you live you learn you love you learn you cry you learn you lose you learn you bleed you learn you scream you learn you grieve you learn you choke you learn you laugh you learn you choose you learn you pray you learn you ask you learn you live you learn
Alanis Morissette

Dienstag, 30. November 2010

Zum Aufwärmen hab ich heute wieder "Vorhand zu mir" On Line gemacht. Ging wieder nur mit (sanften) Phasen 4. Ich muss halt touchieren, sonst tut er nix. Nach etlichen Versuchen wurde es mir etwas zu bunt und ich fühlte mich wenig ernst genommen, dann hat der String mal an die Schulter außen geklatscht, und danach ging es - voilà - auf Phase 1. Tsssss ;-).

Dann Liberty: Zuerst Draw versuchen zu verbessern, wieder mit der Übung "Come to me". Billy braucht etwas, um aufzuwachen, aber dann trabte er fleißig auf mich zu.

Danach hab ich wieder einmal Circling Game mit Übergängen und Galopp geübt. Das CG war sehr gut, ich vernachlässige allerdings das Send. Mir ist momentan relativ egal, wie er rausgeht auf den Zirkel, Hauptsache er geht, wenn ich es sage. Also ich bestehe nicht akribisch auf zuerst rückwärts, dann auf den Zirkel. Das hat eine Zeitlang nur bewirkt, dass Yoyo überhaupt nicht möglich war, weil er bei der kleinsten Frage nach rückwärts dachte, es kommt ein circling game, und ist abgehaut.
Die Übergänge waren von Anfang an sehr schön. Schönes Antraben, auch gutes Angaloppieren. Auf dem Zirkel blieb er auch sehr brav, nützte aber auch manchmal die Halle aus.
Nur das Galoppieren wil nicht so recht werden. 2 Galoppsprünge, wieder Trab, und so geht das auch 10x hintereinander. Wenn ich mich mitdrehe und im rechten Moment anfeuere, kann er auch eine Runde durchgaloppieren. Ich bin nciht sicher, ob es hier nur ein reines "willnicht" ist (sicher auch dabei), oder ob es nicht einfach wirklich noch sehr schwierig ist in der kleinen Halle. V.a. linksrum. Bring back aus dem Galopp ist dafür immer sehr gut ;-).

ich bin nicht ganz sicher, wie ich da weitermachen soll. Wenn ich versuche neutral zu bleiben, scheint es nicht und nicht und nicht zu klappen. Es ist wirklich sehr zermürbend. Ein stärkeres Send für quasi mehr Schwung hilft auch nix, eher im Gegenteil (zu schneller Galopp in der kleinen Halle ist ja noch schwieriger). Gehe ich mit, habe ich schon das Gefühl, dass er mich dazu kriegt, immer mehr zu tun und er immer weniger.

hm *kauschleck*

Sonntag, 28. November 2010

Den 1. Adventsonntag hab ich auf Herrn Billys Rücken im Wald durch den Schnee stapfend verbracht.
Ja, es hat geschneit! Ganz ordentlich sogar. Im Wald gingen die Wege, und ich war ganz glücklich, das Glatteis auf den Straßen als Ausrede zu haben, meine Comfort-Zone nicht verlassen zu müssen ;-).
Ansonsten war es herrlich, wieder einmal etwas frische Luft und vor allem Tageslicht zu haben. Hab mein Pferdchen seit 2 Wochen glaub ich nur im Schein der Neonröhren gesehen!

Billy war sehr brav und vollständig entspannt, gemeinsam betrachteten wir die Rehe durch den Wald hüpfen; wir sind ein Stückchen des Weges mit Stallgefährten gegangen, die waren früher weggegangen, wir haben sie überholt und gingen ganz zufrieden und ohne irgendwie einen GEdanken daran zu verschwenden, allein weiter.

Schööön :-).

Donnerstag, 25. November 2010

Heute haben wir On Line gemacht.

