Fast ist er zurück, der büffelfreie Billy. Heute war alles schon wieder viiiel besser. Nicht ganz so umwerfend wie vor unserem Streit, aber fast.
Es hat geschüttet und das Viereck steht absolut unter Wasser :-(. Auch die Halle wieder zu einem Großteil, in den Ecken bilden sich doch tatsächlich Pfützen! Aber für ein bisschen Liberty hat es vollkommen gereicht.
Anfangs haben wir Stick to Me gemacht, was wir auch im Kurs geübt haben. Ich hab versucht umzusetzen, was ich gelernt habe, d.h. bin auch mal ganz bewusst laaaangsaaaam in Zeitlupe gegangen und habe gewartet, bis Billy sich anpasst. Mir wurde im Kurs vor Augen gehalten, dass ich beim Stick to Me viel zu viel und alles viel zu schnell auf hohem Energielevel mache - für den faulen W... äh, Billy sind das zu wenig Pausen. Tatsächlich passt Billy sich meinem Tempo schon schön an, ohne dass ich den Stick zum Nachtreiben brauche. Für Gangartenwechsel, z.B. Antraben oder Anhalten, gebe ich ihm jetzt mehr Zeit zu reagieren - und er tut's ja eh! Anhalten und rückwärts ist z.B. toll geworden, seit ich nicht drauf bestehe, dass das zackzack geht - ich bin immer sehr abrupt stehengeblieben, Pferd soll ja schließlich aufpassen. Tatsächlcih, wenn ich einfach normal stehenbleibe, hat er genug Zeit zu reagieren und tut das auch. Dasselbe bei rückwärts. ich gehe mini-schrittchen rückwärts und erst wenn ich bei seinem Hintern bin und er noch nicht reagiert hat, kommt der Stick dazu in leichter Wachelbewegung. So funktioniert es besser und Billy bleibt freundlich (das ist v.a. beim rückwärts auffällig). Gerader ist es auch schon geworden.
Interessant ist, wie unterschiedlich die beiden Seiten sind. Wenn ich rechts gehe, seine bessere Seite, klebt er an mir wie Kaugummi. Wären seine Ohren dabei noch freundlicher, fänd ich das toll. So bleibt ein Fünkchen Un-Vertrauen. Seine Nase klebt an meiner Hand oder meinem Ellbogen. Auf der linken Hand, wenn ich links bin (was er zu vermeiden sucht oft), hält er gut 1 m Seitenabstand (was mir selbst viel angenehmer ist). Er bleibt eher zurück und versucht manchmal die Hand zu wechseln.
Wir haben sticky Figure 8 gemacht. ich bin mit ihm um 2 pylonen spaziert, habe im Mittelpunkt durch eine Drehung und Stickwechsel die Hand gewechselt, und um die Bögen der 8 sind wir getrabt.
Ein Highlight war dann, dass ein zweites Pferd in die Mini-Halle kam, wurde nur kurz longiert. Ein guter Freund von Billy. Also hab ich nach kurzem Überlegen beschlossen, ihn Liberty zu lassen (ich glaub der Miteinsteller merkte gar nicth, dass kein Seil dran war *g*). ich hab weiter Stick to Me am Zirkel gespielt und war sooo stolz, dass Billy keinen Versuch machte, meine Seite zu verlassen!! Keine Sekunde hat er dran gedacht, das konnte man sehen :-).
Zum Schluss hab ich ihn noch 3x ins Circling Game geschickt und die Übergänge wieder geübt - endlich endlich, das geht wieder! So gut wie zuvor, denk ich - ich hab nur Hemmungen zu viel zu verlangen, weil ich nicht weiß, ob es das vielleicht war, was den Absturz bewirkt hat... also nur 2, 3 Runden in beide Richtungen, mit Übergängen zwischen Schritt, Trab und Galopp, Galopp war sogar sehr gut! Auf der linken Hand wirbelt er auch tatsächlcih herum beim Bring Back und kommt im Trab, mit Ohren vorne, zu mir. Auf der rechten Hand braucht er etwas länger, ich muss u.U. etwas rückwärts laufen, um ihn auf mich zutraben zu lassen, aber es geht auch.
Im Kurs haben wir gelernt, nicht unbedingt die Hinterhand zu lösen beim Liberty-Bring Back. Mit der Begründung , dass man dadurch einen Gangartenwechsel provoziert, den man später aber mal nicht mehr will (Galoppwechsel z.B.). Mir klingts noch in den Ohren: "Lad ihn ein zu dir!!!! NEIN; den Stick benutzen ist keine Einladung, das ist nur unhöflich!!!" *g*
you live you learn you love you learn you cry you learn you lose you learn you bleed you learn you scream you learn you grieve you learn you choke you learn you laugh you learn you choose you learn you pray you learn you ask you learn you live you learn
Alanis Morissette
Donnerstag, 29. Juli 2010
Dienstag, 20. Juli 2010
Kursbericht
Am 19.+20. Juli hatten Billy und ich mit ein paar Stallkollegen bei uns im Stall Parelli-Kurs mit Martin Wimmer. Ich war, wie früher geschrieben, mehr als skeptisch und hatte gar keine Lust, wegen der Probleme, die sich mit Billy wieder aufgetan haben. Alles was ich denken konnte war, dass wir - als Momentaufnahme - noch schlechter sind als im Vorjahr (und das war schon ordentlich schlecht) - es war mir einfach nur peinlich.
Tatsächlich war der Kurs dann gut und hat mir viel gebracht! Don't make assumptions, gell? ;-). Das Niveau war generell niedriger als das des Kurses im Vorjahr (dort war es 1 Level höher als eigentlich angekündigt), was mir entgegenkommt - ich hab einfach auch noch viele Lücken im Level 1.
