Dieses Traktieren der Stute hat in mir aber immerhin schon mal so was wie Erleichterung hervorgerufen: Er versuchts halt momentan einfach bei jedem! Und zugegebenermaßen sieht das Auspratzeln nach vorne von weiter weg viel weniger dramatisch aus, als wenn man direkt davor steht
Dann kam die Trainerin, und ich hab ihr mal mein Herz ausgeschüttet, inklusive meinem Problem mit ihr, dass sie mir einfach zu wenig an mir selbst erklärt, was ich gerade falsch mache. Ich hab ihr die Sache vom Donnerstag erzählt und sie gebeten, mal anfangs mit ihm zu arbeiten und mich nur zuschauen zu lassen.
Es ist immer sehr faszinierend zuzusehen, denn bei ihr versucht Billy ja gar nicht erst viel. Vielleicht 1,2x dass er sich verweigert und eine Diskussion beginnen will, aber die ist meist beendet, bevor sie angefangen hat. Bei ihr trabt er auch mit aufgestellten Ohren und sieht - nicht immer, aber wesentlich öfter als bei mir - freundlich und aufmerksam drein.
Wir haben noch viel geredet und herumanalysiert, und mein Problem ist wohl, dass ich mich mittlerweile halt sehr leicht einschüchtern lasse... und mein Blickwinkel verzerrt ist. Während ich eigentlich glaube, wer weiß was für Druck auszuüben, sagt mein Körper eigentlich "bitte bitte hau mich nicht" oder "bitte wärst du vielleicht mal so freundlich, nicht herzubeißen, oder wenigstens weniger fest ... ach ja, und wenn wir schon dabei sind, nimm doch bitte auch deinen Huf von meinem Fuß - wenns dir grad nix ausmacht."
Kurz, knackig und selbstsicher - so komm ich halt wohl im Moment nicht rüber.
Sie hat mir gestern wirklich sehr viel mitgegeben, um an mir selbst zu arbeiten, es war eine der besten Stunden, die ich je mit ihr hatte...
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen