you live you learn you love you learn you cry you learn you lose you learn you bleed you learn you scream you learn you grieve you learn you choke you learn you laugh you learn you choose you learn you pray you learn you ask you learn you live you learn
Alanis Morissette
Bin heute in den Stall gefahren, allein mit dem Plan, das Problem mit dem Kraftfutterautomaten anzugehen.
Habe Pferdi im Offenstall geholt, mit Knotenhalfter und Seil, und bin
gar nicht erst raus, sondern direkt zum Kraftfutterautomaten (KFA).
Gut, Pferdi keinen Schritt rein, blieb vor der Schwelle stehen. DAs
hatte ich ja letztens. Ich übte kontinuierlichen Druck (bzw. Zug) aus,
stand also selbst im KFA und sah genau, dass er wusste, da drin gibts
was Gutes, aber gleichzeitig war die Angst zu groß.
Meine Methode war simpel: Zug am Halfter, gleichmäßig, sobald er einen
Schritt in die richtige Richtung, also vorwärts Richtung zu mir und in
den KFA machte, ließ der Druck im Genick sofort nach, machte er einen
Schritt rückwärts, ließ ich nicht locker.
So ging es vorwärts und wieder zurück, vorwärts und wieder zurück. Nach
jedem mutigen Schritt bekam er eine Pause, wenn er schon mal mit der
Shculter drin war, auch ein LEckerli.
Dann entschloss er sich, reinzugehen. Ganz langsam aber aufgeregt folgte
er mir bis zum Trog. Dort rauschte natürlich, sofort als er mit dem
Chip im Halsband hintrat, seine Futterration hinunter. DAs hat ihm noch
niiie Angst gemacht! Als er neu war, war er drin, ohne dass es ihm
jemand zeigen musste! Und jetzt! DAs Geräusch rief Panik hervor, so hab
ich mein Pferd fast noch nie gesehen, er wollte nur noch RAUS, egal ob
da Futter im Trog war oder nicht! Ok, ich machte ihm lieber Platz, er
stürmte aus der Tür (DIE hat ihm keine Angst gemacht!). Er stand bebend
draußen, ich lobte ihn, er war ja brav reingegangen und ließ ihm Pause.
Dann von vorne. Er sträubte sich wieder furchtbar, aber nicht mehr ganz
so lange. Ging dann wieder mit mir mit. Diesmal rauschte kein Futter
runter, dafür war das von vorher noch drin, er fraß gierigst.
Ich führte ihn wieder raus, gleich wieder rein, es ging jetzt ohne
PRobleme, es rauschte diesesmal wieder Futter runter, aber er erschrak
nur kurz, fraß es wieder gierig.
Wir gingen nochmal raus, nochmal rein, wieder raus, wieder rein, dann
schickte ich ihn alleine ohne Seil rein, und er wartete bis das Futter
kam und fraß - ich glaub er hat Futter für 5 Tage gekriegt
(nö, keine Angst, das geht nicht *g*).
Ich habe ihn viel gelobt und das wars dann auch schon für diesen Tag! Hatte eh eine Stunde oder mehr gedauert!!
War ganz stolz, dass ich das Problem gelöst hatte!
Pferd geholt, er kam normal mit, weder über- noch untermotiviert.
Putzen war heute wieder von einem ordentlichen Gifteln
begleitet, aber ich wusste, warum. Er wollte zur Putzkiste, wo ich
gestern (zum ersten Mal!) Leckerlis drin hatte, und ich wollte nicht,
dass er hingeht. Wir diskutieren das kurz aus, und dann war er wieder
lieb.
Heute war reine Bodenarbeit angesagt, habe daher gar nicht erst gesattelt. Knotenhalfter und langes Seil,
für 7 Games auf dem Viereck. Dort waren wir heut nicht allein, es
ritten 2 Leute, aber ich war fertig, solange die noch aufwärmten. Mein
Kleiner hat sich aber, muss ich sagen, sehr brav konzentriert! Überhaupt
war die heutige Einheit von Anfang bis Ende traumhaft! Er ließ sich von
den Mitreitern wie von den Pferden, die nebenan auf der Koppel wild
spielten, immer nur ganz ganz kurz ablenken und hat toll und aufmerksam sich sehr bemüht, alles richtig zu machen.
Habe mir eine Stange parallel zur Viereckumrandung aufgelegt.
Als erstes PG Vorhand wiederholt.
Es geht besser! Langsam kapiert und akzeptiert ers! Wir haben auf jeder
Hand eine volle Drehung hinbekommen ohne großartige Abwehrreaktionen
seinerseits. Ein bisschen Vorwärtstendenz ist noch drin, v.a. von der
rechten sEite, aber es ähnelt schon mehr einer Hinterhandwendung als einer Volte, juchu!
Dann habe ich ihn zwischen Stange und Viereckumrandung im Yoyo rückwärts
geschickt. Ging recht gut, er wollte aber zwischendurch fressen
(außerhalb vom Viereck gibts Gras); soll er, wenn er dabei rückwärts
geht, sonst gibts halt eine höhere Phase. Habe es - zum Schluss schon
sehr fein, da war er wirklich aufmerksam - fast bis ans Ende des
7-m-Seils geschafft. Er stand und kaute und schleckte viel, dann hab ich
ihn zu mir geholt, wobei er zum Gras schielte, aber nicht versuchte zu
fressen. Brav. Und als Belohnung durfte er die erreichbaren Halme danach
abzupfen.
Dann zog ich mich in eine Ecke des Vierecks zurück und übte CG mit Handwechseln.
Meine eine sture SEssion mit dem Send auf die linke Hand zeigt noch
immer Wirkung. ER versucht nicht mehr, unaufgefordert umzudrehen, und er
lässt sich auf beide Hände gleich leicht schicken. Heute wartete er nur
so drauf: "Welche Richtung, welche Richtung", und ging bei Phase 1 auf
den Zirkel. Ich habe meinen STick fast überhaupt nicht gebraucht.
Ich habe dann aufgeforderte Richtungswechsel von links auf rechts
gemacht, immer gleich drauf aber die andere Richtung geübt. Von rechts
auf links habe ich die Übung so zerlegt: Pferd reinholen, selbst aber
NICHT rückwärts gehen. Ich holte ihn bis zu mir rein, bis er genau vor
mir stand. DAs klappte gut. DAnn gab es jede Menge FG. Und dann, erst
nach einer Weile, ging ich ein paar Schritte rückwärts, ließ ihn dabei
noch stehen, und machte von dort aus ein neues Send nach links. Dann
wieder die paar Schritte nach vor. Und das klappte! Machte es einige
Male, die Pause wurde immer kürzer. Und ganz zum Schluss, als ich sah,
dass er selbst schon nach links tendierte, probierte ich es in einem
Fluss, und es gelang, unser erster flüssiger Handwechsel von Rechts nach Links im Schritt! Ich ließ ihn dann noch die Runde zu Ende gehen, holte ihn rein, viel FG und große Pause.
Als nächste Übung SQ-G, wieder an
der sTange, mit der Mission "Energie ins Pferd" im Hinterkopf. Ich
schickte ihn zuerst im Schritt durch, lobte viel, weil er es sehr brav
machte. DAnn fuhr ich wie beim Reiten vor dem Send die Energie in mir
selbst hoch und machte das SEND energischer. Tatsächlich startete er
durch und trabte! Viiiel Lob,
Ruhe. Er war richtig motiviert, sobald ich mich bewegte und die Energie
innerlich hochfuhr, wollte er gleich wieder durchstarten. So kenne ich
ihn ja gar nicht!
Ich achtete dann aber schon drauf, dass er auf das Send wartet. Er
brauchte schon auch Motivation mit dem Stick, um zu traben, aber es
gelangen so 3x Squeezes auf jeder Hand im Trab. Wieder Pause und viel Lob.
Weil er sich so praktisch hinstellte (nibbelte wieder am Gras außerhalb des Vierecks) machte ich dann noch Sideways in beide Richtungen,
Kopf an der Viereckumgrenzung, Beine vor der Stange, das ging sich
gerade schön aus, bekümmerte ihn überhaupt nicht, die Stange. Er fraß
währenddessen, aber wenn er gleichzeitig seitlich gehen und grasen kann,
soll mir das recht sein
. Tw. geht das Sideways schon ganz ohne Stickeinsatz,
die Körperhaltung (L-Shape) reicht. NUr die Shculter hängt oft etwas
zurück, v.a. rechts, die muss ich dann mehr auffordern, aber wirkich
schon seeehr gut.
Dann waren wir auch schon fertig.
Zum Schluss, als ich ihn schon in den Stall gebracht hatte, fiel mir auf, dass mein Kleiner sich offenbar seit Neuestem vor dem Kraftfutterautomaten fürchtet.
Tatsächlich, um nichts in der Welt ging er rein. Ich habe noch eine
halbe Stunde damit herumgetan, konnte es aber nicht mehr lösen. Ich weiß
nicht, was passiert ist, aber so habe ich ihn noch nie gesehen. Das
erste Mal, dass mein Pferd Futter aus Angst vor irgendwas verweigert! Er
WEISS, dass da drin Futter ist für ihn, aber er konnte nicht über die
Schwelle gehen. Es hat mir das Herz halb zerrissen, ihn in diesem
Dilemma "Futter" - "Angst" zu sehen, aber ich konnte es einfach nicht
lösen...