Wir haben am ersten Tag nach Theorie-Einheiten (wo zwar für mich nicht viel Neues gesagt wurde, aber es ist doch immer wieder faszinierend, wie schnell man bestimmte Dinge vernachlässigt/verdrängt/vergisst) OnLine auf unserem etwas sehr wassergetränkten Platz gemacht (glich einer Schlammschlacht, macht aber nix). V.a. rückwärts und seitwärts, und bei beidem hab ich viel Input bekommen - sind eh unsere größten Baustellen! Seither hat sich das Seitwärts ohne Zaun endlich endlich gewaltig verbessert (oder anders gesagt: klappt endlich). Obwohl ich es - theoretisch - eh weiß, hab ich wieder meine ganzen Inkonsequenzen gesehen und wie ich die abstelle. Martin hat jedem einzelnen von uns - je nachdem wo er stand - passende Tips gegeben, um von dort aus Fortschritte zu machen.
Am Nachmittag wurde dann geritten, mit Präzisionsübungen für Vorwärts und Rückwärts. Dass wir das Rückwärts durchgenommen haben, war ich sehr dankbar - ist ja eine unserer größten Baustellen, sei es nun On Line oder Liberty oder beim Reiten. Rückwärts findet Billy einfach *bäh*. Wieder war das, was ich da gelernt hab, nichts wirklich neues - ich weiß all diese Dinge - nur warum führe ich sie nicht durch, wenn ich allein bin? *grübel* Einen neuen Trick hab ich auch gelernt, nämlich dem Billy, wenn er den Büffel gar zu sehr raushängen lässt und auf stur schaltet (dass er weiß, worum es geht, ist deutlich), darf ich ihm vom Rücken aus mit dem Stick unters Kinn tapsen. Tatsächlich logisch! Und wirkt! Im Gegensatz zu "auf die Nase tapsen", da nimmt er selbige ja doch nur zur Seite.
Martin hat uns dann noch mit Strings, die wir in den Händen hielten, "zusammengespannt". Zuerst paarweise, dann zu viert. Und uns so auf Bahnfiguren und in Übergänge vom Schritt zum Halt, zum Rückwärts und wieder vorwärts geschickt. War lustig!
Am zweiten Tag gabs nochmal Theorie, die diesmal auch für mich neu war (oder zumindest etwas, was ich wirklich gründlich vergessen hatte). Nämlich nach den (bekannten) Phasen der Bestimmtheit (die typischen Parelli-Phasen von 1-4) die Lernphasen beim Pferd (und natürlich Mensch). Auch 4. Vielleicht sollte man sie eher "Stufen" nennen, um eine Verwechslung mit den Phasen der Bestimmtheit zu vermeiden.
Weil ich das wirklich noch nicht so behirnt hatte zuvor, schreibe ich es auf...
Lernstufe 1: Lernstufe. Neue Übung wird vorgestellt. Die Lernstufe dauert nur kurz, einige Wiederholungen, nur solange, bis man erkennen kann, dass das Pferd das Prinzip verstanden hat und weiß, worum es geht.
Lernstufe 2: Kontrollstufe. Pferd und Mensch können die Übung immer kontrollierter ausführen, d.h. so gut wie immer und in allen möglichen Umgebungen. Ich hätte es vielleicht eher "Festigungsphase" oder so genannt. So hab ichs zumindest verstanden. Wichtig in diese Stufe ist "dass", noch nicht "wie" (Beispiel rückwärts: Pferd geht rückwärts, möglichst mit geringeren Phasen als in der Lernphase; die Übung ist so gut wie überall abrufbar, es ist aber noch egal, wie schnell oder wie weit oder ob es gerade bleibt dabei).
Lernstufe 3: Verstärkungsstufe. Die Übung wird auf höheres Niveau gebracht. Jetzt wird das "wie" wichtiger. Die Übung wird länger verlangt, oder weiter, oder schneller, oder mit mehr Qualität, oder mit allem zusammen. Ein wichtiger Augenöffner für mich: Im Zuge der Verstärkungsstufe werden die Phasen zwangsläufig wieder höher (während man in der Kontrollstufe zu weicheren Phasen zurückgekehrt ist, kann nun wieder öfter eine Phase 3 + 4 nötig sein).
Lernstufe 4: Verfeinerungsstufe. Nun wird das in der Verstärkungsstufe erarbeitete höhere Niveau (weiter, länger, schneller usw.) verfeinert, d.h. sollte wieder mehr und mehr zur Selbstverständlichkeit werden und die Phasen feiner.
Das war für mich wirklich ein Aha-Effekt. Ich dachte irgendwie immer, nach der allerersten Stufe, in der das Pferd die Übung nicht kennt, müssen die Phasen immer niedriger werden. Ein Zruückgehen zu einer Phase 3 oder 4 war für mich shcon immer ein Rückschritt oder gar ein Versagen. Tatsächlich - und es ist logisch - bewegt sich das ganze einfach in Wellen. Übung ist neu, man fängt mit sehr feinen Phasen an, probiert u.U. verschiedenes aus, bis Pferd verstanden hat. Hat es verstanden, kann man auch höhere Phasen einsetzen um ihm klarzumachen, dass es mitzuarbeiten hat (selbstverständlich dann gefolgt von Pause und Lob und Belohnung). Die Phasen werden wieder feiner. Dann verlangt man mehr - die Phasen werden wieder höher. Dann wieder niedriger. Dann fügt man vielleicht noch einen Aspekt hinzu - wieder höhere Phasen. Usw.
Wenn ichs jetzt hier so durchlese, klingt es nicht besonders wichtig oder interessant - aber beim Kurs, als wir das durchgegangen sind, dachte ich wirklich dauernd "oooooooohhhhhh!!!!!!!!!!!!!!" ;-).
Wir haben an dem Vormittag dann noch Liberty gemacht, einer nach dem andern. Das war super interessant. Die meisten haben einfach an einem Catching Game bzw. einem Bring Back gearbeitet, aber bei jedem Pferd kamen andere Aspekte dazu. Wirklich hochinteressant wie verschieden die waren, obwohl sich die meisten charakterlich nicht sooo unähnlich waren. Die meisten waren LB - I oder E.
Am Nachmittag dann noch einmal Freestyle, wo wir uns aufs Reiten mit Stick und ohne Zügel konzentriert haben und am Schluss jeder eine hübsche Weave im Trab geschafft haben. Besonders auf den richtigen Focus hat Martin da viel Wert gelegt, und tatsächlich war da ein Unterschied zu spüren, wenn man es dann - nach viel Meckern *g* - mal so probierte wie er es vorschlug ;-).
