Das Wetter war heut grauslich, immer wieder ein bisschen Regen, und sturmartige Böen. Durch die Bewässerung war aber dafür das Viereck pipifein zu reiten, und daher versuchte ich mal ein bissl meine letzte Lektüre umzusetzen, aus Corinna Lehmans "Bausteine Dressurreiten" (Rezension folgt irgendwann). Dort wird die klassisch deutsche Reitlehre schön vereinfacht dargestellt, was mir doch einige Aha-Momenta beschert hat. Erstes Ziel bei ihr: Erstmal durch ordentliches Vorwärts Schubkraft entwickeln, daraus ergibt sich dann Tragkraft.
Also mal probiert, Billy zu ordentlichem Vorwärts zu bringen. Das hapert bei uns ja tatsächlich und kann nicht schaden. Dabei Lehmanns Tips zum richtigen Treiben eingesetzt, und dabei noch versucht Füße zu fühlen. Mittlerweile spüre ich im Schritt, wann welches Hinterbein vorschwingt. Juhu! Und das schon nach 25 Jahren reiten *g*. Im Trab fühl ich wenig, muss ich gestehen, dafür kann man da schummelnd das andersseitige Vorderbein beäugen. Besser als nix.
Also 5 Minuten Schritt mit ordentlich vorwärts + fühlen, dann 5 Minuten Trab mit ordentlich vorwärts und fühlen, und dann wieder 5 Minuten Schritt. Laaangweilig, aber vielleicht muss so was hie und da auch sein.
Nach der 15-Minuten-Vorwärts-Einheit bin ich abgesessen, sattelte Billy ab (und *platsch* lag er auch schon im Sand, nu gut) und machte dann noch ein bissl On Line. Ich hab wieder 2 Pylonen ausgepackt und das Figure 8 Pattern. Zuerst im Trab, dann langsam etwas Galopp hinzugefügt, beim Wechsel von einer zur anderen Schlaufe, und dann immr mehr Galopp bis hin zu fliegenden Wechseln. Die haben heute besser von rechts auf links geklappt, flüssiger und schöner. In die andere Richtung ließ er sich etwas bitten, hat es dann aber wenn ich deutlicher wurde, auch brav umgesetzt. Was wir noch nicht hinkriegen ist ein vollständiger Achter mit 2 fliegenden hintereinander.
Insgesamt hab ich wieder zu viel und zu oft gemacht, hätte ein paar mInuten früher aufhören müssen - mist, wieder den rechten Zeitpunkt verpasst, aber wir konnten trotzdem gut aufhören.
Süß finde ich, wie Billy am Wechsel von rechts auf links (den er lange ganz einfach nicht konnte) plötzlcih Gefallen gefunden hat. Man kann richtig sehen, wie er sich konzentriert, die Beine schmeißt (jaaa, elegant ist noch anders, aber Übung macht den Meister) und dann so richtig stolz zu sein scheint und übermütig mit ein bisschen Kopfschlenkern oder Angasen. Früher hat er sich immer verheddert, verlor die Balance, fiel in hektischen Trab, oder in Kreuzgalopp und dann in Trab. Es macht ihm glaub ich richtig Spaß, dass er das nun gelernt hat *g*.
you live you learn you love you learn you cry you learn you lose you learn you bleed you learn you scream you learn you grieve you learn you choke you learn you laugh you learn you choose you learn you pray you learn you ask you learn you live you learn
Alanis Morissette
Samstag, 31. März 2012
Dienstag, 27. März 2012
Wir sind wieder ausgeritten :-). Das Wetter veränderte sich zwar auf dem Weg in den Stall vom herrlichsten Sonnenschein zu grautrübem Himmel mit ziemlich viel Wind und fast schon kalt, aber wir sind ja keine Schönwetterreiter ;-).
Die Stallkollegin - heut auf ihrem eigenen Pferd, "The Boss", aka Herdenchef - und ich mit Billy machten uns auf den Weg, neue Gefielde zu erkunden. Wir gingen einen neuen Weg, durchquerten wieder einmal einen Hof, kletterten steile Weiden hinauf, wurden fast vom Wind verweht, ritten durch ein Stückchen Wald, und dann ritten wir wieder retour, bevor es uns zu dunkel wurde.
Beide Pferdchens waren wegen des Windes schon etwas aufgeregt, aber super brav dabei. Billy klemmt immer noch, wenn wir uns eine gewisse Distanz entfernen, aber es wird immer besser und ich immer sicherer. Heimwärts hat er dann einen super Schritt drauf (aber nicht hektisch oder trippelnd).
Hufschuhe haben wir diesmal auch angezogen - sie passen noch :-) und haben toll gehalten.
Ich glaub in den letzten Wochen hab ich mehr Ausreit-Kilometer zurückgelegt als im ganzen Jahr 2011!! *freu*
Die Stallkollegin - heut auf ihrem eigenen Pferd, "The Boss", aka Herdenchef - und ich mit Billy machten uns auf den Weg, neue Gefielde zu erkunden. Wir gingen einen neuen Weg, durchquerten wieder einmal einen Hof, kletterten steile Weiden hinauf, wurden fast vom Wind verweht, ritten durch ein Stückchen Wald, und dann ritten wir wieder retour, bevor es uns zu dunkel wurde.
Beide Pferdchens waren wegen des Windes schon etwas aufgeregt, aber super brav dabei. Billy klemmt immer noch, wenn wir uns eine gewisse Distanz entfernen, aber es wird immer besser und ich immer sicherer. Heimwärts hat er dann einen super Schritt drauf (aber nicht hektisch oder trippelnd).
Hufschuhe haben wir diesmal auch angezogen - sie passen noch :-) und haben toll gehalten.
Ich glaub in den letzten Wochen hab ich mehr Ausreit-Kilometer zurückgelegt als im ganzen Jahr 2011!! *freu*
Sonntag, 25. März 2012
Wir haben heut so ziemlich dasselbe gemacht wie letztes Mal, wieder mit Stangen-L gespielt.
Das rückwärts ist weiter so zäh, unglaublich. Immer nur der erste Schritt. Ist der geschafft, gehts flüssig und relativ locker rückwärts. Auch ums Eck ist kein Problem, auch wenn wir manchmal neue Muster legen mit den Stangen. Rückwärts ist auch ohne Stangen genauso schwierig, also an den Stangen liegt es nicht.
Es war so schlimm heut, dass ich abgesessen bin und vom Boden geübt - da geht alles sehr fein, leichtes Porcupine Game an die Nase, und das Rückwärts ist da.
Ich versteh es einfach nicht. Mittlerweile verkrampf ich mich allerdings selbst schon so, dass mir alles wehtut nachher, d.h. wahrscheinlich blockiere ich selbst mittlerweile alles ... was dann aber nicht erklärt, warum es nach dem Kampf um den 1. Schritt dann immer lockerflockig losgeht.
Überhaupt war Billy heut in Oppositionslaune. Beim Trab zwischendurch war ich wieder einige Momente nicht sicher, ob ich vielleicht ein leichtes Ticken spüre. Jedenfalls wollte ich mir das nach erfolgreichem L-Durchqueren dann vom Boden nochmal anschauen. Stick hatte ich nicht mit, aber mit dem langen Seil umgeknüpft muss das ja wohl auch so gehen. Denkste. Billy fand es sehr dreist von mir, nach dem Absitzen, i.e. ENDE, tatsächlich noch was von ihm zu wollen. Statt zu traben oder auch nur Schritt zu gehen drohte er massiv in die Mitte und ging hübsch halb-seitwärts. Das massive Drohen war wieder mal ganz und gar nicht lustig und bewog mich, mir aus der Halle eine dort befindliche Longierpeitsche zu holen. Nur die interessierte den guten Billy heute überhaupt nicht, schließlich war ich geritten und dann abgesessen, und dann ist eben ENDE. Ich bekam das Tier nicht vom Leib und das Drohen wurde immer schlimmer. Ich schleppte Billy - sobald die Forderung, etwas zu tun, aufhörte, war er wieder freundlich wie ein Lämmchen - daher in die Halle. Aufhören konnte ich an dem Punkt irgendwie auch nicht mehr. In der Halle nahm ich das Seil ab in der Hoffnung, mehr Abstand zu bekommen, denn die 7m vom Seil waren mir für den emotionalen Zustand, in dem wir uns beide befanden, eindeutig zu gering. War aber eine schlechte Idee, ich bekam ihn trotzdem nicht weiter weg, geschweige denn zum Laufen. Mit gesenktem Kopf á la Raubtier umkreiste mich der Billy seitwärtsgehend (naja, vielleicht bringts ja was für die Muckis, wenigstens). Irgendwann riss mir die Geduld, ich entfernte mich in die andere Hallenecke (und sobald ich nichts mehr wollte, schaute mir der billy wieder nach, freundlich wie ein Lämmchen), um dann laut brüllend, kreischend, und die Longierpeitsche mit allem was ich hatte um mich schnalzend in die andere Hallenhälfte zurückzukehren. Ich sah den Billy noch kurz drohen, dann aber eine Veränderung des Gesichtsausdruck in Richtung skeptisch, und dann machte ich lieber die Augen zu, ging einfach nur zielstrebig hin und her und fegte mit der Longierpeitsche alles auf 7m-Abstand, was sich in den Weg stellte. Neben der Hallenbande war auch der Billy einige Male gefühlt im Weg, aber er nahm mich immerhin ernst, denn als ich die Augen wieder öffnete, trabte er gleichsam schwebend durch die Halle, von Lahmen keine Spur zu sehen.
Puh. Büffli is back.
Das rückwärts ist weiter so zäh, unglaublich. Immer nur der erste Schritt. Ist der geschafft, gehts flüssig und relativ locker rückwärts. Auch ums Eck ist kein Problem, auch wenn wir manchmal neue Muster legen mit den Stangen. Rückwärts ist auch ohne Stangen genauso schwierig, also an den Stangen liegt es nicht.
Es war so schlimm heut, dass ich abgesessen bin und vom Boden geübt - da geht alles sehr fein, leichtes Porcupine Game an die Nase, und das Rückwärts ist da.
Ich versteh es einfach nicht. Mittlerweile verkrampf ich mich allerdings selbst schon so, dass mir alles wehtut nachher, d.h. wahrscheinlich blockiere ich selbst mittlerweile alles ... was dann aber nicht erklärt, warum es nach dem Kampf um den 1. Schritt dann immer lockerflockig losgeht.
Überhaupt war Billy heut in Oppositionslaune. Beim Trab zwischendurch war ich wieder einige Momente nicht sicher, ob ich vielleicht ein leichtes Ticken spüre. Jedenfalls wollte ich mir das nach erfolgreichem L-Durchqueren dann vom Boden nochmal anschauen. Stick hatte ich nicht mit, aber mit dem langen Seil umgeknüpft muss das ja wohl auch so gehen. Denkste. Billy fand es sehr dreist von mir, nach dem Absitzen, i.e. ENDE, tatsächlich noch was von ihm zu wollen. Statt zu traben oder auch nur Schritt zu gehen drohte er massiv in die Mitte und ging hübsch halb-seitwärts. Das massive Drohen war wieder mal ganz und gar nicht lustig und bewog mich, mir aus der Halle eine dort befindliche Longierpeitsche zu holen. Nur die interessierte den guten Billy heute überhaupt nicht, schließlich war ich geritten und dann abgesessen, und dann ist eben ENDE. Ich bekam das Tier nicht vom Leib und das Drohen wurde immer schlimmer. Ich schleppte Billy - sobald die Forderung, etwas zu tun, aufhörte, war er wieder freundlich wie ein Lämmchen - daher in die Halle. Aufhören konnte ich an dem Punkt irgendwie auch nicht mehr. In der Halle nahm ich das Seil ab in der Hoffnung, mehr Abstand zu bekommen, denn die 7m vom Seil waren mir für den emotionalen Zustand, in dem wir uns beide befanden, eindeutig zu gering. War aber eine schlechte Idee, ich bekam ihn trotzdem nicht weiter weg, geschweige denn zum Laufen. Mit gesenktem Kopf á la Raubtier umkreiste mich der Billy seitwärtsgehend (naja, vielleicht bringts ja was für die Muckis, wenigstens). Irgendwann riss mir die Geduld, ich entfernte mich in die andere Hallenecke (und sobald ich nichts mehr wollte, schaute mir der billy wieder nach, freundlich wie ein Lämmchen), um dann laut brüllend, kreischend, und die Longierpeitsche mit allem was ich hatte um mich schnalzend in die andere Hallenhälfte zurückzukehren. Ich sah den Billy noch kurz drohen, dann aber eine Veränderung des Gesichtsausdruck in Richtung skeptisch, und dann machte ich lieber die Augen zu, ging einfach nur zielstrebig hin und her und fegte mit der Longierpeitsche alles auf 7m-Abstand, was sich in den Weg stellte. Neben der Hallenbande war auch der Billy einige Male gefühlt im Weg, aber er nahm mich immerhin ernst, denn als ich die Augen wieder öffnete, trabte er gleichsam schwebend durch die Halle, von Lahmen keine Spur zu sehen.
Puh. Büffli is back.
Donnerstag, 22. März 2012
Heut haben Billy und ich uns wieder in Mikado versucht. Ich habe uns wieder ein Stangen-L aufgelegt.
Bisschen aufwärmen, und danach mal vorwärts durchs L (klappte dann auch super im langsamen Trab *freu*), oder auch über die 2 oder 1 Stange. Ein bisschen Galopp zum Munterwerden - Billy war dabei total brav und auch ich konnte wieder lockerer sitzen als zuletzt, als sich alles so furchtbar anfühlte.
Hauptsächlich übten wir aber Rückwärts durchs L. Das Lenken durch Verschiebn der Hinterhand klappt super (rechts nach links besser als umgekehrt), aber das Rückwärts selbst hakte wieder gewaltig. Erstens: Frauli hatte die Dressurgerte nicht mit. Und das übernasert der kluge Billy sowieso sofort. Also die Beine genommen statt Anstupfen mit der Gerte bei Nicht-Reaktion auf Sitz und Stimme. Beine-Klopfen (die klopfen erst, wenn keine Reaktion kommt) findet Billy noch viel blöder als die Gerte. Trotzdem, jeder Schritt war anfangs eine Qual. Aber mit der Zeit wurden die Wünsche flotter und flüssiger und williger umgesetzt, und so konnten wir mit einem guten Rückwärts durchs L einmal in jede Richtung schön abschließen.
Bisschen aufwärmen, und danach mal vorwärts durchs L (klappte dann auch super im langsamen Trab *freu*), oder auch über die 2 oder 1 Stange. Ein bisschen Galopp zum Munterwerden - Billy war dabei total brav und auch ich konnte wieder lockerer sitzen als zuletzt, als sich alles so furchtbar anfühlte.
Hauptsächlich übten wir aber Rückwärts durchs L. Das Lenken durch Verschiebn der Hinterhand klappt super (rechts nach links besser als umgekehrt), aber das Rückwärts selbst hakte wieder gewaltig. Erstens: Frauli hatte die Dressurgerte nicht mit. Und das übernasert der kluge Billy sowieso sofort. Also die Beine genommen statt Anstupfen mit der Gerte bei Nicht-Reaktion auf Sitz und Stimme. Beine-Klopfen (die klopfen erst, wenn keine Reaktion kommt) findet Billy noch viel blöder als die Gerte. Trotzdem, jeder Schritt war anfangs eine Qual. Aber mit der Zeit wurden die Wünsche flotter und flüssiger und williger umgesetzt, und so konnten wir mit einem guten Rückwärts durchs L einmal in jede Richtung schön abschließen.
Dienstag, 20. März 2012
Rezension
Philippe Karl, Die Schule der Légèreté 1+2. (2 DVDs). Pferdia TV, 2011. 212 Minuten. ~ € 80,-
Ich kannte von Philippe Karl neben seinen Büchern schon die 4-er DVD Serie "Klassische Dressur". Die gefiel mir gut, dort sieht man aber ausschließlich Philippe Karl selbst reiten, und natürlich sieht alles leicht und einfach aus. Diese 4 DVDs sind eine Darstellung des Ausbildungswegs.
Auf der DVD-Serie der "Schule der Légèrteté" sieht man nun nicht mehr Ph. Karl selbst reiten, sondern seine Schüler, während er sie unterrichtet. Durch dieses Format und auch durch den Titel habe ich mir erhofft, dass man hier das Erarbeiten von Lektionen bzw. auch der Grundlagen sehen wird; so ganz ist das dann leider nicht der Fall. Zwar reiten Karls Schüler, aber noch immer sieht alles leicht aus, und die gezeigten Lektionen werden zwar verfeinert, aber im Grunde sitzen sie schon einmal. Man nimmt einfach an einzelnen Reitstunden, erteilt von Ph. Karl, teil, die eben zu verschiedenen Zeitpunkten in der Ausbildung eines Pferdes herausgepickt wurden.
Was mir sehr gut gefallen hat sind die vielen verschiedenen Pferdetypen. Hier ist vom Quarter (dessen Gebäude Ph. Karl offenbar als so misslungen sieht, dass er ihn extra nochmal ohne Sattel vorführt *g*) über mehrere Hafis bis hin zum Warmblut wirklich viel an verschiedenen Typen herangezogen worden.
Die Kommentare von Ph. Karl an seine Schüler (und manchmal auch die hie und da fallengelassenen Bemerkungen in Richtung DVD- und Vorort-Publikum) sind durchaus hilfreich. Die DVDs unterscheiden sich aber inhaltlich nicht wirklich von der ersten Serie; was ich mir gewünscht hätte, wäre, dass man z.B. einen Zusammenschnitt der Entwicklung einer bestimmten Lektion an einem Pferd sieht, wenn man also z.B. über Wochen oder Monate hinweg immer wieder Aufnahmen der Lektion zusammengeschnitten hätte und so die Entwicklung vom ersten Heranführen des Pferdes bis hin zum aktuellen Könnenstand mitverfolgen könnte. Beispiel Spanischer Schritt: Alle Pferde haben das Grundprinzip verstanden, es wird verfeinert; es wird aber kein Pferd gezeigt, dass seinen ersten Ansatz zum Spanischen Schritt gerade lernt. So etwas hätte ich gern gesehen.
Es ist eine sehr runde, harmonische, brave DVD, durchaus anschauenswert. Wer aber eh schon die 4-er Serie zu Hause hat, muss sie denke ich nicht unbedingt auch noch besitzen; vor allem angesichts des doch recht stolzen Preises ;-).
Ich kannte von Philippe Karl neben seinen Büchern schon die 4-er DVD Serie "Klassische Dressur". Die gefiel mir gut, dort sieht man aber ausschließlich Philippe Karl selbst reiten, und natürlich sieht alles leicht und einfach aus. Diese 4 DVDs sind eine Darstellung des Ausbildungswegs.
Auf der DVD-Serie der "Schule der Légèrteté" sieht man nun nicht mehr Ph. Karl selbst reiten, sondern seine Schüler, während er sie unterrichtet. Durch dieses Format und auch durch den Titel habe ich mir erhofft, dass man hier das Erarbeiten von Lektionen bzw. auch der Grundlagen sehen wird; so ganz ist das dann leider nicht der Fall. Zwar reiten Karls Schüler, aber noch immer sieht alles leicht aus, und die gezeigten Lektionen werden zwar verfeinert, aber im Grunde sitzen sie schon einmal. Man nimmt einfach an einzelnen Reitstunden, erteilt von Ph. Karl, teil, die eben zu verschiedenen Zeitpunkten in der Ausbildung eines Pferdes herausgepickt wurden.
Was mir sehr gut gefallen hat sind die vielen verschiedenen Pferdetypen. Hier ist vom Quarter (dessen Gebäude Ph. Karl offenbar als so misslungen sieht, dass er ihn extra nochmal ohne Sattel vorführt *g*) über mehrere Hafis bis hin zum Warmblut wirklich viel an verschiedenen Typen herangezogen worden.
Die Kommentare von Ph. Karl an seine Schüler (und manchmal auch die hie und da fallengelassenen Bemerkungen in Richtung DVD- und Vorort-Publikum) sind durchaus hilfreich. Die DVDs unterscheiden sich aber inhaltlich nicht wirklich von der ersten Serie; was ich mir gewünscht hätte, wäre, dass man z.B. einen Zusammenschnitt der Entwicklung einer bestimmten Lektion an einem Pferd sieht, wenn man also z.B. über Wochen oder Monate hinweg immer wieder Aufnahmen der Lektion zusammengeschnitten hätte und so die Entwicklung vom ersten Heranführen des Pferdes bis hin zum aktuellen Könnenstand mitverfolgen könnte. Beispiel Spanischer Schritt: Alle Pferde haben das Grundprinzip verstanden, es wird verfeinert; es wird aber kein Pferd gezeigt, dass seinen ersten Ansatz zum Spanischen Schritt gerade lernt. So etwas hätte ich gern gesehen.
Es ist eine sehr runde, harmonische, brave DVD, durchaus anschauenswert. Wer aber eh schon die 4-er Serie zu Hause hat, muss sie denke ich nicht unbedingt auch noch besitzen; vor allem angesichts des doch recht stolzen Preises ;-).
Sonntag, 18. März 2012
Das Wochenende war wunderschön! Warm und sonnig. An beiden Tagen gingen Billy und ich mit Stallkollegen ausreiten. Wir machten beide Male die gleiche Runde wie auch schon letzte Woche. Der Fortschritt zeigt sich sofort: Während Billy und das Westernstütchen letztes Mal ja noch total aus dem Häuschen waren, war Billy diesmal am Samstag schon recht entspannt, und am Sonntag bereits gelangweilt von der immer gleichen Runde.
Beide Tage waren wir so 1,5 Std. unterwegs.
Am Samstag war Billys Geburtstag ... jetzt ist er 9 und sollte langsam erwachsen werden. auf unserem Geburtstagsausritt war alles bereits so entspannt, dass ich auch ein paar Fotos machen konnte von diesem wunderschönen Tag und unserer wunderschönen Ausreitstrecke :-)
Beide Tage waren wir so 1,5 Std. unterwegs.
