*Brrr* ist das kalt! -10° oder so!
Wir haben uns heute in der Halle daran gemacht, die Lücken zu stopfen, die bei der letzen Einheit aufgefallen sind. Die da waren: Wenn ich Billy bitte, mit einem Körperteil zu weichen, weicht das entgegengesetzte Ende vom Pferd in die entgegengesetzte Richtung. D.h., ich kann eigentlich nicht einen Körperteil separat ansprechen.
Zuerst sind wir die Sache vom Boden aus angegangen, im Stehen. Zuerst überprüft: Billy weicht mit seinem Popo sehr fein auf mich zu. Gehorsam und Reaktion also fein. Aaaber, der Kopf weicht dabei von mir weg, manchmal dreht er auch die Vorhand (er macht zwar keinen Schritt, steigt aber um). Nun hab ich von ihm gefordert, dass er den Kopf da behält, zumindest gerade, besser noch einen Tick zu mir gestellt, und dann gleichzeitig die Hinterhand zu mir weicht, also quasi in eine Biegung hineinweicht. Puh, dass das so schwierig ist, hatte ich nciht gedacht! Links hat er es relativ bald umgesetzt; rechts tat er sich total schwer und verfiel dann auch in typische Billy-Verhaltensmuster von früher, wurde grantig, weil er nicht kapierte was ich wollte, oder es vielleicht auch nur körperlich nicht umsetzen konnte. Er lief rückwärts, er wich gegen den Druck von mir weg statt zu mir her, er lief Volltraversalen, also vollständig seitwärts, auf mich zu und von mir weg, aber ich konnte durchhalten, bis er die richtige Antwort ansatzweise anbot. Wir konnten so auch auf der rechten Seite gut abschließen. ;-)
Dann in den Sattel, vor den Spiegel aufgestellt und dasselbe von oben! Auch hier wars rechts schwieriger, aber Billy war sehr bemüht. Zum Schluss sah es richtig gut aus im Spiegel; Vorhand und Kopf/Hals blieben ziemlich genau in ihrer Position, nur die Hinterhand schwenkte auf eine zweite Spur, rechts oder links.
Wir machten weiter mit Karen Rohlfs Übungen, das Gewicht vermehrt auf die Hinterhand zu bringen. Dazu gibt es die Übung, Übergänge vom und ins Rückwärts zu machen, bis man nur noch andeutungsweise danach fragen muss, und das Pferd balanciert sich neu aus. Wir haben also Übergänge vom Schritt direkt ins Rückwärts und auch vom Trab ins Rückwärts gemacht. Rückwärts ist weiterhin sehr gut! Wir können es noch nicht wirklich fließend, es ist immer noch ein mehr oder weniger langer Moment "Halt" drin, bevor es rückwärts geht, im Schritt wurde der Moment dann aber schon sehr kurz, fast flüssiger Übergang von vorwärts ins rückwärts und umgekehrt. Ich begann dann, wie in der Übung beschrieben, nur noch kurz anzufragen, ob Billy rückwärts gehen würde, und auf die Gewichtsverlagerung zu warten, und wenn sie willig da ist, gleich weiterreiten. Es hat gut geklappt, tatsächlich fühlt sich das Pferd dann 2 oder 3 Schritte (alles im Schritt) etwas mehr "bergauf" an, aaaber ich bekam ein bisschen das Gefühl, dass Billy sich leicht gefoppt fühlt: "willst du nun rückwärts oder nicht, und wenn nicht, warum fragst du blöde??" Jedenfalls wurde die Antwort immer weniger willig, ich ließ ihn dann auch mal wieder etliche Schritte wirklich rückwärts gehen.
Eine weitere Übung ist, die Schultern einzeln anzuheben. Beginnt man ebenfalls vom Boden, im Grunde ist es eine Vorstufe zum Spanischen Schritt. Ich hoffe dass unser Respekt voreinander soweit gediehen ist, dass ich ihm das nun beibringen kann. Dass er vom Boden aus die Beine auf ein leichtes Gertentippen an die Schulter/Hals anhebt, war relativ schnell etabliert. ich muss nur aufpassen, wo ich das Signal einlerne, denn Stick an der Schulter weiter hinten/unten heißt, dass die Schulter weichen soll. So hat Billy das am Anfang auch interpretiert, dann habe ich eben vorerst ganz unten touchiert.
Dann war ich auch so erfroren, dass ich aufgehört habe *br*. Nächstes Mal hier dann weiter!
you live you learn you love you learn you cry you learn you lose you learn you bleed you learn you scream you learn you grieve you learn you choke you learn you laugh you learn you choose you learn you pray you learn you ask you learn you live you learn
Alanis Morissette
Dienstag, 31. Januar 2012
Samstag, 28. Januar 2012
Heute konnte ich das Wetter nutzen und mit einer Stallkollegin ausreiten! Es war zwar eisig kalt mit ein paar Minusgraden, aber dafür strahlend blauer Himmel. Alle Wiesen gefroren und daher bereitbar. Es ging sich sogar ein bisschen Trab und ein Stückchen Galopp aus.
Es wurde ein schönes Stündchen an Ausritt, wir haben auch einen neuen Weg erkundet, der dann nur leider eine Sackgasse war.
Billy war vollkommen relaxt und brav, auf dem neuen Wegstück neugierig, aber nervenstark (Frauli weniger *ähem*).
Beim Zurückgehen blieb er brav stehen, bis Frauli ein Tor geöffnet hatte und wieder aufgestiegen war.
Es wurde ein schönes Stündchen an Ausritt, wir haben auch einen neuen Weg erkundet, der dann nur leider eine Sackgasse war.
Billy war vollkommen relaxt und brav, auf dem neuen Wegstück neugierig, aber nervenstark (Frauli weniger *ähem*).
Beim Zurückgehen blieb er brav stehen, bis Frauli ein Tor geöffnet hatte und wieder aufgestiegen war.
Freitag, 27. Januar 2012
Meine Idee, die Whoosh-Übung auf die Mittellinie zu verlegen, war eine gute - da wurden gleich alle Lücken schonungslos aufgedeckt!
Zuerst OnLine am kurzen Seil - das ging eigentlich noch ganz gut. Von der Reaktion her sogar super! Ich stellte eine schmale Gasse aus Pylonen in größeren Abständen auf, da gings dann durch. Immer einmal durch diese Gasse, mit Weich-Übungen, dann zurück über die Hälfte der Bahn am Hufschlag, dort haben wir dann die Energie-Übungen (Schleichschritt und ganz schneller Schritt oder Antraben) gemacht. Die ersten Durchgänge forderte ich in der Gasse, dass Billy das Hinterteil von mir weg zur Seite nimmt. Klappte ganz hervorragend, und wir konnten danach immer gleich flüssig weitergehen. Pause gabs am Ende der Gasse. Ein paarmal von der einen, dann von der anderen Seite. Dann dasselbe mit der Schulter. Klappte auch super gut. Die nächsten Durchgänge dann das ganze nicht von mir weg, sondern auf mich zu --> perfekt machte das der Billy! Und als Höhepunkt ein paar Durchgänge auf jeder Seite, wo er richtig aufpassen musste: Einmal Hinterhand zu mir her, einmal von mir weg, einma Schulter von mir weg, einmal zu mir her. Wir schafften das fast fehlerlos ohne Missverständnisse, waren beide sehr stolz :-).
Dann gings in den Sattel und ich ritt die Gasse. Und da an der einen kurzen Seite ein Spiegel ist (auf den ich zugegebenermaßen sehr selten hinschaue), offenbarten sich dann all die Fehler, die beim REiten zutage treten. Ich bilde mir ein, dass es vom Boden besser ist, also muss es wohl an mir liegen... jedenfalls kann Billy keinen graden Schritt gehen, wie der Spiegel offenbart! Nicht weil er so ein schlangengleiches Pferd ist - eigentlich habe ich immer den Eindruck, das Pferd läuft wie ein Bulldozer auf Schienen - sondern weil er jetzt tatsächlich so fein auf Schenkel und auch Zügel und ich glaube Körper reagiert, dass er jede Gewichtsverlagerung umsetzt. Jedenfalls wollte ich anfangs einfach gerade durch die Gasse reiten, zum ersten Mal kontrolliert im Spiegel - ging nicht! Er kam ein wenig vom Weg ab, mein Hauch von Schenkel (zumindest ist es meine Intention, nur zu hauchen) schickt ihn aber dann wieder zuviel in die andere Richtung, Schenkel eine Spur zu weit hinten, dann dreht die Hinterhand weg, oder am Gurt, dann dreht die Vorderhand weg. Beim Anreiten driftet er prinzipiell zur Seite, weil einer meiner Schenkel denke ich stärker einwirkt - puuuuuh, große Baustelle! Fiel mir am Hufschlag nie so auf, tja!
