you live you learn you love you learn you cry you learn you lose you learn you bleed you learn you scream you learn you grieve you learn you choke you learn you laugh you learn you choose you learn you pray you learn you ask you learn you live you learn
Alanis Morissette

Dienstag, 31. Mai 2011

Heute haben wir abwechselnd Finesse und FreeStyle gemacht, mit dem Weave-Muster in allerlei Varianten gespielt.

Begonnen habe ich FreeStyle im Schritt - Weave klappt super auf Phase 1,2, manchmal 3 (ein Hauch von Bein). Es im Trab zu probieren wollte ich eigentlich machen - hab aber einfach drauf vergessen.
Dann Kontakt am Zügel aufgenommen (was heute nicht so toll war) und so die Weave in Schritt und Trab geritten, hat er brav gemacht, nur vergisst er das Vorwärts gelegentlich dabei, v.a. im Schritt stockt es gewaltig hie und da. Lässt sich aber schnell wieder installieren, das Vorwärts. Biegung hat er brav mitgemacht.
Dann haben wir noch Weave mit Seitwärts kombiniert: Am Hütchen vorbei, den Zwischenraum seitwärts auf die andere Seite zurücklegen, wieder paar Schritte vorwärts, den nächsten Zwischenraum wieder seitwärts in die andere Richtung. Das ist suuuper gelungen, das seitwärts ist wirklich gut geworden.
Zum Schluss noch mit viel Konzentration in jeder Biegung um die Hütchen die Hinterhand etwas rausgeschoben und das innere Hinterbein ganz stark druntersetzen lassen. Da bemüht er sich total und weicht meinem Beindruck super nach außen, genau wie ich will (sehr fein dosierbar), allerdings vergessen wir dann aufs Vorwärts und es fällt uns schwer, die geplante Linie eines kleinen Halbzirkels um die Hütchen zu halten. Daher habe ich ihn da dazwischen hie und da mit ein paar Schritten Trab am langen Zügel wieder aufgeweckt.

Rückwärts sind wir auch etwas gegangen, das war toll! Ich brauchte Phase 4, aber immerhin gab es dann eine deutliche und zufriedenstellende Reaktion. Die neue Dressurgerte die ich habe funktioniert da wesentlich besser als der grobe unhandliche Stick. ;-)

Sonntag, 29. Mai 2011

Heute war ich mit einer Stallkollegin und ihrer Hafi-Stute gemeinsam spazieren, es war so traumhaftes Wetter.
Wir gingen in den Wald, jenseits der Straße. Alles ruhig und gefahrlos, 2x ein Auto, aber jedesmal war gut Platz auszuweichen, und den 2 Pferdchens war es sowieso egal.

Die Fresskontrolle funktioniert bestens seit ich mich bemühe da sehr konsequent zu sein. So gab es beim Parken und das Vorbeifahren des Autos abwarten, was mitten in hohem Gras am Straßenrand von statten ging, keinen einzigen Versuch, mit dem Kopf abzutauchen.
Und so ein braves Pferd darf nach dem Spaziergang dann auf Kommando natürlich erst recht ein bisschen grasen :-).

Samstag, 28. Mai 2011

Heute wieder mit Liberty begonnen. Der Draw war heut viel besser, ich habe aber zu Beginn auch die Draw-Verbesserungs-Lieblingsübung "Come to me" gemacht. Zuerst nur am Hufschlag, dann auch kreuz und quer. Billy wurde sehr übermütig und hat bewiesen, dass er durchaus Lust zum Cutten hätte, wenn Frauli mitspielt. Das wird mir dann aber immer zu mulmig, leider, und ich hab das Spiel abgebrochen. Das geht jederzeit, dann trottet er wieder brav neben mir her.

