you live you learn you love you learn you cry you learn you lose you learn you bleed you learn you scream you learn you grieve you learn you choke you learn you laugh you learn you choose you learn you pray you learn you ask you learn you live you learn
Alanis Morissette

Donnerstag, 29. November 2012

Ich hab mir heut einmal viel Zeit genommen für den Billy und seine Wutanfälle - d.h. eine große Friendly Game Session am Putzplatz gestartet.

Begonnen haben wir mit dem Gebiss. Ich werde nicht schlau draus. Ich komme mit dem Zaumzeug, Billy sieht es, er reißt den Kopf hoch, grunzt ungehalten, rennt mit hohem Kopf rückwärts und grunzt weiter ungehalten. Bleibe ich ruhig, lege die Hand ganz leicht ins Genick, senkt er sofort den Kopf und fängt an - nach der letzten Leckerli-Konditionier-Einheit - mit den Lippen selbständig nach dem Gebiss zu hangeln. Drin war es dann sofort, und zwar wirklich selbständig und freiwillig. In Folge kann ich das Zaumzeug über die Ohren ziehen wie ich will, mit den Zügeln wacheln wie ich will, über die Nase legen, über den Hals einfädeln, keine Reaktion mehr außer Kopfsenken und nach dem Gebiss hangeln. Ich werde nicht schlau aus der allerersten Reaktion... und es ist jeeeden Tag so, das ist zermürbend!
Egal, wir übten weiter, und ich versuche, Billy darauf zu konditionieren, dass er den Kopf noch weiter senkt, also das Gebiss nach unten hin sucht. Klappt prima! Vor lauter Enthusiasmus erwischt er manchmal das Backenstück (nööö, Gebiss ist weiter unten!!) oder Gebiss + Kinnriemen auf einmal, aber insgesamt ist jedenfalls schön zu sehen, dass er - wenn ich nach diesen Bildern gehe - eigentlich kein Problem mit dem Gebiss hat, so prinzipiell. Ich mach halt jetzt einmal so weiter, damit reiten werde ich erst wieder in unserer nächsten Reitstunde.

Nächste Baustelle: Die Wutanfälle beim Satteln und Gurten. Natürlich fragt man sich, ob was mit Sattel, Gurt oder Pferd nicht passt, allerdings macht mich die Tatsache, dass der Sattel und auch Gurt ignoriert wird, sobald etwas Interessanteres in der Umgebung auftaucht (z.B. 3 übriggebliebene Haferkörner auf dem Putzplatz des Pferdes, das vorher da war), doch skeptisch. Also einfach mal ausprobiert: Pad raufgeschupft - Wutanfall. Ich war heut sehr gelassen und hab einfach weitergemacht - rauf - runter - rauf - runter - rauf - runter - rauf - runter. Tja, beim 3. Mal war der Wutanfall dann vorbei und Billy ging den Boden untersuchen. Andere Seite - selbes von vorne, bis es ihm wieder egal war. Dann nach dem Gurt bücken - heftige Wutanfälle - ja dann macht Frauli halt Kniebeugen neben dem Pferd heute, bis es ihm egal war. Dann Gurt von der andern Seite rübergeholt, losgelassen, rübergeholt, losgelassen, dann um den Bauch gelegt, losgelassen, um den Bauch gelegt, losgelassen .... Dann mal durchgefädelt, auf Kontakt angezogen, locker gelassen, angezogen, locker gelassen ... puh. Mühsam ernährt sich das Eichhörnchen, aber jeweils nach 2, 3 Mal ist es Billy dann egal.

