you live you learn you love you learn you cry you learn you lose you learn you bleed you learn you scream you learn you grieve you learn you choke you learn you laugh you learn you choose you learn you pray you learn you ask you learn you live you learn
Alanis Morissette
Dienstag, 29. März 2011
War eine schöne Einheit!
Begonnen hab ich damit, das Seitwärts Zu Mir wieder aufzufrischen. Billy hat es sich gemerkt. Der Hintern kommt auf Phase 1-2 auf mich zu, das Vorderende auf Phase 2-3. Nach dieser Auffrischung dann kombiniert: Ein SChrittchen mit der Hinterhand, ein Schrittchen mit der Vorhand, ein SChrittchen mit der Hinterhand, ein Schrittchen mit der Vorhand. 2-3 Schritte Seitwärts (Hinterhand und Vorhand dann mehr oder weniger gleichzeitig) haben wir auch hingekriegt, und dann hab ichs gleich wieder gut sein lassen (v.a. weil mir der Arm erlahmt, wenn ich ihn als Signal so lang hochhalte *g*).
Ich habe Billy dann Seitwärts zu den aufgestellten Tonnen geschickt, das klappt gut, er geht zwar immer noch vorwärts dabei, und wenn ich das verhindern will, muss ich hohe Phasen anwenden, aber er versteht trotzdem sofort prinzipiell was ich will und ist willig, das seitwärts umzusetzen - eben noch nicht so genau wie ich möchte, aber immerhin überhaupt ;-).
Bei den Tonnen sind wir zur Figure 8 übergegangen, zuerst im Einschlaf-Schlurf-Schritt, den ich versucht hab etwas peppiger zu bekommen. Noch kein Trab, aber einfach peppigerer Schritt. ging ganz gut, wenn ich wirklich konsequent bin (und wenn ich das auch ausschließlich immer wäre, wär es vielelicht bald überhaupt gegessen, dieses Thema).
Dann langsam langsam das Tier mental eingestimmt, dass man auch traben könnte. Immer wieder nur die Energie hoch, und wenn er wenigstens 1-2 Trabtritte macht zwischen den Tonnen, gut. Dann werden die Trabtritte bald von allein immer mehr und schließlich haben wir wirklich suuuuper-8er hingelegt :-). Mindestens 10 hintereinander, in einem tollen Rhythmus.
Dazu kann ich erwähnen, dass mir die - ich glaube - Liberty-Patterns-DVD geholfen hat, die ich letztens wieder einmal geschaut hab. Da erklärt Pat bei der Figure 8, dass er beim Drive ausatmet und beim Draw einatmet. Wenn ich ehrlich bin, ich machs genau umgekehrt (Energie hoch: laut hörbar durch die Nase einschnaufen - wie viele Bernie-Schüler *ggggg*). Ich atme aber auch beim DRaw ein, habe ich dann beobachtet (und ziehe quasi den Nabel zurück udn gehe dabei rückwärts). Heut hab ichs nach der pat-Methode mit Aus- und Einatmen probiert und es lief dann super. Ich muss ich auch nicht mehr groß bewegen, zum Schluss konnte ich das 7m-Seil (Feather Line natürlich, hab ich schon erwähnt dass ich die Dinger liebe? *ggg*) ziemlich am Ende halten, für den Draw kurz einholen (hing aber durch, einholen nur, damit er nicht stolpert drüber), einatmen, zu mir ziehen, 2 Schritte rückwärts, mit dem nächsten Atemzug ausatmen, Drive, Seil weider aus der Hand gleiten lassen, 2 Schritte vor.
Wurde ein richtig meditativer Rhythmus: Ein-Zurück-Draw, Aus-Vor-Drive, Ein-Zurück-Draw, Aus-Vor-Drive, Ein-Zurück-Draw, Aus-Vor-Drive, Ein-Zurück-Draw, Aus-Vor-Drive, Ein-Zurück-Draw, Aus-Vor-Drive, Ein-Zurück-Draw, Aus-Vor-Drive, Ein-Zurück-Draw, Aus-Vor-Drive. Und das Pferd die ganze Zeit in schönem langsamem Trab. Beim Drive legt er zwar immer noch die Ohren leicht zurück, aber ganz grantig schaut er nicht mehr. Nur wenn mein Drive zu stark wird - stärker als nötig, oder wenn ich unnötigerweise glaube, den STick verwenden zu müssen, obwohl er eh trabt. ;-).
Dann haben wir noch ein paar Traveling Circles gemacht, die waren toll, bis Frauli mal wieder ungeduldig war *schäm*. ich bin eine Länge im Viereck ganz langsam auf und ab gegangen, Pferd trabte ohne Gangänderung wirklich perfekt um mich rum. Er hielt den Abstand ein, er blieb in Trab, er passte auf die Tonnen auf und trabte ohne jegliches Zögern über das Cavaletti, als das im Weg stand. Er machte einen Super-Handwechsel und wir wanderten das Viereck in die andere Richtung. Und kurz bevor ich aufhören wollte, da verfiel er hinter meinem Rücken in Schritt und ich hab mich sooo geärgert weil das da am Schluss passierte (als ob das nicht wurscht wäre?!?!) dass ich auf Phase 1,2 und 3 gleich ganz vergessen hab und ihn heftig vorwärts getrieben.
Gut, dann hat er mir gezeigt, was er davon hielt, und ich hab mich entshculdigt und wir haben noch eine schöne Runde entspannten Trab gemacht und dann lange Pause. In den Hintern könnte ich mich beißen. Nun ja, aber es ist nix kaputt, denk ich.
Am Schluss hab ich wieder das Stick to me im Galopp probiert, hat aber heut nicht geklappt, er ist nicht angaloppiert, kam nur im Trab ins Rennen, und mir ging dann die Puste aus. Finster war es auch schon, also sind wir im Trab-Stick-To-Me direkt aus dem Viereck und gemeinsam zum Putzplatz getrabt, wo's noch Fressi gab und dann ab nach Hause für uns beide :-).
Sonntag, 27. März 2011
Es hat geregnet, die Halle stand aber mehr unter Wasser als das Viereck *lol* (gut gemeinter Bewässerungsversuch unseres Stallbesitzers lief scheinbar aus dem Ruder *g*). Also Hut auf und los im Regen. Schließlich hat es keine Minusgrade mehr, also nur kein Weichei sein ;-)
Wir haben unseren 8er im Trab geübt und das wird nun langsam aber sicher eine Selbstverständlichkeit, dass das geht. Ein bisschen Anlaufzeit bruachen wir aber immer. Sehr gut hat sich dabei bewährt, 8er und Zirkel abzuwechseln - sodass Billy nicht weiß, was kommt. Er soll mal um den einen Pylon zirkeln, dann gehe ich ein Stückchen weiter (traveling circles), lasse ihn um den anderen Pylon zirkeln, dann mal um beide, und dann verlang ich einen Handwechsel um die Pylonen, also einen halben Achter, dann wieder Zirkel, und dann schließlich mehrere Achter hintereinander. So funzt das super.
Auch On Line gibts nun ein Highlight zu berichten: Stick to Me im Galopp haben wir eine ganze Zirkelrunde lang gemacht. Ich wusste dass es geht, denn letztens klappte das ja sogar at Liberty - aber nur 2, 3 Sprünge.
Ich bin dabei etwas skeptisch und es liegt außerhalb meiner Comfortzone, eindeutig... Billy legt schon im Trab die Ohren an und wird leicht übermütig. Bisher hab ich das nicht weggekriegt. Er klebt sich im Trab auch gern wirklich dran an mich, und ich war nicht sicher, ob ich ihn im Galopp auf etwas größeren Abstand halten kann - da will ich ihn einfach nicht so knapp an mir haben. Klappte aber super :-).
Links allerdings vorerst nur. Rechte Hand (also ich rechts von ihm) klebt er sich sehr an mich, da ist Abstand schon im Trab manchmal nur mit größerem Driving Game möglich, beim Versuch anzugaloppieren wurde er nur schneller im Trab, ich galoppierte, er nicht und wurde auch frecher (vom Gesichtsausdruck her, auch wenn es keine frechen "Aktionen" gab) und mir eher mulmig. Werde das auf der linken Hand weiter üben, bis wir beide da mehr Sicherheit haben, und dann erst rechts.
Trotzdem, toll war das :-)
Freitag, 25. März 2011
Abgesehen davon, dass Billy das Gebiss noch immer nicht gern reingeben lässt (wieder fällt auf: mit viel viel Zeit geht es dann irgendwann "leicht", ohne Kampf, er macht dann auch das Maul freiwillig auf - aber davor gibt es immer die Phase, wo er versucht, auszuweichen), nimmt er es ansonsten mittlerweile beim Reiten super an. Er zieht richtig schön in die Hand, aber nicht zu fest. Manchmal will er sich zwar schon auch drauflehnen, aber das kann man recht einfach korrigieren.
Worauf ich momentan sehr sehr achte ist dass nicht geschlurft wird - schon beim Aufwärmen am hingegebenen Zügel (also FreeStyle). Ich mache immer zuerst ein bisschen FreeStyle zum "Schwungholen", und wenn es dann gut geht, versuche ich erst den Kontakt herzustellen. Das klappt ganz gut!
Mittlerweile ist die Anlehnung (ich trau mich es jetzt mal so zu nennen ;-) ) im Schritt recht gut und gleichmäßig. Das frühere wilde Kopfschütteln entfällt, er versucht nicht mehr sich einzurollen oder im GEgenteil den Kopf nach unten und mir die Zügel aus der Hand zu reißen. Und neuerdings klappt es auch, mit diesem Gefühl gleichmäßigen Kontakts Übergänge vom Schritt in den Trab und vom Trab in den Schritt zu machen.
Dazwischen hat mir Billy ein paar wirklich wirklich tolle Trabtritte geschenkt, mein Freund am Viereckrand war auch begeistert: "der federt richtig"! :-) Genauso hat es sich auch angefühlt, weich, federnd, ein Traum zu sitzen, aber nicht das übliche "Schlurf-Sofa-Feeling", sondern der Motor war an unter meinem Popo :-), und auch noch gebogen durch die Ecke, wow. Und ich bin wieder mal stolz, dass ich nach dieser Ecke und der folgenden kurzen Seite Schritt pariert hab, bevor es wieder schlechter wird, viel gelobt und lange Pause, und dann wieder zur Entspannung etwas FreeStyle.
FreeStyle hat mich Billy wieder mit überraschendem Speed im Galopp erfreut. Er reagiert echt schon super auf noch mehr erhöhte Energie im Galopp und gibt alles - ich hab auch das Gefühl, dass ihm das momentan Spaß macht, möglichst schnell übers Viereck zu flitzen :-). Darf er dann auch, und wie immer - auf Ausatmen sind wir wieder in Schritt.
Der Vorwärtsdrang hat sich dann bezahlt gemacht, als ich etwas neues in Finesse probiert habe: ... can you... angaloppieren mit Kontakt? Ja er kann! Nicht nur das, er zog auch im Galopp angenehm nach vorne ins Gebiss und hat mir dann die vielleicht 5 besten Galoppsprünge ever geschenkt. Wieder "federnd", kontrolliert, kräftig, butterweich und gebogen durch eine Ecke (bisher schrammen wir da eher FreeStyle durch, muss ich zugeben).
Wow, ein tolles Feeling.
Das Pferdchen kann wenn es will :-)
Zum Abschließen habe ich noch altbekanntes geübt: Figure 8 FreeStyle im Trab (war zuletzt besser) und natürlich auch das Rückwärts. Hier klappt weiterhin die "Abwarten und Tee trinken" Strategie am besten. Die Wartezeit ist kürzer, und das letzte Rückwärts war völlig fließend und noch bevor ich alle Phasen durchlaufen bin. Ich muss mir hinter die Ohren schreiben, dass ich hier nicht mehr Druck mache, auch wenn ich ihn manchmal am liebsten anbrüllen würde *g*. Aber mehr Druck hat auf lange Sicht noch nie geholfen. Mal schauen wie sich das weiterentwickelt. Ich möcht das Rückwärts jetzt jedenfalls in jeder Reiteinheit ausführlich behandeln, solange bis es an diesem Tag halt gut geht.
Donnerstag, 24. März 2011
Ich habe viel zwischen FreeStyle und Finesse abgewechselt. Zaumzeug mit GEbiss drunter, Natural hackamore drüber. Ein bisschen viel Zügelgefummel, aber es ging so. Dann immer wieder abgewechselt zwischen Kontakt am Zügel und ohne Kontakt. Mit Kontakt bin ich vor allem Schritt mit viel Biegen geritten. Ich hatte 3 Pylonen am 3. Hufschlag an der langen Seite aufgestellt und hab um diese einfache oder doppelte Schlangenlinien gemacht. Billy hatte mehr Probleme, sich rechts gut zu biegen, ungewöhnlich. Probehalber hab ich mal probiert, was mit einer Konterstellung ist - und mit etwas Mühe hingekriegt :-).
