Das Putzen habe ich z.Zt wieder auf den Putzplatz verlegt. Es ging gut! I
Habe mit kurzen, festen STrichen das Winterfell rausgebürstet mit dem Gummistriegel. Er ließ es sich überall gefallen, auch am Bauch und den sonstigen "heiklen" Stellen.
Eins ist mir noch aufgefallen: ich glaube, dass das Gegifte und Gezicke auftritt (oder vermehrt auftritt), wenn 1) auch andere Pferde anwesend sind am Putzplatz, auch wenn die sehr weit weg sind (deutlich außer Reichweite) und wenn 2) andere Leute an uns vorbeigehen, ganz zu schweigen, wenn ich mit anderen rede (ich bin ohnehin kein großer Plauderer, aber hallo sagen wird man ja dürfen).
Hat jemand dazu eine Idee? Eifersucht?
Es wird auch immer deutlicher, dass er mich als Bezugsperson besser und entspannter duldet oder akzeptiert als andere - "fremde" Personen (also die anderen Pferdebesitzer) giftet er so gut wie ausnahmslos an, wenn sie vorbeigehen; anfassen brauchen die gar nicht versuchen.
Weiters habe ich jetzt schon ein paarmal geübt, alle Hufe von einer Seite auszukratzen. Vorne geht das shcon ganz gut. Hinten wage ich mich noch nicht so richtig heran (wir haben eine sehr schwierige Huf-Hebe-Vorgeschichte, er hat bis vor kurzem noch gerne gezielt und mit Schmackes ausgetreten hinten), weil es mir etwas unheimlich ist, um den mir näheren Fuß herumzugreifen und den anderen zu fordern. Es würde sicher gehen, aber ich fühle mich nicht gut dabei.
Die Spiele 1,2 und 3 gehen jetzt schon ganz gut. Porcupine Game bestehe ich jetzt immer wieder auf der Vorhand - das gefällt ihm aber so ganz und gar nicht. Es ist die einzige Übung, wo er sich richitg wehrt, in den STick beißt etc. Ich versuche trotzdem dran zu bleiben (gar nicht so einfach
Bei PG rückwärts und Hinterhand fordere ich jetzt immer mehr Tritte - da war ich bisher zu lasch und habe mich meist schon mit dem ersten Tritt zufrieden gegeben.
Das DG funktioniert rückwärts und bei der Hinterhand wirklich bestens. V.a. die Hinterhand geht wirklich schon auf bloßen Blick, auf beiden SEiten. Toll! Vorhand ist auch hier am schwierigsten, aber noch besser als PG.
Das CG ist weiterhin gut! Ich muss ihn meistens ein, zweimal daran erinnern, dass das Seil noch länger ist, aber er behält brav Gangart und Richtung bei. Er ist sehr aufmerksam und wartet richtig gespannt ab, in welche Richtung es denn jetzt losgeht.
Yo-Yo baue ich meistens zwischen dem CG ein. Auch hier fordere ich jetzt immer mehr Schritte auf einmal, es wird langsam etwas flüssiger. Allerdings merkt man, dass es ihn manchmal noch sehr unter Druck setzt (er zeigt seine Ticks...). Daher gibt es dazwischen dann meistens sehr viel FG.
Sideways geht jetzt an der Viereck-Umrandung nach links schon sehr sehr gut, nach rechts habe ich letztens auch erstmals vorne und hinten gleichzeitig Seitwärts-Tritte bekommen. An der Wand in der Halle ist es noch schwierig, da hat er Probleme.
Squeeze: Nachdem ich endlich kapiert habe, wie das richtig funktionieren soll, zeigen sich hier auch mehr Baustellen
Gut, dann kommen die größeren Baustellen:
Offenbar hat mein Pferdi doch Probleme mit dem Satteln. Oder besser: Mit dem Gurten (obwohl am 1. Loch so locker, dass er ihn sich vermutlich ausziehen könnte). Ich sattle und gurte mitten in der Halle, SEil nur über dem Arm. Satteln geht meist gut, er steht still, aber wenn ich den Gurt zumachen will, geht er los. Nicht hektisch, er setzt sich einfach nur in Bewegung, 1,2 Schritte. Ich hab dann den Gurt einfach nur gehalten und bin mitgegangen. Stand er still, ließ ich den Gurt wieder hinunter und machte FG. Ist das richtig so? Bis er mal still stand, dann gurtete ich ins 1. Loch und lobte ausgiebig.
Die richtigen Probleme kommen beim Aufsteigen. Von einer Aufsteighilfe aus ging es früher auch problemlos. Der Reiter auf dem Rücken ist ihm dann auch recht egal. Es geht denke ich mehr um die unangenehme einseitige Belastung.
Versuche ich es von der Aufsteighilfe (Stuhl), macht Pferdi wunderschön 1,2 Seitwärtstritte und stellt sich ÜBER den Stuhl (sodass der dann meist mit der Lehne unter dem Bauch festklemmt). Eine faszinierende Art und Weise, mich vom Stuhl zu verdrängen. Weil der recht wacklig steht, kann ich meinen rAum da viel schwerer verteidigen. Pferdi stellt sich übrigens auch dann schützend über diesen STuhl, wenn er allein mit ihm in der Halle ist.
Versuche ich es von unten, kann ich den STeigbügel bis zu einem bestimmten Zug belasten. Steige ich in normaler Geschwindigkeit auf (drücke mich also vom Boden ab), hat er deutlich ein Problem damit. ER hat auch deutlich ein Problem, wenn ich den STeigbügel ruckartig nur mit der Hand belaste. Osteopathisch wurde er übrigens erst durchgecheckt -eigentlich dürfte nix weh tun. Allerdings ist er natürlich noch recth unbemuskelt...
Tja, was tun, jemand Ideen?
Ich mache mal das Fuß-in-den-sTeigbügel-Stellen zum FG. Ok, das ging recht gut. Ebenso das belasten des Steigbügels nach und nach. Wenn er sich bewegte, ließ ich den Druck drauf, bis er stehenblieb, dann gab ich nach. Hoffentlich richtig so.
Wirklich zum Aufsteigen bin ich also wieder nicht gekommen.
Naja, wird schon werden, gut Ding braucht Weile. Nur manchmal frage ich mich, ob das langwierige Üben nicht dann erst recht in schlechter Erinnerung bleibt- schlechter als ein schnelles raufschwingen in den Sattel.
Ich muss sagen, dass ich diese Übung bei Parelli, erst mal auf einer SEite hängend (ok, man soll sich schon ausbalancieren, ich weiß, aber trotzdem muss in dem Moment eine Seite deutlich mehr Gewicht tragen), nicht so prickelnd für den Pferde-Rücken finde. Ich bilde mir auch ein, dass das GEgifte meines Pferdes (er zeigt ja immer deutlich, wenn was nicht passt) schlimmer geworden ist, seit ich vermehrt übe - anfangs, als ich mich einfach (z.B. beim Satteltesten) einfach raufgeschwungen habe, ohne drüber nachzudenken (er kannte es ja auch vom Vorbesitzer), rührte er kein Ohr dabei, blieb auch stehen. Je mehr ich damit herumtue, desto unangenehmer scheint es ihm zu werden...
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