you live you learn you love you learn you cry you learn you lose you learn you bleed you learn you scream you learn you grieve you learn you choke you learn you laugh you learn you choose you learn you pray you learn you ask you learn you live you learn
Alanis Morissette

Dienstag, 30. Juli 2013

Heute hatte ich schon wieder ein RB-Pferdchen am Strick. Besser gesagt: Unterm Popo. Was ist nur los mit ihm, frage ich mich...
Beim Putzen am Putzplatz alles wie immer, alles bestens. Aufsteigen wie immer, zum Viereck reiten wie immer. Kaum das Viereck betreten, war wieder die eine lange Seite total gruselig, und zwar so sehr, dass ich es eilig hatte, den Rücken des sehr angespannten, kurz vor der Explosion stehenden Tierchens zu verlassen. Echt seltsam. Ich hatte das in 5 Jahren zuvor noch nie, schon gar nicht in dieser Anhäufung. Frauli weiß zwar, sie muss helfen, aber wie? Mit einem RBE fühle ich mich immer etwas hilflos.

Wir verließen kurz das Viereck, ich holte das lange Seil und den Stick, dann widmeten wir uns der Sache mit einfachen Dingen, bei denen er sich trotzdem konzentrieren musste, aber bewegen durfte: Driving Game am Hufschlag entlang, mit immer wieder eingebauten Volten um mich herum im Trab. Durch die Trab-Schritt-Übergänge musste er sich konzentrieren, auf den Volten durfte er die Füße bewegen, und gleichzeitig spielten wir so Annäherung und Rückzug an die problematische lange Seite. Ich ließ die anfangs aus, drehte vorher um, aber jedes Mal eine Volte näher, bis wir auch die problematische Seite so absolvieren konnten.
Dann verlangte ich noch GAlopp (oder heute: erlaubte ihn), aber auch hier mit aufpassen, wir bauten dann eben Handwechsel ein. Billy sprang sie alle super, ich merkte dass der LB langsam wieder zum Vorschein kam, als er lieber in Trab und Schritt wechselte, als den Handwechsel fliegend durchzuspringen.
Bald konnten wir so dann Ruhepause an der problematischen Seite machen. Billy senkte den Kopf, blinzelte auch auf typische Weise und kaute, aber alles weniger deutlich als das letzte Mal, als das ganze so auftrat.

Ich hätte dann wohl mich auch draufschwingen können, aber es fing an zu regnen (ach wie schöööön! Abkühlung!) und ich war auch nicht so topfit heute, daher habe ich es gut sein lassen, war auch ein schönes Ende so.

Sonntag, 21. Juli 2013

Verlade-Wochenende :-)

Tadaaa, Billy proudly presents: Sein neues Spielzeug. Oder: Sein erstes eigenes Auto. Noch hat er keinen Führerschein, deshalb fährt einstweilen mal Frauli.  ;-)


Und wenn schon Herrli mit Anhängekupplung da ist, wurde gleich fleißig geübt. Hier gibts ja nun viele viele Möglichkeiten: Man kann vorn und hinten einsteigen und aussteigen, über Stufen oder Rampen, rückwärts und vorwärts. ...

Nach dem letzten Verlade-Debakel beim Kreinberg-Kurs und anschließender 3-stündiger Fahrt dachte ich ja nicht, dass ich Billy gleich am ersten Tag des Hängerbesitzes überhaupt reinkriege. Und vielleicht war es ja genau diese Nichts-Erwartungs-Haltung, die dazu geführt hat, dass er nach höchstens 5 Minuten neugierigen Beäugens dieser komischen Stufe reinstapfte. Allerdings noch von vorn, durchgehen nach hinten, dort wieder raus und umgekehrt. Das war schnell kein Problem. Auch warten lassen und schließlich alle Türen und Stangen schließen war keins.

Am nächsten Tag widmeten wir uns dann den Rampen. Nachdem er die Stufe als Lieblings-Einsteig-Methode gewählt hatte, fand Billy Rampen nun gar nicht mehr so lustig und führte das auf, was er vor der Heimfahrt vom Kurs aufgeführt hatte (und woran ihn 2 doofe Longen nun wirklich nicth hindern konnten): Brav auf die Rampe zugestapft, im letzten Moment aber ausgewichen und seitlich vorbei. Wir haben uns daher heut viel mit Rampen beschäftigt:
Seitlich drüber, mit den Hinterhufen zuerst, dann mal mit allen Vieren à la Podest...

Tja, und schließlich, nach gar nicht so langer Spieldauer mit dem neuen lustigen Spielzeug: Unser Triumph: Billy betritt den Hänger erstmals ohne, dass Frauli schon drinsteht oder mit ihm reingeht, und lässt sich ganz gerade und fast ohne Zögern hineinschicken, während ich draußen blieb. Und nicht nur das, nein, trotz offener Vordertür blieb er drin stehen und wartete auf weitere Aufträge. Ich freu mich, und natürlich: End of Session!

Sonntag, 23. Juni 2013

Das war heut mal eine interessante Session!

Als ich Billy heut aus dem Auslauf holte, holte ich ein RBE-Pferd! Da bekam ich gleich am Anfang meine Lektion in "don't make assumptions"... und wenn er auch 363 Tage im Jahr als LBI aus dem Auslauf zu führen ist, muss das die restlichen 2 Tage nicht so sein. Ich also träumerisch Billy das Tor passieren lassen und dann - es war heiß! - im Zeitlupentempo das Tor geschlossen, bemerkte ich Seltsames am Billy: Sein Hals wunderhübsch gewölbt, Nüstern aufgebläht, schnorchelnd und mit aufgerissenen Augen starrte er so einen Steinklotz an. Der Steinklotz liegt da seit Wochen oder Monaten. Ich war relativ baff, dass ihn dieses völlig unbewegliche Ding so echauffierte. Tatsächlich drehte das RBE-Billy-Tier um und wollte durch das (mittlerweile leider geschlossene) Tor zurück in den Auslauf. Dann tänzelte er herum, schnorchelte, starrte immer wieder das Ding an. Ich ließ ihn ein wenig weg, führte ihn wieder hin, zum Schluss setzte ich mich drauf, da war dann zu bemerken, dass ihm das mehr Sicherheit gab, dass ich so ruhig da drauf saß - immerhin wurde ich nicht gefressen. Er konnte es dann anschauen, näherkommen, mit der Schnauze berühren und als ungefährlich schubladisieren, und dann wars gut.

