Na bitte, heut liefs gleich einmal nicht mehr so toll. Ich war heut leider auch irgendwie ungeduldig mit Billy, weiß nicht warum.
Wir haben FreeStyle gemacht. Ich habe wieder eine Stangengasse gelegt, mit einem Tor aus Hütchen davor und eine dahinter. Das war wieder die "Herausforderung Freestyle 1" aus dem Pocket Guide des Level 2.
Begonnen hab ich mit einer Passenger Lesson im Schritt und meinen Centered-Riding-Sitzübungen. Irgendwie kam ich heut aber nicht so richtig rein in die Bewegung. Hie und da wollte Billy das Viereck auch gern verlassen, da hab ich dann gelenkt, aber ansonsten durfte er gehen wohin er wollte. Ganz gut dabei: Er blieb in Bewegung. Früher stand er ja dabei nur. Er nutzte auch das ganze Viereck, ging kreuz und quer, sah sich schon mal die Stangen an, ging auch im Schritt freiwillig drüber oder durch.
Dann begannen wir mit Trab. Wir haben abwechselnd Zirkel und die Stangengasse geübt. Am Zirkel hab ich mich bemüht, die Zügel wirklich nur am Ende in der Mitte zu halten und ansonsten nur mit Gewicht und Schenkeln zu lenken - Stick hatte ich heut auch keinen mit. Klappte recht gut, allerdings war Billy teilweise unaufmerksam und zog zu den anderen Pferden hin, die sichtbar in einiger Entfernung auf der Weide standen. Konnte ich zwar nachvollziehen, aber ich musste mich dann trotzdem auch mal deutlicher in Erinnerung rufen, und darauf, dass Zirkel normalerweise wenigtens halbrund sind.
War er aufmerksamer und folgte brav Schenkel und Gewicht, sodass sie runder wurden, die Zirkel, bogen wir ab, durchritten das erste Hütchentor, die Stangengasse, und hielten vor dem zweiten Hütchentor an. Hier schloss ich nach und nach - zuerst nur 1 Tritt, dann 2, dann immer mehr - ein Rückwärts an, bis wir die ganze Stangengasse rückwärts gingen, das erste Tor rückwärts passierten. Dort gabs dann Pause. Schnell wurde so das Rückwärts wieder richtig gut. Das klappt nun -- eeendlich! 4 Jahre hats gedauert! - auch mit langem Zügel. Noch nicht ganz ohne Zügel, aber leichtes Anheben gepaart mit Gewichtsverlagerung reicht nun. Das Rückwärts ist langsam, aber relativ zügig, und Billy hat weniger Stress. Nur wenn ich ungeduldig werde und schneller verlange, beginnt er wieder mit der Lippe zu klappern, sonst ist alles ok, die Ohren bleiben auch vorn und er wirkt nicht unwillig.
Dann wollte ich noch ganz locker galoppieren und hier ebenfalls die Freestyle Zirkel üben, aber das ging dann ganz in die Hose. Billy wollte absolut nicht galoppieren, das war ein ziemlicher Krampf, ich wurde sehr ungeduldig, was alles nur schlimmer machte. Mit einem Wort, das ging heut gar nicht, ob Billy nun einfach nicht mehr wollte oder nicht konnte, weiß ich nicht.... Ich wollte, da er in letzter Zeit ja immer sehr gehorsam und brav ist, nicht einfach drüberfahren und machte weiter mit ruhigem Trab, das hat er super gemacht. Mal sehen, was in den nächsten Tagen mit dem Galopp los ist.
you live you learn you love you learn you cry you learn you lose you learn you bleed you learn you scream you learn you grieve you learn you choke you learn you laugh you learn you choose you learn you pray you learn you ask you learn you live you learn
Alanis Morissette
Montag, 30. Juli 2012
Donnerstag, 26. Juli 2012
Heute war On Line dran, habe ich etwas stiefmütterlich behandelt in letzter Zeit. Wir begannen auf dem Viereck, aber schon wieder zog ein GEwitter auf, später wechselten wir also in die Halle.
Begonnen habe ich einmal mit etwas gaaanz altem: Yoyo! Wie lange haben wir das nimmer gemacht? Ewigkeiten... 1 Jahr? Also Yoyo "pur", meine ich.... Jedenfalls... siehe da, die Formel: "lass es bleiben und es wird besser" stimmt auch hier. Billy ging rückwärts auf Phase 1 (war das nicht mal unser größtes Problem, von vielen Trainern in vielen Kursen behandelt und nie besser geworden??), und zwar freundlich und ohne Streß. Nicht unbedingt super zackig, aber zügig, bis zum Ende des 7m Seils. Ich ließ ihn zackig herkommen, dann Pause, und ein paarmal das Ganze. War echt richtig schön, ich hab dann drauf geachtet, dass er beim Herkommen trabt, und das klappt nun auch. Er schien gern zu kommen... früher war da immer viel Motzen, Nüsternkräuseln, Ohrenanlegen, Drohen dabei.
Ich ging über zu 2 Leinen und wir übten Driving Game aus Zone 5, immer noch das Anhalten. Immer noch tritt die Reaktion nur sehr zögerlich ein. Als das nicht besser wurde, ließ ich ihn immer die paar Schritte zu viel rückwärts gehen. Das wirkte, und das Anhalten wurde besser. Richtig gut ist es aber immer noch nicht.
Dafür machten wir am Schluss noch ein richtig nettes Circling Game (auch das seit Ewigkeiten nicht mehr). Zuerst an Schritt-Trab-Übergängen gefeilt, bis die auf Phase 1 (Energie hoch oder runter) gingen. Dann Galopp hinzugefügt mit Hauptaugenmerk auf "don't change gait". Billy hatte andere Ideen... entweder traben oder versuchen abzuhauen (ganz was neues, *aua meine Finger*), danach übermütiges Galoppieren, Quietschen, Kopfschlenkern. Es brauchte dann nicht viel, bis er auch den Galopp schön durchhielt, und wir hatten folglich dann mehr Bring Backs und richtig gute im Trab mit gespitzen Ohren und total aufmerksam.
Zum Abschluss einen Handwechsel im Galopp probiert... der erste schlug fehl, weil Billy mein zurücklaufen als Bring Back interpretierte und hergaloppierte (auch superbrav!). Beim zweiten Mal führte ich deutlicher, und schwupps, ein fliegender Wechsel von rechts auf links, halbe Runde weiter, dann schwupps, fliegender Wechsel von links auf rechts - und Feierabend!