Obwohl ich wohl das Geradeausreiten üben sollte (Vorsatz für die nächten Einheiten), habe ich dann trotzdem mein geplantes Programm durchgezogen und auf der (nicht wirklich) geraden Linie die Hinterhand oder die Vorhand weichen lassen - und auch hier hat sich gezeigt, dass Billy sich weniger biegt, wie ich vom Boden aus eigentlcih schon den Eindruck hatte, sondern einfach mit dem anderen Ende in die gegengesetzte Richtung ausweicht. Sprich: Will ich die Hinterhand z.B. nach links verschieben, dann macht er das zwar, aber gleichzeitig weicht die vorhand nach rechts aus.
Zum Schluss bin ich dann noch etwas auf dem Zirkel getrabt und habe dabei - wieder eine Karen Rohlf Übung - mit der eigenen Balance gespielt und versucht, Billy auf die Zirkellinie "einzubiegen", d.h. zu fühlen, welcher Körperteil nicht in Balance ist (meist fällt er auf die innere Schulter) und das zu reparieren. Tatsächlich funktioniert es gut, im eigenen Körper zu tun, was das Pferd in seinem Körper tun soll. Fällt er zuviel auf die innere Schulter, hat es tatsächlich was gebracht, meine eigene innere Schulter etwas anzuheben und das Gewicht damit minimal nach außen zu verlagern. Er schien sich dann leichter zu tun mit dem (kleinen) Zirkel...
Also, genug zum Üben und Experimentieren für die nächsten Wochen!!
Zuerst OnLine am kurzen Seil - das ging eigentlich noch ganz gut. Von der Reaktion her sogar super! Ich stellte eine schmale Gasse aus Pylonen in größeren Abständen auf, da gings dann durch. Immer einmal durch diese Gasse, mit Weich-Übungen, dann zurück über die Hälfte der Bahn am Hufschlag, dort haben wir dann die Energie-Übungen (Schleichschritt und ganz schneller Schritt oder Antraben) gemacht. Die ersten Durchgänge forderte ich in der Gasse, dass Billy das Hinterteil von mir weg zur Seite nimmt. Klappte ganz hervorragend, und wir konnten danach immer gleich flüssig weitergehen. Pause gabs am Ende der Gasse. Ein paarmal von der einen, dann von der anderen Seite. Dann dasselbe mit der Schulter. Klappte auch super gut. Die nächsten Durchgänge dann das ganze nicht von mir weg, sondern auf mich zu --> perfekt machte das der Billy! Und als Höhepunkt ein paar Durchgänge auf jeder Seite, wo er richtig aufpassen musste: Einmal Hinterhand zu mir her, einmal von mir weg, einma Schulter von mir weg, einmal zu mir her. Wir schafften das fast fehlerlos ohne Missverständnisse, waren beide sehr stolz :-).
Dann gings in den Sattel und ich ritt die Gasse. Und da an der einen kurzen Seite ein Spiegel ist (auf den ich zugegebenermaßen sehr selten hinschaue), offenbarten sich dann all die Fehler, die beim REiten zutage treten. Ich bilde mir ein, dass es vom Boden besser ist, also muss es wohl an mir liegen... jedenfalls kann Billy keinen graden Schritt gehen, wie der Spiegel offenbart! Nicht weil er so ein schlangengleiches Pferd ist - eigentlich habe ich immer den Eindruck, das Pferd läuft wie ein Bulldozer auf Schienen - sondern weil er jetzt tatsächlich so fein auf Schenkel und auch Zügel und ich glaube Körper reagiert, dass er jede Gewichtsverlagerung umsetzt. Jedenfalls wollte ich anfangs einfach gerade durch die Gasse reiten, zum ersten Mal kontrolliert im Spiegel - ging nicht! Er kam ein wenig vom Weg ab, mein Hauch von Schenkel (zumindest ist es meine Intention, nur zu hauchen) schickt ihn aber dann wieder zuviel in die andere Richtung, Schenkel eine Spur zu weit hinten, dann dreht die Hinterhand weg, oder am Gurt, dann dreht die Vorderhand weg. Beim Anreiten driftet er prinzipiell zur Seite, weil einer meiner Schenkel denke ich stärker einwirkt - puuuuuh, große Baustelle! Fiel mir am Hufschlag nie so auf, tja!
Obwohl ich wohl das Geradeausreiten üben sollte (Vorsatz für die nächten Einheiten), habe ich dann trotzdem mein geplantes Programm durchgezogen und auf der (nicht wirklich) geraden Linie die Hinterhand oder die Vorhand weichen lassen - und auch hier hat sich gezeigt, dass Billy sich weniger biegt, wie ich vom Boden aus eigentlcih schon den Eindruck hatte, sondern einfach mit dem anderen Ende in die gegengesetzte Richtung ausweicht. Sprich: Will ich die Hinterhand z.B. nach links verschieben, dann macht er das zwar, aber gleichzeitig weicht die vorhand nach rechts aus.
Zum Schluss bin ich dann noch etwas auf dem Zirkel getrabt und habe dabei - wieder eine Karen Rohlf Übung - mit der eigenen Balance gespielt und versucht, Billy auf die Zirkellinie "einzubiegen", d.h. zu fühlen, welcher Körperteil nicht in Balance ist (meist fällt er auf die innere Schulter) und das zu reparieren. Tatsächlich funktioniert es gut, im eigenen Körper zu tun, was das Pferd in seinem Körper tun soll. Fällt er zuviel auf die innere Schulter, hat es tatsächlich was gebracht, meine eigene innere Schulter etwas anzuheben und das Gewicht damit minimal nach außen zu verlagern. Er schien sich dann leichter zu tun mit dem (kleinen) Zirkel...
Also, genug zum Üben und Experimentieren für die nächsten Wochen!!
Dienstag, 24. Januar 2012
Es schneit und ist kalt! Billys Beine sind wieder 100% klar. Obs mit dem Wetter zusammenhängt??
Wir haben heute die "Whoosh"-Übung von Karen Rohlf weiter vorangebracht.
Zuerst aber Aufwärmen mit verschiedenen Schrittgeschwindigkeiten. Billy war heut ungewöhnlich flott unterwegs. Wir gingen einfach auf dem Hufschlag, und ich versuchte, nur mit Energie-Auf und Ab ihn langsamer oder schneller zu machen. Hat ganz ganz hervorragend funktioniert! Schleichschritt, schneller Schritt, mittlerer Schritt, ganz toll.
Dann ging ich zum Zirkel über. Billy ging auf dem Hufschlag und ich innen an ihm dran. Im Gegensatz zum letzten Mal habe ich mich heute vorerst auf die Schulter konzentriert. An der offenen Seite des Zirkels und in den "Ecken" (an den anderen Stellen ist die Bande im Weg) versuchte ich auf ein Porcupine Game, möglihcst sanft, ein "whoosh"-artiges Weichen zu bekommen, also flüssig, prompt, willig. Am Anfang war das schwierig, bald habe ich auch erkannt, dass es mit der bloßen Hand um einiges besser geht als gleich mit dem Stick. Wenn er allerdings auf die Hand und Energie nicht reagieren wollte, gabs einen GErtenklaps (momentan arbeite ich lieber mit meiner kurzen Dressurgerte, die ruft wesentlich mehr Respekt hervor und ist viel besser zu handhaben), also nur noch entweder Phase 1 oder Phase 4. Er hats schon verstanden, worum es geht ;-). Anfangs war Billy grantig, aber die Schulter wich mit der Wiederholung immer flüsssiger nach außen, und je weniger Druck ich brauchte, umso gelassener nahms dann auch der Billy. An der offenen Seite konnten wir dann wirklich ein schönes Weichen nach außen mit guter offener Schulter und einem großen Schritt erreichen. Das habe ich dann mit Gleich-Weitergehen kombiniert, klappte auch gut.