Am Samstag war Billys Geburtstag ... jetzt ist er 9 und sollte langsam erwachsen werden. auf unserem Geburtstagsausritt war alles bereits so entspannt, dass ich auch ein paar Fotos machen konnte von diesem wunderschönen Tag und unserer wunderschönen Ausreitstrecke :-)
Donnerstag, 15. März 2012
Billy ist weiterhin grantig wenn ich putzen möchte. Bis hin zum Herschnappen und beim Hufeanheben ein Treten anzudeuten. Ich würde ja glauben, dass irgendwas weh tut oder der Fellwechsel gar so anstrengend ist, wenn nicht nach der Reiteinheit das Billytier streichelweich wäre, sich abschmusen lässt, die Hufe nach der Reihe selbständig aufhebt, und das ganze auch noch mit freundlichem Gesicht. Ich verstehe echt manchmal nicht was in ihm vorgeht...
Reiterlich war ich heut langweilig. Billy durfte mir eine Sitzschulungseinheit geben. Wir starteten am Viereck (wieder toll bereitbar und noch hell *juhu*) im Schritt; ich bemühte mich, nicht unbewusst die Beine treibend anzuspannen oder den Hintern, sondern ganz locker zu sitzen, und Billy hatte sich im GEgenzug zu bemühen, meine Beinsignale aber sofort umzusetzen und auch beim WEglassen nicht gleich wieder in Schlurfschritt zu verfallen. So klappte das ganz gut.
Wir gingen über zum Trab, und zu großen Zirkeln, ohne Zügel, Bein nur kurz dran und wieder weg. Klappte auch gut, nachdem wir kurz geklärt hatten, dass Trab nur Trab heißt und nicht: "Trab, soll wohl heißen schnell raus aus dem Viereck". Ging auch noch gut, Billy trabte gleichmäßig und fein dahin, nachdem er nur zweimal probiert hatte, ob Schritt nicht vielleicht auch durchgeht. Nein, Billy.
Dann, obwohl ich mir vorgenommen hatte, nicht zu galoppieren, hab ichs wieder doch gemacht - und mich geärgert. Wollte einfach gleich wieder zu viel. Wir haben das halt lange nicht geübt. Es war nicht so schlecht, der Galopp an sich, auch da bemühte ich mich ganz locker zu sitzen und die Beine nicht hochzuziehen und sonst nicht viel von Billy zu verlangen. Nur das Angaloppieren selbst ist momentan ein Graus, Renntrab und iiirgendwann dann mal ein holpriger Galopp, erst nach einiger Zeit dann ordentliche Sprünge. Daher hab ich beschlossen zu probieren, aus dem Schritt anzugaloppieren. Das war dann zu viel für uns beide, sprich der Moment, wo ich mich zu ärgern begann, weil es nicht klappte. Immer wieder: Galoppkommando, Renntrab, Schrittparade, und wieder von vorn. Ich konnte dann aber schlecht aufhören und habs eben so lange probiert, bis ich auf jeder Hand einmal ein anständiges Angaloppieren aus dem Schritt mit anschließend ein paar lockeren Galoppsprüngen bekommen hatte. Teilweise kann Billy wohl nix dafür, ich versteif mich total im Versuch, eine möglichst klare Galopphilfe zu geben, und dann wirds erst nix, und mich dann drüber zu ärgern, ist natürlich unfair.
Nachher war der schwitzende Billy wie erwähnt streichelweich, holte sich höflich seine Leckerlis ab, genoss , sich wutzeln zu dürfen, ließ sich das schwitzige Fell kraulen und mampfte zufrieden die Heucobs. Vielleicht braucht er echt nur bisschen mehr Arbeit ;-)
Reiterlich war ich heut langweilig. Billy durfte mir eine Sitzschulungseinheit geben. Wir starteten am Viereck (wieder toll bereitbar und noch hell *juhu*) im Schritt; ich bemühte mich, nicht unbewusst die Beine treibend anzuspannen oder den Hintern, sondern ganz locker zu sitzen, und Billy hatte sich im GEgenzug zu bemühen, meine Beinsignale aber sofort umzusetzen und auch beim WEglassen nicht gleich wieder in Schlurfschritt zu verfallen. So klappte das ganz gut.
Wir gingen über zum Trab, und zu großen Zirkeln, ohne Zügel, Bein nur kurz dran und wieder weg. Klappte auch gut, nachdem wir kurz geklärt hatten, dass Trab nur Trab heißt und nicht: "Trab, soll wohl heißen schnell raus aus dem Viereck". Ging auch noch gut, Billy trabte gleichmäßig und fein dahin, nachdem er nur zweimal probiert hatte, ob Schritt nicht vielleicht auch durchgeht. Nein, Billy.
Dann, obwohl ich mir vorgenommen hatte, nicht zu galoppieren, hab ichs wieder doch gemacht - und mich geärgert. Wollte einfach gleich wieder zu viel. Wir haben das halt lange nicht geübt. Es war nicht so schlecht, der Galopp an sich, auch da bemühte ich mich ganz locker zu sitzen und die Beine nicht hochzuziehen und sonst nicht viel von Billy zu verlangen. Nur das Angaloppieren selbst ist momentan ein Graus, Renntrab und iiirgendwann dann mal ein holpriger Galopp, erst nach einiger Zeit dann ordentliche Sprünge. Daher hab ich beschlossen zu probieren, aus dem Schritt anzugaloppieren. Das war dann zu viel für uns beide, sprich der Moment, wo ich mich zu ärgern begann, weil es nicht klappte. Immer wieder: Galoppkommando, Renntrab, Schrittparade, und wieder von vorn. Ich konnte dann aber schlecht aufhören und habs eben so lange probiert, bis ich auf jeder Hand einmal ein anständiges Angaloppieren aus dem Schritt mit anschließend ein paar lockeren Galoppsprüngen bekommen hatte. Teilweise kann Billy wohl nix dafür, ich versteif mich total im Versuch, eine möglichst klare Galopphilfe zu geben, und dann wirds erst nix, und mich dann drüber zu ärgern, ist natürlich unfair.
Nachher war der schwitzende Billy wie erwähnt streichelweich, holte sich höflich seine Leckerlis ab, genoss , sich wutzeln zu dürfen, ließ sich das schwitzige Fell kraulen und mampfte zufrieden die Heucobs. Vielleicht braucht er echt nur bisschen mehr Arbeit ;-)
Dienstag, 13. März 2012
Schade, unser geplanter Ausritt wurde nichts, da sich meine Stallkollegin das Kreuz so sehr verrissen hat, dass sie sogar zum Arzt musste, die Arme.
Billy und ich drehten daher lieber nur eine kleine Aufwärmrunde um den Hausberg, blieben also in der Comfortzone. Eine andere Einstellerin mit ihrer älteren STute begleitete uns zu Fuß.
Danach gingen wir - ohne Protest von Billy, der bei der Gelegenheit gern beim Vorbeigehen in den Putzraum abbiegt - aufs Viereck. Leider hatte es offenbar hier mehr geregnet, Viereck im Gegensatz zum letzten Mal relativ überschwemmt. Aber trotzdem griffig.
Ich übte wieder mal relativ planlos Trab und Galopp. Wir waren beide total verspannt und schief. Galopp war furchtbar. Als müsste ich neu beginnen, fühlt sich grausig an. Billy war zäh und wollte die Gangart, egal ob Trab oder Galopp, niccht halten. Im Schritt musste man um jeden Schritt bitten. Im Galopp musste ich mich extrem zusammenreißen, locker mitzusitzen und nicht jeden Sprung anzuschieben.
Ich brauch echt dringend irgendwelchen Unterricht. Oder wenigstens nen Plan.
Naja, vielleicht nächstes mal wieder besser.... Billy ist auch dermaßen grantig, ich weß ncht warum. Die meisten anderen Pferde ebenso. Aus Solidarität mit einem verletzten Pferd kommen sie derzeit weniger auf die größere Auslauffläche, vermutlich deshalb. Aber deshalb muss man wohl nicht gleich wieder alles am Frauchen auslassen udn beißen und treten drohen. Da gabs ein paar Diskussionen zwischen uns. Wenigstens lass ich mich davon mittlerweile wenig beeindrucken...
Billy und ich drehten daher lieber nur eine kleine Aufwärmrunde um den Hausberg, blieben also in der Comfortzone. Eine andere Einstellerin mit ihrer älteren STute begleitete uns zu Fuß.
Danach gingen wir - ohne Protest von Billy, der bei der Gelegenheit gern beim Vorbeigehen in den Putzraum abbiegt - aufs Viereck. Leider hatte es offenbar hier mehr geregnet, Viereck im Gegensatz zum letzten Mal relativ überschwemmt. Aber trotzdem griffig.
Ich übte wieder mal relativ planlos Trab und Galopp. Wir waren beide total verspannt und schief. Galopp war furchtbar. Als müsste ich neu beginnen, fühlt sich grausig an. Billy war zäh und wollte die Gangart, egal ob Trab oder Galopp, niccht halten. Im Schritt musste man um jeden Schritt bitten. Im Galopp musste ich mich extrem zusammenreißen, locker mitzusitzen und nicht jeden Sprung anzuschieben.
Ich brauch echt dringend irgendwelchen Unterricht. Oder wenigstens nen Plan.
Naja, vielleicht nächstes mal wieder besser.... Billy ist auch dermaßen grantig, ich weß ncht warum. Die meisten anderen Pferde ebenso. Aus Solidarität mit einem verletzten Pferd kommen sie derzeit weniger auf die größere Auslauffläche, vermutlich deshalb. Aber deshalb muss man wohl nicht gleich wieder alles am Frauchen auslassen udn beißen und treten drohen. Da gabs ein paar Diskussionen zwischen uns. Wenigstens lass ich mich davon mittlerweile wenig beeindrucken...
Samstag, 10. März 2012
Heute wurde der aufregende Ausritt mit Stallkollegin auf dem Westernstütchen wiederholt, und wieder konnten wir alle 4 diesen Ausritt positiv abhaken. Ich freu mich sehr, dass ich die Gelegenheit bekomme öfter rauszugehen und das ganze nicht mit einem negativen Erlebnis zu beenden sondern dabei zu lernen, dass wir auch brenzlige Situationen (wobei die Brenzligkeit hauptsächlich in meinem Kopf existiert...) gut meistern können, ohne dass Katastrophen passieren. Ich muss aber schon sagen, dass das alles ein sehr sehr knappes Entlangschrammen an der Roten Grenze für mich und auch für Billy, glaube ich, bedeutet.
Wir gingen wieder zu viert los, diesmal war das Westernstütchen wesentlich entspannter, solange wir auf dem Weg waren, den sie vom letzten Mal kannte. Es gab auch keine Diskussion, überhaupt den Hof zu verlassen, wie beim letzten Mal. Auch Billy unetrlässt momentan jegliche derartige Diskussion, übrigens.