Dann gings schließlich an die eigentlcihe Einheit heute: Freestyle. Mit Knoti und Pad. Nach kurzem Test der Lenkung und Bremse nahm ich wieder die Zügel ab. Wir übten dann im Schritt Zirkel und geradeaus. Klappt super. Auch anhalten und rückwärts geht einwandfrei, letzteres immer anfangs zögerlich, dann wird Billy sicherer, was ich möchte.
Für die allgemeine Motivation hab ich heute sehr viele Leckerlis verteilt.
Danach gings noch ans Antraben. Rechte Hand überhaupt kein Problem. Wir ritten einmal einen Zirkel, die nächste Runde geradeaus, damit ich auch testen kann, ob er mir zuhört oder nur selbständig die Bahnfiguren abspult. Klappte hervorragend. Auf der linken Hand bog Billy bei der Bitte, anzutraben, wieder scharf in die Mitte ab und wurde grantig. Die Strategie vom letzten Mal klappte aber wieder gut: Auf den Hufschlag, antraben, dabei bog er ab, egal, erstmal Trab, dann im Trab auf den Hufschlag zurückkehren, dort Schritt parieren und sofort wieder antraben. Das beschäftigt ihn scheinbar genug, dass er vergisst, dass er doch beim Antraben eigentlich abbiegen wollte ;-). Lob, Halt, Keks. Nochmal antraben, Billy bog wieder ab. Wieder zurück zum Hufschlag, eine Schrittparade, sofort wieder antraben. Billy blieb am Hufschlag - Lob, Halt, Keks. Nach 3 Wiederholungen können wir dann auch aus längerem Schritt oder Halt auf dem Hufschlag geradeaus antraben, siehe da. ;-). Und so haben wir dann die Zirkel -geradeaus-Zirkel-Übung auch auf der linken Hand gut geschafft :-).

Dienstag, 27. November 2012

On Line:
Wieder wie zuvor schon eine Übung für mich, fürs Lasso-Handling. Billy bewegt sich auf dem Hufschlag, ich stehe so unbeweglich wie möglich genau in der Mitte der Halle und übe nur, das Lasso ab- und aufzuwickeln, gemäß der Entfernung, in der sich Billy bewegt. Im Schritt geht das jetzt schon richtig gut. Billy bleibt auf dem Hufschlag, da muss ich nicht viel tun. Lasso abwickeln und aufwicklen, da bin ich im Schritt schnell genug geworden, ohne dass es sich verdreht oder so. Schöne saubere Schlingen!

Dann hab ich dasselbe im Trab probiert. Da war anfangs Schlaufen wickeln überhaupt unmöglich, da hab ich nur geübt, das Lasso schnell genug durch die Finger gleiten zu lassen und wieder einzuholen. An Wickeln nicht zu denken. Nach ein paar Runden ging es dann so ein bissl, keine ganz sauberen Schlingen wie im Schritt mehr, aber die Bewegung hatte ich dann drin.
Zwischendurch galoppierte Billy auch einmal, oder ging über die aufgelegten Stangen, war ok. Er probierte ein paarmal, von der linken auf die rechte Hand zu wechseln, das konnte ich aber einfach verhindern. Ich glaub er fühlt sich mit dem langen Seil ziemlich „frei“ und vergisst, dass noch ein Seil dran ist.
Verheddert haben wir uns nur 1x ;-).

Danach noch einmal Sideways geübt. Ich hatte wieder 3 Stangen aneinandergelegt. Billy kennt die Übung jetzt schon gut. Er stellt sich schön über die Stangen und von links nach rechts geht das ganze recht flüssig, er stößt kaum an und hat kapiert, dass es gut funktioniert, solang er mit der Hinterhand auch fleißig seitwärts und weniger vorwärts tritt. Andere Richtung braucht noch öfter eine Erinnerung, dass er in einer besseren Position ist, wenn er einen Schritt rückwärts macht, aber auch hier schon viel schneller und flüssiger als zuvor.
Das ganze dann zurück, auf mich zu. Ich mache das noch Schritt für Schritt, flüssig ist das noch nicht, Billy versteht aber genau, was gefragt ist, und setzt es willig um. Beine sortieren fällt nur noch ein bisschen schwer. Mit Lasso und Stick über dem Widerrist (ohne Seil würde das noch nicht gehen!) lotse ich die Vorhand einen oder 2 Schritte zu mir, sodass er schräg steht. Dann wechsle ich die Position, stelle mich vorn an die Schulter, hole mit Stick über der Kruppe die Hinterhand nach. Stelle mich wieder neben die Hinterhand, hole die Vorhand her. Schritt für Schritt.
Die Länge von 3 Stangen haben wir auf jeder Hand geschafft. :-)

