Strahlend blauer Sonnenschein, der Reitplatz mit perfekter Sandkonsistenz. Ich wollte ein bisschen ruhig Schritt und vielleicht etwas Trab reiten und hab für diesen Zweck meine Hackamore ausgepackt und entstaubt :-). Wir müssen ja üben für unseren Kurs im Mai!
Übung 1) Mal wieder reiten und lenken ganz ohne Zügel ;-). Klappte gut: Weave, Zirkel (möglichst exakte), Achten.
Übung 2) Biegung mit Impulsen im Stillstand herstellen. Billy soll die Biegung halten, auch wenn der Zügel wieder durchhängt. Das braucht immer so 3, 4 Erinnerungen, dann geht es. Billy döst mit der gewünschten Stellung in der Sonne ein.
Übung 3) Ich versuche, die Biegung ebenfalls über Impulse in die Bewegung zu übertragen. Klappt nicht mehr so gut. Ich stelle fest, dass ich Biegung über Zügel und Lenkung über Sitz noch mehr und deutlciher entkoppeln muss. Sprich: Noch glaubt Billy, er soll in die Richtung gehen, in die seine Nase zeigt, d.h. bei Innenbiegung biegt er gern nach innen ab; ich muss dann ständig mit dem inneren Schenkel „gegenhalten“. Er sollte ja aber auf meinen Sitz hören... also nochmal die Zügel weggelassen und wieder Slalom über Sitz geübt. Dann überlegt, welche Übungen das am besten Entkoppeln könnten. Ich versuchte einfach geradeaus zu reiten und die Biegung abwechselnd links und rechts zu fordern, das klappte dann zumindest am Zaun entlang ganz gut. In der Mitte der Bahn wird es eher eierig; also bleiben wir einmal am Zaun und üben dort: Innenstellung (Zügelimpulse), aber geradeaus gehen (Sitz). Der Zaun wirft herrliche Schatten, die uns ein paar Hufschläge vom Rand weg quasi eine doppelte gerade Linie auf den Boden malen, perfekt zum Üben :-).
Als nächste „Entkopplungsübung“ beschließe ich zu versuchen, den Slalom mit ganz flachen Bögen zu reiten und dabei die Kopfstellung unabhängig von der Bewegungsrichtung zu verlangen. Wir haben das viel geübt bei Peter Kreinbergs Kursen, aber eher mit Anlehnung. Können wir es auch mit Impulsen? Klappt erstaunlich gut! Wir reiten also einen flachen Rechtsbogen um unsere Hütchen mit leichter Linksbiegung und umgekehrt. Oder einen ganzen Slalom mit ständig beibehaltener Linksbiegung (egal ob der Bogen grad nach rechts oder links geht). Billy beginnt seine Richtung mehr nach Sitz und Schenkel auszurichten als nach den Zügelimpulsen. Auch das mit den Impulsen kriege ich ganz gut hin und bleibe immerhn nicht am Zügel hängen. Allerdings bemerke ich die Tendenz, Billy mit dem äußeren Zügel „rüberdrücken“ zu wollen, da kommt meine Hand dann über den Mähnenkamm, uiuiui.
Trotzdem recht erfolgreich, es freut mich v.a., dass wir nun die Biegung an einem wirklich durchhängenden Zügel halten können für ein paar Tritte. Bisher war, sobald Bewegung ins Spiel kam, selbige immer sofort futsch. Es wird!
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