Wir nahmen dann recht bald mal eine andere Abzweigung als letztes Mal. Meine Angst-Abzweigung! Die, wo IMMER irgendwas passiert und mir Billy mindestens 5x umgedreht hat und heim wollte. Jedesmal ist dort irgendwas. Gehe ich zu Fuß, um meine Confidence etwas zu stärken, geht der Weg genau dort, wo Billy anfängt unconfident zu werden, in eine pure Eisplatte über und ich muss umdrehen. Oder es kommen Kühe auf uns zugaloppiert. Oder es kommt der große große Milch-LKW daher; links und rechts sind dort an einer Stelle übrigens Stacheldrähte für die Kühe *aaah*. Ja und wie konnte es anders sein: Genau dort wo Billy immer unconfident wird, hörte man schon das Geräusch einer MOtorsäge, die genau neben dem Weg Bäume fällte. Ich geriet in Panik, Billy hätte gern umgedreht. Westernstuti auch nicht besonders confident ;-). Da war ich nur froh, dass ich die resolute Stallkollegin mithatte, die nur von hinten rief, dass wir da jetzt AUF KEINEN FALL UMDREHEN. Ich gab dieses Kommando mal an Billy weiter, der dabei war im Schritt "einzufrieren" und spürbar an den heimatlichen Stall dachte. Der Mann an der Motorsäge war ein wirlich total netter, der das Ding abstellte, als er uns da mit den Pferden um jeden Schritt kämpfen sah. Ich würd Billy ja gern stehen und schauen lassen, aber wie oftmals erwähnt, geht das normalerweise schief. Also resolut vorbeigetrieben, wir trabten, besser als stehen, umdrehen, heimgaloppieren, und dann waren wir vorbei und im Wald und alle wieder etwas entspannter. Stuti ist übrigens von der gleichen Sorte wie Billy, friert eher ein als davonzustürmen, die beiden sind sich irgendwie ähnlich ;-).
Danach ging es ein Weilchen recht entspannt die Straße entlang, bis wir zum nächsten Hof kamen. Da führt der Weg wieder mal durch. Stütchen war etwas fertig mit den Nerven, und auch körperlich, weil steil. Billy schwitzte kein bisschen, auch ein Zeichen, wie viel Angst er in Wirklichkeit hat, nämlich kaum. Wenn er sich wirklich fürchtet, dann schwitzt auch ein Billy ordentlich. Als wir an der mit Planen zugemachten Halle im Hof vorbeiritten, raschelten die natürlich prompt in einem Windstoß, Billy war eigentlich relativ cool, ließ sich aber von STütchen anstecken, und so mussten wir beide wieder überreden, nicht heimzugehen. Haben sie brav gemeistert, und es folgte wieder ein entspannterer Abschnitt über den Weg auf den Wiesen und durch den Wald.
Noch ein weiterer Hof musste auf unserer RUnde durchquert werden. Wieder musste ich Billy scon vorher um jeden Schritt weiter bitten. Und dann gab es auf diesem Hof so eine Ungeheuerlichkeit wie ENTEN! Da stand Billy kurz vor der Explosion (malte sich zumindest mein pessimistisches Hirn farbenfroh aus), und ich bat, ob wir kurz stehenbleiben und die Enten anschauen können. Billy überlegte fühlbar, ob er die Enten untersuchen oder vor ihnen flüchten sollte, er war unentschlossen ;-). Wir standen kurz, dann drängte die Stallkollegin weiterzureiten, weil das Stehen für Stuti wiederum kontraproduktiv war und die eher noch mehr die Nerven schmiss. Billy hatte auch genug geschaut und wir führten Stuti dann ziemlich confident und mutig durch den Hof wieder zurück auf die Straße, um unsere Runde zu vollenden. Die Stallkollegin lobte uns und Billy, was er nicht für ein cooler Kerl ist, und JA, das ist er eh, wenn Frauchen nicht ausflippt ;-).
Kaum hatten wir den Hof durchquert und die Straße erreicht, war es, als hätte man Billy und mir einen Schalter umgelegt. Völlig confident fühlte ich mich da, und Billy auch ... denn ab hier gehts nach Hause! ich weiß wirklic nicht, ob das nun an mir lag oder an ihm... Jedenfalls war es endlich vorbei, dass er nach jedem Schritt steckenzubleiben drohte und man daher jeden Schritt raustreiben musste. Beide Pferde gingen plötzlich in brav flüssigem flottem Schritt die Straße entlang... Wir trafen noch Kinder, die uns völlig egal waren, und dann war die Runde auch schon beendet.
War wieder richtig toll; Billy schwitzte kaum, trotz der Bergaufstrecke am Schluss. Bekam eine Armvoll Heu und wir einen Nachmittagskaffee im Sonnenschein.
Ach, ich hoffe wirklich dass wir heuer noch oft gemeinsam rausgehen können, damit ich mich überwinden kann und mit Billy auch mal die Führungsrolle übernehmen muss. Denn wenn ich nicht muss, dann tu ichs nicht, und dann wird alles wieder nur schlimmer statt besser. Mal sehen. Für Dienstag haben wir uns wieder verabredet.
Wir gingen wieder zu viert los, diesmal war das Westernstütchen wesentlich entspannter, solange wir auf dem Weg waren, den sie vom letzten Mal kannte. Es gab auch keine Diskussion, überhaupt den Hof zu verlassen, wie beim letzten Mal. Auch Billy unetrlässt momentan jegliche derartige Diskussion, übrigens.
Wir nahmen dann recht bald mal eine andere Abzweigung als letztes Mal. Meine Angst-Abzweigung! Die, wo IMMER irgendwas passiert und mir Billy mindestens 5x umgedreht hat und heim wollte. Jedesmal ist dort irgendwas. Gehe ich zu Fuß, um meine Confidence etwas zu stärken, geht der Weg genau dort, wo Billy anfängt unconfident zu werden, in eine pure Eisplatte über und ich muss umdrehen. Oder es kommen Kühe auf uns zugaloppiert. Oder es kommt der große große Milch-LKW daher; links und rechts sind dort an einer Stelle übrigens Stacheldrähte für die Kühe *aaah*. Ja und wie konnte es anders sein: Genau dort wo Billy immer unconfident wird, hörte man schon das Geräusch einer MOtorsäge, die genau neben dem Weg Bäume fällte. Ich geriet in Panik, Billy hätte gern umgedreht. Westernstuti auch nicht besonders confident ;-). Da war ich nur froh, dass ich die resolute Stallkollegin mithatte, die nur von hinten rief, dass wir da jetzt AUF KEINEN FALL UMDREHEN. Ich gab dieses Kommando mal an Billy weiter, der dabei war im Schritt "einzufrieren" und spürbar an den heimatlichen Stall dachte. Der Mann an der Motorsäge war ein wirlich total netter, der das Ding abstellte, als er uns da mit den Pferden um jeden Schritt kämpfen sah. Ich würd Billy ja gern stehen und schauen lassen, aber wie oftmals erwähnt, geht das normalerweise schief. Also resolut vorbeigetrieben, wir trabten, besser als stehen, umdrehen, heimgaloppieren, und dann waren wir vorbei und im Wald und alle wieder etwas entspannter. Stuti ist übrigens von der gleichen Sorte wie Billy, friert eher ein als davonzustürmen, die beiden sind sich irgendwie ähnlich ;-).
Danach ging es ein Weilchen recht entspannt die Straße entlang, bis wir zum nächsten Hof kamen. Da führt der Weg wieder mal durch. Stütchen war etwas fertig mit den Nerven, und auch körperlich, weil steil. Billy schwitzte kein bisschen, auch ein Zeichen, wie viel Angst er in Wirklichkeit hat, nämlich kaum. Wenn er sich wirklich fürchtet, dann schwitzt auch ein Billy ordentlich. Als wir an der mit Planen zugemachten Halle im Hof vorbeiritten, raschelten die natürlich prompt in einem Windstoß, Billy war eigentlich relativ cool, ließ sich aber von STütchen anstecken, und so mussten wir beide wieder überreden, nicht heimzugehen. Haben sie brav gemeistert, und es folgte wieder ein entspannterer Abschnitt über den Weg auf den Wiesen und durch den Wald.
Noch ein weiterer Hof musste auf unserer RUnde durchquert werden. Wieder musste ich Billy scon vorher um jeden Schritt weiter bitten. Und dann gab es auf diesem Hof so eine Ungeheuerlichkeit wie ENTEN! Da stand Billy kurz vor der Explosion (malte sich zumindest mein pessimistisches Hirn farbenfroh aus), und ich bat, ob wir kurz stehenbleiben und die Enten anschauen können. Billy überlegte fühlbar, ob er die Enten untersuchen oder vor ihnen flüchten sollte, er war unentschlossen ;-). Wir standen kurz, dann drängte die Stallkollegin weiterzureiten, weil das Stehen für Stuti wiederum kontraproduktiv war und die eher noch mehr die Nerven schmiss. Billy hatte auch genug geschaut und wir führten Stuti dann ziemlich confident und mutig durch den Hof wieder zurück auf die Straße, um unsere Runde zu vollenden. Die Stallkollegin lobte uns und Billy, was er nicht für ein cooler Kerl ist, und JA, das ist er eh, wenn Frauchen nicht ausflippt ;-).
Kaum hatten wir den Hof durchquert und die Straße erreicht, war es, als hätte man Billy und mir einen Schalter umgelegt. Völlig confident fühlte ich mich da, und Billy auch ... denn ab hier gehts nach Hause! ich weiß wirklic nicht, ob das nun an mir lag oder an ihm... Jedenfalls war es endlich vorbei, dass er nach jedem Schritt steckenzubleiben drohte und man daher jeden Schritt raustreiben musste. Beide Pferde gingen plötzlich in brav flüssigem flottem Schritt die Straße entlang... Wir trafen noch Kinder, die uns völlig egal waren, und dann war die Runde auch schon beendet.
War wieder richtig toll; Billy schwitzte kaum, trotz der Bergaufstrecke am Schluss. Bekam eine Armvoll Heu und wir einen Nachmittagskaffee im Sonnenschein.
Ach, ich hoffe wirklich dass wir heuer noch oft gemeinsam rausgehen können, damit ich mich überwinden kann und mit Billy auch mal die Führungsrolle übernehmen muss. Denn wenn ich nicht muss, dann tu ichs nicht, und dann wird alles wieder nur schlimmer statt besser. Mal sehen. Für Dienstag haben wir uns wieder verabredet.
Donnerstag, 8. März 2012
Heut gab es mal was ganz Neues: Long Reins, unser erstes Mal!
Bisher habe ich aus Zone 5 zwar schon mit einem Seil gearbeitet, aber noch nie mit zweien. Das haben wir heute zum ersten Mal ausprobiert, und ich kann gleich sagen, es hat wieder mal alles super geklappt :-).
Als erstes natürlich Friendly Game. Ich schnallte die beiden Feather Lines ins Knotenhalfter, eine links, eine rechts, begab mich mit etwas Abstand in Zone 3 und begann dann sie mit Neutralstellung zu schwingen, auf und ab, vor und zurück, über den Kopf und wieder zurück, dann begann ich mich dabei zu bewegen, ging in Zone 5, auch dort auf und ab, über den Kopf, über den Rücken, mal an den Popo geklatscht. Billy stand wie nicht anders erwartet wie eine Statue.
Weiter gings, Porcupine Game: Ich ging wieder in Zone 3 und begann mit dem äußeren Seil um Billys Popo Druck zu machen, bis er mit dem Hintern auf mich zu wich. Danach mit dem gleichen äußeren Seil weiter Druck, der, sobald der Hintern weggeschwungen ist, dann eben aufs Halfter wirkt. Man hat so ein schönes "Indirect-Direct-Rein-Ballett". DAnn wieder zurück mit dem anderen Seil.
Wir gingen über zu einem Driving Game, ich blieb noch in Zone 3 und wir gingen mal auf den Zirkel oder auch gerade aus. Als Driving-Unterstützung nahm ich übrigens die lange Bogen-Peitsche, das hat super geklappt. Wir übten ein bisschen lenken und ich ließ mich in Zone 5 zurückfallen. Auf Anhieb ging Billy weiter, und wir blieben mal auf dem Hufschlag und übten Übergänge. Schritt-Trab klappt hervorragend, sofort und auf Phase 1. Ich trabe, er trabt. Ich gehe schritt, er geht Schritt. Auch ein Zulegen im Trab klappte gut, und übermütig probierte ich ob er galoppiert, wenn ich da hinten galoppiere, aber das artete in Renntrab aus, weil ers nicht kapierte, das war zu früh und ich habs wieder gelassen. Stattdessen konzentrierten wir uns lieber aufs Anhalten, ist ja auch wichtig ;-). Interessanterweise klappte das nicht so gut wie erwartet, da musste ich schon Druck ausüben auf beide Long Reins, damit er endlich stehenblieb. Da er aber ja sehr gerne stehenbleibt normalerweise, nehme ich an, dass er nicht kapiert hat, oder dass ich hinter ihm doch zu viel Druck bin (glaube ich aber eigentlich nicht). Ich hab dabei auch erkannt, dass mein normales energischeres Kommando für "Halt", nämlich das Seil auf- und abzuschütteln, aus Zone 5 mit den Long Reins nicht mehr funktioniert, weil das Schütteln von hinten automatisch ein "vorwärts"-Signal auf Zone 5 und 4 ausübt! Da kannte sich der billy ganz offensichtlich nicht aus, also bin ich dazu übergegangen, ein STimmkommando zu geben (das er brav ignorierte *ähem*) und selbst stehenzubleiben und ihn in die Reins einfach reinlaufen zu lassen. So klappte es dann ganz gut und konnte ein wenig verfeinert werden; braucht aber wirklich noch Übung.
Ein paar Schritte rückwärts klappten dann auch noch :-).
Worauf ich sehr stolz bin ist dass Billy und ich uns kein einziges mal in dem Leinengemurkse verheddert haben, unsere Spezialität. Ich schaffte es die Leinen so zu handhaben, dass er kein einziges Mal draufstieg. einfach ist das nicht, denn wenn die Leinen durchhängen, sind sie schon recht nah am Boden.
Später am Abend sah ich dann zufällig eine DVD von Stacy Westfall an, "Whoa" - wo sie lustigerweise genau dasselbe vom Boden macht: Long reins und anhalten. Die DVD liegt seit 2 Monaten in meinem DVD Player, und gerade heute hatte ich Zeit und Lust zu schauen - und dann genau das was ich brauchen konnte, witzig. Stacy fädelt übrigens die Leinen durch die Bügel des Westernsattels, das werd ich einmal ausprobieren. Und auch die Tips fürs Anhalten waren nicht schlecht, da hab ich noch einiges auszuprobieren bekommen.
Bisher habe ich aus Zone 5 zwar schon mit einem Seil gearbeitet, aber noch nie mit zweien. Das haben wir heute zum ersten Mal ausprobiert, und ich kann gleich sagen, es hat wieder mal alles super geklappt :-).
Als erstes natürlich Friendly Game. Ich schnallte die beiden Feather Lines ins Knotenhalfter, eine links, eine rechts, begab mich mit etwas Abstand in Zone 3 und begann dann sie mit Neutralstellung zu schwingen, auf und ab, vor und zurück, über den Kopf und wieder zurück, dann begann ich mich dabei zu bewegen, ging in Zone 5, auch dort auf und ab, über den Kopf, über den Rücken, mal an den Popo geklatscht. Billy stand wie nicht anders erwartet wie eine Statue.
Weiter gings, Porcupine Game: Ich ging wieder in Zone 3 und begann mit dem äußeren Seil um Billys Popo Druck zu machen, bis er mit dem Hintern auf mich zu wich. Danach mit dem gleichen äußeren Seil weiter Druck, der, sobald der Hintern weggeschwungen ist, dann eben aufs Halfter wirkt. Man hat so ein schönes "Indirect-Direct-Rein-Ballett". DAnn wieder zurück mit dem anderen Seil.
Wir gingen über zu einem Driving Game, ich blieb noch in Zone 3 und wir gingen mal auf den Zirkel oder auch gerade aus. Als Driving-Unterstützung nahm ich übrigens die lange Bogen-Peitsche, das hat super geklappt. Wir übten ein bisschen lenken und ich ließ mich in Zone 5 zurückfallen. Auf Anhieb ging Billy weiter, und wir blieben mal auf dem Hufschlag und übten Übergänge. Schritt-Trab klappt hervorragend, sofort und auf Phase 1. Ich trabe, er trabt. Ich gehe schritt, er geht Schritt. Auch ein Zulegen im Trab klappte gut, und übermütig probierte ich ob er galoppiert, wenn ich da hinten galoppiere, aber das artete in Renntrab aus, weil ers nicht kapierte, das war zu früh und ich habs wieder gelassen. Stattdessen konzentrierten wir uns lieber aufs Anhalten, ist ja auch wichtig ;-). Interessanterweise klappte das nicht so gut wie erwartet, da musste ich schon Druck ausüben auf beide Long Reins, damit er endlich stehenblieb. Da er aber ja sehr gerne stehenbleibt normalerweise, nehme ich an, dass er nicht kapiert hat, oder dass ich hinter ihm doch zu viel Druck bin (glaube ich aber eigentlich nicht). Ich hab dabei auch erkannt, dass mein normales energischeres Kommando für "Halt", nämlich das Seil auf- und abzuschütteln, aus Zone 5 mit den Long Reins nicht mehr funktioniert, weil das Schütteln von hinten automatisch ein "vorwärts"-Signal auf Zone 5 und 4 ausübt! Da kannte sich der billy ganz offensichtlich nicht aus, also bin ich dazu übergegangen, ein STimmkommando zu geben (das er brav ignorierte *ähem*) und selbst stehenzubleiben und ihn in die Reins einfach reinlaufen zu lassen. So klappte es dann ganz gut und konnte ein wenig verfeinert werden; braucht aber wirklich noch Übung.
Ein paar Schritte rückwärts klappten dann auch noch :-).
Worauf ich sehr stolz bin ist dass Billy und ich uns kein einziges mal in dem Leinengemurkse verheddert haben, unsere Spezialität. Ich schaffte es die Leinen so zu handhaben, dass er kein einziges Mal draufstieg. einfach ist das nicht, denn wenn die Leinen durchhängen, sind sie schon recht nah am Boden.
Später am Abend sah ich dann zufällig eine DVD von Stacy Westfall an, "Whoa" - wo sie lustigerweise genau dasselbe vom Boden macht: Long reins und anhalten. Die DVD liegt seit 2 Monaten in meinem DVD Player, und gerade heute hatte ich Zeit und Lust zu schauen - und dann genau das was ich brauchen konnte, witzig. Stacy fädelt übrigens die Leinen durch die Bügel des Westernsattels, das werd ich einmal ausprobieren. Und auch die Tips fürs Anhalten waren nicht schlecht, da hab ich noch einiges auszuprobieren bekommen.
Dienstag, 6. März 2012
Rezension
Karen Rohlf: Dressage,
Naturally. Results in Harmony (Book and DVD). A Guide to the Basics of Dressage
from a Natural Horsemanship Perspective.Temenos Fields, 2007.187pp. US $
99,-
Der Klappentext:
Der Klappentext:
„A result of Karen Rohlf's combined experience as a dressage
professional and her immersion in natural horsemanship, this book/DVD bridges
the gap between these two worlds. The material will take every horseman on a
practical and philosophical journey to create healthy bio-mechanics and
stronger partnerships through combining principles of natural horsemanship with
the art of dressage.“
Dieses Buch war eins der besten, die ich in letzter Zeit
gelesen habe.
Karen Rohlf teilt das Buch in 3 große Teile. Im ersten
stellt sie ihre Prinzipien dar, spricht über Horsemanship und Dressur im
allgemeinen, beschreibt Sinn und Zweck der Dressur und die Zutaten, die dafür
nötig sind. Hier kann man gleich einwerfen, dass sich das Buch sicher nicht an
Anfägner richtet, weder in Sachen Dressur noch in Sachen Horsemanship. So setzt
Karen Rohlf z.B. für die später folgenden Übungen zum Zügelkontakt voraus, dass
alles ohne Zügel ohnehin klappt. Wie man dahin kommt, wird nicht beschrieben,
es wird vorausgesetzt, dass man das alleine hinkriegt. Eher noch ist das Buch
sinnvoll für Dressur-Anfänger, die also recht weit in Sachen Horsemanship und
vielleicht FreeStyle Reiten sind, aber noch wenig Erfahrung mit Zügelkontakt
und Dressur im allgemeinen haben.
Im zweiten Teil geht es dann ans Eingemachte. Es ist der
umfangreichste Teil und besteht aus sehr genau beschriebenen Übungen, die in
Themenschwerpunkte zusammengefasst sind. Einer davon ist z.B. Energie; hier
finden sich Übungen, wie man sein Pferd „vor den Schenkel“ bekommt, wie man
selbst seine Energie an- und abschalten, hoch- und runterfahren kann. Ein
weiterer Schwerpunkt ist Balance, hier finden sich Übungen, die das Pferd
geraderichten oder das Gewicht vermehrt auf die Hinterhand bringen. Weitere
wichtige Themen sind Flexibility und Mobility.
Im dritten Teil gibt es noch eine Reihe kurzer Essays zur
Einstellung gegenüber dem Pferd und dem Training, die auch noch einmal sehr
nett zu lesen sind.
Am wichtigsten ist der zweite Teil. Eigentlich ist er sehr
gut strukturiert. Eigentlich, denn durch die vielen Unetrkapitel und
Unterpunkte verlor ich hie und da den Faden. Er ist aber definitiv da, da hilft
auch noch einmal die Übersicht ganz hinten, die alle Übungen ihrem Namen nach
einzeln auflistet. Man sollte das Buch wohl zuerst in einem durchlesen, um das „big
picture“, das Karen Rohlf immer wieder erwähnt, einmal zu sehen, bevor man es
dann wieder und wieder in seinen Details durchsieht und anfängt, die Übungen
auszuprobieren.
Was mir besonders gefallen hat, war die „kochrezeptartige“
Anleitung zu den einzelnen Übungen. Hier hat man wirklich minutiös beschrieben,
worauf zu achten ist, worauf man bei sich selbst achten soll und worauf beim
Pferd, wie man erkennt wann es richtig ist, welche Fehler man nicht machen
sollte. Am besten sollte man das Buch zum Pferd mitnehmen ;-). Manchmal steht
man natürlich auch an, immer dann, wenn Pferd nicht so reagiert, wie es lt.
Buch-Vorschrift eigentlich reagieren sollte ;-). Hier merkt man wieder, dass es
sich an fortgeschrittene Horsemanshipler richtet, die diese auftretenden
Probleme zu lösen wissen.
Nicht zu vergessen ist, dass es zum Buch eine DVD gibt. Ich
habe den Fehler gemacht, mir diese schneller anzusehen, als ich mit dem Lesen
des Buches hinterherkam. Ich würde empfehlen, das Buch zu lesen, und jeweils
parallel die entsprechenden Kapitel auf der DVD anzusehen. Ich fand in
umgekehrter Reihenfolge die DVD völlig konfus mit ihren ebenfalls vielen
Unterkapiteln; Karen zeigt hier manche der Übungen mit ihren Pferden vor; den
Hintergrund dazu findet man aber nur im Buch!
