Frauli hat ein neues Spielzeug, das super zum Ausreiten motiviert, ein Outdoor-Navi :-).
Heute hab ichs zum ersten Mal richtig ausprobiert, gleich auf einem Ausritt. Da diverses Kartenmaterial, auch wenn es an sich gut ist (toll finde ich übrigens dieses Projekt: http://www.wanderreitkarte.de/ ), unsere Gegend nur ziemlich unzulänglich wiedergibt (es fehlen so gut wie alle Wege durch den Wald, auch die großen... keine Ahnung wieso die noch niemand nachgetragen hat), macht es mir derzeit Spaß, diese Wege zu erkunden, in Karten zu übertragen usw.
Also den Billy gesattelt, ausgerüstet, und zum ersten Weg aufgebrochen, von dem ich wusste, dass er in den Karten fehlt. Ich glaube ich war da auf einem meiner allerersten Ausritte. Ich weiß noch dass es Winter war, dass Billy damals zum ersten Mal seine "ich dreh um und geh heim"-Idee hatte und das alles andere als gemütlich war. Jedenfalls bin ich damals abgesessen, bevor er rückwärts mit mir in den Abgrund rennt...
Und heute wars ein wunderschöner Ausritt! Wir mussten über die große Straße, aber das war kein Problem. Dann kam die Abzweigung zum (vormals) unbekannten Weg, es folgt eine lange Gerade mit weichem Waldboden, leicht bergauf. Ich fragte Billy, ob er vielleicht galoppieren wollte, und jaaaa, er wollte! Sonst zeigt Billy ja auf Ausritten - außer es ist jemand vor uns, den es einzuholen gilt ;-) - den gleichen Schaukelgalopp wie auch auf dem Viereck. Heute aber wollte er gern Gas geben, und ich hab ihn gern gelassen. Kraftvoll sind wir den Weg raufgeflitzt, und als der Weg steiniger wurde, ließ sich Billy sofort wieder einfangen und parierte zum Schritt.
Wir kamen dann zu einem steilen Abschnitt, den kannte ich schon... Billy kletterte motiviert hoch und blieb nur einmal stehen, um die Aussicht zu genießen (ich glaube tatsächlich, die Kondi wird besser, obwohl ich lange nicht mehr draußen war). Vor einer Kurve schreckte er sich dann fürchterbar vor einem Holzstoß... aber es war dieses Erschrecken, das mich wirklich zum Lachen bringt, ich glaube manchmal ist es ihm selbst peinlich... dieses von einem kurzen Schnorchler begleitete Alle-Viere-von-sich-Strecken-und-Ducken ;-). ich musste lachen, und Billy ging auch gleich entspannt weiter; allerdings hatten wir dann unserer Runde beendet und kamen wieder auf den Rückweg, und da wurde Frauli kurz unentspannt, weil sie sich einbildete, dass das Pferd nun ans Heimgehen dachte, und nicht mehr ganz so auf mich hört... aber 2x kurz am Zügel signalisiert, dass ich noch da bin und Schritt fürs Heimgehen auch schnell genug ist, und der Moment war vorüber.
Auch an der Straße heimwärts bin ich immer noch unsicher und nervös, weil ich einfach fürchte, dass Billy einmal genug hat vom Warten und einfach drauflos marschiert... schließlich wartet am anderen "Ufer" ja der Heimatstall. Aber auch da war eigentlich kein Grund zur Sorge, und wir kamen gut und mit gespeichertem Track zu Hause an.
4,8 Kilometer in einer Stunde - und dabei 475 Höhenmeter zurückgelegt :-).
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