you live you learn you love you learn you cry you learn you lose you learn you bleed you learn you scream you learn you grieve you learn you choke you learn you laugh you learn you choose you learn you pray you learn you ask you learn you live you learn
Alanis Morissette

Freitag, 24. Mai 2013

Es ist zum Haareraufen, ich komme einfach momentan nicht regelmäßig in den Stall.

Letzte Woche war ich trotzdem sehr motiviert und habe beschlossen, dass Billy auch mal längere und anspruchsvollere Einheiten mit mehr Abwechslung aushält (vielleicht sogar interessanter findet).
Also hab ich beschlossen, ab sofort wann immer möglich, alle 4 Savvys in eine EInheit zu packen. Das zwingt gleichzeitig mich, die Einheit shcön durchzuplanen. Momentan machte ich ja eher immer nur 1 Savvy mit einem bestimmten Schwerpunkt, z.B. Finesse mit Schwerpunkt Übergänge, oder Online mit Schwerpunkt Galopp oder so. Aber ich habe beschlossen, mich einfach von Savvy zu SAvvy zu spielen und hoffe, dabei dann nicht so sehr direct line zu sein (wie wenn ich genau EINE bestimmte Übung in EINEM bestimmten Savvy vorhabe).

Letzte Woche also dann die folgende sehr schöne und erfolgreiche Einheit absolviert:
Aufwärmen mit Long Lines aus Zone 5. Wir übten Antreten und Anhalten, weil das hakte. DAnach etwas Slalom. Lenkung hakte auch, aber hat nicht lang gedauert, bis das wieder besser war.
Dann war der erste (Online) Teil auch schon vorbei, Billy durfte kurz am Viereckrand grasen, während ich die Hütchen umbaute.
Als nächstes Liberty. Wir übten mal herkommen, auch wenn das Gras dort am Rand lockt. Also Catching Game. Ich musste schon deutlich werden, aber dann, siehe da, verließ er lieber doch das Gras und stellte sich mal zu mir ;-). Ich begab mich wieder in Zone 5 und begann, Spins zu probieren. Klappte erstaunlich gut! Aus Zone 3/4 begann ich, die Vorhand wegzutreiben, bis ich in Zone 5 war und er auf der anderen SEite herumschaute, dann lief ich rückwärts und konnte ihn zu mir ziehen. TAtsächlich haben wir einen 3/4 Spin geschafft! Nach jedem Versuch führte ich Billy zum Gras, gab ihm sein "friss"-Kommando, ließ ihn genau 10 Happen machen und rief ihn dann wieder in die Viereck-Mitte.
DAnach saß ich auf, ritt Millionen Volten Finesse, bis Billy gut durchgeknetet war, und zum Abschluss übten wir noch lockeres Angaloppieren a la Freestyle ohne Aufregung.

Und Schwupps, war eine abwechslungsreiche Session vorüber :-)

Dienstag, 14. Mai 2013

Wieder einmal Centered Riding heute.

Sowohl beim letzten als auch dieses Mal haben wir versucht, welche Methoden Billy ein bisschen mehr ins Vorwärts bringen und den Schenkelgehorsam fördern. Letztes Mal - ich glaube ich hatte keine Zeit das hier zu berichten - haben wir eine Art Programm à la "Million Transitions" gemacht. Da wusste ich ja vorher schon, dass das funktioniert, Übergänge sind immer gut. Wir haben wirklich extrem viele gemacht, anfangs Schritt-Halt, wobei es immer nur ca. 3 Tritte Schritt gab und gleich wieder Halt, dann gleich wieder Schritt. Später dann auch Schritt-Trab-Schritt und schließlich Halt-Trab-Halt.
Wie gedacht, hat das schön geklappt, Billy wurde flotter und war dann froh, als er mal eine ganze Runde im Trab bleiben "durfte". ;-)

Diesmal haben wir den etwas zähen und laschen Billy mit Biegungen bearbeitet. Das erste Antraben war wieder sehr lasch und nach einer halben Länge zu Ende, der nächste Antrab-Versuch noch lascher, daher wurden die anstrengenden Geschütze aufgefahren: Ich durfte Schlangenlinien in 3 Bögen reiten und jedesmal beim Kreuzen der Mittellinie noch eine Volte dazwischenschalten. Zuerst im Schritt, dann auch Trab, und das ganze noch in unserer Mini-Halle. Als das so halbwegs klappte (uns rauchte aber eh scon der Kopf), kamen noch Übergänge dazu, d.h. vor oder nach der Volte z.B. eine Trab-Schritt-Trab-Parade oder sogar Halt-Trab-Übergang.
Billy wurde aufmerksam und hatte keine Zeit mehr, irgendwas anderes zu denken ;-). Mir halfen die Volten offenbar, mich nicht - wie sonst so oft - in die falsche Richtugn zu drehen oder den Innenzügel über den Widerrist zu ziehen. Angeblich blieb ich vor lauter KOnzentration auf die zu reitenden Linie jedesmal in der richtigen Drehung und Position - auch wenn Billy und ich dann manchmal Verständigungsschwierigkeiten hatten, weil ich zu langsm war oder nach der 100sten Volte nicht mehr wusste, in welcher Richtung es eigentlich jetzt weiter geht *g*.
Zwischendurch wurden wir dann auf die Ganze Bahn entlassen, und siehe da, Billy zog schön in den Trab, endlich einmal ein Stück geradeaus ;-). Das war die psychologische Komponente dabei.

Weiters wurde mir erklärt, dass die vielen Biegungen in verschiedene Richtungen den gleichen Effekt wie die vielen ÜBergänge hätten: Jedesmal müsste Billy sich neu ausbalancieren und neu sortieren, er lernt auf den biegenden Schenkel gut zu reagieren, und das überträgt sich dann auf den vortreibenden Schenkel (der ja immer derselbe ist ;-) ).

Ich selbst hab das Bild einer Wasserträgerin für mich bekommen; ich solle mir vorstellen, eine Stange auf dne Schultern zu tragen, an deren Enden jeweils ein Wasserkübel hängt, und das Wasser will ich natürlich nicht verschütten. Das half, um nicht einzuknicken.

Da hab ich jetzt wieder schöne Hausübungen: Million Volten ;-).

Montag, 13. Mai 2013

Es geht irgendwie rund bei mir, ich komme kaum zum Eintragen, weil ich auch immer nur kurz zu Billy komme. Und selten. Wie’s aber so ist, ich hab ein schlechtes Gewissen, aber dem Billy taugt’s natürlich – wir haben viel Undemanding Time verbracht, und das merkt man: Heute kam er sofort zum Zaun, als ich gekommen bin, und danach begleitete er mich flotten Schrittes zum Tor (ich auf dieser, er auf jener Seite des Zauns) und schien es richtig eilig zu haben. Jaa, es könnte am Apfel in meiner Tasche liegen, den er jetzt immer zur Begrüßung bekommt. Trotzdem freu mit das :-).

Heute hatten wir dann wiederum nur eine recht kurze Einheit; das Heu wurde schon verteilt, und ich wollte ihn nicht so lange davon abhalten, bis alles weg ist. Außerdem hat’s scheußlich geregnet, und wir gingen in die Halle.

Ich baute 5 Autoreifen als Pylonenersatz auf. Kurzer Check OnLine, dann aufgesessen. Kurzer Check vom Rücken aus, dann schnallte ich wieder einmal die Zügel ganz ab.
Wir begannen mit Volten in beide Richtungen um die Autoreifen, das war überhaupt kein Problem. Billy biegt sich auch ohne Zügel richtig schön von vorn bis hinten; einmal musste ich deutlicher werden, als er nicht aufpasste und zum Tor hinzog. Danach war er ein bisschen auf Habtacht-Stellung und versuchte wieder, jedes Muskelzucken in meinem Hintern und Unterschenkeln zu interpretieren, da gingen wir dann wieder Schlangenlinien; war aber natürlich dann mein Fehler und sehr brav von ihm.
Weiter gings mit Übergängen. Ganz oft Schritt-Trab, bis der Trab auf Phase 1 kam. Ich versuchte, nur an Traben zu denken und Trab zu bekommen, zum Schluss hat das auch geklappt. Die Schrittparaden funktionierten – wie meistens – ohnehin auf Gedanken hin. Wir nahmen Anhalten, Antraben aus dem Halt, und ein bisschen Rückwärts hinzu. Mit dem Rückwärts wollte ich nicht zu viel spielen, Billy war auf Diskutieren eingestellt, und ich wollte keinen Kampf. 2x kurz angaloppiert sind wir auch, aber immer noch meint Billy, er kann nicht in der Halle galoppieren.