DAsselbe dann noch an der Hinterhand, klappte auch super.
Danach hab ich die gleiche Übung gemacht, aber so, dass Billy den Hintern bzw. die Schulter auf mich zu weichen lässt. Das hab ich wiederum überall dort auf dem Zirkel gemacht, wo die Bande uns dabei hilft. Er hat es sooofort kapiert, gleich auf Anhieb. Frauli den Hintern zuzuwenden, ist doch wirklich eine seine Lieblingsübungen ;-). Superbrav war er dabei, ich musste nur die Hand heben und der Hintern kam auf den 2. Hufschlag, dabei können wir sogar die Innenbiegung beibehalten. Und auch mit der Schulter hat es gleich gut geklappt, sofern Frauli die Gerte in einer Weise handhaben konnte, die keine Verwirrung hervorruft ;-). Auch hier haben wir abgeschlossen mit ein paarmal Hereinschwenken und gleich wieder geradeaus weitergehen.
Ich werde das demnächst mit Zirkel-Verkleinern und -Vergrößern kombinieren, ist mir für eine zukünftige Übung eingefallen, das bietet sich richtig an!
Danach bin ich noch aufgestiegen und hab das Ganze von oben geübt. Hintern hineinschwenken ging sehr gut, sodass ich angetrabt bin und es aus dem Trab versucht habe. Da wollte Herr Billy dann nicht zuhören ("kann grad nicht, muss traben!!!") und ich musste ziemlich hohe Phasen einsetzen, aber nur ein oder zweimal, dann hatte er kapiert, dass auch im Trab der einseitige Schenkel noch was bedeutet und schwupps, kam der Hintern herein und Billy bekam Pause. Etwas in Stress hat ihn diese neue Anforderung schon versetzt, wie ich aus seinem Kampfkauen geschlossen habe.
Die Schulter nach innen zu bekommen, ist sehr einfach, auch toll.
Auch reitend fällt mir eine Übung ein, die ich das nächste Mal umsetzen möchte: Ich möchte auf der Mittellinie reiten und abwechselnd den Hintern bzw. die Schulter nach links und rechts schwenken und dann wieder geradeaus weiter.
Denn momentan scheint mir, dass ich mir mein halbwegs und erstaunlich geradegerichtetes Pferd schief reite - Billy zeigte am Schluss Tendenzen, den Hintern gleich innen in der Bahn zu lassen ("muss mich ja sowieso gleich wieder reindrehen"). Das ist dann auch nicht ganz Sinn und Zweck der Sache...
Wir haben heute die "Whoosh"-Übung von Karen Rohlf weiter vorangebracht.
Zuerst aber Aufwärmen mit verschiedenen Schrittgeschwindigkeiten. Billy war heut ungewöhnlich flott unterwegs. Wir gingen einfach auf dem Hufschlag, und ich versuchte, nur mit Energie-Auf und Ab ihn langsamer oder schneller zu machen. Hat ganz ganz hervorragend funktioniert! Schleichschritt, schneller Schritt, mittlerer Schritt, ganz toll.
Dann ging ich zum Zirkel über. Billy ging auf dem Hufschlag und ich innen an ihm dran. Im Gegensatz zum letzten Mal habe ich mich heute vorerst auf die Schulter konzentriert. An der offenen Seite des Zirkels und in den "Ecken" (an den anderen Stellen ist die Bande im Weg) versuchte ich auf ein Porcupine Game, möglihcst sanft, ein "whoosh"-artiges Weichen zu bekommen, also flüssig, prompt, willig. Am Anfang war das schwierig, bald habe ich auch erkannt, dass es mit der bloßen Hand um einiges besser geht als gleich mit dem Stick. Wenn er allerdings auf die Hand und Energie nicht reagieren wollte, gabs einen GErtenklaps (momentan arbeite ich lieber mit meiner kurzen Dressurgerte, die ruft wesentlich mehr Respekt hervor und ist viel besser zu handhaben), also nur noch entweder Phase 1 oder Phase 4. Er hats schon verstanden, worum es geht ;-). Anfangs war Billy grantig, aber die Schulter wich mit der Wiederholung immer flüsssiger nach außen, und je weniger Druck ich brauchte, umso gelassener nahms dann auch der Billy. An der offenen Seite konnten wir dann wirklich ein schönes Weichen nach außen mit guter offener Schulter und einem großen Schritt erreichen. Das habe ich dann mit Gleich-Weitergehen kombiniert, klappte auch gut.
DAsselbe dann noch an der Hinterhand, klappte auch super.
Danach hab ich die gleiche Übung gemacht, aber so, dass Billy den Hintern bzw. die Schulter auf mich zu weichen lässt. Das hab ich wiederum überall dort auf dem Zirkel gemacht, wo die Bande uns dabei hilft. Er hat es sooofort kapiert, gleich auf Anhieb. Frauli den Hintern zuzuwenden, ist doch wirklich eine seine Lieblingsübungen ;-). Superbrav war er dabei, ich musste nur die Hand heben und der Hintern kam auf den 2. Hufschlag, dabei können wir sogar die Innenbiegung beibehalten. Und auch mit der Schulter hat es gleich gut geklappt, sofern Frauli die Gerte in einer Weise handhaben konnte, die keine Verwirrung hervorruft ;-). Auch hier haben wir abgeschlossen mit ein paarmal Hereinschwenken und gleich wieder geradeaus weitergehen.
Ich werde das demnächst mit Zirkel-Verkleinern und -Vergrößern kombinieren, ist mir für eine zukünftige Übung eingefallen, das bietet sich richtig an!
Danach bin ich noch aufgestiegen und hab das Ganze von oben geübt. Hintern hineinschwenken ging sehr gut, sodass ich angetrabt bin und es aus dem Trab versucht habe. Da wollte Herr Billy dann nicht zuhören ("kann grad nicht, muss traben!!!") und ich musste ziemlich hohe Phasen einsetzen, aber nur ein oder zweimal, dann hatte er kapiert, dass auch im Trab der einseitige Schenkel noch was bedeutet und schwupps, kam der Hintern herein und Billy bekam Pause. Etwas in Stress hat ihn diese neue Anforderung schon versetzt, wie ich aus seinem Kampfkauen geschlossen habe.
Die Schulter nach innen zu bekommen, ist sehr einfach, auch toll.
Auch reitend fällt mir eine Übung ein, die ich das nächste Mal umsetzen möchte: Ich möchte auf der Mittellinie reiten und abwechselnd den Hintern bzw. die Schulter nach links und rechts schwenken und dann wieder geradeaus weiter.
Denn momentan scheint mir, dass ich mir mein halbwegs und erstaunlich geradegerichtetes Pferd schief reite - Billy zeigte am Schluss Tendenzen, den Hintern gleich innen in der Bahn zu lassen ("muss mich ja sowieso gleich wieder reindrehen"). Das ist dann auch nicht ganz Sinn und Zweck der Sache...
Montag, 23. Januar 2012
Sonntag, 22. Januar 2012
Am Samstag waren Billy und ich ein dreiviertelstündchen lang spazieren. Die Straßen sind leider so vereist, dass ich lieber nicht dort gegangen bin, also nur die langweiligen Wege rund um unsern Stall.
Sonntag gingen wir eine Aufwärmrunde um den Stall spazieren, danach ging ich mit Billy in die Halle und übte die Whoosh-Übung von karen Rohlf. Dabei gehts darum, sowohl online als auch beim reiten das Pferd aus einer Schrittbewegung weichen zu lassen (den Teil des Pferdes weichen lassen, den man halt will). Dann Pause, bis zur Entspannung. Und dann wieder zügig los im Schritt. Als Stufe zwei wird dann die pause direkt nach dem Weichen gestrichen, man geht im Schritt - whooosh, weichen - wieder geradeaus im Schritt. Dann erst Pause. In Stufe 3 würde man das weichen dann in der Bewegung verlangen, also z.B. die Kruppe während der Schrittbewegung hereinweichen lassen.