Die FreeStyle Übungen dazwischen waren v.a. wieder Follow the Rail im Galopp, wobei mir Billy ausnahmsweise einmal ordentlich Speed geschenkt hat! War das toll!! Er hat super auf meine Anfeuerungen reagiert und hat 3 wirklich flotte Runden hingelegt, voll Elan, trotzdem sicher durch die Kurven ("vollkommen ausbalanciert" wäre vielleicht übertrieben). Er hat sich richtig gestreckt und alles gegeben, die Beschleunigung hat mich sogar Richtung Kruppe versetzt *lol*, er hätte mich fast nach hinten hin verloren (war ohne Sattel unterwegs, sonst hätte der das natürlich gestoppt). Konnte mich aber locker wieder zurechtsetzen ohne dass Billy den Höhenflug unterbrochen hat. Und auf ein "pffffff" (ausatmen), da ging das Tier wieder Schritt :-).
Dann haben wir uns noch sehr ausführlich der Figure 8 gewidmet, im Trab. Ich bin mal lange genug dran geblieben, bis ich wirklich nur noch Phase 1-2 brauchte und er nicht mehr in Schritt verfiel. Klappte gut am Schluss!
Und dann noch rückwärts. Da bin ich stolz auf mich, habe nicht die Geduld verloren. Tatsächlich tut Billy was man verlangt, auch auf niedrigere Phasen, aber nur, wenn man ihm die Zeit gibt, die er braucht. Ich sitze dann drauf, alle 9 STufen des 9-Step-Backup, das kann Minuten dauern, aber wenn ich warte, dann kommt irgendwann das Rückwärts. Es ging dann schließlich sogar leicht, und das Warten hat sich verkürzt. Da hatte ich eigentlich ein tolles Erfolgserlebnis....
... nur, wie krieg ich das irgendwann schneller? will er nicht oder kann er nicht, das ist hier die Frage! Ich erwarte weiter sehnsüchtig den Wanzenried-Kurs!!
Und obwohl diese Session eine sehr sehr gute war, war die Stimmung im Stall und meine sehr getrübt. Ein Pferd in unserm Stall musste nach langer langer schwerer Krankheit gestern endgültig und akut erlöst werden. R.I.P., du kleiner, tapferer, tapferer Hafi *schnüff* :-((
Dienstag, 22. März 2011
Wir haben zuerst an Isolation "Vorhandweichen" geübt. Schön, macht er ja brav, aber ohne Stick geht gar nix. Nein, ich muss ihn kaum einsetzen, aber solang der Stick in Neutral (nach oben zeigend) ist, geht nix. An der Schulter antipsen - dann gehts. Zwischendurch stellte Billy die Zusammenarbeit auch mal ganz ein (verstand ich, zuviel vom gleichen zu lange - laaangweiliiiiig!!!).
Dann Sideways - Billy hatte, für mich erstaunlich, klar Schwierigkeiten, das Sideways über eine Stange zu machen. Ohne die Stange ging es besser, aber mit klarer Vorwärtstendenz. Rückwärts zur Korrektur klemmt (völlige Arbeitsniederlegung von Billys Seite).
Also Rückwärts geübt. Nach viel GEduld und viel Verbrauch emotionaler Fitness (hat aber gelangt *stolzschau*) gings rückwärts. Am Schluss hab ich das nochmal geübt, da ging es besser (dass ich es zum Einheits-Schlussakt gemacht habe, hat Herr Billy sich gemerkt!), allerdings nur 2x ein Stückchen, dann fand Billy, dass Zeit ist Schluss zu machen. Ein 3. mal Rückwärts und etwas weiter war dann wieder Kampf. Schließlich ists gelungen, und DANN war Schluss *uff*.
Dann noch etwas Galopp, Follow the Rail, ich möchte einfach nur einen lockeren Galopp, der sich nicht anfühlt, als würde das Pferd bei jedem Schritt verfallen. Rechts ging das gleich, hab ich danach auch sofort gelassen. Links schlecht, das war schon viel viel besser. Also immer wieder angaloppiert, und schließlich haben wir dann doch soviel Schwung zusammenbekommen, dass ich nicht das GEfühl hatte, das Pferd tragen oder weiterschieben zu müssen, ich konnte locker sitzen und Beine und Becken ein bisschen entspannen für eine Runde, dann auch hier Schluss.
Pfuh.
Im Moment hab ich das Gefühl, das für jede Baustelle, die ich (mehr oder weniger) erfolgreich bearbeite, sich 10 neue auftun...
Sonntag, 20. März 2011
Weave at Liberty wird nicht mehr besser, die lasse ich lieber einmal ruhen.
V.a. planlos bin ich bei Freestyle. Dauernd üben wir dasselbe, armer Billy ... Dabei gibt es eben noch so viele Lücken, die kaum besser werden.
Am Wochenende bin ich viel Follow the Rail geritten mit möglichst viel Abwechslung, also Bahnfiguren und Handwechseln und Übergängen. Das Rückwärts war viel besser als zuletzt, keine Streitereien. DAfür aber auch nicht wirklich flüssig. Beim Vorhand-Weichen stecke ich auch fest. Es geht zwar schön sauber, und das ist mir das wichtigste, aber ich kann die Phasen momentan nicht verfeinern, und flotter wird es auch nicht (höchstens flotter, dabei aber unsauberer, aber das will ich ja nicht).
Wir sind viel galoppiert, aber immer noch fühlt sich das zäher an als ich möchte, dauernd möchte ich weitertreiben weil es sich so anfühlt, als würde er gleich wieder in Trab verfallen.
Unser Schritt ist wie in Zeitlupe. Trab auch.
Hm, ich brauch einfach bald wieder mehr Plan, sonst stecke ich fest.
Ich freu mich schon seeehr auf den Kurs mit Michael Wanzenried im Mai. Da bekomm ich hoffentlich frischen Schwung und Input bzw. Lösungsansätze alter Probleme (ich hoffe das Rückwärts in allen Variationen bearbeiten zu können und den Draw auf der recthen Hand).
Donnerstag, 17. März 2011
HAPPY BIRTHDAY BÜFFLI!
Jetzt bist du schon dein halbes Leben bei mir, ich hoff es werden noch viiiele Jahre mehr.
Dienstag, 15. März 2011
Finster war's, der Mond schien helle...
Wir haben viel Follow the Rail gemacht, mit Volten, Umkehrt Wechseln vom Zaun und zum Zaun, mit vielen Übergängen. Zum Schluss hab ich ein Rückwärts probiert, und siehe da, kein Kampf, Billy ging halbwegs willig rückwärts, und das war ein guter Zeitpunkt zum Aufhören. Hat auch ordentlich geschwitzt für seine Verhältnisse.