Ganz zum Schluss hab ich noch „Touch it“ gespielt mit einem Autoreifen, ein ziemliches Präzisionsspiel, und das ohne Zügel – es klappte, und ich war ziemlich stolz auf uns. Zuest sollte Billy sein rechtes Vorderbein in den Reifen stellen. Wir brauchten eine Weile, aber dann hats geklappt und wurde groß belohnt. Wieder raus, eine Runde geritten und dann nochmal hin und den linken Vorderfuß reingestellt. Hat kürzer gedauert, man merkte dass er nun versteht worums geht. Jedenfalls jeweils hingekriegt :-) Das ganze ohne Zügel, fein manövrieren und kommunizieren nur mit Schenkel und Gewicht, da bin ich schon recht stolz auf uns :-))

Dienstag, 16. April 2013

Hach, der Frühling ist so herrlich. Unser Viereck ist aufgetrocknet! Ich kanns zum ersten Mal seit etlichen Monaten benutzen!

Nach der vielen Finesse-Reiterei bei Peter Kreinberg wollte ich heut mal wieder auf einem Barebackpad sitzen und nur ein Knoti dran haben. Aber trotzdem eine Kreinberg'sche Übung probieren.
Und zwar: Angaloppieren. Im letzten Kurs im September war ja noch keine Rede vom Galoppiren, aber diesmal im Kurs durfte ich. Billy hat sich brav gemacht, und Peters Methode der Übergänge ist interessant. Und zwar pocht er sehr darauf, nicht wie wild zu drücken, zu schieben usw. (gilt v.a. im Galopp), sondern sich und damit das Pferd "einzutakten". Die einzige wirkliche Hilfe, die er uns fürs Angaloppieren zeigte, war ein deutliches Voranstellen der inneren Hüfte. Ansonsten wird nur eingetaktet, kein Schenkeldruck, eigentlich auch keine Stimmhilfe. Soll heißen: Aus dem Schritt oder Trab zuerst mal den Takt mitzählen: 1-2-3-4 für Schritt, oder eben 1-2-1-2 für Trab. Und dann einfach den Takt wechseln, laut mitzählen, und von 1-2-3-4 (habs aus dem Schritt probiert) übergehen zu 1-2-3, 1-2-3-, 1-2-3 für Galopp.
Im Kurs hat das gut funktioniert. Billy hatte zwar sehr sehr viele Trabschritte dazwischen geschaltet, aber das fand er nicht schlimm, sondern seine Meinung ist im Gegenteil: Viele Pferde regen sich im GAlopp auf, weil sie aus dem Gleichgewicht gebracht werden. Der Wechsel vom 4-Takt oder 2-Takt zum 3-Takt sei nicht so einfach. Daher nicht überfallen, sondern einfach nur den Takt denken bzw. laut zählen, dadurch überträgt man wohl mit unbewusster Muskelspannung die gewünschte Gangart, und es funktioniert; das Pferd hat aber Zeit, sich zu sortieren. Er meinte, die vielen Trabtritte würden mit der Zeit automatisch weniger, weil das Pferd immer mehr darauf vertraue, eben nicht aus dem Gleichgewicht gebracht zu werden, und Zeit zum Sortieren zu haben.
Einmal im Kurs bin ich beim Angaloppieren ins alte Muster zurückgefallen. Klar, ich wollte dass Billy anspringt, hab zwar das Eintakten gemacht, aber gleichzeitig innen ordentlich (viel zu viel) Schenkeldruck gegeben, beugte zusätzlich meinen Oberkörper völlig nach vorn (passiert leider oft, vor lauter "Energiiiiiiieeee"), und Billy galoppierte zwar an, aber mit grantigem SChweifpeitschen, Ohrenanlegen und Grunzen. Zwar war klar, dass das alles ungewollt so passiert war, aber ui, wurde ich gerügt!! *hüstel* Beim nächsten Versuch war ich wieder knapp davor, den Schenkel dazuzunehmen, hab mich aber im letzten Moment in den Griff gekriegt und ihn wieder weggenommen - wurde von Peter ganz genau gesehen und da gabs dann großes Lob für den erfolgreichen Versuch, das Muster zu durchbrechen ;-).

Also jedenfalls probierte ich das heut auch. Was soll ich sagen, daheim funktionierts nicht *lol*. Ich taktete und zählte und Billy trabte entspannt und schien davon nix mitzukriegen. Natürlich hab ich hier zu Hause auch wieder mein introvertiertes Energiespar-Pferd unterm Popo, und nicht mehr das extrovertierte Rennpferd ;-). Also jedenfalls ignorierte Billy mein Takten, bis ich dann halt doch die Stimme (2x Schnalzen) dazunahm, da war er dann recht brav.
Allerdings auch nur, solange es ihn freute. Nach 2, 3 x Angaloppieren fand er es reicht und wurde grantig, da musste ich schon noch irgendwie drüber, aber konnte schön aufhören.

Zwischendurch haben wir für die ABwechslung Hinterhand-Wendungen gemacht. Die waren heute pipifein! Jeweils bei C und A 180°-Wendungen, und wir haben tolle Muster in den Boden gezeichnet. Perfekte Halbkreise mit der Vorhand, die Hinterhand auf einem kleinen Platz herumgetreten.
Ganz zum Schluss machte ich noch Wendungen mit 2 Tritten Rückwärts, 2 mit der Vorhand seitwärts, 2 rückwärts usw. Das Rückwärts hakte wieder stark, ich brauchte Phase 4 um Billy zu erinnern, dass ich noch da bin, aber dann war er weich, geschmeidig und reagierte richtig auf feinste GEwichtsverlagerungen.

Also abgesessen, einmal wutzeln lassen, und ab nach Hause, gerade recht zum Abendessen ;-)

Samstag, 13. April 2013

Zurück vom Kreinberg Kurs

Billy und ich melden uns zurück von unserem Kurs.

Ich habe also überstanden, das erste Mal Pferdetaxi zu spielen. Die Fahrt war aufregend, aber alles ging gut. Billy stand ruhig, stieg aber trotzdem schweißüberströmt aus. Keine Ahnung warum er so schwitzt. Einsteigen tut er brav, nach ein bisschen bespielen und bitten (angesichts der Tatsache, dass ich es nie üben kann, da weder Hänger noch Auto normalerweise vorhanden - sehr brav). Bei der Heimfahrt war er dann weniger brav, ich brauchte eine geschlagene Stunde, bis ich ihn in den Hänger gespielt hatte. Meine Schuld :-/. a) ich war aufgeregt. b) Ich hatte ungefähr 30 Zuschauer. c) Dass gerade, als ich einladen wollte, ein Horsemanship-Kurs begann, machte mich noch nervöser (sicher war ich ein gutes Beispiel, wie man's nicht macht, zumindest zu Anfang). d) Die plötzlich überall auftauchenden wohlmeinenden Hände, die Billy auf den Popsch klopften und Longen um uns rum spannten, waren zwar nett gemeint, aber kontraproduktiv. Erst als ich quasi aufgab, Billy verladen zu wollen, und im Kopf umschaltete und eine Verladetrainings-Einheit draus machte, da gings dann. Ich zirkelte ihn über die Rampe, schickte ihn rückwärts in den Hänger (das ging problemlos *lol*) und seitwärts auf die Rampe rauf. Spätestens da wichen die helfenden Hände dann langsam zurück, ich glaube die waren perplex und kannten sich gar nimmer aus, was ich da bezweckte. Zu meiner persönlichen Befriedigung stapfte Billy dann exakt 0,5 Sekunden nach dem irgendwo fallengelassenen Satz "so wird er dir nie nei gehn!" mit fröhlichem Trap-trap-trap in den Hänger - Uff!!!! Das kommt davon, wenn man es anderswo plötzlich anders macht ... nun ja.

Der Kurs selbst war wieder supertoll! Wir haben total viel gelernt, Peter bombardierte uns regelrecht mit Übung auf Übung; Volten, Übergänge, Hindernisse, Trailaufgaben, dazu Theorie zu Sitz und HIlfen... Mein Kopf war voll am letzten Tag, und Billys auch. 
Ich werde versuchen, die einzelnen Übungen auch hier Revue passieren zu lassen; ich habe eifrig mitgeschrieben, 7 oder 8 volle Seiten in meiner Mini-Fitzel-Schrift, großteils Übungsaufbauten, insgesamt fast 30 Übungsfolgen :-). Die theoretischen Hintergründe waren ja großteils bekannt vom letzten Kurs.