Begonnen habe ich einmal mit etwas gaaanz altem: Yoyo! Wie lange haben wir das nimmer gemacht? Ewigkeiten... 1 Jahr? Also Yoyo "pur", meine ich.... Jedenfalls... siehe da, die Formel: "lass es bleiben und es wird besser" stimmt auch hier. Billy ging rückwärts auf Phase 1 (war das nicht mal unser größtes Problem, von vielen Trainern in vielen Kursen behandelt und nie besser geworden??), und zwar freundlich und ohne Streß. Nicht unbedingt super zackig, aber zügig, bis zum Ende des 7m Seils. Ich ließ ihn zackig herkommen, dann Pause, und ein paarmal das Ganze. War echt richtig schön, ich hab dann drauf geachtet, dass er beim Herkommen trabt, und das klappt nun auch. Er schien gern zu kommen... früher war da immer viel Motzen, Nüsternkräuseln, Ohrenanlegen, Drohen dabei.
Ich ging über zu 2 Leinen und wir übten Driving Game aus Zone 5, immer noch das Anhalten. Immer noch tritt die Reaktion nur sehr zögerlich ein. Als das nicht besser wurde, ließ ich ihn immer die paar Schritte zu viel rückwärts gehen. Das wirkte, und das Anhalten wurde besser. Richtig gut ist es aber immer noch nicht.
Dafür machten wir am Schluss noch ein richtig nettes Circling Game (auch das seit Ewigkeiten nicht mehr). Zuerst an Schritt-Trab-Übergängen gefeilt, bis die auf Phase 1 (Energie hoch oder runter) gingen. Dann Galopp hinzugefügt mit Hauptaugenmerk auf "don't change gait". Billy hatte andere Ideen... entweder traben oder versuchen abzuhauen (ganz was neues, *aua meine Finger*), danach übermütiges Galoppieren, Quietschen, Kopfschlenkern. Es brauchte dann nicht viel, bis er auch den Galopp schön durchhielt, und wir hatten folglich dann mehr Bring Backs und richtig gute im Trab mit gespitzen Ohren und total aufmerksam.
Zum Abschluss einen Handwechsel im Galopp probiert... der erste schlug fehl, weil Billy mein zurücklaufen als Bring Back interpretierte und hergaloppierte (auch superbrav!). Beim zweiten Mal führte ich deutlicher, und schwupps, ein fliegender Wechsel von rechts auf links, halbe Runde weiter, dann schwupps, fliegender Wechsel von links auf rechts - und Feierabend!
Dienstag, 24. Juli 2012
Geradezu unheimlich....
Kennt ihr das, wenn man eine Phase im Leben hat, wo alles glatt funktioniert - viel einfacher, als es eigentlcih sein dürfte - und es schon langsam unheimlich wird, und man sich fragt, wann das Leben sich umdrehen wird um einem den Knüppel in die Kniekehlen zu schlagen? ;-)
Jedenfalls läuft momentan alles wie am Schnürchen!
Heute hab ich meine Führerscheinprüfung geschafft und darf nun auch schwere Hänger durch die Landschaft kurven. *freu* Und es war eigentlich nicht mal so schwer, wie ich gedacht habe!
Gleich nach der Prüfung hab ich gute Laune, gutes Wetter und meinen Urlaubstag genützt, um zu Billy zu fahren und auszureiten - wieder allein, wieder problemlos die mittelgroße Runde. Er war wieder superbrav, wenn auch diesmal insgesamt etwas aufgekratzter- aber ohne Gefahren. Wir haben sogar einen neuen Weg ein Stückchen weit erkundet, aber da es nur unendlich bergauf ging, ich nicht wusste wo wir da rauskommen und Billy und ich zusehends doch etwas verunsichert waren, kehrten wir um und beendeten lieber die vorgesehene Runde.
Ich freu mich jedesmal wie ein Schneekönig, wenn wir wieder wohlbehalten am Stall ankommen ohne Vorkommnisse, und jedes Mal werden wir ein bisschen sicherer und unser gegenseitiges Vertrauen wächst und wächst :-).
Jedenfalls läuft momentan alles wie am Schnürchen!
Heute hab ich meine Führerscheinprüfung geschafft und darf nun auch schwere Hänger durch die Landschaft kurven. *freu* Und es war eigentlich nicht mal so schwer, wie ich gedacht habe!
Gleich nach der Prüfung hab ich gute Laune, gutes Wetter und meinen Urlaubstag genützt, um zu Billy zu fahren und auszureiten - wieder allein, wieder problemlos die mittelgroße Runde. Er war wieder superbrav, wenn auch diesmal insgesamt etwas aufgekratzter- aber ohne Gefahren. Wir haben sogar einen neuen Weg ein Stückchen weit erkundet, aber da es nur unendlich bergauf ging, ich nicht wusste wo wir da rauskommen und Billy und ich zusehends doch etwas verunsichert waren, kehrten wir um und beendeten lieber die vorgesehene Runde.
Ich freu mich jedesmal wie ein Schneekönig, wenn wir wieder wohlbehalten am Stall ankommen ohne Vorkommnisse, und jedes Mal werden wir ein bisschen sicherer und unser gegenseitiges Vertrauen wächst und wächst :-).
Donnerstag, 19. Juli 2012
Trailübungen
Es gab wieder ein Cavaletti- und Springtraining im Stall, dessen Stangenaufbauten ich heute genutzt habe.
Ich habe uns wieder ein Stangen-L, ein "Tor", zwei Trabstangen aufgebaut. Billy übte inzwischen ruhig stehen.
Von Anfang an hakte es heute wieder am Rückwärts, und zwar ganz gewaltig. Billy machte sich im GEnick völlig steif und ignorierte alles. Dementsprechend war das Stangen-L rückwärts mühsam, ebenso das Tor. Irgendwann hats mir dann gereicht, ich sprach ein Machtwort... und siehe da, ab da ließ sich Billy fein steuern mit Gewicht, links, rechts, vorwärts, rückwärts. Sofort klappte das Tor gut; das haben wir diesmal auch rückwärts in Angriff genommen. Hat den Billy verwirrt, schließlich wusste er ja jetzt shcon, wie das geht, nicht wahr? Er wurde leicht unsicher und übereifrig, aber hörte dann doch noch zu und ließ sich fein durchsteuern.
