Das Wetter war herrlich heute, und Billy und ich haben es für einen schönen Spaziergang genutzt. Über eine Stunde sind wir schön durch den Wald spaziert, Billy war großteils entspannt und superbrav. Einen großen Teil, wo die Wege es zuließen, sind wir auch gemeinsam getrabt, das war herrlich! Billy passt sich toll meinem Tempo an, und nur ein paarmal verfiel er in Schritt, meist bedingt durch die Wege (z.B. bergab oder wenn Frauli sehr langsam wurde). Kein Überholversuch und kein Rempeln, alles perfekt. Inklusive gemeinsamem Hüfper über einen Baumstumpf :-)
Geschwitzt haben wir beide ordentlich bei über 20°! Billy trägt noch den Winterpulli, und Frauli war auch zu warm angezogen. Macht nix, so ein bisschen schwitzen tut gut :-)
Schön wars!
you live you learn you love you learn you cry you learn you lose you learn you bleed you learn you scream you learn you grieve you learn you choke you learn you laugh you learn you choose you learn you pray you learn you ask you learn you live you learn
Alanis Morissette
Samstag, 22. März 2014
Donnerstag, 20. März 2014
Letzte Woche hab ich eine Bodenarbeitseinheit eingelegt, in der ich mich einmal überwunden habe, das Lasso auszupacken. Neben Kurts Kurs im Mai haben wir im Stall am 29. + 30. März einen Kurs mit Michi Grohmann, wo ich vielleicht einmal daran arbeiten möchte, die Distanz zum Pferd etwas zu vergrößern. Dem weiche ich nämlich aus Faulheit ständig aus - immer noch kann ich mit dem Lasso nicht wirklich gut umgehen :-/
Das tolle ist, dass ich jetzt einen Reitplatz habe, wo man das Lasso auch richtig ausnutzen kann! Also gleich ein CG geübt, Lasso am letzten Zipfel. Übergänge, Handwechsel. Bei letzteren scheiterte es an meinem Handling *hüstel*, die Übergängen waren gut. Am schwierigsten war eben, Billy draußen zu halten, da musste ich ihm schon immer wieder bedeuten, weiter nach außen zu gehen, von alleine hielt er die Zirkellinie nicht.
Dann haben wir noch Seitwärts geübt, und zwar von mir weg und zu mir her, abwechselnd. Lange nicht gemacht, daher brauchte es etwas Einfummeln, danach ging es gut. Allerdings habe ich gleich wieder auf den Vorsatz, "mehr Distanz zum Pferd" vergessen bzw. ist das Sideways lange noch nicht gut genug dafür.
Reitenderweise haben wir auch weitergübt, mit Bosal. Allerdings ohne es zu verwenden, wir steckten irgendwann beim Lenken im Trab ohne Zügel fest. Ich ärgerte mich ein bisschen über Billys transusiges Umsetzen von Gewichtsverlagerungen. Er kann das besser, das weiß ich! Ich ärgerte mich auch über mich selbst, dass ich dann beginne, bei Nicht-Reaktion von Billy immer weiter und weiter zur SEite zu lehnen, als könnte ich ihn zwingen, oder als hätte ers nicht verstanden. Irgendwann verlor ich die Geduld, als er immer in die falsche Richtung abbog, und ich klopfte mal etwas fester mit der Wade hin. 2x noch musste ich es deutlicher erklären, aber danach hatte ich - als hätte man einen Schalter umgelegt - plötzlcih ein superfeines Pferdchen! So fein, dass meine Gewichtsverlagerungen viel zu stark waren und wir eiernd oder in scharfen Kurven daherkamen (eigentlich war das Ziel einfach nur ein korrekter Zirkel!!). Plötzlcih ritten wir im Trab durch das Stangenlabyrinth. Ein völlig neues Gefühl war das, ganz plötzlich. So fühlt sich ein kooperatives Pferd also an!! Es hagelte dann natürlich Lob und Leckerlis, und die Einheit war zu Ende. :-) Bin gespannt, ob das nächstes Mal auch hinzukriegen ist oder eine Eintagsfliege war. So feine und schnelle Reaktionen hatte ich echt noch nie!