Donnerstag, 22. November 2012

Ich wollte heute wieder Finesse reiten üben. Aber: Das Annehmen des Gebisses ist wieder kaputt. Völlig kaputt. Ging nicht. Billy wollte abhauen, biss die Zähne aufeinander, und selbst mit viel Geduld wurde das nix. Ich hab dann kurz versucht, mit Knotenhalfter meine Finesse-Übungen (Biegung) zu reiten, aber festgestellt, dass das erstens mit dem Knotenhalfter tatsächlcih nicht wirklich gut geht und zweitens, dass ich längst zu wütend war, um noch was G'scheites hinzukriegen. Wenigstens hatte ich die Erleuchtung, rechtzeitig abzusitzen, bevor ich irgendwas noch viel ärger kaputt mache.
Wenn ich nur wüsste, was denn nun schon wieder nicht passt?!

Nachher hab ich am Putzplatz einfach so lange daran gearbeitet, dass Billy das Gebiss nimmt, bis er von allein danach gehangelt hat. Mit vielen Leckerlis ging das, und ich war halbwegs versöhnt.


Dienstag, 20. November 2012

Heute war Hufbearbeitungstermin, und ich hab das beste Pony der Welt ;-) .Erstens, weil er - obwohl er momentan generell grantig und schlecht drauf ist - seine Füßchen manierlich hob, und zwar immer schon, bevor die Hufpflegerin sich genähert hatte. Und zweitens, weil er mir 50,- Euros erspart hat. Meine Hufpflegerin stellte fest, dass sich momentan Wachstum und Abrieb so schön die Waage halten, dass sie überhaupt nicht zur Raspel greifen wollte; sie hat nur die Eckstreben gekürzt, mir kurz Anweisung gegeben, wo ich mal kurz selbst berunden könnte, und nix verlangt. *freu*

On Line:
Ich muss weiter mein Lasso-Handling üben. Dafür hab ich heute eine gute Übung gefunden: Ich stelle mich bei X in der Mitte der Halle auf und schicke Billy den Hufschlag entlang. Wenn er an der kurzen Seite ankommt, ist er 13 Meter weit weg, und ich muss das Lasso Schlaufe für Schlaufe dafür loslassen. Kommt er dann wieder auf die lange Seite auf mich zu, muss ich es relativ schnell aufwickeln, und auch gleich wieder runterlassen.
Die Kommunikation hat fein funktioniert, Billy verstand, dass er auf dem Hufschlag bleiben soll, auf der linken Hand besser als auf der rechten, oder war das, weil ich mit rechts leichter das Lasso in Schlaufen lege? Jedenfalls konnten wir wirklich ein richtig gutes Circling Game machen, bei dem ich unbeweglich bei X stand und Billy die ganze Halle ausnützte, und ich mein Lasso auf- und abwickelte.
Könnte man auch kombinieren mit einem runden Zirkel und dann wieder ganzer Hufschlag, sodass man mehr mit Kommunikation beschäftigt ist als mit Seilwickeln. Nächstes Mal dann ;-).

Danach hab ich 3 Stangen aneinander gelegt und wieder Seitwärts geübt. Schön langsam, Schrittchen für Schrittchen. Wenn ich auf der linken Seite bin, geht es ganz gut, v.a. reagiert Billy da feiner auf Rückwärts-Kommandos, sodass er sich leichter in eine Position bringen lässt, die ihm hilft, die Beine leichter seitwärts zu setzen, ohne dass er an die Stange unterm Bauch stößt. Auf der rechten Seite (rechts nach links) ist er beim Rückwärts aus irgendeinem Grund unsicher, er dreht Kopf und Hals weg und will mich ausblenden. Er sucht auch ständig mit dem Hinterbein, wo die Stange ist, hebt es hoch an und setzt an, drübersteigen zu wollen. Hier sind wir dann noch langsamer vorgegangen und haben es auch 1x öfter geübt.
Am Ende der 3 Stangen gabs lange Pause, und dann das ganze wieder zurück, auf mich zu, immer schön Schrittchen für Schrittchen.
Hat er super mitgearbeitet.
Eine ganz ruhige Einheit einfach heute.