Auch das Stangen-L Rückwärts klappte dann besser, obwohl er nach meinem Machtwort dann wieder so übereifrig wurde, dass er vergaß, was ein einseitiger Schenkel bedeutet und sich schwertat, die Hinterhand präzise rumzuschwenken (was normalerweise überhaupt kein Problem ist); stattdessen startete er bei jeglicher Einwirkung rückwärts.
Die Trabstangen nahm er super ohne anzustoßen, außer einmal, da hat es uns gleich fast drübergewürfelt.
Insgesamt war heute alles irgendwie zäh, nicht schlimm, aber ein bisschen.
Ich habe uns wieder ein Stangen-L, ein "Tor", zwei Trabstangen aufgebaut. Billy übte inzwischen ruhig stehen.
Von Anfang an hakte es heute wieder am Rückwärts, und zwar ganz gewaltig. Billy machte sich im GEnick völlig steif und ignorierte alles. Dementsprechend war das Stangen-L rückwärts mühsam, ebenso das Tor. Irgendwann hats mir dann gereicht, ich sprach ein Machtwort... und siehe da, ab da ließ sich Billy fein steuern mit Gewicht, links, rechts, vorwärts, rückwärts. Sofort klappte das Tor gut; das haben wir diesmal auch rückwärts in Angriff genommen. Hat den Billy verwirrt, schließlich wusste er ja jetzt shcon, wie das geht, nicht wahr? Er wurde leicht unsicher und übereifrig, aber hörte dann doch noch zu und ließ sich fein durchsteuern.
Auch das Stangen-L Rückwärts klappte dann besser, obwohl er nach meinem Machtwort dann wieder so übereifrig wurde, dass er vergaß, was ein einseitiger Schenkel bedeutet und sich schwertat, die Hinterhand präzise rumzuschwenken (was normalerweise überhaupt kein Problem ist); stattdessen startete er bei jeglicher Einwirkung rückwärts.
Die Trabstangen nahm er super ohne anzustoßen, außer einmal, da hat es uns gleich fast drübergewürfelt.
Insgesamt war heute alles irgendwie zäh, nicht schlimm, aber ein bisschen.
Sonntag, 15. Juli 2012
Schlag auf Schlag
Schlag auf Schlag gehts jetzt.
Das Wetter war gut, ich hatte Zeit: Alles gut vorbereitet und ausreiten gegangen, allein. Diesmal der Plan im Kopf: Wir gehen die etwas größere Runde, die ich vor einer Woche oder so mit fußgänger-Begleitung mit Billy gemeistert hatte. Wir müssen da wieder zweimal über die Straße, ein etwas längeres Stück durch den Ort, eine steile Steigung.
Ja, was soll ich sagen? Alles problemlos. Gleich die erste Wegkreuzung ließ sich Billy bergab nur mit Schenkel lotsen (vor 2 Jahren: ungewinnbare Diskussionen hier, abbiegen und heimrennen). Braves Anhalten an der Straße. Völlig ruhiges und kontrolliertes Überqueren der Straße. Die nächste Kreuzung. Auch hier weiß Billy, wo die kürzeste Runde ist, die wollen wir heute aber nciht nehmen. Schenkel, ein bisschen Zügel, und Billy ging willig durch die Eisenbahnunterführung. (Rückblick: Vor drei Jahren musste ich hier öfter absitzen, weil Billy sich weigerte diese Abzweigung zu nehmen und lieber rückwärts auf den ziemlich steilen Abgrund zulief). Weiter die "Waldautobahn" entlang. Ein Auto. Na gut, das war immer schon egal ;-). Die nächste Kreuzung. Vor 1,2 Jahren war die unüberwindbar. Manchmal sogar zu Fuß. Heute nichts zu bemerken, gar nichts.
Ein Pferd kam uns an der nächsten Wegkreuzung entgegen. Jaaa, da schlug Billy schon vor, ob wir uns dem nicht anschließen und Richtung Heimat gehen können. Aber etwas Zügel, Schenkel und ein Gertentupfer für etwas mehr Vorwärtsdenken, bitte, und die Situation war überwunden.
Wir kletterten den steilen Anstieg hoch. Ich liebe es, wenn Billy da die Hinterhand anwirft und sich Schritt für Schritt hochkatapultiert. Ein paarmal bleibt er immer stehen um zu verschnaufen, aber es ist wirklcih steil, und so darf er das.
Dann gehts durch den Wald. Wir trabten ein Stückerl. Matschpfützen inklusive. Er schaut schon, dass er die Hufe nicht unbedingt mitten reinsetzt, aber er unterbricht den Trab nicht und macht keine Riesenschlangenlinien.
Zweimal erschrak er über irgendwas im Wald, aber immer nur kurzes Zucken, Gucken, aha, aso, ein Eichhörnchen.. ... weiter.
Wir verlassen den Wald und reiten durchs Dörfchen. Da flattern Fahnen, Leute grillen hinter dem Zaun, Hunde kläffen. Hier wurde Frauli etwas unsicherer und machte Yoga-Atmung. Billy war mehr neugierig als unsicher.
Dann die zweite Straßenüberquerung. Hier gibts eine Baustelle in der Nähe, was insofern positiv ist, als nur noch 50 kmh erlaubt sind. Wir tasten uns vorsichtig heran. Bleiben zuerst mal weiiit weg stehen, Frauli lauscht den Motorengeräuschen. Ein paar schritte näher. Frauli beäugt argwöhnisch den Verkehrsspiegel. Nix zu sehen in der einen Richtung. Für die andere noch 2 Schritte bis an die Begrenzungslinie der Fahrbahn, sonst sieht Frauli nix. Billy steht. Es kommt nix, leichter Schenkeldruck und Billy stapft flüssig voran.
Auf der Fahrbahn sind heute nich nur 2 weiße, sondern zusätzlcih (wegen Baustelle) 2 rote Linien. Unglaublich, aber ausgerechnet DAS bringt Billy für einen Sekundenbruchteil ein wenig aus der Fassung... aber nur ein wenig, er stapft drüber; da sieht man wofür Trailübungen wichtig sind. Dann gehts ein Stückchen die Straße entlang, überhaupt kein Problem.
Dann zum Bach. Billy stapft rein als wär da nix. Er kennt jetzt den Weg auch schon, der zur besten Ausstiegsstelle führt. Dann noch die wirklich wirklich steile Böschung rauf, hühüüüppp.
Und wir haben unsere eigenen Weiden erreicht und sind so gut wie zu Hause.
Frauli jauchzt komisch und verteilt eine Extraportion Knuddeln und Leckerlis. Komisch... war was? ;-)
Das Wetter war gut, ich hatte Zeit: Alles gut vorbereitet und ausreiten gegangen, allein. Diesmal der Plan im Kopf: Wir gehen die etwas größere Runde, die ich vor einer Woche oder so mit fußgänger-Begleitung mit Billy gemeistert hatte. Wir müssen da wieder zweimal über die Straße, ein etwas längeres Stück durch den Ort, eine steile Steigung.
Ja, was soll ich sagen? Alles problemlos. Gleich die erste Wegkreuzung ließ sich Billy bergab nur mit Schenkel lotsen (vor 2 Jahren: ungewinnbare Diskussionen hier, abbiegen und heimrennen). Braves Anhalten an der Straße. Völlig ruhiges und kontrolliertes Überqueren der Straße. Die nächste Kreuzung. Auch hier weiß Billy, wo die kürzeste Runde ist, die wollen wir heute aber nciht nehmen. Schenkel, ein bisschen Zügel, und Billy ging willig durch die Eisenbahnunterführung. (Rückblick: Vor drei Jahren musste ich hier öfter absitzen, weil Billy sich weigerte diese Abzweigung zu nehmen und lieber rückwärts auf den ziemlich steilen Abgrund zulief). Weiter die "Waldautobahn" entlang. Ein Auto. Na gut, das war immer schon egal ;-). Die nächste Kreuzung. Vor 1,2 Jahren war die unüberwindbar. Manchmal sogar zu Fuß. Heute nichts zu bemerken, gar nichts.
Ein Pferd kam uns an der nächsten Wegkreuzung entgegen. Jaaa, da schlug Billy schon vor, ob wir uns dem nicht anschließen und Richtung Heimat gehen können. Aber etwas Zügel, Schenkel und ein Gertentupfer für etwas mehr Vorwärtsdenken, bitte, und die Situation war überwunden.
Wir kletterten den steilen Anstieg hoch. Ich liebe es, wenn Billy da die Hinterhand anwirft und sich Schritt für Schritt hochkatapultiert. Ein paarmal bleibt er immer stehen um zu verschnaufen, aber es ist wirklcih steil, und so darf er das.
Dann gehts durch den Wald. Wir trabten ein Stückerl. Matschpfützen inklusive. Er schaut schon, dass er die Hufe nicht unbedingt mitten reinsetzt, aber er unterbricht den Trab nicht und macht keine Riesenschlangenlinien.
Zweimal erschrak er über irgendwas im Wald, aber immer nur kurzes Zucken, Gucken, aha, aso, ein Eichhörnchen.. ... weiter.
Wir verlassen den Wald und reiten durchs Dörfchen. Da flattern Fahnen, Leute grillen hinter dem Zaun, Hunde kläffen. Hier wurde Frauli etwas unsicherer und machte Yoga-Atmung. Billy war mehr neugierig als unsicher.
Dann die zweite Straßenüberquerung. Hier gibts eine Baustelle in der Nähe, was insofern positiv ist, als nur noch 50 kmh erlaubt sind. Wir tasten uns vorsichtig heran. Bleiben zuerst mal weiiit weg stehen, Frauli lauscht den Motorengeräuschen. Ein paar schritte näher. Frauli beäugt argwöhnisch den Verkehrsspiegel. Nix zu sehen in der einen Richtung. Für die andere noch 2 Schritte bis an die Begrenzungslinie der Fahrbahn, sonst sieht Frauli nix. Billy steht. Es kommt nix, leichter Schenkeldruck und Billy stapft flüssig voran.
Auf der Fahrbahn sind heute nich nur 2 weiße, sondern zusätzlcih (wegen Baustelle) 2 rote Linien. Unglaublich, aber ausgerechnet DAS bringt Billy für einen Sekundenbruchteil ein wenig aus der Fassung... aber nur ein wenig, er stapft drüber; da sieht man wofür Trailübungen wichtig sind. Dann gehts ein Stückchen die Straße entlang, überhaupt kein Problem.
Dann zum Bach. Billy stapft rein als wär da nix. Er kennt jetzt den Weg auch schon, der zur besten Ausstiegsstelle führt. Dann noch die wirklich wirklich steile Böschung rauf, hühüüüppp.
Und wir haben unsere eigenen Weiden erreicht und sind so gut wie zu Hause.
Frauli jauchzt komisch und verteilt eine Extraportion Knuddeln und Leckerlis. Komisch... war was? ;-)
Donnerstag, 12. Juli 2012
Ich habe vor kurzem das alte Level 2 endlich wieder einmal in die Hand genommen, davon dann den Pocket Guide mit den "Herausforderungen". Das sind kleine Übungen für alle Savvys, die man ausprobieren oder auch im Wettstreit mit anderen (auf Zeit und niedrige Phasen) machen kann. Gute Ideen, um wieder etwas mehr Plan reinzubekommen. Ich werde einfach diese Übungen durchmachen. Vor einem Jahr (oder ists mehr??) hab ich schon damit angefangen, dann aber wieder den Faden verloren.
Heute war FreeStyle dran, daher hab ich die erste Übung FreeStyle ausgesucht: 2 Pylonentore werden aufgestellt, dazwischen ein Gang aus Stangen gelegt (bei mir warens 2 aneinandergereiht, etwas länger als im Büchlein). Die Aufgabe ist, im Trab das erste Tor zu passieren, durch den Stangenkorridor, dann anhalten vor dem zweiten Pylonentor, rückwärtsrichten durch die Stangengasse und rückwärts durch das wiederum erste Pylonentor. Die Schwierigkeitsstufen sind dabei auch noch, zuerst mit Zügeln, dann nur mit Sticks zu reiten. Heute noch mit Zügeln, ich hatte nur einen Stick bzw. Gerte.
Zuerst mal aufwärmen: Wir ritten kreuz und quer und ich ließ die Zügel 100% auf dem Hals liegen. Wir stiegen über die Stangen quer drüber, machten Achten um die Pylonen, Handwechsel, Zirkel, Übergänge Schritt-Halt ganz ohne Zügel klappt gut.Sogar ein andeutungsweises Rückwärts ganz ohne Zügel hat geklappt! *staun* Toller Billy !