Ich bin dann noch in die Halle gegangen, um ruhig im Schritt zum Abschwitzen die Weave weiterzuüben. Da wurde mir dann auch klar, warum sich der Galopp beim Reiten so komisch "klemmend" angefühlt hatte - Billy musste mal für kleine Büfflis. Ja kann er das nicht gleich sagen? Dann noch genüßlich wälzen, und dann haben wir eben noch ein bissl mit dem Weave Pattern herumgespielt, aber großen Fortschritt gab es heute nicht. Billy war unkonzentriert, wollte wohl schon nach Hause, ich "verlor" ihn hie und da und ein herumstehendes Cavaletti war viel interessanter als ein Weave-Muster. Aber wir habens dann doch ganz gut hingekriegt.
Interessant finde ich, dass es Schwierigkeiten immer nur im dem 2. oder 3. Pylon gibt - immer mit dem selben (egal in welche Richtung). Nie gibt es Schwierigkeiten mit der Schleife um den letzten, immer ist es einer in der MItte, den er verfehlt, oder wo er mir abhanden kommt, oder stehenbleibt. Spannend.
Sonntag, 13. März 2011
Danach durfte Billy am Viereck wutzeln und dann hab ich wieder Weave at Liberty probiert für ein paar Minuten. Es ging schon etwas besser als letztes Mal, und 1x in jede Richtung haben wir es richtig und ohne "Fehler" zusammengebracht :-). Ich hab außerdem gestern abend die Patterns-Liberty-DVD angesehen und dabei gesehen, dass das ja im Round Pen vorgezeigt wird - ts, das ist ja viel einfacher! ;-). Da ich kein Roundpen hab, machen wir es auf einer geraden Linie.
Mit Stick to Me (d.h. ich bin die Weave mitgelaufen) haben wirs auch einige Male hin und Her im Trab gemacht. Es ist toll, wie er jetzt schon den Trab verlangsamen kann, um um so enge Kurven zu kommen, ohne die Gangart zu verlieren. Nach ein paar "Runden" bin ich nur noch auf einer Seite der Hütchen gelaufen und habe ihn im Trab wieder um jedes 2. Hütchen außen herum geschickt und das hat sogar geklappt, im Trab. Trotzdem muss das "Wegdriven" noch besser werden.
Samstag, 12. März 2011
Liberty: Weave
Zuerst ein bisschen Stick to Me in Schritt und Trab und Rückwärts. Dann bin ich das Weave-pattern einfach mit ihm gegangen als Stick-to-Me. Klappt natürlich hervorragend, seine Nase klebt an meinem Ellbogen. Dann habe ich am Ende des Patterns, beim Umdrehen ums letzte Hütchen, ihn die Hand wechseln lassen und begann langsam, nicht mehr um die Hütchen mit herum zu gehen, sondern auf einer gerade Linie zu gehen und ihn um jedes zweite Hüchten außen herum zu schicken; danach immer mehr Abstand.
Hat fürs erste Mal ganz gut geklappt. V.a. Anfang und Ende - hier war ich etwas skeptisch- wraen überhaupt kein Problem. 2x ist er mir beim DRaw von rechts etwas abhanden gekommen. Er wirkte verunsichert, wollte nicht herkommen, ging stattdessen seitwärts weg. Ich ließ ihn einfach, wartete ein bisschen und holte ihn dann wieder ab, ein bisschen Stick to me abseits des Patterns, um die Klebkraft zu erneuern ;-), und dann wieder weiter probiert.
Insgesamt ist das Problem eher, dass er zu sehr an mir klebt und ich ihn nicht wegkriege, um ihn um die Hütchen zu schicken.
Beim Stick to Me hab ich mich auch zum ersten Mal richtig getraut nach Galopp zu fragen, und es hat geklaaaaappt! Bisher hab ich das vermieden, er war mir immer zu nah irgendwie und ich wusste nicht genau, was passiert, wenn womöglich ein bisschen zu viel Übermut ins Spiel kommt ;-). Aber mittlerweile vertrau ich ihm mehr, merke ich.
Danach bin ich noch eine kurze Runde ausreiten gegangen rund um den Stall, nur mit Pad. Auch da merk ich, dass mein Vertrauen langsam wieder wächst. Auf der Lichtung gleich hinterm Stall gab es Holzsägearbeiten, da haben wir ein bisschen den großen Traktoren und Autos und Männern in bunten Helmen zugeschaut, war aber langweilig. Danach haben wir 4x das Gatschloch überwunden, bis wir es schließlich im Schritt geschafft haben. Jawoll, im Schritt! Ha! Dann konnten wir auch schon wieder nach Hause gehen.
Donnerstag, 10. März 2011
Wir konnten heute auf dem Viereck (das war zuvor einmal etwas schwierig, zu viel Ablenkung!) richtig gute Fortschritte machen.
Es klappen nun: Follow the Rail mit mir in Zone 5 fast am Ende vom Seil in Schritt und Trab; Schritt-Trab Übergänge auf Phase 1 *stolzbin*; Trab-Schritt-Übergänge auf Phase 1; Schritt-Halt auf Phase 2-3 (seltsamerweise); einfache Bahnfiguren: Zirkel und Diagonalwechsel; beim Diagonalwechsel hab ich geübt, das Seil von Zone 5 aus über Billys Kopf zu schupfen, damit es wieder auf der Innenseite ist - einmal ist mir das sogar im Schritt flüssig gelungen, die nicht so erfolgreichen Versuche hat Billy wie immer stoisch und cool als Friendly Game über sich ergehen lassen ("bleiben wir halt mal stehen und warten, bis Frauli auch soweit ist - sie kann das noch nicht im Schritt" *g*).
Außerdem haben wir 2 Mini-Schrittchen rückwärts geschafft, wenn auch auf höhere Phasen, d.h. ich musste mit dem Stick vorne rumwacheln, und das Seil etwas bewegen. Außerdem musste ich etwas weiter vor bis fast Zone 4, da hat es geklappt.
Da übe ich dann bei der nächsten Runde weiter, vorerst reichts einmal mit diesen schönen Ergebnissen :-).
Donnerstag, 3. März 2011
Mehr Zone 5
Wieder habe ich mit Stick to Me aus Zone1/2 begonnen. Wir haben ein wenig das Rückwärts aufgefrischt, das habe ich lange nicht gemacht, daher war es ziemlich eingerostet. Brauchte ein wenig radikaleres Entrosten, aber dann ging es besser als je zuvor! Ich habe dabei gemerkt, dass ich mich weniger ärgere und jetzt endlich in der Lage bin, Dinge als Spiel zu sehen - denn nix anderes macht der gute Billy mit mir, wenn er ausprobiert, wiiiie langsam er rückwärts gehen kann, bis ich reagiere ;-). Am Schluss klebte er wieder förmlich an meiner Schulter, auch rückwärts, Schritt, Trab. Ein bisschen Verspieltheit kam raus mit gefährlich hengstigem Kopfschütteln (und auch die Erkenntnis: vorbei die Zeiten, als Frauli sich davon ernsthaft beeindrucken ließ *g*).
