Aufregend heute!
Zuerst habe ich für uns einmal ein paar Stangen aufgebaut, und ein "Tor" aus 2 Springständern und Seil. Möchte das üben und dabei unser Sideways und Backup verfeinern. Außerdem noch 3 Trabstangen.
Billy und ich waren also konzentriert bei der Arbeit. Das Tor haben wir 2x geöffnet und geschlossen - toll fürs erste Mal probieren! Noch nicht perfekt (sagen wir mal so: mir wäre wahrscheinlich nicht nur ein Stück, sondern eine ganze Herde Kühe locker entfleucht, während ich versuchte, die Vorgangsweise des Schließensdes Tors an Billys Füße weiterzuvermitteln *g*), aber ich war sehr angetan.
Zwischendurch die Stangen im Trab überwunden, auch sehr brav.
Dann gab es plötzlich was zu schauen. Billy stellte sich an die lange Seite und starrte auf die Weide. Und tatsächlich, weit weg, als kleine Pünktchen, sah ich unsere Stallbesitzer und bei ihnen - ein Fleckvieh. Ah, dachte ich, unsere Kuh! Wir sollen nämlich in nächster Zeit eine Kuh bekommen. Die wird mit den Pferden auf der Weide mitlaufen. Gwöhnungsprogramm für diejenigen, die damit bei Ausritten so Probleme haben ;-). Letztes Jahr war es schon geplant, wurde aber ncihts.
Hier also jetzt die Kuh! Billy starrte. Ich ließ ihn und erklärte ihm, er solle sich shcon einmal mit dem Tier anfreunden.
Billy starrte, war noch ansprechbar, alles in Ordnung.
Kurz drauf dachte ich schon: Naja, halfterführige Kuh ist anders. Die Kuh war nämlich den Stallbesitzern entfleucht und galoppierte fröhlich über die Weide. Die Stallbesitzer hinterher, trieben sie Richtung Winterkoppel. Einer von ihnen öffnete die Winterkoppel mit dem seitlichen Tor (was gleichzeitig die anderen Pferde von der Winterkoppel aussperrt). Offenbar war geplant, die Kuh genau hier reinzutreiben (d.h. so 2m am Viereck vorbei entlang). Billy starrte immer gebannter. Die Kuh galoppierte näher, und Billy legte einen wunderhübschen Rollback an den Tag, galoppierte eine Volte (he, ich hab immer geglaubt, er kann das nicht!!!!), legte einen super Galopp-Halt-ÜBergang hin und starrte weiter. Dazwischen bewegte er sich auch auf die Kuh zu, um besser sehen zu können.
Dann machte die Kuh ihrerseits einen Rollback und dachte offenbar nicht daran, auf die Winterkoppel zu laufen. Stattdessen bog sie ab, an den fluchenden Stallbesitzern vorbei, quer über den Hof. Immer mehr Leut hinterher. Inzwischen standen alle Pferde aufgereiht am Zaun und verfolgten neugierig das sich bietende Schauspiel ("endlich mal was g'scheites im Fernsehen!"). Den Stallbesitzern gelang es, die Kuh in die Gerätehalle zu treiben. Hinter verschlossenen Türen hörte man einiges an Krachen und Poltern.
Billy und ich hatten genug geschaut (gearbeitet sowieso) und machten Schluss für heute. Dann konnte ich auch erfahren, dass das natürlich nicht "unsere" Kuh ist, sondern eine, die schon vor 1,2 Tagen von ihrer Weide entfleucht und hier endlich gesichtet worden war, eine völlig unzahme, daher das Getreibe und Gepoltere, war für alle Beteiligten wohl nicht lustig; wenig später wurde sie dann von ihrem Besitzer mit dem Hänger geholt und heimgebracht.
Ich war sehr stolz auf den neugierigen Billy, der außer 3 Galoppsprüngen nichts weiter machte als zuzusehen... auf dem heimischen Viereck halt zumindest: Im Gelände, wo wir nicht zu Hause sind, hätte die Confidence bei uns beiden wohl gleich ganz anders ausgesehen ;-).
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen