you live you learn you love you learn you cry you learn you lose you learn you bleed you learn you scream you learn you grieve you learn you choke you learn you laugh you learn you choose you learn you pray you learn you ask you learn you live you learn
Alanis Morissette

Mittwoch, 13. Juni 2012

Und heute zur Abwechslung wieder ein wenig Finesse.

Es hat sowieso so viel geregnet, dass das Viereck überschwemmt ist. Auch alle Wiesen, mit Weide ist derzeit nix. Billy entsprechend wieder einmal etwas grantiger als zuletzt, und Gras ist ziemlich magnetisch, kein Wunder ;-).

Habe Billy heute das Gebiss angezogen. Begeistert war er nicht, drehte den Kopf weg, aber immerhin flüchtete er nicht gleich Hals über Kopf. Er sah sichs eine Weile an und beschloss dann, es tatsächlich anzunehmen. :-)
Zum Aufwärmen hab ich meine Sitzübungen aus dem Centered Riding gemacht, mit vielen Handwechseln. Billy folgte brav meinem "Melonenkreisen" und "Bälleschupfen" und "Beinequirlen" ;-). Nach und nach Kontakt am Gebiss hergestellt und der Bewegung gefolgt und dabei an die Simulationen von der letzten CR-Stunde gedacht: immer schön atmen, nicht auf die Pferdeohren starren, alle Muskeln möglichst unverkrampft.
Als nächsten Schritt Außenstellungs-Übung in den Ecken hingezugefügt, immer nur 2, 3 Tritte. Klappte gut, wir gingen zu Zirkeln mit abwechselnder Innen- und Außenstellung über. Die sind nun schon richtig schön flüssig; so sehr, dass ich zum Schluss das ganze im Trab probiert hab, und siehe da, sogar das schaffte der Billy für ein paar Trabtritte jeweils (dann verhedderten sich quasi die Beine und ich entließ ihn in die Normal- bzw. Innenstellung), bis hin zu einer halben kleinen Zirkelrunde.
Davor gabs aber noch Vorhand- und Hinterhandwendungen, die Billy am Gebiss schön und sauber erledigte. Wirklich hübsch, einmal die HH-Wendung sogar relativ schnell. Dann noch, weil wir so schön in Fahrt waren, die nächste Übung aus meinem Kreinberg-Buch, das irgendwann zum Neckreining führen soll: Zirkel um eine Tonne, kombiniert mit einer Wendung/Volte vor der Tonne, die irgendwann zu einer HH-Wendung direkt aus dem Schritt und am Außenzügel geritten werden soll. Fürs erste Mal gings nicht so schlecht!

Ich beschloss dann noch kurz zu traben, und offenbar war Billy tatsächlich mal so gut durchgeknetet, dass der Trab gleich vom ersten Schritt an ein Gedicht war quasi: Antraben auf leichte Einwirkung, kein Absterben gleich nach den ersten Tritten (wie sonst oft), von Beginn an kräftiges Abdrücken statt Rumschlurfen, und ein super Rücken-sproing! Williges Biegen in die Ecken, williger Versuch, die gefragte Außenstellung durchzuführen, tolles Sproing-Antraben aus dem Halten. Alles so gut, dass nach nur ganz wenigen Runden dann auch gleich wieder Schluss war und es ein ausgiebiges Sandbad gab.

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