Als das also alles gut geklappt hat, ließ ich mich wieder zurückfallen, bis ich in Zone 5 angelangt war. Diesmal hab ich nur die linke Hand geübt, die beim letzten Mal schlechter war. Diesmal konnte ich auch hier das 7m Seil ganz am Ende nehmen. Übergänge von Halt in Schritt und in Trab klappten auf bloße Energie - toll! Ich bin übermütig geworden und hab probiert, ob er so angaloppiert - ja macht er! Nur die ganze Bahn konnten wir so nicht halten, er bog auf den Zirkel ab und das ganze endete dann in einem Circling Game-ähnlichen Driving - macht aber nix. Anhalten klappte auch gut, interessanterweise aber am schlechtesten von allem. Wir können aber jetzt schon schön am hufschlag anhalten, ohne dass er sich umdrehen muss :-)
Danach hab ich noch etwas biegen und übertreten lassen und bin dann noch ein Weilchen mit Gebiss geritten. Billy nimmt das GEbiss schon wieder schlechter - immer bisher, wenn ich gewagt habe, es halt auch mal zu benutzen. Wir sind dann große Zirkel im Trab geritten mit dem Versuch, möglichst gleichmäßigen Kontakt zu halten - ohne Einrollen und ohne mich aus dem Sattel zerren, bitte (letzteres ist wesentlich häufiger und zeigt mir, dass Billy eher keine Berührungsängste mit dem Gebiss hat). Das wurde schon viel besser, die eine oder andere längere Strecke können wir schon schön manierlich traben, ohne dauernd das Ding im Maul loswerden zu wollen.
Gebiss ausziehen war leider wieder eine Katastrophe *argl*. Billy stand glaub ich minutenlang da, verzweifelt gleichzeitig das Gebiss loswerden wollend und Zähne zusammenbeißend. Tja, so wird das nix! Und ich daneben relativ hilflos, wie ich es ihm begreiflich machen soll, dass er einfach nur das Maul aufmachen und das Gebiss rauslassen soll....
Dienstag, 1. März 2011
Zone 5
Ich habe heute mit Billy ein Driving Game bzw. eine Art Stick to Me in Zone 5 geübt, On Line. Wir gingen nebeneinander her, wie er es ja kennt, dann hab ich mich langsam von Zone 2 nach hinten fallen lassen - zuerst eine Weile in Zone 3, dann 4, und wie selbstverständlich konnte ich nach einiger Zeit in Zone 5 hinter ihm hergehen - manchmal leicht versetzt nach innen, manchmal aber auch direkt hinter ihm am Hufschlag - das 7m Seil hielt ich nur am Popper fest.
Nachdem das so gut geklappt hat, habe ich ein paar Schritt-Halt-Schritt-Übergänge eingebaut, und die haben funktioniert. Einfach so. Ich blieb stehen, er blieb stehen. Ich fuhr die Energie hoch und ging los, er ging los. Das war so einfach, direkt unheimlich. Wir sind auch Zirkel gegangen, das hat genauso gut geklappt. Für geradeaus musste ich dann höchstens ganz leicht meinen Stick nach vorne heben, so quasi als seitliche Begrenzung. Auf der linken Hand passierte es etwas öfter, dass er in die Mitte kommen oder sich sogar zu mir umdrehen wollte, aber das konnte ich auch recht einfach verhindern, ohne großen Druck. Auf der linken Hand war das Stehenbleiben auch nicht ganz so einfach, da versuchte er sich nach rechts zu drehen, und ging dann 2 Schritte seitwärts. War aber nur Verwirrung, ich konnte ihm schnell und leicht erklären, was ich möchte.
Der absolute Höhepunkt war dann, dass ich dachte, ich probiere mal antraben. Hab also hinter ihm einfach mal geschnalzt (ist auch unser Stimmkommando vom Sattel aus), Energie hochgefahren und bin losgetrabt, und er gleichzeitig vor mir! Das hat links und rechts geklappt! Ich war echt baff und hab mich sehr gefreut.
Das war ja wirklich einmal eine ganz ganz neue Übung, und man konnte deutlich sehen, dass sie Billy mental gefordert hat, das Maul ging fast in einem fort :-). Nicht hektisch, aber kräftig diese neuen Erfahrungen verdauend ;-). So deutliches Schlecken bekomme ich sonst meistens nur, wenn es eine ordentliche Phase 4 setzen musste...
Danach bin ich noch etwas geritten, Finesse. Gebiss war wie zuvor relativ schnell drin, aber ich bin gespannt ob das so bleibt, nun, da ich mehr am Gebiss mache.
Ich habe am 2. Hufschlag ein paar Hütchen aufgestellt und bin im Schritt Schlangenlinien geritten, einfach um zu versuchen, das Tierchen biegsam zu machen und "durchzukneten". Dürfte funktioniert haben - zum Schluss habe ich vor dem Absitzen am Gebiss vorsichtig laterale Flexion gefordert und er hat sie mir auf beide Seiten butterweich gegeben (und geben können, im Unterschied zum letzten Mal).
Geradeaus sind wir auch ein bisschen getrabt, wobei ich versuche den Kontakt aufrecht zu erhalten. Billy gehört eindeutig zu den Pferden, die das Gebiss nicht vermeiden, sondern tendiert eher zu radikalem Drauflehnen. Schließlich gehört die Nase in den Sand, oder nicht? ;-) Ist mir aber lieber als ein hektisches Sterngucker-Pferd.
Und weil Billy das Zaumzeug immer noch nicht anständig ausziehen kann, haben wir das dann noch geübt... ich bin sicher wieder mal die einzige, die nicht das Anziehen des Zaumzeugs üben muss, sondern das Ausziehen. Es ist wirklich furchtbar: Billy steht völlig relaxt da und wartet bis cih alle Schnallen geöffnet habe. Er ist also weder hektisch noch in Panik oder so. Und dann, wenn ich quasi Erlaubnis gebe, dass er jetzt das Maul öffnen und das Gebiss rauslassen könnte, passiert fast jedesmal folgendes: Pferd reißt Kopf hoch, vergiss aber Maul zu öffnen. Wie das aussieht kann man sich ausmalen - unschön, und ich habe zu wenige Hände, um es ihm begreiflich zu machen... Also haben wir geübt: Kopf unten lassen, bitte. Maul auf, Gebiss raus. Gebiss wieder an. Gebiss wieder raus. Beim 4. Mal hat er dann endlich einmal die richtige Reihenfolge getroffen: zuerst Maul auf, dann Kopf etwas rauf (und auch nicht so raufgerissen) - also halbwegs manierlich, und dann war Schluss für heute :-).
