you live you learn you love you learn you cry you learn you lose you learn you bleed you learn you scream you learn you grieve you learn you choke you learn you laugh you learn you choose you learn you pray you learn you ask you learn you live you learn
Alanis Morissette

Sonntag, 19. August 2012

Großer Ausritt :-)

Heute war wieder ein Gemeinschaftsausritt angesagt! Wieder ritten wir zu einem benachbarten Stall. Es war sehr heiß, die Pferde aber alle super brav und fröhlich dabei. Knappe 2 Stunden hin, 5 Stunden Pause ;-) 2 Stunden zurück, wie immer schön auf und ab ;-)

Wir waren 6 Reiter und 2 Fußgänger. Gleich am Anfang mussten wir an einem anderen Stall vorbei. Billy und ein anderes, unsichers Pferd, waren voran. Das war keine so gute Kombination, denn beide begannen zu klemmen und stehenzubleiben. Billy war anfangs noch recht mutig und ließ sich halt vorwärtstreiben, aber irgendwann, direkt am Hofeingang drehte er wieder mal um und wollte heim. Ich konnte ihn zwischen den anderen Pferden ganz gut eindrehen und ging dann lieber in der Mitte. Das war etwas frustrierend.

Danach ging alles wunderbar glatt. Wir ritten sogar an Kühen vorbei – ohne Zaun! Eine plötzlich auftauchende Kuh sorgte dann allerdings doch für einen Zwischenfall: Ein Pferd machte beim Anblick der ersten Kuh einen Rollback und galoppierte in die andere Richtung – die Reiterin wurde überrascht und fiel runter. Ich war weit hinten und hatte gar nichts richtig mitgekriegt, nur dass ein Pferd Richtung Heimat galoppieren wollte, hatte kurze Panik dass Billy mitgehen würde und drehte ihn in die Gehrichtung, dadurch kam ich quer und konnte das Pferd sogar so stoppen, er war gleich wieder eingefangen. Die Reiterin hatte sich nicht ernsthaft verletzt, aber doch ordentlich Abschürfungen am Rücken von den Steinen. Der Rest des Weges war aber ohne Vorkommnisse dahingehend, und beim Rückweg war er dann auch überhaupt nicht mehr guckig – Schlawiner ;-).

Es ging durch den Wald, tw. recht steil, wunderschöne Wege. Irgendwann bemerkten wir, dass die eine Fußgängerin recht erschöpft hinterdrein schlapfte… sie sah wirklich nicht gut aus und überlegte zurück zu gehen, sie hatte sich das anders vorgestellt. Ein paar Leute boten ihr ihre Pferde an, aber sie lehnte ab. Dann bot ich ihr Billy an und da sagte sie dann ja; :-) Wir stiegen also um. Sah lustig aus mit den für sie viel zu kurzen Fendern. Anfangs führte ich Billy am Führseil, aber irgendwann wurde mir das zu blöd, weil er eh so entspannt mitlatschte, und ich ließ sie einfach mitgehen. Alles klappte super, er ließ sich auch gut dirigieren, sagte sie.

Im Nachbarstall angekommen gabs vor der verdienten Pause noch eine Attraktion: eine Pferdeschwemme. Alle gingen rein, auch ein paar Reiter mit Gewand: Unser Stallbesitzer stapfte mit seinem Pferd führend einfach in der Lederhose durch, eine Reiterin probierte ob ihr Pferd reinging, und fand sich plötzlcih auch durchwatend wieder, mitsamt Reithose und Handy. Eins der Pferde, dem das Wasser aber ziemlich Spaß machte, rutschte kurz aus und ging auf Tauchgang mitsamt Sattel. Billy war skeptisch. Er sah zu, wie die anderen plantschten, denen machte es tw. wirklich Spaß. Ich ließ ihm Zeit sich alles anzusehen. Ich wollte auch nicht unbedingt durchs Wasser mit dem Gewand ;-). Irgendwann konnte man wieder das „klick“ sehen, als er beschloss, dass er reingeht. Einmal sprang er dabei die senkrechte Böschung aus der Schwemme (sowas gabs auch) raus auf mich zu, nicht so lustig, aber danach ging er super durch, und ich konnte am Rand entlang mit dem führseil mitgehen, wurde also nicht nass ;-). Danach stieg ich nochmal auf und ritt – nach kurzem Zögern von Billy – quer durch. So super :-) . Das Wasser war schon relativ tief, bis zum Bauch; die Steigbügel waren jedenfalls unter Wasser ;-).



Die Pferde kamen dann in Boxen mit ein bissl Heu.

Wir wurden mit Grilliertem versorgt und blieben 5 Stunden picken. Wir kamen etwa um 12h an (2 Stunden ca. Reitzeit mit allen Päuschen und Zwischenfällen, alles Schritt), und um ziemlich genau 17h machten wir uns wieder auf den Heimweg. Nach Hause waren die Pferde flott unterwegs. Hier passierte dann mittendrin der zweite Kontrollverlust bei Billy. Plötzlich reagierte er überhaupt nicht mehr und stapfte einfach drauflos, wollte sich nicht mehr bremsen lassen. Das war, als es durch ein Tor ging. Er hatte wohl Angst, zurückgelassen zu werden, aber ehrlich… Er rammte das vor ihm gehende Pferd ohne Rücksicht auf Verluste aus dem Weg. Ein paar Hundert Meter führte ihn unser Stallbesitzer einfach, danach gings plötzlich wieder. Er ließ sich wieder bremsen, anhalten, warten. Keine Ahnung was das war. Wir müssen stehenbleiben unterwegs üben.

Die Pferde schwitzten arg beim Heimgehen. Billy hat gute Kondition, er schwitzte ganz normal, am Hals halt und am Bauch hinterm Fender und hinten am Bauch, aber die Kruppe z.B. war trocken.

Bin sehr stolz, sooo ein großer Ausritt und so ein (Großteils) braver Billy!

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