Ach was bin ich stolz auf uns!
Heute habe ich mich zum ersten Mal mit Billy im Finstern "vor die Türe" gewagt, sprich, wir haben das Stallgelände verlassen. Wenn ich es je schaffen will, die Halle zu benutzen, müssen wir da durch, etwa 5 Minuten auf einem kleinen Weg neben der Straße (zum Glück durch Böschung und Bäume getrennt, also nicht direkt an der Straße).
Billy war völlig cool, nur Frauli flippt, wie immer. Da sich Billy aber benahm wie bei Tageslicht auch, und sich außerdem durch meine doch recht helle Stirnlampe überhaupt nicht gestört zu fühlen scheint, wurde ich auch bald ruhig. Billy zupfte Gräser, die Stirnlampe leuctete uns den Weg völlig ausreichend aus, und auch die vorbeirasenden Autoscheinwerfer schienen Billy nicth zu interessieren.
Ich ging nicht besonders weit, aber so ca. die Hälfte des Weges zur Halle war das bereits.
Also - bald keine Ausreden mehr.
Die unbekannte Halle werde ich trotzdem das erste Mal bei Tageslicht besuchen. Und Billy braucht wohl irgendeine Reflexdecke oder sowas.
you live you learn you love you learn you cry you learn you lose you learn you bleed you learn you scream you learn you grieve you learn you choke you learn you laugh you learn you choose you learn you pray you learn you ask you learn you live you learn
Alanis Morissette
Mittwoch, 11. Dezember 2013
Donnerstag, 5. Dezember 2013
Update
Meine Güte, die Zeit verfliegt!
Nur 1 Post im November!
Wir haben uns im neuen Stall jetzt beide vollkommen eingelebt, alles läuft wie geplant.
Unter der Woche, ohne Licht, übe ich Basics wie Porcupine Games und Friendly Games. V.a. letztere haben wir auf eine ganz neue Stufe gebracht ;-). Billy kann besser unterscheiden, wann ich was will und wann nicht, vielleicht kann ich meine Energie momentan besser hoch- und runterschrauben als früher. Billy reagiert ungewöhnlich zackig auf Driving und Porcupine Games, und entspannt sich vollkommen selbst bei Extreme-Friendly-Games - das ganze auch vom Sattel aus, etwa letztens: Ich saß im Sattel, 2 Sticks mit STrings dran, und links und rechts vom Pferd wirklich massiv rotiert mit wildem Klatschen auf den Boden - Billy steht, Augenlider auf Halbmast, Hinterbein entspannt abgestellt, und wartet, bis Frauli mit den Turnübungen da oben fertig ist. Und dann möchte ich losreiten - Energie rauf, ein Hauch von Anspannung im Hintern und ein Hauch von Schenkeldruck, und Billy wacht auf und stapft los. Genial.
Das große Viereck trägt glaub ich eine Menge zu seinem enorm gestiegenen Go bei. Ich würde sagen, Billy ist gerade wirklich perfekt, was die Balance von Whoa und Go angeht. Es gibt, seit wir hier sind, z.B. keine dieser elendslangen Diskussionen um den Trab mehr. Mir fällt erst jetzt auf, wie ich mich daran gewöhnt hatte, dass es normal war, Billy ungefähr 3, 4, 5x zum Traben aufzufordern, meist mit immer höheren Phasen - sonst hielt er den Trab halt nicht. Und jetzt: An Trab denken. Sobald er mich verstanden hat, trabt er, und hört nicht mehr auf. Gleich beim ersten Mal anfragen. So habe ich z.B. vor ein paar Tagen wieder einmal das gute alte Trotting Game gemacht - ihr wisst schon: Pferd in Trab halten (sollte es verfallen), die Richtung bestimmt das Pferd. Das war ja früher mühsame Arbeit, bis Billy kapiert und v.a. akzeptiert hatte, dass es keinen Sinn hat, dauernd stehenzubleiben oder Schritt zu gehen. Und heute? 1x antraben, und wir traben. Und traben. Und traben. Und traben.
Das angenehme Go verbessert auch unglaublich unsere Gymnastik-Arbeit. Seit dem Kreinberg-Kurs Ende September war ich fleißig dran, Billy viel zu biegen. Volten, Zirkel, Schlangenlinien in alle Richtungen, enge, große, dazwischen gerade Linien und aufgepeppt mit Übergängen und Schaukelübungen, und wir experimentieren auch mit Außen- und Innenstellungsvariationen. Ich kann gar nicht sagen, wie geschmeidig ihn das jetzt gemacht hat! Billy kann nun den Trab in engen Volten halten, davon konnte ich früher nur träumen. Er schiebt sich zusammen, um die Biegung im Trab zu bewältigen, und fängt an zu schweben und zu federn. Das Reiten mit Gebiss und Kontakt funktioniert mittlerweile toll, Billy rundet sich, biegt sich und akzeptiert den leichten Kontakt, und manchmal hab ich sogar das Gefühl, dieses neue Bewegungsgefühl macht ihm Spaß.
