you live you learn you love you learn you cry you learn you lose you learn you bleed you learn you scream you learn you grieve you learn you choke you learn you laugh you learn you choose you learn you pray you learn you ask you learn you live you learn
Alanis Morissette

Dienstag, 24. Juli 2007

Wir machen Fortschritte mit dem Parelli-Programm. Die Trainerin sagt immer wieder ab und scheint so nicht besonders verlässlich. Aber nun gut, nach dem PRogramm kann man auch ganz gut alleine werken.

Was wir mittlerweile können:

Friendly Game: Naja, bei der Hinterhand bin ich schon vorsichtig. Die Umdreh-und-gezielt-Ausschlag-Attacken kommen von 0 auf 100. Eben noch total entspannt und Streicheln genossen --> in Sekundenbruchteilen kawumm (beim Weiterstreicheln derSELBEN Stelle) --> sofort wieder Halbschlaf. Also Vertrauen ist demgemäß bei mir wenig vorhanden, ich bin stets auf der Hut, um diese Anwandlungen möglichst im Ansatz abzufangen... Rolling Eyes

Porcupine Game: Gestern ein sehr schönes ERfolgserlebnis: Billy weicht schon bei sehr geringer Berührung an der Brust brav 1,2 Schritte nach hinten. Wenn ich mehr fordere, auch mehr. Hinterhand weichen funktioniert auch sehr schön, 2,3 Schritte mit ca. Druckstufe 2 sind drin. Das mache ich nach der letzten Attacke aber derzeit wieder nur noch mit Stick. Wo wir etwas Schwierigkeiten haben, ist die Vorhand: Billy geht entweder nach vorne weg oder weicht rückwärts. 1 Schritt zur Seite ist derzeit des Maximum, wird aber schon werden.

Driving Game: Funktioniert auch sehr gut, v.a. rückwärts; gestern konnte ich auch die Hinterhand schön ohne Berührung weichen lassen, ca. einen 3/4-Kreis.
Auch hier die Schwierigkeiten, die Vorhand weichen zu lassen.

Yoyo-Game: Haben wir auch begonnen. DA brauchts aber noch sehr viel Druck; zeitweise haben wir uns auf Stufe 3 hinuntergearbeitet. Herkommen ist kein PRoblem, das tut er gerne. Konnte es letztens sehr praktisch anwenden beim Aufmachen des Viereck-Tores: Billy nach hinten geschickt und am Ende des 4-m-Seils stehen lassen, während ich in Ruhe das Tor nach innen öffnen konnte. Seilwackler ließen ihn brav stehen, er hat sogar verstanden, dass es jetzt KEIN Grasen gibt. Punkt.

Beine heben: Ich fange nach dem Schmied ja fast wieder von vorne an. Die ersten Tage flüchtete Billy wieder mal, sobald ich mich nur in Bein-Aufheb-Position begab. Komisch: Die Methode nach Parelli, die Kastanien zu "zwicken" funktioniert: das Bein hebt sich, Billy hält sogar eine Zeitlang den Fuß entspannt oben (ohne dass ich ihn fasse). Nächster Schritt wird sein, den Fuß wieder länger und länger zu halten.
Zum SEdieren, um das dolle Zeug in die Strahlfurchen zu träufeln, ist es die Woche stets zu heiß gewesen... ich hoffe, es geht demnächst bald mal.

Führen: Was wir gemeinsam mit der Trainerin erarbeitet haben, funktioniert recht gut! Billy bleibt nicht mehr zurück, sondern passt sich meinem Tempo an, überholt aber nicht. Auch antraben klappt, ohne zweite Person! Letztens haben wir eine wirklich astreine Runde um die ganze Bahn geschafft, mit herrlichem SEiten- und Rückwärts-Abstand, beide sehr entspannt.
Allerdings nur, wenn er einen guten Tag hat. An schlechten Tagen büffelt er in meine Zone, Parellis tolle "Body Blocks" nützen bei meinem Pferd nix, außer dass er aggressiv wird und erst recht überholt bzw. zur Seite drängt und versucht mich übern Haufen zu laufen.
Spazieren waren wir letzte Woche im Wald, bei starkem WInd, das war herrlich - Billy büffelte nicht, blieb meistens dort wo er hin sollte. War ganz schön bergauf und bergab - für die Kondition (voererst mal meine Wink ).

Und noch eine Episode von gestern: Mein Pferdi gymnastiziert sich brav selbst, der braucht mich gar nicht dazu:
Ich hatte ein Cavaletti aufgestellt, das die Halle in zwei Hälften teilte. Eigentlich war es dazu gedacht, Billy eine optische "Bande" fürs Longieren zu bieten, weil er an der offenen Seite extrem nach außen drängt. Wir also rein in die Halle, Billy durfte anfangs einmal frei alles beschnüffeln, ich blieb am Eingang, um mein Zeugs zusammenzusuchen. Billy dreht eine Runde um die Halle, wandert schnurstracks zum Cavaletti und beschnüffelt es mal neugierig. Befand es für nicht essbar - und ging einfach weiter, um mit allen 4 Beinen ohne anzustoßen drüberzusteigen. Dann blieb er stehen und döste ein bissl ob dieser Anstrengung Wink. Tja, und dann wachte er wieder auf und begann (es war wohl sehr langweilig) rückwärts übers Cavaletti zu steigen Shocked . Er suchte es richtig mit dem Fuß, tastete, hob, stieg drüber, zuerst mit dem einen, dann mit dem anderen Hinterfuß. So blieb er dann stehen, mitten überm Cavaletti. Stand da, kaute, döste wieder ein bissl. Das war offenbar aber noch nicht genug, weil als nächstes probierte mein Pferdi SEitengänge übers Cavaletti, indem er den Hintern zur SEite drehte, erst mit einem, dann mit dem anderen Fuß seitlich über die STange trat, dabei auch noch überkreuzend, bis er parallel dazu stand.
DAnn döste er wieder gelangweilt, und ich muss sagen, ich war ziemlich baff Shocked

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