Donnerstag, 15. November 2012

Mehr FREE als STYLE, aber trotzdem ;-)


Die heutige Session war suuuuper! Würde nicht der Grant vom Billytier alles ein wenig trüben :(

Heute hab ich es das erste Mal gewagt, so richtig die Zügel bzumachen und so zu reiten. Zuerst noch mit Zügeln alles kurz alles angetestet, und Billy ging super Slalom um Hütchen, ohne dass ich die Zügel benutzte, obwohl eine Miteinstellerin auch in der Halle war, also Zügel abgenommen. (Ein paar Tage später hab ich übrigens von ihr erfahren, dass sie gar nicht gemerkt hatte, dass ich ohne Kopfstück unterwegs war *lol*).

Die Miteinstellerin verließ uns mittendrin, da gabs dann ein bisschen Ziehen zum Tor, aber Billy gehorchte brav. Wir gingen Slalom um Hütchen und Zirkel. Klappte wirklich 1a! Anfangs ohne Stick, mit der Zeit musste ich ihn dann hie und da dazu nehmen. Ich schätze ich habe wieder einmal den (Zeit)bogen überspannt und hätte einfach früher aufhören sollen. Vielleicht wurde aber auch nur ich ungeduldiger und fordernder nach schnellerer Reaktion.

Ganz erstaunt war ich, als Billy auf Anfrage jeweils ein suuuperdolles Rückwärts an den Tag legte! Ich dachte, dass ich in letzter Zeit eher mehr Zügel als weniger verwendet habe und dass es ohne daher überhaupt nicht gehen wird – aber das Gegenteil war der Fall! Total verblüffend! Eingesessen, leichtes Anpendeln der Unterschenkel, wirklich nur ein Hauch (so dass er nicht granteln musste), und er ging rückwärts. Langsam und zögerlich, immer nur ein Schritt, aber so wollte ich es ja auch. Auch Schiefwerden ließ sich leicht korrigieren. War ganz baff!

Dann probierte ich VH-Wendung, also Weichen der Hinterhand, da dachte er, er soll rückwärts gehen, hatten wir aber bald geklärt. Dann die schwierigere HH-Wendung, und sogar die klappte, Schrittchen für Schrittchen. Nach links besser als nach rechts, bei letzterem musste ich schon den Stick einsetzen, er stand auch nicht so gut und ich konnte ihn ohne Zügel nicht so gut in eine bessere Position dirigieren, er musste also selbst draufkommen, a) was ich wollte und b), wie er sich positioniert, damit er das gefragte Bein auch vom Boden kriegt. Haben wir aber schließlich hingekriegt.

Ich probierte dann noch Trab. Kann mich nicht erinnern, ob ich shcon einmal mehr als ein paar Trabtritte gemacht habe, ohne Zügel am Kopfstück. Das war glaub ich unser erster richtiger Trab. Begonnen auf der leichteren rechten Hand. Billy grantelte beim Antraben, sofort wenn der Schenkel kommt. Ganz sanftes In-den-Trab-Denken klappt besser. Das Tor war im Trab ein bisschen magnetisch, aber einen Zirkel bekamen wir relativ schnell hin.
Dann das ganze auf der linken Hand. Hier gabs dann gröbere Diskussionen. Er bog nach innen ab und ich brauchte viel, viel Stick. Billy bekam regelrechte Wutanfälle, wenn er traben sollte. Ich versuchte ruhig dran zu bleiben, hie und da musste ich schon deutlich werden, wenn er völlig durch allen Druck von Schenkel und Stick durchgehen wollte… Phase 4 halt. Ich machte dann ganz ganz ganz ganz viele Trab-Schritt-Trab-Übergänge. Antraben, sobald ich ihn halbwegs auf dem Hufschlag hatte, dann gleich wieder Schritt, sofort wieder antraben, sofort wieder Schritt usw. Das half sehr sehr gut, ihn auf dem Hufschlag zu halten, und schließlich klappte das richtig gut, und wir konnten mit ein paar guten Trabzirkeln aufhören.