Ich kann das ganze Buch wirklich nur uneingeschränkt
empfehlen und muss es gleich noch einmal lesen, denn ich habe die Flut an
Information schon wieder halb vergessen.
Ich würde sogar sagen, dass man das Buch auch als quasi
Level 5 des Parelli-Programms bezeichnen könnte, das sich ganz besonders der
Finesse widmet; es hat alles, was bei Parelli in dieser Hinsicht fehlt! Also:
unbedingt lesen!
Sonntag, 4. März 2012
Weiter herrscht frühlingshaftes Wetter.
Billy und ich hatten eine Verabredung mit einer Stallkollegin für einen Ausritt. Die Stallkollegin wollte das Pferd einer wiederum anderen STallkollegin reiten, die längere Zeit nicht da ist und ihr das aufgetragen hatte.
So waren wir die folgende, vielleicht nicht ganz erfolgversprechende Konstellation (wobei ich aber gleich sagen kann, dass alles hervorragend geklappt hat):
- Ein Westernpferd, das erst seit letztem Sommer bei uns ist und kaum Gelände - unseres schon gar nicht - kennt.
- Selbiges Westernpferd ist mit ihrem Baby (nun ja, Baby wird schon 2) eingezogen und hatte durchaus Trennungsschmerz
- Stallkollegin Englischreiterin, keine Ahnung vom Westernreiten (und sie fragte ständig mich *lach*, aber trotzdem noch die Selbstsicherste unseres Gespanns
- Und ich auf dem Billy mit unseren bekannten Comfort-Zonen-Problemen beim Ausreiten.
Alle Pferde und Menschen haben die Herausforderung aber gut gemeistert, wir waren etwa 1,5 Stunden unterwegs bei herrlichem frischen, aber sonnigen Wetter.
Dass Westernstuti sich zeitweilig ziemlich aufregte (Bach kannte sie offensichtlich gar nicht, z.B:), trieb Billy und mich zu Höchstleistungen an, ihr wenigstens irgendeine Sicherheit zu geben und nur ja nicht mit schlechtem Beispiel (z.B. durch bekanntes Umdrehen und Heimgaloppieren, woran Billy fühlbar einige Male dachte) voranzugehen. So setzte ich mich an den prekären Stellen auch mal etwas energischer durch als es mir allein möglich ist, was wiederum Billy eher Sicherheit gab; Billy war bis auf wenige Situationen sehr entspannt, was wiederum auf das aufgeregte Stütchen abfärbte.
Wir ritten den Berg hoch zu einem der Bauernhöfe, wo wir wussten, dass wir umdrehen mussten (eine Runde reiten ist aufgrund der sehr nassen Wiesen momentan nicht möglich). Meien Stallkollegin hätte auch mal sagen können, dass dort Kühe im Hof auf uns warten, aber vielleicht war es gut, dass sie es nicht tat. Billy ziemlich unsicher auf den letzten 100 Metern aufgrund der vom Hof glotzenden Kühe, Westernstuti noch mehr, die Selbstsicherheit der Stallkollegin aufgrund eines größeren Ausrutschers von Westernstuti (deren Trittsicherheit wirklich entwickelt gehört) auch etwas angekratzt, musste ich mehr oder weniger über mich hinauswachsen und Billy energischst und klipp und klar erklären, dass hier nun nicht umgedreht wird (was er gern getan hätte, was aber sicherlich im Galopp passiert wäre, und Stuti sicherlich hinterdrein), sondern wir bis auf den Hof dort reiten. Tatsächlich ists mir so gelungen, genug Energie und Willen an den Tag zu legen, um Billy zu überzeugen, dass meine Version die ungefährlichere ist, und alle 4 kamen wir gut im Hof an und stellten uns - wie bei uns üblich, ich aber immer noch nicht gewohnt bin - vor dem quasi Wohnzimmerfenster der Hofbauernschaft auf.
Hier mal bitte eine Weile stehenbleiben, meinte meine Stallkollegin, und ich gab ihr recht. Billy und Westernstuti glotzen die einige Meter entfernt auf einem Paddock stehenden Kühe an, Stuti schnorchelnd und klitschnass, Billy durchaus neugierig, wollte sogar hingehen. Er war gar nicht in Panik, sein Hirn arbeitete (jedenfalls konnte es das Geräusch des aufgezogenen Reißverschlusses meiner Jacke klar dem bevorstehenden Empfang eines Leckerlis zuordnen). Wir standen da so 5 Minuten oder länger, bis v.a. Stuti sich deutlich beruhigt hatte, und dann drehten wir gesittet um und ritten den Weg zurück.
Auf dem Rückweg war Billy sofort entspannt, und komischerweise vertraue ich ihm auf dem Rückweg 100%ig, dass er keinen Blödsinn macht. Wir hatten dort noch eine Begegnung mit einem fahrenden Traktor sowie spielenden Kindern samt Hund, der uns gleich seiner Kinderherde einverleiben wollte, aber beides brachte Billys Puls - und auch meinen - eigentlcih nicht hoch.
Wir kamen gut und auch ein bisschen erschöpft zu Hause an, und ich hab wieder gelernt, dass es schon geht, wenn ich wirklich will; aber auch dass ich nur dann wirklich will, wenn es sein muss ;-).
Billy und ich hatten eine Verabredung mit einer Stallkollegin für einen Ausritt. Die Stallkollegin wollte das Pferd einer wiederum anderen STallkollegin reiten, die längere Zeit nicht da ist und ihr das aufgetragen hatte.
So waren wir die folgende, vielleicht nicht ganz erfolgversprechende Konstellation (wobei ich aber gleich sagen kann, dass alles hervorragend geklappt hat):
- Ein Westernpferd, das erst seit letztem Sommer bei uns ist und kaum Gelände - unseres schon gar nicht - kennt.
- Selbiges Westernpferd ist mit ihrem Baby (nun ja, Baby wird schon 2) eingezogen und hatte durchaus Trennungsschmerz
- Stallkollegin Englischreiterin, keine Ahnung vom Westernreiten (und sie fragte ständig mich *lach*, aber trotzdem noch die Selbstsicherste unseres Gespanns
- Und ich auf dem Billy mit unseren bekannten Comfort-Zonen-Problemen beim Ausreiten.
Alle Pferde und Menschen haben die Herausforderung aber gut gemeistert, wir waren etwa 1,5 Stunden unterwegs bei herrlichem frischen, aber sonnigen Wetter.
Dass Westernstuti sich zeitweilig ziemlich aufregte (Bach kannte sie offensichtlich gar nicht, z.B:), trieb Billy und mich zu Höchstleistungen an, ihr wenigstens irgendeine Sicherheit zu geben und nur ja nicht mit schlechtem Beispiel (z.B. durch bekanntes Umdrehen und Heimgaloppieren, woran Billy fühlbar einige Male dachte) voranzugehen. So setzte ich mich an den prekären Stellen auch mal etwas energischer durch als es mir allein möglich ist, was wiederum Billy eher Sicherheit gab; Billy war bis auf wenige Situationen sehr entspannt, was wiederum auf das aufgeregte Stütchen abfärbte.
Wir ritten den Berg hoch zu einem der Bauernhöfe, wo wir wussten, dass wir umdrehen mussten (eine Runde reiten ist aufgrund der sehr nassen Wiesen momentan nicht möglich). Meien Stallkollegin hätte auch mal sagen können, dass dort Kühe im Hof auf uns warten, aber vielleicht war es gut, dass sie es nicht tat. Billy ziemlich unsicher auf den letzten 100 Metern aufgrund der vom Hof glotzenden Kühe, Westernstuti noch mehr, die Selbstsicherheit der Stallkollegin aufgrund eines größeren Ausrutschers von Westernstuti (deren Trittsicherheit wirklich entwickelt gehört) auch etwas angekratzt, musste ich mehr oder weniger über mich hinauswachsen und Billy energischst und klipp und klar erklären, dass hier nun nicht umgedreht wird (was er gern getan hätte, was aber sicherlich im Galopp passiert wäre, und Stuti sicherlich hinterdrein), sondern wir bis auf den Hof dort reiten. Tatsächlich ists mir so gelungen, genug Energie und Willen an den Tag zu legen, um Billy zu überzeugen, dass meine Version die ungefährlichere ist, und alle 4 kamen wir gut im Hof an und stellten uns - wie bei uns üblich, ich aber immer noch nicht gewohnt bin - vor dem quasi Wohnzimmerfenster der Hofbauernschaft auf.
Hier mal bitte eine Weile stehenbleiben, meinte meine Stallkollegin, und ich gab ihr recht. Billy und Westernstuti glotzen die einige Meter entfernt auf einem Paddock stehenden Kühe an, Stuti schnorchelnd und klitschnass, Billy durchaus neugierig, wollte sogar hingehen. Er war gar nicht in Panik, sein Hirn arbeitete (jedenfalls konnte es das Geräusch des aufgezogenen Reißverschlusses meiner Jacke klar dem bevorstehenden Empfang eines Leckerlis zuordnen). Wir standen da so 5 Minuten oder länger, bis v.a. Stuti sich deutlich beruhigt hatte, und dann drehten wir gesittet um und ritten den Weg zurück.
Auf dem Rückweg war Billy sofort entspannt, und komischerweise vertraue ich ihm auf dem Rückweg 100%ig, dass er keinen Blödsinn macht. Wir hatten dort noch eine Begegnung mit einem fahrenden Traktor sowie spielenden Kindern samt Hund, der uns gleich seiner Kinderherde einverleiben wollte, aber beides brachte Billys Puls - und auch meinen - eigentlcih nicht hoch.
Wir kamen gut und auch ein bisschen erschöpft zu Hause an, und ich hab wieder gelernt, dass es schon geht, wenn ich wirklich will; aber auch dass ich nur dann wirklich will, wenn es sein muss ;-).
Samstag, 3. März 2012
Wieder habe ich eine kurze Aufwärmrunde um den Hausberg gemacht, danach gingen wir aufs Viereck, dessen Boden momentan perfekt ist!
Ich hatte ein paar Stangen aufgebaut und Billy Gamaschen angezogen, und wir machten etwas Stangenarbeit, nichts besonderes. Ich hatte die 3 Stangen so aufgelegt, dass ich wahlweise über eine, über zwei oder alle 3 traben konnte.
Wir begannen im Schritt über die einzelne Stange. Billy schlug ständig an, passte wenig auf, langsam wurde das besser. Dann im Trab, da hievte er sich richtig drüber, fühlte sich nicht besonders elegant an, wurde aber mit jedem Durchgang besser. Zwischendurch schmierte ich Gas und Bremse am Hufschlag.
Als die eine Stange flüssiger wurde, ging ich die zwei im Trab an, und siehe da, das war von Anfang an wesentlich besser als die einzelne - interessant :-). Und alle drei auf einmal nahm Billy stets ohne anzuschlagen und ohne den Trabrhythmus groß zu verändern.
Brav gemacht, und wieder bemerkt, dass ihm das Spaß macht. Muss ich wieder öfter einbauen.
