geht im Grunde jede Kontrolle verloren, er stapft Schritt für Schritt weiter und ignoriert mich.
Somit habe ich an den Ausritt und das Wutzeln eine "Wir grasen nur wenn ich es sage"-Übung gleich angeschlossen. Wir stellten uns ins frische Gras, und dann hieß es erst einmal "nein". So oft, verbunden wenn nötig mit einem effektiven Ruck am Knoti, bis er den Kopf oben ließ und man am Gesichtsausdruck sehen konnte, dass er kapiert hatte, dass das nun nicht gewünscht ist. Als er soweit war, dass er wirklcih wartete, was nun kommt, legte ich ihm die Hand auf den hals, mit leichtem Druck, dazu "Iss"-Kommando und Aussuchen eines schönen Grasbüschels. Dann durfte er ein Weilchen fressen, dann hielt ich ihn wieder davon ab. zum Schluss klappte das dann schon ganz gut, und das werden wir jetzt solange weiterüben, bis es klappt, bis er auf den zügel reagiert, auch wenn er frisst; dann das ganze in den Sattel verlegen.
Aber bis auf diese Sache einfach nur ein herrlicher Ausritt; mit jedem Mal gewinne ich wieder ein bisschen mehr Vertrauen in Billy, und vielleicht auch er in mich. Ich war jetzt schon lange nicht mehr alleine draußen und werde das demnächst mal wieder versuchen.
Das war heute der längste Ausritt, den Billy und ich bisher gemeinsam bestritten haben. Das war schon fast ein Tagesritt. Über 18 Kilometer legten wir in insgesamt 3 Stunden zurück, und nochmal so 400 Höhenmeter, behauptete das smarte Telefon einer Mitreiterin.
8 Leute unseres Stalls hatten sich zusammengefunden, wir waren wirklich eine tolle tolle Truppe, und unsere Pferdchen allesamt ohnehin die besten. Wir ritten auf geplanter Route zu einem Pferdehof in der Nähe, insgesamt etwa 1,5 Stunden. Unsere Pferde blieben immer cool, sei es beim Gruppengalopp ein ganzes Stückchen bergauf oder einen Wiesenweg entlang, bei der Begegnung mit Traktoren auf fremden Höfen, oder beim Überqueren mehrere (stillgelegter) Bahnübergänge, oder beim Überqueren der Straße oder beim Überqueren einer Holzbrücke (ohne Geländer, sehr gruselig, aber mehr für die Reiter). Kühen und Ziegen begegneten wir auch, sowie einem Gartenfest mit Kindern. Sogar an einer Koppel mit Miniaturpferdchens ritten wir vorbei. Die waren für Billy definitiv das Aufregendste am ganzen Ausritt, wenn nicht überhaupt das Seltsamste, was er je sah *lol*. Während er noch überlegte, ob das Ding da Hund oder Pferd war, begann eines zu glaoppieren, zu buckeln und zu wiehern, das gab ihm völlig den Rest, sodass er, den Hals um 180° gebogen, um sie nur ja nicht aus den Augen zu verlieren, als wir eigentlich schon vorbei waren, fast über die eigenen Füße stolperte *g*. Aber mehr fasziniert als ängstlich. Die Ziegen dagegen bekamen von ihm nicht einmal ein Ohrzucken. Die Kühe waren etwas unheimlich, aber wir fühlten uns im Pulk sicher genug.
2x galoppiertn wir in der Gruppe, einmal ein ganz schön langes Stück bergauf im Wald mit vielen Kurven. Billy ließ sich dabei super zurücknehmen und galoppierte die Kurve fast versammelt durch; die meisten fielen hier in Trab. Da hatten wir eine schöne Kommunikation, er fragte mich nämlich, ob er auch traben sollte quasi, ich bat aber drum ob er bitte versuchen könnte, den Galopp nur ein bisschen zu verkürzen, während die anderen langsamer wurden, und ja, er konnte :-)
Im nahen Pferdehof angekommen, hatten Pferde und Reiter wahrlich eine Pause verdient. Der Herdenboß, der nicht ganz verkraftete, dass er heute hintennach marschieren musste, montierte gleich die Anbindevorrichtung des Stalles ab und kam dann in eine freie Box. Billy hatte Glück und ergatterte eine große Doppel-Box daneben im schattigen Stall, manche wollten lieber draußen bleiben. In der Box gabs sogar Heu, also Billy in seinem Element, der fraß die ganze Zeit. Für die Reiter gabs zu trinken (für die Pferde auch, aber die wollten allesamt nicht wirklich).
Nach der Pause sattelten wir neu. Wir hatten jetzt noch 5 weitere Reiter vom anderen Stall eingesammelt. In einer riesigen Gruppe von jetzt dann insgesamt 13 Reitern ritten wir auf anderer Route als dem Hinweg wieder zurück. Die Pferde vertrugen sich gut; die neuen Pferdchens wollten allerdings die Holzbrücke nicht überqueren, die sich nur 100m vom eigenen Stall befand, während unsere da alle ohne Zögern drübermarschierten. Da waren wir alle noch ein bisschen stolzer ;-).
Geschafft, aber zufrieden kamen wir wieder im heimischen STall an. Die Reiter des anderen Stalls machten hier Pause und ritten später wieder zurück. Billy plumpste am Viereck in den Sand, danach stapfte er gleich zum Gras.
Tja, und da sind wir beim einzigen Wermutstropfen: Die unerlaubte Graserei muss ich bald abstellen, das war wirlich lästig. Solange wir in Bewegung sind, gibts kein Fressen, das hat sich in Billys Hirn festgesetzt, da ist er wirklich brav. Früher blieb er oft einfach stehen, das macht er jetzt nicht mehr. Aaaber: Sobald wir stehenblieben, und das kommt bei so einer großen Gruppe halt öfter vor, rammt er die Nase ins Gras, koste es was es wolle, ignoriert Knoti und Schenkel völlig. Abhalten kann ich ihn nur mit einem anständigen Vorwärts mittels Motivations-Seilende auf den Popo, aber das ist in so einem Pulk keine gute Lösung. Während er dann grast, geht im Grunde jede Kontrolle verloren, er stapft Schritt für Schritt weiter und ignoriert mich.
Somit habe ich an den Ausritt und das Wutzeln eine "Wir grasen nur wenn ich es sage"-Übung gleich angeschlossen. Wir stellten uns ins frische Gras, und dann hieß es erst einmal "nein". So oft, verbunden wenn nötig mit einem effektiven Ruck am Knoti, bis er den Kopf oben ließ und man am Gesichtsausdruck sehen konnte, dass er kapiert hatte, dass das nun nicht gewünscht ist. Als er soweit war, dass er wirklcih wartete, was nun kommt, legte ich ihm die Hand auf den hals, mit leichtem Druck, dazu "Iss"-Kommando und Aussuchen eines schönen Grasbüschels. Dann durfte er ein Weilchen fressen, dann hielt ich ihn wieder davon ab. zum Schluss klappte das dann schon ganz gut, und das werden wir jetzt solange weiterüben, bis es klappt, bis er auf den zügel reagiert, auch wenn er frisst; dann das ganze in den Sattel verlegen.
Aber bis auf diese Sache einfach nur ein herrlicher Ausritt; mit jedem Mal gewinne ich wieder ein bisschen mehr Vertrauen in Billy, und vielleicht auch er in mich. Ich war jetzt schon lange nicht mehr alleine draußen und werde das demnächst mal wieder versuchen.
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