Zum Schluss als Gesamtfazit war ich auch überrascht - und eigentlich erfreut - zu hören, dass ich Billy nun mehr bestätigen muss in dem, was er tut, wenn es richtig ist. Es scheint dass die bisher vorherrschende Respektlosigkeit zumindest zeitweise in leichte Unsicherheit kippt. Es klingt doof, aber das freut mich ;-). Bisher hörte ich immer nur, ich muss strenger sein und konsequenter und respektlos, respektlos, respektlos. Das ist mir ziemlich eingeimpft, daher vergesse ich vielleicht tatsächlich das Loben (v.a. Loben zur richtigen Zeit). Für mich schwer zu erkennen, denn ich denke, Billy reagiert fast gleich in verschiedenen Gemütszuständen: Will er nicht aus Respektlosigkeit oder weil er einfach keine Lust hat, wird er gleichermaßen stur und schaltet auf "taub", wie wenn er nicht versteht oder verunsichert ist, was ich möchte. Also gut das zu wissen und extra drauf zu achten!
Tatsächlich war der Kurs dann gut und hat mir viel gebracht! Don't make assumptions, gell? ;-). Das Niveau war generell niedriger als das des Kurses im Vorjahr (dort war es 1 Level höher als eigentlich angekündigt), was mir entgegenkommt - ich hab einfach auch noch viele Lücken im Level 1.
Wir haben am ersten Tag nach Theorie-Einheiten (wo zwar für mich nicht viel Neues gesagt wurde, aber es ist doch immer wieder faszinierend, wie schnell man bestimmte Dinge vernachlässigt/verdrängt/vergisst) OnLine auf unserem etwas sehr wassergetränkten Platz gemacht (glich einer Schlammschlacht, macht aber nix). V.a. rückwärts und seitwärts, und bei beidem hab ich viel Input bekommen - sind eh unsere größten Baustellen! Seither hat sich das Seitwärts ohne Zaun endlich endlich gewaltig verbessert (oder anders gesagt: klappt endlich). Obwohl ich es - theoretisch - eh weiß, hab ich wieder meine ganzen Inkonsequenzen gesehen und wie ich die abstelle. Martin hat jedem einzelnen von uns - je nachdem wo er stand - passende Tips gegeben, um von dort aus Fortschritte zu machen.
Am Nachmittag wurde dann geritten, mit Präzisionsübungen für Vorwärts und Rückwärts. Dass wir das Rückwärts durchgenommen haben, war ich sehr dankbar - ist ja eine unserer größten Baustellen, sei es nun On Line oder Liberty oder beim Reiten. Rückwärts findet Billy einfach *bäh*. Wieder war das, was ich da gelernt hab, nichts wirklich neues - ich weiß all diese Dinge - nur warum führe ich sie nicht durch, wenn ich allein bin? *grübel* Einen neuen Trick hab ich auch gelernt, nämlich dem Billy, wenn er den Büffel gar zu sehr raushängen lässt und auf stur schaltet (dass er weiß, worum es geht, ist deutlich), darf ich ihm vom Rücken aus mit dem Stick unters Kinn tapsen. Tatsächlich logisch! Und wirkt! Im Gegensatz zu "auf die Nase tapsen", da nimmt er selbige ja doch nur zur Seite.
Martin hat uns dann noch mit Strings, die wir in den Händen hielten, "zusammengespannt". Zuerst paarweise, dann zu viert. Und uns so auf Bahnfiguren und in Übergänge vom Schritt zum Halt, zum Rückwärts und wieder vorwärts geschickt. War lustig!
Am zweiten Tag gabs nochmal Theorie, die diesmal auch für mich neu war (oder zumindest etwas, was ich wirklich gründlich vergessen hatte). Nämlich nach den (bekannten) Phasen der Bestimmtheit (die typischen Parelli-Phasen von 1-4) die Lernphasen beim Pferd (und natürlich Mensch). Auch 4. Vielleicht sollte man sie eher "Stufen" nennen, um eine Verwechslung mit den Phasen der Bestimmtheit zu vermeiden.
Weil ich das wirklich noch nicht so behirnt hatte zuvor, schreibe ich es auf...
Lernstufe 1: Lernstufe. Neue Übung wird vorgestellt. Die Lernstufe dauert nur kurz, einige Wiederholungen, nur solange, bis man erkennen kann, dass das Pferd das Prinzip verstanden hat und weiß, worum es geht.
Lernstufe 2: Kontrollstufe. Pferd und Mensch können die Übung immer kontrollierter ausführen, d.h. so gut wie immer und in allen möglichen Umgebungen. Ich hätte es vielleicht eher "Festigungsphase" oder so genannt. So hab ichs zumindest verstanden. Wichtig in diese Stufe ist "dass", noch nicht "wie" (Beispiel rückwärts: Pferd geht rückwärts, möglichst mit geringeren Phasen als in der Lernphase; die Übung ist so gut wie überall abrufbar, es ist aber noch egal, wie schnell oder wie weit oder ob es gerade bleibt dabei).
Lernstufe 3: Verstärkungsstufe. Die Übung wird auf höheres Niveau gebracht. Jetzt wird das "wie" wichtiger. Die Übung wird länger verlangt, oder weiter, oder schneller, oder mit mehr Qualität, oder mit allem zusammen. Ein wichtiger Augenöffner für mich: Im Zuge der Verstärkungsstufe werden die Phasen zwangsläufig wieder höher (während man in der Kontrollstufe zu weicheren Phasen zurückgekehrt ist, kann nun wieder öfter eine Phase 3 + 4 nötig sein).
Lernstufe 4: Verfeinerungsstufe. Nun wird das in der Verstärkungsstufe erarbeitete höhere Niveau (weiter, länger, schneller usw.) verfeinert, d.h. sollte wieder mehr und mehr zur Selbstverständlichkeit werden und die Phasen feiner.