Stufe 1 + 2 haben wir ganz akzeptabel hingekriegt! Zuerst hab ich es online auf einem Zirkel geübt. Die ersten beiden male musste ich mich deutlich bemerkbar machen, aber dann war es ein "whooosh"iges Weichen (Karen Rohlf hat hier auch das Bild von einem Ball, den man bewegt, im Vergleich zu einem Ziegelstein). Etwas Schwierigkeiten hatte ich, insofern man in Zone 3 bleiben soll - ich geriet zu weit nach vorne. Und Weichen der Hinterhand war eindeutig einfacher, zwar reagiert Billy auch auf Weichen der Schulter sehr fein, aber online war ich da dann irgendwie in falscher Position.
Ich ließ ihn nach außen weichen dabei, und eine Zeitlang ging ich auch außen auf dem Hufschlag und ließ ihn von mir weg nach innen weichen. Nächstes mal probiere ich vielleicht, ihn auf mich zu weichen zu lassen.
Das ganze dann noch reitend, da war es noch viel besser (da bin ich nicht so im WEg ;-) ). Schritt auf dem Hufschlag - whooosh - Kruppe 90° zur Bande. Pause. Weiter im Schritt. Später dann Schritt-whoosh-Kruppherein, gleich weiter. Dabei hab ich dann leier zu wenig Pausen gemacht, aber dafür das ganze nur ein paarmal und sehr kurz. War richtig schön!
An dem ganzen hab ich früher schon gewerkt, aber erst mit der Beschreibung von Karen Rohlf funzt das so richtig! Ich bin sehr angetan, wie brav und fein Billy auf den Schenkel reagiert.
Sonntag gingen wir eine Aufwärmrunde um den Stall spazieren, danach ging ich mit Billy in die Halle und übte die Whoosh-Übung von karen Rohlf. Dabei gehts darum, sowohl online als auch beim reiten das Pferd aus einer Schrittbewegung weichen zu lassen (den Teil des Pferdes weichen lassen, den man halt will). Dann Pause, bis zur Entspannung. Und dann wieder zügig los im Schritt. Als Stufe zwei wird dann die pause direkt nach dem Weichen gestrichen, man geht im Schritt - whooosh, weichen - wieder geradeaus im Schritt. Dann erst Pause. In Stufe 3 würde man das weichen dann in der Bewegung verlangen, also z.B. die Kruppe während der Schrittbewegung hereinweichen lassen.
Stufe 1 + 2 haben wir ganz akzeptabel hingekriegt! Zuerst hab ich es online auf einem Zirkel geübt. Die ersten beiden male musste ich mich deutlich bemerkbar machen, aber dann war es ein "whooosh"iges Weichen (Karen Rohlf hat hier auch das Bild von einem Ball, den man bewegt, im Vergleich zu einem Ziegelstein). Etwas Schwierigkeiten hatte ich, insofern man in Zone 3 bleiben soll - ich geriet zu weit nach vorne. Und Weichen der Hinterhand war eindeutig einfacher, zwar reagiert Billy auch auf Weichen der Schulter sehr fein, aber online war ich da dann irgendwie in falscher Position.
Ich ließ ihn nach außen weichen dabei, und eine Zeitlang ging ich auch außen auf dem Hufschlag und ließ ihn von mir weg nach innen weichen. Nächstes mal probiere ich vielleicht, ihn auf mich zu weichen zu lassen.
Das ganze dann noch reitend, da war es noch viel besser (da bin ich nicht so im WEg ;-) ). Schritt auf dem Hufschlag - whooosh - Kruppe 90° zur Bande. Pause. Weiter im Schritt. Später dann Schritt-whoosh-Kruppherein, gleich weiter. Dabei hab ich dann leier zu wenig Pausen gemacht, aber dafür das ganze nur ein paarmal und sehr kurz. War richtig schön!
An dem ganzen hab ich früher schon gewerkt, aber erst mit der Beschreibung von Karen Rohlf funzt das so richtig! Ich bin sehr angetan, wie brav und fein Billy auf den Schenkel reagiert.
Donnerstag, 19. Januar 2012
Pfuh, Sauwetter. Sturm und tw. starker Regen. Brrr.
Dem Billytier gings gut. Die Beinchen sind wieder klar gewesen *freu* ... leider kommt da das aber, das nach meiner Trainingseinheit sie wieder leicht angelaufen waren *panik*. Doch noch zu viel? Oder auf ewig nur noch Schritt? :-( Lahmen konnte ich keins sehen, und Billy war gut drauf wie lange nicht - die Pferdchens sind momentan auf dem kleineren Auslauf eingesperrt, tw. wegen des Wetters, hauptsächlich aber aus Solidarität mit einem der Pferde, der einen ganz ganz schlimmen Hufabszess hat und auf keinen Fall in den Gatsch darf.
Jedenfalls wollte ich heut Karen Rohlfs erste Übungen zum Thema "Energie" probieren. Ich lese gerade "Dressage, Naturally", und langsam (so nach 100 Seiten Lektüre) finde ich dort den roten Faden.
Die ersten Übungen im Buch haben mit Energie zu tun. V.a. mit der des Menschen.
Begonnen habe ich mit Übung 2, Friendly Game in der Bewegung. Billy im Schritt am Zirkel, ich bewege mich auf ihn zu, und wieder weg, berühre ihn mit den Händen, berühre ihn mit dem STring, und idealerweise unterbricht er seinen Takt nicht. Das klappt auch toll. Hie und da sieht er nach außen, wenn ich mich nähere, ein Zeichen, dass ich immer noch irgendwie Energie aussende. Und wenn ich mich wieder zur Mitte hinbegebe, nutzt er weiter die Chance zu fragen, ob das Spiel jetzt aus ist ;-). Da kann ich ihn aber ganz ruhig und ohne, dass einer von uns grantig wird (auch er nicht) wieder raus schicken. Und ansonsten klappt das gut!
Übung 3 + 4 ist "Melt to a stop", on line und reitend. Komischerweise fällt uns das schwerer als üblich. Ich merke, dass ich den Go-Button gut geschmiert habe, und den Whoa-Button ein bisschen Rost angesetzt hat.
Weitere Übungen sind dann zu versuchen, dass das Pferd die eigene Energie genau wiedergibt, egal in welcher Gangart. Und das hat heut sowas von gut geklappt! Es hilft schon, wenn man sich auf sich selbst konzentriert, was man dem Pferd denn eigentlich grad mitteilt, welches Energielevel. Bei Karen Rohlf gefällt mir, dass sie den Focus des Lesers wirklich auf ihn selbst lenkt - wenn Pferd nicht reagiert, dann weil der eigene Energielevel nicht stimmt! Tatsächlich hat das ganze soo toll funktioniert, als ich mich auf meine Energie konzentriert habe, und auf das Bild, das ich erreichen möchte. Ganz ohne Vorbereitung trabte Billy auf einen Gedanken hin an, und ging auch wieder Schritt. Wir machten mehrere solcher Übergänge. Dann wieder anhalten und ruhig stehen. Und dann probierte ich einmal was passiert, wenn ich 2 Gänge höher schalte, mental, und danach frage... und Billy folgte und galoppierte aus dem Stand davon *staun*. Gleich wieder anhalten und loben.
