you live you learn you love you learn you cry you learn you lose you learn you bleed you learn you scream you learn you grieve you learn you choke you learn you laugh you learn you choose you learn you pray you learn you ask you learn you live you learn
Alanis Morissette

Sonntag, 29. Juli 2007

Die letzte Woche war irgendwie eine der Hochs und Tiefs. Oder Tiefs und Hochs Rolling Eyes .

Am Donnerstag haben es die Freundin des SB, eine andere Einstellerin und noch eine irgendwie geschafft mir einzureden, dass ich ein hochgefährliches Pferd hätte Shocked . Wir waren gemeinsam am Viereck und übten Bodenarbeit - sie haben mir alle Hilfe angeboten, weil die Trainerin immer wieder die Stunden absagt *ärger*. Und dann gings halt los: beim Zurückweichen ginge das viel zu langsam und viel zu unwillig (und das wo ich so stolz drauf war, dass ich nur noch relativ wenig Druck auf die Brust brauche - vor 1,2 Wochen hab ich noch geglaubt, ich komm mit dem Stick auf der andern SEite gleich wieder raus, so hat er sich dagegen gelehnt!).
Beim Führen, v.a. im Trab, giftelt er immer wieder rüber - ja, das weiß ich, und genau dazu würde ich gern die Trainerin befragen, die ja aber nie kommt *wieder ärger*. Ich merkte an, dass es mir generell bei ihm schwer fällt, die Schulter von mir wegweichen zu lassen - das ist alles dasselbe PRoblem - er drängelt beim Führen, wenn er testet, extrem mit der Schulter rein, v.a. im Trab, und auch auf den Zirkel schicken fällt schwer, weil er mit der Schulter nicht weicht. Aber statt mir zu helfen haben sie eher gemeint, das solle ich auf jeden Fall nur noch mit Profi machen, sonst wär es zu gefährlich... Rolling Eyes
Na jedenfalls war ich beim Heimfahren ziemlich fertig und fast schon am Überlegen, ob ich ihn denn nicht vielleicht doch besser verk..... ---- nö. Shocked

Am Freitag war ich wieder allein, mein Freund war mit, und ich hatte beschlossen, das Riesenbaby mal ordentlich zu beschäftigen. Weil eins ist klar: Sobald ihm fad wird, und das geht recht schnell, fällt ihm Blödsinn ein. Mich ins Knie zu schnappen, z.B. Soll wohl eine Spielaufforderung sein, aber Frauli ist davon nicht recht begeistert. Rolling Eyes
Also alles mögliche hergerichtet und volles Bodenarbeitsprogramm gemacht, in schnellster Abfolge, aber mit Pausen zum Relaxen dazwischen: Bisschen Friendly Game zum Aufwärmen, dann: Rückwärts (schon mit sehr wenig Druck möglich), Hinterhand nach links, Hinterhand nach rechts, immer mehr Schritte (wir bringen schon eine ganze Vorhandwendung zusammen *freu*). Korrekt führen lassen, auch über Stangen. Vorhand weichen (schwierig, aber es geht...), eine Richtung, andere Richtung. Rückwärts durch STrick-Wacheln, wieder zurückkommen und in angemessener Entfernung stehen bleiben (Yoyo-Game). Funktioniert blendend übrigens! Fuß heben rechts, Fuß heben links. Länger heben rechts, länger heben links. Hinterhand weichen links, rechts. Vorhand weichen links, rechts. Kopf senken.
Wir beginnen Circling Game zu üben, aber das funktioniert irgendwie gar nicht, ihn rauszuschicken. Das hebe ich mir für die Trainerin auf.