Muss nächstes Mal in Ruhe und mit viel Zeit daran arbeiten.
--
Und schon wieder so lang.
Sorry, ich fasle einfach gern *g*
Am Wochenende war keine Zeit, heute endlich wieder im Stall.
Wollte wieder reiten, v.a. meine Aufregung vorm Aufsteigen überwinden nach dem Faux-Pas vom letzten Mal.
Pferdi knabberte an Resten vom Stroh, als ich kam. Ich stellte mich
neben ihn und wir knabberten ein bisschen gemeinsam, wobei er immer
näher kam; das hat mich gefreut. Dann aufhalftern und er kam ganz brav
mit, ohne große Aufforderung.
Putzen war sehr gut heute. Wir
blieben draußen, ich habe ihn auch angebunden. Er blieb ruhig und döste
entspannt. Für die rechte SEite band ich ihn dann los. Ich wollte ihn
ein bisschen in Position schieben, da hatten wir eine kleine Diskussion,
aber es ging. Gein großes Gifteln, nur etwas Widerrede sozusagen.
Mein neues Knotenhalfter passt wie angegossen - endlich mal eines! Alle
andern sind meistens zu groß rund ums Maul rum, sodass ich sie ganz hoch
knoten muss, damit er sie sich nicht auszieht. Dieses passt. Neues
3,7m-Seil liegt gut in der Hand.
Wir gingen in die Halle. Zum Aufwärmen haben wir ein bisschen Ball-Kicken gespielt. Machte uns Spaß. Dann hab ich PG und DG mit der Vorhand gespielt.
PG hat sich sehr verbessert, wir schafften auf jeder Hand schließlich
eine ganze Drehung. Von rechts schnappte er leicht her, spielerisch,
aber als Zeichen, dass er das nicht schätzt; er hats dann trotzdem brav
getan und durfte lange in Ruhe stehen und dann noch mit dem Ball
spielen.
Dann sattelte ich, kein Problem.
Dazwischen Yoyo- und DG Hinterhand, dazwischen nachgurten.
Dann gings ans Aufsteigen. Es war furchtbar.
Ich musste mich sooo überwinden, den Fuß in den Bügel zu tun. Ich weiß
nicht, ob ich genau beschreiben kann, was in mir vorgeht... nicht
missverstehen, ich habe keine Angst, aufzusteigen. Ich hab auch keine
Angst, drauf zu sitzen, im Gegenteil. Ich hab nichtmal Angst, dass er
mich beißen oder treten könnte, weil er es eh nicht tut. Er beißt zwar
nach hinten, aber in Aufsteigposition erwischt er mich kaum, selbst wenn
er wollte. Er zeigt nur Unwillen, und das reicht, um mir den Puls
derart in die Höhe schnellen zu lassen. Ich glaub ich hab einfach nur
Angst vor dem Frust! Ich möchte, dass er mich ruhig aufsteigen lässt und
sich daran nicht stört, und ich finde schon wieder keine
Lösungsmöglichkeit, weil ich die Ursache wieder mal nicht kenne.
Es ist wie beim Putzen: Ich kann nicht sehen, was wirklich stört! Ich
steige auf die Aufsteighilfe, das ist 5x ok, beim 6. Mal giftelt er und
schnappt nach hinten nach mir. Beim 7. Mal ist es wieder ok. Ich belaste
den Bügel (mit der Hand) - das ist 20 Sekunden ok (Hausnummer!
Vermutlich kürzer), in der 21. gibt es Gifteln und Beißen, ich lasse
aber nicht nach (sonst hat er genau das Falsche gelernt), und in der 22.
Sekunde ist es wieder ok, und er döst weiter!
Ich glaube ich bin eine halbe STunde da gestanden, auf die Aufsteighilfe
und wieder runter, Bügel belasten, wieder aus, auf beiden Seiten
streicheln, und er döste dabei, hie und da giftelte er - aber in einem
undurchschaubaren Muster. Manchmal habe ich das Gefühl, dass es ihm
vielleicht einfach zu lange dauert? Wär es ihm lieber, ich mach nicht so
nen Firlefanz, sondern stell mich hin, zieh mich hoch, fertig?
Stillstehen kann er, er hat sich die halbe Stunde wirklich NICHT bewegt,
keinen Schritt. Nur nach hinten biegen und Gifteln, Schweifschlagen,
Ohrenanlegen zwischendurch. Ich war zwischendurch wirklich wieder halb
am Heulen, weil ich mich so hilflos fühle.
Ich hab mich dann doch hochgezogen - vielleicht hätt ichs nicht tun
sollen, aber im Endeffekt hat es mir die Einheit gerettet...
Beim endgültigen Aufsteigen giftelte er sehr, schnappte nach hinten,
Ohren anlegen, Augen verdrehen - aber kein Schritt. Sobald ich oben bin,
ist alles wieder ok. Vielleicht ziept es einfach wirklich nur, aber was
kann ich da tun? Ein anderes Pad mit Lammfell hab ich schon bestellt.
Vielleicht ändert das was...
Gut, ich wollte nicht viel tun. Habe dann doch wieder zu viel getan *gr* - aber es war toll!.
Nachdem ich eine Weile ruhig oben saß, beschloss er loszugehen, ich ließ ihn. Er ging bis zum Tor. Dort übten wir Indirect Rein,
also Hinterhand weichen. Er hat seit dem letzten Mal dazugelernt. Eine
Seite geht schlechter, ich hab doch tatsächlich vergessen, welche
. Das Biegen des Halses geht sehr leicht und nachgiebig. Wenn ich dann die Hand zum Bauchnabel tue, wehrt er sich sehr mit Kopfschlagen etc.
Ich habs aber geschafft nicht nachzugeben, bis er die Hinterhand dreht,
dann schlagartig alles von mir gestreckt und Energie ganz
runtergefahren, verbal gelobt. Es wurde nach 2 oder 3 Mal auf jeder SEite besser, die Reaktion kam viel schneller. Das wird schon. So kann ich ihn z.B. zumindest schon mal umdrehen, vom Tor weg z.B.
Gut, dann konnte ichs nicht lassen. Die "Won't Go"-DVD hat mich sehr motiviert. Was soll ich sagen - es wirkt, es funktioniert!!
Ich wollte von Punkt zu Punkt reiten,
einfach quer durch die Halle, einmal zum Spiegel (dort steht er gerne).
So, an die DVD gedacht und meine Energie hochgeschraubt. Dachte an Pat
und sein "vroom vrooooom"
. Es hat sich mir dann aber ein anderes Bild aufgedrängt, das bei mir
besser funktioniert: Ein GAlopper in der STartbox, beim Startschuß!
Also Energie in mir hochgefahren, gelächtelt, Schenkeldruck,
Zungeschnalzen und dann schnelle Phase 3+ 4. Gefiel ihm gar nicht, er
grunzte unwillig, ging aber nach vorne, trabte an! Ich bemühte mich, den
Schenkeldruck wegzulassen, die Energie aber oben zu lassen! Das fällt
irrsinnig schwer! Ich habe mich extrem auf den Punkt konzentriert, zu
dem ich reiten wollte, und einfach immer nur gedacht "vorwärts,
vorwärts, vorwärts!" Er trabte tatsächlich quer durch die Halle. Kurz
vor dem Punkt wollte er in Schritt fallen, ich spürte es, fuhr nochmal
die Energie hoch, habe leider gleichzeitig auch mit dem Schenkel
getrieben, habe ihn also den Fehelr nicht machen lassen. Naja, ok, wir
sind bis zum Spiegel getrabt, dort gab es stehen, Ruhe, viiiiel viel FG
und verbales Lob.
Dann nochmal umgedreht. Wollte zurück zum Tor. Nochmal die Energie hoch,
wir sind ein Rennpferd in der STartbox!!! Musste bis Zungeschnalzen
gehen, aber keine Phase 4 - dann Zack, er geht Schritt, Energie noch
eine Stufe höher, er trabte, Schenkeldruck weg, ich focussierte das Tor,
er wollte aber lieber auf die Tour abbiegen, kurze Diskussion, aber
gut, Hauptsache er trabt weiter. Wir kamen wieder beim Spiegel an, er
hielt an, viel Lob und Ruhe.
Dann noch ein letztes Mal. Zuerst nur ein bisschen Energie, er ging brav
auf Phase 2 im Schritt los, die Reaktion war schon viel schnellr und
deutlicher. Dann nach 2 Schritten meine Energie weiter hochgefahren,
nochmal durch die Phasen bis Zungeschnalzen, er trabt, und zwar flott!
Viiiel gelobt, verbal, sonst versucht einfach nicht zu stören. Er trabte
toll am Hufschlag entlang (von alleine, mir war es in dem Moment egal,
wo, nur Richtung Tor). Ich habe versucht, die Energie hochzuhalten.
