Wir haben heut so ziemlich dasselbe gemacht wie letztes Mal, wieder mit Stangen-L gespielt.
Das rückwärts ist weiter so zäh, unglaublich. Immer nur der erste Schritt. Ist der geschafft, gehts flüssig und relativ locker rückwärts. Auch ums Eck ist kein Problem, auch wenn wir manchmal neue Muster legen mit den Stangen. Rückwärts ist auch ohne Stangen genauso schwierig, also an den Stangen liegt es nicht.
Es war so schlimm heut, dass ich abgesessen bin und vom Boden geübt - da geht alles sehr fein, leichtes Porcupine Game an die Nase, und das Rückwärts ist da.
Ich versteh es einfach nicht. Mittlerweile verkrampf ich mich allerdings selbst schon so, dass mir alles wehtut nachher, d.h. wahrscheinlich blockiere ich selbst mittlerweile alles ... was dann aber nicht erklärt, warum es nach dem Kampf um den 1. Schritt dann immer lockerflockig losgeht.
Überhaupt war Billy heut in Oppositionslaune. Beim Trab zwischendurch war ich wieder einige Momente nicht sicher, ob ich vielleicht ein leichtes Ticken spüre. Jedenfalls wollte ich mir das nach erfolgreichem L-Durchqueren dann vom Boden nochmal anschauen. Stick hatte ich nicht mit, aber mit dem langen Seil umgeknüpft muss das ja wohl auch so gehen. Denkste. Billy fand es sehr dreist von mir, nach dem Absitzen, i.e. ENDE, tatsächlich noch was von ihm zu wollen. Statt zu traben oder auch nur Schritt zu gehen drohte er massiv in die Mitte und ging hübsch halb-seitwärts. Das massive Drohen war wieder mal ganz und gar nicht lustig und bewog mich, mir aus der Halle eine dort befindliche Longierpeitsche zu holen. Nur die interessierte den guten Billy heute überhaupt nicht, schließlich war ich geritten und dann abgesessen, und dann ist eben ENDE. Ich bekam das Tier nicht vom Leib und das Drohen wurde immer schlimmer. Ich schleppte Billy - sobald die Forderung, etwas zu tun, aufhörte, war er wieder freundlich wie ein Lämmchen - daher in die Halle. Aufhören konnte ich an dem Punkt irgendwie auch nicht mehr. In der Halle nahm ich das Seil ab in der Hoffnung, mehr Abstand zu bekommen, denn die 7m vom Seil waren mir für den emotionalen Zustand, in dem wir uns beide befanden, eindeutig zu gering. War aber eine schlechte Idee, ich bekam ihn trotzdem nicht weiter weg, geschweige denn zum Laufen. Mit gesenktem Kopf á la Raubtier umkreiste mich der Billy seitwärtsgehend (naja, vielleicht bringts ja was für die Muckis, wenigstens). Irgendwann riss mir die Geduld, ich entfernte mich in die andere Hallenecke (und sobald ich nichts mehr wollte, schaute mir der billy wieder nach, freundlich wie ein Lämmchen), um dann laut brüllend, kreischend, und die Longierpeitsche mit allem was ich hatte um mich schnalzend in die andere Hallenhälfte zurückzukehren. Ich sah den Billy noch kurz drohen, dann aber eine Veränderung des Gesichtsausdruck in Richtung skeptisch, und dann machte ich lieber die Augen zu, ging einfach nur zielstrebig hin und her und fegte mit der Longierpeitsche alles auf 7m-Abstand, was sich in den Weg stellte. Neben der Hallenbande war auch der Billy einige Male gefühlt im Weg, aber er nahm mich immerhin ernst, denn als ich die Augen wieder öffnete, trabte er gleichsam schwebend durch die Halle, von Lahmen keine Spur zu sehen.
Puh. Büffli is back.
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