you live you learn you love you learn you cry you learn you lose you learn you bleed you learn you scream you learn you grieve you learn you choke you learn you laugh you learn you choose you learn you pray you learn you ask you learn you live you learn
Alanis Morissette
Mittwoch, 29. April 2015
Irgendwie bin ich wieder mal fast 2 Wochen zu nix gekommen, Billy hatte quasi Urlaub.
Aber heute endlich wieder mal Zeit! Es ist schon soo schön lange hell!
Wir sind aufs Viereck mit 7m Seil und Knoti und haben wieder bodengearbeitet.
Übung 1 war ein Stick to Me mit Abstand, ¾ vom Seil ungefähr. Billy sollte sich meinem Gehtempo anpassen, mal schnell, mal langsam. Interessant: Langsam war heute schwieriger als schnell. Er trabte schnell nach, wenn er zurückblieb und ich ihn aufforderte, aber er war schwerer zu bremsen, wenn er überholte.
Wir gingen über zu Sideways. Machten wir heute durchgehend mit Hintern zum Zaun. Da habe ich einen schönen Anhaltspunkt, ob er vortritt oder nicht. Von rechts nach links taten wir uns schwer, unsere Distanz zu wahren, ich kam immer näher, und unglaublich frech hat er nach meiner Hand geschnappt, als ich mich auf die HH konzentriert habe. Mehr hat er nicht gebraucht, ab da hab ich die Distanz ohne Rücksicht auf Verluste durchgesetzt und er musste viel mehr Sideways gehen als ursprünglich geplant. Tsts. Ich hab begonnen Schritte zu zählen, wenn er schön mit dem Hinterbein kreuzt. Zuerst 3 - Belohnung, dann 4, dann 5, dann 6, 7, 8, 9, 10. Klappte gut so.
Als nächstes dann noch ein CG. Was heute genial gut war, war das Yoyo! Billy ging gerade rückwärts, während ich nur den Arm etwas hob und das Seil durch die Hand länger machte, brauchte kaum wackeln oder sonstwas. Ganz toll. Und freundlich! Nach dem CG wurde er etwas unfreundlicher, das machte ihm weniger Spaß heut. Nur rechte Hand. Ich spielte das Game of effort: Zählen, wie viele Trabtritte Billy von sich aus anbietet. 16. Reinholen loben, Pause. Das nächste Mal 16+1 verlangen. Waren 26. Wieder danach, wenn er aufhört von sich aus, reinholen, loben, Pause. Dann 26+1, das war schon schwieriger, wir mussten etliche Male ansetzen. Schließlich ist es gelungen, 32. Reinholen, Pause. Und dann 32+1, das war schwierig, weiß gar nicht wie oft wir angesetzt haben. Billy hatte genug, hörte immer wieder zum Traben auf, wenn ich ihn antrieb, galoppierte er dann gleich… naja, als ich schon dachte ich hab es übertrieben und hätte mich heut mit 32 zufrieden geben sollen, kamen 50 Tritte, und dann reinholen, Pause.
Als Abschlussübung habe ich ihn nochmal auf den Zirkel geschickt und im Galopp mal richtig zum Gasgeben aufgefordert, mit viel Körpereinsatz (seinerseits!). 1 Runde schnellen Galopp, und dann sind wir heim. Vielleicht mache ich das jetzt immer als „Feierabendübung“. Damit er weiß: Einsatz im Galopp lohnt sich.
Samstag, 18. April 2015
Bosal-Workshop IV - Raus aus dem Winterschlaf!
Juhu, heut wars soweit, Kurt war wieder bei uns!
Das Wetter war sehr bescheiden, es war Aprilwetter, aber so richtig. Sonne wechselte mit Hagel, Wind, Schüttregen, Graupeln, … alles im 5-Minuten-Takt.
Wir haben nach der langen Winterpause viel wiederholt, aber auch Neues war dabei. Zum Nachlesen: Bosal-Workshop I, II, III.
Übung 1) Verfeinern der Zügelführung und Neckreining:
Zum Aufwärmen sollten wir ganz ohne Zügel lenken und Figuren reiten. Das klappte bei Billy und mir gut, er hört ja jetzt so brav auf Gewicht. Wenn er aber nicht hört, so Kurt: ruhig mal deutlich mit dem Schenkel klopfen und „hallo“ sagen ;-). Es reichte einmal Klopfen, und Billy war wieder feiner als ich, d.h. wir kamen wie die Betrunkenen daher, weil er jede feinste Gewichtsverlagerung umsetzte. Dann zur Zügelführung. Kurt führte ein neues Feature ein, das Neckreining. Als neues Ziel gab uns Kurt die einhändige Führung des Bosals, die auch möglich ist. Wir sollten also in Vorbereitung darauf Neckreining üben: den inneren Zügel öffnen und gleichzeitig den äußeren an den Widerrist legen, das gleiche mit den Schenkeln: Inneren öffnen, wobei das bedeutete, die Zehenspitze nach außen zu drehen, und den äußeren anlegen, wobei das bedeutete, die Zehenspitze nach vorn zu drehen. Insgesamt sollten wir zunehmend mit allen Hilfen „kleiner werden“.
2) Galopp:
Ich hatte Kurt gebeten, den Galopp recht an den Anfang zu legen, weil Billy sonst nach einem vollen Kurstag immer schon lasch und der Galopp eine Qual für uns beide ist. Daher gingen wir recht früh zum Galopp über. Ich sollte auf einem großen Zirkel zuerst Biegung herstellen und angaloppieren. Klappte gut, aber Plan vom Angaloppieren hab ich nach wie vor nicht. Wir galoppieren einfach. Ich versuche außen zu sitzen dabei, ist für mich aber schwierig. Nach wie vor muss ich auf meine innere Schulter achten, sie soll nach vor, nicht zurück, nicht radfahren! Während des Galopps sollte ich dann immer wieder nach Biegung und Nachgeben fragen und wieder selbst nachgeben. Zeit für Pause und Lob ist schon nach ein paar guten Sprüngen. Wir bekamen das eigentlich überraschend gut hin (besser als beim Üben allein jedenfalls) und nun muss ich es einfach nur üben.
3) Tempokontrolle: Wir ritten langsamen und schnellen Trab, kontrolliert über den Sitz. Das klappte super bei Billy. Wenn er nicht gerade sehr aufgeregt und unkonzentriert herumtrabselt, hört er mir brav zu. Zum langsamer-Werden dabei einsitzen wie zum Anhalten.
4) Die Tempokontroll-Übung ist die perfekte Vorbereitung für die Schaukelübungen: Wichtig dabei: Schon beim Anhalten sollte ich ans Rückwärts denken. Wenn es über den Sitz allein nicht schon klappt, als nächste Phase der Hilfen den Schenkel deutlich vor dem Gurt einsetzen. Ich sollte mehr fordern, so lange rückwärts gehen, auch mit stärkeren Hilfe-Phasen, also leichtem Klopfen, bis ich spüren kann, dass das Rückwärts flüssig wird und die Kruppe sich senkt. Das haben wir ja in letzter Zeit so gut hingekriegt immer, so weich und flüssig… aber es gab natürlich den Vorführ-Effekt, Billy sträubte sich und ich musste leicht diskutieren, dann gings.
5) Kruppe weichen lassen im Schritt: Als nächstes diese bekannte Übung. Billy machte sie ganz gut, beim ersten Mal war er mir zu lasch, aber ein Gertenklopfer erinnerte ihn daran, dass er sich Mühe geben soll. Das Untertreten mit dem inneren Hinterbein soll langsam automatisiert passieren, wenn ich den inneren Zügel anhebe und mein Gewicht nach außen-vorn verlagere. Letzteres mach ich wohl noch zu übertrieben, das muss ich mir bald abgewöhnen, sonst bleibts. Ich soll das ganze jetzt auch im Trab üben, dann allerdings die Kruppe nicht mehr wirklich zur Seite schwenken lassen, es geht nur um das Untertreten des inneren Hinterbeins. Irgendwann ganz später soll das ganze dann auch automatisiert im Galopp funktionieren.