Irgendwie muss ich sie sogar noch erhöht haben, weil plötzlcih spürte
ich, wie er hinten den Turbo anwarf, so ein richtig schöner Schub von
hinten, wieder viiiiiel gelobt, und dann merkte ich doch tatsächlich, er
versucht anzugaloppieren! Habe die Energie oben gelassen, wollte ihn
auf keinen Fall bremsen, weil ich denke, dass ich JEDE Bemühung in
Richtung Energie nach vorne rauslassen ermuntern sollte bei diesem
Pferd, stellte mich auf eine Galoppbewegung ein, und dann galoppierten wir
doch tatsächlich, nur 2 oder 3 Sprünge, aber es war ein Galopp! Er
bremste in der Kurve wieder zum Trab, weil er das Gleichgewicht verlor -
ich wollte ja auch gar nicht Galoppieren in der kleinen Halle - aus dem
Trab habe dann ich schnell die Gelegenheit ergriffen, ihn von mir aus
zu bremsen, bevor er es von sich aus tut, wir hielten an, und dann lobte
ich ihn ganz viel, bin sofort abgesessen, nochmal abgeknuddelt vom
Boden aus, und wir gingen SOFORT und ohne Umschweife nach Hause. Vor der
Halle durfte er Gras zupfen, dann kriegte er noch einen Abendsnack und
durfte zu den Kumpels auf die Weide.
Toll war das! Es war so toll, zu fühlen, wie er endlich mal die Energie
nach vorn rauslässt und den Turbo hinten angeworfen hat!
DAs mit der eigenene Energie wirkt - wahrscheinlich war das bis jetzt
der Grund, warum er so lasch war. Ich bin selbst ein sehr ruhiger
Mensch, die Energie so hochzuschrauben und oben zu halten finde ich sehr
schwierig. Meine Trainerin hat mein Pferd außerdem mal als enormen
Energiesauger bezeichnet. Und wir zwei in Kombination geben so erst
recht das Ober-Schlurf-Paar ab. Aber es wird werden!
----------
Meine Güte, schon wieder so'n Roman. Respekt, wer es liest
Habe mir heute wieder einen Plan gemacht, was ich
spielen wollte, weil ich manchmal das GEfühl habe, einfach kreuz und
quer und letztendlich zu viele verschiedene Dinge zu machen. Prinzipiell
braucht mein Kleiner zwar Abwechslung, weil er sonst gelangweilt wird,
aber trotzdem...
Wir haben heute 7 Games with Obstacles gespielt. Ich habe 4 Kegel in einem Quadrat aufgestellt und "Kleeblatt"-Volten als CG gespielt.
Zuerst auf der rechten Hand, die er ja lieber hat. D.h. Mittelpunkt war
der erste Kegel, bei dem hab ich mich aufgestellt und Pferdi rundherum
geschickt, dann bewege ich mich weiter zum nächsten Kegel, Pferd geht in
seitlichem Abstand mit, ich bleibe beim nächsten Kegel als neuem
Mittelpunkt stehen, schicke Pferd wieder herum, und so weiter bei allen 4
Kegeln. Dann die andere Hand. Rechts ging besser als links, links kam
er, während ich mich weiterbewegte, näher, um quasi hinte rmeinem Rücken
vorbei die Hand zu wechseln, aber ich konnte ihn gut wieder an seinen
Platz zurückschicken.
Ich habe auch die Hand gewechselt,
indem ich dann diagonal von einem zumandern Kegel ging, und PFerd dabei
in die andere Richtung schickte - eine Acht eben. Das hat gut geklappt,
sogar auf der schwierigeren Hand.
Danach hab ich noch 2 Stangen als L zusammengelegt und Pferdi daran seitlich gehen
lassen. Zuerst innen, in der Ecke hab ich die Vorderhand rumgeschoben
mit DG, dann weiter seitlich. Auf beiden Händen. Danach außen am L
entlang, dazu beim Eck die Hinterhand herumgeschoben mit DG. Das klappte
sehr sehr gut.
Dann bin ich noch in die Halle gegangen, habe gesattelt, wobei er brav
war, spielte dazwischen, gurtete nach... , bereitete mich aufs
Aufsteigen vor, PFerdi stand sehr brav... Und dann passierte mir ein
furchtbar dummer FEhler, ich hatte offenbar ein Loch zu wenig
nachgegurtet?! Obwohl ich mir einbildete, dass es dieselben Löcher waren
wie sonst. Jedenfalls rutschte der Sattel beim Aufsteigen mir entgegen,
ich bin erschrocken, verlor die Balance auf meiner Aufsteighilfe,
Pferdi erschrak auch oder es war sicherlich unangenehm, er riß den
Schädel hoch, biß wieder mal her (wieder mal typisch und interessant: Er
hat keinen einzigen Schritt vorwärts gemacht, immer Abwehr, nie
Flucht!!). Oh Mann, so was Blödes!! Ich machte mal FG, sattelte neu,
beim Gurten giftelte er extrem, was ich ihm nicht verübeln konnte, er
blieb aber stehen. Mehr FG, und mit klopfendem Herzen habe ich
beschlossen, trotzdem nochmal aufzusteigen. Das musste ich für mich tun,
um die Angst halbwegs zu verlieren. Natürlich hab ich viel wieder
kaputt gemacht
.
Ich zog mich ganz langsam hoch, der Sattel hielt diesmal, aber der
Kleine riß den Schädel wieder hoch, giftelte, biß zu mir nach hinten,
legte die Ohren an, schlug mit dem SChweif, stampfte mit dem Fuß und
schlug nach vorne - das ganze Repertoire eben. Er stapfte auch sofort
los, recht flott, das war richtige Flucht (für seine Verhältnisse), ließ
sich aber sofort wieder anhalten, wenn ich das Seil hob. Toll, jetzt
muss ich sicher wieder MOnate dran arbeiten, um das Aufsteigen wieder zu
"reparieren".
Ich habe oben nicht viel gemacht, ließ ihn nur ein paarmal antreten im Schritt, übte 2x in jede Richtung, die HH auszukuppeln, und dann saß ich wieder ab, wobei ihm diese Bewegung, wenn ich neben ihm auf dem Boden lande, gar nicht störte.
*seufz* Sowas dummes, wirklich!
DAfür hab ich mir die DVD "Won't go" besorgt, auf einer Messe
. Hab sie auch schon angesehen und werde daran gehen, das ganze
umzusetzen. Wobei ich allerdings sagen muss, dass die als "äußerst
träge" charakterisierten Pferde in der DVD im Vergleich zu meinem ja
schon fast Rennpferde sind... Naja, vielleicht wird das ja besser.
Feiertag. Die andern machten einen Ausritt, und so nützte ich die Leere der Halle und die Abwesenheit von Zuschauern
.
Ich hatte heute sogar einen richtigen Plan. Ich wollte an dem ständigen unerwünschten Umdrehen von linker auf rechte Hand arbeiten.
Vielleicht einen Übergang von Schritt zu Trab, und vielleicht dann noch
ein bisschen reiten. Je nachdem, wie lang es vorher dauert...
Also Pferdi mal geholt, ohne Probleme am Putzplatz geputzt *freu*.
Dann aufs (ziemlich nasse) Viereck mit langem Seil. Ein bisschen FG,
aber dann gleich mit der geplanten Arbeit begonnen. Ich war auf eine
lange Session vorbereitet, in welcher ich sturer sein musste als mein
Büffli.
Ich schickte ihn also zurück mit Yoyo, dann wies ich nach links, und er
ging auch brav. Bis hinter meine Schulter, dann drehte er um und
wechselte auf die rechte Hand. Hab ihn also angelächelt, mich für den
Vorschlag bedankt,
,
HH ausgekuppelt, kurz stehen lassen, wieder ein paar Schritte zurück
geschickt, dann wieder SEND nach links. Er ging brav, drehte aber nach 3
Schritten wieder um. Selbes Spiel. Da ich es ja erwartet hatte (ich war
tatsächlich neugierig und gespannt drauf!!), hab ich mich überhaupt
nicht geärgert, ich bleib die ganze Zeit vollkommen ruhig, freundlich,
mein Send blieb permanent gleich sanft (er ging ja auch immer brav auf
Phase 1, höchstens 2).
Nach den ersten 10 Malen begann er, sich nach dem unerwünschten
Handwechsel auf die rechte Hand nicht mehr so leicht anhalten zu lassen.
Macht nichts, das Bring Back dauerte länger, aber ich blieb heute
irgendwie sehr unerschütterlich. Irgendwann stand er doch, bekam eine
kurze Pause, dann wieder SEND nach links.
Nach 20 Mal begann er sich zu ärgern. Ich aber nicht! *ätsch* Beim Send
nach links begann er von sich aus anzutraben, ein paar Schritte, obwohl
mein SEnd nicht stärker wurde. Dafür lobte ich ihn. Trotzdem, umdrehen
tat er noch immer.
Ich glaube nach dem 30. Mal (zumindest kam es mir so oft vor) gab er auf
und akzeptierte mich als den stureren Büffel von uns beiden - zumindest
heute. Beim letzten Mal trabte er nochmal an, schüttelte unwillig den
Kopf à la Möchte-Gern-Hengst - und dann ging er eine gaaaanze Runde
Schritt auf der linken Hand.
Worauf ich ihn reinholte und er eine laaaaaange Pause bekam und ganz viel Lob und FG.
Dann hab ich ihn nochmal 2 oder 3x nach links geschickt, und er machte keine Anstalten mehr, umzudrehen.
Das hatte ca. 15 Minuten oder so gedauert, schätze ich. (Klingt so lange, wie ichs hier beschreibe).
Gut, dann gings ans Übergänge-Üben.
Ich habe ja letztes Mal meine Ängste beschrieben, dass er beim Antraben
so stinkig wird und ich keine geknallt bekommen möchte. Gut, dachte ich
mir, es gibt ja auch noch Übergänge vom Halten zum Schritt! Üben wir das vorerst mal!
Also wieder nach links geschickt - ohne Probleme - und nach einer Zeit
dann das Seil vorsichtig in Phasen geschüttelt, bis er draußen in
Gehrichtung stehenblieb. Es war zäher als ich gedacht hätte
(stehenbleiben ist ja sonst eine leichte Übung für uns!), aber er stand.
Durfte ein bisschen stehen, dann forderte ich mit Phase 1 (Richtung
zeigen), Phase 2 (Stick 180° entfernt), und er ging los. Lob. Nach einer
halben Runde wieder anhalten. Wieder antreten, diesmal ging es auf
Phase 1. Nachdem das einige Male gut gegangen war, wollte ich ein
einziges Mal antraben und damit
die Übung beenden. Also wieder Phase 1 - er wurde schneller, daher
beließ ich es einmal dabei. Nach einer Weile nochmal - Phase 1, Phase 2,
bei Phase 3 trabte er, stinkig, aber kam nicht so sehr rein in den
Zirkel. Ich zwang mich, nicht mitzudrehen sondern in der Mitte zu
bleiben. Natürlich war der Trab nach 3 Schritten wieder vorbei. Ich habe
dann noch 2 oder 3x für jeweils ein paar Schritte Trab bekommen, dann
ließ ich es gut sein. Ich brauchte max. Phase 3.
Dann gingen wir in die Halle, ich sattelte (geht jetzt sehr gut ohne viel Tamtam), stieg auf (ebenso), wobei er sehr sehr brav war. Ich wollte heute zur Abwechslung die "Indirect-Rein"-Übung
mal probieren. Vom Boden kennt er das schon gut. Also Seil angenommen,
zum Bauchnabel gezogen, Schenkel und Körperdrehung dazu - nix, Pferdi
biegt sich wie ein U-Haken, bewegt den Hintern aber keinen Zentimeter.
Dass er sich beim Flexen nicht bewegen soll, habe ich gut installiert.
Ich blieb dran, und weil er sich gar so stark verbog, habe ich das Seil
kurz mit der andern Hand genommen und mit den Fingerspitzen auf die
Kruppe geklopft, ganz leicht. Stick hatte ich leider am Boden gelassen.
Das hat er kapiert, drehte sich wie ein Gummiband, das sich ausdreht
und stand wieder gerade. Habe es noch 2 oder 3x auf jeder Seite probiert, es wurde besser, ohne Fingerklopfen.
Dann noch kurz von Punkt zu Punkt reiten.
Ich hatte einige Kegel und den Gymnastikball in der Halle verteilt.
Focus, Körperdrehung, leicht weisender Zügel, Phasen zum Antreten, und
er ging brav los. Er steuerte auch direkt auf die verschiedenen
Hindernisse zu; ich vermute aber, dass mein Pferd das auch ohne Lenkung
und ohne Reiter täte. Wenn was in der Halle ist, geht er ja prinzipiell
und schnofelt mal alles an. Also mit direkten geraden Linien haben wir
kein Problem, zumindest nicht auf diese kurzen Distanzen. Er durfte bei
dem jeweiligen Objekt dann stehenbleiben.
Das einzige Problem bereitete uns der Gymnastikball, das war meine Schuld, ich hätte es wissen müssen
. Er kickte den Ball durch die Gegend, er steht total drauf, wenn sich
der bewegt *g* - da wird er sogar selbst mal schnell und verfolgt ihn
wie ein Hund. Dann folgt Hengst-Kopf-Schlenkern und Attacke auf den Ball
mit den Vorderbeinen. Meistens kniet er dann irgendwann auf dem
rollenden Ball. Ich hätte wissen müssen, dass es ihn nicht abhält, nur
weil ich draufsitze. Ich konnte ihn zwar von dem Ball weglenken
(immerhin!!), aber sobald er wieder in Reichweite kam, bearbeitete er
ihn, und es wurde mir einfach zu gefährlich. DAher bin ich kurz
abgestiegen, habe mit Pferdi gemeinsam den Ball aus der Halle gekickt
und bin wieder aufgestiegen.
Dann sind wir noch 2x angetrabt,
wobei er beim 2. Mal schon wieder sehr träge war und dann zwar antrabte,
aber ich brauchte Phase 4, und er trabte eben wieder mit
Kopf-Schlenkern - wie beim CG vom Boden. Ich hatte kurz Angst, dass
jetzt doch ein Buckler kommt, aber das fühlt sich nur so an. Wir trabten
einmal eine ganze Länge der Bahn, danach ließ ich ihn in Ruhe.
Die andern kamen ohnehin vom Ausritt zurück und wollten in die Halle, das war ein guter Zeitpunkt, die Einheit zu beenden.
Alles in allem gut gelaufen, nur habe ich Angst, dass er mir immer zäher wird beim Antraben. Mal sehen.
Ich muss wirklich die "Won't go"-CD besorgen, aber ich find die nirgendwo?!
Heut wars wieder mal nicht so gut. Ich brauch wieder eine Trainerstunde...
Zuerst waren wir zum Aufwärmen eine Runde spazieren, schon gesattelt
(Satteln verursachte wieder leichte Probleme, allerdings war schon
wieder jemand mit uns im Putzraum - deshalb?
) Das Spazieren lief
sehr sehr gut, er versuchte nur anfangs, 2, 3 Mal die Nase ungewünscht
ins Gras zu stecken, ich reagierte sehr konsequent mit Phasen der
Aufforderung, mir zu folgen, und nach 3 Versuchen war es plötzlich
erledigt - er versuchte nicht mehr zu fressen! Das hatte ich bisher sehr
sehr selten. Meistens versucht er jeden Grashalm zu erhaschen, da er
kapiert hat, dass dauerndes Stehenbleiben nicht erwünscht ist, dann eben
im Vorbeigehen. Aber das hat er heute dann ganz sein lassen!
Zur Belohnung gab es am Ende der Spazierrunde extra schönes Gras an einem extra-schönen Fleckchen.
Gut, nach der Graspause ging es aufs Viereck.
Ich wollte endlich mal wieder Schritt-Trab-Übergänge im CG üben. Das hatte ich in letzter Zeit rausgeschoben, und ich wusste auch bald wieder warum.
Mein Pferdi ist nicht in Trab zu bringen *seufz*. Zuvor ging es meistens
auf der linken Hand ganz ok, rechts war immer schon schwierig.
Ok, nun geht die linke Hand auch nicht mehr. Pferdi hat ja schließlich
Handwechseln gelernt!!! Schicke ich ihn auf die linke Hand, geht das
noch im Schritt ganz gut, fordere ich Trab, dreht er sofort um und geht
auf die rechte Hand. Auf der rechten Hand kann er seine "Waffen" besser
einsetzen ... er kommt über die innere Schulter nach innen, macht den
Kreis immer kleiner, würde mich am liebsten umrempeln. Ich bin mit
Verteidigung meines Raumes beschäftigt. Je höher die Phase, mit der ich
Trab fordere, desto enger kommt er rein und desto grantiger wird der
Gesichtsausdruck (angelegte Ohren, verkniffene NÜstern).
Seit ich ja beim letzten Versuch, als ich mich nicht einschüchtern
lassen wollte, beide Hinterhufe im Bauch hatte, achte ich nun extrem
drauf, dass ich vorne das Seil kurz genug habe, um jederzeit den Kopf zu
mir holen zu können - nicht so einfach, da er ja extrem den Zirkel
abschneidet. Schicke ich die Shculter raus, funktioniert das zwar, aber
ich habe ständig Angst, dass er das Hinterteil wieder zu mir dreht. Das
war auch auf der rechten Hand, und seitdem krieg ich schon Herzklopfen,
wenn ich das fordere...
Mir ist der Stick einfach zu kurz... habe ich Pferdi in Reichweite, hat ER MICH auch in Reichweite!!
Ich gebs zu, ich hab ehrlich Schiss, und so kann ja nix funktionieren.
Keine Ahnung, wie ich dieses Problem lösen soll...Werde es wohl meiner
Trainerin übergeben, die soll mal machen. Mir ist einfach die Angst im
Weg, ich bemerke ja auch, dass - wenn er dann mal antrabt (mit
STinkegesicht, seeehr engem Radius und manchmal Kopfwackeln à la Hengst)
rupfe ich ja erst wieder instinktiv am Seil und damit Halfter, aus
Angst, dass er jetzt entweder hinten oder vorne auf mich losgeht.
Das war sehr frustrierend... 
Heute war Hufpfleger-Termin. Vor 2,3 Monaten habe
ich noch tagelang vorher gezittert, wenn es soweit war. Vor 5 Monaten
mussten wir Pferdi sedieren, um die Hufe ausschneiden zu können, ohne
dass es Verletzte oder Tote gibt.
Weil die Hufpflegerin (wie meistens) etwas verspätet war, beschloss ich, bis dahin etwas zu spielen auf dem Viereck.
Ich holte mein Pferdchen von der großen Weide,
und musste erstaunt feststellen, dass er gerne mitkam! Das war voriges
Jahr auch noch ganz anders... da blieb er alle 3 Schritte stehen und
wollte nur ungern mit. Diesmal war er zwar am Grasen, ich habe mich ihm
langsam herumschlendernd genähert, bisschen gestreichelt, FG,
weiterfressen lassen, dann mal vorsichtig an der MÄhne gezuppelt, und er
nahm die Nase aus dem Gras, ließ sich aufhalftern, dann durfte er noch
eine Minute fressen, und dann ging er freiwillig mit mir mit, als ich
losgegangen bin, und hat nicht versucht, nochmal den Kopf ins Gras zu
stecken. Toll!
Mir fallen viele dieser kleinen, feinen Veränderungen im Moment auf!
Wir sind dann eben aufs Viereck. Ich übte wieder mal PG für die Vorhand, was ich leider in letzter Zeit etwas vernachlässigt habe. Naja, gut geht dasnicht. Wenn ich da andere Pferde anschaue
. Keine Ahnung, warum das bei uns so schwierig ist! Aber 1, 2 Tritte ohne Vorwärts dabei gelangen.
Dann nochmal Handwechsel geübt. Ich glaube das mache ich aber im Moment zu oft.
Nur minimale Verbesserungen von rechter auf linke Hand. Aber wenn ich
das ganze Viereck ausnütze, geht es sich manchmal aus, dass er auf mich
zukommt und dann kann ich ihn nach links wegschicken. 1, 2 x ist es uns
gelungen. Und er hat nicht mehr so oft von links auf rechts ohne
Aufforderung gewechselt wie voriges Mal.
Dann kam die HUfpflegerin. Mein
Kleiner kam als erster dran und war sehr brav. Die Hufpflegerin war
allerdings etwas ungeduldig heute, schien mir. Was er einfach immer noch
macht, ist den Fuß (vorne) wegzureißen, und zwar mit ordentlich
Schwung, das kann man nicht halten. ER macht das, wenn es ihm einfach zu
lange dauert. Ich übe ja, aber das krieg ich nicht in den Griff.
Jedenfalls ärgerte sie sich darüber nach wiederholtem Mal und boxte mal
kräftig in den Bauch, was - wie ich weiß - bei meinem Pferd aber gar nix
nützt. Habe sie daher gebeten, das sein zu lassen, weil sie gerade
riskiert, dass PFerdi die Zusammenarbeit gänzlich einstellt. Tatsächlich
streckte er auch mal wieder das Bein trotzig im rechten Winkel vom
Körper weg, statt es abzubiegen - sein ältester Trick. Ich habe dann
noch Stimmkommando "Fuß" gegeben, und darauf hat er reagiert und sich
den Fuß abbiegen lassen.
Hinten war er superbrav, das geht ja schon besser als vorne.
Ich fülle zwar vorn immer noch Leckerlis ein, aber es sind auch schon weniger...
Dienstag
Heute liefs insgesamt nicht so gut wie die letzten Male (aber auch nicht schlecht).
Als ich kam, waren die PFerde auf einem kleinen Teil der Weide, meiner
spielte grad mit einem der letzten Neuankömmlinge bzw. betrieb
Fellpflege. Ich näherte mich bis auf ein paar Meter, dann blieb ich
stehen und rief ihn ein paar Mal, und er ließ tatsächlich seinen Kumpel stehen und kam zu mir!
Ließ sich brav aufhalftern und kam flott mit.
Das war auch schon alles mal gaaanze anders *zurückerinner*.
Aus dem Tor raus machten wir ein wunderschönes Squeeze Game, ich versuche jetzt die Spiele bei jeder Gelegenheit anzuwenden.
Im Hof lag ein Pulli rum, der im Wind hin- und herflatterte. Der war ihm
nicht geheuer. Solche Gelegenheiten sind ja selten, und so schickte ich
ihn mit Driving Game hin, bis er ihn anschnofeln konnte.
Ich putzte ihn auf unserem
Outdoor-Putzplatz, er war brav dabei, bis die Tochter einer
Miteinstellerin mich in ein Gespräch verwickelte und sich Herrn Pferd
für seinen Geschmack zu viel näherte... er legte die Ohren an, bettelte
sie an, und als sie nichts hatte, wurde er stinkig und fing wieder an
mit Kopf-Hochreißen und Schweifschlagen beim Putzen. Ich ließ ihn einmal um mich herum gehen, stellte ihn in die andere Richtung und putzte weiter, es ging dann wieder besser.
Als erstes ging ich dann mit langem Seil aufs Viereck. Dort stand unser Hänger samt Auto,
weil die andere Einstellerin Verladen geübt hatte. Super GElegenheit,
Verladen traue ich mich zwar nicht allein (hab das noch nie allein
gemacht und kenn mich zu wenig aus, hab Angst dass ich irgendwas am
Hänger kaputt mache...oder einfach ganz falsch mache). Aber gerade
richtig, um unser DG aus Zone 3,
das ohnehin Übung braucht, zu üben. Zuerst von der rechten SEite (geht
schlechter). Ich konzentrierte mich darauf, wirklich in Zone 3 zu
bleiben. Losgehen war heute kein Problem, Innenwendungen auch nicht (wie
meistens), außer dass ich dabei leicht zu weit nach vorne gerate.
Außenwendungen waren vor ein paar Monaten noch völlig undenkbar (Beißen,
Drohen, Wehren), jetzt wird er zwar etwas schlecht gelaunt oder
unsicher dabei, aber er weicht nach außen, und so drehten wir ein paar
Runden um den Hänger, wobei er Hänger und Auto immer wieder anschnofeln
sollte und durfte. Dann machten wir noch ein paar Schlangenlinien quer
über den Platz, dann nochmal alles von der anderen Seite. Klappte
insgesamt gut. Nur das Gras am Rand des Reitplatzes übte magische Anziehungskraft aus und wir mussten ein bisschen diskutieren.
Als nächste Übung wollte ich nochmal den Handwechsel im CG im Schritt üben. Bisher klappt ja links auf rechts sehr gut, rechts auf links sehr schlecht. Soweit, so gut.
Tja, mein Pferdchen hat wieder mal dazugelernt: Oh, ich kann (und darf und soll!) Hand wechseln! Der schlaue Kerl bietet mir nämlich jetzt jedes Mal auf der linken Hand einen Handwechsel an, und zwar hinter meinem Rücken.
ABer astrein, muss ich sagen!
Ich schicke ihn nach links, kaum hat er meine Schulter passiert -->
schwupps, und Pferd kommt schon wieder vorbei, aus der anderen Richtung.
How interesting
.
Na gut, ich habe dann begonnen, jedesmal, wenn er unerwünscht die
Richtung wechselte, ihn hereinzuholen ("danke für den Vorschlag,
aaaber...") und wieder auf die linke Hand zu schicken. Das wurde
allerdings immer schwieriger. Er kam mir wieder mal dauernd zu nahe,
wollte nicht mehr rückwärts, sonder bog entweder sofort auf den Zirkel
ab oder reagierte gar nicht mehr auf Yoyo oder sonstiges
Rückwärtsschicken. Ich spürte wie meine Nerven langsam nachlassen...
Nun gut, ich konzentrierte mich darauf, auf der linken Hand 1, 2 Runden
Schritt zu bekommen, ohne dass er umdrehte, das habe ich dann auch
geschafft. Musste mich dazu allerdings schon zu ihm umdrehen
und im richtigen Moment sagen: nein, nicht umdrehen, bitte weiter diese
Richtung. War auch ganz einfach, es brauchte nur ein Richtung-Weisen
mit dem Seil. Ich weiß nicht, ob das richtig ist
so. Jedenfalls hat er irgendwann geschnallt, dass Umdrehen jetzt nicht
erwünscht ist und ging 1 Runde linksrum. Dann ließ ich ihn stehen und
machte FG.
Als nächstes kam mir die Idee, dass es ja viel einfacher ist, wenn er
schon auf die rechte Hand umdreht von allein, dann einfach noch mal den Handwechsel von rechts nach links zu üben. Das wollte ich ja ohnehin. Also: DRehst du um, folgt kurz darauf der ungeliebte Wechsel in die andere Richtung.
Von rechts nach links habe ich ungefähr 2x geschafft. Unglaublich, dass
das so schwer sein kann! Ich muss sehr sehr viel rückwärts gehen, dann
schaffe ich es irgendwann, dass er mich doch geradewegs anschaut (meist
ist er danna ber schon eigentlich viel zu nahe). DAnn habe ich ihn so -
mich anschauend - kurz stehen gelassen, FG. Und dann neu auf die linke
Hand geschickt. So ging es einigermaßen. Quasi den Handwechsel in
Einzelschritte zerlegt und die Bewegung ganz groß werden lassen.
Danach bin ich noch in die Halle, habe das kurze Seil drauf gemacht und gesattelt, was ganz problemlos war. Danach aufsteigen.