Das war für mich wirklich ein Aha-Effekt. Ich dachte irgendwie immer, nach der allerersten Stufe, in der das Pferd die Übung nicht kennt, müssen die Phasen immer niedriger werden. Ein Zruückgehen zu einer Phase 3 oder 4 war für mich shcon immer ein Rückschritt oder gar ein Versagen. Tatsächlich - und es ist logisch - bewegt sich das ganze einfach in Wellen. Übung ist neu, man fängt mit sehr feinen Phasen an, probiert u.U. verschiedenes aus, bis Pferd verstanden hat. Hat es verstanden, kann man auch höhere Phasen einsetzen um ihm klarzumachen, dass es mitzuarbeiten hat (selbstverständlich dann gefolgt von Pause und Lob und Belohnung). Die Phasen werden wieder feiner. Dann verlangt man mehr - die Phasen werden wieder höher. Dann wieder niedriger. Dann fügt man vielleicht noch einen Aspekt hinzu - wieder höhere Phasen. Usw.
Wenn ichs jetzt hier so durchlese, klingt es nicht besonders wichtig oder interessant - aber beim Kurs, als wir das durchgegangen sind, dachte ich wirklich dauernd "oooooooohhhhhh!!!!!!!!!!!!!!" ;-).
Wir haben an dem Vormittag dann noch Liberty gemacht, einer nach dem andern. Das war super interessant. Die meisten haben einfach an einem Catching Game bzw. einem Bring Back gearbeitet, aber bei jedem Pferd kamen andere Aspekte dazu. Wirklich hochinteressant wie verschieden die waren, obwohl sich die meisten charakterlich nicht sooo unähnlich waren. Die meisten waren LB - I oder E.
Am Nachmittag dann noch einmal Freestyle, wo wir uns aufs Reiten mit Stick und ohne Zügel konzentriert haben und am Schluss jeder eine hübsche Weave im Trab geschafft haben. Besonders auf den richtigen Focus hat Martin da viel Wert gelegt, und tatsächlich war da ein Unterschied zu spüren, wenn man es dann - nach viel Meckern *g* - mal so probierte wie er es vorschlug ;-).
Zum Schluss als Gesamtfazit war ich auch überrascht - und eigentlich erfreut - zu hören, dass ich Billy nun mehr bestätigen muss in dem, was er tut, wenn es richtig ist. Es scheint dass die bisher vorherrschende Respektlosigkeit zumindest zeitweise in leichte Unsicherheit kippt. Es klingt doof, aber das freut mich ;-). Bisher hörte ich immer nur, ich muss strenger sein und konsequenter und respektlos, respektlos, respektlos. Das ist mir ziemlich eingeimpft, daher vergesse ich vielleicht tatsächlich das Loben (v.a. Loben zur richtigen Zeit). Für mich schwer zu erkennen, denn ich denke, Billy reagiert fast gleich in verschiedenen Gemütszuständen: Will er nicht aus Respektlosigkeit oder weil er einfach keine Lust hat, wird er gleichermaßen stur und schaltet auf "taub", wie wenn er nicht versteht oder verunsichert ist, was ich möchte. Also gut das zu wissen und extra drauf zu achten!
Mittwoch, 14. Juli 2010
Take the time it takes...
Heute gings schon wieder etwas besser.
Die Hufheberei ist allerdings schon wieder völlig kaputt: beißen, drohen, usw. Heut war ich aber cooler, hatte einen Plan und hab mich nicht aus der Ruhe bringen lassen. Hinhaun bringt einfach nix (auch wenn manche mich vom Gegenteil überzeugen wollen und meinen, ich hau halt nicht fest oder oft genug hin), macht uns beide nur wütend.
Heute also folgende Strategie:
Ich bitte möglichst höflich (vorher bisschen streicheln, um die Schulter, um in Stimmung zu kommen ;-) .. Bein runterfahren, dann in Position begeben (Rücken zum Kopf, dann gehts meist los) und Stimmkommando) um den Huf, schwingt als Antwort der Kopf mit gefletschten Zähnen in meine Richtung, gab es eine Runde Schulterweichen, ganz ruhig, ganz langsam, ganz unemotional (von mir zumindest, Büffel ärgert sich gewaltig, aber solang ich selbst ruhig bleibe, hält es sich in Grenzen). Nächster Versuch, nächste Runde. Nach jeder Runde hab ich ihn kurz in Ruhe denken lassen, meistens gab es sofort *schleckkau*. Was ihn allerdings nicht hinderte, gleich wieder herzubeißen beim nächsten Versuch. Ich glaube wir haben so 20-50 Runden gedreht. Dann hob er mal den Huf von selbst kurz an. Dann durfte ich ihn schon mal selbst halten. Nach ein paar weiteren Runden konnte ich halb auskratzen. Und immer so weiter. Irgendwann war ich dann doch sturer und durfte den Huf lange aufhalten und kratzen und bürsten und gegen die Strahlfäule behandeln. *uff*.
Wir haben fürs Hufauskratzen heute fast eineinhalb Stunden gebraucht!!! Ich weiß auch nicht, ob die MEthode was bringt, aber ich fühl mich damit wohler als wenn ich ihm Prügel androhe oder angedeihen lasse. Das eskaliert ja doch nur. Ich denke schaden wird es nicht, so üben wir wenigstens das Schulterweichen (Porcupine wurde seeehr gut, muss ich sagen - trotz Übellaunigkeit aufgrund der Situtation brauche ich echt nur die haare sanft berühren).
Danach gingen wir ein bissl grasen und dann haben wir am Viereck noch ein paar Schrittübungen gemacht:
Ein bisschen Spin am Seil, d.h. Seil außen rum legen, Pferd soll dem Gefühl folgen, weg von mir drehen, ein bisschen außen (also auf meienr seite) mit dem Stick nachhelfen, und das Pferd dreht sich. Hat er schön gemacht, nach kurzer anfänglicher Verwirrung (hat sich zu mir her gedreht statt weg, und so immer mehr ins Seil gewickelt *g*)
Danach Weave: und zwar rückwärts! Auch da hab ichs geschafft ruhig zu bleiben, drauf geachtet, dass Pferd mir stets 2 Augen gibt, wobei ich meistens ziemlich knapp vor ihm bleiben musste, aber so haben wir uns slalommäßig und im Schneckentempo durch die Hütchen bewegt. Insgesamt vielleciht 3 Längen, die letzte war dann schon recht flüssig. Für mehrere flüssige Rückwärtstritte gabs kurze Pause.
