Das superschöne Herbstwetter geht weiter. Ausgenutzt und ausgeritten. Mein Plan heute: Wir gehen bis nahe zur Grenze, aber bleiben noch im ruhigen blauen Comfortzonen-See. Dort sitze ich ab und spiele Online, wobei ich mich der Grenze annähere. Dann wieder aufsteigen und durch den blauen Comfort-Zonensee heimreiten.
Gesagt getan. Der Ritt war ganz unspektakulär, Billy war aufmerksam der Umgebung gegenüber, aber hörte auf mich.
Rechtzeitig vor unserer "Grenze" bin ich abgesessen und hab wie gestern im GElände zu spielen begonnen. Wieder Stick to Me mit Schritt, Trab, Halt, Trab, Rückwärts usw. Klappte hervorragend, Billy war aufmerksamst und gehorsam. Viel Sideways, weil sich die Straße so anbietet. Tatsächlich haben wir - wie gestern - wieder ein paar Seitwärts-Trabtritte zusammengebracht! S-Pattern hab ich auch gemacht, einfach einen Slalom von rechter auf linke Straßenseite und zurück, während ich rückwärts ging.
So näherte ich mich schrittweise der magischen Grenze. Die war auch sofort zu bemerken, ab einem bestimmten Punkt war Billys Aufmerksamkeit weg und nicht mehr so einfach wiederzuholen. Ich spielte dort ein bisschen rum, bis er mehr auf mich aufpasste als auf ... ichweißnichtwas. Dann kehrten wir zurück zu einem Punkt innerhalb der Comfort-Zone, und ich bin wieder aufgesessen.
Billy stand mucksmäuschenstill und wartete, bis sich Frauli raufgehantelt hatte. Und kaum saß ich - übernahm er das Kommando :-( . Er zuckelte heimwärts, ruhig im Schritt, aber ganz offenkundig nicht willens, mich auf dem Rücken zu beachten. Anhalten ging mal nicht. Da wurde er schneller - interessant. Ich bin ruhig geblieben und habs einfach immer wieder versucht, bis ich dann bis zu den Füßen vorgedrungen bin und wir standen. Gut. Auf diese Erfahrung hin gab es dann heimwärts ganz ganz ganz viele Haltparaden. Komisch, je näher wir der Heimat kamen, umso leichter und feiner konnte ich wieder sein, umso mehr achtete er auf mich. Offenbar will er doch nur schnell von dieser "Grenze" weg, oder ich weiß nicht. Interessant jedenfalls.
Am Heimweg kam uns wieder der kläffende knurrende Köter entgegengelaufen, aber nachdem ich mich mit Stallkollegen über ihn letztens unterhalten hatte, wusste ich was man bei dem am besten tut: Laut anpfauchen, außerdem hatte ich heut den Stick mit und drohte ihm mal damit vom Pferderücken aus. Tatsächlich, Köter zog sich auf sein Grundstück zurück und Billy trottete entspannt an der Hecke vorbei - normal trippelt er da ziemlich nervös. Vielleicht hab ich ein paar Leadership-Punkte gesammelt: Frauli kann böses Raubtier in die Flucht schlagen! (Vielleicht sollte ich noch anmerken, dass der Köter auf einer öffentlichen Straße alles verfolgt was sich bewegt und auch mal zuschnappt - Pferde, Leute, Kinder, Autos...).
Ein schöner Ausritt mit positivem Abschluss :-)
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