Er hielt sehr brav still, ich zog mich (heute von rechts) ganz langsam
in den Sattel (irgendwie kann ich das von rechts viel besser,
eigentartig). Ganz zum Schluss kam er wieder mit dem Kopf nach oben und
schlug mit dem Schweif, dann setzte er sich ungefragt in Bewegung. Also anhalten (klappte super) und mal eine halbe Minute stillstehen.
Dann Phase 1, Phase 2 - nichts passiert
Phase 3, Phase 4, nach einem Weilchen setzte sich Herr Pferd in
Bewegung. Allerdings wirklich nur für 4 Schritte. So ging es weiter, es
lief heute irgendwie extrem zäh, was
daran liegen kann, dass die Pferdchens heute zum ersten Mal auf der
großen Weide waren, kurz. Vielleicht hatte er so viel getobt...
Ich trabte auch wieder an,
allerdings nur 2x, und er machte wirklich nur, was er absolut musste,
also 2,3, 4 Trabtritte. Das ganze wurde auch irgendwie nicht besser,
sondern schlechter, schließlich hielt er wirklich nach jedem einzelnen
Schritt an, und ich musste fast immer bis Phase 3 oder sogar 4 gehen, um
den nächsten Schritt zu bekommen. Ich habe es noch einige Male gemacht,
bis er mal ein paar SChritte mehr machte, dann habe ich aufgehört.
War nicht so gut heute, aber naja, auch nicht so schlimm.
Danach versorgt und zu den Kumpels geschickt.
Pfingstmontag -- frei! Heute waren wir nur spazieren, alleine. Es war wundervolles WEtter, strahlender Sonnenschein und total warm, 25°.
Als ich kam, hat er sich grad im Unterstand gewälzt. Ich rief ihn, er sah auf, stand sofort auf und kam herüberspaziert zu mir
.
Ließ sich aufhalftern und kam sofort mit, ich hatte das Gefühl, dass er
sich freut, mich zu sehen, und neugierig ist, was wir heute tun. Das
sind (hoffentlich: noch!) seltene wunderschöne Momente.
Zuerst hab ich mal geputzt, und er hat wieder einmal ordentlich gegiftet dabei,
allerdings diesmal glaube ich wirklich hat etwas weh getan, in der
rechten Gurtlage. Es war nichts zu sehen, aber er mochte dort überhaupt
nicht berührt werden. Vielleicht hat er einen Tritt abbekommen.
Jedenfalls hat er als ich dort geputzt habe, seinen Kopf rumgeworfen und
geschnappt und ist mit meinem Schädel zusammengekracht *autsch*. War
aber ein sehr effektiver Block von mir
.
Dann Knotenhalfter und Seil und Stick (vielleicht spielen wir ja was
unterwegs) genommen und losgestapft, zuerst bergab durch den Wald, dann
die kleine Straße entlang am Straßenrand. Pferdchen wollte dauernd
fressen, ich hoffe ich habe eine halbwegs ausgewogene Mischung aus:
"jetzt nicht, wir gehen weiter" und fressen lassen gefunden.
Der Kleine war total toll, mutig, neugierig, aufmerksam, aber nicht
schreckhaft. Er geht überall hin mit mir, bleibt brav hinter mir. Nur
der letzte Weg über die Wiese war eine Geduldprobe für uns beide. Es ist
eine fremde Wiese des benachbarten Bauern, ich wollte nicht, dass er
dort frisst. Also forderte ich ihn wirklich bei jedem Schritt auf - nein
jetzt nicht fressen, nein, jetzt nicht, nein, jetzt nicht. Zum Schluss
fing er an, immer 1, 2 Schritte voraus zu traben, damit er Zeit hat, die
Nase ins Gras zu stecken *ächz*. Als wir dann drüben bei unserer Wiese
waren, durfte er eine ganze Zeitlang fressen.
Aber sonst ein wunderschöner Spaziergang, ganz schön anstrengend (meist leicht bergauf).
Habe heute eine Freundin mitgehabt. Deshalb gingen wir in die Halle, ich habe wieder Handwechsel beim CG im Schritt geübt, aber noch gibt es keine VErbesserung.
Von links auf rechts problemlos und sehr schön, umgekehrt kommt er
nicht gerade auf mich zu, sondern versucht sich an meiner rechten (also
der falschen) Schulter schnell noch vorbeizudrängeln. Gehe ich schneller
rückwärts, geht er auch schneller. Ich bin dann 1,2 Mal wirklich
weeiiiit zurückgegangen (in die andere Hälfte der Halle), bis er
wirklich genau auf mich zukam (das hat eben so lange gedauert), dann
habe ich ihn in gewissem Abstand angehalten, belohnt, ruhig stehen
lassen und dann wie zu einem neuen CG nach links geschickt und dann den
Zirkel wieder in die urspüngliche Hallenhälfte zurückverlagert.
Es wird schon werden. Wichtig ist, dass er mal lernt, auf dieser Hand auf mich zuzukommen, aber ohne mich umzurennen.
Dann musste ich natürlich meine tolle Reiterei vorführen!
Wieder langsam aufgestiegen, von links heute. Tatsächlich schnappte der
Kleine wieder beim letzten Aufsteigen, allerdings habe ich mich soo
angestrengt, jaaa ganz langsam und vorsichtig in den Sattel zu gleiten,
dass ich erst recht reingeplumpst bin und ihm auch noch einen Tritt mit
dem rechten Bein verpasst habe. Das ist mir noch nie passiert, aber
klar, wenn man's besonders gut machen will...
Er ging wieder langsam los, als ich oben saß, also haben wir erstmal stillstehen geübt.
Dann gab ich Phase 1+2 - er stapfte los. Anhalten geht auf Seilheben.
Hat mehrmals funktioniert, die Zeiträume, in denen er weitergeht, bevor
er von sich aus stehenbleibt, werden langsam auch länger.
Dann wollte ich wieder den Trab versuchen. Letztes Mal brauchte es ja eine ewig lange (gleichmäßige) Phase 4, bevor ich den ersten Trabtritt bekam. Diesmal: Phase 1 - Phase 2 - Zungenschnalzen
- Pferdi trabt! Tolltolltoll! Diesmal war ich auch etwas mehr auf die
große Bewegung beim Antraben gefasst, und konnte besser im Sattel
kleben. Derzeit sitze ich aus, eigentlcih sollte ich bei dem jungen Pferd ja leichttraben oder im leichten Sitz, aber beides bringt uns beide aus der Balance.
Wir sind eine halbe Zirkelrunde getrabt. Pferdi blieb heute die ganze
Zeit freiwillig in der oberen Hallenhälfte, wohl weil meine Freundin
beim Tor stand. Normalerweise startet er ja direkt auf das Tor zu und
steht dort erst mal eine Weile. Heute ging er nicht mal in die Nähe (how interesting!)
.
Ich trabte noch 2 oder 3 mal an, wenn er vorher selbständig in Schritt
gefallen war (die erlaubte Schrittphase ließ ich immer kürzer). Meine
Freunin hat mit dem Handy ein kleines Video gemacht, und das sieht gut
aus! Pferdi hat Kopf unten, der Schweif pendelt gleichmäßig. Die Ohren
sind zwar nach hinten gerichtet, aber nicht angelegt. Also insgesamt
sehr schön!
Bin so ca. 15 Minuten draufgesessen insgesamt.
Danach durfte er noch grasen.
Wunderschöner Sonnenschein. Eigentlich sollte man spazieren gehen, aber ich hab nach dem letzten Mal Lust auf meeeehr
.
Habe meinen Sattel und das kurze Seil in der Halle deponiert für eine eventuelle Pushing Passenger Einheit.
Pferdi geschnappt und mal geputzt. Am Putzplatz. Ohne PRobleme! Obwohl andere PFerde und Menschen anwesend waren! (How interesting *ggg*).
Dann sind wir in die Halle marschiert und ich habe ein bisschen gespielt und gesattelt.
Langsam beginne ich, das Verfahren wieder etwas abzukürzen, ganz
bewusst. Also z.B. kommen Pad und Sattel zugleich drauf wieder, nicht
alles einzeln 20x hin- und herwedeln. Pferdi hat es uninteressiert zur
Kenntnis genommen und blieb brav stehen.
Dann bin ich raus aufs Viereck in den schönen Sonnenschein, mit dem langen Seil *verhedder*. Ich wollte Handwechsel im CG im Schritt üben. Wie immer bisher lief es von links nach rechts sehr gut, aber umgekehrt geht gar nichts. Pferdi kann rechts rum nicht gerade auf mich zulaufen,
er rennt an mir vorbei, macht den Zirkel ganz eng und kreiselt um mich.
Ich denke er weiß nicht was er soll, obwohl es auf der anderen Hand so
gut geht. ich habe dann geübt, dass er einfach gerade auf mich zuläuft,
wenn ich rückwärts gehe. Dazu habe ich den Zirkel dann aufgegeben und
bin einfach rückwärts, rückwärts, rückwärts, und einige Male gelang es
dann, dasss er grade auf mich zukam. Allerdings schaffte ich es dann schwer, ihn zu stoppen,
er hielt immer erst an, wenn er sich an mir vorbeigequetscht hatte
(wobei er mich natürlich bewegt hat *gr*) und ich auf seiner
Schulterhöhe war. Hab mir aber zuvor wieder die DVD angeschaut und
denke, dass wie das Pferd dort es für ihn einfach zu viel Druck ist, er
mich nicht gerade anschauen kann. Interessant, dass es geht, wenn er von
der linken Hand her kommt, nicht?