Vorwärts haben wir zwischendurch auch geweaved, Schritt war wieder ganz gut, habe ich wieder gemacht solange bis das Gifteln beim Drive aufhört. Dann hie und da antraben lassen, was heute wieder überraschend leicht ging, er hat zwar die Ohren angelegt dabei, aber ich ließ ihn immer nur 2, 3 Trabtritte machen, zum Wieder-Eingewöhnen.
Es geht ganz langsam wieder bergauf *seufz*.
Die Hufheberei ist allerdings schon wieder völlig kaputt: beißen, drohen, usw. Heut war ich aber cooler, hatte einen Plan und hab mich nicht aus der Ruhe bringen lassen. Hinhaun bringt einfach nix (auch wenn manche mich vom Gegenteil überzeugen wollen und meinen, ich hau halt nicht fest oder oft genug hin), macht uns beide nur wütend.
Heute also folgende Strategie:
Ich bitte möglichst höflich (vorher bisschen streicheln, um die Schulter, um in Stimmung zu kommen ;-) .. Bein runterfahren, dann in Position begeben (Rücken zum Kopf, dann gehts meist los) und Stimmkommando) um den Huf, schwingt als Antwort der Kopf mit gefletschten Zähnen in meine Richtung, gab es eine Runde Schulterweichen, ganz ruhig, ganz langsam, ganz unemotional (von mir zumindest, Büffel ärgert sich gewaltig, aber solang ich selbst ruhig bleibe, hält es sich in Grenzen). Nächster Versuch, nächste Runde. Nach jeder Runde hab ich ihn kurz in Ruhe denken lassen, meistens gab es sofort *schleckkau*. Was ihn allerdings nicht hinderte, gleich wieder herzubeißen beim nächsten Versuch. Ich glaube wir haben so 20-50 Runden gedreht. Dann hob er mal den Huf von selbst kurz an. Dann durfte ich ihn schon mal selbst halten. Nach ein paar weiteren Runden konnte ich halb auskratzen. Und immer so weiter. Irgendwann war ich dann doch sturer und durfte den Huf lange aufhalten und kratzen und bürsten und gegen die Strahlfäule behandeln. *uff*.
Wir haben fürs Hufauskratzen heute fast eineinhalb Stunden gebraucht!!! Ich weiß auch nicht, ob die MEthode was bringt, aber ich fühl mich damit wohler als wenn ich ihm Prügel androhe oder angedeihen lasse. Das eskaliert ja doch nur. Ich denke schaden wird es nicht, so üben wir wenigstens das Schulterweichen (Porcupine wurde seeehr gut, muss ich sagen - trotz Übellaunigkeit aufgrund der Situtation brauche ich echt nur die haare sanft berühren).
Danach gingen wir ein bissl grasen und dann haben wir am Viereck noch ein paar Schrittübungen gemacht:
Ein bisschen Spin am Seil, d.h. Seil außen rum legen, Pferd soll dem Gefühl folgen, weg von mir drehen, ein bisschen außen (also auf meienr seite) mit dem Stick nachhelfen, und das Pferd dreht sich. Hat er schön gemacht, nach kurzer anfänglicher Verwirrung (hat sich zu mir her gedreht statt weg, und so immer mehr ins Seil gewickelt *g*)
Danach Weave: und zwar rückwärts! Auch da hab ichs geschafft ruhig zu bleiben, drauf geachtet, dass Pferd mir stets 2 Augen gibt, wobei ich meistens ziemlich knapp vor ihm bleiben musste, aber so haben wir uns slalommäßig und im Schneckentempo durch die Hütchen bewegt. Insgesamt vielleciht 3 Längen, die letzte war dann schon recht flüssig. Für mehrere flüssige Rückwärtstritte gabs kurze Pause.
Vorwärts haben wir zwischendurch auch geweaved, Schritt war wieder ganz gut, habe ich wieder gemacht solange bis das Gifteln beim Drive aufhört. Dann hie und da antraben lassen, was heute wieder überraschend leicht ging, er hat zwar die Ohren angelegt dabei, aber ich ließ ihn immer nur 2, 3 Trabtritte machen, zum Wieder-Eingewöhnen.
Es geht ganz langsam wieder bergauf *seufz*.
Dienstag, 13. Juli 2010
Nix geht mehr ...
Ich glaub so unfähig wie momentan hab ich mich noch nie gefühlt :-(. Zurückversetzt ganz an den Anfang, wir können nicht mal mehr die 7 Spiele in der Grundfunktion. Ich werde angegiftelt, bedroht, mit gefletschten Zähnen angehüpft.
Und nachdem alles schon so gut lief vor 2 Wochen, ist das noch viel frustrierender.
Vielleicht hab ich in der "guten" Phase einfach zu viel gemacht, sodass er beschlossen hat, dass granteln und gifteln und attackieren doch der bessere Weg ist als Mitarbeit. Immerhin hat er es innerhalb von 3 Minuten geschafft, dass ich eine halbe Runde Trab im Circling Game als großen Erfolg ansehe, den es zu belohnen gilt. Oder ein Rückwärts, das so langsam ist dass man ihm währenddessen die Hufschuhe anziehen könnte...
Und kaum verlange ich ein Schrittchen mehr, ein Fünkchen schneller, ein bisschen Freundlichkeit mehr ist alles vorbei - gifteln, beißen, drohen mit allem was er hat.
Hufe auskratzen ist auch schon wieder ein Dilemma, beißen, wegreißen, wegrempeln, treten...
Langsam geht auch meine Geduld endgültig zur Neige, bin daher ungerecht, schnell zornig, auf mich und das Pferd, was neu ist. Bisher war ich immer nur auf mich selbst angefressen, weil ich das nicht hinkriege. Das alles fördert die Motivation natürlich auch nicht gerade. Zum ersten Mal ists so, dass ich eigentlich keine Lust hab zum Pferd zu fahren oder was mit ihm zu machen. :-(
Den Kurs, den ich Montag und Dienstag haben werde, würde ich am liebsten absagen... wir sind unter dem Niveau des Vorjahres, und da waren wir - nein ich - die Unfähigsten. Hab überhaupt keine Lust da mitzumachen. Ich hoff jetzt sogar, dass der Bernie-Kurs nix wird, weil was soll ich da, mit Level Minus-4??