Weil dann jemand zu uns in die Halle kam, musste ich ihn On Line nehmen, was aber sicher nicht schlecht war. Ich hab unsere Übergänge abwärts weiter geübt, die allesamt - auch Galopp - auf Phase 1 funktioniert haben.
Dann habe ich zum ersten Mal bewusst geübt, am Zirkel auch eine Haltparade zu machen, das war einfach und hat sofort geklappt. Und dann ein paar Schrittchen rückwärts, das brauchte zwar höhere Phasen, aber es hat sofort geklappt auf leichtes Seilschütteln. :-)

Mittwoch, 25. Mai 2011

Heute haben wir seit langem wieder einmal Liberty gemacht.
Zuerst etwas die Vorhand zu mir geholt. Links klappt gut, auch Liberty, aber rechts bot er lieber gänzliches Seitwärts auf mich zu an. Hab ich nicht erlaubt und auf der Vorhand bestanden, bis das wenigstens für wenige Schrittchen klappte. Ich war heut aber irgendwie zu ungenau mit den Phasen.

Dann haben wir Übergänge im CG geübt. Die klappen toll, Schritt-Trab-Galopp und umgekehrt, alles auf Phase 1, maximal 2.
Große Schwierigkeiten machte mir dann das Bring Back, erstaunlicherweise, was das ganze zu einer überlangen Session werden ließ. Ständig fragte ich ihn, reinzukommen, anfangs dachte ich tatsächlich noch an einen Handwechsel, das verging mir aber eh gleich wieder, jede Runde habe ich ihn eingeladen reinzukommen, nein, wollte er nicht. Also durfte er weiter gehen. So viel galoppiert und getrabt ist er schon ewig nicht bei mir *g*. Aber jede Runde hatte er das Angebot, reinzukommen und Pause zu kriegen, ich weiß nicht was los war. Damit das überhaupt ein Ende nimmt, musste ich dann die Hinterhand sehr vehement disengagen und ihn sehr locken, dann kam er rein und bekam Pause. Ich hab ihn dann noch ein paarmal ganz kurz rausgeschickt und wieder rein, viel besser wurde es nicht.

Muss mal nächstes Mal schauen, ob das nur eine einmalige Laune war oder was da genau kaputt ist...

Dienstag, 24. Mai 2011

Ein kleines Zitat heute:
"Natural Horsemanship ist wie Wurst:
Jeder will sie haben, aber keiner will zusehen, wie sie gemacht wird ..."


Michael Wanzenried im Workshop

zum Thema Phasen und Konsequenz

Sonntag, 22. Mai 2011

Wir haben weiter tolles Sommerwetter!

Leider war heut nix mit reiten.... die Bisswunde in der Sattellage war wieder offen - dabei konnte man zuletzt nix mehr davon sehen, sogar Haare waren schon wieder lang drauf. Keine Ahnung, entweder das war gestern zu viel geritten oder Insekten haben sich daran zu schaffen gemacht. Oder ein fellpflegender Billy-Freund war an der falschen STelle zu grob. Jedenfalls fehlen wieder Haare und etwas Haut, eine millimetergroße Stelle war offen, etwas verkrustet rundherum, und auch wieder etwas angeschwollen *seufz*. Es war ihm unangenehm beim Putzen, also klarerweise keinerlei Reiten.

Macht nichts, wir waren auf unserm Playground/Geländestrecke - aber on line. Da kann man echt viel Spaß haben! Zuerst haben wir die vielen Baumstümpfe ausgenützt und Touch it damit gespielt. Jaa, da ists gleich nicht mehr so leicht wie mit Podest ;-). Aber ich bin stolz verkünden zu können, dass Billy nach einer Weile auf einem recht kleinen Baumstumpf stand, mit beiden Vorderbeinen (mehr hätte auch nicht draufgepasst), und wie stolz er war! ;-)
Dann ein bisschen Squeeze Game über die aufgebauten Sprünge. Billy springt viel eleganter als früher, und ich glaube tatsächlich, dass es ihm Spaß macht. Hin her hin her, mit nur Anlauf des halben 7m-Seils, manchmal sogar aus dem FAst-Stand, er kann es jetzt echt schon gut.
Dann sind wir in einem Stick to Me so ein Hindernis gemeinsam gesprungen :-).