6) Schulterherein: Am Schluss gingen wir noch zu den Seitengängen über. Schulterherein macht Billy richtig gut. Innerer Zügel soll die Stellung nur halten, äußerer Zügel macht auf nach vorne. Die Schenkel kontrollieren die Schultern (vor dem Gurt) und die Kruppe (hinter dem Gurt). Kurt verlangte von uns dabei auch, dass wir ihm benennen, wann das innere Bein vortritt – oje. Ging aber doch. Wenn sich die Hüfte senkt, tritt es vor, fertig. Keine Ahnung, warum ich mir damit so schwer tu.
7) Und dann kam eine neue Übung dazu: Kruppherein! Das passte zufällig dazu, was ich vor ein paar Tagen geübt hatte, nämlich dass Billy die Hinterhand auf Schenkelanlegen in die Biegung hinein bewegen soll. Bisher hat er sie ja eher aus der Biegung heraus bewegt, was einfacher ist. Wir ritten nun auf dem Hufschlag, gaben wenig Stellung. Die Kruppe wird dann im Schritt mit dem Außenschenkel nach innen gebogen, nur ganz wenig. Ich tendierte dazu, zu viel zu wollen. Auf der linken Hand machte Billy das exzellent, das fühlte sich so einfach und leicht an! Er verstand sofort und setzte es um und ging einfach mal so im Kruppherein dahin. Rechte Hand taten wir uns dann schwerer. Kurt empfahl, das ganze dann im Stand zu üben, genau wie ich das letztens gemacht habe. Billy und ich mühten uns ab, er regt sich dann etwas auf und beginnt manchmal rückwärts zu rennen, aber zum Schluss kapierte ers. Wird schon. Wir werden das gut üben.
Freue mich schon aufs nächste Mal, aber jetzt sind Mitte Mai mal Berni Zambail und dann Mitte Juli David Lichman dran! Puh, ein enger Kurskalender! ;-)
Das Wetter war sehr bescheiden, es war Aprilwetter, aber so richtig. Sonne wechselte mit Hagel, Wind, Schüttregen, Graupeln, … alles im 5-Minuten-Takt.
Wir haben nach der langen Winterpause viel wiederholt, aber auch Neues war dabei. Zum Nachlesen: Bosal-Workshop I, II, III.
Übung 1) Verfeinern der Zügelführung und Neckreining:
Zum Aufwärmen sollten wir ganz ohne Zügel lenken und Figuren reiten. Das klappte bei Billy und mir gut, er hört ja jetzt so brav auf Gewicht. Wenn er aber nicht hört, so Kurt: ruhig mal deutlich mit dem Schenkel klopfen und „hallo“ sagen ;-). Es reichte einmal Klopfen, und Billy war wieder feiner als ich, d.h. wir kamen wie die Betrunkenen daher, weil er jede feinste Gewichtsverlagerung umsetzte. Dann zur Zügelführung. Kurt führte ein neues Feature ein, das Neckreining. Als neues Ziel gab uns Kurt die einhändige Führung des Bosals, die auch möglich ist. Wir sollten also in Vorbereitung darauf Neckreining üben: den inneren Zügel öffnen und gleichzeitig den äußeren an den Widerrist legen, das gleiche mit den Schenkeln: Inneren öffnen, wobei das bedeutete, die Zehenspitze nach außen zu drehen, und den äußeren anlegen, wobei das bedeutete, die Zehenspitze nach vorn zu drehen. Insgesamt sollten wir zunehmend mit allen Hilfen „kleiner werden“.
2) Galopp:
Ich hatte Kurt gebeten, den Galopp recht an den Anfang zu legen, weil Billy sonst nach einem vollen Kurstag immer schon lasch und der Galopp eine Qual für uns beide ist. Daher gingen wir recht früh zum Galopp über. Ich sollte auf einem großen Zirkel zuerst Biegung herstellen und angaloppieren. Klappte gut, aber Plan vom Angaloppieren hab ich nach wie vor nicht. Wir galoppieren einfach. Ich versuche außen zu sitzen dabei, ist für mich aber schwierig. Nach wie vor muss ich auf meine innere Schulter achten, sie soll nach vor, nicht zurück, nicht radfahren! Während des Galopps sollte ich dann immer wieder nach Biegung und Nachgeben fragen und wieder selbst nachgeben. Zeit für Pause und Lob ist schon nach ein paar guten Sprüngen. Wir bekamen das eigentlich überraschend gut hin (besser als beim Üben allein jedenfalls) und nun muss ich es einfach nur üben.