Ich hatte ein paar Stangen aufgebaut und Billy Gamaschen angezogen, und wir machten etwas Stangenarbeit, nichts besonderes. Ich hatte die 3 Stangen so aufgelegt, dass ich wahlweise über eine, über zwei oder alle 3 traben konnte.
Wir begannen im Schritt über die einzelne Stange. Billy schlug ständig an, passte wenig auf, langsam wurde das besser. Dann im Trab, da hievte er sich richtig drüber, fühlte sich nicht besonders elegant an, wurde aber mit jedem Durchgang besser. Zwischendurch schmierte ich Gas und Bremse am Hufschlag.
Als die eine Stange flüssiger wurde, ging ich die zwei im Trab an, und siehe da, das war von Anfang an wesentlich besser als die einzelne - interessant :-). Und alle drei auf einmal nahm Billy stets ohne anzuschlagen und ohne den Trabrhythmus groß zu verändern.
Brav gemacht, und wieder bemerkt, dass ihm das Spaß macht. Muss ich wieder öfter einbauen.
Freitag, 2. März 2012
Das Wetter ist frühlingshaft, und endlich ist es auch lang genug hell, dass ich wenigstens eine kurze Aufwärmrunde im Gelände machen kann, bevor es dunkel wird.
Das also getan, dann ab in die Halle.
Wir haben uns an der Weave at Liberty geübt, aber heute wollte nichts so recht klappen, hatte einen sehr schlechten Draw, ständig kam mir die Verbindung abhanden. Daher habe ich mich dann doch nur auf Schritt beschränkt, den Trab ganz gelassen, so ging es ganz gut und wir konnten gut aufhören. Vielleicht gehts ja nächstes Mal wieder besser... vielleicht hab ich auch zu viel Figure 8s und Weaves gemacht in letzter Zeit, sollte es vielleicht wieder ruhen lassen für eine Weile.
Das also getan, dann ab in die Halle.
Wir haben uns an der Weave at Liberty geübt, aber heute wollte nichts so recht klappen, hatte einen sehr schlechten Draw, ständig kam mir die Verbindung abhanden. Daher habe ich mich dann doch nur auf Schritt beschränkt, den Trab ganz gelassen, so ging es ganz gut und wir konnten gut aufhören. Vielleicht gehts ja nächstes Mal wieder besser... vielleicht hab ich auch zu viel Figure 8s und Weaves gemacht in letzter Zeit, sollte es vielleicht wieder ruhen lassen für eine Weile.
Dienstag, 28. Februar 2012
Zuallererst gab es heute einmal Pediküre. Meine Hufbearbeiterin ist sehr zufrieden mit Billys Hufen und seinem Gang. Billy war heut allerdings frech und ungeduldig beim Bearbeiten, zog den Huf wieder mal weg und suchte mich penetrant nach Leckerlis ab. Ist auch sonst meist besser.
Nachher gingen wir in die Halle. Dort wurde gerade der Gang nach dem Ausschneiden eines Kumpels von ihm analysiert. Wir ließen den Billy auch frei dazu und die zwei trabten wie abgerichtete Zirkustierchen den Hufschlag entlang. Dann begann Billy, den Kumpel in jeder Ecke zu überholen (da ists am wenisten anstrengend *g*), um ihm den Weg abzuschneiden und ihn umzudrehen. Sehr eindrucksvolle Richtungswechsel *g*. Billy war also in Cutting-Laune; ich probierte, wie weit ich ihn Liberty an mich binden kann, solange der andere da auch noch unterwegs ist. Klappte ganz gut, solange die Distanz nicht zu groß wurde. Beim Versuch, ihn auf einen Zirkel zu schicken, vergrößerte er den Zirkel bis zum Tor - allerdings war der andere gerade dabei, sich aufs Rausgehen vorzubereiten. Ich holte den Billy vom Tor ab und da kam er brav mit.
Danach nahm ich ihn ans Seil und baute unsere zuletzt fortgeschrittenen Achter weiter aus - zum Weave-Pattern. Zuerst stellte ich 3, später 4 Kegel auf und tastete mich heran. Mal davor, mal dahinter, mal um 2 Kegel rum, dann nur um einen. Billys Drive war heute super, nur ein bisschen mehr Energie und er trabte; angaloppieren kam auch prompt und willig. Wir haben einige Einfach-Durchgänge der Weave im Trab geschafft und ich fragte mich, was da zuletzt so schwierig dran gewesen war. Es war jetzt irgendwie total simpel. Billy trabte langsam genug, dass ich in schnellem Schritt oder gemächlichem MEnschentrab dabeibleiben konnte (vielleicht war ich auch nur endlich klug genug, es gar nicht erst zu probieren, wenn Billy allzu sehr in Fahrt war und das Trabtempo somit zu hoch, als dass ich mitgekommen wäre), Draw passierte am durchhängenden Seil (ich meine mich zu erinnern, dass ich da bei früheren Versuchen schon ordentlich mit dem SEil nachhelfen musste), Drive mit ausreichend Abstand. Hie und da galoppierte Billy sogar an, aber für Weave mit Galopp bin ich noch nicht koordiniert genug. Billys Gesichtsausdruck ist nicht besonders erbaulich, aber naja, vielleicht krieg ich das in 10 jahren oder so dann auch mal raus.
Sonst war er total aufmerksam. Wir hatten z.B. einmal oder zweimal ein Missverständnis, als ich von der Pylonenreihe weg (aber vorwärts) lief, um ihm Platz zu machen, dacthe er es geht wieder um Achter und wollte handwechseln. Das Missverständnis konnten wir aber ganz ruhig und simpel klären, ohne dass er das GEfühl bekam, kritisiert worden zu sein, glaube ich, und danach wechselten wir hie und da Achter und Weave miteinander ab und Billy wurde total aufmerksam: "wohin, wohin, wohin? gradaus oder rum?" Durch viele Gangart- und Musterwechsel hat es ihm glaub ich auch Spaß gemacht.
Nächstes mal probier ichs dann auch Liberty ;-)
Nachher gingen wir in die Halle. Dort wurde gerade der Gang nach dem Ausschneiden eines Kumpels von ihm analysiert. Wir ließen den Billy auch frei dazu und die zwei trabten wie abgerichtete Zirkustierchen den Hufschlag entlang. Dann begann Billy, den Kumpel in jeder Ecke zu überholen (da ists am wenisten anstrengend *g*), um ihm den Weg abzuschneiden und ihn umzudrehen. Sehr eindrucksvolle Richtungswechsel *g*. Billy war also in Cutting-Laune; ich probierte, wie weit ich ihn Liberty an mich binden kann, solange der andere da auch noch unterwegs ist. Klappte ganz gut, solange die Distanz nicht zu groß wurde. Beim Versuch, ihn auf einen Zirkel zu schicken, vergrößerte er den Zirkel bis zum Tor - allerdings war der andere gerade dabei, sich aufs Rausgehen vorzubereiten. Ich holte den Billy vom Tor ab und da kam er brav mit.
Danach nahm ich ihn ans Seil und baute unsere zuletzt fortgeschrittenen Achter weiter aus - zum Weave-Pattern. Zuerst stellte ich 3, später 4 Kegel auf und tastete mich heran. Mal davor, mal dahinter, mal um 2 Kegel rum, dann nur um einen. Billys Drive war heute super, nur ein bisschen mehr Energie und er trabte; angaloppieren kam auch prompt und willig. Wir haben einige Einfach-Durchgänge der Weave im Trab geschafft und ich fragte mich, was da zuletzt so schwierig dran gewesen war. Es war jetzt irgendwie total simpel. Billy trabte langsam genug, dass ich in schnellem Schritt oder gemächlichem MEnschentrab dabeibleiben konnte (vielleicht war ich auch nur endlich klug genug, es gar nicht erst zu probieren, wenn Billy allzu sehr in Fahrt war und das Trabtempo somit zu hoch, als dass ich mitgekommen wäre), Draw passierte am durchhängenden Seil (ich meine mich zu erinnern, dass ich da bei früheren Versuchen schon ordentlich mit dem SEil nachhelfen musste), Drive mit ausreichend Abstand. Hie und da galoppierte Billy sogar an, aber für Weave mit Galopp bin ich noch nicht koordiniert genug. Billys Gesichtsausdruck ist nicht besonders erbaulich, aber naja, vielleicht krieg ich das in 10 jahren oder so dann auch mal raus.
Sonst war er total aufmerksam. Wir hatten z.B. einmal oder zweimal ein Missverständnis, als ich von der Pylonenreihe weg (aber vorwärts) lief, um ihm Platz zu machen, dacthe er es geht wieder um Achter und wollte handwechseln. Das Missverständnis konnten wir aber ganz ruhig und simpel klären, ohne dass er das GEfühl bekam, kritisiert worden zu sein, glaube ich, und danach wechselten wir hie und da Achter und Weave miteinander ab und Billy wurde total aufmerksam: "wohin, wohin, wohin? gradaus oder rum?" Durch viele Gangart- und Musterwechsel hat es ihm glaub ich auch Spaß gemacht.
Nächstes mal probier ichs dann auch Liberty ;-)
Sonntag, 26. Februar 2012
Billy spielte heut das "du kannst das Gebiss sonstwohin stecken, aber sicher nicht in mein Maul"-Spiel mit mir :-( . Wie gehabt - kaum macht man mal was mit dem Gebiss (und das war sicher nicht sooo furchtbar), verweigert Billy dahingehend jede Kooperation. Ich versuchte viiiel Geduld zu haben, aber da nützt alle Geduld nix. Billy steht da und weigert sich einfach. Angst hat er nicht, er mag es offenbar nur nicht: mag ich nicht, war anstrengend, bäh, blöd, mach ich nicht.
Ich sags gleich, ich hab irgendwann aufgegeben, bevor ich völlig die Nerven verliere und irgendwann mal mit dem Gebiss um mich schlage :-( .Es war ein schlechter Moment um aufzugeben, aber ich hätte glaub ich sonst wirklich mal einen cholerischen Anfall bekommen.
Tja, dann wars halt nichts mit Finesse Halt-Schritt Übergängen (mehr wäre nicht auf dem Programm gestanden), da gingen wir ins Gelände. Nicht so weit, nur die Straße runter, in den Wald abgebogen, dort ein nettes Wegelchen gefunden, wo der Boden so gut war, dass wir traben konnten - bergauf. Ich verlangte flotten Schritt und angemessenen Trab. Diese bergauf-bergab 10-Minutenrunde gingen wir zu Billys Erstaunen 3x, und eben flott. Es war ein toller Ausritt, mit ordentlich Energie dahinter (dass ich immer erst grantig werden muss, um meine Energie hoch zu kriegen *seufz*) und hübshcen Trabstrecken.
Und ich bin schon wieder gleich am Überlegen, ob ich es jetzt vielleicht endlich wirklich endgültig und für immer und ewig bleiben lasse, das doofe Gebiss-Reiten. Ich mag einfach auch langsam nimmer. ...
Ich sags gleich, ich hab irgendwann aufgegeben, bevor ich völlig die Nerven verliere und irgendwann mal mit dem Gebiss um mich schlage :-( .Es war ein schlechter Moment um aufzugeben, aber ich hätte glaub ich sonst wirklich mal einen cholerischen Anfall bekommen.