Das tolle ist, dass ich jetzt einen Reitplatz habe, wo man das Lasso auch richtig ausnutzen kann! Also gleich ein CG geübt, Lasso am letzten Zipfel. Übergänge, Handwechsel. Bei letzteren scheiterte es an meinem Handling *hüstel*, die Übergängen waren gut. Am schwierigsten war eben, Billy draußen zu halten, da musste ich ihm schon immer wieder bedeuten, weiter nach außen zu gehen, von alleine hielt er die Zirkellinie nicht.
Dann haben wir noch Seitwärts geübt, und zwar von mir weg und zu mir her, abwechselnd. Lange nicht gemacht, daher brauchte es etwas Einfummeln, danach ging es gut. Allerdings habe ich gleich wieder auf den Vorsatz, "mehr Distanz zum Pferd" vergessen bzw. ist das Sideways lange noch nicht gut genug dafür.
Reitenderweise haben wir auch weitergübt, mit Bosal. Allerdings ohne es zu verwenden, wir steckten irgendwann beim Lenken im Trab ohne Zügel fest. Ich ärgerte mich ein bisschen über Billys transusiges Umsetzen von Gewichtsverlagerungen. Er kann das besser, das weiß ich! Ich ärgerte mich auch über mich selbst, dass ich dann beginne, bei Nicht-Reaktion von Billy immer weiter und weiter zur SEite zu lehnen, als könnte ich ihn zwingen, oder als hätte ers nicht verstanden. Irgendwann verlor ich die Geduld, als er immer in die falsche Richtung abbog, und ich klopfte mal etwas fester mit der Wade hin. 2x noch musste ich es deutlicher erklären, aber danach hatte ich - als hätte man einen Schalter umgelegt - plötzlcih ein superfeines Pferdchen! So fein, dass meine Gewichtsverlagerungen viel zu stark waren und wir eiernd oder in scharfen Kurven daherkamen (eigentlich war das Ziel einfach nur ein korrekter Zirkel!!). Plötzlcih ritten wir im Trab durch das Stangenlabyrinth. Ein völlig neues Gefühl war das, ganz plötzlich. So fühlt sich ein kooperatives Pferd also an!! Es hagelte dann natürlich Lob und Leckerlis, und die Einheit war zu Ende. :-) Bin gespannt, ob das nächstes Mal auch hinzukriegen ist oder eine Eintagsfliege war. So feine und schnelle Reaktionen hatte ich echt noch nie!
Dienstag, 11. März 2014
Heute gabs wieder Zone-5-Spielereien. Schon wieder Fortschritte, damit hab ich gar nicht gerechnet.
Anfangs war es etwas schwierig, Billys Aufmerksamkeit zu bekommen. Denn unser kleiner Hengst ist nun bei seinen Stuten. Sie befanden sich grad alle auf einem Weidestück, das ans Viereck angrenzt. Da wollte Billy gleich zum Hengst, Hengsti hätte wohl auch gern einfach gespielt, gleichzeitig aber auch die neuen Stuten verteidigen, denk ich. Na jedenfalls war das für Billy anfangs interessanter als ich. Zum Glück haben wir ja genug Platz, und so ging ich ins weitest entfernte Eck des Vierecks, um uns einmal aufeinander einzustellen und aufzuwärmen.
Wie immer hantelte ich mich von vorn langsam (geht aber innerhalb weniger Minuten mittlerweile) nach hinten bis Zone 5. Nach wie vor verwende ich nur 1 Seil, mal links, mal rechts, so kann man auch das drüberschupfen gut üben. Ein bisschen die Lenkung justiert und dann einige Male durch die Hütchen Slalom. Ging noch besser als beim letzten Mal, ich brauchte kaum den Stick. Billy reagiert jetzt darauf, dass ich mich hinter ihm ein Stück nach links oder rechts versetze - er korrigiert seine Richtung dann so, dass ich wieder hinter ihm bin.