Samstag
Heute hätte ich Trainerstunde - kurz vorher abgesagt Confused
Na gut, ich hab ein eigenes Programm, habe nämlich einen Sattel zum Testen gekriegt (baumlos). Also heute: Satteln lassen üben.
Als ich das erste Mal mit dem Pad komme, weicht Billy mit großen Kulleraugen aus und will es sich nicht auflegen lassen. Ich lass ihn dran schnüffeln, da ist es ihm ziemlich egal, aber wenn ich es auflegen will, weicht er wieder aus.
Das alte Spiel, das der Sattler schon festgestellt hat: Je mehr Gschistigschasti (Versuch einer Übersetzung: Herumgetüddel??) bei diesem PFerd, desto suspekter wird ihm etwas. Also ein neuer Versuch: Pad in die Hand, hingehen, einmal übers Naserl streichen und dabei als wäre nix, das Pad mit viel Schwung aufn Rücken werfen. Pferd steht still und interessiert sich kaum mehr. Na bitte. DAsselbe mit dem Sattel. Hin, zack rauf, Pferdi wackelt nicht mal mit den Ohren. (Beim Sattelversuch des Vorbesitzers damals gabs durchaus Protest mit angelegten Ohren, Fußstampfen und Nüsternkräuseln). Alles zurechtgerückt, Gurt sanft zu - Pferdi wackelt nicht mal mit dem Ohrwaschel.
In der Halle haben wir dann ein bissl geführt, langsam nachgegurtet, dabei keinerlei negative Reaktionen von Billy. Dann ließ ich mich vom Schatzi raufschupfen - Billy steht wie eine Statue *brav*. Gleich der erste Eindruck: den SAttel nehm ich (Barefoot Atlanta) - geschnitten ist der wie der Cherokee, den ich schon mit Sattler getestet habe, nur die Sattelblätter fehlen, dadurch ist man mit dem Schenkel sehr nah dran. Ich lass mich ein paar Runden führen, dann ist es genug.

Sonntag
Wollte den Sattel schon nochmal in mehr Bewegung testen. Wieder gesattelt, dabei verschiedene Varianten ausprobiert - Billy steht und schläft.
Ich habe dann longiert, und nach anfänglichen Mühen (Pferdi will nicht draußen bleiben) funktioniert das wirklich toll. Viele viele (äh, für unsere Begriffe) Runden ruhiger Trab, ohne dass er dauernd nach außen abhauen will oder reindrängelt oder dauernd in Schritt verfällt. Ein paar Mal testet er, ob er umdrehen darf von links nach rechts, nein, darf er nicht - ok, dann nicht. Wink Der Sattel hält gut, nix rutscht, obwohl nicht allzu fest gegurtet, es wippt nix, die Wirbelsäule ist frei (hab mit und ohne Reiter Gerte durchgesteckt und locker bewegen können), sieht man auch am Schwitzbild gut. Wir kriegen auf beiden Händen sogar Galopp hin! Links nur ganz kurz, grad ein Angaloppieren und eine halbe, 3/4 Runde, auf der rechten Hand aber sogar 2 oder 3 Runden, und zwar ruhig,ohne Rausdrängen! (Premiere!!). Soooo toll, ich bin ganz stolz auf mein Pferdi.
Mein Freund macht mit dem Handy kurze Videos, darauf sieht man gut, dass Billy relativ entspannt wirkt mit dem SAttel (also genauso wie ohne jedenfalls) - der Schweif pendelt jedenfalls ruhig, er geht gleichmäßig.
Mehr kann ich eh nicht testen, Sattel brauch ich trotzdem, daher werd ich den SAttel nehmen; der Sattler soll dann nochmal vorbeischauen, wenn er in der Gegend ist, und mich bei eventuellen Polsterungen beraten, aber für den Anfang wird das so gehen.

Dienstag, 24. Juli 2007

Wir machen Fortschritte mit dem Parelli-Programm. Die Trainerin sagt immer wieder ab und scheint so nicht besonders verlässlich. Aber nun gut, nach dem PRogramm kann man auch ganz gut alleine werken.

Was wir mittlerweile können:

Friendly Game: Naja, bei der Hinterhand bin ich schon vorsichtig. Die Umdreh-und-gezielt-Ausschlag-Attacken kommen von 0 auf 100. Eben noch total entspannt und Streicheln genossen --> in Sekundenbruchteilen kawumm (beim Weiterstreicheln derSELBEN Stelle) --> sofort wieder Halbschlaf. Also Vertrauen ist demgemäß bei mir wenig vorhanden, ich bin stets auf der Hut, um diese Anwandlungen möglichst im Ansatz abzufangen... Rolling Eyes

Porcupine Game: Gestern ein sehr schönes ERfolgserlebnis: Billy weicht schon bei sehr geringer Berührung an der Brust brav 1,2 Schritte nach hinten. Wenn ich mehr fordere, auch mehr. Hinterhand weichen funktioniert auch sehr schön, 2,3 Schritte mit ca. Druckstufe 2 sind drin. Das mache ich nach der letzten Attacke aber derzeit wieder nur noch mit Stick. Wo wir etwas Schwierigkeiten haben, ist die Vorhand: Billy geht entweder nach vorne weg oder weicht rückwärts. 1 Schritt zur Seite ist derzeit des Maximum, wird aber schon werden.