Zum Aufwärmen etwas Circling Game, das ich schon lange "liegen" lassen habe. Was eigentlich gut ist, weil ich eher dazu tendiere, es zu viel zu machen. Naja, aber Billy war sehr sehr zäh. Rechts total blockiert, wie zu früheren Zeiten. D.h. wenn ich antraben möchte, dreht er den Hintern raus, giftelt mich frontal an und ist nicht vorwärts zu bekommen. Ich kann das lösen, indem ich das Seil immer kürzer nehme (er weiß genau, dass ich ihn draußen nicht erreichen kann mit dem String) - sobald das Seil ganz kurz ist, trabt er dann ohne weiteren Druck an (ich brauche also keienn Stick + String). Ich finde das seltsam, hm.
Als er dann mal getrabt ist, haben wir schöne Zirkel hinbekommen, travelling Circles ohne den Trab zu verlieren, auch schöne Übergänge Trab-Schritt und wieder Schritt-Trab, aber sobald ich eine Pause mache und danach wieder Trab möchte, klemmt es wieder total. Früher war das eher auf der linken Hand, heute auf der rechten.
Handwechsel haben wir dann auch gemacht, und 2 schöne in jede Richtung hingekriegt :-).
Und stolz bin ich, dass ich das 14m Seil die ganze Zeit halbwegs unter Kontrolle hatte. Früher hab ich es immer von mir geschmissen, weil ich mit den Schlaufen in der Hand nicht zurecht kam, aber heute hat das ganz gut geklappt, inklusive schnelles Schlaufen-Legen zum Verkürzen und Loslassen zum Verlängern. Und sogar bei den Handwechseln hab ich mich nur ein einziges Mal verheddert ;-)

Squeeze Game kam danach, ich hab wieder Tonnen und Cavalettis aufgebaut, die Tonne diesmal liegend, damit das Seil da nicht immer so hängen bleibt und ihn bremst. Er war trotzdem blockiert und stand am Anfang bei der Tonne minutenlang still und konnte/wollte (?) nicht weiter. Das wundert mich und ist untypisch. Ich hab ihm Zeit gelassen und es ging dann. Noch mehr Zeit, bis es im Trab in beide Richtungen klappte. Aber das stehenbleiben, umdrehen, warten am Ende hat er nun verinnerlicht, wie es scheint, macht er hübsch selbständig. :-)

Dienstag, 23. November 2010

Heute war die emotionale Fitness wieder besser *uff*.

Ich hab zuerst Liberty gemacht, wieder mal etwas mehr Gas geben. Da ich jetzt leider wegen Mangel an Tageslicht nur die Halle (nur 12x25) zur Verfügung habe, bewegt sich das Tier viel zu wenig - sieht aus wie trächtig, der Herr ;-).
Ich hab 2 Stangen platziert, bei 3 und 9 h sozusagen des Zirkels, und dann ein lustiges Spiel gespielt - trabst du über die Stangen (er kann nach außen und innen ausweichen), gibts ein Bring Back, vielleicht sogar ein Kekserl. Trabst du nicht über die Stangen sondern weichst aus, musst du galoppieren (wobei mir dann egal ist wie lange, einfach nur mal angaloppieren, auch gut für die Kondi ;-) ).
Ich hab das schon einmal gemacht und bin erstaunt, wie schnell er das kapiert, mein kleiner Blitzkneißer. Ruckizucki wird über die Stangen getrabt und danach gefragt - sogar höflich - ob es jetzt ein Bring Back gibt. Hat toll geklappt und war endlich mal wieder etwas Bewegung.

Danach bin ich geritten und hab für das Rückwärts ohne Zügel auch meine Strategie etwas geändert. Wir sind getrabt, dann anhalten und gleich ins rückwärts fragen. Geht er auf Phase 1, 2 oder 3, gibts Pause, für niedrige Phasen Leckerli. Und statt einer Phase 4, bei der ich mich nur wieder ärgere und alles kaputt mach, wird halt wieder getrabt, wenn er das lieber möchte, schön flott und viele Runden. Danach wieder anbieten: Halt-Rückwärts. Rückwärts heißt Pause, nicht rückwärts heißt traben. Ich weiß zwar nicht, ob er das so kapieren kann oder ob diese Konsequenzen-Folge für ein Pferdehirn doch zu komplex ist, aber mir hilft das sehr, es so ein bisschen als Spiel zu sehen und mich daher nicht zu ärgern.
Schließlich hab ich dann auch keien Phase 4 mehr gebraucht und habe mit wirklich langen Pausen aufgebaut auf eine etwas längere Distanz rückwärts: 1 Schritt-Pause. 2 Schritte - pause. 3 Schritte - Pause. 4 Schritte.... bis zu 6 Schritten, denn 3 oder 5 scheint so eine magische Grenze zu sein - mehr rückwärts will Herr Billy normalerweise nicht. Es hat ihn gestresst, er begann wieder, mit der Lippe auf und zu zu klappen, und nach den 6 Schritten hat er 10x gegähnt, aber dann konnte ich ja eh schon aufhören mit einem schönen Abschluss.

