Wieder einmal Centered Riding heute.
Sowohl beim letzten als auch dieses Mal haben wir versucht, welche Methoden Billy ein bisschen mehr ins Vorwärts bringen und den Schenkelgehorsam fördern. Letztes Mal - ich glaube ich hatte keine Zeit das hier zu berichten - haben wir eine Art Programm à la "Million Transitions" gemacht. Da wusste ich ja vorher schon, dass das funktioniert, Übergänge sind immer gut. Wir haben wirklich extrem viele gemacht, anfangs Schritt-Halt, wobei es immer nur ca. 3 Tritte Schritt gab und gleich wieder Halt, dann gleich wieder Schritt. Später dann auch Schritt-Trab-Schritt und schließlich Halt-Trab-Halt.
Wie gedacht, hat das schön geklappt, Billy wurde flotter und war dann froh, als er mal eine ganze Runde im Trab bleiben "durfte". ;-)
Diesmal haben wir den etwas zähen und laschen Billy mit Biegungen bearbeitet. Das erste Antraben war wieder sehr lasch und nach einer halben Länge zu Ende, der nächste Antrab-Versuch noch lascher, daher wurden die anstrengenden Geschütze aufgefahren: Ich durfte Schlangenlinien in 3 Bögen reiten und jedesmal beim Kreuzen der Mittellinie noch eine Volte dazwischenschalten. Zuerst im Schritt, dann auch Trab, und das ganze noch in unserer Mini-Halle. Als das so halbwegs klappte (uns rauchte aber eh scon der Kopf), kamen noch Übergänge dazu, d.h. vor oder nach der Volte z.B. eine Trab-Schritt-Trab-Parade oder sogar Halt-Trab-Übergang.
Billy wurde aufmerksam und hatte keine Zeit mehr, irgendwas anderes zu denken ;-). Mir halfen die Volten offenbar, mich nicht - wie sonst so oft - in die falsche Richtugn zu drehen oder den Innenzügel über den Widerrist zu ziehen. Angeblich blieb ich vor lauter KOnzentration auf die zu reitenden Linie jedesmal in der richtigen Drehung und Position - auch wenn Billy und ich dann manchmal Verständigungsschwierigkeiten hatten, weil ich zu langsm war oder nach der 100sten Volte nicht mehr wusste, in welcher Richtung es eigentlich jetzt weiter geht *g*.
Zwischendurch wurden wir dann auf die Ganze Bahn entlassen, und siehe da, Billy zog schön in den Trab, endlich einmal ein Stück geradeaus ;-). Das war die psychologische Komponente dabei.
Weiters wurde mir erklärt, dass die vielen Biegungen in verschiedene Richtungen den gleichen Effekt wie die vielen ÜBergänge hätten: Jedesmal müsste Billy sich neu ausbalancieren und neu sortieren, er lernt auf den biegenden Schenkel gut zu reagieren, und das überträgt sich dann auf den vortreibenden Schenkel (der ja immer derselbe ist ;-) ).
Ich selbst hab das Bild einer Wasserträgerin für mich bekommen; ich solle mir vorstellen, eine Stange auf dne Schultern zu tragen, an deren Enden jeweils ein Wasserkübel hängt, und das Wasser will ich natürlich nicht verschütten. Das half, um nicht einzuknicken.
Da hab ich jetzt wieder schöne Hausübungen: Million Volten ;-).
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