Driving Game: Funktioniert auch sehr gut, v.a. rückwärts; gestern konnte ich auch die Hinterhand schön ohne Berührung weichen lassen, ca. einen 3/4-Kreis.
Auch hier die Schwierigkeiten, die Vorhand weichen zu lassen.

Yoyo-Game: Haben wir auch begonnen. DA brauchts aber noch sehr viel Druck; zeitweise haben wir uns auf Stufe 3 hinuntergearbeitet. Herkommen ist kein PRoblem, das tut er gerne. Konnte es letztens sehr praktisch anwenden beim Aufmachen des Viereck-Tores: Billy nach hinten geschickt und am Ende des 4-m-Seils stehen lassen, während ich in Ruhe das Tor nach innen öffnen konnte. Seilwackler ließen ihn brav stehen, er hat sogar verstanden, dass es jetzt KEIN Grasen gibt. Punkt.

Beine heben: Ich fange nach dem Schmied ja fast wieder von vorne an. Die ersten Tage flüchtete Billy wieder mal, sobald ich mich nur in Bein-Aufheb-Position begab. Komisch: Die Methode nach Parelli, die Kastanien zu "zwicken" funktioniert: das Bein hebt sich, Billy hält sogar eine Zeitlang den Fuß entspannt oben (ohne dass ich ihn fasse). Nächster Schritt wird sein, den Fuß wieder länger und länger zu halten.
Zum SEdieren, um das dolle Zeug in die Strahlfurchen zu träufeln, ist es die Woche stets zu heiß gewesen... ich hoffe, es geht demnächst bald mal.

Führen: Was wir gemeinsam mit der Trainerin erarbeitet haben, funktioniert recht gut! Billy bleibt nicht mehr zurück, sondern passt sich meinem Tempo an, überholt aber nicht. Auch antraben klappt, ohne zweite Person! Letztens haben wir eine wirklich astreine Runde um die ganze Bahn geschafft, mit herrlichem SEiten- und Rückwärts-Abstand, beide sehr entspannt.
Allerdings nur, wenn er einen guten Tag hat. An schlechten Tagen büffelt er in meine Zone, Parellis tolle "Body Blocks" nützen bei meinem Pferd nix, außer dass er aggressiv wird und erst recht überholt bzw. zur Seite drängt und versucht mich übern Haufen zu laufen.
Spazieren waren wir letzte Woche im Wald, bei starkem WInd, das war herrlich - Billy büffelte nicht, blieb meistens dort wo er hin sollte. War ganz schön bergauf und bergab - für die Kondition (voererst mal meine Wink ).

Und noch eine Episode von gestern: Mein Pferdi gymnastiziert sich brav selbst, der braucht mich gar nicht dazu:
Ich hatte ein Cavaletti aufgestellt, das die Halle in zwei Hälften teilte. Eigentlich war es dazu gedacht, Billy eine optische "Bande" fürs Longieren zu bieten, weil er an der offenen Seite extrem nach außen drängt. Wir also rein in die Halle, Billy durfte anfangs einmal frei alles beschnüffeln, ich blieb am Eingang, um mein Zeugs zusammenzusuchen. Billy dreht eine Runde um die Halle, wandert schnurstracks zum Cavaletti und beschnüffelt es mal neugierig. Befand es für nicht essbar - und ging einfach weiter, um mit allen 4 Beinen ohne anzustoßen drüberzusteigen. Dann blieb er stehen und döste ein bissl ob dieser Anstrengung Wink. Tja, und dann wachte er wieder auf und begann (es war wohl sehr langweilig) rückwärts übers Cavaletti zu steigen Shocked . Er suchte es richtig mit dem Fuß, tastete, hob, stieg drüber, zuerst mit dem einen, dann mit dem anderen Hinterfuß. So blieb er dann stehen, mitten überm Cavaletti. Stand da, kaute, döste wieder ein bissl. Das war offenbar aber noch nicht genug, weil als nächstes probierte mein Pferdi SEitengänge übers Cavaletti, indem er den Hintern zur SEite drehte, erst mit einem, dann mit dem anderen Fuß seitlich über die STange trat, dabei auch noch überkreuzend, bis er parallel dazu stand.
DAnn döste er wieder gelangweilt, und ich muss sagen, ich war ziemlich baff Shocked

Dienstag, 17. Juli 2007

Hab heute mehrere Parelli-Lektionen gemischt. Glaub nicht, dass das was macht, weil Billy ja eh so cool ist.