Als nächstes gingen wir wieder das Podest an. Mein Ziel letzte Woche war ja: Von Zone 5 aus drüberschicken. Drauf schicken mit den Vorderbeinen hatte schon geklappt, aber wenn ich ihn drüber haben wollte, musste ich nach vorn, um ihm das zu zeigen. Diesmal brauchte es auch einige Anläufe, aber dann - voilà - Billy traute sich über das Podest, mit allen Vieren draufstapfend, während ich hinter ihm war. Ziel schon erreicht (schneller als gedacht :-) ).
Zweites Ziel war, Billy über Stangen gehen zu lassen. DA war er letztes Mal überraschend penetrant ausgewichen. Heute: Kein Problem, ließ sich fein justieren. Ich probierte, Billy an einer ganz bestimmten STelle über STangen gehen zu lassen (also z.B. nahm ich mir die Mitte vor, oder das linke oder das rechte Drittel). Klappte hervorragend!
Ich probierte dann noch quer übers gesamte Viereck, die Lenkung im Trab ebenfalls zu verbessern. Die ist noch ziemlich schlecht. Antraben geht gut, auch Zurückparieren in den Schritt, aber Lenken war noch nicht so richtig auf dem Programm. Wir haben hier so viel Platz, dass ich das gut üben kann jetzt. Und siehe da: Klappte besser als gedacht. Nur sobald Billy an den Zaun auf den Hufschlag geht, bleibt er "kleben", bzw. kann ich da dann mit meiner Methode schlecht eingreifen, denn der Zaun ist mir im Weg. Solange ich in der Mitte blieb, klappte die Lenkung aber auch hier schon relativ genau. Ich beschloss, die Probe zum machen und fädelte Billy im Trab in die Hütchenreihe ein. Und siehe da: Weave aus Zone 5 mit nur einem Seil, durchgehender Trab, 2 Längen, d.h. auch die Volte rund ums letzte Hütchen, sogar diese ohne in Schritt zu verfallen! Da war ich richtig stolz!
End of session, natürlich :-)
Anfangs war es etwas schwierig, Billys Aufmerksamkeit zu bekommen. Denn unser kleiner Hengst ist nun bei seinen Stuten. Sie befanden sich grad alle auf einem Weidestück, das ans Viereck angrenzt. Da wollte Billy gleich zum Hengst, Hengsti hätte wohl auch gern einfach gespielt, gleichzeitig aber auch die neuen Stuten verteidigen, denk ich. Na jedenfalls war das für Billy anfangs interessanter als ich. Zum Glück haben wir ja genug Platz, und so ging ich ins weitest entfernte Eck des Vierecks, um uns einmal aufeinander einzustellen und aufzuwärmen.
Wie immer hantelte ich mich von vorn langsam (geht aber innerhalb weniger Minuten mittlerweile) nach hinten bis Zone 5. Nach wie vor verwende ich nur 1 Seil, mal links, mal rechts, so kann man auch das drüberschupfen gut üben. Ein bisschen die Lenkung justiert und dann einige Male durch die Hütchen Slalom. Ging noch besser als beim letzten Mal, ich brauchte kaum den Stick. Billy reagiert jetzt darauf, dass ich mich hinter ihm ein Stück nach links oder rechts versetze - er korrigiert seine Richtung dann so, dass ich wieder hinter ihm bin.
Als nächstes gingen wir wieder das Podest an. Mein Ziel letzte Woche war ja: Von Zone 5 aus drüberschicken. Drauf schicken mit den Vorderbeinen hatte schon geklappt, aber wenn ich ihn drüber haben wollte, musste ich nach vorn, um ihm das zu zeigen. Diesmal brauchte es auch einige Anläufe, aber dann - voilà - Billy traute sich über das Podest, mit allen Vieren draufstapfend, während ich hinter ihm war. Ziel schon erreicht (schneller als gedacht :-) ).
