Geniales Wetter, warm, strahlend blauer Himmel, also eh klar, ein Ausritt!
Und: Wir haben DIE KREUZUNG überwunden, ich freu mich riesig! Wir sind an dieser Stelle, die uns seit 1 Jahr zu schaffen macht, vorbei als wäre nie was gewesen. Versteh einer das Tier. Was er für Theater gemacht hat! Diesmal: nix.
Allerdings gabs davor schon 2 Situationen, die mir nicht so gefallen haben...
Erstens hat er heute verweigert, den steilen Weg im Wald runterzugehen. Statt dessen stapfte er bergauf mitten in den Wald, wo wir noch nie waren und wo auch gar kein richtiger Weg ist. Keine Ahnung was er dort oben wollte. Ich habs 2 oder 3x versucht, ihn den Abhang hintunter zu reiten, ging aber nicht, und so bin ich dann abgesessen und habe ihn geführt, wobei er mir ohne zögern und am durchhängenden Strick gefolgt ist. Unten auf der Wiese bin ich dann fluchend über meine Ungelenkigkeit wieder aufgestiegen.
Dann zur Straße. Büffli wartete brav, bis weit und breit kein Auto mehr zu sehen war. Sicher 5 Minuten. Dann Kommando zum Antreten - ein Schritt vorwärts, dann umdrehen und Richtung heimwärts, das war auch ein eher ungutes Gefühl von Kontrollverlust an der Straße. Bin aber einfach eine Volte geritten, habe nochmal angehalten mehrere Minuten, nochmal etwas bestimmteres Vorwärts-Kommando, und dann ist er drüber, zügig und ohne jegliches Klemmen.
Und dann gabs drittens eine neue Problemstelle. Dort wo ich letztes Mal gefüttert habe, aber ich glaube nicht dass es damit zu tun hatte. Wir ritten schön zügig gerade aus den Weg entlang, bricht das Büffli plötzlich ohne ersichtlichen Grund wieder aus und stapft den wirklich steilen Abhang nach rechts hinauf, wo auch kein Weg ist. Ich dachte er weiß sicher, dass DIE KREUZUNG gleich kommt und möchte ihr entgehen, aber wieder versuchte er nicht umzudrehen und heimzugehen, sondern steil bergauf in den Wald reinzugehen. Leicht anzuhalten, relativ leicht wieder umzudrehen.
Ich bin dann gesessen und hab mal nachgedacht. Wirklich lange, war total unschlüssig. Absitzen? Noch mal probieren? Riskieren, dass er doch heimläuft? Ich wollte irgendwie nicht absitzen und schon wieder den Kreis beginnen (Büffli hat ja letztes Jahr, als ich öfter abgesessen bin, bald heraußen gehabt, wann das passiert und es immer früher provoziert, bis ich nicht mal mehr den STall verlassen konnte...). Und da die Stelle dort ausnahmsweise mal ungefährlich war, hab ich nach sicher 5 Minuten sitzen und den Weg anstarren mal kurz angetestet was passiert wenn ich Vorwärts-Kommando gebe.... gab es und Pferd läuft geradeaus als wäre nie was gewesen. Kein "Klemmen" (dieses GEfühl, dass er gleich wieder stehen bleiben wird), keine erkennbare Angst vor dieser Stelle des Weges, einfach nur zufriedenes Schritt-Stapfen. Nein, ich versteh das Büffli wirklich nicht immer. Er wollte ja nicht mal fressen bei seinem "Ausbruch".
Wenig später kommt dann DIE KREUZUNG und ich war wirklich auf alles gefasst. Beim kleinsten Klemmen wollte ich absitzen (denn die Stelle dort ist doch etwas gefährlicher - links und rechts gehts steil nach unten). Und dann: nichts, gar nix. Kein Klemmen. Kein Zögern. Kein Ohrwaschelzucken. Ich habe zwar versucht, besonders stark den Weg voraus zu fokussieren, aber ich musste nicht treiben oder erinnern, wo wir lang gehen wollen... einfach nichts.
Ein Stückchen weiter hab ich ihn auf einen kleinen Nebenweg gelenkt und Heu gefüttert, das wie immer natürlich mit dabei war ;-). Er hat es entspannt gemampft, und dann sind wir zügig heimgeritten ohne Vorkommnisse.
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