Zuerst auf der Weide: Lektion 2 (nur schauen). Kam einmal in die Nähe grasen. Dann Lektion 4: Pferd mit Stick und Strick bekannt machen. Äh, ok, er kennts ja eh schon, ließ sich mit dem Stick rubbeln und fraß dabei ruhig weiter.
Dann in die Halle: Nochmal Lektion 2: da interessiert sich Billy schon mehr für mich, weil ja sonst nix anderes da ist. REnnt mir auch überall hin mit (Lektion 4: mit Stick hingehen und weggehen).
Weil das zu fad war, gleich ein bisschen Friendly Game probiert und ganz zum Schluss Porcupine Game.
Ersteres funktioniert natürlich, ich kann Billy den Strick um die Ohren werfen, um die Beine, um den Bauch, er döst.
Porcupine Game ist schon kniffliger, da müsste er ja mal weichen. Probiere es an der Brust mit Stick zum Rückwärtsgehen. Er braucht natürlich Phase 4, und das lange, bis ich eine ansatzweise Gewichtsverlagerung erkennen kann - sofort Stop und die Stelle streicheln. Ganz am Schluss einen kleinen Schritt rückwärts geschafft auf diese Weise, dann hab ich aufgehört.

Sonntag, 15. Juli 2007

Start mit Parelli Level 1

Nach Studium meiner neuen Parelli-Lektüre und DVDs fange ich halt ganz von vorne mit dem Programm an. Schaden kanns wohl nicht.
Also: Lektion 1: Mal zum Pferdi gehen, ohne was zu wollen, 30 Min. im Wohnzimmer von Pferdi sitzen oder stehen und schauen, was passiert. Ich also rein in den Auslauf, wobei das Parelli-Zeug wohl nicht so gedacht ist, dass da andere Pferde auch sind. Aber mein Pferdi lebt halt in einer WG, und so versuchte ichs. Natürlich wurde ich nicht mal ignoriert Wink.
Ich nahm ihn dann später, weil es eben so nicht gedacht zu sein scheint, ins Viereck, wo es auch Ablenkung in Form von Gras gibt, und auch dort wurde ich natürlich nicht beachtet - habe auch nix anderes erwartet, schon gar nicht nach der gestrigen Aufregung. Ich verstehe ja sogar, wenn mein Pferdchen nix von mir wissen will Rolling Eyes

Samstag, 14. Juli 2007

Heute war der Schmied da.
Eine Katastrophe Crying or Very sad .
Letztes Mal war ja Billy so brav, dass ich eigentlich gehofft hatte, ich könnte mir ein paar Tricks abschauen. Leider Fehlanzeige. Einen Fuß ließ Billy relativ brav ausschneiden, doch dann machte er , was er auch bei mir und bisher jedem andern macht: Er beschloß, dass es ihm reicht und versuchte mit dranhängendem Schmied wegzuspazieren. Ging natürlich nicht, denn er war angebunden. Also ruderte er herum, bis er sogar den Schmied durch die Gegend schleuderte und der loslassen musste; alles probierte er, um den lästigen Mann da loszuwerden: Hinknien mit dem aufgehobenen Bein, hinknien mit beiden Beinen, schlagen mit dem gleichseitigen Hinterbein nach vorne, Schlagen mit dem diagonalen Hinterbein nach vorne, weggehen, den Schmied an die Wand quetschen und dabei nach ihm schlagen, ...
Zu dritt versuchten wir vorne ihn zu halten und zu beruhigen (wobei - hektisch wird er ja nicht, auch nicht panisch ... sobald der Schmied abgeschüttelt war, stand er wieder wie ein Lamm), schafften das natürlich nicht. Hinten ging schon überhaupt nix, so kam dann die Nasenbremse zum Einsatz Rolling Eyes. Da gings dann.
Die Strahlfäule ist wie zu erwarten hinten schon sehr tief und ich bin ziemlich verzweifelt, wie ich das jemals hinkriegen soll ... Wir werden für die Behandlung echt sedieren müssen, sobald es weniger heiß ist (derzeit haben wir 37° Shocked ).
Und halt sonst wohl wieder von vorne anfangen. Rolling Eyes