Ich dachte mir da nichts weiter dabei. Billytier geputzt wie immer, er war schläfrig wegen der Hitze, alles bestens. Meine Utensilien brachte ich schon einmal rauf zum Viereck. Dann holte ich das Billytier und stellte fest, dass ich auch mein langes Seil schon etwas voreilig am Viereck platziert hatte, und weil Billy da so brav döste, dachte ich mir nichts weiter dabei, ihn at Liberty zum Viereck zu führen. Oft lege ich das Seil nur über den Rücken, halte es gar nicht, oder gehe ganz ohne, wenn ich ohnehin Liberty machen will (was heute der Plan war - hatte schon Hütchen für Weave am 3. Hufschlag aufgestellt).

Dann Lektion #2 in punkto "don't make assumptions!" Billy ging superbrav mit, alles wie immer. Dann betraten wir das Viereck - und da war er wieder, der RBE! Billy setzte kaum 2 Hufe auf den Sand, da begann er zu schnorcheln, die Augen zu verdrehen und rumzutänzeln. Ich bereute, dass ich kein Seil dran hatte, konnte ihn direkt am Halfter irgendwie soweit händeln, dass ich das Seil einschnallte. Die eine lange Seite des Vierecks war heute pferdefressendes Monster. Ich konnte nichts sehen, da ist ein Baum, der in den letzten 6 Jahren auch schon da war ;-).
Ich ließ ihn ein wenig herumhüpfen an der langen SEite, dann begann ich einfach stur, die Weave einzufordern. Zuerst weiter weg, da wars kein Problem, aber die 3 Hütchen an der besagten langen Seite, da wich er aus, trabte an, galoppierte sogar an, jeweils mit schreckgeweiteten Augen auf den immer schon dagewesenen Baum.
Das wurde eine total interessante Session. Ich blieb dort, solang er es aushalten konnte, und machte immer wieder Rückzüge in "sichere Gefilde" auf der anderen Seite. Als nächstes hatte ich ein Aha-Erlebnis, weil ich bemerkte, dass er sich wesentlich sicherer fühlte, wenn ich mich auf den Hufschlag - zwischen ihn und dem Monsterbaum - stellte, statt umgekehrt. Da konnte er viel besser zuhören. Wir machten Weave und Achter. Nach und nach wurde er ruhiger, dann bestand ich auch auf Schritt (brauchte einiges, er wollte immer schnell vorbeitraben) und Abstand.
Zum Schluss fand ich, dass er nun mutig genug gewesen war und entspannt genug für eine Pause. Ich ließ ihn dort an der STelle stehen und setzte mich - zwischen ihn und den Monsterbaum - auf den Viereckrand. Billy zeigte ein "comin off adrenaline" wie im Bilderbuch. Er stand starr. Dann kaute er unglaublich stark und viel. Plötzlich sank der Hals 10cm runter. Wieder still. Wieder kauen. Der Hals sank weitere 10cm. Dann ging ein Ruck durchs ganze Pferd und er schüttelte sich. Total spannend auch, ich saß hier im Grasparadies, aber er machte überhaupt keine Anstalten, sich zu näheren, um zu fressen!


Total spannend!
Ich ging dann noch auf die Geländestrecke, da war er auch RBI/E; ich war dort leider nicht selbstsicher genug, weil ich Angst hatte, wir könnten uns über die im sehr hohen Gras nicht mehr sichtbaren fixen Cavalettis derstolpern, und ging lieber wieder in die Comfort Zone statt mich des Problems anzunehmen. Werden wir aber beim nächsten Mal tun.Am Weg dorthin gingen wir aber auch an dem monsterfressenden Baum vorbei, von der anderen SEite. Wieder die Aufregung, ich ließ ihn 2x hin- und hergehen, beim 2. Mal war er schon so entspannt, dass ich es für ok befunden habe.

Ganz kurze Finesse-Einheit am Viereck gabs dann auch noch, Billy war wieder aufgeregter als On Line, ließ sich aber durch klare Ansagen dann beruhigen.
Ganz der alte war er erst wieder beim Heimgehen am Putzplatz. Und 10 Minuten später war es für ihn kein Problem, sich ohne Seil aufs Viereck zu begeben und zu wälzen.

Spannender Tag heut! :-)

Dienstag, 18. Juni 2013

Puh, die Bremsen sind wirklich anstrengend. Normal ist das bei uns nicht so schlimm, aber dieses Jahr, durch die Feuchtigkeit + anschließende Monsterhitze momentan wachsen und gedeihen sie in Schwärmen. V.a. diese riiiesigen rotgestreiften!
Demgemäß war die Reiterei heut etwas mühsam, ganz abgesehen von der Hitze, die war dank stetem Lüfterl und von Dunst verdeckter Sonne bei uns am Berg gar nicht so wild. Aber die Konzentration, die war heut wenig vorhanden, sowohl bei mir als auch beim Billy.

Finesse: Ich hab versucht, Kreinbergs "Wiegetritte"-Übung zu machen. D.h. anhalten mit Sitz, was heute nicht so gut war wie ich das sonst kenne. Promptes Anhalten war überhaupt nicht möglich, Billy ging immer noch so einen SChritt, und noch einen, und noch einen, dazwischen ein bisschen Kopfgeschüttel, Aufgestampfe, noch ein Schritt.... da musste ich doch manchmal fester einwirken als mir lieb war. Aus dem Anhalten sollte eiiigentlich ein flüssiger Tritt mit einem Hinterbein nach hinten folgen, und daraus dann gleich wieder ein Antreten nach vorn. Das Antreten nach vorn war gut, aber das rückwärts schon wieder einmal eine Katastrophe. Hier kam zur Bremsenplage glaube ich noch ein "magichnicht". Trotzdem, ein paarmal machen wir diese Übung! Vom Schritt ins Halt-rückwärts-Step-Schritt und dann noch ein paarmal aus dem und in den Trab. Einmal arbeitete Billy richtig gut mit, und ich nahms zum Anlass und bin runter.