Dann langsam die Aufgabe angegangen. Mal im Schritt durch die Gasse, mit Anhalten, dann aber vorwärts weiter. Bisschen herumgespielt und schließlich im Trab beim ersten Versuch die ganze Übung super absolviert. Alles super, Trab anhalten auf den Punkt, und auch ein williges rückwärts, wenn ich dafür auch doch die Zügel brauchte, für die lange Strecke. Lenken rückwärts klappt nun immer, Billy lässt sich von mir leiten und durchs Pylonentor dirigieren!
Wir sind dann noch ein bisschen am Zirkel galoppiert, dazwischen dann Trabparaden und die Übung gemacht. Angaloppieren aus dem Halten gelang auch wieder gut nach 2 kleinen Fehlversuchen (wobei ich es jetzt ja schon als "Fehlversuch" werte, wenn er 3 Trabtritte macht, weil ich weiß, er kann das besser ;-) ). Zum Schluss zog Billy schon von allein in die Stangengasse, schließlich gabs dort Pause vom aaanstrengenden Galopp *g*. Das haben wir dann auch kurz geklärt und mit einem sehr guten Rückwärts udn Pause abgeschlossen.
Nach einer Weile dann noch kurz einen Finesse-Teil: ich schnallte die Zügel vom Knoti ins Gebiss um. Vor selbigem wollte er übrigens am Anfang heute wieder schnell flüchten - Ergebnis der Centered-Riding Stunde auf Gebiss *seufz*. ABER: Er fügte sich bald drein, senkte den Kopf, ich ließ das Gebiss wieder vor dem Maul einfach baumeln und wartete - und tatsächlich dauerte es diesmal wesentlich kürzer, bis er anfing dran herumzuspielen und es dann wirklich vollständig freiwillig ins Maul nahm. Ich weiß nicht genau, was ich davon halten soll: Gibt er einfach auf und fügt sich drein? Oder hat er sich einfach so eine ARt Reflex angewöhnt und braucht halt ein bisschen Zeit, um es dann zu akzeptieren? Nun ja. So ist es halt momentan. Eigentlich schon viel besser als früher,mit dem relativ baldigen Kopfsenken und Freiwillig-Nehmen.
Also jedenfalls hab ich noch 10 Minuten Schritt und ein wenig Trab angeschlossen, in denen ich das Abwenden geübt habe, das Nachgeben des Innenzügels usw. Ich glaube ich hab mich schon etwas besser im Griff linksrum ;-).
Heute war FreeStyle dran, daher hab ich die erste Übung FreeStyle ausgesucht: 2 Pylonentore werden aufgestellt, dazwischen ein Gang aus Stangen gelegt (bei mir warens 2 aneinandergereiht, etwas länger als im Büchlein). Die Aufgabe ist, im Trab das erste Tor zu passieren, durch den Stangenkorridor, dann anhalten vor dem zweiten Pylonentor, rückwärtsrichten durch die Stangengasse und rückwärts durch das wiederum erste Pylonentor. Die Schwierigkeitsstufen sind dabei auch noch, zuerst mit Zügeln, dann nur mit Sticks zu reiten. Heute noch mit Zügeln, ich hatte nur einen Stick bzw. Gerte.
Zuerst mal aufwärmen: Wir ritten kreuz und quer und ich ließ die Zügel 100% auf dem Hals liegen. Wir stiegen über die Stangen quer drüber, machten Achten um die Pylonen, Handwechsel, Zirkel, Übergänge Schritt-Halt ganz ohne Zügel klappt gut.Sogar ein andeutungsweises Rückwärts ganz ohne Zügel hat geklappt! *staun* Toller Billy !
Dann langsam die Aufgabe angegangen. Mal im Schritt durch die Gasse, mit Anhalten, dann aber vorwärts weiter. Bisschen herumgespielt und schließlich im Trab beim ersten Versuch die ganze Übung super absolviert. Alles super, Trab anhalten auf den Punkt, und auch ein williges rückwärts, wenn ich dafür auch doch die Zügel brauchte, für die lange Strecke. Lenken rückwärts klappt nun immer, Billy lässt sich von mir leiten und durchs Pylonentor dirigieren!
Wir sind dann noch ein bisschen am Zirkel galoppiert, dazwischen dann Trabparaden und die Übung gemacht. Angaloppieren aus dem Halten gelang auch wieder gut nach 2 kleinen Fehlversuchen (wobei ich es jetzt ja schon als "Fehlversuch" werte, wenn er 3 Trabtritte macht, weil ich weiß, er kann das besser ;-) ). Zum Schluss zog Billy schon von allein in die Stangengasse, schließlich gabs dort Pause vom aaanstrengenden Galopp *g*. Das haben wir dann auch kurz geklärt und mit einem sehr guten Rückwärts udn Pause abgeschlossen.
Nach einer Weile dann noch kurz einen Finesse-Teil: ich schnallte die Zügel vom Knoti ins Gebiss um. Vor selbigem wollte er übrigens am Anfang heute wieder schnell flüchten - Ergebnis der Centered-Riding Stunde auf Gebiss *seufz*. ABER: Er fügte sich bald drein, senkte den Kopf, ich ließ das Gebiss wieder vor dem Maul einfach baumeln und wartete - und tatsächlich dauerte es diesmal wesentlich kürzer, bis er anfing dran herumzuspielen und es dann wirklich vollständig freiwillig ins Maul nahm. Ich weiß nicht genau, was ich davon halten soll: Gibt er einfach auf und fügt sich drein? Oder hat er sich einfach so eine ARt Reflex angewöhnt und braucht halt ein bisschen Zeit, um es dann zu akzeptieren? Nun ja. So ist es halt momentan. Eigentlich schon viel besser als früher,mit dem relativ baldigen Kopfsenken und Freiwillig-Nehmen.
Also jedenfalls hab ich noch 10 Minuten Schritt und ein wenig Trab angeschlossen, in denen ich das Abwenden geübt habe, das Nachgeben des Innenzügels usw. Ich glaube ich hab mich schon etwas besser im Griff linksrum ;-).
Samstag, 7. Juli 2012
Centered Riding Stunde
Lange sind unsere Centered Riding Stunden jetzt ausgefallen, mal aus diesem, mal aus jenem Grund. Aber heute wars endlich wieder soweit.