Wir haben dann noch einen fliegenden Galoppwechsel gemacht, der sich einfach so ergeben hat, und überhaupt hatte Billy heute richtig Spaß an Bewegung.
ich bin dann noch geritten, aber nur 10 Minuten. Alle Energielevel einmal angetestet: Antraben, auch angaloppieren (nur 1 Sprung), wieder runterschalten, anhalten. Alles klappte feinstens (nur "melt to a stop" brauchte erstaunlicherweise höhere Phasen), daher ließ ich es bleiben. Auch hier hatte ich Karen Rohlf im Hinterkopf, die meint, dass man - je besser das Pferd reagiert - nur noch fragen soll: "würdest du für mich ... ?" - und wenn die Antwort ja ist, dann fragt man gar nicht mehr wirklich nach der Durchführung. Und da Billy heute zu allem brav "ja" sagte, brauchte es heute nicht viel. Sogar das Rückwärts ging leicht (hab ich aber vom Boden vorbereitet und musste dort durchaus durch einen Brace durch) und zum ersten Mal ohne Gerteneinsatz überhaupt. Es klappten dann nette Spielchen wie "kannst du dein Gewicht verlagern", ganz ohne Zügel. Gewicht nach hinten (oder 1 Schrittchen mit 1 Bein), gleich wieder nach vorn.
Weiters habe ich mir überlegt, dass ich für das Rückwärts vielleicht auch mal meine Energie hochfahren soll. Irgendwie hab ich das bis jetzt nicht gemacht, sondern Rückwärts als sowas wie "Minus-Energie" betrachtet. Völlig falsch, oder? Also einmal probiert; zuerst verwechselte Billy das und reagierte (brav!!) mit einem Schritt vorwärts, lief damit aber gegen meine (gedankliche) Rückwärtsbewegung und ja, auch gegen das Knotenhalfter, und wandelte die Energie flugs in ein flottes Rückwärts um. Vielleicht war das tatsächlich der Fehler, den ich bisher immer gemacht habe!
Zum Schluss hab ich die Zügel wieder ins Gebiss geschnallt (vor dem er übrigens heut wieder weglief, schließlich hab ich es letztes Mal ganz leicht benutzt!!! *grummel*) und ganz vorsichtig Laterale Flexion gemacht (klappt toll, mit viel "Feel", ganz ohne Brace!) und bin dann auf jeder Hand ein paar Runden "gebisspassenger" geritten, also nur vorsichtigen Kontakt halten, egal wohin er will mit seinem Kopf. Klappte gut.
Jedenfalls alles toll und ich bin wieder abgesessen - um dann eben festzustellen, dass Billys Beinchen jetzt leicht angelaufen sind. Nur ganz wenig, in der nächsten halben Stunde hab ich ungefähr 100x getastet und schwankte dabei zwischen - "das ist doch nur das Fell" und "dooooch, ganz klar ist das nicht wie vorher" *seufz*.
Ich werd den Trab gleich wieder sein lassen. :-(
Dem Billytier gings gut. Die Beinchen sind wieder klar gewesen *freu* ... leider kommt da das aber, das nach meiner Trainingseinheit sie wieder leicht angelaufen waren *panik*. Doch noch zu viel? Oder auf ewig nur noch Schritt? :-( Lahmen konnte ich keins sehen, und Billy war gut drauf wie lange nicht - die Pferdchens sind momentan auf dem kleineren Auslauf eingesperrt, tw. wegen des Wetters, hauptsächlich aber aus Solidarität mit einem der Pferde, der einen ganz ganz schlimmen Hufabszess hat und auf keinen Fall in den Gatsch darf.
Jedenfalls wollte ich heut Karen Rohlfs erste Übungen zum Thema "Energie" probieren. Ich lese gerade "Dressage, Naturally", und langsam (so nach 100 Seiten Lektüre) finde ich dort den roten Faden.
Die ersten Übungen im Buch haben mit Energie zu tun. V.a. mit der des Menschen.
Begonnen habe ich mit Übung 2, Friendly Game in der Bewegung. Billy im Schritt am Zirkel, ich bewege mich auf ihn zu, und wieder weg, berühre ihn mit den Händen, berühre ihn mit dem STring, und idealerweise unterbricht er seinen Takt nicht. Das klappt auch toll. Hie und da sieht er nach außen, wenn ich mich nähere, ein Zeichen, dass ich immer noch irgendwie Energie aussende. Und wenn ich mich wieder zur Mitte hinbegebe, nutzt er weiter die Chance zu fragen, ob das Spiel jetzt aus ist ;-). Da kann ich ihn aber ganz ruhig und ohne, dass einer von uns grantig wird (auch er nicht) wieder raus schicken. Und ansonsten klappt das gut!
Übung 3 + 4 ist "Melt to a stop", on line und reitend. Komischerweise fällt uns das schwerer als üblich. Ich merke, dass ich den Go-Button gut geschmiert habe, und den Whoa-Button ein bisschen Rost angesetzt hat.
Weitere Übungen sind dann zu versuchen, dass das Pferd die eigene Energie genau wiedergibt, egal in welcher Gangart. Und das hat heut sowas von gut geklappt! Es hilft schon, wenn man sich auf sich selbst konzentriert, was man dem Pferd denn eigentlich grad mitteilt, welches Energielevel. Bei Karen Rohlf gefällt mir, dass sie den Focus des Lesers wirklich auf ihn selbst lenkt - wenn Pferd nicht reagiert, dann weil der eigene Energielevel nicht stimmt! Tatsächlich hat das ganze soo toll funktioniert, als ich mich auf meine Energie konzentriert habe, und auf das Bild, das ich erreichen möchte. Ganz ohne Vorbereitung trabte Billy auf einen Gedanken hin an, und ging auch wieder Schritt. Wir machten mehrere solcher Übergänge. Dann wieder anhalten und ruhig stehen. Und dann probierte ich einmal was passiert, wenn ich 2 Gänge höher schalte, mental, und danach frage... und Billy folgte und galoppierte aus dem Stand davon *staun*. Gleich wieder anhalten und loben.
Wir haben dann noch einen fliegenden Galoppwechsel gemacht, der sich einfach so ergeben hat, und überhaupt hatte Billy heute richtig Spaß an Bewegung.
ich bin dann noch geritten, aber nur 10 Minuten. Alle Energielevel einmal angetestet: Antraben, auch angaloppieren (nur 1 Sprung), wieder runterschalten, anhalten. Alles klappte feinstens (nur "melt to a stop" brauchte erstaunlicherweise höhere Phasen), daher ließ ich es bleiben. Auch hier hatte ich Karen Rohlf im Hinterkopf, die meint, dass man - je besser das Pferd reagiert - nur noch fragen soll: "würdest du für mich ... ?" - und wenn die Antwort ja ist, dann fragt man gar nicht mehr wirklich nach der Durchführung. Und da Billy heute zu allem brav "ja" sagte, brauchte es heute nicht viel. Sogar das Rückwärts ging leicht (hab ich aber vom Boden vorbereitet und musste dort durchaus durch einen Brace durch) und zum ersten Mal ohne Gerteneinsatz überhaupt. Es klappten dann nette Spielchen wie "kannst du dein Gewicht verlagern", ganz ohne Zügel. Gewicht nach hinten (oder 1 Schrittchen mit 1 Bein), gleich wieder nach vorn.
Weiters habe ich mir überlegt, dass ich für das Rückwärts vielleicht auch mal meine Energie hochfahren soll. Irgendwie hab ich das bis jetzt nicht gemacht, sondern Rückwärts als sowas wie "Minus-Energie" betrachtet. Völlig falsch, oder? Also einmal probiert; zuerst verwechselte Billy das und reagierte (brav!!) mit einem Schritt vorwärts, lief damit aber gegen meine (gedankliche) Rückwärtsbewegung und ja, auch gegen das Knotenhalfter, und wandelte die Energie flugs in ein flottes Rückwärts um. Vielleicht war das tatsächlich der Fehler, den ich bisher immer gemacht habe!
Zum Schluss hab ich die Zügel wieder ins Gebiss geschnallt (vor dem er übrigens heut wieder weglief, schließlich hab ich es letztes Mal ganz leicht benutzt!!! *grummel*) und ganz vorsichtig Laterale Flexion gemacht (klappt toll, mit viel "Feel", ganz ohne Brace!) und bin dann auf jeder Hand ein paar Runden "gebisspassenger" geritten, also nur vorsichtigen Kontakt halten, egal wohin er will mit seinem Kopf. Klappte gut.
