Der letzte Tag mit Super-Wetter ist angesagt. Noch einmal 30°, morgen soll es dann kühl werden und der Sommer soll vorbei sein.
Der Kurs mit Peter Kreinberg bereitet mir noch schlaflose Nächte... ich muss noch einen Transport organisieren...
Wenn ich aber schon zum Kreinberg-Kurs fahre, muss ich ein bisschen üben! Hab daher heut mit Sattel geübt und nur mit Hackamore.
Billy war anfangs seeehr zäh, das war unglaublich. Ich probierte anfangs einfach ein paar Halt-Schritt-Paraden, das ging noch, zäh, aber es ging. Dann rückwärts, und schon hatten wir eine Mega-Diskussion beieinander. Billy verweigerte das Rückwärts wie ganz zu Anfang, einfach stures Stehen, ich hatte viel zu tun, nicht sauer zu werden. Billy ignorierte alle Phasen, die ich krampfhaft versuchte einzuahlten, und ging tw. einfach durch allen Druck vorwärts. Mit sehr hohen Phasen konnte ich ein paar zähe Schrittchen bekommen.
Ich ging über zu einem Achter im Schritt mit Außenbiegung und Innenbiegung. Von der Mitte der Acht kommend Außenstellung, bis ¾ des Kreises, dann umstellen zu Innenbiegung, um die Mitte, und auf den anderen Kreis der Acht wieder in anderer Außenstellung. Kann schwer sagen, welche Richtung besser war, Billy hats bei beiden brav gemacht.
Dazwischen wollte ich dann etwas Schwung holen, weil er bei sowas erst recht gern einschläft, und begann, einen Kringel im Trab zu reiten (mit ganz normaler bzw. ohne Biegung), dann bei X des Achters Schrittparade und einen Kringel in Außenbiegung. Wieder Trab. Ein paarmal, dann Seiten gewechselt. Das klappte ganz gut. Ich kann nur im Sattel echt schlecht aussitzen. Die Gewohnheit ist doch was lustiges... Ohne Sattel kann ich besser aussitzen als mit. REine Übung.
Dann weiter die gleiche Übung, nur Galopp statt Trab. Galopp war gleich katastrophal, v.a. links. Ich werde wie verrückt nach rechts geworfen, und Billy galoppiert verkrampft an und pariert sofort wieder. Galopp kann ich im Sattel noch schlechter sitzen, das geht im Pad viel besser... Irgendwann hab ich mich über das ständige Verfallen und über einen Buckelansatz geärgert und das Seil vonder Hackamore ganz lang in die Hand genommen und ganz sanft im Galopp auf seinen Hintern geklatscht, wenn er zu verfallen drohte, und siehe da, er konnte sehr wohl galoppieren, und ich konnte endlich ein bissl besser sitzen, weil alles flüssiger war.
Nach dem wir diese Übungsfolge immer wieder gemacht haben, wurde es besser. Billy begann mitzudenken, nahm den Galopp manchmal fast schon vorweg, Angaloppieren wurde so besser. Dann hab ich den Galopp nochmal isoliert geübt:
Ziel war ein richtig cool-flüssig-entspanntes Angaloppieren. Einfach schnalzen, und Billy galoppiert. Zuerst rechts. Das war ganz gut. Wir machten viele Übergänge zum Schritt, Angaloppieren aus dem Schritt und Trab. Dann links. Holprig oft, manchmal Kreuzgalopp und manchmal Außen. Manchmal nur 2 Sprünge. Aber ich blieb dran, ganz ruhig, immer aus dem Trab, und sobald er galoppierte, bemühte ich mich, nicht zu treiben, sondern wenn, dann mit dem Seil zu klatschen, aber im großen und ganzen eben am Angaloppieren zu üben. Es wurde dann gut, und Billy war endlich durchlässig! Er gab dann super nach und plötzlich klappte nachher auch das Rückwärts flüssig und willig, und das war ein guter Zeitpunkt zum Aufhören.
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