Zweites Ziel war, Billy über Stangen gehen zu lassen. DA war er letztes Mal überraschend penetrant ausgewichen. Heute: Kein Problem, ließ sich fein justieren. Ich probierte, Billy an einer ganz bestimmten STelle über STangen gehen zu lassen (also z.B. nahm ich mir die Mitte vor, oder das linke oder das rechte Drittel). Klappte hervorragend!
Ich probierte dann noch quer übers gesamte Viereck, die Lenkung im Trab ebenfalls zu verbessern. Die ist noch ziemlich schlecht. Antraben geht gut, auch Zurückparieren in den Schritt, aber Lenken war noch nicht so richtig auf dem Programm. Wir haben hier so viel Platz, dass ich das gut üben kann jetzt. Und siehe da: Klappte besser als gedacht. Nur sobald Billy an den Zaun auf den Hufschlag geht, bleibt er "kleben", bzw. kann ich da dann mit meiner Methode schlecht eingreifen, denn der Zaun ist mir im Weg. Solange ich in der Mitte blieb, klappte die Lenkung aber auch hier schon relativ genau. Ich beschloss, die Probe zum machen und fädelte Billy im Trab in die Hütchenreihe ein. Und siehe da: Weave aus Zone 5 mit nur einem Seil, durchgehender Trab, 2 Längen, d.h. auch die Volte rund ums letzte Hütchen, sogar diese ohne in Schritt zu verfallen! Da war ich richtig stolz!
End of session, natürlich :-)
Montag, 10. März 2014
Strahlend blauer Sonnenschein, der Reitplatz mit perfekter Sandkonsistenz. Ich wollte ein bisschen ruhig Schritt und vielleicht etwas Trab reiten und hab für diesen Zweck meine Hackamore ausgepackt und entstaubt :-). Wir müssen ja üben für unseren Kurs im Mai!
Übung 1) Mal wieder reiten und lenken ganz ohne Zügel ;-). Klappte gut: Weave, Zirkel (möglichst exakte), Achten.
Übung 2) Biegung mit Impulsen im Stillstand herstellen. Billy soll die Biegung halten, auch wenn der Zügel wieder durchhängt. Das braucht immer so 3, 4 Erinnerungen, dann geht es. Billy döst mit der gewünschten Stellung in der Sonne ein.
Übung 3) Ich versuche, die Biegung ebenfalls über Impulse in die Bewegung zu übertragen. Klappt nicht mehr so gut. Ich stelle fest, dass ich Biegung über Zügel und Lenkung über Sitz noch mehr und deutlciher entkoppeln muss. Sprich: Noch glaubt Billy, er soll in die Richtung gehen, in die seine Nase zeigt, d.h. bei Innenbiegung biegt er gern nach innen ab; ich muss dann ständig mit dem inneren Schenkel „gegenhalten“. Er sollte ja aber auf meinen Sitz hören... also nochmal die Zügel weggelassen und wieder Slalom über Sitz geübt. Dann überlegt, welche Übungen das am besten Entkoppeln könnten. Ich versuchte einfach geradeaus zu reiten und die Biegung abwechselnd links und rechts zu fordern, das klappte dann zumindest am Zaun entlang ganz gut. In der Mitte der Bahn wird es eher eierig; also bleiben wir einmal am Zaun und üben dort: Innenstellung (Zügelimpulse), aber geradeaus gehen (Sitz). Der Zaun wirft herrliche Schatten, die uns ein paar Hufschläge vom Rand weg quasi eine doppelte gerade Linie auf den Boden malen, perfekt zum Üben :-).