Jedenfalls alles toll und ich bin wieder abgesessen - um dann eben festzustellen, dass Billys Beinchen jetzt leicht angelaufen sind. Nur ganz wenig, in der nächsten halben Stunde hab ich ungefähr 100x getastet und schwankte dabei zwischen - "das ist doch nur das Fell" und "dooooch, ganz klar ist das nicht wie vorher" *seufz*.
Ich werd den Trab gleich wieder sein lassen. :-(
Sonntag, 15. Januar 2012
Am Samstag waren Billy und ich spazieren. Ich hatte vor, zu unserer "Angststelle" zu gehen, online und daher sicher, und ein bisschen drüber weg.
Billy ging brav mit, erschreckte sich einmal vor einem Auto (ganz was neues), dafür fand er die Holzsägearbeiter in knallgelben Outfits und mit kreischenden Motorsägen nicht einmal einen Blick wert. Spaziergänger mit Hund kreuzten unseren Weg, mit denen wollte er gern mit (gingen ja auch Richtung Stall).
Dann kamen wir zur Angstgrenze und Billy blieb immer öfter stehen bzw. wollte stehenbleiben und ich wurde nervöser. Wenn ich nur wüsste was ihm dort nicht gefällt... *seufz*.
Und dann war es natürlich wieder so, dass justament dort, wo quasi die kritische Stelle ist, die Straße nicht mehr geräumt war und so eisig und glatt, dass ich wirklich nicht weitergehen wollte - konnte mich selbst kaum aufrecht halten. Also wieder doof entscheiden müssen und justament dort wieder umdrehen *grummel*. Aber vernünftiger als auf einer Eisbahn weiterzugehen.
Der Heimweg war dann ereignislos - die Holzarbeiter immer noch völlig uninteressant, der böige Wind im Wald ebenso.
Braver Billy, doofes Eis.
Am Sonntag war es so grausig und bereits der Weg vom STall weg so eisig, dass ich lieber in der Halle blieb - schon wieder planlos.
Wir haben einfach ein bissl leichte Gymnastik gemacht, viele Volten um Hütchen, und vorwärts-rückwärts schrittweise. 1 Fuß zurück - halt - 1 Fuß vor - halt. 1 fußzurück- halt - 1 Fuß zurück - halt. Usw. Ein bisschen Denkarbeit.
Billy machte brav mit (für das erste Rückwärts war wieder eine heftige Phase 4 nötig - *seufz*).
Das GEbiss hatte ich ihm auch reingeschnallt, das nahm er nach kurzem Nachdenken ganz ganz brav.
Zum Schluss habe ich die Zügel ins Gebiss geschnallt und eine "Gebisspassenger-Lesson" gemacht. D.h. ich habe versucht, Billy in all seinen Bewegungen mit dem Kopf mit meinen Händen zu folgen. Nicht einwirken, nur folgen, den Kontakt ganz leicht aufrecht erhalten. Egal ob er sich zum Boden streckt oder den Kopf oben hat. Vielleicht gelingts mir so, ihm das Gebiss ein bisschen vertrauter zu machen.
Billy ging brav mit, erschreckte sich einmal vor einem Auto (ganz was neues), dafür fand er die Holzsägearbeiter in knallgelben Outfits und mit kreischenden Motorsägen nicht einmal einen Blick wert. Spaziergänger mit Hund kreuzten unseren Weg, mit denen wollte er gern mit (gingen ja auch Richtung Stall).
Dann kamen wir zur Angstgrenze und Billy blieb immer öfter stehen bzw. wollte stehenbleiben und ich wurde nervöser. Wenn ich nur wüsste was ihm dort nicht gefällt... *seufz*.
Und dann war es natürlich wieder so, dass justament dort, wo quasi die kritische Stelle ist, die Straße nicht mehr geräumt war und so eisig und glatt, dass ich wirklich nicht weitergehen wollte - konnte mich selbst kaum aufrecht halten. Also wieder doof entscheiden müssen und justament dort wieder umdrehen *grummel*. Aber vernünftiger als auf einer Eisbahn weiterzugehen.
Der Heimweg war dann ereignislos - die Holzarbeiter immer noch völlig uninteressant, der böige Wind im Wald ebenso.
Braver Billy, doofes Eis.
Am Sonntag war es so grausig und bereits der Weg vom STall weg so eisig, dass ich lieber in der Halle blieb - schon wieder planlos.
Wir haben einfach ein bissl leichte Gymnastik gemacht, viele Volten um Hütchen, und vorwärts-rückwärts schrittweise. 1 Fuß zurück - halt - 1 Fuß vor - halt. 1 fußzurück- halt - 1 Fuß zurück - halt. Usw. Ein bisschen Denkarbeit.
Billy machte brav mit (für das erste Rückwärts war wieder eine heftige Phase 4 nötig - *seufz*).
Das GEbiss hatte ich ihm auch reingeschnallt, das nahm er nach kurzem Nachdenken ganz ganz brav.
Zum Schluss habe ich die Zügel ins Gebiss geschnallt und eine "Gebisspassenger-Lesson" gemacht. D.h. ich habe versucht, Billy in all seinen Bewegungen mit dem Kopf mit meinen Händen zu folgen. Nicht einwirken, nur folgen, den Kontakt ganz leicht aufrecht erhalten. Egal ob er sich zum Boden streckt oder den Kopf oben hat. Vielleicht gelingts mir so, ihm das Gebiss ein bisschen vertrauter zu machen.
Donnerstag, 12. Januar 2012
Habe Billy heute kaum gefunden unter all dem Gatsch, mit dem er sich maskiert hat ;-). Zuerst habe ich bei seinem Anblick das Reiten für heute gleich wieder ad acta gelegt, aber dann ging das Putzen doch recht flott und so habe ich doch noch gesattelt mit dem schönen neuen Sattel. Ich fühl mich schon schön darin zu Hause, nur die Riesensteigbügel stören mich beim Satteln und beim her- und Wegräumen (ich brauch einen größeren Spind *jammer*).
Begonnen haben wir zum Aufwärmen mit Schritt auf dem Zirkel. Ich versuche, kein Latschen zuzulassen, sondern fordere jetzt immer flotten Schritt, das geht auch ganz gut. Billy unterscheidet schön, ob ich schnelleren Schritt oder Trab möchte, brav!
Ich habe dann von der Mitte aus versucht, ganz schnellen und ganz langsamen Schritt zu bekommen, je nach meinem Energielevel in der Mitte, so wie beim STick to me, und das hat besser funktioniert als erwartet. Also zumindest wenn ich langsam will, das erkennt er sofort an zeichen, die mir nichtmal bewusst sind. Ich denke nur "ok, jetzt werden wir laaaaangsam" - und schon setzt er es um. Mit "und jetzt schnell" ist er nicht ganz so prompt ;-).
Danach ließ ich ihn weiter im Schritt auf dem Zirkel und hab mich auf ihn zu bewegt und wieder in die Mitte, als FG (Übung aus Karen Rohlfs Buch "Dressage, naturally"). Ich habe das jetzt ein paarmal gemacht, und nun schaffe ich es offensichtlich schon besser, zu kommunizieren, dass ich ganz beiläufig innerhalb des Zirkels herumwandere; Billy bleibt brav auf dem Zirkel. Nur wenn ich wieder in die Mitte zurückkehre, nimmt er das manchmal als Anlass zu denken, ich möchte vielleicht das Spiel beenden und er darf in die Mitte ;-). Ich kann ihn aber ganz freundlich wieder nach außen schicken.
Weiterhin mache ich es so, dass es weniger Pausen gibt, ich denke so bedeuten sie mehr.
Danach ein weiteres Game zu den Übergängen hinzugefügt: Sideways. Man kann ja auch seitwärts anhalten und wieder losgehen ;-). Das seitwärts war sehr gut, dafür dass ich so lange nichts gemacht habe. Gleich ohne Missverständnisse hat Billy es umgesetzt. Anzuhalten mitten in der Halle (ohne jegliche Bezugspunkte zur Bande) war dafür schon schwieriger. Anfangs drehte sich Billy immer zu mir und wollte herkommen. Als er kapiert hatte, dass das nicht gewünscht ist, wurde das Anhalten schwer, er ging einfach weiter seitwärts (wunderhübsch!), obwohl ich mich bemühte, alle Energie herunterzufahren. Das brauchte tatsächlich einige Male, bis es gut geklappt hat, dann wars aber super. 2 Schritte seitwärts - Halt - 3 Schritte seitwärts - halt. usw. Ich versuchte die genaue Anzahl der Schritte zu bestimmen. War ganz harmonisch zum Ende, und Billy hat auch kapiert, dass er es gut gemacht hat (hat so stolz geschaut *g*).
