On Line
Zum Aufwärmen haben wir heute in der Halle die „invisible-human“-Übung von Karen Rohlf wieder aus der Versenkung geholt. Dabei gehts darum, hauptsächlich selbst zu lernen, wann alle Energie aus dem eigenen Körper draußen ist, um zu signalisieren: Friendly Game! Auch bei coolen Pferden wie Billy ist es immer wieder erhellend, dass man vielleicht im Stehen deutlich genug ist, aber sobald man Bewegung hinzufügt, wieder alles ganz anders sein kann.
Ich schaute zuerst, dass Billy etwas Abstand einhielt (er wollte lieber auf mich zukommen), dann begann ich das Seilchen über den Rücken zu schwingen. Links ging das eigentlich gleich super, rechts ist er skeptisch, Kopf geht rauf, Augen werden verdreht, er zögert in der Vorwärtsbewegung. Ich machte es sehr lange, immer wieder, ließ auch den String länger am Körper liegen, bis die Reaktion zumindet etwas abgemildert war.
Dann noch mal näher hin und dann wieder weiter weg, indem ich mich am Seil hin oder weg hantelte, das war weniger Problem, er hielt dabei Takt und Tempo.
FreeStyle
Ich habe 4 Stangen aufgelegt, als L, mit einer Lücke dort, wo das L zusammenstoßen würde. Anfangs bin ich ohne Zügelkontakt kreuz und quer geritten. Billy hat super reagiert auf Gewicht und Schenkel. Er ließ sich brav durch die Stangengassen dirigieren und auch anhalten.
Dann begann ich Rückwärts zu fordern in den Stangengassen – ging super! Da ist uns beim Kreinberg-Kurs scheinbar ein Knopf aufgegangen. Sehr feines, williges Rückwärts. Es klappt super, wenn ich den anpendelnden Schenkel ganz leicht, fast unsichtbar, verwende, und dazu ganz wenig Zügel in rhythmischem Klingeln. Die Gebisszügel hab ich dafür nicht verwendet.
Nach der Stangengasse im Rückwärts haben wir dann mit HH-Wendungen kombiniert, dann auch rückwärts um die Ecke durch das L, mal in die eine, dann in die andere Richtung. Rückwärts Schritt für Schritt. Ein Schritt Rückwärts, einer vorwärts.
Ich hatte den Eindruck, dass Billy die kniffligen Übungen Spaß gemacht haben.
Finesse
Oje, das Nehmen vom Gebiss wurde wieder ganz schlecht heute. Billy wich heftig nach hinten aus, es brauchte eine Weile, bis ich ihn den Kopf senken und stehenbleiben lassen konnte. Dann nahm er das Gebiss aber wieder sehr schnell. Ichwerds wohl nie verstehen....
Wir übten dann wieder kurz die Biegeübungen. Ich kombiniere dabei Kreinbergs-Griff-Übungen zum Zügelverkürzen und -verlängern und die Biege- und Beizäumungsübungen vom Centered Riding-Unterricht. Diesmal sogar im Trab. Wir tun uns aber schwer dabei. Billy kämpfte tw. ziemlich gegen den Zügel. Ich hab probiert aufzuhören, wenn es gut war, ob ich das geschafft hab, ich weiß nicht.
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