Ich ritt Billy diesmal ausschließlich mit Gebiss. Er benahm sich ganz brav, trotzdem ist er teilweise wie ein andres Pferd als zu Hause. Einen Vormittag hatte er Energie, ganz unglaublich. Einen eifrigen Schritt wie ich es mir sonst nur wünschen kann, dabei locker schwingend, das hat uns sogar Anerkennung von Peter eingebracht (nicht dass ich was dazu getan hätte ;-) ). Einen halben Tag lang hatte Billy dafür irgendwie zuviel von irgendwas erwischt... hopste weg bei jedem Geräusch und fand Mäntel plötzlich zum DAvonlaufen, auch etwas was ich nicht kenne (und mit dem ich daher erstmal umgehen muss). Einen anderen halben Tag raste er relativ unkontrolliert auf jedes andere PFerd in der Bahn zu - gar nicth unfreundlich, sondern mit gespitzten Ohren. Keine Ahnung was ihn da geritten hat (ok, ich?). Am Tag 1 war er superfreundlich und genoss Massage, am Tag 2 hatten wir eine heftigere Auseinandersetzung beim Putzen. So hatte ich also quasi 6 verschiedene Pferde zu händeln, an jedem Halbtag gab es eine neue Überraschung ;-).
Trotzdem: Insgesamt hat er suuuper mitgearbeitet und wurde durch die Übungen seinerseits super durchgeknetet. Hauptthema war eindeutig Biegung.
Von mehreren Teilnehmern hörte ich, dass sich Billy toll entwickelt habe seit dem letzten Kurs im September.

Ich habe jetzt jedenfalls mehr als genug zu üben bis Billy und ich wieder auf Reisen gehen - im September, zum nächsten Kurs :-).

Donnerstag, 4. April 2013

Frühlings-Service

Der Kreinberg-Kurs rückt immer näher, und ich bin schon aufgeregt vor meiner ersten Hängerfahrt mit Pferd. ;-)

Billy wird inzwischen runderneuert, oder so ähnlich ;-). Letzte Woche war der Zahnarzt dran. Nix besonderes, Billy hat alles gut überstanden und sich brav benommmen.

Diese Woche hatte ich dann noch Gelegenheit, eine Chiropraktikerin drüberschauen zu lassen. Die letzten Termine im STall hatte ich immer versäumt. Auch die stellte fest: alles in Ordnung. Muskulatur durchwegs entspannt, da fand sie gar nix. Sonst ein paar kleine Blockaden, bissl im Hals, bissl im Unterkiefer (das kenn ich schon vom letzten MAl von vor einigen Jahren), und das Kreuzdarmbein rechts. Rücken sehr gut, Sattel als passend befunden. Nirgendwo Schmerzreaktionen.
Billy genoss die Behandlung sichtlich! Er blieb völlig ruhig, genoss die Muskelmassage mit halbgeschlossenen Augen, und auch den Rest schien er alles andere als unangenehm zu finden. Nachher stellte er sich in den Heuautomaten und ist dort einfach weggepennt. Muss sehr entspannend gewesen sein.


Montag, 25. März 2013

Heute stand ein abwechslungsreiches PRogramm auf dem Plan.

Ich möchte weiter für den Kreinberg-Kurs üben und hatte ein paar STangen und Hütchen aufgestellt.

Wir wärmten uns durch gemeinsames Gehen auf, dann machte ich die bei Kreinberg gelernten Biegeübungen vom Boden aus am Gebiss. Billy bog sich toll, keine Widerstände zu spüren, alles flüssig und weich.
Dann in den Sattel, besser gesagt Pad, und Zügel verkürzen und verlängern geübt in jeder Ecke, und Billy übte Biegen. 10 Ecken auf jeder Hand, ganz bewusst geritten.
Wir gingen danach über zu Slalom um 4 Hütchen, sodass abwechselndes Verlängern und VErkürzen schneller erfolgen muss und Billy sich noch mehr biegen muss. 10x hin und her.
Nächste Übung: Abwechselnd Innenbiegung und Außenbiegung um Hütchen. Wir umrunden Hütchen 1 auf der linken Hand mit Linksbiegung, behalten die Linksbiegung bei und wechseln die Hand zu Hütchen 2 (also wir reiten einen Achter). Billy geht schon viel flüssiger und fast ohne Stocken mit der Außenbiegung. Nach einer Umrundung von Hütchen 2 stelle ich um und reite noch einmal ums Hütchen 2, diesmal also rechte Hand und Innenbiegung nach rechts.Dann wieder Handwechsel, aber unter Beibehaltung der Rechtsbiegung, um Hütchen 1 mit Außenbiegung. So immer wieder hin und her, 10x insgesamt.
Dann üben wir noch Antraben und Schrittparaden nach Kreinberg; in seinem Buch, das ich nur empfehlen kann, schlüsselt er die einzelnen Hilfen fürs Antraben und v.a. für die Schrittparade ganz akribisch auf. Ich versuche es ganz bewusst so, und erziele tatsächlich v.a. viel bssere Schrittparaden, bei denen Billy sich toll zusammenschieb, die ganz flüssig sind und mich spüren lassen, dass Billy hier seine Hinterhand benutzt; ganz toll!Ebenfalls 10x ;-).
Dann noch die Trabstangen genommen, auch 10x, dazwischen für den Handwechsel Hinterhandwendungen Schritt für Schritt eingebaut.

Billy bekam natürlich immer wieder seine Pausen, er hat sich richtig gut konzentriert, manches klappt nur stockend, aber bemüht hat er sich die ganze Zeit.

Samstag, 23. März 2013

Samstag und wieder einmal mehr Zeit! Das Wetter lässt zwar zu wünschen übrig, es ist ziemlich kalt und ein schneidender Wind bläst, aber trotzdem möchte ich die trockenen Straßen nutzen, um anzutesten, wie sich Billy auf einem neuerlichen Ausritt benimmt, nach unserem Wendungs-Intensiv-PRogramm letzte Woche.

Diesmal hab ich nicht gleich zu Anfang immer wieder gewendet, sondern ritt erst einmal eine ganze Strecke weg vom Stall. Billy ist weiterhin aufgekratzt auf unseren Ausritten. Er legt einen richtig flotten Schritt an den Tag; das TEmpo gefällt mir ausgesprochen gut, Billy wirkt wach statt wie sonst oft eingeschlafen, er guckt in der Gegend herum, fürchtet sich sichtlich vor den Waldarbeiten auf unserem Hausberg, glaubt mir aber, dass man vorbeigehen kann. Frauli ist auch sehr entschlossen, immer noch.
Etwas weiter weg vom Stall begann ich dann auszutesten, wie Billy es annimmt, zuerst Richtung Heimat und dann wieder in die andere Richtung gewendet zu werden. Alles klappt wunderbar, ich bin total stolz und froh, dass das Intensiv-PRogramm letzte Woche gefruchtet zu haben scheint. Ich bemühe mich sehr, die WEndungen ganz sanft einzuleiten mit einer Phase 1 oder 2 (Augen, BAuchnabel). Spüre ich allerdings auch nur das geringste Zögern bei Billy (das dann ganz schnell in absolutes Steifmachen und Heimrasen ausartet), kommt eine entschlossene Phase 4. Nicht mal dran denken, Billylein!! Billy ist dadurch ziemlich auf Habtacht: "Yes, Ma'am!". Ein ungewohntes und irgendwie unheimliches Gefühl, v.a. gepaart mit dem zügigen, munteren Schritttempo. Hie und da teste ich die Bremse mit einem lauten "Whoa!", auf das hinauf Billy jedesmal die Hufe ruckartig in den Asphalt bohrt. Dass Halt doch Halt meint, hat sich also letztes Mal ins Gehirn gebrannt.
Da alle WEndungen auf feine Signale funktionieren und Billy keine Anstalten macht, zu diskutieren, reite ich nicht mehr so oft hin und her. Nerven will ich ihn ja schließlich auch nicht - eiiiigentlich sollen wir uns auf Ausritten beide entspannen können! Statt hin und her reite ich Volten - die testen die WEndungen genauso gut. Mal in die eine, mal in die andere Richtung.
Billy ist dort, wo unsere kritische Stelle ist (war?) wieder aufgeregt, aber er denkt offenbar nicht dran umzudrehen. Die Volten-Tests gehen alle gut aus, kein Steifmachen, kein Umdrehen, kein Schnellerwerden Richtung heimwärts. Billy biegt sich brav, er ist guckig, aber er hört auf mich und reagiert gut. Wir reiten ein gutes Stück weiter als letzte Woche, bis zu einem Bauernhof, wo wir mit anderen schon öfter vorbeigeritten sind. Hier war - von mir vorher im GEiste festgelegt - unser quasi "Zielpunkt", ab hier wollte ich wieder heimreiten. Immer wieder mit Tests der Lenkung und Bremse und mit kleinen Aufgaben für Billy, damit er geistig bei mir bleibt. Wir ritten an diesem Zielpunkt noch eine hübsche Volte, dann die Straße wieder zurück.
Es geht jetzt bergab, es kommt eine Kehre in der STraße, wo wir gerade vorher eine hübsche Volte gemahct haben. Aber jetzt, wo Billy natürlich sofort fühlt, dass es wieder nach Haus geht, gehts wieder heftig los, unglaublich! Ich möchte eine Volte reiten an dieser Kehre, und prompt macht sich Billy steif und trabt die Straße bergab entlang nach Haus. Das darf doch nicht wahr sein! Ich bin aber inzwischen irgendwie cooler bei dieser Sache.... Ein lautes Whoa und ein paarmal rhythmische Impulse am Knoti, und er steht wieder. Ich wollte wenden, also leite ich erneut eine Wende ein. Ich bemühe mich, sanft anzufangen. Und prompt hat Billy noch nicht fertig diskutiert: Wieder macht er sich steif, wendet in die andere Richtung als ich eigentlich vorgebe, und zur Sicherheit fällt er jetzt überhaupt gleich in Galopp. Es geht bergab die Asphaltstraße entlang im Galopp, 2 Kehren und noch eine ganz gute gerade Strecke brauchen wir, bis Billy neuerlich steht, und leider musste ich diesmal auch ins GEbiss greifen. Ich wende nochmal, aber diesmal halt dann doch gleich mit Phase 4, wenn er meine Phase 1 missbraucht, um - wiederum alles völlig left brain! - heimzugaloppieren. Also Wendung, und Energie so hoch ich nur kann, und wir galoppieren den Asphaltweg zurück bergauf, alle Kehren durch zurück bis rauf zu dem Bauernhof. Dort Volten und Volten und Volten, bis die wieder weich und fein sind.
Wieder umdrehen und heimwärts. Wieder an der erste Kehre eine Volte probiert. Sehr gut, Billy akzeptiert meine Richtung. An der nächsten Kehre nochmal und auch später immer wieder. Billy hat fertig diskutiert. Wir bauen noch Slalom ein von einem Straßenrand zum anderen mit schöner Biegung, dazwischen wieder Volten.
Es begegnet uns ein Pferd von unserem Stall. Billy bemerkt die Stute gar nicht, so konzentriert ist er jetzt. Erst als sie vor uns stehen und wir ein paar Worte wechseln, scheint er sie zur Kenntnis zu nehmen. Die STallkollegin reitet in die andere Richtung weiter, und wir weiter Richtung Heimat, ohne Problem.
Wenn ich das Gefühl habe, dass Billy flotter wird, prüfe ich die Bremse mit Whoa und entspanntem Stehenbleiben am langen Zügel, oder eben mit Volten, hie und da reiten wir auch weiterhin noch ein STück retour und dann erst wieder Richtung zu Hause.
Auf unserer Hofzufahrt, also fast zu Hause angekommen, werden die Volten wieder schlechter, Billy beginnt wieder zu diskutieren. Das bringt nur mehr Volten und ein späteres Heimkommen.