DAnach bin ich aufgesessen und habe dasselbe aus dem Sattel probiert. Ich war begeistert über unser Seitwärts. 2 Schritte nach recths. halt. 2 Schritte nach links. Halt. Perfekt, nur auf Bein, Stick konnte ich auf einer Seite lassen. Er lässt sich davon nicht mehr irritieren (früher eher schon) - d.h. was mein Bein sagt gilt, egal ob der Stick rechts oder links ist. Das ist mir wichtig.
Dann noch kurz das Rückwärts aufgefrischt (bedurfte leider wieder hoher Phasen 4 *seufz*), bis es locker-flockig war, und dann wieder Übergänge Schritt-Halt- Rückwärts-Trab, aber nur 2 oder 3x auf jeder Hand, und dann waren wir fertig.
Billys Beine sind weiterhin Null angelaufen, ich bin froh. Kein Lahmen erkennbar. Und die Mauke geht weg. Ich frage mich schon, ob das miteinander zusammenhing....
Begonnen haben wir zum Aufwärmen mit Schritt auf dem Zirkel. Ich versuche, kein Latschen zuzulassen, sondern fordere jetzt immer flotten Schritt, das geht auch ganz gut. Billy unterscheidet schön, ob ich schnelleren Schritt oder Trab möchte, brav!
Ich habe dann von der Mitte aus versucht, ganz schnellen und ganz langsamen Schritt zu bekommen, je nach meinem Energielevel in der Mitte, so wie beim STick to me, und das hat besser funktioniert als erwartet. Also zumindest wenn ich langsam will, das erkennt er sofort an zeichen, die mir nichtmal bewusst sind. Ich denke nur "ok, jetzt werden wir laaaaangsam" - und schon setzt er es um. Mit "und jetzt schnell" ist er nicht ganz so prompt ;-).
Danach ließ ich ihn weiter im Schritt auf dem Zirkel und hab mich auf ihn zu bewegt und wieder in die Mitte, als FG (Übung aus Karen Rohlfs Buch "Dressage, naturally"). Ich habe das jetzt ein paarmal gemacht, und nun schaffe ich es offensichtlich schon besser, zu kommunizieren, dass ich ganz beiläufig innerhalb des Zirkels herumwandere; Billy bleibt brav auf dem Zirkel. Nur wenn ich wieder in die Mitte zurückkehre, nimmt er das manchmal als Anlass zu denken, ich möchte vielleicht das Spiel beenden und er darf in die Mitte ;-). Ich kann ihn aber ganz freundlich wieder nach außen schicken.
Weiterhin mache ich es so, dass es weniger Pausen gibt, ich denke so bedeuten sie mehr.
Danach ein weiteres Game zu den Übergängen hinzugefügt: Sideways. Man kann ja auch seitwärts anhalten und wieder losgehen ;-). Das seitwärts war sehr gut, dafür dass ich so lange nichts gemacht habe. Gleich ohne Missverständnisse hat Billy es umgesetzt. Anzuhalten mitten in der Halle (ohne jegliche Bezugspunkte zur Bande) war dafür schon schwieriger. Anfangs drehte sich Billy immer zu mir und wollte herkommen. Als er kapiert hatte, dass das nicht gewünscht ist, wurde das Anhalten schwer, er ging einfach weiter seitwärts (wunderhübsch!), obwohl ich mich bemühte, alle Energie herunterzufahren. Das brauchte tatsächlich einige Male, bis es gut geklappt hat, dann wars aber super. 2 Schritte seitwärts - Halt - 3 Schritte seitwärts - halt. usw. Ich versuchte die genaue Anzahl der Schritte zu bestimmen. War ganz harmonisch zum Ende, und Billy hat auch kapiert, dass er es gut gemacht hat (hat so stolz geschaut *g*).
DAnach bin ich aufgesessen und habe dasselbe aus dem Sattel probiert. Ich war begeistert über unser Seitwärts. 2 Schritte nach recths. halt. 2 Schritte nach links. Halt. Perfekt, nur auf Bein, Stick konnte ich auf einer Seite lassen. Er lässt sich davon nicht mehr irritieren (früher eher schon) - d.h. was mein Bein sagt gilt, egal ob der Stick rechts oder links ist. Das ist mir wichtig.
Dann noch kurz das Rückwärts aufgefrischt (bedurfte leider wieder hoher Phasen 4 *seufz*), bis es locker-flockig war, und dann wieder Übergänge Schritt-Halt- Rückwärts-Trab, aber nur 2 oder 3x auf jeder Hand, und dann waren wir fertig.
Billys Beine sind weiterhin Null angelaufen, ich bin froh. Kein Lahmen erkennbar. Und die Mauke geht weg. Ich frage mich schon, ob das miteinander zusammenhing....
Dienstag, 10. Januar 2012
Billy und ich hatten zu Neujahr eine Woche Urlaub voneinander ;-).
Jetzt im neuen Jahr geht es in alter, äh, neuer Frische wieder ein bissl ans Werk. Oder auch nicht so frisch, mal sehen.
Seit ich wieder zurück bin, sind jedenfalls die Beinchen bisher nicht mehr angelaufen, sondern endlich mal so wie sie sein sollen. Vielleicht hat ihm die Pause gut getan.
Auch Lahmen kann ich momentan gar keins erkennen, wenn ich ihn kurz antraben lasse. Sonst mache ich momentan nur Sachen im Schritt.
Ich habe jetzt lange überlegt, wie ich weiter tun soll. Lahm genug für eine Leitungsanästhesie war das Pferd in der Woche nach Weihnachten nicht zu bekommen. Wir werden also vermutlich nicht mehr herausfinden, was konkret nun los war oder ist. Ich denke ich werde jetzt im Jänner noch ein kleines Sparprogramm fahren, durchaus anspruchsvoll, aber eben hauptsächlich Schritt, und danach wieder langsam mehr Trab und Galopp einbauen und dabei beobachten, wie die Beinchen sind, ob sie wieder anlaufen und ob ich lahmen erkennen kann. Es ist eine ein wenig unbefriedigende Situation, nicht genau oder sicher zu wissen, was nun los war, und ob ihm normales Training wieder schaden wird. Diese eine starke Lahmheit jedenfalls vor Weihnachten, ich denke die war wirklich von einem Sturz etc. Vielleicht hol ich noch Chiropraktiker oder Osteopath zum Durchchecken, aber sonst fällt mir nichts mehr ein.
Ich muss nun schnell wieder etwas in einen Plan reinkommen, momentan hänge ich völlig in der Luft, was machen wir, wie machen wir's, wo wollen wir überhaupt hin.
Dafür dachte ich, es wäre vielleicht ganz hilfreich, sich für jedes Monat ein Hauptthema auszudenken und dieses in allen möglichen Varianten durchzuspielen. Mein hauptthema für den Jänner sind "Übergänge" jeglicher Art. Hier werde ich dann variieren, alle 7 Games, alle 4 Savvys, alle 5 Zonen, und 5 Gangarten (Halt und Rückwärts zähle ich jetzt mal dazu ;-). Da ergibt sich schon jede Menge "Stoff".
Wir haben heute schon begonnen damit. Zum Aufwärmen habe ich Stick to me aus Zone 4/5 gespielt. Das ging schon mal besser. Billy war grantig, die andern bekamen schon ihr Futter. Anhalten und Tempowechsel innerhalb des Schritts (gaaanz langsam und sehr flott) ging ganz gut, wobei es heute schwieriger war, ihn schneller zu bekommen. Das langsame spiegelt er sofort, auch das Anhalten. Wenn ich schneller gehe, macht er aber nicht mit, sondern lässt mich überholen, bis ich in Zone 2 oder so bin.
