you live you learn you love you learn you cry you learn you lose you learn you bleed you learn you scream you learn you grieve you learn you choke you learn you laugh you learn you choose you learn you pray you learn you ask you learn you live you learn
Alanis Morissette

Freitag, 8. April 2011

Horsenality Abend

Heute war bei uns im Stall ein Horsenality Abend mit 3-***-Instruktor Martin Wimmer.

Vorher hatte ich kurz Zeit um ein bisschen Undemanding Time mit Billy zu verbringen, in Form eines kurzen Spaziergangs mit ziemlich vielen Graspausen. Viel wächst bei uns aber noch nicht... Ein bisschen sind wir auch noch nebeneinander hergejoggt, das klappt jetzt schon toll!

Dann ging der Abend los, zuerst mit Theorie; ich kannte zwar schon so ziemlich alles, aber Martins kabarettistische Einlagen waren es auf jeden Fall wert ;-). Und ein bisschen Wiederholung schadet nie.
Nach 1-2 Stunden Theorie gingen wir alle in die Halle und bekamen anhand von 3 unterschiedlichen Pferden deren Horsenalities anschaulich erklärt.

Das erste Pferd war vom eigenen Stall, unser allbekannter LBI. Er demonstrierte seine Horsenality anschaulichst in allen Facetten und biss gleich mal ein Loch in Martins Kuhmustertonnenüberzug *g*. Martin zeigte uns, wie man ein solches Pferd zu mehr Elan motiviert.

Danach kam ein Pferd, das Martin selbst mitgebracht hatte, ein knapp 3-jähriger Trakehner(?)-Hengst, der uns deutlich den Unterschied zwischen dem LBI und LBE zeigte :-). Ein tolles Pferd!

Danach wollten wir noch mehr sehen und eine weiter Stute aus unserem Stall wurde ausgewählt, deren Charakter ziemlich weit über das Horsenality-Spektrum verstreut liegt. Sie war das interessanteste Pferd des Abends, eben weil nicht leicht einzuordnen. Sie hatte leichte RBI Tendenzen, aber war im Grunde doch eher LB und eher extrovertiert. Anhand der herumliegenden Plane durften wir mal alle sehen, wie "Annäherung und Rückzug" richtig gemacht wird, das zeigte uns die Stute nämlich ganz von sich aus, wir beobachteten nur. So konnte man toll sehen, wie es in der Natur des Pferdes liegt, sich beängstigende Dinge zuerst aus der Ferne schorchelnd anzusehen, dann einen Rückzug zu machen, nach einer Weile dann wieder etwas näher an die Plane heranzugehen, nach einem wilden Schnorchler wieder Rückzug anzutreten, usw., immer ein Stückchen näher, bis sie dann schon fast drüberlief. Ähnlich bei den Tonnen und beim Ball. Das war wirklich spannend. Der Besitzer bekam dann noch ein paar Umgangstips (wie z.B., langsam anzufangen, aber dann durchaus Aufgaben zu stellen, sobald sie Left Brain wird, was ziemlich schnell der Fall war).
Sehr interessant war dann Martins abgeänderte Verwendung des Horsenality-Charts im Hinblick auf die Stute. Statt nun die einzelnen Eigenschaften durchzugehen, verwendete er die beiden Achsen wie ein Koordinatensystem. Die x-Achse als quasi "neutral" zwischen introvertiert und extrovertiert, die y-Achse als "neutral" zwischen Left Brain und Right Brain. Er fing dann an, das Verhalten der Stute zu analysieren und ihren "Punkt" innerhalb des Koordinatensystems zu finden. Er schätzte sie insgesamt als mehr extro als intro ein und als relativ genau zwischen Left- und Right brain, vielleicht etwas mehr auf der Right Brain Seite, weil sie so leicht zu verunsichern war. Also bekam sie nach diesem System dann quasi einen "Punkt" im RBE-Quadranten, aber eher zur Mitte hin, d.h. nah an den anderen Horsenalities. Das war echt interessant.

Am Schluss saßen wir dann noch bei ein paar Snacks zusammen und konnten noch Fragen stellen und plaudern.

War ein wirklich netter Abend!

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