Ich hab Billy heute die Trense eingeschnallt. Weiterhin Abwehr beim bloßen Anblick des Gebisses, aber er senkt dann mittlerweile den Kopf, schließt zwar eine Weile die Augen und hofft, dass die schlimme Realität verschwindet, aber irgendwann, wenn ich einfach nur warte und das Gebiss vor dem Maul baumeln lassen, fängt er an, dran rumzuspielen und nimmt es schließlich ins Maul. Dann gibts ein Leckerli. Bin gespannt, was beim nächsten Mal nach unserer Stunde sein wird.
Wir haben dann vorsichtig Kontakt aufgenommen und uns hauptsächlich Wendungen gewidmet. Fühlte mich ziemlich unfähig heute. Dauernd tu ich die Innenhand nach außen Richtung (oder sogar über) den Mähnenkamm (weil Billy ja gern nach innen abbiegt), auf der linken Hand fällt es mir schwer, die Innenschulter zurückzunehmen, ich gebe zu wenig nach mit dem Innenzügel und spüren, wohin irgendeine Schulter ausbricht, tu ich sowieso nix. Ach je.
Fürs nächste mal in 2 Wochen hab ich zur Hausübung bekommen, viele viele Wendungen zu reiten, immer nur kurz links, dann wieder rechts Zirkel und Volten (um mir das "richtige Gefühl" zu holen, das ich rechts eher habe als links) und dabei auf die genannten Punkte achten.
Bin etwas verzagt... ich fühl einfach nix. Da kreischt die Lehrerin fröhlich "jaaa guuuut!! Hast du das gespürt???" - Nö, hab ich nicht :-( . Wie soll ich was üben, wenn ich nicht weiß, wann's nun richtig ist und wann nicht? *grr*. Muss mal das Ganze auf Video aufnehmen.... vielleicht hilft das.
Ich hab Billy heute die Trense eingeschnallt. Weiterhin Abwehr beim bloßen Anblick des Gebisses, aber er senkt dann mittlerweile den Kopf, schließt zwar eine Weile die Augen und hofft, dass die schlimme Realität verschwindet, aber irgendwann, wenn ich einfach nur warte und das Gebiss vor dem Maul baumeln lassen, fängt er an, dran rumzuspielen und nimmt es schließlich ins Maul. Dann gibts ein Leckerli. Bin gespannt, was beim nächsten Mal nach unserer Stunde sein wird.
Wir haben dann vorsichtig Kontakt aufgenommen und uns hauptsächlich Wendungen gewidmet. Fühlte mich ziemlich unfähig heute. Dauernd tu ich die Innenhand nach außen Richtung (oder sogar über) den Mähnenkamm (weil Billy ja gern nach innen abbiegt), auf der linken Hand fällt es mir schwer, die Innenschulter zurückzunehmen, ich gebe zu wenig nach mit dem Innenzügel und spüren, wohin irgendeine Schulter ausbricht, tu ich sowieso nix. Ach je.
Fürs nächste mal in 2 Wochen hab ich zur Hausübung bekommen, viele viele Wendungen zu reiten, immer nur kurz links, dann wieder rechts Zirkel und Volten (um mir das "richtige Gefühl" zu holen, das ich rechts eher habe als links) und dabei auf die genannten Punkte achten.
Bin etwas verzagt... ich fühl einfach nix. Da kreischt die Lehrerin fröhlich "jaaa guuuut!! Hast du das gespürt???" - Nö, hab ich nicht :-( . Wie soll ich was üben, wenn ich nicht weiß, wann's nun richtig ist und wann nicht? *grr*. Muss mal das Ganze auf Video aufnehmen.... vielleicht hilft das.
Donnerstag, 5. Juli 2012
Mikado-Spielen :-)
Bei uns im Stall soll es jetzt regelmäßig Cavaletti- und Springtraining geben, es haben sich einige Leute zusammengefunden. Heute wars das erste Mal soweit. Einige machten das ganze mit Reitlehrerin, aber da ich immer erst spät komme und mich nicht hetzen will, habe ich nur Interesse an den aufgebauten Stangen angemeldet und auf eigene Faust mein Cavaletti-/Trailtraining gemacht.
Es war kühler als zuletzt, Wind kam auf, ein Gewitter zog vorüber, angenehm.
Wir starteten mit einer Aufwärmrunde durch unsere Geländestrecke. Billy war gut drauf, sehr gut.
Dann aufs Viereck und Stangen umsortiert: Ein Stangen-L baute ich auf, 2 Stangen mit weitem Abstand, eine einzelne Stange (die lagen halt grad so), und 2 Springständer funktionierte ich mittels Seil zum Tor um.
Tor öffnen und schließen: Anfangs scheiterte ein flüssiges Durchreiten wieder mal am Rückwärts. Nachdem wir da ein wenig diskutiert hatten, gings dann für den Rest der Einheit super, und ich konnte ganz am Schluss mit einem superwilligen, flüssigen Rückwärts am durchhängenden Zügel abschließen. Aber dass er immer zuerst mal diskutieren muss!!! Der Rest vom Tor geht schon recht flüssig. Spätestens nach dem 3. Durchreiten (obwohl anderes dazwischen gesschalten) möchte Billy das Ganze allein machen (egal, ob Frauli das "Tor" bereits geöffnet hat oder nicht), da muss man dann doch ein wenig bremsen ;-). Seitwärts klappt jedenfalls schon sehr gut. Beidhändig (das geht nur, weil ich eben ein Seil als "Tor" habe) geht es schon in halbwegs Ideallinie (d.h. es entkämen uns nunmehr höchstens 10 Kühe, nicht mehr 100), und beim letzten Versuch klappte es mit einhändiger Zügelführung, da allerdings ziemlich weit von der Ideallinie entfernt (etwa 1000 imaginäre Kühe entfleucht), aber trotzdem super. Billy gefällt das Tor, scheint ihm eine sinnvolle Aufgabe irgendwie. Vielleciht kann ich mich bald an "richtige" Tore machen, wir hätten schon ein paar, wo cih üben könnte (sind allerdings eigentlich zu niedrig) bzw. werde ich bei den nächsten Versuchen dann die verschiedenen Varianten durchprobieren.
Trabstangen: Die zwei Stangen waren in zu großem Abstand, aber Billy sortierte brav seine Beine und trabte ganz gut drüber. Die einzelne Stange nahmen wir im Galopp, das klappte schon ganz gut. Bei den zwei Stangen (GAloppabstand müsste ungefähr gestimmt haben) tat sich Billy schwer, die Galoppsprünge einzuteilen. Sowas haben wir einfach noch nie richtig geübt. Vielleicht mach ich nächstes Mal auch mit Reitlehrer mit.