OnLine: Weil wir uns da letztens schwer getan haben, hab ich dann am Rückwärts aus Zone 5 gewerkt. Ich möchte langsam anfangen, Billy im Rückwärts zu lenken vom Boden aus. Er soll einfach immer auf mich zu treten. Das kapierte er so gar nicht, schwenkte den Hintern meist in genau die falsche Richtung, wirkte ich dann ein, wurde er hektisch. Es war einfach keine Konzentration möglich heute, und so hab ichs nach 2 Tritten gerade rückwärts, die ganz gut waren, gelassen. 2,3x haben wir aus Zone 3 back and over gespielt, in der Hoffnung dass er lernt, wann ich "weiche mit der Schulter" und wann ich "komm rückwärts" meine, denn das verwechselt er ja gern beim Liberty Spin.

Liberty: Genau, dann nahm ich noch das Seil ab und Billy war froh über die altbekannte Übung, drehte sich 2x wirklich super um sich selbst (ist der Groschen jetzt gefallen??), 3/4 davon waren korrekte HH-Wendung zu meiner Freude, und das wars dann auch schon.

Es gab noch eine kurzes nass Abrubbeln, was er sehr genossen hat, gemeinsam mit Bremsen-Stiche-Kratzen-an-Stellen-wo-Billy-nicht-hinkommt. Und dann zurück zu den Kumpels auf die Wiese :-)

Sonntag, 16. Juni 2013

Der Sommer ist da! Und dank der Überflutungen eine Bremsenplage, uff! Motiviert den Billy aber zu schnelleren Gangarten, um die Viecher loszuwerden ;-).

Finesse: Heute kurz eine Kreinberg-Übung: Kehrtvolten, in 2 verschiednene Ausführungen. Kehrtvolten a) mit besonderem Augenmerk auf gleichmäßigem Takt und Tempo in der Wendung. Kehrtvolten b) als Steigerung dann verbunden mit Verlangsamen über den Sitz und Ansätzen von Neckreining. Diese Kehrtvolten werden dann enger und enger und nähern sich einer Hinterhand-Wendung an.
Hat gut geklappt, v.a. auf das Verlangsamen und wieder Schnellerwerden rein auf Sitz macht Billy wie immer toll. Auch die Vorübung zum Neckreining funktioniert sehr gut. Allerdings geht die Innenstellung flöten, manchmal kommt es sogar zu einer leichten Außenstellung. Wir gehen quasi eine halbe Volte mit vorn überkreuzenden Beinen und leichter Außenstellung. Und leider kann ich mich nicht mehr erinnern, ob das eigentlich vielleicht so sein soll oder ob hier doch die Innenstellung gefragt war. Geistige Notiz daher: Im September fragen!

Dann FreeStyle. Wie erwähnt war Billy heut auch gern flotter unterwegs; obs wirklich an den Bremsen lag, ich weiß es nicht. Wir übten jedenfalls Angaloppieren. Zuerst auf der einfacheren rechten Hand, ganz ganz viele Übergänge, immer wieder Schritt-Trab-Galopp-Trab-Schritt-Trab-Galopp-Trab-Schritt .... super unaufgeregt springt Billy an, allerdings habe ich das Kreinberg'sche "Eintakten" einstweilen aufgegeben und mache es wie bisher: 2x Schnalzen als Vorbereitung für "Achtung, fertigmachen zum GAlopp" plus als "JETZT"-Impuls ein leichter Druck mit dem Innenschenkel.
Linksrum wählte Billy 2x den Außengalopp, sprang aber sonst auch unaufgeregt und locker an. Ich fühle mich linksrum wieder unwohler, das war schon mal besser. Trotzdem bemerke ich, dass mein Problem, beim Linksgalopp das innere Bein hochzuziehen (manchmal arbeite ich mir die Jean bis zum Knie hoch *hüstel*) offenbar nur mit Sattel besteht. Ohne sitze ich viel ausbalancierter,lockerer, konnte das Bein ganz bewusst hängenlassen, ohne Treiben und ohne Hochziehen. Muss ich scheinbar einfach mit Sattel mehr üben! Die Steigbügel verleiten einfach dazu, dass ich mich nach außen setze(n lasse?), mich dann im äußeren STeigbügel abstütze, dadurch wird der innere Hintern frei, das innere Bein wandert nach oben. Ohne Sattel kann ich mich nicht so nach außen setzen lassen, weil die Steigbügelstütze fehlt und ich schlicht und ergreifend einen unfreiwilligen Abgang machen würde, wenn ich mich nicht mittig zurechtsetze.

Zum Schluss noch gaaanz kurz wieder am Spin gewerkt. 2x machte er es wirklcih toll! WENN ich mich verständlich machen kann, dann verbessert sich mittlerweile die Bewegung. Etwa 200°, etwas mehr als die Häfte manchmal 3/4, der Wendung sind jetzt schön auf der Hinterhand mit kreuzendem Vorderbein. Nur das letzte Viertel oder Drittel schwingt Billy die Hinterhand weg. Aber der Radius wird trotzdem kleiner, und das ganze wird schon zackiger und schneller. Wenn ich es nur schaffe, das erste Viertel zu bewerkstelligen, kapiert er nun die Übung in  ihrer Gesamtheit und dreht sich um sich selbst, um nachher zu mir durchzustarten ("durchstarten" auf LBI-Weise - nicht dass ein falsches Bild bei euch entsteht *g*).
Allerdings missversteht Billy mich 8 von 10x. Meistens fängt er an, rückwärts zu rennen. Wirklich rennen, ich wünschte er würde mir so ein motiviertes Rückwärts geben, wenn ich es abfrage ;-). Irgendwas läuft falsch. So sehr, wie er rückwärts ja normalerweise hasst, glaube ich nicht, dass das hier ein Ausweichmanöver ist. Werde die Einzelteile des Spin wieder etwas mehr isolieren; Back-and-Over könnte eine gute Übung für die Unterscheidung sein.