Freitag, 13. Juli 2007

Die 2. NH-Stunde

Heute war unsere 2. NH-Stunde. Haben weiter an den Grundlagen gearbeitet. Ich ließ mir das Rückwärtsrichten nochmal zeigen, und es funktionierte dann gut. Zweitens übten wir Führen in verschiedenen Schrittgeschwindigkeiten. Und schließlich übte ich, Billy in einen Zirkel von mir weg zu schicken, sogar mit einem Hopser über ein Cavaletti; für letzteres musste ihn dann doch die Trainerin überreden, weil er bei mir immer umdrehte und ich mich jedesmal prompt in Stick, Strick und String verhedderte.
Erklären tut sie mir nach wie vor zu wenig, ich muss immer nachhaken, dann kriege ich schon Antworten, aber das ist anstrengend... Rolling Eyes


Im Übrigen besitze ich jetzt auch das Parelli-Heimstudium Level 1 und werd mich dem mal der Reihe nach widmen...

Donnerstag, 12. Juli 2007

Heute mal zur Abwechslung einen wirklich entspannten Tag mit Pferdi verbracht, oder sagen wir mal größtenteils ... Rolling Eyes

Lektion 1: Von der Weide holen. Note: Genügend *seufz*.
Sie haben jetzt ein Stück Weide fast bis zur Straße runter, d.h. schon mal einen halben Kilometer Fußmarsch, bis ich bei meinem Pferd angelangt bin (das rein zufällig IMMER am äußersten Winkel parkt Rolling Eyes ). Ich beschloss, ihn nicht gleich aufzuhalftern, sondern einfach mal ein bisschen Zeit so mit ihm zu verbringen, ließ ihn weiterfressen, näherte mich ohne jegliche Absichten und kraulte und streichelte mal eine Weile nur.
Dann aufgehalftert und - ziemlich bergauf - weg von der Herde. Billy meinte, ein neues Spiel erfunden zu haben, indem er alle 3 Schritte stehen blieb. Er ließ sich zwar mit Seil-Wacheln weiterbewegen, brauchte aber von Mal zu Mal mehr Druck. Erst als wir außer Sichtweite der Herde waren, gings dann besser. Sobald wir aus dem Stall sind, kein Problem mehr.

Lektion 2: Putzen. Note: Sehr gut.
Ich bekam keine geknallt, er versuchte es auch nicht, sondern stand entspannt da und wich auf mein Zeichen (leichtes bis mittleres Antippen) brav mit dem Hintern von mir weg (in letzter ZEit ja nicht allzu selbstverständlich, das Embarassed )

Lektion 3: Spazierengehen. Note: Sehr gut.
Heute war der Spaziergang wieder kein Problem. Ich probierte einen neuen Weg aus, der leider ebenso nach ca. 10 Minuten im Nichts endet. Allerdings reiten alle Leute auf diesem Weg zum Ausreiten weg und sind danach Stunden fort, also muss er irgendwo weiterführen, nur offenbar für mich nicht erkennbar. Egal, Billy blieb durch immer wieder Aufforderungen brav auf seiner Seite, überholte nicht, fraß nicht, schaute aber neugierig durch die Gegend (das darf und soll er). Holzstöße, Steinhaufen, Bienenstöcke, Hochstände, Elektroleitungs-Pfeiler, der Badeteich mit Häuschen und Stegen - alles kein PRoblem. Unten beim Teich war dann Schluss mit dem Weg, wir blieben stehen, und Billy durfte nach Aufforderung 10min. Grasen.
Dann gings zurück, am Rückweg versuchte er 2,3 Mal, die Nase ins Gras zu stecken, zog sie aber auf ein lautes Nein und die Gerte, die vor ihm auf den Boden sauste, schnell wieder raus.

Lektion 4: 5 Min. Bodenarbeitsmix. Note: Befriedigend.
Füßchen vorne links und rechts kurz aufgehoben: Sehr gut.
Achten um Hütchen versucht: gescheitert (Mein Fehler, kein geeignetes Equipment zur Hand).
Rückwärtsgehen (Blickrichtung zum Pferd): Sehr gut, funktionierte auch schon mit Abstand und relativ wenig Druck Smile.