Montag, 22. November 2010

Die emotionale Fitness *seufz*

Heut war ich emotional ganz und gar nicht fit und ärger mich über mich selbst.

Was ist passiert? Wieder einmal steck ich fest mit dem Rückwärts, weiß nicht warum, und wenn ich bei einer Sache durch Nachdenken nicht mehr weiterkomme und mir keine Lösungsmöglichkeiten mehr einfallen, dann werd ich grantig. Wenn ich grantig werde, wird auch der Billy grantig (zu Recht), und dann geht gar nix mehr.

Also wie erwähnt steckt das Rückwärts einfach auf einem bestimmten Niveau, und es wird und wird nicht besser. Ja wir können jetzt auf Phase 1-2 ganz ohne Zügel rückwärts gehen, aber erstens erst nach 30 Sekunden nachdenken (laaaange Phase 1, aber wie viele Jahre kann/darf/soll die so lang bleiben?) und zweitens ist nach spätestens 1,5 Schritten Schluss. Will ich mehr als eineinhalb Rückwärts-Tritte, muss ich bis mindestens Phase 3 gehen. Möchte ich eine schnellere Reaktion, brauchts Phase 4, dann werd ich (zumindest heut) schon emotional und dann geht gar nix mehr. Kein Millimeter geht dann mehr, nichtmal mit Phase 10 (eine Vermutung, das hab ich nicht ausprobiert).

Ich bin mal abgesessen, um mich wieder in den Griff zu kriegen (worauf ich ja schon stolz bin), und hab das Rückwärts vom Boden abgefragt. Da war ich dann sehr streng, aber kaum mehr emotional, immerhin. Der Bernie-Kurs vom Sommer kam mir wieder in Erinnerung: "Rückwärts ist auch nichts anderes als eine weitere Gangart." Ok, also hab ich versucht mir vorzustellen, was ich tun würde wenn Billy so wie er rückwärts geht, vorwärts geht. Er musste dann ziemlich viel rückwärts - ja, mehrere Runden. Wenn es flüssig wurde und flott, gabs Pause, und zwischendurch hab ich auch das Friendly Game kontrolliert und ob es für ihn noch ok ist, herzukommen. War beides in Ordnung, also war es wohl ok, obwohl Billy zwischendurch durchaus besorgt war ("was'n nu los??"). Ich musste auch da wieder an Bernie denken, der bei unserem Kurs Herrn Billy dahingehend analysierte, dass bei ihm Respektlosigkeit und Angst nah beieinander liegen - was bedeutet, dass man bei ihm bis an die Schwelle der Angst gehen muss, um Respekt zu erlangen. Eine Gratwanderung - dachte ich schon damals.

Ich weiß nicht ob ichs hingekriegt habe - jedenfalls war das Friendly Game und Draw weiter ok, und das Rückwärts am Boden besser. Im Sattel fehlt mir allerdings eine Strategie. Fordere ich wenig, belohne früh, bekomm ich immer weniger und weniger. Forder ich mehr und setze es härter durch, bekomm ich irgendwann gar nichts mehr...
Ideen willkommen...

Donnerstag, 18. November 2010

Heute zum Aufwärmen wieder On Line: Vorhand zu mir. Da herrscht jetzt einmal vorerst STillstand und es gab keine weitere Verbesserung. Ich werd's vielleicht ein bisschen ruhen lassen, was anderes tun und dann in ein paar Wochen wieder konzentriert öfter üben.

Dann bin ich etwas Freestyle geritten und hab weiterhin versucht, das rückwärts ohne zügel zu verbessern. Es musste leider - wie bei jeder Einheit 1x - mit einer deutlichen Phase 4 einmal knallen, und danach gings auf Phase 1 (Gewicht nach hinten) oder 2 (Beine leicht nach vorn und Fußspitzen anheben - als nächstes würde Füße wackeln folgen). Weil es dann wirklich gut war, bin ich gleich wieder abgesessen und hab Schluss gemacht.
Ich möcht nur einmal, dass es beim ersten Mal einer Einheit ohne Phase 4 geht - dann lass ich auch diese Übung wieder ein Weilchen ruhen. Eigentlich wollte ich das ganze längst aus dem Schritt und dann direkt aus dem Trab, aber es ist aus dem Halten dazu noch viel zu zäh... außerdem gefällt mir noch nicht ganz, dass Herr Billy nach maximal 5 Schritten die Übung als jedenfalls beendet ansieht. - Noch viel Arbeit! ;-)

Dienstag, 16. November 2010

Wir haben heute weiter On Line Dinge geübt. Zum einen zum zweiten Mal das Squeeze Game am 14m Seil und zum anderen das Vorhand-zu-mir weiter ausgebaut.