Wir arbeiten auch immer wieder ein bisschen am Galopp, womit wir bei Peter Kreinberg angefangen haben. Auch da kann Billy sich jetzt besser biegen und zusammenschieben, sodass wir akzeptable Zirkel zusammenbringen.
Auch hier das ungewöhnliche Go. Statt dass ich nun um jeden Galoppsprung betteln muss, bettelt umgekehrt Billy nun, ob er nicht ein bisschen schneller und geradeaus galoppieren darf. Kurzes Überlegen - ja, warum nicht. Zügel lang, schnalzen, los gehts. Zügel lang, eine Passenger-Lesson im Galopp. Billy galoppiert. Und galoppiert. Und galoppiert. Und galoppiert. Eine Runde, zwei Runden, 3 Runden (er hält sich brav am Zaun ;-) . Frauli staunt. 4 Runden, 5 Runden, 6 Runden.... Billy fängt an zu schnaufen (bei einer Seitenlänge von geschätzten 60m im quadratischen Viereck galoppieren wir jetzt auch schon über einen ganzen Kilometer), galoppiert aber weiter. Die eine Seite zum Stall hin gibt er immer Gas, ist aber mit "bremsender ATmung" meinerseits in den Schritt abrufbar - daher lasse ich ihn. Nach der 6. Runde hätte Billy genug, jetzt muss er noch eine, schön langsam, und dann reicht das.
Also momentan ist die Reiterei - und auch die Bodenarbeit, die wir machen - einfach nur ein Traum!
Das bemerkte ich v.a. an dem Wochenende, an dem ich eine Trainerin zum Plaudern besuchte, die mir ein bisschen was übers Bosal-REiten beibringen sollte. Eigentlich dachte ich da nur an etwas Theorie, aber sie überaschte mich damit, dass sie mir einfach alles gleich in der Praxis zeigen wollte und mich somit einfach auf ihr Pferd hockte. Ja, was soll ich sagen.... was war ich froh, am nächsten Tag wieder auf den Billy zu klettern, der mich versteht, nicht diskutiert (ja, das ist ja neu, aber trotzdem), trabt wenn ich danach frage, stehenbleibt wenn ich danach frage.... es ist doch wie ein Nach-Hause-Kommen: das eigene Bettchen, das eigene Lümmel-Sofa... zu Haus ist's doch am schönsten.
Das Reiten mit Bosal ist ein weiteres Projekt, das gerade voll im Laufen ist. Nach meinem Besuch in "Jac's Stable" bei Kurt und Manuela organisieren wir jetzt einen kleinen Workshop Anfang Jänner. Da soll Billy's Frauli die Grundlagen der Bosal-Handhabung erlernen. Ich freue mich schon riesig. Inzwischen gibt es ein paar Anproben für Billy, um sein Hackamore zu finden. Da wird es sicher bald noch weitere Berichte geben, ich freue mich jedenfalls schon riesig auf den Jänner.
Nur 1 Post im November!
Wir haben uns im neuen Stall jetzt beide vollkommen eingelebt, alles läuft wie geplant.
Unter der Woche, ohne Licht, übe ich Basics wie Porcupine Games und Friendly Games. V.a. letztere haben wir auf eine ganz neue Stufe gebracht ;-). Billy kann besser unterscheiden, wann ich was will und wann nicht, vielleicht kann ich meine Energie momentan besser hoch- und runterschrauben als früher. Billy reagiert ungewöhnlich zackig auf Driving und Porcupine Games, und entspannt sich vollkommen selbst bei Extreme-Friendly-Games - das ganze auch vom Sattel aus, etwa letztens: Ich saß im Sattel, 2 Sticks mit STrings dran, und links und rechts vom Pferd wirklich massiv rotiert mit wildem Klatschen auf den Boden - Billy steht, Augenlider auf Halbmast, Hinterbein entspannt abgestellt, und wartet, bis Frauli mit den Turnübungen da oben fertig ist. Und dann möchte ich losreiten - Energie rauf, ein Hauch von Anspannung im Hintern und ein Hauch von Schenkeldruck, und Billy wacht auf und stapft los. Genial.