3) Tempokontrolle: Wir ritten langsamen und schnellen Trab, kontrolliert über den Sitz. Das klappte super bei Billy. Wenn er nicht gerade sehr aufgeregt und unkonzentriert herumtrabselt, hört er mir brav zu. Zum langsamer-Werden dabei einsitzen wie zum Anhalten.
4) Die Tempokontroll-Übung ist die perfekte Vorbereitung für die Schaukelübungen: Wichtig dabei: Schon beim Anhalten sollte ich ans Rückwärts denken. Wenn es über den Sitz allein nicht schon klappt, als nächste Phase der Hilfen den Schenkel deutlich vor dem Gurt einsetzen. Ich sollte mehr fordern, so lange rückwärts gehen, auch mit stärkeren Hilfe-Phasen, also leichtem Klopfen, bis ich spüren kann, dass das Rückwärts flüssig wird und die Kruppe sich senkt. Das haben wir ja in letzter Zeit so gut hingekriegt immer, so weich und flüssig… aber es gab natürlich den Vorführ-Effekt, Billy sträubte sich und ich musste leicht diskutieren, dann gings.
5) Kruppe weichen lassen im Schritt: Als nächstes diese bekannte Übung. Billy machte sie ganz gut, beim ersten Mal war er mir zu lasch, aber ein Gertenklopfer erinnerte ihn daran, dass er sich Mühe geben soll. Das Untertreten mit dem inneren Hinterbein soll langsam automatisiert passieren, wenn ich den inneren Zügel anhebe und mein Gewicht nach außen-vorn verlagere. Letzteres mach ich wohl noch zu übertrieben, das muss ich mir bald abgewöhnen, sonst bleibts. Ich soll das ganze jetzt auch im Trab üben, dann allerdings die Kruppe nicht mehr wirklich zur Seite schwenken lassen, es geht nur um das Untertreten des inneren Hinterbeins. Irgendwann ganz später soll das ganze dann auch automatisiert im Galopp funktionieren.
6) Schulterherein: Am Schluss gingen wir noch zu den Seitengängen über. Schulterherein macht Billy richtig gut. Innerer Zügel soll die Stellung nur halten, äußerer Zügel macht auf nach vorne. Die Schenkel kontrollieren die Schultern (vor dem Gurt) und die Kruppe (hinter dem Gurt). Kurt verlangte von uns dabei auch, dass wir ihm benennen, wann das innere Bein vortritt – oje. Ging aber doch. Wenn sich die Hüfte senkt, tritt es vor, fertig. Keine Ahnung, warum ich mir damit so schwer tu.
7) Und dann kam eine neue Übung dazu: Kruppherein! Das passte zufällig dazu, was ich vor ein paar Tagen geübt hatte, nämlich dass Billy die Hinterhand auf Schenkelanlegen in die Biegung hinein bewegen soll. Bisher hat er sie ja eher aus der Biegung heraus bewegt, was einfacher ist. Wir ritten nun auf dem Hufschlag, gaben wenig Stellung. Die Kruppe wird dann im Schritt mit dem Außenschenkel nach innen gebogen, nur ganz wenig. Ich tendierte dazu, zu viel zu wollen. Auf der linken Hand machte Billy das exzellent, das fühlte sich so einfach und leicht an! Er verstand sofort und setzte es um und ging einfach mal so im Kruppherein dahin. Rechte Hand taten wir uns dann schwerer. Kurt empfahl, das ganze dann im Stand zu üben, genau wie ich das letztens gemacht habe. Billy und ich mühten uns ab, er regt sich dann etwas auf und beginnt manchmal rückwärts zu rennen, aber zum Schluss kapierte ers. Wird schon. Wir werden das gut üben.