Danach konnte ich wieder beobachten, wie Billy mit dem gleichen Wallach rangelte wie gestern, und diesmal hab ich ein paar Fotos davon. Jedenfalls steht er nicht unbedingt immer abseits, sondern mischt die andern schon auch auf und sekkiert die "alten Hasen".

Dienstag, 10. Juli 2007

Heute war Herr Billy wieder mal testend und überhaupt missgelaunt unterwegs. Merkte ich schon beim Einfangen - "nööö, nicht DIE schon wieder". Ein erster Tester beim Hinterhand putzen in Form eines angedeuteten Kicks, der von mir mit einem Klatscher mit der Lederklatsche des Seils (jetzt immer griffbereit Rolling Eyes ) quittiert wurde und es ihm schon im Ansatz vergällte. Er blieb aber das ganze Putzen hindurch stinkig, mit angelegten Ohren und gekräuselten Nüstern (obwohl, dort wo's juckt, da soll die Tante schon mal fester kratzen, dafür is sie gut, gelle?? Rolling Eyes Wink ).

Es hatte viel geregnet, das Viereck sah aber gut aus - auf den ersten Blick jedenfalls Rolling Eyes. Ich hatte einen kleinen Spielplatz aufgebaut, mit Stangen, Hütchen, und was besonderem für den Abschluss Wink .

Zuerst ging ich mit Billy führend im Schritt über die Stangen. Trab wollte ich gerne, hatte aber erstens selbst Schwierigkeiten mit dem Laufen (in dem Moment erkannte ich, dass Gummistiefel angebracht gewesen wären), und tat mir wieder etwas schwer mit dem Nachtreiben. Da warte ich lieber wieder, bis mein Freund mit ist und von hinten nachtreibt.
Ein bisschen Rückwärtsrichten zwischendurch (Billy sehr stinkig, aber es ging).
Dann longierte ich ihn ein paar Runden im Trab über die Stangen, das klappte nicht so toll. Er weicht den Stangen zwar nicht aus, aber insgesamt "eiern" wir noch sehr daher.
Zum Schluss noch die Beinchen gehoben, Billy weiterhin stinkig aber doch kooperativ.

Zum Schluss packte ich meine Überraschung aus: Habe meinen alten Gymnastikball zu Hause ausgegraben und neu aufgepumpt und konfrontierte Billy mal damit. Endlich gingen die Ohren mal interessiert nach vorn, er beschnupperte ihn ausgiebig, wir spielten dann: ich rolle den Ball vor mir her und wir gehen beide nach. Selbst fasste er ihn lieber nicht so recht an, war doch etwas skeptisch bis uninteressiert (nachdem klar war, dass man das große rote Dings nicht essen kann Wink ).

Dann durfte er wieder heim.

Und da gabs dann was interessantes zu beobachten... scheinbar durchläuft Billy auch innerhalb der Herde eine freche Phase. Jedenfalls sah ich ihn nachher mit einem älteren Wallach, der recht ranghoch ist, zwar spielerisch aber doch rangeln. Leider war ich zu langsam mit dem Photoapparat Rolling Eyes... Die beiden zwickten sich in die Nasen, stiegen sich leicht an und verfolgten sich gegenseitig. Es war aber klar, dass Billy nicht nur bewegt wurde, sondern selbst auch bewegte. Bisher habe ich nur beobachten könnten, dass er ging, sobald ihm irgendeiner der ranghöheren in die Quere kam. Das Spielen (sehr ernst wars glaub ich nicht) ging allerdings vom älteren Wallach aus... er wollte später, als Billy sich wieder im Heuautomaten eingeparkt hatte Rolling Eyes, Billys besten Freund Patches in eine Rangelei verwickeln, der hatte allerdings keine Lust und flüchtete nur.

Vielleicht versucht der gute Billy sich doch mal hochzuarbeiten Question Kein Wunder, wenn ers auch bei mir probiert...

