you live you learn you love you learn you cry you learn you lose you learn you bleed you learn you scream you learn you grieve you learn you choke you learn you laugh you learn you choose you learn you pray you learn you ask you learn you live you learn
Alanis Morissette

Sonntag, 19. Februar 2012

Die Kältewelle ist eindeutig vorüber, der Schnee taut, die Wiesen sind allesamt patschnass und rutschig, die Straßen noch von Eis bedeckt und ebenfalls rutschig. Also wieder in die Halle.
Billy hatte sich kurz zuvor genau in der Sattellage beißen lassen - daher haben wir wieder nur vom Boden aus gearbeitet.

Zuerst haben wir On Line weitergemacht, wo wir letztes Mal aufgehört haben: Figure 8 im Galopp. Nach 5 Minuten hatte ich einen Achter mit durchgehendem Galopp und zwei fliegenden Wechseln - danke Billy und Pauseee! Das war echt toll!

Nach einer langen Pause mit Genick-Massage für einen sehr entspannten Billy nahm ich das Seil wieder einmal ab - wir haben seit Eeewigkeiten kein Liberty mehr gemacht. Wir begannen ein bisschen den Draw zu testen. War ganz gut, aber lasch. Mit höherer Energie meinerseits konnte ich Billy dann aber gut dazu bringen, auf mich zuzutraben. Ich schickte ihn dann mit der bei David Lichman gelernten "Boomerang"-Übung um je einen Pylon herum und holte ihn sofort durch Rückwärtslaufen wieder zu mir, dort gabs Pause.
Bald konnte ich ihn im Schritt in einer vollständigen Acht herumschicken. Das ging, als ich es das letzte Mal probierte, auch noch nicht so gut! Tatsächlich ist das Wichtigste dabei, dass ich nicht beginne, die Hinterhand wegzuschicken, um Billy um den Pylon herumzukriegen. Sobald ich das mache, hab ich ihn "verloren". Ich muss das Vorderende zu mir ziehen, nicht das Hinterende wegschicken. Das zeigte sich dann v.a. deutlich und sehr interessant, als ich begann, den Trab mit einzubauen. Ich schickte Billy im Schritt um den Pylon und zog ihn dann , sobald er halb herum war, mit viel Energie auf mich zu - dann trabte er brav an. Aus diesen Trabtritten konnte ich ihn dann auch weiter um den 2. Pylon schicken, statt ihn zu mir kommen zu lassen.
Es war total spannend, was NICHT funktioniert hat, nämlich: Billy zwischen den Pylonen in Trab versetzen, also in der "Drive"-Phase der Figure 8. Dann trabte er zwar, aber kam mit beim Umrunden des Pylons abhanden, ich musste ihn dann wieder von weiter weg "abholen". Solange ich den Trab beim Draw auf mich zu verlangte, klappte es ganz toll, ihn dann im Trab zu behalten und um den zweiten Pylon zu schicken. Und was zweitens nicht funktionierte: Sobald ich begann, die Wendung um den Pylon mit einem Wegschicken der Hinterhand zu bewerkstelligen, kam er mir ebenfalls abhanden.
Interessant, interessant.
Und wir konnten auch da total erfolgreich (wie der Online-Achter im Galopp mit fliegenden Wechseln) mit einer Premiere abschließen: Unser erster Achter Liberty im Trab!

Manchmal ist es wirklich so, dass man die größten Fortschritte hat, wenn man eine Übung mal eine ganze Weile einfach nicht mehr macht ... seit ich das letzte Mal bewusst einen Achter verlangt habe, sind sicher Monate vergangen ;-).

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