you live you learn you love you learn you cry you learn you lose you learn you bleed you learn you scream you learn you grieve you learn you choke you learn you laugh you learn you choose you learn you pray you learn you ask you learn you live you learn
Alanis Morissette

Dienstag, 5. Mai 2015

Endlich kommt wieder etwas Kontinuität ins Training!
Wetter war heut super, richtig schwül war es. Es gab Föhn und Sahara-Staub; die Mückenviecher sind schon ordentlich lästig, aber Billy nimmts wie immer recht gelassen.


Heute war Bodenarbeit dran. Es ist Mai und damit gibt’s den 2. Virtuellen Playday im Natural Friends Forum. Das Muster diesmal: 3 Pylonen aufgestellt als gleichseitiges Dreieck in einem Abstand von ca. 6 Metern.
Wir haben begonnen mit langsamen Achten im Schritt, dabei haben wir uns von Pylon zu Pylon gehangelt. Dazwischen immer außenrum zum nächsten Pylon. Dieses Weiterbewegen hab ich dann etwas später im Trab verlangt, mit punktgenauem Antraben beim einen Pylon und punktgenauem Schrittparieren beim nächsten. Hat gut geklappt auf beiden Händen, wir sind dann zu Achten im Schritt und die Zwischenräume im Galopp übergegangen. Ging auch noch super, aber Billy bekam langsam genug von Achten. Ich schaltete trotzdem noch eine Stufe höher (er bekam natürlich schon Pausen auch dazwischen, aber nicht allzu viele) und wir machten die Achter im Trab und die Zwischenräume im Galopp. Das war schon schwieriger, die ersten beiden gingen noch, ab da musste ich Billy regelmäßig dran erinnern, dass er zu traben hatte. Ich ließ ihn so lange gehen, bis wir einen ganzen Durchgang im Trab geschafft hatten.

Wir machten dann das „Game of  Effort“ im Galopp, aber das ist mir diesmal ordentlich misslungen. V.a. deshalb, weil Billy so eine hohe Latte vorlegte: Auf das erste Galoppkommando hin galoppierte er, während ich in Neutral bleiben konnte, sage und schreibe 43 Galoppsprünge. Das war nur schwer zu überbieten und ist eben auch kaum gelungen. Vielleicht sollte man an einem solchen Tag einfach sofort wieder aufhören. Oder nicht vielleicht, sondern ziemlich sicher. Aber ja, da kommt mir wieder das Direct-line-Denken in die Quere: Ich will das Spiel of Effort spielen, also spiel ich es auch. Tja. Ich konnte merken, dass Billy müder und müder wurde. Einmal schafften wir dann 46 Sprünge, und da hätte ich aufhören sollen, aber nein! Er bekam zwar eine wirklich lange lange Pause, aber danach war er müde und verfiel immer schon bei 5, 6, Sprüngen, höchstens 20 schafften wir und ich merkte, dass sein Angaloppieren immer unsauberer wurde und grantig wurde er auch. Ich wartete dann auf 50 TRABtritte und konnte aufhören. Hab ich vermasselt.

Schließlich hatten wir dann doch noch einen fulminanten Abschluss! Feierabend-Übung: Sideways! Diesmal mit Kopf zum Zaun, von links nach rechts Richtung Ausgang. Irgendwie ergab es sich, dass ich mit nur einer Armlänge Distanz begann und Billy seitwärts schickte. Er verstand sofort (schau, schau!) und legte ein sowas von sauberes, flüssiges Seitwärts hin, dass ich nur so staunte. Das beste: Ohne dass ich das eigentlich vorgehabt hatte, wurde es ein Seitwärts, bei dem Billy sich von mir weg bewegte und ich ruhig stehen bleiben konnte. Eigentlich wollte ich anfangs nur etwas mehr Abstand zwischen uns bringen, aber dann gelang das so gut, dass ich einfach stehenblieb um zu sehen, bis zu welcher Distanz wir das schaffen können. Tja, es ging super bis zum Ende des Seils. Ganz toll, ich konnte auf die 7m Distanz Billys Hinterhand, als er schief stehen blieb, noch einen Tritt zur Seite schicken, cool. Insgesamt 3x klappte das (beim 3. Mal dachte ich noch: soll ich wirklich nochmal? Naja, ist gut gegangen ;-), aber insgesamt war mein Timing des Aufhörens heute etwas aus der Spur, wie man merkt!). Nach jeder Seillänge ließ ich das Seil fallen, ging zu Billy und gab ihm eine Belohnung. Cooler Abschluss.

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