Im Circling Game üben wir das Anhalten und Rückwärtsrichten auf der Zirkellinie. Beides ist überraschend schwierig. Billy weicht zur Bande hin aus, versteht mich entweder nicht oder zieht seitwärts dem Rückwärts vor. Es hat hohe Phasen gebraucht, um 3 kleine zögerliche Rückwärts-Schrittchen zu bekommen.
Dafür hat er meine Energie heute toll angenommen, Antraben aus dem Rückwärts erfolgte richtig energetisch, das hat Spaß gemacht.
Danach habe ich mich noch kurz draufgesetzt für einige Übergänge Trab--Schritt-Halt-Rückwärts-Trab. Das Rückwärts habe ich vorher vom Boden aus probiert - pipifein! Raufgesetzt, nix! Ich fühlte mich ehrlich gesagt ein bisschen ignoriert und dann gabs Phase 4 in sehr schneller Abfolge, mit der Dressurgerte an die Brust - nicht sehr fest, aber es zischt sehr schön.... Zuerst wollte Billy die blöde Gerte wütend wegbeißen, was aber nichts geholfen hat (mit dem Stick geht das längst nicht so gut!), also fand er dann die richtige Lösung und ging rückwärts. Und zwar flott, er flog geradezu. So. Pfuh. Ungern, aber scheinbar muss es sein. Es brauchte 3 oder 4 dieser Versuche, bis es auch auf "normale" Phasen ging. Und immer noch sehr flott rückwärts. Da war ich dann sehr zufrieden --> Belohnung!
Dafür war - wie am Seil davor - das Antraben aus dem Rückwärts gigantisch, ohne Schenkel, nichts nötig außer scharfes Einatmen. Nach den ersten Versuchen habe ich dann sogar drauf geachtet, dass es nciht ganz so zackig sondern etwas sanfter wird mit den Übergängen - und dafür weniger grantig.
Und was heute übrigens auch noch passiert ist, ist dass der kleine Bub selbständig wird! Meine Hufpflegerin hatte sich früher angesagt als ich Zeit hatte - und zum allerallerallerersten Mal hat ihn ein Stallkollegin aus dem Stall geholt und der Hufpflegerin vorgeführt, ohne dass ich dabei war. Sie hat sich zum ersten Mal getraut (meine Hufpflegerin kennt ihn von Anfang an, als er fürs Hufe Machen sediert werden musste), und er war sooo brav, mein Bub. Am Verhalten war zu merken, dass ihm wohl jede Menge Leckerlis gestopft wurden, aber er war auch ohne mich brav. Das tut gut zu wissen. Jetzt wird er erwachsen, mein Bub :-)
Jetzt im neuen Jahr geht es in alter, äh, neuer Frische wieder ein bissl ans Werk. Oder auch nicht so frisch, mal sehen.
Seit ich wieder zurück bin, sind jedenfalls die Beinchen bisher nicht mehr angelaufen, sondern endlich mal so wie sie sein sollen. Vielleicht hat ihm die Pause gut getan.
Auch Lahmen kann ich momentan gar keins erkennen, wenn ich ihn kurz antraben lasse. Sonst mache ich momentan nur Sachen im Schritt.
Ich habe jetzt lange überlegt, wie ich weiter tun soll. Lahm genug für eine Leitungsanästhesie war das Pferd in der Woche nach Weihnachten nicht zu bekommen. Wir werden also vermutlich nicht mehr herausfinden, was konkret nun los war oder ist. Ich denke ich werde jetzt im Jänner noch ein kleines Sparprogramm fahren, durchaus anspruchsvoll, aber eben hauptsächlich Schritt, und danach wieder langsam mehr Trab und Galopp einbauen und dabei beobachten, wie die Beinchen sind, ob sie wieder anlaufen und ob ich lahmen erkennen kann. Es ist eine ein wenig unbefriedigende Situation, nicht genau oder sicher zu wissen, was nun los war, und ob ihm normales Training wieder schaden wird. Diese eine starke Lahmheit jedenfalls vor Weihnachten, ich denke die war wirklich von einem Sturz etc. Vielleicht hol ich noch Chiropraktiker oder Osteopath zum Durchchecken, aber sonst fällt mir nichts mehr ein.
Ich muss nun schnell wieder etwas in einen Plan reinkommen, momentan hänge ich völlig in der Luft, was machen wir, wie machen wir's, wo wollen wir überhaupt hin.
Dafür dachte ich, es wäre vielleicht ganz hilfreich, sich für jedes Monat ein Hauptthema auszudenken und dieses in allen möglichen Varianten durchzuspielen. Mein hauptthema für den Jänner sind "Übergänge" jeglicher Art. Hier werde ich dann variieren, alle 7 Games, alle 4 Savvys, alle 5 Zonen, und 5 Gangarten (Halt und Rückwärts zähle ich jetzt mal dazu ;-). Da ergibt sich schon jede Menge "Stoff".
Wir haben heute schon begonnen damit. Zum Aufwärmen habe ich Stick to me aus Zone 4/5 gespielt. Das ging schon mal besser. Billy war grantig, die andern bekamen schon ihr Futter. Anhalten und Tempowechsel innerhalb des Schritts (gaaanz langsam und sehr flott) ging ganz gut, wobei es heute schwieriger war, ihn schneller zu bekommen. Das langsame spiegelt er sofort, auch das Anhalten. Wenn ich schneller gehe, macht er aber nicht mit, sondern lässt mich überholen, bis ich in Zone 2 oder so bin.
Im Circling Game üben wir das Anhalten und Rückwärtsrichten auf der Zirkellinie. Beides ist überraschend schwierig. Billy weicht zur Bande hin aus, versteht mich entweder nicht oder zieht seitwärts dem Rückwärts vor. Es hat hohe Phasen gebraucht, um 3 kleine zögerliche Rückwärts-Schrittchen zu bekommen.
Dafür hat er meine Energie heute toll angenommen, Antraben aus dem Rückwärts erfolgte richtig energetisch, das hat Spaß gemacht.
Danach habe ich mich noch kurz draufgesetzt für einige Übergänge Trab--Schritt-Halt-Rückwärts-Trab. Das Rückwärts habe ich vorher vom Boden aus probiert - pipifein! Raufgesetzt, nix! Ich fühlte mich ehrlich gesagt ein bisschen ignoriert und dann gabs Phase 4 in sehr schneller Abfolge, mit der Dressurgerte an die Brust - nicht sehr fest, aber es zischt sehr schön.... Zuerst wollte Billy die blöde Gerte wütend wegbeißen, was aber nichts geholfen hat (mit dem Stick geht das längst nicht so gut!), also fand er dann die richtige Lösung und ging rückwärts. Und zwar flott, er flog geradezu. So. Pfuh. Ungern, aber scheinbar muss es sein. Es brauchte 3 oder 4 dieser Versuche, bis es auch auf "normale" Phasen ging. Und immer noch sehr flott rückwärts. Da war ich dann sehr zufrieden --> Belohnung!
Dafür war - wie am Seil davor - das Antraben aus dem Rückwärts gigantisch, ohne Schenkel, nichts nötig außer scharfes Einatmen. Nach den ersten Versuchen habe ich dann sogar drauf geachtet, dass es nciht ganz so zackig sondern etwas sanfter wird mit den Übergängen - und dafür weniger grantig.
Und was heute übrigens auch noch passiert ist, ist dass der kleine Bub selbständig wird! Meine Hufpflegerin hatte sich früher angesagt als ich Zeit hatte - und zum allerallerallerersten Mal hat ihn ein Stallkollegin aus dem Stall geholt und der Hufpflegerin vorgeführt, ohne dass ich dabei war. Sie hat sich zum ersten Mal getraut (meine Hufpflegerin kennt ihn von Anfang an, als er fürs Hufe Machen sediert werden musste), und er war sooo brav, mein Bub. Am Verhalten war zu merken, dass ihm wohl jede Menge Leckerlis gestopft wurden, aber er war auch ohne mich brav. Das tut gut zu wissen. Jetzt wird er erwachsen, mein Bub :-)
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