Tja, dann wars halt nichts mit Finesse Halt-Schritt Übergängen (mehr wäre nicht auf dem Programm gestanden), da gingen wir ins Gelände. Nicht so weit, nur die Straße runter, in den Wald abgebogen, dort ein nettes Wegelchen gefunden, wo der Boden so gut war, dass wir traben konnten - bergauf. Ich verlangte flotten Schritt und angemessenen Trab. Diese bergauf-bergab 10-Minutenrunde gingen wir zu Billys Erstaunen 3x, und eben flott. Es war ein toller Ausritt, mit ordentlich Energie dahinter (dass ich immer erst grantig werden muss, um meine Energie hoch zu kriegen *seufz*) und hübshcen Trabstrecken.
Und ich bin schon wieder gleich am Überlegen, ob ich es jetzt vielleicht endlich wirklich endgültig und für immer und ewig bleiben lasse, das doofe Gebiss-Reiten. Ich mag einfach auch langsam nimmer. ...
Samstag, 25. Februar 2012
Heut war angenehmes Wetter, und Billy und ich machten einen Spaziergang. Wir wagten uns über die Straße, ich hatte eine kurze Runde geplant, wo meine Komfortzone ordentlich gedehnt wird. Ganz gelang uns die Runde nicht, weil im Wald eine riesige Eisplatte den Weg versperrte. Also umgedreht und wieder gemütlich nach Hause, alles gut gegangen.
Zu Hause gingen wir noch kurz in die Halle, Liberty-Figure 8s antesten. Wie gestern klappte alles super im Schritt, und auch Trab klappten bald ein paar hintereinander! Übermütig fragte ich nach Galopp und sogar das klappte (fast). Billy galoppierte, Draw war weiterhin vorhanden, einmal wechselte er fliegend, sonst über Trab, was vollkommen ok war. Ich war ziemlich baff, wie gut das klappt!
Zu Hause gingen wir noch kurz in die Halle, Liberty-Figure 8s antesten. Wie gestern klappte alles super im Schritt, und auch Trab klappten bald ein paar hintereinander! Übermütig fragte ich nach Galopp und sogar das klappte (fast). Billy galoppierte, Draw war weiterhin vorhanden, einmal wechselte er fliegend, sonst über Trab, was vollkommen ok war. Ich war ziemlich baff, wie gut das klappt!
Freitag, 24. Februar 2012
Heute haben wir nur kurz was gemacht, und ich habe unsere Liberty-Achter weiter ausgebaut.
Bin total perplex, es klappten Trab-Achter fast auf Anhieb! Wir brauchen etwas mentale Vorbereitungszeit, bis wir drauf eingestimmt sind, aber dann... hin, her, Handwechsel, Drive, Draw, wunderbar! Sooo ein braver Billy!
Bin total perplex, es klappten Trab-Achter fast auf Anhieb! Wir brauchen etwas mentale Vorbereitungszeit, bis wir drauf eingestimmt sind, aber dann... hin, her, Handwechsel, Drive, Draw, wunderbar! Sooo ein braver Billy!
Sonntag, 19. Februar 2012
Die Kältewelle ist eindeutig vorüber, der Schnee taut, die Wiesen sind allesamt patschnass und rutschig, die Straßen noch von Eis bedeckt und ebenfalls rutschig. Also wieder in die Halle.
Billy hatte sich kurz zuvor genau in der Sattellage beißen lassen - daher haben wir wieder nur vom Boden aus gearbeitet.
Zuerst haben wir On Line weitergemacht, wo wir letztes Mal aufgehört haben: Figure 8 im Galopp. Nach 5 Minuten hatte ich einen Achter mit durchgehendem Galopp und zwei fliegenden Wechseln - danke Billy und Pauseee! Das war echt toll!
Nach einer langen Pause mit Genick-Massage für einen sehr entspannten Billy nahm ich das Seil wieder einmal ab - wir haben seit Eeewigkeiten kein Liberty mehr gemacht. Wir begannen ein bisschen den Draw zu testen. War ganz gut, aber lasch. Mit höherer Energie meinerseits konnte ich Billy dann aber gut dazu bringen, auf mich zuzutraben. Ich schickte ihn dann mit der bei David Lichman gelernten "Boomerang"-Übung um je einen Pylon herum und holte ihn sofort durch Rückwärtslaufen wieder zu mir, dort gabs Pause.
Bald konnte ich ihn im Schritt in einer vollständigen Acht herumschicken. Das ging, als ich es das letzte Mal probierte, auch noch nicht so gut! Tatsächlich ist das Wichtigste dabei, dass ich nicht beginne, die Hinterhand wegzuschicken, um Billy um den Pylon herumzukriegen. Sobald ich das mache, hab ich ihn "verloren". Ich muss das Vorderende zu mir ziehen, nicht das Hinterende wegschicken. Das zeigte sich dann v.a. deutlich und sehr interessant, als ich begann, den Trab mit einzubauen. Ich schickte Billy im Schritt um den Pylon und zog ihn dann , sobald er halb herum war, mit viel Energie auf mich zu - dann trabte er brav an. Aus diesen Trabtritten konnte ich ihn dann auch weiter um den 2. Pylon schicken, statt ihn zu mir kommen zu lassen.
Es war total spannend, was NICHT funktioniert hat, nämlich: Billy zwischen den Pylonen in Trab versetzen, also in der "Drive"-Phase der Figure 8. Dann trabte er zwar, aber kam mit beim Umrunden des Pylons abhanden, ich musste ihn dann wieder von weiter weg "abholen". Solange ich den Trab beim Draw auf mich zu verlangte, klappte es ganz toll, ihn dann im Trab zu behalten und um den zweiten Pylon zu schicken. Und was zweitens nicht funktionierte: Sobald ich begann, die Wendung um den Pylon mit einem Wegschicken der Hinterhand zu bewerkstelligen, kam er mir ebenfalls abhanden.
Interessant, interessant.
Und wir konnten auch da total erfolgreich (wie der Online-Achter im Galopp mit fliegenden Wechseln) mit einer Premiere abschließen: Unser erster Achter Liberty im Trab!
Manchmal ist es wirklich so, dass man die größten Fortschritte hat, wenn man eine Übung mal eine ganze Weile einfach nicht mehr macht ... seit ich das letzte Mal bewusst einen Achter verlangt habe, sind sicher Monate vergangen ;-).
Billy hatte sich kurz zuvor genau in der Sattellage beißen lassen - daher haben wir wieder nur vom Boden aus gearbeitet.
Zuerst haben wir On Line weitergemacht, wo wir letztes Mal aufgehört haben: Figure 8 im Galopp. Nach 5 Minuten hatte ich einen Achter mit durchgehendem Galopp und zwei fliegenden Wechseln - danke Billy und Pauseee! Das war echt toll!
Nach einer langen Pause mit Genick-Massage für einen sehr entspannten Billy nahm ich das Seil wieder einmal ab - wir haben seit Eeewigkeiten kein Liberty mehr gemacht. Wir begannen ein bisschen den Draw zu testen. War ganz gut, aber lasch. Mit höherer Energie meinerseits konnte ich Billy dann aber gut dazu bringen, auf mich zuzutraben. Ich schickte ihn dann mit der bei David Lichman gelernten "Boomerang"-Übung um je einen Pylon herum und holte ihn sofort durch Rückwärtslaufen wieder zu mir, dort gabs Pause.
Bald konnte ich ihn im Schritt in einer vollständigen Acht herumschicken. Das ging, als ich es das letzte Mal probierte, auch noch nicht so gut! Tatsächlich ist das Wichtigste dabei, dass ich nicht beginne, die Hinterhand wegzuschicken, um Billy um den Pylon herumzukriegen. Sobald ich das mache, hab ich ihn "verloren". Ich muss das Vorderende zu mir ziehen, nicht das Hinterende wegschicken. Das zeigte sich dann v.a. deutlich und sehr interessant, als ich begann, den Trab mit einzubauen. Ich schickte Billy im Schritt um den Pylon und zog ihn dann , sobald er halb herum war, mit viel Energie auf mich zu - dann trabte er brav an. Aus diesen Trabtritten konnte ich ihn dann auch weiter um den 2. Pylon schicken, statt ihn zu mir kommen zu lassen.
Es war total spannend, was NICHT funktioniert hat, nämlich: Billy zwischen den Pylonen in Trab versetzen, also in der "Drive"-Phase der Figure 8. Dann trabte er zwar, aber kam mit beim Umrunden des Pylons abhanden, ich musste ihn dann wieder von weiter weg "abholen". Solange ich den Trab beim Draw auf mich zu verlangte, klappte es ganz toll, ihn dann im Trab zu behalten und um den zweiten Pylon zu schicken. Und was zweitens nicht funktionierte: Sobald ich begann, die Wendung um den Pylon mit einem Wegschicken der Hinterhand zu bewerkstelligen, kam er mir ebenfalls abhanden.
Interessant, interessant.
Und wir konnten auch da total erfolgreich (wie der Online-Achter im Galopp mit fliegenden Wechseln) mit einer Premiere abschließen: Unser erster Achter Liberty im Trab!
Manchmal ist es wirklich so, dass man die größten Fortschritte hat, wenn man eine Übung mal eine ganze Weile einfach nicht mehr macht ... seit ich das letzte Mal bewusst einen Achter verlangt habe, sind sicher Monate vergangen ;-).
Freitag, 17. Februar 2012
Nach dem intensiven Kurstag wollte ich heut was ganz anderes mit Billy machen. Also habe ich beschlossen, nach der vielen konzentrierten Arbeit vom Sattel aus etwas Peppigeres mit mehr Bewegung vom Boden aus zu machen. Was ich extrem lange nicht mehr weiter verbessert habe, sind unsere Achter.
Ich stellte 2 Pylonen in der Halle auf und begann mich mit Zirkeln, Driving Game und so an die Achten heranzuarbeiten, vom Schritt über den Trab bis hin zum Galopp, den fragte ich immer beim Punkt X zwischen den beiden Achter-Schleifen an, und Billy galoppierte sehr brav an.
Ich wollte dann übergehen zu Galoppwechseln über den Trab, aber Billy meinte wohl das wär ihm zu umständlich, und wechselte gleich mal fliegend, was ihm eine grooooße Pause einbrachte. Er hat jetzt eindeutig gelernt, seine Beine so zu sortieren, dass er auch von rechts auf links fliegend wechseln kann! Vor einiger Zeit konnte er das eindeutig nicht, sondern verhedderte sich regelmäßig.
Wir schlossen ab mit einem solchen hübschen fliegenden :-)
Ich stellte 2 Pylonen in der Halle auf und begann mich mit Zirkeln, Driving Game und so an die Achten heranzuarbeiten, vom Schritt über den Trab bis hin zum Galopp, den fragte ich immer beim Punkt X zwischen den beiden Achter-Schleifen an, und Billy galoppierte sehr brav an.
Ich wollte dann übergehen zu Galoppwechseln über den Trab, aber Billy meinte wohl das wär ihm zu umständlich, und wechselte gleich mal fliegend, was ihm eine grooooße Pause einbrachte. Er hat jetzt eindeutig gelernt, seine Beine so zu sortieren, dass er auch von rechts auf links fliegend wechseln kann! Vor einiger Zeit konnte er das eindeutig nicht, sondern verhedderte sich regelmäßig.
Wir schlossen ab mit einem solchen hübschen fliegenden :-)
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