Das große Viereck trägt glaub ich eine Menge zu seinem enorm gestiegenen Go bei. Ich würde sagen, Billy ist gerade wirklich perfekt, was die Balance von Whoa und Go angeht. Es gibt, seit wir hier sind, z.B. keine dieser elendslangen Diskussionen um den Trab mehr. Mir fällt erst jetzt auf, wie ich mich daran gewöhnt hatte, dass es normal war, Billy ungefähr 3, 4, 5x zum Traben aufzufordern, meist mit immer höheren Phasen - sonst hielt er den Trab halt nicht. Und jetzt: An Trab denken. Sobald er mich verstanden hat, trabt er, und hört nicht mehr auf. Gleich beim ersten Mal anfragen. So habe ich z.B. vor ein paar Tagen wieder einmal das gute alte Trotting Game gemacht - ihr wisst schon: Pferd in Trab halten (sollte es verfallen), die Richtung bestimmt das Pferd. Das war ja früher mühsame Arbeit, bis Billy kapiert und v.a. akzeptiert hatte, dass es keinen Sinn hat, dauernd stehenzubleiben oder Schritt zu gehen. Und heute? 1x antraben, und wir traben. Und traben. Und traben. Und traben.
Das angenehme Go verbessert auch unglaublich unsere Gymnastik-Arbeit. Seit dem Kreinberg-Kurs Ende September war ich fleißig dran, Billy viel zu biegen. Volten, Zirkel, Schlangenlinien in alle Richtungen, enge, große, dazwischen gerade Linien und aufgepeppt mit Übergängen und Schaukelübungen, und wir experimentieren auch mit Außen- und Innenstellungsvariationen. Ich kann gar nicht sagen, wie geschmeidig ihn das jetzt gemacht hat! Billy kann nun den Trab in engen Volten halten, davon konnte ich früher nur träumen. Er schiebt sich zusammen, um die Biegung im Trab zu bewältigen, und fängt an zu schweben und zu federn. Das Reiten mit Gebiss und Kontakt funktioniert mittlerweile toll, Billy rundet sich, biegt sich und akzeptiert den leichten Kontakt, und manchmal hab ich sogar das Gefühl, dieses neue Bewegungsgefühl macht ihm Spaß.
Wir arbeiten auch immer wieder ein bisschen am Galopp, womit wir bei Peter Kreinberg angefangen haben. Auch da kann Billy sich jetzt besser biegen und zusammenschieben, sodass wir akzeptable Zirkel zusammenbringen.
Auch hier das ungewöhnliche Go. Statt dass ich nun um jeden Galoppsprung betteln muss, bettelt umgekehrt Billy nun, ob er nicht ein bisschen schneller und geradeaus galoppieren darf. Kurzes Überlegen - ja, warum nicht. Zügel lang, schnalzen, los gehts. Zügel lang, eine Passenger-Lesson im Galopp. Billy galoppiert. Und galoppiert. Und galoppiert. Und galoppiert. Eine Runde, zwei Runden, 3 Runden (er hält sich brav am Zaun ;-) . Frauli staunt. 4 Runden, 5 Runden, 6 Runden.... Billy fängt an zu schnaufen (bei einer Seitenlänge von geschätzten 60m im quadratischen Viereck galoppieren wir jetzt auch schon über einen ganzen Kilometer), galoppiert aber weiter. Die eine Seite zum Stall hin gibt er immer Gas, ist aber mit "bremsender ATmung" meinerseits in den Schritt abrufbar - daher lasse ich ihn. Nach der 6. Runde hätte Billy genug, jetzt muss er noch eine, schön langsam, und dann reicht das.
Also momentan ist die Reiterei - und auch die Bodenarbeit, die wir machen - einfach nur ein Traum!
Das bemerkte ich v.a. an dem Wochenende, an dem ich eine Trainerin zum Plaudern besuchte, die mir ein bisschen was übers Bosal-REiten beibringen sollte. Eigentlich dachte ich da nur an etwas Theorie, aber sie überaschte mich damit, dass sie mir einfach alles gleich in der Praxis zeigen wollte und mich somit einfach auf ihr Pferd hockte. Ja, was soll ich sagen.... was war ich froh, am nächsten Tag wieder auf den Billy zu klettern, der mich versteht, nicht diskutiert (ja, das ist ja neu, aber trotzdem), trabt wenn ich danach frage, stehenbleibt wenn ich danach frage.... es ist doch wie ein Nach-Hause-Kommen: das eigene Bettchen, das eigene Lümmel-Sofa... zu Haus ist's doch am schönsten.
Das Reiten mit Bosal ist ein weiteres Projekt, das gerade voll im Laufen ist. Nach meinem Besuch in "Jac's Stable" bei Kurt und Manuela organisieren wir jetzt einen kleinen Workshop Anfang Jänner. Da soll Billy's Frauli die Grundlagen der Bosal-Handhabung erlernen. Ich freue mich schon riesig. Inzwischen gibt es ein paar Anproben für Billy, um sein Hackamore zu finden. Da wird es sicher bald noch weitere Berichte geben, ich freue mich jedenfalls schon riesig auf den Jänner.
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