I mog nimma :-(
Und nachdem alles schon so gut lief vor 2 Wochen, ist das noch viel frustrierender.
Vielleicht hab ich in der "guten" Phase einfach zu viel gemacht, sodass er beschlossen hat, dass granteln und gifteln und attackieren doch der bessere Weg ist als Mitarbeit. Immerhin hat er es innerhalb von 3 Minuten geschafft, dass ich eine halbe Runde Trab im Circling Game als großen Erfolg ansehe, den es zu belohnen gilt. Oder ein Rückwärts, das so langsam ist dass man ihm währenddessen die Hufschuhe anziehen könnte...
Und kaum verlange ich ein Schrittchen mehr, ein Fünkchen schneller, ein bisschen Freundlichkeit mehr ist alles vorbei - gifteln, beißen, drohen mit allem was er hat.
Hufe auskratzen ist auch schon wieder ein Dilemma, beißen, wegreißen, wegrempeln, treten...
Langsam geht auch meine Geduld endgültig zur Neige, bin daher ungerecht, schnell zornig, auf mich und das Pferd, was neu ist. Bisher war ich immer nur auf mich selbst angefressen, weil ich das nicht hinkriege. Das alles fördert die Motivation natürlich auch nicht gerade. Zum ersten Mal ists so, dass ich eigentlich keine Lust hab zum Pferd zu fahren oder was mit ihm zu machen. :-(
Den Kurs, den ich Montag und Dienstag haben werde, würde ich am liebsten absagen... wir sind unter dem Niveau des Vorjahres, und da waren wir - nein ich - die Unfähigsten. Hab überhaupt keine Lust da mitzumachen. Ich hoff jetzt sogar, dass der Bernie-Kurs nix wird, weil was soll ich da, mit Level Minus-4??
I mog nimma :-(
Freitag, 9. Juli 2010
Handarbeit
Auf Anraten der Osteopathin hab ich heute wieder die Handarbeit aufgenommen. Nur kurz, ca. 15 Minuten.
Zuerst etwas aufwärmen einfach durch Führen, dann auf dem Zirkel führen, dann kleinere Zirkel um mich rum mit Handwechseln, alles im Schritt, dann davon ausgehend Untertreten auf dem Zirkel, leicht Seitwärts.
Danach Schulterherein, was er super gemacht hat, nur 2x 10 Meter ungefähr, wir haben das ja lange nicht gemacht. Schulterherein war links besser als rechts, da passierts eher dass er vorwärts läuft.
Dann noch ganz kurz Travers und Renvers angetestet, was beides supergut war dafür, dass wir es ja ewig nicht gemacht haben. Klappte sozusagen auf anhieb, allerdings wurde Büffli zum Schluss wieder mental unrund, begann nach den Zügeln zu schnappen usw.
Also vermutlich immer noch zu lang, zu viel, zu anstrengend oder was weiß ich. Aber er hat sich bemüht und brav mitgemacht, und somit bei der Hitze momentan war ich sehr zufrieden mit uns.
Zuerst etwas aufwärmen einfach durch Führen, dann auf dem Zirkel führen, dann kleinere Zirkel um mich rum mit Handwechseln, alles im Schritt, dann davon ausgehend Untertreten auf dem Zirkel, leicht Seitwärts.
Danach Schulterherein, was er super gemacht hat, nur 2x 10 Meter ungefähr, wir haben das ja lange nicht gemacht. Schulterherein war links besser als rechts, da passierts eher dass er vorwärts läuft.
Dann noch ganz kurz Travers und Renvers angetestet, was beides supergut war dafür, dass wir es ja ewig nicht gemacht haben. Klappte sozusagen auf anhieb, allerdings wurde Büffli zum Schluss wieder mental unrund, begann nach den Zügeln zu schnappen usw.
Also vermutlich immer noch zu lang, zu viel, zu anstrengend oder was weiß ich. Aber er hat sich bemüht und brav mitgemacht, und somit bei der Hitze momentan war ich sehr zufrieden mit uns.
Donnerstag, 8. Juli 2010
1000-km-Service ;-)
Heute war unsere (neue) Osteopathin da und hat mal alles durchgecheckt, v.a. wegen dieses Wegzuckens im Rücken.
Folgendes kam raus: Ja, im Rücken zwickts, da war eine Blockade/Verschiebung, aufgrund der Art derselben hat die Osteopathin auf ein plötzliches "Verreißen" getippt (*uff* doch nicht einfach nur schlechtes Reiten *hüstel*).
Zusätzlich war eine Blockade im Genick rechts, und aus irgendeinem Grund quasi der gesamte Kopf verspannt. Er beißt quasi ständig die Zähne zusammen (Zähneknirschen musste ich ihr aber verneinen, das hab ich zumindest noch nie wahrgenommen), der gesamte Unterkiefer war verspannt. Sonst schön beweglich und "auffällig wenig".
Die Muskulatur ist ganz gut, auffallend stark in der Schulter bemuskelt (kein Wunder, da so vorderlastig), oberer Rücken gut bemuskelt *stolzschau*, dafür etwas weiter unten (von der Schulter abwärts nach hinten, Richtung Rippen) wenig (was angeblich seltsam sei). Hinterteil zu wenig, v.a. die Abduktoren (? ich rate jetzt halt mal, beim Menschen wärens die Abduktoren *g*).
Das Phlegma des Büfflis gefiel auch ihr nicht, und die Schleimhäute seien zu hell.
Ansonsten aber alles gut, es gäbe z.B. keinen Grund, warum er so dahinschlurft und die Hinterbeine über den Boden zieht. Also man kann durchaus von ihm verlangen, die Beine zu heben.
Nach Lösen der Blockaden hab ich den Auftrag gekriegt, erstens Mineralstoffe zuzufüttern, die Seitwärtsgänge-Handarbeit wieder aufzunehmen, viel Stangenarbeit zu machen, viel auf und ab, Körperbandage zu probieren.