Freue mich schon aufs nächste Mal, aber jetzt sind Mitte Mai mal Berni Zambail und dann Mitte Juli David Lichman dran! Puh, ein enger Kurskalender! ;-)
Dienstag, 7. April 2015
Im Forum der "Natural Friends" haben wir einen Virtuellen Playday ausgerufen. Es gibt ein vorgegebenes Stangenmuster, und jeder lässt sich etwas Kreatives damit einfallen.
Da machen wir natürlich auch mit! Das Stangenmuster sind 4 Stangen, die im Abstand 1,35 aufgelegt sind und dabei um die Hälfte versetzt sind.
Ich hatte heut den Plan, online das folgende Muster zu probieren: Billy aus Zone 1 seitwärts schicken, über die uns nächste Stange. Dann rückwärts bis zur nächsten Stange, und seitwärts wieder über diese drüber, jetzt natürlich in die andere Richtung. Wieder rückwärts bis zur 3. STange, seitwärts drüber, wieder rückwärts bis zur 4., wieder seitwärts in die andere Richtung. Bei gutem Gelingen dann dasselbe retour, also von der 4. Stange dann vorwärts zur 3., zur 2., zur 1.
Ja schmeck's!!! Schon nach 5 Minuten hatte ich die bittere Erkenntnis: Ich hab unsere Bodenarbeit wirklich sehr vernachlässigt. Und das ungeliebte Seitwärts sowieso! Da ging gar nix. Billy spielte mit den leichten Kunststoffstangen, die wir haben, höchstens Mikado. Er verstand schon grundsätzlich das Seitwärts nicht... ich habe offenbar in letzter Zeit übertrieben zu üben, dass wir mal den einen, mal den anderen Fuß über die Stange setzen. Ständig wollte er die Vorderfüße rückwärts über die Stange setzen, oder er suchte schon mit den Hinterfüßen "Wo ist die Stange, muss sicher drübersteigen!!". Erhöhte ich die Phasen, um ein sauberes Seitwärts zu bekommen, wurde er hektisch und aufgeregt und verstand die Welt nicht mehr.
Ich gab das Muster recht bald auf und legte die Stangen dann in einer langen Linie aneinander, um immer nur wenige Tritte seitwärts mit anschließendem Lob zu üben. Ging aber auch recht schlecht, also kehrte ich ganz zum Start zurück und übte simples Sideways aus Zone 3 quer übers Viereck und dann am Zaun entlang; letzteres mal mit dem Kopf zum Zaun, dann mit dem Hintern zum Zaun.
Interessant ist, dass sich Billys "Ausweichtaktik" gewandelt hat. Früher stapfte er immer vorwärts, um dem Seitwärts zu entkommen. Jetzt habe ich so viel Rückwärts geübt, dass dies seine Ausweichtaktik wurde - ich hatte - ganz was Neues, darauf musste ich mich erstmal einstellen!! - ganz schön zu tun, ihn immer wieder vorwärts zu schicken, weil er immer nach rückwärts auswich oder dachte, das soll er.
Das Seitwärts klappte dann zum Schluss besser; ich habe wieder die konsequente "hart, aber herzlich"-Methode angewandt, also es gab durchaus feste Klopfer mit dem Stick-Ende auf den Popo, wenn der hinterherhinkte. Billy wurde da dann wieder sehr flott, sein Hinterteil in Sicherheit zu bringen und sich zu konzentrieren (Unkonzentriertheit war nämlich heute unser Hauptfeind, schien es).
Und auch wie immer in letzter Zeit hatte ich zuerst Zweifel, ob ich nicht zu hart bin - und der Zweifel wandelte sich, wie ebenfalls oft in letzter Zeit, in Verwunderung, dass Billy die "hart-aber-herzlich"-Methode mit klaren Ansagen deutlich sympathsicher zu finden scheint als nörgelndes Wischiwaschi - er wurde aufmerksam, aber nie grantig, die Ohren waren vorne, nie hinten, und am Ende jeder Seitwärtsphase kam er mit freundlichem Gesicht auf Aufforderung zu mir und holte sich sein Leckerli ab. Ganz am Schluss, nachdem ich weggeräumt hatte, ließ er auf Zuruf sogar vom Gras ab und kam freundlich und freudig auf mich zugetrabt.... zum Staunen....