Rückwärts-L: Scheiterte anfangs am Rückwärts. Außerdem hatte ich die Stangen blöderweise wirklcih sehr eng gelegt. Beim letzten Versuch spielten wir dann regelrecht Mikado, als wir fertig waren, lagen die kreuz und quer *lol*. Aaaber er hat sich bemüht ;-). Erstaunlich gut geht vorwärts: Ohne jegliche Zügeleinwirkung biegt Billy sich und nimmt die enge Kurve, ohne anzustoßen.
Und zwischendurch machten wir ein bisschen Galopp, u.a. angaloppieren aus dem Halten. Das wird immer immer besser! Kurze Vorbereitung, sobald er weiß worum es geht, spannt er sich beim Anhalten wie eine Feder, und sobald ich scharf einatme, katapultiert er sich nach vorn, sooo toll! Und interessant: er trifft dabei zu 100% den Handgalopp. Vielleicht kann ich hier üben, über meine Körpersprache links und rechts zu unterscheiden, z.B: durch Galopp auf dem Zirkel, anhalten bei X und dann aus dem Halten Galopp -ohne dass er weiß, auf welche Hand wir gehen. Wird als nächstes anvisiert.
Es war kühler als zuletzt, Wind kam auf, ein Gewitter zog vorüber, angenehm.
Wir starteten mit einer Aufwärmrunde durch unsere Geländestrecke. Billy war gut drauf, sehr gut.
Dann aufs Viereck und Stangen umsortiert: Ein Stangen-L baute ich auf, 2 Stangen mit weitem Abstand, eine einzelne Stange (die lagen halt grad so), und 2 Springständer funktionierte ich mittels Seil zum Tor um.
Tor öffnen und schließen: Anfangs scheiterte ein flüssiges Durchreiten wieder mal am Rückwärts. Nachdem wir da ein wenig diskutiert hatten, gings dann für den Rest der Einheit super, und ich konnte ganz am Schluss mit einem superwilligen, flüssigen Rückwärts am durchhängenden Zügel abschließen. Aber dass er immer zuerst mal diskutieren muss!!! Der Rest vom Tor geht schon recht flüssig. Spätestens nach dem 3. Durchreiten (obwohl anderes dazwischen gesschalten) möchte Billy das Ganze allein machen (egal, ob Frauli das "Tor" bereits geöffnet hat oder nicht), da muss man dann doch ein wenig bremsen ;-). Seitwärts klappt jedenfalls schon sehr gut. Beidhändig (das geht nur, weil ich eben ein Seil als "Tor" habe) geht es schon in halbwegs Ideallinie (d.h. es entkämen uns nunmehr höchstens 10 Kühe, nicht mehr 100), und beim letzten Versuch klappte es mit einhändiger Zügelführung, da allerdings ziemlich weit von der Ideallinie entfernt (etwa 1000 imaginäre Kühe entfleucht), aber trotzdem super. Billy gefällt das Tor, scheint ihm eine sinnvolle Aufgabe irgendwie. Vielleciht kann ich mich bald an "richtige" Tore machen, wir hätten schon ein paar, wo cih üben könnte (sind allerdings eigentlich zu niedrig) bzw. werde ich bei den nächsten Versuchen dann die verschiedenen Varianten durchprobieren.
Trabstangen: Die zwei Stangen waren in zu großem Abstand, aber Billy sortierte brav seine Beine und trabte ganz gut drüber. Die einzelne Stange nahmen wir im Galopp, das klappte schon ganz gut. Bei den zwei Stangen (GAloppabstand müsste ungefähr gestimmt haben) tat sich Billy schwer, die Galoppsprünge einzuteilen. Sowas haben wir einfach noch nie richtig geübt. Vielleicht mach ich nächstes Mal auch mit Reitlehrer mit.
Rückwärts-L: Scheiterte anfangs am Rückwärts. Außerdem hatte ich die Stangen blöderweise wirklcih sehr eng gelegt. Beim letzten Versuch spielten wir dann regelrecht Mikado, als wir fertig waren, lagen die kreuz und quer *lol*. Aaaber er hat sich bemüht ;-). Erstaunlich gut geht vorwärts: Ohne jegliche Zügeleinwirkung biegt Billy sich und nimmt die enge Kurve, ohne anzustoßen.
Und zwischendurch machten wir ein bisschen Galopp, u.a. angaloppieren aus dem Halten. Das wird immer immer besser! Kurze Vorbereitung, sobald er weiß worum es geht, spannt er sich beim Anhalten wie eine Feder, und sobald ich scharf einatme, katapultiert er sich nach vorn, sooo toll! Und interessant: er trifft dabei zu 100% den Handgalopp. Vielleicht kann ich hier üben, über meine Körpersprache links und rechts zu unterscheiden, z.B: durch Galopp auf dem Zirkel, anhalten bei X und dann aus dem Halten Galopp -ohne dass er weiß, auf welche Hand wir gehen. Wird als nächstes anvisiert.
Montag, 2. Juli 2012
Ein Highlight, schon wieder!
Mutig geworden durch den samstäglichen Ausflug mit Fußgänger-Begleitperson, bin ich heut dieselbe Runde, nur kleiner, alleine ausgeritten. Von Anfang bis Ende war das ein total entspannter Ausritt! Wir querten 2x die Bundessstraße, gingen die Galoppier-Wiese gemütlich im Schritt, durchquerten den Bach, alles ohne jegliche Richtungsdiskussion oder sonstige Probleme.
Ach, ich freu mich so!
Und mit jedem Erfolgserlebnis werd ich mutiger :-). Der ruhige blaue See ist heute ganz schön stark über die Ufer getreten ;-).
Mutig geworden durch den samstäglichen Ausflug mit Fußgänger-Begleitperson, bin ich heut dieselbe Runde, nur kleiner, alleine ausgeritten. Von Anfang bis Ende war das ein total entspannter Ausritt! Wir querten 2x die Bundessstraße, gingen die Galoppier-Wiese gemütlich im Schritt, durchquerten den Bach, alles ohne jegliche Richtungsdiskussion oder sonstige Probleme.
Ach, ich freu mich so!
Und mit jedem Erfolgserlebnis werd ich mutiger :-). Der ruhige blaue See ist heute ganz schön stark über die Ufer getreten ;-).
Sonntag, 1. Juli 2012
Rezension
Mark Rashid: Whole Heart, Whole Horse: Building Trust Between Horse and Rider. Skyhorse Publishing, 2009. 205 pp. € 21,99.