Sonntag, 9. Juni 2013

Ausreiten/FreeStyle: Ja, ich war schon länger nicht ausreiten. Den Grund hab ich aus lauter Frust hier nicht geschrieben: Jedenfalls wurde das mit der Left-Brain-Durchgeherei nach Hause eher immer schlimmer von meinem "Hin-und-Zurück"-Programm. Leider ist die schon besiegt geglaubte Angst zurück und ehrlich gesagt hab ich momentan keine Lust, alleine rauszugehen und wieder einen Kampf heraufzubeschwören.
Heute hab ich es wieder einmal gewagt; Plan war eigentlich, die Finesse-Einheit einfach auf die Straße zu verlegen und ganz ganz viele Volten da zu reiten. Ich probierte das, für meinen Kopf ist das auch gut, und Billy machte brav mit, aber unsere Straßen sind einfach zu schmal, stellte ich bald fest.
Wir kamen an dem Haus mit der hohen Hecke vorbei, hier war Billy dann gespannt wie eine Feder, genau dieses Gefühl, wo ich dann Angst bekomme, er könnte umdrehen und heimrennen (und er vermutlich auch tatsächlcih an sowas denkt). Ich habe dann beschlossen, dass womöglich ein besserer Weg sein könnte, die ganzen Treshholds bewusst zu behandeln, die Billy ja ganz offensichtlich hat. Mit Anhalten, warten, auch absteigen und Führen bin ich vor Jahren da schon auf die Nase gefallen, dieses Programm ließ nur unzählige neue Treshholds entstehen, sodass ich damals schließlich nicht mal mehr 5 m alleine vom Stall weggekommen bin.
Diesmal hatte ich die Idee, einfach das "Hin-und-Zurück"-Programm hier zu kombinieren, ganz einfach: Wir reiten so oft an diesem Haus und dieser Hecke vorbei, bis das entspannt geht. Beim ersten Vorbeigehen war Billy wie gesagt kurz vor einer Explosion. Zurück, Richtung Stall, gings immer besser, aber auch da äugte er misstrauisch auf die Hecke (wobei man ihm hier zugute halten muss, dass ja hier tatsächlich oft ein zähnefletschender Hund aus dem Gebüsch geschossen kommt, und auch Kindergeburtstage, Besucherscharen, Grillen, Kindergekreische und ähnliches lassen gewisses Verständnis aufkommen ;-) ). Ich wendete und ritt nochmal vorbei; Zügel hatte ich a) am Gebiss und b) auf Kontakt, quasi händchenhaltendes "ich-bin-noch-da". Ich ließ sie mit zunehmender Entspannung lockerer. Beim 2. Vorbeireiten suchte sich Billy immer noch den möglichst weit entfernten Punkt der Straße aus (der leider gleichzeitig der nächstgelegene Punkt des 5-Meter-Abgrundes in den Bach ist), er äugte noch hin, aber die Anspannung war weniger. Beim 3. Mal war er fast ganz entspannt. Beim 4. Mal schien er kapiert zu haben, dass er zumindest heute nicht gefressen wird hier. Ich hielt zur Überprüfung direkt neben der Hecke an, ließ die Zügel lang. Billy wartete auf ein Leckerli (wir stehen, also muss es was geben!). Er konnte stehenbleiben und schien entspannt. Also noch einmal gewendet und dann heimgeritten.
Die Wendungen waren auch nie ein PRoblem, obwohl ich, solang er angespannt war, ständig mit diesem bewussten Ignorieren meiner Hilfen und Durchgehen rechnete.
Brav gemacht! Bin gespannt, ob das beim nächsten Mal einen Unterschied bringt.

Finesse: Weil Heimkommen vom Ausritt nach wie vor besser nicht "end of session" bedeuten soll, gingen wir in die Halle und Billy musste anstrengende Gymnastik machen: Kreinbergs "Voltenslalom", bestehend aus wirklich engen Volten, 1 1/2 in die eine, dann 1 1/2 in die andere Richtung, quasi Weave mit je noch einer Volte dazwischen. Das ganze zuerst im Schritt, ist aber langweilig, daher Trab - das strengt ordentlich an, das merke ich ;-). Ich warte, bis Billy sich wirklich Mühe gibt, den Trab zu halten, und dann ists genug, ein paar Minuten davon reichen.

Liberty: Weiter rätseln wir am Spin. Manchmal klappts ganz gut, manchmal gar nicht, dann geht er nur noch rückwärts (wenn er doch nur so schnell und brav rückwärts ginge, wenn ich danach frage! ;-) ). Es hilft, wenn ich zuerst die Schulter von mir wegschicke und dann nach dem ersten Vierel oder dem ersten Drittel des Spin die Hinterhand von der mir abgewandten Seite herhole. Das ist aber kein richtiger Spin. Aber vielleicht versteht er so schneller die gefragte Bewegung, also hat im wörtlichen Sinne schneller den Dreh raus ;-)

Danach noch viel undemanding Time mit Grasen am Viereckrand. 

Samstag, 8. Juni 2013

FreeStyle: Wir haben heute das Viereck zumindest in einer Zirkelhälfte nutzen können. Hab ich gleich die Chance ergriffen und unser Angaloppieren geübt. À la Kreinberg, d.h. "Eintakten": Aus Trab oder Schritt den Galopprhythmus laut zählen und hoffen, dass Pferd anspringt. Ich muss leider sagen, dass das überhaupt nicht klappt. Also wirklich gar nicht, ganz furchtbar. Billy raste schließlich im Stechtrab herum und verstand glaub ich gar nichts mehr. Rechts gings noch halbwegs, links ganz schlimm. Ich muss sagen, wir haben uns schon leichter getan, wenn ich einfach mit dem Innenschenkel den "JETZT!" Impuls gegeben habe. Klappt leide rmittlerweile auch nicht mehr gut, also momentan hakt es da stark.
Werde sehen, wie ich das in Zukunft weiter mache.