Dienstag, 13. November 2012


On Line

Mein schönes Lasso verstaubt langsam im Spind. Winterzeit, Hallenzeit - Zeit Lasso-Handling zu üben mit schönen langsamen Übungen, die mir Zeit lassen, es richtig auf- und abzurollen.

Zuerst habe ich ein paar Stangen aufgelegt: Auf der Mittellinie quasi jeweils den Durchmesser eines Zirkels, Hufschlag freigelassen, 2 Stangen hintereinander.
Wir begannen mit 2 Runden Stick to Me zum Aufwärmen, inklusive Drübergehen über die Stangen. Brav gemacht, etwas grantiges Gesicht von Billy, aber super Anhalten und Rückwärtsgehen auf Phase 1.
Dann begann ich mit langsamem Seitwärts über die Stangen. Weil er sich mit der Koordination bei schnellerem Seitwärts wirklich noch schwer zu tun scheint, schien es mir angebracht, das ganze schön langsam zu üben.
Hat er super gemacht, von der rechten Seite aus besser als links, bei letzterem gibt es immer wieder Vorwärtstendenz, die ich nur schwer unterbinden kann. Billy hebt immer versuchsweise den Hinterfuß und lässt ihn in der Luft: Wo ist die Stange, soll ich drüber? Es geht ganz gut, ihn abzuhalten, dass er nach vorne drübersteigt, aber ich brauche hohe Phasen an Seilschütteln, um ihm einen Rückwärtstritt abzuringen, der ihn wieder in bessere Position bringt, um das Seitwärts zu bewältigen.
Am Hufschlag angekommen, ließ ich ihn anhalten und habe dann daraus das CG entwickelt. Hat super geklappt, Billy hatte braves Go, aber nicht übermäßig; wir sind auch galoppiert. Ich bewegte mich dann weiter Richtung Hallenmitte, sodass Billy über die aufgelegten Stangen auch drübertraben und –galoppieren musste. Im Galopp tut er sich da auf der linken Hand echt sehr schwer, die Beine zu sortieren. Er verfiel immer in Trab oder sogar Schritt, oder machte einen ungelenken Hüpfer drüber. Auszuweichen probierte er aber nicht, sehr brav. Ich ließ ihn einfach probieren und probieren, bis er es im Galopp gut schaffte, dann gabs eine Pause.
Danach wieder Seitwärts. Dazu übten wir präzises Anhalten, aus Schritt, Trab und sogar Galopp, genau über den Stangen. Nachdem Billy die Übungsabfolge langsam verstanden hatte, klappte das meistens sehr sehr gut. Kein abruptes Halten, aber er reagierte super auf mein „whoa!“ und fragte dann, wie weit er gehen sollte, und so hielt er dann präzise auf Kommando genau mit dem Bauch über der Stange an. Dort ließ ich ihn immer ein bisschen stehen, bevor es wieder ins Seitwärts ging.
Beim Seitwärts ließ ich auch immer mehr Distanz, also blieb mehr und mehr an einem Fleck stehen und schickte ihn über die Länge der 2 Stangen seitwärts, das klappte sehr gut.

Finesse
Zum Schluss kamen wieder 10 Minuten Biegeübungen.
Zäumen dauerte ewig, aufsteigen vom Boden aus war verboten. Von der Hallenbande aus aber erlaubt.
Wir gingen viel am Zirkel, ich übte mehr die schlechtere rechte Hand als links. Ich wurde von Billy wieder stark nach außen gesetzt, die linke Schulter kippt offenbar ständig ab. Es ist aber wirklich korrigierbar durch eine ganz leichte Parade am Außenzügel. Immerhin spüre ich das jetzt!
Dann noch versucht, Biegung im Trab zu erhalten, und darauf geachtet, dass ich halt meine Schultern ebenfalls mit „Innenbiegung“ halte, mich nicht nach außen verdrehe, und innen sitze so gut es geht. Fühlt sich noch sehr sehr verkorkst an. Links ist alles viel besser.
Abgeschlossen mit ein paar kleinen einzelnen Rückwärtstritten, ganz toll macht er das.