Und dann das größte Projekt, die vielen Wasserlacken. Das war schon nicht mehr so spaßig. Ich hab verlangt, dass er sich ruhig hinstellt und sich damit denkerisch beschäftigt. Hat er brav gemacht, es dauerte lang, dann stand er in einer der Wasserlacken drin, zumindest hinten (interessanterweise ist rückwärts rein eher möglich als vorwärts, die Hinterbeine eher als die Vorderbeine).
Dann diese doofe Pfütze, die er dauernd springt (über die man aber einfach auch nur drübersteigen könnte). Wieder ist er sie gesprungen - wieder und wieder und wieder und wieder und wieder und wieder und wieder. Ich gab immer nur Ruhe, wenn er einen Schritt weiter drauf zu machte, sie u.U. anschnofelte und sich damit auseinandersetzte. Hufbreite für Hufbreite konnte er näher dran stehenbleiben, schließlich wurden aus den Sprüngen kleine Hüpfer, dann trabte er drüber, dann ging er Schritt. Als das in beide Richtungen klappte, gingen wir heim.
Mein Ziel wäre, ihn mit den Vorderbeinen dort reinzustellen und einen Pausenplatz dort zu etablieren, aber das hebe ich mir fürs nächste Mal auf.

Samstag, 21. Mai 2011

Super Wetter an diesem Wochenende :-)
Heut war ich mit 2 anderen vom Stall ausreiten. Da wir nicht sicher waren, ob da ein GEwitter heraufzieht oder nicht, wurde es ein recht kurzer Ausritt, aber für mich hatte er es in sich... wir ritten ein Stückchen (paar Meter, um genau zu sein *g*) an der Bundesstraße entlang. Uff, alles ging gut - es kam auch grad kein Auto, die Flauheit im Magen hielt sich daher in Grenzen.

Wir gelangten so an den Beginn unserer neuen Geländestrecke, bzw. nenne ichs playground :-). Der Boden war rutschig, die Kollegin wär gern den Parcours aus Geländehindernissen gesprungen, das ging nicht überall.

Billy sprang über die Matschpfütze in einem Riesensatz *ärger*, und durfte dann ("and then some!") die nächsten Hindernisse auch gleich springen, wenn er schon dabei war *grrr*. Hat er auch brav gemacht. Meine Figur dabei war nicht so toll, aber egal.

War ein lustiger Ausritt, der mich durch das Reiten auf der Straße sehr nah an meine "rote Zone" gebracht hat - aber doch nicht über die Grenze...

Donnerstag, 19. Mai 2011

Wir bewegen uns immer weiter auf "richtige" einfache Galoppwechsel zu.
Heute habe ich 4 Hütchen in der Mitte des Vierecks aufgestellt, ein Quadrat rund um X. Zuerst wollte ich testen, ob ich wählen kann, in welchem Galopp Billy anspringt, wenn ich auf der Mittellinie angaloppiere (sodass er keine Anlehnung an der Bande hat und nicht weiß, welche Richtung "kommt" - er muss also auf mich hören). Ok, das klappt noch nicht - oder nicht mehr, denn letzten Sommer war ich voll Stolz, dass das klappte. Nun ja, heut nicht mehr, und ich kam nicht wirklich weiter.

Ich hab dann beschlossen, wieder zu Diagonalwechseln überzugehen und hab dafür mein Hütchenquadrat genützt. Galopp, abwenden auf die Diagonale, durchs Hütchenquadrat durch, dort Trab parieren, und in der nächsten Ecke im neuen Galopp wieder angaloppieren. Hat gut geklappt. Anfangs ließ ich ihn auch mal Galopp Ganze Bahn gehen, aber bald sind wir zu einem großen Achter-Muster übergegangen, d.h. jedes Mal ein Diagonalwechsel, und bei X in der Mitte der 8 Trabparade mit neuem Angaloppieren. Man konnte sehen, dass das Muster Billy hilft, er verstand bald, wo er zu traben hat, und dass gleich wieder neuer Galopp kommt, und so war er immer früher dran mit Beine-Sortieren und die Meter im Trab wurden immer kürzer. Er ist jedesmal richtig angesprungen *freu*. Ich hab mich wiederum sehr bemüht, in meinen Hilfen einen deutlichen Unterschied zwischen links und rechts zu geben - in der Hoffnung, dass er lernt bzw. sich wieder erinnert, wann er rechts und wann er links anspringen sollte. Wie gesagt, wir konnten das schon mal. Hoffe dass es bald wieder kommt ...