Als nächste „Entkopplungsübung“ beschließe ich zu versuchen, den Slalom mit ganz flachen Bögen zu reiten und dabei die Kopfstellung unabhängig von der Bewegungsrichtung zu verlangen. Wir haben das viel geübt bei Peter Kreinbergs Kursen, aber eher mit Anlehnung. Können wir es auch mit Impulsen? Klappt erstaunlich gut! Wir reiten also einen flachen Rechtsbogen um unsere Hütchen mit leichter Linksbiegung und umgekehrt. Oder einen ganzen Slalom mit ständig beibehaltener Linksbiegung (egal ob der Bogen grad nach rechts oder links geht). Billy beginnt seine Richtung mehr nach Sitz und Schenkel auszurichten als nach den Zügelimpulsen. Auch das mit den Impulsen kriege ich ganz gut hin und bleibe immerhn nicht am Zügel hängen. Allerdings bemerke ich die Tendenz, Billy mit dem äußeren Zügel „rüberdrücken“ zu wollen, da kommt meine Hand dann über den Mähnenkamm, uiuiui.
Trotzdem recht erfolgreich, es freut mich v.a., dass wir nun die Biegung an einem wirklich durchhängenden Zügel halten können für ein paar Tritte. Bisher war, sobald Bewegung ins Spiel kam, selbige immer sofort futsch. Es wird!
Übung 1) Mal wieder reiten und lenken ganz ohne Zügel ;-). Klappte gut: Weave, Zirkel (möglichst exakte), Achten.
Übung 2) Biegung mit Impulsen im Stillstand herstellen. Billy soll die Biegung halten, auch wenn der Zügel wieder durchhängt. Das braucht immer so 3, 4 Erinnerungen, dann geht es. Billy döst mit der gewünschten Stellung in der Sonne ein.
Übung 3) Ich versuche, die Biegung ebenfalls über Impulse in die Bewegung zu übertragen. Klappt nicht mehr so gut. Ich stelle fest, dass ich Biegung über Zügel und Lenkung über Sitz noch mehr und deutlciher entkoppeln muss. Sprich: Noch glaubt Billy, er soll in die Richtung gehen, in die seine Nase zeigt, d.h. bei Innenbiegung biegt er gern nach innen ab; ich muss dann ständig mit dem inneren Schenkel „gegenhalten“. Er sollte ja aber auf meinen Sitz hören... also nochmal die Zügel weggelassen und wieder Slalom über Sitz geübt. Dann überlegt, welche Übungen das am besten Entkoppeln könnten. Ich versuchte einfach geradeaus zu reiten und die Biegung abwechselnd links und rechts zu fordern, das klappte dann zumindest am Zaun entlang ganz gut. In der Mitte der Bahn wird es eher eierig; also bleiben wir einmal am Zaun und üben dort: Innenstellung (Zügelimpulse), aber geradeaus gehen (Sitz). Der Zaun wirft herrliche Schatten, die uns ein paar Hufschläge vom Rand weg quasi eine doppelte gerade Linie auf den Boden malen, perfekt zum Üben :-).
Als nächste „Entkopplungsübung“ beschließe ich zu versuchen, den Slalom mit ganz flachen Bögen zu reiten und dabei die Kopfstellung unabhängig von der Bewegungsrichtung zu verlangen. Wir haben das viel geübt bei Peter Kreinbergs Kursen, aber eher mit Anlehnung. Können wir es auch mit Impulsen? Klappt erstaunlich gut! Wir reiten also einen flachen Rechtsbogen um unsere Hütchen mit leichter Linksbiegung und umgekehrt. Oder einen ganzen Slalom mit ständig beibehaltener Linksbiegung (egal ob der Bogen grad nach rechts oder links geht). Billy beginnt seine Richtung mehr nach Sitz und Schenkel auszurichten als nach den Zügelimpulsen. Auch das mit den Impulsen kriege ich ganz gut hin und bleibe immerhn nicht am Zügel hängen. Allerdings bemerke ich die Tendenz, Billy mit dem äußeren Zügel „rüberdrücken“ zu wollen, da kommt meine Hand dann über den Mähnenkamm, uiuiui.