Bin gespannt wie er sich nun tut danach. ich wurde gewarnt, dass es kurz schlimmer werden könnte, wenn das anhält, muss sie nochmal kommen. Sonst war es für sie eben "auffällig wenig", und sie meinte, es könnten jetzt auch "Altlasten" noch zum Vorschein kommen - mal schauen. 1 woche nicht reiten, aber durchaus was tun. Ach ja, und generell mehr mit ihm tun.
Büffli hats ganz gut gefallen, allerdings wurde wieder (wie schon von der ersten Osteopathin vor 2 jahren) recht überrascht festgestellt, dass er trotzdem skeptisch bleibt und sich nicht ganz fallen lässt
Folgendes kam raus: Ja, im Rücken zwickts, da war eine Blockade/Verschiebung, aufgrund der Art derselben hat die Osteopathin auf ein plötzliches "Verreißen" getippt (*uff* doch nicht einfach nur schlechtes Reiten *hüstel*).
Zusätzlich war eine Blockade im Genick rechts, und aus irgendeinem Grund quasi der gesamte Kopf verspannt. Er beißt quasi ständig die Zähne zusammen (Zähneknirschen musste ich ihr aber verneinen, das hab ich zumindest noch nie wahrgenommen), der gesamte Unterkiefer war verspannt. Sonst schön beweglich und "auffällig wenig".
Die Muskulatur ist ganz gut, auffallend stark in der Schulter bemuskelt (kein Wunder, da so vorderlastig), oberer Rücken gut bemuskelt *stolzschau*, dafür etwas weiter unten (von der Schulter abwärts nach hinten, Richtung Rippen) wenig (was angeblich seltsam sei). Hinterteil zu wenig, v.a. die Abduktoren (? ich rate jetzt halt mal, beim Menschen wärens die Abduktoren *g*).
Das Phlegma des Büfflis gefiel auch ihr nicht, und die Schleimhäute seien zu hell.
Ansonsten aber alles gut, es gäbe z.B. keinen Grund, warum er so dahinschlurft und die Hinterbeine über den Boden zieht. Also man kann durchaus von ihm verlangen, die Beine zu heben.
Nach Lösen der Blockaden hab ich den Auftrag gekriegt, erstens Mineralstoffe zuzufüttern, die Seitwärtsgänge-Handarbeit wieder aufzunehmen, viel Stangenarbeit zu machen, viel auf und ab, Körperbandage zu probieren.
Bin gespannt wie er sich nun tut danach. ich wurde gewarnt, dass es kurz schlimmer werden könnte, wenn das anhält, muss sie nochmal kommen. Sonst war es für sie eben "auffällig wenig", und sie meinte, es könnten jetzt auch "Altlasten" noch zum Vorschein kommen - mal schauen. 1 woche nicht reiten, aber durchaus was tun. Ach ja, und generell mehr mit ihm tun.
Büffli hats ganz gut gefallen, allerdings wurde wieder (wie schon von der ersten Osteopathin vor 2 jahren) recht überrascht festgestellt, dass er trotzdem skeptisch bleibt und sich nicht ganz fallen lässt
Dienstag, 6. Juli 2010
Cherokee Bridle
Büffli hat mir meine letzten Fehler scheinbar vergeben und war heut wie immer. Pfuuuuh.
Er kam gerne mit von der Weide, wollte sogar wieder mal vorausgehen, aber ich bin dann einfach nicht mitgegangen *hehe*. Bis er stehenblieb und auf mich wartete, und den Rest des Weges haben wir dann mit Halfter gemeinsam zurückgelegt ;-).
Dann wollte ich heute wieder mal Finesse machen, wieder mit dem Cherokee Bridle rumspielen.
Nach ein bisschen Vorbereitung den String ins Maul gelegt, was immer noch wesentlich leichter geht als das Gebiss. Am Anfang hat er wieder wild rumgekaut und versucht es auszuspucken, diesmal hat sich das aber sehr schnell gelegt, und ganz am Schluss, als ich die Schlinge aufgemacht hab, hat er den String gar nicht hergeben wollen, musste ihn direkt aus dem Maul nehmen ;-).
Zuerst haben wir die üblichen Übungen am Boden gemacht: Laterale Biegung, Hinterhand lösen, bisschen rückwärts. Ging alles nicht ganz so fein wie beim letzten Versuch, beim Rückwärts musste ich anfangs viel nachhelfen mit Halfter und Strick, die natürlich drauf blieben. Dann bin ich in die Halle und aufgesessen und hab dort vom Sattel aus dasselbe gemacht: laterale Biegung, Hinterhand lösen, dann rückwärts. Letzteres war auch hier eine eher schwere Geburt, aber mit Hilfe des Knotenhalfters gings, und zum Schluss dann auch nur mit vorsichtiger Cherokee Bridle + Stick.
Danach Wendungen im Schritt, 8er usw., haben gut geklappt. Und schließlich haben wir uns die ersten Trabschritte so getraut; Büffli wollte nciht gern traben, könnte daran liegen dass wir in der engen Halle waren, das sind wir nicht mehr gewohnt; dann gings und ein paar Wendungen im Trab haben gut geklappt, ich brauchte die Zügel vom Hackamore gar nicht, und die Cherokee Bridle konnte durchhängen.
Nach einem besonders guten Rückwärts bin ich abgesessen, obwohl noch kurz der Funke der Idee da war, noch aufs Viereck galoppieren zu gehen, aber ich war vernünftig *stolzschau*.
Er kam gerne mit von der Weide, wollte sogar wieder mal vorausgehen, aber ich bin dann einfach nicht mitgegangen *hehe*. Bis er stehenblieb und auf mich wartete, und den Rest des Weges haben wir dann mit Halfter gemeinsam zurückgelegt ;-).
Dann wollte ich heute wieder mal Finesse machen, wieder mit dem Cherokee Bridle rumspielen.