Dienstag, 17. Mai 2011

Zum Aufwärmen bin ich heute wie die letzten Male die neue Geländestrecke gegangen. Ich würde sagen wir beide nähern uns mittlerweile 100% confidence dort. Bin sogar eins der Hindernisse gehüpft mit Billy - mit Bareback Pad :-). Hat er brav gemacht.
Da es geregnet hatte, hat die eine Matschpfütze Junge gekriegt und sich vermehrt *hihi*. Billy ging durch die meisten brav durch, nur eine große Wasserpfütze war ganz erschröcklich, da blieb ich einfach nur dran stehen und wartete, bis er sich entspannt hat - was ziemlich lange dauerte.

Am Viereck hatte ich dann Gelegenheit, weitere Wasserpfützen zu bearbeiten - und habe die eine große in der Mitte einfach gleich als Rastplatz etabliert. Zwar sind Pfützen am Viereck schon seit längerem kein Problem mehr, aber es war trotzdem faszinierend, wie schnell die Pausen wirken - schon nach kurzem zog Billy Richtung Pfütze, und wollte sich reinstellen, wenn er eine Pause wollte *lol*.

Am Viereck haben wir FreeStyle weiter an einfachen Galoppwechseln gearbeitet. Zuerst auf punktgenaues und leichtes Angaloppieren hingewerkt; als nächsten Punkt Wendungen im Galopp abgehakt (ich möchte, dass sie maximal Phase 3 - Bein - benötigen, keinen Zügel, keinen Stick), danach Galopp-Trab-Übergänge, dann als weitere Zutat Diagonalwechsel mit Trabparade am Ende hinzugefügt, und dann die Trabphase immer weiter reduziert, bis wir uns schon fast sowas ähnlichem wie einfachen Galoppwechseln angenähert haben. Es wird, es wird.

Sonntag, 15. Mai 2011

Kursbericht: Michael Wanzenried, 10.-11. Mai 2011

Gerade als danach verlangt wird, logg ich mich ein, um den Kursbericht endlich zu schreiben, das passt ja :-).

Allzu viel kann ich gar nicht berichten, Michael hat uns eher das große Bild vermittelt, weniger irgendwelche Details.
Wir waren 8 Teilnehmer, in 2 Gruppen geteilt. Jeder hatte andere Problemfelder, die es zu bearbeiten galt. Bei mir und Billy waren es hauptsächlich Strenge und Konsequenz (;-) wer hätte das gedacht??).

Hier kurz zusammengefasst die Punkte, die ich mir im Nachhinein notiert habe:

- Have a plan ... nichts wirklich neues, trotzdem immer wieder eine Erinnerung wert. Michael nennt das "Projekte". Er hat v.a. gut dargestellt, wie man vom direct-line-Denken zu einem lateralen Ansatz gelangt, z.B. wie man einen 8er mit einem Pferd entwickelt, das tw. unsicher ist und gefallen will, aus dem Grund aber nicht mehr zuhört.

- Obstacles!! Wenn ich ihn richtig verstanden habe, plädiert Michael dafür, ab einem bestimmten Niveau (sobald man über Level 1 hinaus ist), ständig Objekte zu benutzen. Wenn schon nichts anderes, dann zumindest die Ecken im Viereck. So gibt man einem Pferd - v.a. solchen wie Billy - ein Ziel, einen Sinn. Die Objekte als "Rastplatz" etablieren. Alle Spiele immer auf ein Objekt hinspielen. Dort dann Pause geben. Ein Beispiel war z.B.: Wenn man mit Pferden wie Billy Seitwärts ohne Zaun üben möchte, ein paar Schritte mitten im Viereck bekommt und dann Pause macht, ohne ersichtlichen Grund, ist das viel weniger wert und prägt sich viel weniger ein, als wenn man das Seitwärts z.B. auf eine Tonne, eine Stange, oder zur Ecke hin spielt. Pause gibt es nach Erreichen des Ziels, und so macht das fürs Pferd mehr Sinn, da es eine Aufgabe hat: Geh seitwärts bis zur Tonne. Und nicht: Geh seitwärts, bis das Seil schüttelt (oder welches Stop-Kommando auch immer). Quasi: Das Point to Point-Spiel in alle 7 Games integrieren.
Daraus kann man dann auch komplizierte Hufschlagfiguren entwickeln.