Donnerstag, 6. Juni 2013

Heute hatten wir folgendes PRogramm:

Finesse: Im Schritt und Trab Tritte vorsichtig verlängern und verkürzen, nur mit Hilfe vom Sitz. Im Schritt klappte das ganz gut, im Trab muss ich noch üben. Im Schritt auch verlangsamen bis zum Anhalten, mittels Abwechslung zwischen 2-Punkt- und 4-Punkt-Sitz wie bei Kreinberg gelernt (= nix anderes als Hintern an- und abspannen). Billy reagiert gut da drauf.

On Line: Da baute ich heute wieder einmal eine Tonne auf, mit 2 Stangen fixiert. Wir mussten dann ausweichen, weil noch jemand in die Halle kam, so hatte ich leider nicht ganz so viel Platz wie ich gern gehabt hätte.
Ich ließ Billy anfangs in einem Circling Game immer bis zur Tonne gehen und dort anhalten, dann Handwechsel. Danach das ganze im Trab. Dann mal außen, mal innen an der Tonne vorbeitraben, später vorbeigaloppieren. Dann "gezielt" und Billy springen lassen. Er tat das so ein wenig halbherzig, meist war halt so ein halbes Bein über der Tonne, aber sonst hüpfte er daneben vorbei ;-). Für einen Sprung mittig drüber bekam er Pause und Ende.

Liberty: Ganz kurz den Spin, wenig Veränderung.

Dienstag, 4. Juni 2013

Uff, der Mai ist vorbei. Vielleicht bekomme ich jetzt endlich wieder sowas wie Regelmäßigkeit ins Training.

Billy stört meine seltene Anwesenheit nur mäßig; allerdings scheint er sich doch etwas zu langweilen, denn aufgrund des furchtbaren Wetters (von Hochwasser bleiben wir dank Hügellage zwar verschont, aber von oben kommt noch genug Wasser, dass die WEide von keinem Pferdehuf betreten werden darf *seufz* - dabei wurde gerade davor erst angeweidet....) dürfen die Pferde nur in den Winterauslauf.
Billy begrüßte mich überraschend freudig, begleitete mich in unüblichem Super-schnell-Stechschritt zum Tor und zum Putzplatz, wo es dann den Schnell-Schritt-verursachenden Apfel gab ;-).

Schon beim Putzen bemerkte ich eien gewisse Übermütigkeit und Unausgeglichenheit, sprich: Das Tier zickte wieder einmal herum. Na guuut, dann lassen wir ein bissl Energie ab  und beschäftigen das unterforderte Pferdehirn.

Ich weiß nicht ob ich schon geschrieben habe, dass ich jetzt immer mehrere Savvys - möglichst alle 4 - in eine Session packe. Gibt mehr Abwechslung und gleichmäßigeres Vorankommen, schauen wir mal. Heute gabs alles bis auf Finesse - weil Billy so toll war, dass ich aufhören wollte.

Wir begannen mit On Line, langweiliges Stick to Me. Aufgepeppt mit vielen Handwechseln inkl. HH-Wendung, zackigem Anhalten und noch zackigerem Rückwärts. Das Rückwärts flutschte total gut, man merkte richtig, wie Billy begierig war, endlich ein bissl Abwechslung zu kriegen. Er war zwar weiterhin frech/verspielt/zickig, aber er wartete richtig auf Kommandos und so ein schnelles Rückwärts, rein meiner eigenen Geschwindigkeit angepasst, hatte ich noch selten.
Wir setzten mit Trab und Weave fort. Weave im Schritt angetestet und SEil mal verlängert. Dann Trab. Billy wieder übermütig. Er schob sich im Trab super zusammen und trabte langsam seine Bögelchen, sodass ich sogar im Schritt nebenher gehen konnte, ohne laufen zu müssen. An einer Stelle aber galoppierte er regelmäßig an. Ich wich dann über Galoppzirkel aus und als er es immer wieder machte, mich dabei überholteund ich mich in Hinterhand-Nähe wiederfand, was mir beim Billy'schen Gemütszustand nicht so ganz gefiel, hab ich dann trotzdem mit einem kräftigen Seilschüttler (alles andere wurde ignoriert) dem ein Ende gesetzt - und siehe da, Billy konnte die Weave mehrmals hin und her traben. Er durfte sich später noch ein bissl auspowern.

Nach einer Pause kam das Seil ab und wir übten weiter usneren Spin. Billy hat das leider wieder vergessen, ging doch schon so gut letztes Mal! Ich beginne, die Vorhand aus Zone 1 heraus wegzuschicken. Die ersten 90° klappen super, danach dachte Billy ständig, er solle seitwärts treten. DAs machte er zwar sehr schön, war aber nicht gefragt. Ich musste mich dann immer in Zone 4/5 begeben, die Hand auf die Kruppe legen und so quasi "festhalten", dann ließ er den HIntern stehen und drehte sich um seine Hinterhand. Abholen von der Anderen Seite war kein PRoblem. Das wird schon wieder, man merkte dass er dazwischen die ERleuchtung hatte: Ach diiiiese Übung. Das ganze dann noch zum ersten Mal aus Zone 1 nach links versucht, aber das klappte nicht, ich musste aus Zone 3,4,5 anfangen wie auf der anderen Seite.
Dann der Power-Teil. Liberty Galopp auf kleinem und größerem Zirkel, Übergänge zwischen Galopp und Schritt, die waren suuuper, wunderhübsches Angaloppieren, Handwechsel mittels fliegenden WEchseln, die macht er auch schon super. Nur an der Linienführung müssen wir noch feilen, ich möchte eigentlich erreichen, dass er einen hübschen Achter galoppiert, das braucht noch ein bissl.