Ich wurde zwischendurch, weil er eben wie ein Bulldozer wieder mal auf
mich zu und am liebsten über mich drüber stapfte, etwas hektisch und
aufgebracht und frustriert und habe extra versucht, Ruhe reinzubringen
(get slower, get friendly). Habe dann geübt, dass er mit etwas Abstand
zu mir ruhig stehen kann. Normal ist das kein PRoblem, aber
offensichtlich war er irgendwie ... ich weiß nicht was - unsicher,
aufgeregt, unwillig... überfordert? Er wollte ganz nah bei mir stehen.
Aber schließlich hab ichs geschafft, wir haben dann noch einen
Handwechsel auf der guten SEite gemacht, viel Lob und aufgehört.
DAs waren nur ein paar Minuten.
ER durfte an der Viereckumrandung ein bisschen Gras zupfen, und dann gingen wir in die Halle. Tor zu, Pushing Passenger!
Mit dem Aufsteigen (heute von rechts) ließ ich mir viel Zeit.
Viel FG von der Aufstieghilfe aus, quer drüberlegen, auf der anderen
SEite streicheln, Bügel belasten, Fuß drin stheen lassen, immer mehr
belasten... er zeigte keine Beunruhigung. Irgendwann dachte ich, da
jetzt ohnehin schon fast das ganze GEwicht im Bügel ist, zieh ich mich
halt langsam rauf. Und siehe da, es ging! Pferdi giftelte nicht! Er nahm es ganz gelassen zur Kenntnis, dass ich mich raufsetzte!!
. Entweder es war die rechte Seite, oder das langsame... normalerweise
möchte ich so shcnell wie möglich rauf, um nicht lang an einer SEite
herumzuhängen... aber vielleicht ist gerade das falsch, und das schnelle
hüpfen ist das, was ihn beunruhigt, der schnelle Ruck, den das im Bügel
gibt. WErde es jetzt öfter langsam probieren und sehen, ob das den
Unterschied macht.
Habe dann von oben das Biegen und stehenbleiben geübt (er stapfte los, kurz nachdem ich oben war). Ging sehr gut, er gibt brav nach.
Dann gab ich Phase 1, Phase 2 - er stapfte los, toll! Also auf leichten
Schenkeldruck! Blieb wieder beim Tor stehen, aber wieder: auf Phase 2
ging er weiter! Ich brauchte nie mehr als Phase 2 zum Losgehen.
Dann wurde ich übermütig!
Da das Losgehen und Anhalten so toll funktionierte, habe ich im Schritt
die Phasen durchgemacht und dachte, ich probier mal, ob ich ihn zum
Traben bringe!!
Da er ja ein Phlegmatiker ist, brachte Phase 1+2 mal gar nix, außer
dass die Ohren zurückgingen ("hey, ich gehe ja schon, hör auf damit!!").
Dann Phase 3, dann Phase 4. Nach einer laaangen Phase 4
(die ich aber immer gleich stark ließ, ich weiß nicht ob es so gedacht
ist, aber "nerven" hilft bei ihm am ehesten) wurde er mal leicht grantig,
ging aber einen richtig shcnellen Schritt - das nahm ich an und hörte
auf mit den Phasen, und lobte viel. Dann durfte er wieder ein Weilchen
umherlatschen, wir hielten mal an und gingen wieder los. DAnn probierte
ich es nochmal. Wieder laaange Phase 4, und dann spürte ich, dass es ihm
zu nervig wurde, er warf den Motor an und WIR TRABTEN!!
Owoooowwww! Ich wusste zum ersten Mal, was die Leute meinen mit "mit
einem Baumlosen Sattel muss man richtig sitzen können" - Wahnsinn! Bin
zum ersten Mal im Baumlosen getrabt, und zum ersten Mal auf meinem
eigenen Pferdchen! Was man da spürt, im Baumlosen, Wahnsinn! Dabei ist
meiner ein Paint, und hat einen recht flachen Schlurf-Trab. Aber bei den
ersten Tritten dachte ich nur: "oh, geht er jetzt durch?"
Nein, er trabte eine Länge quer durch die Bahn, in der Kurve verlor er
natürlich das Gleichgewicht und ging wieder zum Schritt über, was
vollkommen ok war, er kriegte schon während dem Traben eine großes Lob
(und nat. Wegfall jeglichen Drucks).
Ich hätte nie gedacht, dass er gleich so viel trabt! Hatte eher damit
gerechnet, dass er nach 1,2 Schritten gleich wieder Schritt geht. Toll
war das!
Einmal probierte ich es nach einer Weile noch, diesmal ging er
wesentlich früher in Trab über (auch Phase 4, aber nur kurz) - er hat
also schon gelernt! Nach einer halben Bahnlänge wieder Schritt, ich
hielt an, großes Lob und ließ mich langsam runter, wir gingen sofort
Richtung nach Hause, mit Umweg über die Wiese zum Grasen.
Mann war das toll!
Nur dieses Pushing... naja, ich verstehs nicht ganz. Wenn ich drücke,
heble ich mir den Hintern doch eher aus de Sattel? Die Position hilft
zwar glaube ich gut, den Balance Point zu finden, wie sie ihn
beschreiben, und den Rücken unten runder zu machen, aber mehr Kontakt
zum Sattel habe ich - scheint mir - wenn ich ziehe, nicht drücke. Mich also in den Sattel hineinziehe.
Aber ich muss es einfach üben und fühlen lernen.
Ist heute später geworden, deshalb haben wir in der Halle gespielt.
Ich habe vorbereitet: langes und kurzes Seil, Sattel + Pad, 2 Cavalettis.
Ich bin direkt mit ihm in die Halle gegangen.
Dort mal geputzt, das war wieder einmal problemlos. Im Moment ist er überhaupt ausgeglichener.
Dann hab ich 7 Games with Obstacles gemacht - eben mit den zwei
Cavalettis. Die hab ich parallel zueinander aufgestellt, ungefähr im
Abstand von 1,5m.
Als erstes hab ich ihn mit PG und DG entlang der einen Stange rückwärts geschcikt,
das ging etwas zäh wie immer, aber recht brav. Am Ende der Stange das
Hinterteil hinübergeschickt, danach die Vorhand (das ging überrashcend
gut!!), dann mit PG vorwärts gebeten, also zwischen den STangen durch.
Dann wieder einzeln Hinter- und Vorderteil rübergeschickt und wieder
entlang der zweiten Stange rückwärts mit Yoyo, was auch sehr gut ging
für unserer Verhältnisse.
Dann entlang der STange Sideways (Kopf zur Stange) nach links, klappte sehr gut. Am Ende des Cavaletti bin ich dann direkt zum Squeeze übergegangen
und hab ihn zwischen den beiden STangen durchgeschickt. Er hat zwei,
dreimal gebraucht, bis er vollständig durchgegangen ist, davor blieb er
immer in der Mitte stehen, dann nochmal zurück und neu geschickt.
DAs ganze dann noch in die andere Richtung, Sideways nach rechts war
auch schon viel viel besser, bald sind beide Seiten gleich gut!
Squeeze dann auch noch über die beiden Cavalettis quer drüber, da hatte
er - was mich überrascht hat - Probleme, da war quasi eindeutig ein
"Treshhold", den er erst überwinden musste - nach 3 Anläufen ging es
dann!
Danach hab ich langsam gesattelt und mit Sattel CG gemacht.
Zuerst über ein Cavaletti drüber, einmal dran vorbei, einmal hinten
herum, habe also meinen Zirkelmittelpunkt verlegt, das ging sehr gut.
Ich wollte dann Übegänge üben und
antraben, er trabte auch, aber mit dem Cavaletti war das noch zu viel,
er fiel immer in Schritt. Habe dann den Zirkel auf die andere
Hallenhälfte verlegt und wollte dort Übergänge üben.
Auf der linken Hand klappte es recht gut, er trabte nach ein paarmal
Probieren sogar auf Phase 2 an, also wenn der STick ca. 90° hinter ihm
ist.
Aber die rechte Hand
. Sofort, als ich Trab forderte, wurde er stinkig, legte die Ohren an,
fiel über die innere Schulter aus, schnitt ab, wodurch ich in
Schussposition gerate, wenn ich auf meinem Fleck stehenbleibe.
Entsprechend bin ich lieber geflüchtet, Huf im Bauch reicht mir ein
einziges Mal. Ich denke, hätte ich noch weiter getrieben in dieser
Situation, hätte er wieder nach mir ausgefetzt. Ich hab dann wieder WErt
drauf gelegt, dass er gleich beim Send ganz raus geht und Abstand hält.
Wenn das geklappt hat, dann versuchte ich weider Trab. Mehrmals
dasselbe Spiel, schließlich habe ich eine recht stinkige halbe Runde
gleichmäßigen Trab bekommen, dann sofort reingeholt und gelobt und das
Spiel beendet.