Montag, 28. Februar 2011
Einsamer Ausritt
Guat ists gangan, nix is g'schehn! kann ich gleich mal sagen :-). Aber ganz cool war ich nicht. Billy auch nicht. Zuerst im Wald (noch am Grundstück) war alles gut. Aber aus dem Wald rausreiten auf die kleine Straße, das war schon nicht ok. Da war ein Treshhold - für uns beide sicherlich. Mein Magen hat sich etwas zusammengekrampft, aber irgendwann muss ich es üben.
So, nach ein paar Schritten waren wir beide eigentlich recht cool, aber was würde man meinen, wie viele Autos einem an einem Sonntagnachmittag auf einer 1km langen Straße, die eigentlich nur vereinzelte Bauernhöfe miteinander verbindet, wohl begegnen kann. Jaaa, jede MEnge. Bei den 3 Autos konnten wir jeweils am Wegrand ganz gut parken, da war ich auch nicht aufgeregt und Billy auch überhaupt nicth.
Etwas anders war das, als wir grad an einer schmalen Wegstelle waren, rechts gings steil rauf, Berg. Straße an dieser Stelle nur einspurig. Ich hörte Motorgeräusch und parkte halt mal am Bankett, da an dieser STelle GsD vorhanden ist. Und dann kam ... nicht ein Auto, nein der große NÖM - Milchtankwagen *hilfe*. Ehrlich gesagt wurde mir dezent schlecht, aber der Fahrer war nett, fuhr ganz langsam vorbei und Billy stand zwar angespannt, aber wie eine Statue, wahrlich ein Squeeze Game zwischen Bergwand und Milchtanker. Gefühlsmäßig war er weit entfernt von einer Explosion. Kaum war der Tankwagen vorbei, wollte er auch schon hinterhertraben. *Uff*!!!! Gut gemeistert ist Balsam für unser Selbstbewusstsein!!
Das war nur eine kurze Runde zum Aufwärmen. Danach bin ich in die Halle gegangen und hab beschlossen, wieder etwas Finesse mit Gebiss zu reiten. Oh Wunder, selbiges war in 1 Minute im Pferdemaul! Das monatelange Üben hat offenbar doch was gebracht!
Wir haben dann ein bisschen Biegen geübt und Antraben mit sanftem Kontakt, das hat ganz gut funktioniert. Billy scheint aber das dünne Westerngebiss doch lieber zu haben als das dickere Plastik-Apfel-Ding, das ich ihm wohlmeinend verpasst habe.
Wir sind entweder gradaus ein wenig getrabt oder haben im Schritt viel Slalom zum Biegen geübt. Hat gut geklappt, ist halt alles noch ganz am Anfang.
Freitag, 25. Februar 2011
Liberty - Fig. 8 Fortschritt
Zuerst habe ich einmal ausprobiert, ob es die Stelle innerhalb der Halle ist, die Billy steckenbleiben lässt - nein. Er bleibt immer in der rechten Schleife stecken, egal ob das näher am Ausgang oder weiter weg ist,nah an der Wand oder weit davon weg. Es ist der Wechsel von rechts auf links, den er vermeiden will, genau wie beim Handwechsel im CG.
Heut ging es aber super. Ich hab mir wieder viel Zeit gelassen, wenig Druck gemacht, ihn machen lassen, und dann entdeckt, wo cih ihm am wenigsten im Weg stehe! Nämlich dann, wenn ich mich von einem pylon zum andern bewege, und zwar immer zu dem, den er gerade nicht umkreist. Auf dieser Höhe habe ich am meisten Draw. So bewegte ich zwar heut die Füße relativ viel, aber dafür hab ich keinen Stick nutzen müssen, nur mit dem Arm Richtung zeigen, und auf diese WEise haben wir 4 lupenreine 8er hinbekommen, im Schritt. Trab lass ich nochmal sein bis zur nächsten Wiederholung. Die Figure 8 lass ich jetzt insgesamt wieder ein Weilchen ruhen, das war heut toll :-).
Donnerstag, 24. Februar 2011
Liberty: Fig. 8
Danach bin ich noch kurz mit ihm in die Halle, um Figure 8 at liberty zu üben. Wie zuvor hab ich 2 x 2 Pylonen aufgebaut, 1x für eine kleine 8, 1x für eine große 8. Zuerst mit der kleinen, das ging ganz gut. Bei der rechten Schleife blieb Billy aber fast immer regelrecht "stecken". Auf der großen 8 war das noch stärker. Er stand einfach, ziemlich introvertiert, und wollte nicht vorwärts. Weit weg gehen half nicht, wollte ich die Hinterhand disengagen um ihn zu mir zu locken, verkroch er sich regelrecht in der Wand. Teilweise ging er sogar rückwärts (!).
Ich bin mal davon ausgegangen, dass es Unsicherheit ist und hab einfach den Druck ganz weggenommen und minutenlang gewartet, bis ich dachte, er könnte sich jetzt bewegen. Irgendwie hab ich es auch jedesmal geschafft, dass er doch wieder herkam - aber bei der nächsten Runde blieb er wieder an exakt der gleichen Stelle stecken. Manchmal habe ich ihn dann auch von hinten weiter getrieben und ließ ihn vom Muster abweichen und mal ganze Bahn traben - er hatte heute mehr Go als sonst und galoppierte auch... Hab ihn dann einfach eine Runde machen lassen und probiert, beim nächsten Vorbeikommen wieder auf den 8er zu schicken.
War zwar nicth allzu erfolgreich, aber irgendwie spannend - vielleicht war der eine Pylon zu nah an der Wand, obwohl Billy sonst keinerlei Schwierigkeiten hat, sich an irgendwelchen Wänden durchzuquetschen. Mal sehen, wie es nächstes Mal ist.
Dienstag, 22. Februar 2011
... und immer wieder rückwärts
Wir haben wieder mit den Kappzaum-Übungen "Führen in Stellung" und zusätzlich "Untertreten auf dem Zirkel" begonnen heute - das war schon mal besser. Anfangs musste ich Billy sehr oft an die Stellung erinnern, die hielt er immer nur 1 Schritt, aber nach ein paar Minuten wurde es besser. Das Übertreten hab ich auf einer Volte um mich herum gemacht. Also Zirkel mit Stellung, Übergang zu einer Volte, weiter auf dem Zirkel wieder mit Stellung. Hat er schön gemacht.