WEil alles so gut klappte und Billy so motiviert war, hab ich mich dann auf die Hallenbande gesetzt. Billy kam und holte Frauli auf seinen Rücken ab. :-) Zügel ließ ich gleich weg, war sicher dass er gut genug connected mit mir war.
Wir trabten gleich mal an und nahmen die WEave so ohne alles im Trab einmal hin und einmal her, mit minimalem Schenkeldruck für die Lenkung, herrlich! Viel Lob. Dann 2x auf jeder Hand aus dem SChritt angaloppieren und eine Runde GAlopp, auch das wird immer besser (galoppieren in der Halle war ja bisher eher nicht so gut). Danach noch ein bisschen Rückwärts abgefragt, das einzige wo Billy grantig wurde und zu diskutieren anfangen wollte - er drehte sich dann halt um seine Achse (Spin - juhuuu *g*). Ließ sich durch einen einfachen Trick beheben, ich ließ ihn (klappte suuuper! ) 2 Tritte seitwärts machen, stellte ihn an der Bande ab, und schon ging es rückwärts statt kreiselnd. Und als Dank für diese Mitarbeit dann gleich abgesessen und Leckerlis und Heim, Fresschen und Abendessen.

Freitag, 24. Mai 2013

Es ist zum Haareraufen, ich komme einfach momentan nicht regelmäßig in den Stall.

Letzte Woche war ich trotzdem sehr motiviert und habe beschlossen, dass Billy auch mal längere und anspruchsvollere Einheiten mit mehr Abwechslung aushält (vielleicht sogar interessanter findet).
Also hab ich beschlossen, ab sofort wann immer möglich, alle 4 Savvys in eine EInheit zu packen. Das zwingt gleichzeitig mich, die Einheit shcön durchzuplanen. Momentan machte ich ja eher immer nur 1 Savvy mit einem bestimmten Schwerpunkt, z.B. Finesse mit Schwerpunkt Übergänge, oder Online mit Schwerpunkt Galopp oder so. Aber ich habe beschlossen, mich einfach von Savvy zu SAvvy zu spielen und hoffe, dabei dann nicht so sehr direct line zu sein (wie wenn ich genau EINE bestimmte Übung in EINEM bestimmten Savvy vorhabe).

Letzte Woche also dann die folgende sehr schöne und erfolgreiche Einheit absolviert:
Aufwärmen mit Long Lines aus Zone 5. Wir übten Antreten und Anhalten, weil das hakte. DAnach etwas Slalom. Lenkung hakte auch, aber hat nicht lang gedauert, bis das wieder besser war.
Dann war der erste (Online) Teil auch schon vorbei, Billy durfte kurz am Viereckrand grasen, während ich die Hütchen umbaute.
Als nächstes Liberty. Wir übten mal herkommen, auch wenn das Gras dort am Rand lockt. Also Catching Game. Ich musste schon deutlich werden, aber dann, siehe da, verließ er lieber doch das Gras und stellte sich mal zu mir ;-). Ich begab mich wieder in Zone 5 und begann, Spins zu probieren. Klappte erstaunlich gut! Aus Zone 3/4 begann ich, die Vorhand wegzutreiben, bis ich in Zone 5 war und er auf der anderen SEite herumschaute, dann lief ich rückwärts und konnte ihn zu mir ziehen. TAtsächlich haben wir einen 3/4 Spin geschafft! Nach jedem Versuch führte ich Billy zum Gras, gab ihm sein "friss"-Kommando, ließ ihn genau 10 Happen machen und rief ihn dann wieder in die Viereck-Mitte.
DAnach saß ich auf, ritt Millionen Volten Finesse, bis Billy gut durchgeknetet war, und zum Abschluss übten wir noch lockeres Angaloppieren a la Freestyle ohne Aufregung.

Und Schwupps, war eine abwechslungsreiche Session vorüber :-)

Dienstag, 14. Mai 2013

Wieder einmal Centered Riding heute.

Sowohl beim letzten als auch dieses Mal haben wir versucht, welche Methoden Billy ein bisschen mehr ins Vorwärts bringen und den Schenkelgehorsam fördern. Letztes Mal - ich glaube ich hatte keine Zeit das hier zu berichten - haben wir eine Art Programm à la "Million Transitions" gemacht. Da wusste ich ja vorher schon, dass das funktioniert, Übergänge sind immer gut. Wir haben wirklich extrem viele gemacht, anfangs Schritt-Halt, wobei es immer nur ca. 3 Tritte Schritt gab und gleich wieder Halt, dann gleich wieder Schritt. Später dann auch Schritt-Trab-Schritt und schließlich Halt-Trab-Halt.
Wie gedacht, hat das schön geklappt, Billy wurde flotter und war dann froh, als er mal eine ganze Runde im Trab bleiben "durfte". ;-)

Diesmal haben wir den etwas zähen und laschen Billy mit Biegungen bearbeitet. Das erste Antraben war wieder sehr lasch und nach einer halben Länge zu Ende, der nächste Antrab-Versuch noch lascher, daher wurden die anstrengenden Geschütze aufgefahren: Ich durfte Schlangenlinien in 3 Bögen reiten und jedesmal beim Kreuzen der Mittellinie noch eine Volte dazwischenschalten. Zuerst im Schritt, dann auch Trab, und das ganze noch in unserer Mini-Halle. Als das so halbwegs klappte (uns rauchte aber eh scon der Kopf), kamen noch Übergänge dazu, d.h. vor oder nach der Volte z.B. eine Trab-Schritt-Trab-Parade oder sogar Halt-Trab-Übergang.
Billy wurde aufmerksam und hatte keine Zeit mehr, irgendwas anderes zu denken ;-). Mir halfen die Volten offenbar, mich nicht - wie sonst so oft - in die falsche Richtugn zu drehen oder den Innenzügel über den Widerrist zu ziehen. Angeblich blieb ich vor lauter KOnzentration auf die zu reitenden Linie jedesmal in der richtigen Drehung und Position - auch wenn Billy und ich dann manchmal Verständigungsschwierigkeiten hatten, weil ich zu langsm war oder nach der 100sten Volte nicht mehr wusste, in welcher Richtung es eigentlich jetzt weiter geht *g*.
Zwischendurch wurden wir dann auf die Ganze Bahn entlassen, und siehe da, Billy zog schön in den Trab, endlich einmal ein Stück geradeaus ;-). Das war die psychologische Komponente dabei.