Sonntag, 11. November 2012

CR-Stunde -

Billy hat langsam wieder seine richtige Winterdepression. Gifteln beim Putzen, gifteln beim Satteln, Treten beim Hufeheben - da hats dann was gesetzt und plötzlich gings, wenn auch schmollend. 


Heute war wieder Centered Riding Stunde! Frau Trainerin war angetan davon, wie schnell Billy jetzt nachgibt, und tatsächlich hat sie recht, zumindest auf der linken Hand, Zügel aufnehmen und er gibt nach, das ist wirklich fein. Rechte Hand fällt uns beiden schwer. Komisch, war es nicht einmal anders herum??
Auf folgendes muss ich achten:
- Meine Schultern in der Biegung lassen! Ich verdrehe mich ständig nach außen, v.a. auf der rechten Hand.
- Eher auf die Biegung bestehen, egal wo es dann hingeht, und wenn es ein Mini-Kreis ist.
- Nicht vergessen, dass ich eigentlich weiter die Beckenkreise mitmachen sollte (tw. krieg ich das koordinativ nicht hin).
- Voraus schauen
- Mit dem äußeren Zügel in die Biegung „drücken“
- Nicht nach außen setzen lassen, wenn möglich (v.a. rechte Hand).

Ich kann jetzt wohl auch langsam dazu übergehen, mehr im Trab zu üben. Ich denke ich werde die neue korrekte Biegung mit der Kreis-Reite-Übung kombinieren (Olympische Ringe).
Zum Schluss machten wir auch Biegeübungen (ähnlich wie Kreinberg!) vom Boden aus. Frau Trainer bog Billy im Hals und wartete dann einfach. Er kampfkaute am Gebiss, Biegung war relativ schnell da, und dann wartete sie ziemlich lange einfach, bis er im Genick nachgab, und dann war Schluss. Das hat sie schön und ruhig gemacht, sich viel Zeit genommen. Sollte ich auch wieder ins Programm aufnehmen!
Außerdem hat sie mir nach dem Reiten gezeigt, wie man spürt, wo die Muskeln vemehrt gearbeitet haben. Tatsächlich sind manche Stellen in der Halsmuskulatur wärmer als die anderen, das war total spannend, wusste ich bisher noch nicht.

Freitag, 9. November 2012

On Line
Nach kurzem Aufwärmen mit Circling Game wollte ich dann eigentlich wieder einmal das schnelle Seitwärtsdriften üben, war dann etwas schwierig, weil weil wir nicht mehr allein in der Halle waren; aber ein paarmal war die lange Seite so frei, dass es ganz gut geklappt hat. Billy hat sich bemüht, sich zu beeilen, verknotet aber noch immer die Beinchen.

Finesse
Dann wieder Biegeübungen auf Volten und Zirkeln, gepaart mit Zügel-Greif-Übungen zum Verkürzen und Verlängern fürs Frauchen.

Donnerstag, 8. November 2012

On Line
Wir übten heute wieder Zone 5 - Driving. Anfangs ein Friendly Game, Billy rührte sich kaum. Dann Friendly weiter gemacht in der Bewegung, auf dem Zirkel (Invisible Human). Klappte heut toll, v.a. das annähern und entfernen meinerseits, das nahm er gar nicht zur Kenntnis, und das Stringstreicheln auch kaum.
Danach ging ich langsam in Zone 4/5, mit einem Seil, wieder in einer Schleife über dem Rücken liegend.
Anfangs übten wir Anhalten und Rückwärts. Rückwärts ging beim letzten Mal besser, heute war es etwas zögerlicher, manchmal versuchte er, sich zu mir umzudrehen. Antreten im Schritt war immer super problemlos, auch das Beenden des Rückwärts.
Wir bewegten uns um aufgestellte Hütchen. Nach wie vor ist es schwierig, Billy begreiflich zu machen, dass er den Hufschlag verlassen soll; v.a., weil ich dort keinen Platz habe, um den äußeren Arm und den Stick zu benutzen, um ihn von dort weichen zu lassen. Sobald wir weg sind von der Wand, funktioniert die Lenkung – solange ich schnell genug bin – einwandfrei. Weave im Schritt kein Problem. Auch Zirkel haben wir gemacht, und eine Zeitlang hab ich ihn halt auf dem 2. Hufschlag gehalten, das hat auch gut geklappt.
Dann hab ich Übergänge gemacht. Schritt-Halt, Rückwärts, Vorwärts im Trab, wieder Schritt und Halt.