Dann ists endlich geschafft! Uff! Es war viel besser als letzte Woche, aber trotzdem muss ich das wohl noch oft oft oft durchziehen, oder für immer und ewig, bis er mir glaubt, dass meine Richtung immer die bessere ist, und meine Gangart immer die vernünftigere.
Ich werde wohl auch heuer wieder nicht die unzähligen tollen Waldwege jenseits der Bundesstraße erkunden können, sondern diesseits bleiben, bis ich 100%ig sicher bin, dass Bremse und Lenkung in jeder Situation funktionieren. Diesseits heißt leider in Kürze dafür Kuhalarm, sobald es Frühling und Sommer wird, aber diese Baustelle gehört ohnehin auch aufgeräumt. ;-)

Donnerstag, 21. März 2013

Interessant war das heute! Mein Freund war mit und durfte ein bissl mit dem Billytier spielen.
Ich fing an mit Stick to Me, zeigte ihm kurz, worauf es ankommt, dann kam das Seil dran und er durfte mal probieren. Antreten, schneller werden, langsamer werden. Billy war brav und passte sich schön an. Beim Anhalten mussten sie sich erst ein bisschen kennenlernen, klappte aber auch bald gut. Ich ließ die beiden antraben und Schrittparieren. Billy war übermütig mit Kopfschlenkern usw. In der Ecke probierte er, meinen Freund mit der Schulter wegzuschubsen, der merkte das gar nicht, aber nachdem ich ihn drauf aufmerksam gemacht hatte, bestand er auf seiner Lauflinie und Billy fügte sich drein.

Dann machten die beiden noch ein wenig Circling Game. Mein Freund konnte Billy richtig toll gerade zurückschicken. Das war richtig gut! Nur mit dem Send klappte es nicht so recht. Ich konnte sehen, dass mein Freund es irgendwie anders macht als ich, konnte ihm aber nicht genau erklären, was er falsch macht. Auch Übergänge von Schritt in Trab auf dem Zirkel klappten nicht. Daher hab ich dann Billy vom Seil losgemacht und selbst Pferd gespielt und ließ mich von meinem Freund ins CG schicken. Das war richtig interessant! Zeitweise konnte ich spüren, dass er mich zu sich rein zog statt vorwärts auf dne Zirkel (wir übten dann Übergang von Schritt in Trab). Dann passierte was lustiges: Billy, der in der anderen Zirkelhälfte herumstand, wurde es zu langweilig, und er gesellte sich zu uns! Mein Freund also in der Mitte, ich als Pferd lief außenrum, wir übten Schritt-Trab-Übergänge, und da kam Billy und parkte sich an seiner üblichen Position außen an meiner Schulter ein, er at Liberty, ich On Line :-) . Mein Freund machte seine Übergänge, ich trabte und ging Schritt und Billy mit mir. Wir galoppierten dann sogar an, alle beide ;-).
Nachher klappte es dann mit meinem Freund und Billy allein auch schon ganz gut!

Billy und ich machten dann noch ein paar Stick to Me Übungen mit Galopp: Trab-Galopp, Schritt-Galopp und schließlich Halt-Galopp-Halt. Als Beobachter konnte mir mein Freund nachher Feedback geben, er meinte, wenn ich versuche, aus dem Halten anzugaloppieren, setze ich mich selbst total zurück und galoppiere dann los, und Billy spiegelt mich total und setzt sich auf die Hinterhand, um dann loszugaloppieren. Toll, war mir überhaupt nicht bewusst, dass ich das mache, geschweige denn, dass es diesen Effekt auf Billy hat. Ein-, zweimal haben wir ein tolles Angaloppieren aus dem Halten geschafft. Mein Freund war fasziniert davon, da durfte er auch mal probieren. Sie übten zuerst noch das Antraben, dann auch mal angaloppieren... dabei wurde Billy von meinem Freund gebremst, der sich nach dem Losgaloppieren sofort umsah, ob das Pferd eh mitkommt ;-).

Lauter lehrreiche Beobachtungen, eine richtig gute Session :-)

Sonntag, 17. März 2013

Happy Birthday Billy!!!

Billy hat heute Geburtstag und einen runden noch dazu: 10 Jahre wird er alt !
Da gabs heut eine doppelte Portion Apferl und 2 Karotten - und außerdem eine Spätschicht Centered Riding ;-).

Wir arbeiteten heute an halben Paraden. Billy interpretierte die Bilder, die ich bekam, gern als ganze Parade: "Ah, is scho aus?".
Sonst arbeiteten wir daran, dass ich erkenne, wann welche Schulter ausbricht, wenn auch nur minimal. Ich soll permanent reinfühlen, welcher Zügel mehr Gewicht hat. Die gleichseitige Schulter bricht aus. Ich tat mir schwer das zu fühlen, außer wenn es gerade ein Extrembeispiel war. Ansonsten kams mir meistens gleich vor... naja, manchmal mit viel Phantasie erriet ichs. Aber insgesamt war die Trefferquote beim Sehen deutlich höher - auch schon ein Fortschritt, denn vor nicht allzulanger Zeit konnte ich es weder fühlen noch sehen, nicht mal wenn ichs gesagt bekam ;-).

Billy war am Schluss genervt von der vielen Traberei, bei der nichts aufregendes passierte, außer dass Frauli sich zu sortieren versuchte. Nun ja, hie und da muss das auch sein. ;-)

Samstag, 16. März 2013

Ich wollte ja eigentlich wieder raus ins Gelände gehen und hier weiter an unserer Harmonie werken ;-), aber was ich nicht bedacht hatte war, dass die Nebenstraßen noch furchtbar eisig sind. Keine gute Voraussetzung für die eine oder andere Richtungsdiskussion. Also hab ich es gelassen und hab stattdessen etwas Liberty in der Halle gemacht.