- Pausen bei LBIs laaange gestalten. Als ich konkret fragte, wie lange die Pause sein soll (ca.), bekam ich zur Antwort: 15 Minuten. Ich gestehe, so lange halt ich selten durch. Zur folgenden Einheit nach dem Kurs hab ich mir übrigens was zu lesen mitgenommen, das hält man ja sonst nicht aus *g*.

- Die langen Pausen führen zwangsläufig zum nächsten Punkt: Mit einem LBI die Übungen kurz halten. Sehr sehr kurz. Die langen langen Pausen verhindern, dass man zu viel und zu lange spielt (da der durchschnittliche Pferdebesitzer nun mal begrenzt Zeit hat - Je länger die Pause, desto kürzer zwangsläufig die Spielzeit).

- Und die kurze Spielzeit führt zum nächsten Punkt: Kurz, aber knackig! Sehr knackig! Billy sagte laut Michael zu allem sowieso nein und musste daher ordentlich einstecken, bis er in Habtacht-Stellung stand. Ich sollte das dann auch versuchen, kann es aber halt einfach nicht so heftig. Ich geb mich einfach immer schon viel früher zufrieden.
Die Auswirkung von kurz und knackig war auch gleich zu sehen, Billy suchte nämlich schon am Nachmittag des ersten Kurstags das Weite, als er mich kommen sah, ähem.
Generell meinte Michael, wir alle wollten zu früh die Phasen verfeinern. Phasen verfeinern ja, aber viel viel viel später erst.

Wir haben mit Billy an unserem Rückwärts gearbeitet, wie ich gleich zu Anfang gebeten hatte. Zuerst eben Online: Heftiges Hinterhand verschieben, abwechselnd mit knackigem Vorwärts in einem DrivingGame (nicht Circling Game), dann sofort rückwärts jagen zwischen ein Tor aus Tonnen (Zielpunkt), und dort dann eben Rastplatz, für 15 Minuten und länger.
Dasselbe hab ich dann am letzten nachmittag auch vom Pferderücken aus gemacht, es klappte ganz gut. Generell hat Michael unser FreeStyle gelobt, mehrmals *stolzschau*. Es gab dann eben den Vorführeffekt, dass Billy das Rückwräts nicht generell verweigerte wie sonst oft. Es war tw. an der Grenze, aber er gab immer doch noch nach. Fürs Timing der Pause danach wurden wir wieder gelobt *freu*.

Billy war trotz fremder Pferde und jeder Menge Gewusel am Viereck sehr konzentriert und hörte brav zu. Wir konnten eine fast perfekte Hinterhandwendung ohne Zügel hinlegen, und ein fast perfektes Seitwärts ohne Zügel und ohne Stick und ohne Zaun.

Insgesamt wars ein sehr netter und lustiger Kurs, mit netten Teilnehmern und Prachtwetter, der mir wieder einen Schubser in Richtung Konsequenz gegeben hat - auch wenn ich nicht wirklich was gänzlich neues erfahren hab. Michael ist ein unterhaltsamer Lehrer, Bernies Unterrichtsstil gefällt mir aber besser, da er mehr Details vermittelt hat und mehr am Menschen ausbesserte als am Pferd. ;-)

Montag, 9. Mai 2011

Am Wochenende waren wir viel grasen, haben die neue, jetzt fertig mit Hindernissen versehene Geländestrecke erkundschaftet, es wurde entwurmt, und am Sonntag haben wir deshalb nicht viel gemacht, nur ruhige Sachen und mit der Plane rumgeblödelt.

