Heute war wieder einmal Zeit für ein bisschen Finesse.
Zum Aufwärmen begannen wir mit großen Volten auf beiden Händen. Billy war gut drauf und sogar ein bisschen guckig; andererseits ist der eine Viereckrand stark magnetisch... dort, wo das grüne Zeug wächst ;-). Unsere Volten waren daher anfangs zumindest auf der linken Hand eher eiförmig, aber wir machten einfach so viele, bis sich das gelegt hat. Ich war wieder einmal fasziniert, dass ich auch ohne Zügel richtig runde Volten reiten kann und wie fein Billy mittlerweile auf Schenkelhauch reagiert. Richtig willig und prompt, dabei aber gelassen. Schön gebogen war er auch. Vielleicht mach ich doch das eine oder andere richtig ;-).
Dann gingen wir zu einer Übung über, die ich im Buch von Peter Kreinberg aufgeschnappt habe: Zirkel mit Innenstellung abwechselnd mit Zirkeln mit Außenstellung. Vor Eeeewigkeiten hab ich mal probiert, Billy in absichtlicher Außenstellung zu reiten. Keine Chance damals, er ging einfach der Nase nach.
Und heute: Zirkel mit Innenstellung (jetzt mit ganz feinem Kontakt am Knoti) kein Problem (hatten wir ja durch die Volten auch grad geübt). Dann in einer Achter-Form zum anderen Zirkel gewechselt, dabei aber Biegung beibehalten - kein Problem. Als hätten wir nie was anderes gemacht, stapft Billy auf dem Kreisbogen mit Außenbiegung. Die Kommunikation war vollkommen klar (im Gegensatz zu früher). Ein richtiges Wow!-Erlebnis. Das Pferd versteht mich! Und ist sogar gewillt auszuprobieren, was ich vorschlage, auch wenn es ihm anfangs seltsam vorgekommen sein mag!
So machten wir immer abwechselnd Innen- und Außenstellung auf beiden Händen. Dazwischen, wenns besonders gut und flüssig war, einen auflockernden Galopp zum grünen Viereckrand. Billy durfte seine Belohnung heut selbst pflücken, und ganz nebenbei machten wir da auch das "nicht-fressen"-Training. Klappt hervorragend mittlerweile, schon nach so kurzer Zeit!
Zum Abschluss probierte ich nochmal das Schulterherein, das wir in der Centered-Riding-Stunde ausprobiert hatten, und siehe da, die noch vor einer Woche recht stockende rechte Hand war diesmal schon viel flüssiger! Links floss es sowieso schon vorher. Ach ich war soo stolz!
Und außerdem hatte ich wieder einmal das Gefühl, dass Billy dieses Beine-Sortieren in Seitengängen und so weiter recht interessant und spaßig findet (solange nur alles schön langsam bleibt! *g*). Scheint den unterforderten Intellekt mehr anzusprechen als stumpfes Gradauslaufen. ;-)
Zum Schluss parkten wir uns mit der Nase zu einem der beiden Pylone, dann fragte ich nach rückwärts und bekam es auch, ein ganz feines Rückwärts, in dem ich ihn superfein gerade einstellen konnte, ganz fein korrigieren: bitte bisschen weiter links, bitte jetzt doch wieder weiter rechts... und rückwärts auf den 2. Pylon zuritt, bis wir ihn mit den Hinterbeinen berührten. ... und fertisch!
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