Unverhofft kommt oft... meistens ja eher ... "was dazwischen", aber heute wars genau umgekehrt; ursprünglich dachte ich, ich komme heut eh nicht zum Reiten, aber dann ging es sich überraschend doch aus :-). Blöd nur, dass meine Hackamore sich nicht im Stall, sondern - formenderweise eng die Whisky-Flasche umschlingend - zu Hause in meinem Wohnzimmer befand, wo sie immer ihre Feierabende verbringen darf.
Macht ja aber nichts, ritt ich wieder einmal mit dem Knotenhalfter. Da wurde ich dann auch gleich wieder an die Limits desselben erinnert: Laterale Biegung ja, das ging noch gut; die Anfrage für Genickbeugung versteht Billy aber schon nicht mehr. Auch das Stellen und Biegen geht mit dem Bosal in feineren Nuancen.
Ich ließ das viele sinnlose Gezuppel dann lieber sein und ritt wieder einmal Freestyle. Billy durfte wieder einmal nach Herzenslust galoppieren ;-). Wir übten Übergänge, zuerst in den unteren Gangarten zwischen Schritt, Trab, Halt und Rückwärts, und später dann versuchte ich mir einen ruhigen Galopp am völlig losen Zügel zum Ziel zu setzen. Immer noch wirft sich Billy mit Kraft in den ersten Galoppsprung, regt sich außerdem ganz untypisch auf und zackelt dann im Trab dahin wie ein Weltmeister. Also blieb ich in Trab und begann einfach "million transitions" in den Galopp. Galopp-Trab-Galopp-Trab-Galopp-Trab usw. usf. immer wieder und wieder und wieder, bis Billy aufhörte, sich aufgeregt in den Galopp zu werfen.
Es wird schon noch Übung brauchen, bis das richtig flüssig und selbstverständlich wird, wie ich das gern hätte.
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