Die Geländestrecke ist ein Hit! Es geht beim quasi "Nachbarhaus" los, zuerst eben mit 3 Hindernissen, dann gehts rein in den Wald, bergauf, über die Matschpfütze, die noch (mit Auswegmöglichkeit) zu einem kleinen Wassergraben erweitert wird, weiter bergauf durch den Wald mit noch 3 kleinen Hüpfern, wenn man will, dann raus aus dem Wald, rauf auf einen Wiesenweg, der über unsere Weiden bis zum Stall führt. Die Stallbesitzer haben es ausgemessen, die Strecke ist von Anfang bis Ende genau 1 km lang :-). Daneben gibt es noch kleine Nebenwege, die man auch erkunden kann, einer führt zum Baggerteich. Das haben sie echt cool hergerichtet. Ich fühl mich zwar nicht sicher genug, um das alles reitend im Galopp zu bewältigen, aber ich glaube On Line kann man in dem Waldstückchen jetzt auch ordentlich Spaß haben! Ein richtiger Spielplatz!

Am Viereck hatte ich ein weiteres tolles Erfolgserlebnis: Seitwärts auf mich zu klappt! Und wie! Zumindest nach links ganz toll, eine halbe lange Seite flüssig auf Phase 1-2. Nach rechts ist es wie all diese Dinge schwieriger, aber 4-5 Schrittchen können wir da jetzt auch.

Und jetzt freue ich mich nach vielen Vorbereitungen (jobmäßig, meine Abwesenheit an 2 turbulenten Tagen planen und organisieren) nur noch auf den Kurs am Dienstag und Mittwoch mit Mickey Wanzenried *juhu*. Die Videokamera ist aufgeladen, ebenso der Fotoapparat, Videokassetten sind eingekauft, Notizbuch ist eingepackt und Bleistift gespitzt. Bericht folgt sicherlich!!

Donnerstag, 5. Mai 2011

Heute sind wir wieder zum Aufwärmen die Wiese runter und haben weitere Wegelchen in dem kleinen Waldstückchen erforscht. Wenn wir in die Richtung gehen, und diesen Weg, wird das Billytier total flott. Zuerst dachte ich, das ist, weil ich mit ihm dort auch den Wegrand abgrasen war - allerdings versucht er, wenn wir dort entlangreiten, nicht einmal zu fressen. Dieses Verhalten ist doch recht suspekt. Er wirkt aber nicht verunsichert, eher neugierig.
Im kleinen Wäldchen haben wir eine andere Abzweigung genommen - perfektes Übungsgelände, ein kleiner Mini-Wassertümpel kreuzt dort unsern Weg! Rundherum nichts, ausnahmsweise nämlich auch kein Abgrund oder Riesensteine oder Bäume, um die man sich wickeln kann.
Billy startete zu meiner Verwunderung selbständig auf das Wassertümpelchen (Tümpel ist übertrieben - wo es den Weg kreuzt, ist es gerade so breit, dass ein Mensch es mit einem halbwegs großen Schritt überqueren kann - man müsste also nicht reinsteigen, wenn man nicht will) zu. Untersuchte es, schnorchelte. Drehte um, trabte an, ließ sich nicht mehr so leicht aumdrehen, und ich bekam einen kurzen Kontrollverlust-Hilfe-Panikanfall. Aber dann: Mir schoss das Bild vom Horsenality-Abend in den Kopf, wo uns die eine Stute so toll gezeigt hat, wie pferd Annäherung und Rückzug macht. Also hab ich beschlossen, dort an dieser ungefährlichen Stelle es einfach auszuprobieren. Ich drehte ihn um und dann ließ ich ihn einfach machen. Er weiß eh besser, wie das geht, nicht wahr? Er ging hin, schnorchelte, schnofelte. Drehte um. Irgendwie hab ichs geschafft locker zu bleiben und die Zügel nur am Ende zu halten. Ließ ihn ein paar Schritte weggehen, sagte mir, dass er am besten weiß, wo der Punkt ist, von wo aus wir es noch einmal angehen können. Hat er auch gezeigt, an einem gewissen Punkt ließ er sich nämlich so fein wie sonst auch wieder anhalten. Kurz verschnauft, umgedreht, wieder hingehen lassen. Ließ ihn dann wieder alles selbst machen: schnofeln, schnorcheln, Kopf rauf und runter, Wasser mit der Schnauze untersuchen, wieder umdrehen und Abstand gewinnen... das war richtig interessant! Nach 3x umdrehen ist er es beim 4. Mal relativ überraschend in einem Riesensatz gesprungen *lol*. Total brav! Ab sofort denk ich: Bei solchen Sachen alleine machen lassen. Hätt ich mehr Druck gemacht, wär es sicher anders gelaufen.