Dann gings ans Aufsteigen!!
Jawoll, ich hab es wieder probiert... Zuletzt gab es da ja ordentliches
GEgifte, Beißen, DRohen. Ich stellte Pferdi an meine Getränkekiste, die
als Aufsteighilfe fungiert, und stellte mich drauf und machte ganz viel
FG von dieser Position. War ihm recht gleichgültig, er döste. Dann
stellte ich den Fuß in den sTeigbügel und ließ ihn einfahc so ganz ganz
lange (kam mir wie 'ne Ewigkeit vor!!) + FG. Fuß wieder raus, Fuß wieder
ein, immer wieder. Interessierte Herrn Pferd gar nicht. DAnn begann ich
mehr und mehr Gewicht in den Bügel zu tun. Interessierte auch nicht.
Irgendwann ist dann aber der Punkt erreicht, wo ich entweder ganz
aufsteigen muss oder die Balance auf der Aufsteighilfe verliere - also
stieg ich auf. In dem Moment, wo dann wirklich mein volles Gewicht (sooo
schwer bin ich aber nicht
) in den Bügel kommt, legte er schnell und kurz die Ohren an und schnappte nach hinten nach meinem Bein. Sobald ich oben war, war wieder alles in Ordnung.
Keine Ahnung, wie ich das üben soll. Je länger ich an der SEite hänge,
desto unangenehmer muss es doch sein? Ich denke eigentlich, dass das Pad
(ist so ein Anti-Rutsch, wegen Baumlos), da ist er ja sehr sehr
empfindlich! Ich könnte noch versuchen, gaaaaanz langsam mich
raufzuhangeln, aber das stell ich mir noch unangenehmer vor (v.a. wenn
er mich dann in den Fuß beißt).
Naja, wahrscheinlich hätte ich gleich wieder absteigen sollen, aber er stapfte los, also erstmal stillstehen geübt. Ging gut, auch das Biegen und
STehen. Dann ging ich Phase 1-2 durch, und er stapfte wieder los,
Richtung Tor. Dort blieb er stehen. Ich ließ ihn kurz und forderte
wieder zum WEtiergehen auf, insgesamt ein paarmal. Meistens ging er auf
Phase 2 weiter!
Nur einmal musste ich vor dem Tor bis Phase 4 gehen, dann wurde er
ungehalten, biss mich ins Bein, stapfte dann aber los und aller Druck
war weg. Wenn er zwischendurch etwas längere Abschnitte ohne selbst
anzuhalten gegangen ist (wir reden hier von 10 Schritten oder so
) habe ich die Chance ergriffen und Anhalten geübt, was gut geklappt
hat. Nach ca. 5 Minuten bin ich wieder runter und wir waren fertig für
heute!
Sonst haben wir am Sonntag noch einen Spaziergang gemacht,
mit zwei Reiterinnen (also ich Pferd führend am Boden). Es war sehr
anstrengend, Pferdi wollte dauernd fressen, und irgendwie ist das blöd,
wenn man mit anderen unterwegs ist, weil ich meine Sachen nicht
durchziehen kann. Kaum hatte ich mittels Phasen mein Pferd davon
abgehalten, ständig den Kopf ins Gras zu stecken und er ging brav
neben/hinter mir her, blieben die vorne stehen und fanden, hier wärs
doch schön zum Grasen ... da wird der ganze Erziehungs- und LErneffekt
zunichte. So war das ganze dann recht stressig für mich und Pferdi
wahrscheinlich auch, weil ich ungeduldig wurde.
Auch das mit den Treshholds ging mir durch den Kopf... war sicher nicht
optimal, nächstes Mal werd ich das Angebot mitzugehen wohl ausschlagen.
Andererseits muss Pferdi ja auch lernen, mit anderen unterwegs zu sein.
Hatte heute wieder Trainerstunde. Hab Herrn Pferd gesattelt auf beschriebene Art und ging gut. Machte dann alles mit Sattel.
Wir haben eine Art Hindernisparcours aufgebaut, wir mussten Sideways an Stangen entlang (haben dafür groooßes Lob gekriegt, geht auch wirklich schon toll!), rückwärts durch Pylonen-Slalom durch, FG mit einem Stück Wellpappe (das Herr Pferd lieber gefressen hätte), dann noch über einen Sprung schicken, das hat er sooo brav gemacht.
Dann noch CG mit Zirkel vergrößern und verkleinern,
und das ging gut, ohne dass ich meinen Standort verlassen musste. Es
wurde ein "Tor" aus zwei Pylonen aufgebaut, und ich schickte ihn einmal
davor vorbei, einmal mitten durch und einmal hinten herum. Hat mich
selbst überrascht, dass das so fein zu regulieren ging.
Dann gings ans Traben, also Übergang Schritt-Trab, und das war wieder sehr schlecht...
ich krieg ihn einfach nicht in Trab, geschweige denn Galopp. Linke Hand
geht noch, aber rechte mag er gar nicht, je höher die Phase, desto
stinkiger wird das Gesicht, er schneidet ab, kommt rein sodass ich
wieder Angst kriege, gleich wieder mal die Hinterhufe im Gesicht zu
haben.
Meine Trainerin hat dann selbst übernommen und ... das ist das PRoblem
bei ihr ... es ging ein bisschen hin und her, sie baute irgendwie
Energie auf, und *zack* trabte Pferdi energiegeladen an, zwar nicht
wirklich gern, abe er trabte auf einem großen Zirkel, und schließlich
galoppierte er sogar brav mehrere Runden. Ich durfte dann nochmal
probieren, und dann ging es auch bei mir. Nur erklären, was sie nun
anders gemacht hat, kann sie nie.
Am Sonntag probierte ich das nochmal, aber es ging wieder nix.
Linke Hand zäh, aber doch, rechte Hand kriegte ich ihn gar nicht in
Trab oder naja, so einen halben Schritt. Er drehte sich nur immer und
immer wieder rein, sobald ich in Zone 5 beschleunigen möchte, nimmt er
es zum Anlass für "ach so, du möchtest das Spiel beenden". Das ging
sicher 20x so, ich habe eh versucht geduldig zu sein, aber irgendwann
konnt ich nicht mehr vor lauter Frust. Ich hab dann nochmal die linke
Hand gemacht und aufgehört am Sonntag.
Ich brauch eine effektive Phase 4 hier
. Die muss ich erst finden. Wenn wer Vorschläge hat....
Werde das wohl mehr mit Trainerin üben müssen...
Gestern wieder beim Pferdi.
Was soll ich sagen, alles lief wieder wie geschmiert. Vielleicht hatten wir nur einen schlechten Tag mit dem Satteln...
Was haben wir gemacht? *überleg*
Erstens bin ich mal aufs Viereck, zum ersten Mal ernsthaft mit langem
Seil *verhedder* - nein, so schlimm wars gar nicht. Wollte mal bisschen
spielen, mein Hauptaugenmerk dann aber wieder aufs Satteln legen und mir
viel viel Zeit lassen. Hab mir daheim nochmal die entsprechenden
Episoden aus dem Level 1 angesehen.
Also zuerst gespielt am langen Seil:
Driving Game rückwärts ging sehr gut. Und zum ersten Mal ging er flüssig beim Sideways von rechts nach links (andere Richtung funktioniert shcon länger) -->
Der Rest war unspektakulär, ich habe nur kurz durchgespielt.
Dann bin ich in die Halle und hab das lange gegen das kurze Seil
getauscht und dann begonnen, akribisch wie auf der DVD, mit der Sattel-Einheit. ERstmal
SEil über den Rücken als FG geworfen, immer wieder. Ich war erstaunt:
Er konnte nicht stillstehen!! (So kenn ich meinen Büffel ja gar nicht).
Er wurde zwar nicht hektisch, aber versuchte doch zügigen Schrittes zu
entkommen. Ich warf weiter das Seil über den Rücken. Irgendwann stand er
still. Dann hörte ich auf und es gab Ruhe und FG.
Dann von der andern SEite: war kein Problem mehr. Dann das Pad
geschwungen --> keinerlei PRoblem! Mit dem Pad von vorn bis hinten
abgestrichen, kein PRoblem. Pad liegen lassen, Sattel geschwungen -->
kein PRoblem! Sattel raufelegt, kein Problem. Vorsichtig angegurtet,
kein PRoblem.
Machte dann ein paar Spiele mit Sattel, gurtete dazwischen und
schlenkerte schließlich noch probehalber wild mit den Steigbügeln herum -
kein PRoblem.
Ach ja, und zum ersten Mal habe ich ihn rückwärts mit Yoyo durchs Hallentor geschickt, hat er braaav gemacht!
Und noch eine PRemiere: Zum ersten Mal hab ich mich getraut, von der
linken Seite sein rechtes Hinterbein zu fordern, und er hats mir brav
gegeben --> kann jetzt alle 4 Hufe von einer Seite aufheben!
Wer hätte das je gedacht, vor ein paar Monaten musste man noch um sein
Leben fürchten (ohne Übertreibung), wenn man überhaupt wollte, dass er
ein Hinterbein hebt (und v.a. still hält!!).
Heute war er wieder zum Knuddeln! 