Ganz ganz kurz hab ich probiert, ob wir so - in Stellung - antraben können. Billy fand nein und schnappte mal her *gr*. Ok, das hat er sich dann anders überlegt und so ein paar Trabtritte haben wir dann noch gemacht, der Ordnung halber ;-).
Als nächster Punkt auf der Tagesordnung stand nochmal ein Auffrischen des Seitwärts. Mein Plan war, nur raufzuhopsen, einmal die eine Richtung, einmal die andere Richtung und fertig - und geworden ist es wieder mal eine Mega-Diskussion... nicht ums seitwärts, das machte er ganz brav. Allerdings mit zu viel vorwärts dabei, also fragte ich um einen Schritt rückwärts - und nix. Höhere Phasen, nix. Billy stand wie eine Statue, gestresst ohne Ende und ich weiß nicht warum, aber kein Schritt rückwärts. Ich bin abgesessen und hab ihn vom Boden rückwärts geschcikt - klappte wie immer. Wieder aufgesessen - nix ging. Kein Millimeter. Keine Gewichtsverlagerung. Nur ein immer ärgerlicheres und gestressteres Pferdchen und immer ärgerlicheres Frauli, das alle Tricks und Kniffe probierte und nix half. Aber aufhören? Geht auch nicht (oder doch?), also weitergestritten bis er halt mit Müh und Not schließlich doch ein paar Schritte rückwärts ging und sich das flüssig anfühlte...aber es war kein schönes Gefühl, von Harmonie keine Spur :-(. Wie mach ich bloß das Rückwärts zu seiner Idee? Immer damit aufzuhören, es als Markierung für "Trainingsende" zu etablieren klappt ja scheinbar auch nicht. Bin wie immer ratlos und ich versteh versteh versteh es einfach nicht.... Was ist so schlimm am Rückwärts? Irgendwann werd ichs schon rausfinden *seufz*.
Nach dem herausgepressten Rückwärts hab ich noch ein bisschen Liberty gemacht, was eigentlich heute als Hauptteil geplant war. Wir haben wieder 8er gemacht. 2 Pylonen hab ich in engem Abstand aufgestellt, für Schritt und kleine 8er. Und 2 für größere. Im Schritt ging alles gut, er ist nie abgehaut und blieb brav da, kannte das Muster, wechselte brav von einer Schleife zur anderen. Wir sind dann zu den 2 Pylonen im größeren Abstand gegangen, wo ich auch etwas Trab verlangt hab. Hat gut geklappt. Die linke Schleife klappt im Trab, bei der rechten Schleife kommt er mir manchmal abhanden, dann trabt er halt einen Zirkel und wir probieren es noch einmal. Ich bin dann dazu übergegangen, ihn nur kurz in Trab zu setzen und vor der Schleife wieder in Schritt zu parieren, dann schaffen wir auch die rechte Schleife. So weit so gut, haben wir ja erst 3x geübt :-).
Montag, 21. Februar 2011
Rezension
Alexandra Zich: Calme, en avant, droit. Ruhig, vorwärts, gerade. Ein Buch über den Weg zur Reitkunst. Schondorf: Wuwei Verlag, 2007. 196pp. EUR 19,80.
Dieses Buch ist, auch wenn der Titel ein bisschen danach klingt, keine Reitlehre, wie gleich im Vorwort klargestellt wird:
„Calme, en avant, droit […] möchte Sie sensibilisieren für unser aller Verantwortungsbewusstsein dem Pferd gegenüber. […] Es erwartet Sie keine Reitlehre – und dennoch ist dies ein Buch, das es sich zur Pflicht gemacht hat, Ihnen einen Weg zur Reitkunst zu ebnen.“
So geht es dann auch gleich los mit der Geschichte der Mensch-Pferd-Beziehung. Dabei zeigt sich sofort der rote Faden, der sich durchs ganze Buch zieht: immer steht die Beleuchtung des schmalen Grats zwischen Nutzung und Ausnutzung des Pferdes durch den Menschen im Mittelpunkt. Nach relativ kurzer Abhandlung des Einflusses des Pferdes auf die Wirtschaft, Kriegsführung usw. gibt es einen sehr schönen Überblick über die „alten Reitmeister“ – von Xenophon bis ins 19. Jh. Dabei werden auch die behandelt, über die nicht schon zig Bücher geschrieben wurden und deren Namen man nicht unbedingt dauernd hört.
Im 2. Kapitel gibt es dann doch so ein kleines bisschen Reitlehre. Anatomische Hintergründe werden behandelt, die Begriffe Gleichgewicht und natürliche Schiefe definiert und ihre Ursachen, Symptome und Auswirkungen auf die verschiedenen Körperpartien des Pferdes beleuchtet. Ich muss sagen, dass ich diese Begriffe selten so kompakt und gut erklärt gelesen habe. Weiters wird der Weg der Remonte zum künstlichen Gleichgewicht, d.h. zur Gewichtsverlagerung auf die Hanken, erklärt; und auch manches neues, das ich noch nirgendwo gelesen habe, wurde erwähnt, wie z.B., dass das Gebiss gemeinsam mit dem Hinterbein eine Drehung im Pferdemaul machen soll und dies die Voraussetzung für „durch das Genick Gehen“ ist (p. 164) – ganz ehrlich – noch nie gehört… interessant.
Immer wieder wird der Text mit Zitaten veschiedener Reitmeister gewürzt, deren Quellen – endlich einmal in der Reitsportliteratur!! – genau, korrekt und vollständig angegeben sind. Das hat wirklich Seltenheitswert ;-).
Schließlich widmet sich das 3. Kapitel dem „Pferd heute“, im Sport, in der Zucht, in Reitpferde- und Leistungsprüfungen, deren Vorgangsweise kritisch betrachtet wird. Schließlich noch abschließend – das Ende fand ich etwas abrupt – 3 neumodische Reitarten, die als falsch dargestellt werden, weil sie nur den Pferdehals bearbeiten … so weit so gut, dass dann aber nach 1) Schlaufzügeln, 2) Rollkur schließlich als 3) Philipp Karls „hohe Hand“ angeführt wird, hat mich doch etwas schlucken lassen. V.a. da nur seine Schüler angeprangert werden, untermauert durch ein winziges, schemenhaftes Schwarz-Weiß-Bild aus dem Internet einer Schülerin (deren Name nicht genannt wird) erschien mir schon irgendwie kindisch, oberflächlich und mehr wie eine persönlich motivierte Spitze, die - gerade auf der letzten Seite - am Ende noch einen komischen Nachgeschmack hinterließ.