Fortschritte gabs beim Galopp: Angaloppieren war sauber und ohne dass Billy den Hufschlag sofort verließ. Ich ließ ihn immer nur ein paar Sprünge galoppieren, meist um die kurze Seite herum, und bevor er auf die Idee kommen konnte, abzuwenden, hab ich schon wieder Trab pariert. Im Trab funktioniert grobes Lenken, wie z.B: ihn auf dem Hufschlag zu halten, wieder besser. Dann sofort eine Schrittparade und gelobt. Wir tasten uns also an sauberere Übergänge im Galopp heran.

Finesse
Nach der Bodenarbeit hab ich das Knoti abgenommen und Billy das Gebiss angezogen. Interessant: In der Halle, völlig freistehend, versuchte er nicht auszuweichen. Ich kann mir aber nicht vorstellen, dass er das Gebiss nicht erkannt hat. Es liegt also wieder eher am Ort… an Gewohnheit, wie damals bei den Hufen vor 5 Jahren. In der Halle durfte ich damals ja die Füße heben, am Putzplatz nicht.

Wir übten nur 10 Minuten. Billy gibt super nach aufs Gebiss jetzt, lümmelt sich nur noch sehr sehr selten drauf; er kaut stark, aber nicht mehr kampfkauen. Er gibt besser und schneller im Genick nach, und die durchgehende Biegung ohne „Löcher“ in der Halsmuskulatur sehe ich auch immer öfter.

Dienstag, 6. November 2012

Finesse

Wir haben mit Gebiss an den Ecken und der Biegung gearbeitet, auf dem Kleeblattmuster, dazwischen Geradeaus auf der Mittellinie. Billy biegt sich mittlerweile auf sehr wenig Zügelimpuls sehr schön.

Weiters haben wir noch jeweils kurz rückwärts und Trab-Schritt-Übergänge geübt. Billy bog, kaum dass er begriffen hat, dass ich Trab möchte, 90° zur Mitte hin ab. Ausgehend von meiner These, dass es sich dabei zumindest teilweise um eine Angewohnheit und Unwillen handelt, hab ich mit dem unter dem Gebiss angezogenen Knotenhalfter eben mal durchgegriffen. Billy ignorierte Schenkel und Sitz, daraufhin folgten ein, zwei kurze, aber feste Impulse am Knoti, und wir waren wieder auf dem Hufschlag. Das Spiel ging zwei  oder dreimal maximal, und schon konnte Billy ganz wunderbar auf dem Hufschlag geradeaus antraben! Siehe da!
Habe dann noch einige Trab-Schritt-Übergänge gemacht, bei denen er Gelegenheit hatte, nochmal abzubiegen, sodass ich es ihm noch einmal hätte erklären können ;-), aber er blieb ab da brav auf dem Hufschlag. ;-)

Sonntag, 4. November 2012

Der Nebel ist aufgerissen, es wurde warm und sogar recht sonnig! Ein schöner Herbsttag, 15°, natürlich wie gemacht für einen Ausritt.

Wir gingen über die Straße und hatten heute Begleitung von meinem Freund, da war ich gleich mutiger, und wir erkundeten einen neuen Weg. Dieser führte bergauf, zu einem Wildgatter, wo Billy etwas aufgeregt war, aber es ging. Dann ging es in einem großen Bogen wieder retour zu altbekannten "Hauptweg". Eröffnet die Möglichkeit, einen Ausritt um ein Viertelstündchen zu verlängern.
Billy war brav, alles super entspannt.