Aufwärmen mit Stick to Me: Langsamer und schneller Schritt abgewechselt, das wurde sehr schnell sehr gut. Promptes Anhalten und etwas Rückwärts. Ich bin weiterhin streng und hab darauf bestanden, dass Billys Kopf genau auf der HÖhe in Relation zu meinem Körper ist, wo ich ihn haben möchte. Nicht 50cm weiter hinten oder weiter vorn. Hat gut geklappt, bald holte Billy unaufgefordert im Trab auf, wenn er zu weit nach hinten geriet.
Aus dem Stick to Me gingen wir über zur Weave, an der ich hauptsächlich arbeiten wollte. Also zuerst den Slalom á la Stick to Me gelaufen, d.h. ich lief mit Billy mit. Nach und nach erhöhte ich den Abstand und schickte ihn schließlich um die Hütchen, während ich auf einer Seite blieb.
Im Schritt waren wir schnell erfolgreich, daher Übergang zu Trab. Auch hier ganz supertoll, Weave im Trab at Liberty klappt! Bis auf ein einziges Hütchen, das 3. von links, das ließ Billy jedesmal aus, hier versagte der Draw. Jedesmal. Und nur in die Richtung, wo ich rechts von ihm war. In die andere Richtung, wo ich also links von ihm bin, war alles ok und er trabte wieder und wieder den Slalom perfekt. Keine so rechte Ahnung, woran das lag. Ich streute zwischendurch wieder einen Stick-to-Me-Slalom ein, klappte gut. Im Schritt klappte es auch. Nur im Trab nicht mehr. Ich probierte es mit mehr Druck (klappte halb, insofern er dann zwar mich ansah und auf mich zukam, aber das Muster war natürlich unterbrochen, auch wenn ich ihn danach weiter "richtig rum" um die HÜtchen schicken konnte) und auch mit weniger Druck, aber so richtig half alles nix. Ich schloß mit einem guten Slalom in die "gute" Richtung ab und ließ es gut sein.

Danach machten wir noch Galopp-Übergänge auf einem Circling GAme, zuerst vom und in den Trab, danach vom und in den Schritt. Runterbremsen geht at Liberty viel schlechter als On Line, how interesting. Angaloppieren war dagegen super, auch aus dem Schritt, richtig prompt, aber dabei relaxt.

Donnerstag, 14. März 2013

Meine Güte ist das kalt! -5° und Schneesturm!

In nur 3 Wochen ist es schon wieder soweit: Der nächste Peter-Kreinberg-Kurs winkt! Mein Gott wie die Zeit vergeht... Das schlechte Gewissen drückt, denn ich hab viel zu wenig vom letzten Kurs umgesetzt, wenig geübt, die Theorie schon wieder vergessen...
Deshalb machten wir heute eine kleine Finesse-Einheit, bei der ich die Übungen, die wir im SEptember gelernt haben, der Reihe nach durchprobierte. Billy war brav und kooperativ (meistens ;-)).

Ich begann am Boden mit Stick to Me, Anhalten, Rückwärts. Dann aufgesessen und Fingerübungen gemacht: Zügel verkürzen, Zügel verlängern, in jeder Ecke, mal linksrum, mal rechtsrum. Billy bog sich supergut, der ganze Kontakt hat sich wirklich enorm verbessert. Das ist zwar mehr den Centered-Riding-Stunden zu verdanken als eigenständigem Üben nach Kreinberg, aber ist ja egal. Wir gingen über zu Slalom, da wurde es schon knapp mit der Fingerfertigkeit. Ich nehme dann zu viel Zügel auf einmal an oder vergesse aufs Nachgeben. Außerdem waren die Finger meiner linken Hand völlig eingefroren, ich spürte fast nix mehr. Auch nicht gerade förderlich.
Wir ritten dann noch abwechselnd Volten und große Zirkel im Schritt und danach übten wir noch das Antraben. Wie gewohnt biegt Billy nach links ab, sobald er realisiert, dass es ans Antraben geht. Keine Ahnung, wie ich ihm das wieder ungewollt beigebracht habe. Es ist jedenfalls eine Ausflucht, um nicht traben zu müssen, denn nach 2 kleinen Gertenklapsern (Phase 4) versteht mich Billy plötzlich wieder sehr sehr gut. ;-), und danach können wir superweich antraben und ebenso superweich Schritt parieren.

Ganz zum Schluss geht es noch ein ganzes Stück rückwärts, nämlich bis zum Tor - dort absitzen und fertig!

Dienstag, 12. März 2013

Heute stand zuerst einmal Pediküre auf dem Programm. Billy war brav, keine besonderen Vorkommnisse, außer dass die freche Stimmung dahingehend weitergeht, dass Billy doch tatsächlich bettelnd an meiner Jacke zupft. Freundlich, aber trotzdem ... da versiegt der Leckerli-Fluss doch gleich erst recht ;-).

Danach gingen wir noch in die Halle und haben etwas On Line gespielt. Kurz und zackig, mit ein paar Pausen, wenn was besonders gut war:
Aufgewärmt mit Stick to Me in Schritt und mit Rückwärts. Letzteres hab ich auch einmal mit etwas mehr Bemühung eingefordert, und siehe da, es ging.
Wir setzten fort mit Hinterhand- und Vorhandwendungen auf mich zu und von mir weg, dann Übergang zu ein wenig Trab und Weave. Weave im Trab klappt nun wirklich super. Beim Umdrehen verfällt er manchmal im Schritt, wenn ich einen zu kleinen Radius um das letzte Hütchen erlaube. Ich würde langsam gern Galopp in die Weave mit einbauen, aber es gelingt nicht. Ich weiß nicht an welcher Stelle ich das am besten machen soll, bin viel zu langsam und überhaupt. Das dauert noch ein wenig.
Dann Übergang zu einem Circling Game mit ganz vielen Übergängen vom und in den GAlopp. Zuerst vom Trab aus, dann Schritt. Angaloppieren aus dem Schritt wurde nach ein paarmal richtig richtig gut, sehr sauber, sehr unaufgeregt. Auch Übergang vom Galopp zum Schritt wurden sehr gut.
Daraufhin kehrte ich zum Stick To Me zurück und wir übten gemeinsames Angaloppieren. Billy hielt recht brav Abstand und sah nicht allzu grantig drein. Übergänge Trab-Galopp klappten sehr gut, ich probierte dann auch Schritt-Galopp, und auch das klappte bestens. Richtig richtig gut! Ich probierte dann noch ein Anhalten aus dem Galopp, Billy machte total brav mit und reagierte prompt. Und dann ein Angaloppieren aus dem Halten - auch geklappt, juhu!

Und Feierabend :-)

Sonntag, 10. März 2013

Ein Wochenende in der Zeitmaschine

Pfuuuuh, was für ein Wochenende!
Es herrschen endlich frühlingshaftere Temperaturen. Die steigen Billy scheinbar in den Kopf. Heute wurden wir so ungefähr 2,3,4,... Jahre in der Zeit zurückkatapultiert, so kam es mir vor; gerade berichte ich noch wie toll sich alles entwickelt, da ist der Höhenflug auch schon vorbei und ein heftiger Beziehungsstreit im Gange...

Tolles Wetter, und ich hatte - endlich, endlich, endlich! - einmal einfach GAR nix anderes vor als in den Stall fahren und das Wetter genießen und ein bisschen ausreiten! So toll haben wir uns weiterentwickelt, schrieb ich gerade.
Also in aller Ruhe geputzt, gesattelt, die anderen ziehen lassen und auf den Weg gemacht, einen Weg zu erkunden, den ich kürzlich mit der Stallkollegin geritten bin. Eine kleine Runde, nichts spannendes. Billy kennt den Weg, latschte letztes Mal völlig entspannt dort entlang, mal vorn, mal hinten; nur alleine waren wir dort noch nicht.
Alles fing herrlich an. Ich stellte fest, dass ich erstmals kein Herzflattern mehr bekomme, wenn ich reitend die Straße überquere. Hinreiten, anhalten (obwohl von weither sichtbar, dass nix kommt - aber angehalten wird immer, diese Gewohnheit soll sich einfach etablieren), schauen, drüberreiten, fertig. Billy und ich tiefenentspannt. Unter der Unterführung war Billy guckig, konnte man ihm aber nicht verübeln, denn der dort fließende Bach ist ums 10fache angeschwollen und machte Lärm, der von den Wänden der Unterführung unheimlich widerhallte. Er war aufgeregt, hörte aber brav auf mich und ging ohne Zögern durch. So ging es weiter. Auf dem Weg war er ebenfalls guckig, aber er ließ sich toll lenken und leiten und fror nie ein oder war unansprechbar, was auch gut war, denn dieser Weg war noch nicht von Schnee befreit - in der MItte lag eine SChicht Schneematsch, auf der wir gut reiten konnten, links und rechts war der Schnee aber zusammengefahren und hie und da zu einer glatten Eisschicht zusammengeschmolzen.
So gingen wir bis zum Ende des Weges. Und dort kippte alles ....