Nach ein bisschen Vorbereitung den String ins Maul gelegt, was immer noch wesentlich leichter geht als das Gebiss. Am Anfang hat er wieder wild rumgekaut und versucht es auszuspucken, diesmal hat sich das aber sehr schnell gelegt, und ganz am Schluss, als ich die Schlinge aufgemacht hab, hat er den String gar nicht hergeben wollen, musste ihn direkt aus dem Maul nehmen ;-).
Zuerst haben wir die üblichen Übungen am Boden gemacht: Laterale Biegung, Hinterhand lösen, bisschen rückwärts. Ging alles nicht ganz so fein wie beim letzten Versuch, beim Rückwärts musste ich anfangs viel nachhelfen mit Halfter und Strick, die natürlich drauf blieben. Dann bin ich in die Halle und aufgesessen und hab dort vom Sattel aus dasselbe gemacht: laterale Biegung, Hinterhand lösen, dann rückwärts. Letzteres war auch hier eine eher schwere Geburt, aber mit Hilfe des Knotenhalfters gings, und zum Schluss dann auch nur mit vorsichtiger Cherokee Bridle + Stick.
Danach Wendungen im Schritt, 8er usw., haben gut geklappt. Und schließlich haben wir uns die ersten Trabschritte so getraut; Büffli wollte nciht gern traben, könnte daran liegen dass wir in der engen Halle waren, das sind wir nicht mehr gewohnt; dann gings und ein paar Wendungen im Trab haben gut geklappt, ich brauchte die Zügel vom Hackamore gar nicht, und die Cherokee Bridle konnte durchhängen.
Nach einem besonders guten Rückwärts bin ich abgesessen, obwohl noch kurz der Funke der Idee da war, noch aufs Viereck galoppieren zu gehen, aber ich war vernünftig *stolzschau*.
Sonntag, 4. Juli 2010
Büffel Is Back...
... jaja, so schnell kann's gehen. Grad noch Höhenflug, und zwei Tage später schon wieder alles kaputt gemacht :-(.
Warum weiß ich nicht. Nur dass ich dachte, ich könnt ja wieder mal versuchen, Audition zu filmen. 10 Minuten die Videokamera an mit diesem Vorsatz, und alles war hin. Büffel zurück in alter Frische und ich dort, wo wir vor ca. 2 Jahren waren: Giften, Drohen, keinen einzigen Trabschritt bekommen. Das Circling Game ist völlig kaputt und ich weiß nicht warum. Ich dachte echt in ein paar Situationen, dass es jetzt endgültig soweit ist, dass er mich ansteigt.... Absolute Kooperationsverweigerung, und ich natürlich falsch reagiert und zornig und ratlos.
Nie nie nie nie wieder werde ich Audition filmen probieren. Nie wieder. *schnüff*
Ich hoff ich kann das schnell reparieren, was ich gerade ruiniert hab :-(.
Warum weiß ich nicht. Nur dass ich dachte, ich könnt ja wieder mal versuchen, Audition zu filmen. 10 Minuten die Videokamera an mit diesem Vorsatz, und alles war hin. Büffel zurück in alter Frische und ich dort, wo wir vor ca. 2 Jahren waren: Giften, Drohen, keinen einzigen Trabschritt bekommen. Das Circling Game ist völlig kaputt und ich weiß nicht warum. Ich dachte echt in ein paar Situationen, dass es jetzt endgültig soweit ist, dass er mich ansteigt.... Absolute Kooperationsverweigerung, und ich natürlich falsch reagiert und zornig und ratlos.
Nie nie nie nie wieder werde ich Audition filmen probieren. Nie wieder. *schnüff*
Ich hoff ich kann das schnell reparieren, was ich gerade ruiniert hab :-(.
Donnerstag, 1. Juli 2010
Aus dem Stand...
Auch andern fällt auf, dass sich das Pferd den Körper nciht mehr mit einem Büffel teilt. Jetzt haben mich schon ein paar meiner Miteinsteller drauf angesprochen :-). Und mein Freund, der gestern kurz da war und zugeschaut hat, meinte, er erkenne das Tierchen fast nicht wieder - wir hatten ein bissl Liberty vorgeführt :-).
Dann bin ich nochmal aufs Viereck und wollte unsern tollen Galopp vorführen und filmen lassen (Film folgt irgendwann). Wir haben Schritt-Galopp-Übergänge geübt, da sagte mein Freund dann: "Kannst du auch aus dem Stand angaloppieren??", was ich verneint habe, mich aber dann überreden ließ es zu probieren - fragen kostet nix ;-).
Gut, der erste Versuch endete wie ich mir gedacht hatte, in einem Renntrab, aber dann... zweiter Versuch, wir stehen, kurz konzentriert, Energie hoch, Schnalzen und Beindruck zusammen (ok, und ein biiisschen unabsichtliches "Anschieben"), und Billy galoppierte aus dem Stand an. Ein halber Schritt zum Beine-Sortieren war dabei, aber trotzdem...
bin baff ;-)
Video: http://www.youtube.com/watch?v=2oZELuu5DZ8
Wenn das so weiter geht, hab ich keine Ahnung, was ich in unserm Kurs am 19.+20. Juli eigentlich mit Instruktor üben soll *g*.
Dann bin ich nochmal aufs Viereck und wollte unsern tollen Galopp vorführen und filmen lassen (Film folgt irgendwann). Wir haben Schritt-Galopp-Übergänge geübt, da sagte mein Freund dann: "Kannst du auch aus dem Stand angaloppieren??", was ich verneint habe, mich aber dann überreden ließ es zu probieren - fragen kostet nix ;-).
Gut, der erste Versuch endete wie ich mir gedacht hatte, in einem Renntrab, aber dann... zweiter Versuch, wir stehen, kurz konzentriert, Energie hoch, Schnalzen und Beindruck zusammen (ok, und ein biiisschen unabsichtliches "Anschieben"), und Billy galoppierte aus dem Stand an. Ein halber Schritt zum Beine-Sortieren war dabei, aber trotzdem...
bin baff ;-)
Video: http://www.youtube.com/watch?v=2oZELuu5DZ8
Wenn das so weiter geht, hab ich keine Ahnung, was ich in unserm Kurs am 19.+20. Juli eigentlich mit Instruktor üben soll *g*.
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