Heute war wunderschönes Wetter nach all dem Regen! Herrlich! Blauer Himmel, ein bisschen Wind, aber nicht unangenehm, perfekt.
Ich habe mir viel Zeit gelassen, bin erstmal 10 Minuten grasen gegangen und habe dann langsam geputzt und alles fertig gemacht.
Hab ich schon erwähnt, dass ich nach nunmehr 3 Jahren endlich ein Putzwerkzeug gefunden habe, dass Herr Billy gutheißt? Ein Grob-Noppen-Gummistriegel, den ich mir eigentlich gekauft hab wegen seines Griffes, um mein vom exzessiven Tippen malträtiertes Handgelenk zu entlasten. Zum ersten Mal sehe ich regelmäßig ein Putzgesicht (das allerdings auch im Sekundenbruchteil-Takt in "ich-beiß-dich"-Gesicht umgewandelt werden kann, abgesehen von der verwunderlichen Tatsache, dass mein Tierchen selbst während Putzgesicht noch herschnappen kann. Beachtlich!). Ich darf jetzt also so richtig massieren, und mir scheint, dass das Putzen seither wesentlich besser geworden ist. Weniger gifteln und granteln, weniger ernsthaftes Schnappen sowieso, dafür gibts nämlich jetzt immer eine. Es kann natürlich auch sein, dass auch ich positiver gestimmt bin beim Putzen, wo ich sehen kann, dass es ihm gefällt.
Nachdem alles geputzt und gepackt war, Pferd gesattelt und mit Hackamore versehen, gingen wir ausreiten. Es war toll!
Vom Stall weg war überhaupt kein Problem, keinerlei Zögern zu spüren. Am Ende des ersten WEgelchens, kurz bevor wir dann die Straße überqueren müssen, stand ein Riesentraktor mit Riesenanhänger mit Holzstämmen obendrauf. hat ihn nicht weiter interessiert, ich musste aber über die Wiese ausweichen, und das gab dann eine kleine Fress-Diskussion, die mir so knapp vor der Straße nicht geheuer war. Denn als ich ihn nicht fressen lassen wollte war seine erste Reaktion: "na dann geh ich halt wieder heim", mit dem bekannten Umdrehen und so... habe es mit relativ vehementem Hinterhand-Lösen beantwortet.
Ich musste schon ein bisschen Mut zusammennehmen, um dann knapp an die Straße heran- (sonst sehe ich nicht, ob was kommt) und dann drüberzureiten. Büffli hat's aber toll gemacht und sowohl das punktgenaue Anhalten als auch Losreiten und kurzes Antrabseln (zu meiner Beruhigung: "geht der Go-Button eh noch???") waren völlig problemlos.
Wir kamen zu unserer/meiner ersten Grenze (ok, die 2. nach der Straße): die Unterführung. Bin wieder sehr entschlossen hingeritten und keinerlei Problem, wie schön!
Wir sind dann das Wegelchen weiter, vorbei an der Abzweigung die wir letztes Mal genommen hatten, noch ca. 50 oder 100 Meter weiter, da kommt dann eine hübsche Ausweichbucht neben einem Bächlein. Dort angehalten, Gras zupfen lassen und dann das mitgeführte Heu hingeworfen.
Nach Hause können wir auch nach wie vor ruhig im Schritt gehen. Er bot zwar Trab an, das war aber schnell erledigt.
Ich freu mich so :-). Es wird, es wird :-) Die nächste Grenze ist dann DIE GROSSE GRENZE, mal schauen ob das auch noch so gut geht. Jedenfalls wirkt die Heu-Strategie wie es scheint. Pferdchen ist richtig zielstrebig unterwegs und es fühlt sich endlich nicht mehr so an, als würde dauernd irgendwas festklemmen in die eine Richtung.
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