Vorhand-zu-mir geht nun auch in der Mitte der Bahn, ohne Hilfe einer Bande :-). Ich hab heute - Schrittchen für Schrittchen, nicht alles auf einmal - eine 360°-Drehung in jede Richtung verlangt. Es geht schon sehr gut, ich muss aber doch meistens mal antippen mit dem Stick am Widerrist auf der gegenüberliegenden Seite - also eine Phase 4.1. Danach geht es tw. auch auf Phase 2-3. Die Hinterhand geht auf Phase 1-2.
Schön ist, dass er wirklich eine hübsche Hinterhandwendung macht, die Hinterbeine bleiben brav stehen. Wenn ich zu schnell werde, weicht die Hinterhand nach außen aus. Und am Anfang gibts ein bisschen Missverständnisse, da denkt er ich möchte die Hinterhand zu mir haben. Zugegeben sind die Kommandos dafür aber auch sehr ähnlich.

Danach habe ich wieder die anspruchsvolle Hinderniskombi (2 Cavalettis parallel zur Bande + die hohe Tonne in der Mitte in 1m Abstand von der Bande) für das Squeeze Game aufgebaut. Ging besser als zuletzt, v.a. das Rope Handling - Billy hat sich heut nur ein einziges Mal im Rope verheddert. Der Trab kam etwas früher und schneller als beim letzten Mal, und er geht nun von sich aus bis zum Ende der Halle, wenn ich nicht vorher disengage. Disengagement auf Entfernung klappt toll.

Seil-Aufwickeln kann ich auch schon besser. Ich brauch jetzt nicht mehr 30, sondern nur noch 7 Minuten für das ganze Seil mit exakten, gleichmäßigen, kleinen Schlingen. ;-)

Mittwoch, 10. November 2010

Zitat

Außderdem seh ich mir im Moment viele DVDs ein weiteres Mal an, die laufen so im Hintergrund während ich versuche meine Wohnung wieder in etwas vorzeigbareren Zustand zu bringen (dass mich am Sonntag abend meine pingelige Nachbarin überfallen hat und ich ihr meine Wohnung im Dreckszustand zeigen musste, hat mich peinlich berührt).
Unter anderem hat sich mir da der folgende Satz grad so eingeprägt, weil er so schön ist:
"In muscle, there is strenght. In softness, there is power."
Mark Rashid, aus der DVD "Developing Softness"

Dienstag, 9. November 2010

Squeeze am 14m Seil

Ich bin nun alle Spiele am 14m Seil durchgegangen. Squeeze nun zuletzt.
Ich hasse dieses Ding, dauernd verheddere ich mich, v.a. wenn Hindernisse mit im Spiel sind.

Heute hab ich einen richtig laaangen und eeengen Squeeze-Gang gebaut. In der Mitte unsere riesige schwarze Tonne (fast schulterhoch, und in Folge forderte sie gemeinsam mit dem 14m Seil jede Menge Emotional Fitness von mir *grrr*) aufgestellt, etwas 1 m von der Wand. Billys Bauch passt so gerade vorbei *g*. Dann, um diesen Engpass zu verlängern, links und rechts, parallel zu Wand und auch genauso weit davon entfernt, also 1m ca., 2 Cavalettis. Ich wollte damit üben und mir und Billy helfen, dass er nach dem Squeeze etwas länger geradeaus geht, bevor ich die Hinterhand wegtreibe und er mich ansieht und wartet. Denn oft geht er am Engpass grade so vorbei, dreht sich sofort um steht dann direkt vor mir.

Die Übungsanordnung hat auch wirklich geholfen. Ich konnte das gesamte Seil ausnutzen und Billy an der ganzen langen Seite entlangdirigieren. Er hat dann schon sehr brav drauf geachtet, wann es soweit ist, dass er umdrehen soll und warten.

Billy war sehr sehr zäh am Anfang. Schlurfschritt, und vor der Tonne sooo eng an der Wand hatte er tatsächlich Probleme (kenne ich ja normal eher nicht bei ihm), da blieb er mehrmals stehen und stockte. Ich hab alles sehr langsam angehen lassen, ließ ihn das wirklich wirklich oft im ganz langsamen Schritt gehen und übte inzwischen, das Lasso auch zwischendurch aufzuwickeln, wenn Pferd sich bewegt *verhedder*. Nach und nach wurde er munterer und dann konnte ich auch Trab fragen. Zuerst ging der Trab nur in einer Hälfte - entweder vor oder nach der Tonne. Und schließlich trabte er super durch, auf beiden Seiten, damit hab ich mich dann zufrieden gegeben.

Montag, 1. November 2010

Her mit der Hinterhand, her mit der Vorhand

Kurz vor dem Wochenende hat Herr Billy gemeint eine Phlegmone aufreißen zu müssen. Und ich dachte schon, die Anfälligkeit dafür wär vorbei (im 1. Jahr als ich ihn hatte, hatte er 4 Phlegmonen - ich dachte damals das hängt am Immunsystem und Stress, den er durch den Stall-, Besitzer- und Geschlechtswechsel *g* sicherlich hatte). Nun gut, er scheint weiter anfällig.
GsD haben wir ja unsere TÄ neuerdings im Haus, Billy bekam Verband und Antibiotika und nach 2 Tagen ist das Beinchen nun wieder so wie es sein soll. Ich hoffe es kommt kein Rückschlag mehr.

Bedingt dadurch hab ich nur versucht ihn in gleichmäßiger ruhiger Schrittbewegung zu halten mit etwas ruhigem Trab. Wir haben z.B. unser Stick-to-Me im Trab bei verschiedenen Geschwindigkeiten geübt und das klappt super. Gaaaanz langsamer Trab - schneller Trab (so schnell ich halt kann *g*) - wieder Zeitlupentrab. Pferdchen bemüht sich sehr, mein langsamstes Tempo noch zu halten, das war wirklich toll.

Weiters haben wir inzwischen sehr gut zusammengebracht, die Hinterhand zu mir herzuschwenken. Das geht jetzt auf Phase 2, und zwar sowohl an der Bande als Hilfe als auch im freien Raum. Ich hab dann eine Übung gemacht: Ein SChrittchen Hinterhand weg, ein Schrittchen Hinterhand her ;-). Denn Billy soll möglichst nicht vergessen, wie das Kommando ist, die Hinterhand wegzutun.
Dementsprechend habe ich zum ersten Mal probiert, die Vorhand in einer sauberen Hinterhandwendung zu mir zu holen. Und: Hat geklappt! An der Bande haben wir eine 1A-180°-Hinterhandwendung zusammengebracht, mit Phase 3 ca.

Beides (Hinterhand und Vorhand) soll nun noch etwas besser werden, bevor ich mit Seitwärts zu mir her beginne.
Ich dachte ich schreib auch noch einmal auf, warum die Hinterhand zu einem her zuerst sehr gut sein soll, bevor man mit der Vorhand beginnt. Das habe ich wieder auf dem Bernie-Kurs gelernt (und in Praxis, weil ich ja nicht hören kann, auch am eigenen Leib ausprobiert *g*):
Beginnt man damit, dem Pferd beizubringen, dass es die Vorhand herschwenkt, ist die Chance relativ groß, dass es eine Ausgleichsbewegung mit der Hinterhand macht - also die Vorhand herschwenkt, gleichzeitig die Hinterhand aber weg (was nicht erwünscht ist, wir wollen ja eine saubere Drehung UM die Hinterhand, diese soll am Platz bleiben). Wenn ich nun links stehe und die Hinterhand nach rechts ausweicht, muss das Herholen der Hinterhand gut sitzen, um dem Pferdchen zu erklären, dass dies ungewünscht ist. Hat man vorher nicth geübt, die Hinterhand zu sich herzuholen, hat man in diesem Moment keine Chance, dieses unerwünschte Wegbewegen zu verhindern. Im Gegenteil hat man durch das Seil am Kopf sehr wohl eine Möglichkeit, aufs Vorderende einzuwirken, wenn man beginnt, das Pferdchen zu lehren, dass es die Hinterhand herschwenken soll. Da kann ich mit Seil verhindern, dass es die Schulter/Vorhand dafür wegdreht und wieder eine "Flaschendrehung" lernt.