Freitag, 6. Juli 2007

Dieses Pferd hat heute sein letztes Leckerli gefressen, ich schwöre es Evil or Very Mad Evil or Very Mad Evil or Very Mad . Hatte ja schon öfter erwähnt, dass das Belohnen mit Fresschen bei ihm nicht funktioniert, weil er stinkig wird, wenn es nicht mehr gibt, und heute ist das Ganze ziemlich eskaliert bis hin zum offenen Angriff, den ich wohl auch noch verloren habe...
Aber der Reihe nach:

Angefangen hat alles ja sehr beschaulich und entspannt. Unsere Parelli-Stunde war leider abgesagt; es war sehr windig und kühl, aber regnete nicht, und so schleppte ich Pferchen erst mal auf einen Spaziergang. Abgesehen davon, dass er lieber grasen wollte als spazieren und somit wie ein Staubsauger entlangschlich, um doch mal einen Halm zu erwischen, war trotz Wind alles ok. Ich fand wieder mal den Weg nicht, der mir beschrieben worden war, sodass ich relativ bald wieder umdrehte - insgesamt so ca. 20 min. Spaziergang.

Dann noch kurz ein Abstecher in die Halle, um ein paar Dinge zu üben: Stehenbleiben, Rückwärtsgehen, Hufe heben nach der neuen Mit-der-Gerte-Touchier-Methode. Alles, v.a. aber letzteres klappte super, auch hinten hob er auf und hielt ein kleines bisschen, bevor er wieder absetzte. Das wollte ich loben und danach die Halle verlassen, um das brave Pferdchen auf die Weide zu entlassen.
Dann mein Fehler: Er hatte ja alles so brav gemacht, ich hatte nichts mehr vor: also Abschluss-Lob in Form eines Leckerlis. Und dann geriet irgendwie alles aus den Fugen Crying or Very sad ......

Er wollte mehr und suchte meine Taschen ab, ich sagte nein und wollte ihn eigentlich nur noch an den Strick nehmen. Er suchte fordernder und ich wachelte die Nase von mir weg. Er forderte drohend und bekam dafür nen Klaps. Das ganze schaukelte sich furchtbar auf, bis er mir offen drohte und schließlich mit dem Vorderbein nach mir pratzelte Shocked Shocked ; dafür setzte es dann schon eins mit der Gerte (war leider nur mit der kurzen Gerte bewaffnet, die ich zum Beine-Touchieren verwendet hatte), leider traf ich ihn nicht wirklich, und als Draufgabe drehte er sich dann um, um mit beiden Beinen gleichzeitig nach mir auszuschlagen. Shocked Mit der kurzen Gerte hatte ich da keine Reichweite, um irgendeine Retourkutsche zu geben, außer ihn anzuschreien Rolling Eyes. Dann trollte sich Herr Pferd in die äußerste Ecke der Halle und blieb dort mit angelegten Ohren und Drohgesicht stehen.

Ich muss sagen, ich brauchte ein paar Momente, um tief durchzuatmen und mich wieder zu sammeln. Dann sammelte ich mal meinen Strick auf, nahm Herrn Pferd an den Strick und drehte eine obligatorische Du-hast-hinter-mir-zu-gehen-Runde ... Keine Ahnung, wahrscheinlich hätte ich mehr machen müssen, um hier nicht ganz das Gesicht zu verlieren, aber irgendwie war ich zu aufgewühlt. Verließ die Halle, band ihn am Putzplatz an und ließ ihn mal stehen, wobei er ständig äußerst grantig drein schaute. Nachdem der Stallbesitzer, der arglos des Weges kam um mit mir zu plauschen, von Billy auch fast eine kassierte, was aber deutlich reaktionsschneller als bei mir mit einem Knie in den Bauch quittiert wurde, stand Billy grantelnd und noch immer Leckerli suchend Shocked herum und wurde von uns immer wieder zurückgerichtet, wenn er einen Schritt auf uns zu machte.

Irgendwann ließ ichs gut sein und er durfte zurück in den Stall...

Dienstag, 3. Juli 2007

Heute einen sehr angenehmen Abend mit Pferdchen verbracht.

Als ich kam, war er grad auf dem Weg zur Weide, blieb aber immerhin stehen, als er mich sah, und ließ sich brav aufhalftern, wie immer. Beim Rausholen musste ich erst seinen Lieblingsfreund abschütteln, funktionierte aber.