Trotzdem recht erfolgreich, es freut mich v.a., dass wir nun die Biegung an einem wirklich durchhängenden Zügel halten können für ein paar Tritte. Bisher war, sobald Bewegung ins Spiel kam, selbige immer sofort futsch. Es wird!
Samstag, 8. März 2014
Heute waren wir bei herrlichstem Frühlingswetter eine Stunde spazieren und neue Wege erkunden. Billy war superbrav und stapfte mit seinen Schuhen völlig entspannt neben mir her. Sogar 3 Mountainbiker verkraftete er ohne sichtliche Aufregung (ich war eindeutig nervöser als er). Früher hatte er vor Radfahrern komischerweise Angst, ist immer zumindest zusammengezuckt oder machte einen Hüpfer (sehr untypisch). An unserem Stall fahren aber so viele Radfahrer vorbei, dass er sich inzwischen daran gewöhnt zu haben scheint. Jedenfalls waren die alle erstens sehr nett (boten sogar an, ob sie absteigen sollen), und zweitens interessierte sich Billy kaum für sie, nicht einmal für den, der von hinten herangebraust kam.
Donnerstag, 6. März 2014
Seit langem wieder einmal was gemacht. Dazwischen war Billy leider nicht ganz fit. Wir hatten im Februar so richtig schlimmes Blitzeis – sowas hab ich noch nicht erlebt. Innerhalb von Minuten überzog sich im Stall alles, inklusive Sand, Hackschnitzel und sogar der Rollsplit mit einer Eisschicht. Billy wurde zum Opfer des Eises, schließlich will pferd keinen Schritt zu viel tun (die anderen Pferde gingen über den besser begehbaren Sand, obwohl sogar der glatt war – aber Billy nahm die Abkürzung über den Betonboden, bevor wir streuen konnten) – da konnte ich dann nur stehen und hilflos schauen, wie er ruderte und ruderte und ruderte und schließlich mit einem lauten Whumpppp! zu Boden ging, während sich alle 4 Haxen in die 4 Himmelsrichtungen spreizten. Ein kleiner Trost, dass wenigstens der dicke Bauch und die Fettschicht einiges abgefangen haben müssen!
Nachdem das Eis ein paar Tage später weg war, wurde sichtbar, dass Billy lahmte. Nun ja, nach verschiedenen Diagnosen (No1: „das kommt vom Sturz“ – No.2: „das kommt nicht vom Sturz, das Pferd ist rundum locker und kein einziger Muskel verspannt“ – No.3 „die Sohle ist viel zu dünn“ – „da pulsiert alles hochgradig“ – No4: „da pulsiert nix und die Sohle ist sicher nicht zu dünn, aber wieso hat No.3 die hohle Wand nicht bemerkt?“) und fast 1 Monat Schonung scheint nun wieder alles in Ordnung und wir fangen langsam wieder an. :-)
Heute hab ich mir das lange Seil geschnappt und beschlossen, dass ich ja wieder einmal was in Zone 5 tun könnte – super auch für ruhiges Schrittarbeiten. Das wurde eine herrliche Session! Mit einem Seil machten wir Weave, Zirkel, Volten, Übergänge von Schritt zu Trab und zurück, auch Anhalten und sogar Rückwärts klappte toll! Ich war ganz überrascht! Außerdem schickte ich Billy zum ersten Mal aus Zone 5 auf das Podest, auch das war nicht schwierig; nur wenn ich möchte, dass er drübergeht, musste ich vor in Zone 3 und ihm das deutlicher zeigen. Das wird dann unsere nächste Aufgabe, direkt übers Podest drübergehen aus Zone 5.
Ich legte dann das Seil ganz über Billys Rücken und wir machten das gleiche noch einmal, fast genauso gut; besonders stolz bin ich auf Liberty-Anhalten und Rückwärts aus Zone 5! Nur 2 Stangen zu übertreten hat er verweigert, der Schlawiner, keine Ahnung wieso, aber das kommt auch gleich auf die To-Do-Liste ;-).
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