Es gab dann eine große Graspause, dann etwas Freestyle und Finesse am Viereck, wobei ich einfach mit verschiedenen Zügellängen und Kontaktstärken gespielt hab im 8er-Muster. Klappte ganz gut. Wir haben auch die Übung aus der Savvy Club DVD vom April ausprobiert - Übertreten auf dem Zirkel mit Casual Rein - das hat auch recht gut hingehauen.

Danach Pad runter, wildes Wutzeln, dann wieder grasen - haben dem STallbesitzer geholfen, den Viereckrand zu mähen *g*. Nach 20 Minuten kam er auf ein kleines Zeichen vom Gras weg und mit mir mit *staun*. :-)

Dienstag, 3. Mai 2011

Heute haben wir nichts besonders Aufregendes gemacht.

Vor dem Spielen waren wir 20 Minuten grasen und danach nochmal 10-15.

Zum Aufwärmen bin ich eine neue Runde ins Gelände gegangen, in die andere Richtung. Da kann man schön einen Weg entlangreiten, der über unsere Weide führt, dann einen Baggerteich umrunden, dann in ein kleines Waldstück, wo unser Stallbesitzer gerade eine Geländestrecke mit dem Traktor gewalzt hat und nun Naturhindernisse aufbaut :-). Dann kommt man wieder auf den Weg zurück. Ich wundere mich - Billy ist total aufgedreht, wenn wir in diese Richtung gehen. Das ist ganz gut zum Training, weil ich mich auf diesem Stück absolut sicher fühle. Da kann nix passieren, es ist keine Straße in der Nähe, es kann nicht mehr sein als dass er umdreht und dann halt über unsere eigenen Weiden heimgaloppiert. So kann ich mich gut vorantasten und Billys Aufgedrehtheit cool begegnen. Ich geh diese kleine Runde jetzt einfach so oft und so lange, bis sie uns beiden egal ist :-).

Danach sind wir gleich aufs Viereck und ich habe weiter an unseren Finesse-Figure-Eights gefeilt. Davor bin ich allerdings ein paarmal das Muster FreeStyle geritten. Das geht wirklcih schon super, bin ganz stolz. Stick brauche ich keinen mehr, Bein seltener; meistens klappen die Bögen wirklich auf Phase 1 (Focus) und 2 (Körperdrehung). Und Billy bricht kaum mehr die Gangart, ich hab den 8er aber auch groß genug wählen können heute, dass er sich leicht tut damit. Außerdem habe ich mehr drauf geachtet, dass er immer dieselbe Linie läuft, also beide 8er Schleifen so genau und so rund wie möglich - bisher war es mir eigentlich gut genug, wenn er irgendeine Art von Bogen um die Hütchen gemacht hat.
Dann Übergang zu Finesse, das war gar nicht gut. Schon das Gebiss anziehen vor dem Reiten war wieder noch eine Spur schlechter - diesmal flüchtete der Billy regelrecht als ich damit kam *seufz*. Er drehte nicht nur den Kopf weg, sondern machte am Putzplatz ein paar Schritte weg von mir, ich musste ihn erst wieder einfangen :-( . Dann nahm er es zwar brav, aber das ist schon eindeutig, nur ich hab keine Ideen für Lösungen mehr.
Die 8er in Finesse waren auch wieder mehr geprägt von Wehren gegen das Gebiss, er hat sich heut oft verworfen, parkte dauernd beim Hütchen ein, klemmte total... ich bin dann erstmal viele Volten nach links geritten, weil er dabei anfangs immer nach innen weglaufen wollte (um sich dann eben in der Mitte einzuparken), und erst später 8er mit Umstellen und so. Nicht viel verlangt, nur ein paarmal, 2x halbwegs gut, dann habe ich aufgehört.