Ich erkannte, dass ich eine Abzweigung verpasst hatte, denn ich stand nun vor einer Wiese eines Bauernhofes, die schmelzwassergetränkt und auf keinen Fall zu bereiten war. Ich hatte eigentlich gerechnet, auf einen anderen Weg zu treffen und diesen zurückzureiten. Offenbar hätte ich da aber früher bergauf abbiegen müssen als hier. Nun gut, macht ja nichts.
Billy vorsichtig gewendet auf dem nassen, rutschigen Gras, und den Schneematsch-Weg wieder hinunter. Billy hatte es eilig, ließ sich aber noch halbwegs bremsen. Ich merkte noch nix, es ging ja bergab. Dann kam die Abzweigung, die ich hätte nehmen sollen. Ach ja, hier wars... Billy angesprochen, die WEndung vorsichtig eingeleitet, nicht dass wir hier ausrutschen .... und stellte mit einigem Unbehagen fest, dass die Lenkung ausgefallen war. Nicht nur schwergängig oder so, sondern Totalausfall. Das Pferdchen steuerte stur geradeaus, Hals steifgemacht: "Iiiiich will aber heim!". Ich fluchte innerlich. Das altbekannte Gefühl, Systemtotalausfall. Druck in der Magengegend macht sich breit, mir wird schlecht vor Angst. So war das früher immer. Aber seit Jahren hatten wir das glaub ich nicht mehr. Ich versuche mal vorsichtig zu bremsen. Richtig. Systemtotalausfall. Keine Bremse. Im Gegenteil, Billy wird schneller: "Iiiiiich willlllll heiiiiimmmm!"
Ich versuche ruhig durchzuatmen, nicht zu zerren, sondern gebe rhythmische Impulse, versuche locker zu bleiben. Mit jedem Impuls, der ihn bremsen soll, wird Billy justament schneller. In mir macht sich gleichzeitig unsägliche Angst und unsägliche Wut breit. Ich lasse alles lang und Billy seinen Willen und wir gehen gemütlichen Schritt. Ich nehme die Zügel kürzer oder versuche zu wenden, wir traben und beginnen zu galoppieren. Zur Erinnerung: Wir befinden uns auf einem teilweise vereisten Weg, und die Querung der Bundesstraße nähert sich unaufhaltsam.
Mir ist zum Plärren. Ich kann nicht absitzen, denn dazu müsste ich ja mal etwas bremsen. Ich kann nicht bremsen, dann wirds schneller, ich kann nicht wenden, dann wirds noch schneller. Ich ärgere mich über meine Unfähigkeit und lasse mich erpressen und warte auf die größere Straße, an die wir bald kommen, wo Billy bislang immer entspannt und langsam schlurfend - auch Richtung heimwärts - entlangging. Dort wird er wieder ansprechbar sein, dieser neue Weg war offenbar zu viel.
Pustekuchen. Auf der altbekannten Straße genau dasselbe. Die Bremse hat sich in GAs verwandelt, Lenkung ebenfalls. Und die Bundesstraße ist wirklich nicht mehr weit. Ich sitze oben als hilfloser Passagier und traue mich nicht, die Meinungsverschiedenheit über die Richtung auszudiskutieren, die Chancen stehen nämlich gut, dass ich dann im GAlopp Richtung STraße unterwegs bin und nicht im schnellen Schritt wie jetzt noch.
Irgendwann kommt ein Auto von hinten. Billy ist kurz abgelenkt, sodass er irrtümlich und aus Gewohnheit meinen bremsenden Kommandos gehorcht - ha!!!! Wir stehen kurz, und ich bin so schnell unten wie er gar nicht schauen kann.
Wir überqueren die gefürchtete Bundesstraße. Sooo entspannt waren wir schon! Und nun alles kaputt, weg, all die Arbeit für die Katz'. Alles von vorne :-( .
Nach der Bundesstraße sitze ich wieder auf. Billy bleibt vorbildlich stehen. Aber nur, bis ich oben bin, und dann geht Billy durch. Im Galopp gehts rein in den Wald, knapp an den Bäumen vorbei, Richtung Heimat ohne Rücksicht auf Verluste. Ich bin so baff, dass ich etwas zum Reagieren brauche; zum Glück ists hier nicht mehr rutschig und die STraße ist nun auch hinter uns. MIt ungefähr Phase 20 kann ich bremsen und anhalten. Endlich geht es in gesittetem Schritt weiter. Da kommt ein Matschloch ... Billy springt es, obwohl er auch drübersteigen könnte - und nutzt den Sprung, um nochmal weiterzugaloppiern, wieder durchzugehen und mich wieder zu ignorieren.
Irgendwie schaffen wirs gesittet nach Hause, aber ich bin stinksauer, wütend, traurig, enttäuscht und voller Angst.

Billy darf erstmal in die Halle - er wollte galoppieren, oder wie war das. Wir traben, wir galoppieren ... Billy muss jetzt richtig arbeiten. Nach den Arbeiten muss er dann noch etwas warten. Schließlich schwitzt das Pferd ja jetzt und muss mal Abschwitzen. Er darf mir zusehen, wie ich Spind aufräume und Sattel putze und so meine Wut abarbeite. Zu den Kumpels gehts erst seeehr spät - Frauli hat heut Zeit, wie blöd.
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Am nächsten Tag wache ich auf wie gerädert und hab ehrlich gesagt überhaupt keine Lust, das Pferd wiederzusehen. Es ist Sonntag, und ich habe - ein Wunder - schon wieder viel Zeit! Ich wollte ausreiten, nur... wohin? Über die Straße - no way, nie wieder, ganz sicher nicht. Die Erinnerung an den gestrigen hilflosen Kampf um die Richtung schnüren mir jetzt schon die Kehle zu.
Dann kommt mir eine Idee. Wenn die Probleme die WEndungen sind, dann werden wir einfach Wendungen üben. Man kann nicht nur in der Halle wenden, man kann das auch im Gelände. Jawoll! Billy weiß das scheinbar nur noch nicht. Ein Plan formt sich in meinem Kopf.

Also heute wieder: Mit viel Zeit im Gepäck und dem Rest an Geduld, den ich noch irgendwo zusammenkratze, wird Billy wieder gesattelt. Wir reiten los. Und heute bin ich fest entschlossen, mich nicht erpressen zu lassen.
Ich beginne mal harmlos an unserer Hofzufahrt. Billy ist aufgekratzt, es muss doch der Frühling sein. Oder auch die gestrige Auseinandersetzung. Sicherlich spürt er meinen Grant. Er ist jedenfalls flott unterwegs. In der Mitte der Hofzufahrt halte ich an. Das funktioniert natürlich, immerhin sind wir ja Richtung weg von zu Hause unterwegs. Ich wende. Auch das klappt super, wir wenden ja heimwärts. Billy wird sehr flott, ich bremse, es klappt, wenn auch widerwillig. Wir kommen wieder am Hof an. Ich wende. Bzw.: will wenden. Gleiches wie gestern, Ignorieren, schneller werden. ABer heute lasse ich nicht nach, bestehe darauf, wir wenden und reiten wieder weg vom Stall. So bewegen wir uns die nächsten zweieinhalb STunden weiter: 100m zielwärts, 50 Meter heimwärts. Die sage und schreibe ersten 2 Stunden diskutiert und kämpft Billy gegen jede Wendung zielwärts. Jedes einzelne Umdrehen wurde fast zum Kampf, mal mehr, mal weniger. Er bekam jedesmal die Chance, auf eine Phase 1 oder 2 zu reagieren. Jedesmal verweigerte er die WEndung und versuchte nach Haus zu traben oder zu galoppieren. Ich konnte es aber schaffen, ihn jedesmal doch noch zu wenden. Schön anzuschauen war es aber sicher nicht (dies soll ein ehrliches Blog sein...).
Billy schwitzte und regte sich wohl auf. Ich hatte ein schlechtes Gewissen; es ist meine Schuld, dass er denkt, er habe das Sagen über die Richtung. Ich hätte viel früher viel weniger machen müssen. Jetzt muss ich sehr spät sehr viel machen.
Wir bewegen uns immer weiter weg vom Stall, 100m vorwärts, 50 Meter wieder zurück. Die WEndungen werden weicher. Manche sind schon fast wie eine "normale" WEndung in der Halle. Da wird Billy sofort gelobt dafür.
Dass man heimwärts nur im Schritt geht, darauf bestehe ich auch. Bei Antraben drehen wir sofort wieder um und gehen weg von zu Hause.
So überwinden wir sogar eine der kritischen Stellen, über die ich nie allein reitend hinaus gekommen bin. Die Wendungen sind weich, meistens. Auf "Whoa" steht Billy und linst nach hinten. Ziel erreicht! Wir bewegen uns langsam wieder eher nach Hause. Also 100m heimwärts und 50 wegwärts. Billy entgeht das natürlich nicht, und kurzfristig wird das ganze wieder kritisch. Ich leite eine weiche WEndung ein, Billy nimmt alle Kraft zusammen und macht sich steif und beginnt sofort Richtung Heimat zu galoppieren statt zu wenden. Er rutscht auf dem nassen Asphalt aus und wir fallen fast hin; ich mache einen unfreiwilligen Abgang, Billy erfängt sich noch und fällt wenigstens nicht auf mich drauf. Betropetzt steht er da. Ich checke kurz alles, nix passiert. Wieder rauf und erst recht weg von daheim. Kurz darauf geht Billy noch einmal durch. Bei einer Wendung Richtung heimwärts prescht er los im Galopp, kaum dass die Wendung vollzogen ist. Ich kann ruhig bleiben und ihn ganz gut bremsen. Wir wenden wieder.
Schließlich wirds besser und besser. Billy rennt auch nicht mehr heimwärts. Hat keinen Sinn, ich sags doch die ganze Zeit!
Wir kommen zur Hofzufahrt. Billy glaubt, die traben zu müssen - es geht bergauf. Ich bin fies - die Anstrengung war umsonst - ich wende nochmal, reite nochmal die Abfahrt hinunter. Beim zweiten Mal kann Billy ruhigen Schritt gehen.