Wir gingen aufs Viereck; zuerst übte ich die paar Übungen, die ich aus der Stunde vom Freitag noch in Erinnerung habe: Anhalten wenn Frauli anhält, rückwärts gehen, wenn Frauli rückwärts geht. Hat diesmal schon mit wesentlich weniger "Überredungskunst" funktioniert. Nur das Rückwärtsrichten, wenn ich in seine Richtung schaue, da mach ich was falsch, das funktioniert nicht so recht. Hinterhand wegschicken mit einem "Blick" hat auch funktioniert! Die Achten um die HÜtchen überfordern mich dagegen noch immer ...

Dann ein bisschen Füßchen heben ganz ungezwungen zwischendurch. vorne geht gut, hinten mit Gertenantippen geht es plötzlich auch! Ich halte den Fuß zwar noch nicht, aber er hat kapiert, dass er auf Gerten-Antippser den Fuß hebt, und zwar OHNE Kick. Er hielt ihn nach ein paar Minuten sogar länger oben, solange ich die Gerte dranließ.
Dickes Lob und längere Pause.

Dann Umziehen: Billy soll sich wieder mal ein bisschen mit dem Gebiss anfreunden. Ich zog ihm unsern Zaum an, der auch als Halfter dienen kann und Bithanger hat. Dann das Gebiss vors Maul gehalten, und schwupps wars drin, ich war selbst ganz verblüfft Shocked. In den Bithangern fest gemacht und dann ein bissel longiert (am Halfterring, nicht am Gebiss).
Trab-Schritt Übergänge funktionierten super, auch das Antraben geht schon schneller, tw. auf reines Stimmkommando. Auch Halten funktioniert - wenn Billy grade Lust hat, sonst etwas zäh. Eine halbe Runde galoppiert er sogar auf Kommando an.
Nur an der Kreisform müssen wir noch arbeiten; er zieht auf der Seite Richtung Ausgang nach außen, auf der anderen kommt er nach innen, sodass wir eher durchs Viereck eiern Rolling Eyes . Hab ich aber auch noch nicht viel geübt.

Also alles in allem sehr erfolgreich!

Sonntag, 1. Juli 2007

Sehr motiviert vom Freitag schnappte ich mir heut mein Pferdchen. Habe allerdings blöderweise schon wieder viel vergessen, es ging einfach alles viel zu schnell. Aber die einfachen Sachen wollte ich mal üben. In Ermangelung eines Carrot-Stick zweckentfremdete ich erst einmal die Hälfte meiner teilbaren Longierpeitsche (muss sagen, das sieht fast genauso aus, es fehlt allerdings der String, was mir sehr entgegenkam, da sich selbiger öfter unter meinem oder Pferdchens Fuß als sonstwo befindet) .

Ab aufs Viereck. Führübung: Schritt angehen, stehenbleiben, die Nase dabei weder hinter mir vorbei noch vor mich strecken, auf der richtigen SEite bleiben; rückwärtsrichten, wenn ich rückwärts gehe. Mit etwas Überredungskunst à la NH-Trainerin (wenn er nicht weicht, gibts eins ans Schienbein...) funktionierte das. Irgendwie hab ich aber immer noch Hemmungen, keine Ahnung. Dann viel Lob natürlich...
Die Achten habe ich als Hausübung, also üben... allerdings machten uns beide bereits die Bremsen ganz wurlig, bis mit Billy einfach nicht mehr zu arbeiten war, und ich war auch mehr mit Viecher-Erschlagen beschäftigt als sonstwas. Ging kurz mit ihm in die Halle, um die Achten noch 1-2 x zu üben, und es funktionierte immer besser.
Insgesamt war das ca. eine Viertelstunde.

Danach gingen wir erstmals etwas weiter spazieren; endlich passte mal das Wetter, die Tageszeit und mein Zeitplan.
Ich muss sagen, da war ich wieder so richtig begeistert von meinem Pferdchen. Neugierig, aber cool stapfte er neben mir her (dass er auf derselben Seite blieb und mich nicht umrennen soll, musste ich ihm schon mehrfach erklären, aber er akzeptierte es jedesmal brav), mit großen Augen; er ging ohne Probleme vom STall weg, beim Rückweg wurde er nicht schneller, er schreckte sich nie. Das wird ein feines Distanz- und Wanderreitpferdchen, sag ich nur! Smile

P.S. Ach ja, und zweimal musste ich kurz das Füßchen heben Wink