Sonntag, 1. Mai 2011

Ich habe am Wochenende mit Freude festgestellt, dass Billys Bisswunde am Rücken schneller heilt als gedacht. Nachdem es schön glatt zugeheilt ist, die Kruste bereits abgefallen ist und er auch bei energischerem Putzen (natürlich vooorsichtig begonnen an dieser Stelle) keinerlei Unmutsreaktionen zeigte, bin ich Samstag vorsichtig 15 Minuten und - da das problemlos ging - Sonntag dann etwas länger geritten. *freu*

Konnte so endlich meine Finesse-Einheiten nachholen.
Erste Herausforderung war wieder einmal das Gebiss. Erstens gab es ein niegelnagelneues, weil das alte hat er ja bei unseren Gebiss-Aufnehmen-Üben zerkaut (Plastik). Ich dachte es geht nun besser, und auch dass ihm das Plastik scheinbar besser gefällt als Metall, also das gleiche wieder gekauft. Billy nahms am Samstag auch relativ brav auf - aber entweder beim Rein- oder Rausgeben scheint er fest draufzubeißen. Fazit: Niegelnagelneues Gebiss hat nach 15 Minuten reiten wieder Zahnabdrücke! Das war das letzte Plastikding, das er kriegt, ich kann mir leider nicht für jedesmal Reiten ein neues leisten auf Dauer...
Leider war das Ganze am Samstag offenbar wieder zu viel... Sonntag wollte er es schon wieder nicht nehmen, wich mit der Schulter weg sobald er es sah und es brauchte Geduld und Überredungskunst, damit er es genommen hat. Das geschah dann zwar freiwillig, aber trotzdem ist deutlich, dass er es halt einfach nicht mag. :-(

Beim Reiten hat er dann auch hektischer damit rumgespielt als zuletzt, da war ja schon recht gleichmäßiges "Anziehen" zu spüren, aber nicht dieses hektische Herumkauen.

Sonst hat er sich gut gemacht, am Samstag haben wir Follow the Rail geübt mit vielen Übergängen, die nun schon gut mit gleichmäßigem Kontakt am Zügel klappen, egal welche Gangart.
Sonntag haben wir dann mit Figure 8s im Schritt und Trab begonnen, auch da hat er sich brav angestellt, schön gebogen, das geht nun langsam leicht und geschmeidig (es sei denn, Herr Billy will nicht mehr). Gangart halten klappt nun auch gut, und Kontakt am Gebiss wird nicht mehr als "Bremse" missverstanden. Zum Abschluss haben wir dann auch noch die 8er Freestyle gemacht, und auch ohne Zügel haben sie schön geklappt.

Samstag war ich außerdem mit Pferdchen im Schlepptau joggen. Entlang der Straße hat das richtig gut geklappt, dort, wo Billy am Seitenstreifen traben kann und ich auf der Straße. Richtig schön gleichmäßig. Hie und da bin ich zu langsam, dann verfällt er in Schritt, trabt aber wieder an, bevor sich das Seil ganz spannt, während ich mein Tempo gleichmäßig halte. Soweit er wieder antrabt von alleine, ist mir das so recht. Sobald es bergauf geht, fällt ihm mein langsames Tempo *keuch* schwer - hat ja auch doppelt so viele Beine wie ich ;-).

Und schließlich gab es zur Vorbereitung auf die Weidesaison viel Grasen-Lassen, wir haben uns jetzt auf so ca. 30 Minuten gesteigert. Billy, ganz in seinem Element ;-).