Mark Rashid ist ein fantastischer Geschichtenerzähler. In Whole Heart, whole Horse nimmt er uns mit auf eine Erinnerungsreise. Kreuz und quer durch seine Jugend bis hin zur Gegenwart bringt er Episoden, die den Leser nachdenklich machen, manchmal aber auch ganz konkret weiterhelfen. Wir begleiten Mark durch seine Jugend, wo wir natürlich dem „alten Mann“ wieder begegnen, bei seinen Kursen, im Alltag.
Das Buch ist in thematische Kapitel
unterteilt. Die Kapitel im ersten Teil, „Perception“, widmen sich Themen zur
Einstellung des Horseman, sie ändern den Blickwinkel und die Wahrnehmung des
Lesers und helfen, sich ins Pferd zu versetzen.
Gleich im ersten namens „Mistakes“ lernen wir,
dass die Angst vor Fehlern jeden Fortschritt zum Stillstand bringen kann, dass
auch ein Mark Rashid Fehler gemacht hat und noch macht, dass aus Fehlern
manchmal ganz wunderbare Ereignisse entstehen können, und schließlich die
Quintessenz des „alten Mannes“: „Did you learn something today? Because if you
did, it wasn’t a mistake.“
Das zweite Kapitel widmet sich dem Thema
„Boundaries“: Mark erzählt, was Einkaufswagen im Supermarkt mit Horsemanship
gemeinsam haben, über Pferde, die keine Boundaries kennen, und welche, für die
die Boundaries ihrer Besitzer unüberwindbare Hindernisse in der Beziehung
darstellen.
3. Trauma. Wir kehren zurück in Marks
Kindheit, lernen mit ihm, wie sich manche Dinge von allein lösen, wenn man der
Natur (und dem Pferd) einfach ihren Lauf lässt, und springen zurück in die nahe
Gegenwart, als er durch Zufall und einen Kursteilnehmer den Grund dafür
erfährt.
Information: Mark nimmt uns mit zum
Pferde-Einkauf und erzählt, wie kleine Ursachen große Wirkung haben können und
wie man lernt, dass alles, was ein Pferd tut, nicht gut, nicht schlecht,
sondern einfach nur Information für uns ist.
Der zweite Teil nennt sich „Leadership“.
Nachdem es zuerst um die Wahrnehmung ging, geht’s nun um die Taten des wahren
Horseman.
Zuerst teilt Mark seine Gedanken zu „Direction,
Speed, Destination“ mit, warum Pferde ungern Entscheidungen treffen, Menschen
aber umso lieber – und warum sich die Rollen trotzdem oft umkehren. Er spricht
sich für klare Führung des Pferdes aus und stellt die Methode, Pferde die
Verantwortung für Richtung und Geschwindigkeit abzutreten, in Frage, zumindest
für junge Pferde und solche, die nicht schon perfekt ausgebildet sind. Er
erzählt von dem Pferd, das wie ein Betrunkener hin und her schwankt und dem
Springpferd, das immer vom Kurs abkam – beides aufgrund mangelnder Führung.
Ein wichtiger Punkt in Sachen „Leadership“ ist
auch die „Energy“, Kapitel 2 im entsprechenden Teil des Buches. Mark berichtet
von Pferden mit zu viel und solchen mit zu wenig Energie und bringt – anhand
eines Beispiels aus einem seiner Kurse – Übungen, wie man die eigene Energie
„hochfahren“ kann.
Im folgenden Kapitel „Balance Point“ geht es
um ähnliches. Wer Parelli kennt und unter Balance Point etwas versteht, was mit
dem Sitz des Reiters zu tun hat, muss erst einmal umdenken. Der „Balance Point“
ist für Rashid der Punkt, an dem die Emotionen und Energie von Pferd und Reiter
ausbalanciert sind. Gemeinsam sollen sie 10 Punkte auf die Waage bringen,
idealerweise 5 vom Pferd, 5 vom Reiter. Macht die Energie des Pferdes einen Ausreißer
nach oben, so muss der Reiter seine senken, um wieder auf die 10 Punkte zu
kommen. Und umgekehrt, senkt ein Pferd seine Energie auf wenige Punkte, muss
der Reiter mit seiner eigenen Energie ausgleichen.
Wichtig ist hier auch der Grundsatz: „Do less
sooner“. Mark bringt das Beispiel eines Balance-Bretts, auf dem man zu stehen
versucht. Je früher man winzigste Korrekturen vornimmt, umso sicherer steht man
darauf. Lässt man das Brett erst einmal in eine Richtung stark kippeln, ist es
viel schwerer, es wieder auszubalancieren, oder sogar unmöglich.
Es folgt der letzte Teil des Buches: „Whole
Horse“. Wer gefühlsduselig ist wie ich, sollte jetzt die Taschentücher holen
gehen.
Mark erzählt nun – über mehrere Kapitel
verteilt – die Geschichte wie er als Kind und Schüler des „Alten Mannes“ das
erste Mal eine außergewöhnliche Beziehung zu einem Pferd, einfach nur „Der
Schwarze“ genannt, entwickelt - ein misshandeltes Pferd, das der alte Mann
übernimmt, aufpäppelt und dem er das Vertrauen in die Menschen wieder zurückgibt.
Die Kapitel des letzten Teils sind dabei nach den Stufen benannt, die diese
Umwandlung durchläuft: Consistency, Dependability, Trust, Peace of Mind und
Softness. Genauso wie Der Schwarze diese Stufen durchläuft und so sein
Vertrauen in die Menschen wiederfindet, so muss jedoch auch der junge Mark die
gleichen Stufen durchlaufen, bis er
Vertrauen in Den Schwarzen findet. Denn zu Anfang wird er vor ihm
gewarnt. Er sei tendenziell gefährlich, und so entwickelt er eine so große
Angst, dass er regelrecht vermeidet, zur Ranch des alten Mannes zu fahren – bis dieser ihn in einer
Notsituation aufsucht und um Hilfe bittet. Mark wird nun gezwungen, sich seiner
Angst zu stellen und Den Schwarzen zu versorgen – und es entwickelt sich eine höchst
außergewöhnliche Beziehung zwischen den beiden. Der kleine Mark schenkt dem
Schwarzen schließlich sein ganzes Herz – und dieser ihm im Gegenzug sich selbst
…. Whole Heart, whole Horse.
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