Weiters wurde mir erklärt, dass die vielen Biegungen in verschiedene Richtungen den gleichen Effekt wie die vielen ÜBergänge hätten: Jedesmal müsste Billy sich neu ausbalancieren und neu sortieren, er lernt auf den biegenden Schenkel gut zu reagieren, und das überträgt sich dann auf den vortreibenden Schenkel (der ja immer derselbe ist ;-) ).

Ich selbst hab das Bild einer Wasserträgerin für mich bekommen; ich solle mir vorstellen, eine Stange auf dne Schultern zu tragen, an deren Enden jeweils ein Wasserkübel hängt, und das Wasser will ich natürlich nicht verschütten. Das half, um nicht einzuknicken.

Da hab ich jetzt wieder schöne Hausübungen: Million Volten ;-).

Montag, 13. Mai 2013

Es geht irgendwie rund bei mir, ich komme kaum zum Eintragen, weil ich auch immer nur kurz zu Billy komme. Und selten. Wie’s aber so ist, ich hab ein schlechtes Gewissen, aber dem Billy taugt’s natürlich – wir haben viel Undemanding Time verbracht, und das merkt man: Heute kam er sofort zum Zaun, als ich gekommen bin, und danach begleitete er mich flotten Schrittes zum Tor (ich auf dieser, er auf jener Seite des Zauns) und schien es richtig eilig zu haben. Jaa, es könnte am Apfel in meiner Tasche liegen, den er jetzt immer zur Begrüßung bekommt. Trotzdem freu mit das :-).

Heute hatten wir dann wiederum nur eine recht kurze Einheit; das Heu wurde schon verteilt, und ich wollte ihn nicht so lange davon abhalten, bis alles weg ist. Außerdem hat’s scheußlich geregnet, und wir gingen in die Halle.

Ich baute 5 Autoreifen als Pylonenersatz auf. Kurzer Check OnLine, dann aufgesessen. Kurzer Check vom Rücken aus, dann schnallte ich wieder einmal die Zügel ganz ab.
Wir begannen mit Volten in beide Richtungen um die Autoreifen, das war überhaupt kein Problem. Billy biegt sich auch ohne Zügel richtig schön von vorn bis hinten; einmal musste ich deutlicher werden, als er nicht aufpasste und zum Tor hinzog. Danach war er ein bisschen auf Habtacht-Stellung und versuchte wieder, jedes Muskelzucken in meinem Hintern und Unterschenkeln zu interpretieren, da gingen wir dann wieder Schlangenlinien; war aber natürlich dann mein Fehler und sehr brav von ihm.
Weiter gings mit Übergängen. Ganz oft Schritt-Trab, bis der Trab auf Phase 1 kam. Ich versuchte, nur an Traben zu denken und Trab zu bekommen, zum Schluss hat das auch geklappt. Die Schrittparaden funktionierten – wie meistens – ohnehin auf Gedanken hin. Wir nahmen Anhalten, Antraben aus dem Halt, und ein bisschen Rückwärts hinzu. Mit dem Rückwärts wollte ich nicht zu viel spielen, Billy war auf Diskutieren eingestellt, und ich wollte keinen Kampf. 2x kurz angaloppiert sind wir auch, aber immer noch meint Billy, er kann nicht in der Halle galoppieren.

Ganz zum Schluss hab ich noch „Touch it“ gespielt mit einem Autoreifen, ein ziemliches Präzisionsspiel, und das ohne Zügel – es klappte, und ich war ziemlich stolz auf uns. Zuest sollte Billy sein rechtes Vorderbein in den Reifen stellen. Wir brauchten eine Weile, aber dann hats geklappt und wurde groß belohnt. Wieder raus, eine Runde geritten und dann nochmal hin und den linken Vorderfuß reingestellt. Hat kürzer gedauert, man merkte dass er nun versteht worums geht. Jedenfalls jeweils hingekriegt :-) Das ganze ohne Zügel, fein manövrieren und kommunizieren nur mit Schenkel und Gewicht, da bin ich schon recht stolz auf uns :-))

Dienstag, 16. April 2013

Hach, der Frühling ist so herrlich. Unser Viereck ist aufgetrocknet! Ich kanns zum ersten Mal seit etlichen Monaten benutzen!