Billy war brav, wenn auch erstaunlich stur. Er darf sich wutzeln und kriegt Fresschen. Ich bleib noch länger da und wechsel die Decken.

Mal sehen, was es gebracht hat. Ich will dieses Problem lösen, unbedingt. Wie machen andere Leute das? Einfach so ausreiten zu gehen? Ich grüble und grüble, und ich fühl mich schlecht wegen der vielen hohen Phasen, die ich anwenden musste. Aber eben: Mal sehen, was es gebracht hat.... :-/


Donnerstag, 28. Februar 2013

Hui, wie die Zeit vergeht, ich komme überhaupt nicht dazu, alles nachzutragen.

In den vergangenen Wochen haben Billy und ich alle Möglichkeiten genutzt, um viel rauszugehen. Es gibt heuer wirklich viel Schnee, immer wieder, und war auch kontinuierlich kalt. Trotzdem waren die Wege oft gut begehbar ohne Eis. Wir wagten uns oft über die Straße, das wird nun langsam wieder normal für mich; wir haben uns im dichten Schneetreiben verirrt, als ich einen neuen Weg austestete (und Billy war dabei so brav, hat alles Hin- und Hergereite des zuerst leicht besorgten, dann verzweifelten und als es uns fast zu dunkel wurde, panischen Fraulis mitgemacht), wir waren mit einer STallkollegin unterwegs, frisch gefallenen und unberührten Schnee in einer gerade richtigen dünnen Schicht, kilometerweise; und als es neuerlich schneite, durfte Billy tiefschneestapfen und galoppierte den ganzen Abhang im tiefen, schweren Schnee (er wollte es so!). Hat alles Riesenspaß gemacht!

So viel zum Rückblick.

Mittlerweile taut es, aber immer noch liegt patziger Schnee herum, zwischen ziemlich viel Matsch und Pfützen. Ausreiten ist daher momentan weniger lustig.

Heute waren wir wieder in der Halle; Billy war schon beim Putzen total verspielt und (ungewöhnlich) freundlich, er nahm alles ins Maul was er erwischen konnte und war scheinbar insgesamt gut aufgelegt. Also hab ich heut ein wenig Action eingebaut.
Ich habe 8 Pylonen in 2 Reihen aufgestellt. Zum Aufwärmen Driving Game abwechselnd mit Friendly Game in der Bewegung, dazwischen Volten um die Pylonen eingebaut.
Wir gingen dann zum Slalom im Schritt über, aber das war bald langweilig, und so gab es ein wenig Trab dazwischen. Wir arbeiteten uns vor bis zu 3xigem Weave-Passieren ohne Schritt dazwischen :-). Bei den Dingen, die ich nicht so oft mache, merke ich den Fortschritt immer am stärksten: das ging vor nicht allzulanger Zeit noch nicht so gut, da war ich meist schon auf eine Länge stolz.
Weil es so gut klappte, kam mir die Idee, für ein paar Sprünge mal den Galopp in die Weave einzubauen. Dazu hab ich aber zuerst einmal den Galopp mittels Circling Game isoliert. Ganz viele Trab-Galopp-Übergänge, und schließlich auch supergute Schritt-Galopp-Übergänge. Das Tier kann, wenn man es langsam drauf vorbereitet und nicht nörgelt. Ganz ruhig, ohne Grant und Hektik, sprang er von einem ruhigen Schritt in einen tollen langsamen Galopp. Nur auf der rechten Hand musste ich kurz diskutieren, ob das hier ernst gemeint ist (Galopp generell) - ja, ist es, Billy - und Billy fügte sich nach einer Minute dann drein (und wurde natürlich reich belohnt).
Zurück zur Weave. Billy wäre auch angaloppiert, aber Frauli war zu unkoordiniert. Wo ist die beste Stelle innerhalb des Weave-Patterns, um die ersten paar Galoppsprünge einzubauen? Hätte ich mir vorher überlegen sollen, dann wärs vielleicht gegangen ;-). So galoppierte Billy zwar kurz, aber Fraulis Unentschlossenheit machten dem Erstversuch bald wieder ein Ende. Brav bemüht hat er sich aber.

Statt Weave beschloss ich, unsere Figure 8 etwas auszubauen mit Galopp; sammelte die Pylonen ein und verteilte sie auf 2 Stapel, weit voneinander entfernt für viel Schwung. Los ging's. Billy war heute wirklich gut drauf, galoppierte los mit viel Energie, ich machte einen Schritt zurück, er kam sofort rein, zack, fliegender Galoppwechsel (Pause und Belohnung). Dann 2 hintereinander, hat auch geklappt, d.h. eine vollständige Figure 8! Ich glaube 3x fleigend hintereinander war unser Rekord, und dem Billy machte es unglaublicherweise scheinbar Spaß.
Weil alles so toll klappte, hab ich zum Schluss das Seil abgenommen und Liberty weitergespielt. Ganz kurz spielte Billy sein eigenes Spiel: Ich ging zurück, um ihn reinzuholen, daraufhin stoppte er hübsch, machte einen hübschen Rollback und änderte die Richtung nach außen. Da rannte das Frauli, um ihn abzufangen (lustiges Spiel!!!), er machte noch einen Rollback und schickte mich ein paarmal hin- und her, bis es mir gelang, ihn an der Bande abzufangen und nach innen auf den anderen Zirkel abwenden zu lassen - fliegender Wechsel, reinholen, belohnen. Danach war mein Spiel (Figure 8 statt Rollbacks) doch interessanter ;-).
Es war total lustig und ich kanns nicht glauben, aber wir haben eine vollständige Figure 8 mit 2x fliegendem Wechsel at Liberty geschafft. Ich merkte dann schon, dass er langsam müde wurde, und hab mit einem letzten Wechsel aufgehört.
Billy durfte mich dann noch ein bissl jagen und verfolgen und cutten, langsam zum Cooldown. Danach stand er da, tiefenentspannt und so richtig schön ausgepowert... er sah sehr zufrieden aus, endlich mal ein bissl Äktschn! ;-)))

Sonntag, 27. Januar 2013

Am Wochenende genossen Billy und ich den Schneeeee! Denn zu unserem Stall gehört ja auch eine kleine Schipiste mitsamt Lift (das steilste Stück unserer Weiden). Wo Schipiste, da Pistenraupe. Und wenn Pistenraupe schon unterwegs, hat uns unser lieber Stall- und Pistenraupenbesitzer rund um unsere großen Weiden eine Schnee-Reit-Autobahn planiert :-) .

Am Samstag machten Billy und ich einen kleinen Ausritt rund um die Weiden - immer die Autobahn entlang. Das eine lange Bergauf-Stück durfte Billy mal Gas geben soviel er wollte, wui! Also wenn er den Turbo dann einmal anwirft, geht schon was weiter ;-).
Am Sonntag beschloss ich dann, auf der Schneeautobahn ein bisschen Übungen zu machen. Wir trabten das Bergauf-Autobahn-Stück zuerst einmal ruhig, um wieder in ERinnerung zu rufen, dass man da nicht nur im Vollspeed raufgasen kann, sondern auch gesittet traben. Am Ende eine hübsche Haltparade und Hinterhandwendung, im Schritt retour, 3x Volte um den Baum in jede Richtung. Dann wieder zurück bergauf, abwechselnd ruhiger Trab und möglichst ruhiger Galopp, auch mal SChritt und Halt dazwischen, also Übergänge. Oben wieder Anhalten, Pause, Hinterhandwendung, zurück im SChritt, wieder Volten um den Baum. Noch ein letztes Mal bergauf. Diesmal probierte ich Angaloppieren aus dem Halt (klappt super, wenn der Motor mal läuft *Hihi*), und dann aus dem Schritt, wobei ich - wie früher schon, mit mäßigem Erfolg damals - probierte zu bestimmen, ob Billy rechts oder links angaloppiert. Tatsächlich sprang er einmal erwünscht rechts und - nach einem Fehlversuch - die nächsten beiden Male erwünscht links an! Kann auch Zufall gewesen sein, aber andererseits, vielleicht nähern wir uns da langsam an in unserer Kommunikation.