Da machen wir natürlich auch mit! Das Stangenmuster sind 4 Stangen, die im Abstand 1,35 aufgelegt sind und dabei um die Hälfte versetzt sind.
Ich hatte heut den Plan, online das folgende Muster zu probieren: Billy aus Zone 1 seitwärts schicken, über die uns nächste Stange. Dann rückwärts bis zur nächsten Stange, und seitwärts wieder über diese drüber, jetzt natürlich in die andere Richtung. Wieder rückwärts bis zur 3. STange, seitwärts drüber, wieder rückwärts bis zur 4., wieder seitwärts in die andere Richtung. Bei gutem Gelingen dann dasselbe retour, also von der 4. Stange dann vorwärts zur 3., zur 2., zur 1.
Ja schmeck's!!! Schon nach 5 Minuten hatte ich die bittere Erkenntnis: Ich hab unsere Bodenarbeit wirklich sehr vernachlässigt. Und das ungeliebte Seitwärts sowieso! Da ging gar nix. Billy spielte mit den leichten Kunststoffstangen, die wir haben, höchstens Mikado. Er verstand schon grundsätzlich das Seitwärts nicht... ich habe offenbar in letzter Zeit übertrieben zu üben, dass wir mal den einen, mal den anderen Fuß über die Stange setzen. Ständig wollte er die Vorderfüße rückwärts über die Stange setzen, oder er suchte schon mit den Hinterfüßen "Wo ist die Stange, muss sicher drübersteigen!!". Erhöhte ich die Phasen, um ein sauberes Seitwärts zu bekommen, wurde er hektisch und aufgeregt und verstand die Welt nicht mehr.
Ich gab das Muster recht bald auf und legte die Stangen dann in einer langen Linie aneinander, um immer nur wenige Tritte seitwärts mit anschließendem Lob zu üben. Ging aber auch recht schlecht, also kehrte ich ganz zum Start zurück und übte simples Sideways aus Zone 3 quer übers Viereck und dann am Zaun entlang; letzteres mal mit dem Kopf zum Zaun, dann mit dem Hintern zum Zaun.
Interessant ist, dass sich Billys "Ausweichtaktik" gewandelt hat. Früher stapfte er immer vorwärts, um dem Seitwärts zu entkommen. Jetzt habe ich so viel Rückwärts geübt, dass dies seine Ausweichtaktik wurde - ich hatte - ganz was Neues, darauf musste ich mich erstmal einstellen!! - ganz schön zu tun, ihn immer wieder vorwärts zu schicken, weil er immer nach rückwärts auswich oder dachte, das soll er.
Das Seitwärts klappte dann zum Schluss besser; ich habe wieder die konsequente "hart, aber herzlich"-Methode angewandt, also es gab durchaus feste Klopfer mit dem Stick-Ende auf den Popo, wenn der hinterherhinkte. Billy wurde da dann wieder sehr flott, sein Hinterteil in Sicherheit zu bringen und sich zu konzentrieren (Unkonzentriertheit war nämlich heute unser Hauptfeind, schien es).
Und auch wie immer in letzter Zeit hatte ich zuerst Zweifel, ob ich nicht zu hart bin - und der Zweifel wandelte sich, wie ebenfalls oft in letzter Zeit, in Verwunderung, dass Billy die "hart-aber-herzlich"-Methode mit klaren Ansagen deutlich sympathsicher zu finden scheint als nörgelndes Wischiwaschi - er wurde aufmerksam, aber nie grantig, die Ohren waren vorne, nie hinten, und am Ende jeder Seitwärtsphase kam er mit freundlichem Gesicht auf Aufforderung zu mir und holte sich sein Leckerli ab. Ganz am Schluss, nachdem ich weggeräumt hatte, ließ er auf Zuruf sogar vom Gras ab und kam freundlich und freudig auf mich zugetrabt.... zum Staunen....
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