Samstag, 3. November 2012

FINESSE
Wir haben die Centered-Riding Biege-Übungen weiter gemacht.
Ich habe die Snap-Zügel gegen andere mit Lederverbindung getauscht. Kommt mir besser vor so! Die Biegung scheint mir langsam etwas schneller zu kommen. Sehr gut ging es auf der linken Hand, auf der rechten haben wir mehr gekämpft.
Dasselbe haben wir dann auch im Trab probiert. Da musste ich aber zuerst das Antraben auf der linken Hand reparieren. Wieder kam Billy ganz ganz stark nach innen dabei. Außenbügel, Außenzügel, dabei versuchen die Innenbieung zu halten und zur Not auf eine Volte, das hat dann geklappt. Ich hab festgestellt, dass er sich leichter tut, in der Ecke anzutraben. Aber zum Schluss konnte er auch auf der langen Seite antraben, ohne allzusehr in die Mitte abzudriften. Also dann höchstens auf den 1,5ten Hufschlag statt den 4. ;-).

Danach haben wir noch ein wenig unser Rückwärts geübt. Ich hab eine Stangengasse aus 3x2 Stangen aufgebaut und bin darin rückwärts gegangen. Hat Billy supertoll gemacht. Es geht jetzt wirklich so leicht, mit kaum Hilfen. Ich hab versucht, sie trotzdem noch zu reduzieren. Zügel etwas länger lassen, etwas weniger Paraden, etwas weniger Schenkel.
Billy wäre wieder viele Schritte rückwärts gegangen, ich musste ein bisschen daran werken, dass wir wirklich einen Schritt gehen und dann anhalten können. Resultierte in schaukelähnlichem Rückwärts-Rocken, vorwärts-Rocken, halten, neu. Billy reagierte super.
Zum Schluss konnte ich aber nicht widerstehen und ließ ihn – mit Pausen – die ganze Länge der 3 Stangen rückwärts treten. Lustig: er hört auf, sobald er die Stangengasse verlassen hat und das Ende der Stangen sieht. Schlauer Billy! ;-) Er musste dann noch ein paar Schritte machen, das Ende bestimm schon noch ich ;-).

Donnerstag, 1. November 2012

Feiertag!
Billy kam brav mit, war aber sowas von grantig und aggressiv beim Putzen! Die Vorderbeine durfte ich nicht anfassen oder mich bücken, überall giftelte er her und schnappte auch, an der Schulter, am Hals, am Bauch. Puh. Ich hielt einfach den Zackenstriegel zu meiner Verteidigung hin. Hie und da interessierte er sich dann für was anderes, und er wollte den Halsriemen fressen, irgendwie hatte er Streß, keine Ahnung.
Es war kalt und neblig und windig heute, alles ist nass vom schmelzenden Schnee, natürlich sind die Pferde nur drinnen. Vielleicht deshalb. Das wird wieder ein langer Winter *seufz*.


Wir gingen zu dritt ausreiten. Unsere Begleitung waren einerseits der Herdenchef, andererseit der RBE/LBE-Schisser der Truppe. Billy war wohl am coolsten, obwohl es schon ansteckt, wenn der Herdenchef sich mal fürchtet. Wir gingen den Weg, an dem entlang der Zaun zum Wildschweingehege entlangführt. Das packt Herr Herdenchef ganz schlecht, da gibt er Geräusche von sich, dass ich nicht wusste, kommt da jetzt wirklich eine Wildsau, oder ist es das Pferd ;-). Billy lässt sich entsprechend anstecken und fühlte sich kurzzeitig kurz vor der Explosion an, aber alles ging gut. Ohne den Chef wären wir jedenfalls sicherer gewesen ;-).
Auch der Schisser war am Explodieren, aber da brauchte es gar keine Wildschweine, sondern es genügt ein Holzstapel und dergleichen.
Billy trottete ruhig und gelassen hinterher. Als wir zurück am Stall ankamen, waren die beiden tropfnass vor Aufregung. Und der Billy: staubtrocken. Sogar unter dem Sattel ;-).