Noch ein Wort zum Layout: Das ist… nennen wir es einmal so… innovativ. Es ist auf jeden Fall Geschmacksache – meinen Geschmack trifft es nicht ganz. V.a. die Zitate der Reitmeister sind – orange auf weißem Hintergrund – nicht sehr augenfreundlich zu lesen; aber wie auch immer, das tut dem Inhalt sicher keinen Abbruch.
Insgesamt hat mir das Buch besser gefallen als ich erwartet habe, da ich schon einige enttäuschte Meinungen gelesen hatte. Wenn man es aber nicht mit der Erwartungshaltung liest, eine Reitlehre vorzufinden, erfährt man doch kompakt und gut zusammengefasst und erklärt einiges neues.
Donnerstag, 17. Februar 2011
Zahnarzt
Sie tastete also mal alles ab... und ging dann wieder. Nix zu tun! Billy nützt seine Zähnchen ideal ab. In 3, 4 Monaten soll ich mich wieder melden, da werden sich dann die 2 Häkchen, die sie heute fühlen konnte, zu einer behandlungswürdigen Sache ausgewachsen haben.
Okaaaay... ich war ziemlich perplex und hatte plötzlich einen Haufen Zeit (und Geld *lach*) übrig - also musste Billy heute doch auch was arbeiten.
Angefangen wie immer mit Führen in Stellung am Kappzaum, heute ein bisschen gewürzt mit der nächsten Übung, hinten Übertreten. Das kann Billy gut. Immer abwechselnd: In Stellung führen, bisschen strecken lassen, in Stellung führen, 1-2 Schritte hinten übertreten, wieder in Stellung führen und wieder strecken lassen.
Danach kommt jetzt wieder eine Phase Liberty. Zuletzt haben wir mit unserer ersten Figure 8 aufgehört, und dort jetzt weitergemacht. Abwechselnd mit ein bisschen auf den Zirkel schicken, damit er neu "Schwung holen" kann. Die 8er sind schon richtig gut, im Schritt. Man merkt dass Billy das Muster verstanden hat. Teilweise brauchte ich keinen Stick mehr und auch nicht mehr die Hinterhand bei jedem Bring Back auskuppeln (was meist nötig ist, um ihn "um die Kurve" zu bringen). Er folgte dem Muster von fast allein, ich musste nur im richtigen Moment Platz machen. Hie und da wurden es größere 8er (wenn er überlegte, doch gradaus weiterzugehen - aber ich habe ihn immer noch wieder holen und um die 8er-Schleife schicken können), und oft wurden es Mini-Mini-8er... das ist so witzig, wenn er die Kurve möööglichst eng um die Pylonen zieht, wirklich geraaaade so noch vorbei mit den Vorderbeinen, und den Hinterbeinen. Und dann schaut er einen an: "Das gilt doch, oder????" *lach*.
Ich habe auch versucht, ihn beim WEchseln von einer Schleife zur anderen auch einmal in Trab zu setzen, aber das ging heut nicht so leicht bzw. war es immer knapp dran, dass er mir dann abhaut - und da blieb ich lieber mit wenig Energie im Schritt.
Teilweise war schön zu sehen, wie ich ihn blockiere - er stockt und schaut skeptisch und ist unsicher. Wenn ich in dieser Situation Druck mache, macht er dann zu und will sich nicht mehr mit mir und der Aufgabe beschäftigen - dann kommt das "Totstellen". Das war heut echt gut zu beobachten. Ich muss tatsächlich schauen, dass ich dann weit weg komme. Dann kann man sehen, wie der Druck irgendwann abfällt und er wieder einen Schritt vorwärts machen kann. Ich weiß nicht, ob ich richtig interpretiere, aber heute hat die Strategie geklappt. Statt mehr Druck auf "der will nicht" weniger Druck auf "der kann nicht", und dann hat er das Muster brav wieder aufgenommen.
Danach bin ich auch noch geritten, die letzte Seitwärts-FreeStyle-Session. jetzt werd ich das wieder ruhen lassen. Heut haben wir aber Gas gegeben *g*. Seitwärts links, seitwärts rechts, wirklich wirklich viel, und er hat das toll gemacht.
Mit rückwärts haben wir wieder abgeschlossen, und ich kann nur sagen "wow" was für ein rückwärts! Wahrscheinlich hab ich in meinem Bemühen, es ihm schmackhaft zu machen, immer zu früh aufgehört - und immer weniger gekriegt. Die letzten paar Sessions hab ich mich ja nicht mit irgendeinem Rückwärts zufrieden gegeben, sondern - auch wenn es ein Kampf war und Billy grunzen musste - erst dann aufgehört, wenn es flüssig, flott, und ohne Furchen in den Sand zu ziehen, geklappt hat. Er scheint es sich gemerkt zu haben, denn dieses flüssig, flott und Füße heben kam heute nun viel früher, Grunzen war zwar immer noch dabei, aber heute war es wirklich nach den ersten paar Schlurfschritten supergut, und da hab ich wieder aufgehört. Es wird irgendwann werden, ich glaub ganz fest dran ;-).
Dienstag, 15. Februar 2011
Mehr Seitwärts
Danach bin ich wieder geritten, FreeStyle, zuerst zur Einstimmung einfaches Follow the Rail im Trab. Das war richtig toll, er ist auf Anhieb im Trab geblieben und hat seine Runden gezogen, und die Zirkel, die ich zwischendurch 2, 3x eingebaut habe, lief er ohne Zügel und ohne Stick, auf den Hauch eines Schenkels und Gewicht. Super!
Dann das Seitwärts, ich lass nicht locker. Heute war es besser als zuletzt. Irgendwie war mir heut aber danach, das bisschen Vorwärtstendenz, das da noch drin ist, halt mal zu erlauben. Dafür geht es dann richtig flüssig und teilweise auch schon richtig flott. Noch immer muss ich aber mit dem Stick als "Dirigierstab" (d.h. ohne Berührung, aber er muss da sein) die Hinterhand heranholen, sonst vergisst er die.
Dann wars auch schon wieder vorbei. Zum Abschluss habe ich rückwärts abgefragt, das diesmal weniger opposition reflex hervorrief (aber immer noch weit entfernt von harmonisch, der erste Schritt *seufz*). Ich ließ ihn rückwärts gehen, egal wie weit, egal wie lang, bis es sich so anfühlte wie ich es gut fand: er hob endlich die Füße vom Boden, flott und zügig, ohne grunzen und zähneknirschen *seufz*. Dann gleich runtergehüpft und fertig für heute... Vielleicht gewinnt die Übung ja etwas Sympathie, wenn sie öfter mal den Abschluss der Einheit darstellt...