you live you learn you love you learn you cry you learn you lose you learn you bleed you learn you scream you learn you grieve you learn you choke you learn you laugh you learn you choose you learn you pray you learn you ask you learn you live you learn
Alanis Morissette

Donnerstag, 22. September 2011

Splish-splash ...

Heute war schönes Wetter und für Ende September recht warm. Und ich hab umgesetzt, was ich mir so heimlichstillundleise beim letzten Ausritt mit Bächleinquerung mit der Stallkollegin vorgenommen hatte: Das muss geübt werden!
Man muss ja wohl ausnutzen, dass es a) noch hell ist, b) warm genug ist, c) keine Insektenschwärme gibt und d) man einen Bach in unmittelbarer Nähe direkt am Grundstück hat. Wer hat das sonst schon.

Billytier also gesattelt und Richtung Bach losgeritten, dabei haben wir den Weg über unsere Geländestrecke genommen. Da hab ich vorher ein bissl geübt: 8er um Bäume rundelum, Volten, halt, rückwärts, bergauf rückwärts, wieder Volten, eine Matschpfütze durchreiten, mich in 20 Quadratmeter Wald verreiten und den Weg nicht mehr finden *g*.... Billy nahm alles gelassen. Er war gut drauf, wollte sogar ständig traben. Die Volten waren gut, fast alles konnte ich nur mit Schenkel reiten (wobei er den heute eben gern als "Vorwärts" missinterpretierte). Nur hie und da griff ich in die Zügel, z.B. um zu verhindern, dass Billy statt der anvisierten grooooßen Lücke zwischen 2 Bäumen die viel kleinere und engere zwischen 2 Bäumen nimmt - da wären wir jedenfalls stecken geblieben, Billy ist breiter als 20 Zentimeter. ;-) Also mit dem Durchsqueezen zwischen Engpässen hat das Tierchen definitiv kein Problem *lach*.

Dann kamen wir zum Bächlein. Zuerst mal steil die Böschung runter. Kein Zögern, hat er suuuper gemacht. Da hab ich mehr gezögert als er (es kam mir plötzlich bergab doch viel steiler vor als in die andere Richtung bergauf).
So, und dann befinden wir uns quasi auf einer kleinen "Insel". Es gibt viel Gestrüpp, Bäume, Sträucher, ein bisschen Gras, eine Sandbank, Kiesel - ein Parelli-Paradies! Nur leider alles sehr eng. Den Stick hab ich gleich mal weggeworfen und Billy an die leichteste Einstiegstelle bugsiert. Ließ ihn stehen und schauen. Er wollte natürlich gleich umdrehen, ich hab ihn ruhig immer wieder zurückgelenkt.
Leider wurde das nicht besser. Genau wie auf den Ausritten: Man kann so richtig spüren, wie er beschließt: aber jetzt geh ich! Egal was du da oben tust... er beginnt dann alle Hilfen zu ignorieren... Als wir soweit waren, dass er sich wieder knapp an Baumstämmen durchquetschen wollte und dann nur noch rückwärts schob mitten ins Gesträuch hinein, bin ich abgesessen, etwas frustriert.

Weiter am Seil vom Boden aus. Ich führte ihn wieder zu der Einstiegstelle. Dort muss man von der Böschung eine Art Stufe runtersteigen - und steht dann aber noch nicht im Wasser, sondern auf trockenem Kiesel, groß genug auch für ein Pferd. Von dort führt das Wasser vielleicht 10cm tief ganz flach in den Bach. Perfekt eigentlich. Dort hatte ich ihn reitend ja schon mal nicht hingebracht. Und On Line - Billy kam hin, schaute, stieg hinab auf die Kiesel. Ich war baff. Gleichzeitig total erfreut und auch frustriert. Vertraut er mir so viel weniger, wenn ich im Sattel sitze? Oder ist es eine Respektsache? Nichtmal das weiß ich. Er war jedenfalls eher left brain die ganze Zeit.
Dann gings weiter. Billy ging mal trinken. Dann spielte er mit der Lippe mit dem Wasser und wusch seine Hackamore. Dann patschte er ins Wasser mit beiden Vorderbeinen. Und dann stand er auch schon drin im Bach, alle 4 Füße! Ich war ja sooo stolz und das wurde groß belohnt ;-). Ich ging am Ufer entlang und er stapfte durchs Wasser, ein paar Schritte. Beim Umkehren wollte er zuerst zu mir ans Ufer, bei einem zweiten Versuch klappte es dann. Wir gingen auch auf der anderen SEite wieder an Land, woanders wieder rein, durch, wieder raus.

Alles ganz gemütlich, es gab kein hektisches Raus- oder Drüberspringen wie früher (vorzugsweise mir auf den Schoß!). Man merkt natürlich leichte Skepsis, aber generell schien ers nicth so schlimm zu finden.

Als mir die Leckerlis ausgingen, durfte er noch lange grasen, während ich meinen Stick suchte.

War echt toll und unser größtes Erfolgserlebnis bisher mit Wasser- bzw. Matschquerungen :-)

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