Da ich merkte, dass es am Hügelgipfel (schon sehr nah am Stall) langsam schwieriger wurde, Billy zu einer sauberen Wendung zu bringen (der dachte mittlerweile eindeutig mehr an zu Hause als an mich) und weil das ganze zwar nur kurz, aber trotzdem sicher mordsanstrengend war, gingen wir noch einmal gesittet im Schritt zurück und nahmen den langen Weg nach Hause.
Wir trabten noch ein Stückerl, und Billy wollte trotzdem noch gern galoppieren. Nachdem wir darüber ein wenig diskutiert hatten, bot er mir schließlich - scheinbar sein Kompromiss *lach* - einen soooo tollen Lope an, dass ich ihn ließ - war das ein herrliches Gefühl, ein ganz runder, richtig schön gesprungener Galopp am langen Zügel, aber in einem langsamen Trabtempo, wow! Er kann es also! Muss ich es nur noch schaffen, ihm zu vermitteln, dass genau DAS in der Halle gefragt wäre, dann kämen wir auch fein über die Ecken ;-).

Donnerstag, 24. Januar 2013

Heute hab ich wieder einmal ein Zitat!
"In den 1960ern, da gab es noch keine Sliding Stops. [...] Und als das Sliden später aufkam, da haben die Kalifornier gesagt: 'Was soll der Scheiß? Ich slide doch nicht an der Kuh vorbei?!'"
 Jean-Claude Dysli im Buch
"His Way of Life" (Wu Wei Verlag, 2012),
p. 51

Dienstag, 22. Januar 2013

Heute gabs eine Blitz-Trainingseinheit. Es wurde schon die Fütterung vorbereitet und daher machten wir heute zack-zack in 20 Minuten alles durch, was ich vorgehabt hatte, und fertig. Ja, ich weiß, direct line ist nicht gut, aber für einen LBI, der zum Heu will, vielleicht auch manchmal nicht so schlimm ;-)

War mit Knotenhalfter unterwegs, unserem neuen hübschen orangen, das Billy von einer lieben Freundin zu Weihnachten gekriegt hat :-).
Ich habe 4 Trabstangen auf die MIttellinie gelegt. Wir wärmten zu Fuß auf, dann bin ich aufgestiegen und über die 4 Trabstangen im Schritt gegangen. Die ABstände passten für Schritt nicht so recht, und Billy schlug an, aber er ging brav drüber ohne zu zögern. Unsere Übung sah dann so aus: Schritt am Hufschlag, Abwenden auf die Mittellinie, über die STangen, am Ende der Mittellinie auf die jeweils andere Hand, wieder Schritt die lange Seite und wieder abwenden. Nächste Stufe: Nach der Rückkehr auf den Hufschlag trabten wir an und bis zur MItte der langen Seite, bis zum neuen Abwenden auf die Mittellinie, die STangen weiter im Schritt. Nächste Stufe: Im Trab bleiben und die Stangen im Trab nehmen. Machte Billy toll, ohne Anschlgen großteils, Frauli hatte mal die richtigen Abstände für Trab getroffen, wie es scheint. :-)
Nach etlichen Runden gabs mal längere Pause.

Als nächste Übung kam Rückwärts. Das hat sich leider wieder etwas verschlechtert, warum weiß ich wieder mal nicht. Ich kombinierte Rückwärts heute mit einer HH-Wendung. 1 Schritt rückwärts, 1 Schritt mit dem Vorderbein zur Seite, wieder einer rückwärts, usw. Ich möchte üben, die Schultern in der Rückwärtsbewegung zu lenken. Mit dem Hinterteil funktioniert das ja schon gut. Immerhin hab ich mittlerweile halbwegs mein Timing im Griff und gebe die Hilfe zum SEitwärtstreten in dem Moment, wo das Bein, das seitwärts treten soll, sich vom Boden löst. Da tut sich Billy auch gleich viel leichter.

So konnten wir dann die Einheit schön beschließen und Billy bekam Feierabend und Abendessen :-)

Dienstag, 15. Januar 2013

Noch ein bisschen mehr Schnee! :-)

In der Halle übte ich heut wieder ein bisschen FreeStyle-ohne-alles. Bahnfiguren im Schritt zum Aufwärmen, dann ein bisschen Trab dazu, abwechselnd Zirkel und geradaus und Handwechsel, um die Kommunikation bezüglich Richtung zu verfeinern, und dann "das Neue", Angaloppieren. Billy mag nach wie vor die Ecken nicht durchgaloppieren, es fehlt die Balance dazu, schätze ich, aber an der langen Seite Galopp und vor der Ecke wieder Schritt klappt shcon gut, und Billy war richtig heiß aufs Galoppieren ;-).

Danach noch für 5 Minuten mit Gebiss an Stellung und Biegung im Schritt gearbeitet. Beim Absitzen noch die Biegeübungen am Gebiss vom Boden aus gemacht, wie ich es bei Kreinberg gelernt habe (Schande über mich, hatte ich schon wieder völlig vernachlässigt!) und dann war Feierabend.
Billy akzeptiert übrigens das Gebiss noch immer super. Wenn ers sieht, hangelt er schon mit den Lippen danach, überhaupt keine Diskussion und kein Ausweichen mehr. Es ist wirklich faszinierend, diese eine 15-minütige Konditionierungs-Einheit vor 2 oder mehr Monaten hat dafür gereicht ... da hab ich scheinbar mal alles richtig gemacht ;-).

Sonntag, 13. Januar 2013

Es schneit! Schöner dicker flockiger Weihnachtsschnee, etwas zu spät. Aber er macht erstaunlicherweise das Viereck benutzbar, da es nicht so kalt ist, dass der Sand unter der dünnen Schneedecke gefriert, sondern noch weich ist.

Am Samstag hab ich daher das Viereck benutzt und Billy einmal zur Abwechslung vor dem Putzen bespielt. Ich wollte sehen, ob das dem Granteln und Giften beim Putzen einen Abbruch tut. Tut es, zumindest teilweise! Ich vermute an sich immer mehr, dass gewisse Bürsten einfach mit dem Winterfell nicht kompatibel sind. Mit dem Metallkratzer darf ich nämlich kratzen, dass es eine Freude ist, nur wehe, ich komme mit der weichen Bürste! ;-)

Wir haben also heute zuerst einmal gespielt. Ein bisschen aufgewärmt und dann langsam zu einem Circling Game übergegangen, mit viel Schritt, Handwechseln und promptem Anhalten (immer noch nicht besonders gut!).
Schließlich dann auch zum Galopp übergegangen, und dann bekam ich 2 Handwechsel mit fliegenden hintereinander und hab sofort aufgehört. So toll macht er das jetzt schon! Viel koordinierter als früher.

Danach wurde geputzt und gesattelt und wir machten noch einen ganz kleinen Ausritt rund um die Wege auf unserem Hausberg, da stapften wir wieer über verdeckte Baumstämme, schreckten uns beide vor einem Reh, das 2m vor uns aus dem Gebüsch hüpfte, Billy machte ein paar GAloppsprünge (hinterheeer?!!! Oder wie??), ich konnte aber trotz schneeigem Untergrund cool bleiben und wir hatten uns gleich wieder gefangen.

Am Sonntag übten wir auf dem - erstaunlich - weiterhin bereitbaren Viereck ein bisschen, die Hinterhand in der Bewegung zu verschieben. Im Stehen geht das ja auf minimalste Signale ganz toll, ein Schritt links, ein Schritt rechts, z.B. Aber in der Bewegung tut sich  Billy schwer, bzw. Frauli macht was falsch. Ich stellte 2 Springständer auf heute als Markierung. Wir ritten eine lange Gerade von Ständer zu STänder, und um den Ständer herum dann jeweils eine halbe Volte, auf der ich versuchte, mit möglichst wenig hinten angelegtem Schenkel Billy dazu zu bringen, hinten zu weichen und entweder weit drunter oder sogar überzutreten.
Dann kamen so die Erkenntnisse. 1) Rechts macht ers toll und sofort, links haperts. Also viel links geübt. Dann wieder die Glühbirne: 2) Hm, auf der rechten Hand klappts toll, und ich sitze mittig bis innen, also rechts, während ich die Hinterhand verschiebe. Auf der linken Hand klappts schlecht, und interessanterweise sitze ich hier auch rechts, das ist hier aber außen! 3) Also was passiert, wenn ich mich bewusster nach innen/links setze - genau, Billy macht es (fast) genauso gut wie rechts!

Nachdem Billy also mit seiner Sitzkorrektur bei mir fertig war, trug er mich dann wieder ein paar Minuten durch das Schneetreiben und den Wald, wir suchten wieder Rehe, fanden auch ein paar, aber die waren diesmal zu weit weg, um sich zu erschrecken ;-).