Nach der vielen Finesse-Reiterei bei Peter Kreinberg wollte ich heut mal wieder auf einem Barebackpad sitzen und nur ein Knoti dran haben. Aber trotzdem eine Kreinberg'sche Übung probieren.
Und zwar: Angaloppieren. Im letzten Kurs im September war ja noch keine Rede vom Galoppiren, aber diesmal im Kurs durfte ich. Billy hat sich brav gemacht, und Peters Methode der Übergänge ist interessant. Und zwar pocht er sehr darauf, nicht wie wild zu drücken, zu schieben usw. (gilt v.a. im Galopp), sondern sich und damit das Pferd "einzutakten". Die einzige wirkliche Hilfe, die er uns fürs Angaloppieren zeigte, war ein deutliches Voranstellen der inneren Hüfte. Ansonsten wird nur eingetaktet, kein Schenkeldruck, eigentlich auch keine Stimmhilfe. Soll heißen: Aus dem Schritt oder Trab zuerst mal den Takt mitzählen: 1-2-3-4 für Schritt, oder eben 1-2-1-2 für Trab. Und dann einfach den Takt wechseln, laut mitzählen, und von 1-2-3-4 (habs aus dem Schritt probiert) übergehen zu 1-2-3, 1-2-3-, 1-2-3 für Galopp.
Im Kurs hat das gut funktioniert. Billy hatte zwar sehr sehr viele Trabschritte dazwischen geschaltet, aber das fand er nicht schlimm, sondern seine Meinung ist im Gegenteil: Viele Pferde regen sich im GAlopp auf, weil sie aus dem Gleichgewicht gebracht werden. Der Wechsel vom 4-Takt oder 2-Takt zum 3-Takt sei nicht so einfach. Daher nicht überfallen, sondern einfach nur den Takt denken bzw. laut zählen, dadurch überträgt man wohl mit unbewusster Muskelspannung die gewünschte Gangart, und es funktioniert; das Pferd hat aber Zeit, sich zu sortieren. Er meinte, die vielen Trabtritte würden mit der Zeit automatisch weniger, weil das Pferd immer mehr darauf vertraue, eben nicht aus dem Gleichgewicht gebracht zu werden, und Zeit zum Sortieren zu haben.
Einmal im Kurs bin ich beim Angaloppieren ins alte Muster zurückgefallen. Klar, ich wollte dass Billy anspringt, hab zwar das Eintakten gemacht, aber gleichzeitig innen ordentlich (viel zu viel) Schenkeldruck gegeben, beugte zusätzlich meinen Oberkörper völlig nach vorn (passiert leider oft, vor lauter "Energiiiiiiieeee"), und Billy galoppierte zwar an, aber mit grantigem SChweifpeitschen, Ohrenanlegen und Grunzen. Zwar war klar, dass das alles ungewollt so passiert war, aber ui, wurde ich gerügt!! *hüstel* Beim nächsten Versuch war ich wieder knapp davor, den Schenkel dazuzunehmen, hab mich aber im letzten Moment in den Griff gekriegt und ihn wieder weggenommen - wurde von Peter ganz genau gesehen und da gabs dann großes Lob für den erfolgreichen Versuch, das Muster zu durchbrechen ;-).

Also jedenfalls probierte ich das heut auch. Was soll ich sagen, daheim funktionierts nicht *lol*. Ich taktete und zählte und Billy trabte entspannt und schien davon nix mitzukriegen. Natürlich hab ich hier zu Hause auch wieder mein introvertiertes Energiespar-Pferd unterm Popo, und nicht mehr das extrovertierte Rennpferd ;-). Also jedenfalls ignorierte Billy mein Takten, bis ich dann halt doch die Stimme (2x Schnalzen) dazunahm, da war er dann recht brav.
Allerdings auch nur, solange es ihn freute. Nach 2, 3 x Angaloppieren fand er es reicht und wurde grantig, da musste ich schon noch irgendwie drüber, aber konnte schön aufhören.

Zwischendurch haben wir für die ABwechslung Hinterhand-Wendungen gemacht. Die waren heute pipifein! Jeweils bei C und A 180°-Wendungen, und wir haben tolle Muster in den Boden gezeichnet. Perfekte Halbkreise mit der Vorhand, die Hinterhand auf einem kleinen Platz herumgetreten.
Ganz zum Schluss machte ich noch Wendungen mit 2 Tritten Rückwärts, 2 mit der Vorhand seitwärts, 2 rückwärts usw. Das Rückwärts hakte wieder stark, ich brauchte Phase 4 um Billy zu erinnern, dass ich noch da bin, aber dann war er weich, geschmeidig und reagierte richtig auf feinste GEwichtsverlagerungen.

Also abgesessen, einmal wutzeln lassen, und ab nach Hause, gerade recht zum Abendessen ;-)

Samstag, 13. April 2013

Zurück vom Kreinberg Kurs

Billy und ich melden uns zurück von unserem Kurs.

Ich habe also überstanden, das erste Mal Pferdetaxi zu spielen. Die Fahrt war aufregend, aber alles ging gut. Billy stand ruhig, stieg aber trotzdem schweißüberströmt aus. Keine Ahnung warum er so schwitzt. Einsteigen tut er brav, nach ein bisschen bespielen und bitten (angesichts der Tatsache, dass ich es nie üben kann, da weder Hänger noch Auto normalerweise vorhanden - sehr brav). Bei der Heimfahrt war er dann weniger brav, ich brauchte eine geschlagene Stunde, bis ich ihn in den Hänger gespielt hatte. Meine Schuld :-/. a) ich war aufgeregt. b) Ich hatte ungefähr 30 Zuschauer. c) Dass gerade, als ich einladen wollte, ein Horsemanship-Kurs begann, machte mich noch nervöser (sicher war ich ein gutes Beispiel, wie man's nicht macht, zumindest zu Anfang). d) Die plötzlich überall auftauchenden wohlmeinenden Hände, die Billy auf den Popsch klopften und Longen um uns rum spannten, waren zwar nett gemeint, aber kontraproduktiv. Erst als ich quasi aufgab, Billy verladen zu wollen, und im Kopf umschaltete und eine Verladetrainings-Einheit draus machte, da gings dann. Ich zirkelte ihn über die Rampe, schickte ihn rückwärts in den Hänger (das ging problemlos *lol*) und seitwärts auf die Rampe rauf. Spätestens da wichen die helfenden Hände dann langsam zurück, ich glaube die waren perplex und kannten sich gar nimmer aus, was ich da bezweckte. Zu meiner persönlichen Befriedigung stapfte Billy dann exakt 0,5 Sekunden nach dem irgendwo fallengelassenen Satz "so wird er dir nie nei gehn!" mit fröhlichem Trap-trap-trap in den Hänger - Uff!!!! Das kommt davon, wenn man es anderswo plötzlich anders macht ... nun ja.

Der Kurs selbst war wieder supertoll! Wir haben total viel gelernt, Peter bombardierte uns regelrecht mit Übung auf Übung; Volten, Übergänge, Hindernisse, Trailaufgaben, dazu Theorie zu Sitz und HIlfen... Mein Kopf war voll am letzten Tag, und Billys auch. 
Ich werde versuchen, die einzelnen Übungen auch hier Revue passieren zu lassen; ich habe eifrig mitgeschrieben, 7 oder 8 volle Seiten in meiner Mini-Fitzel-Schrift, großteils Übungsaufbauten, insgesamt fast 30 Übungsfolgen :-). Die theoretischen Hintergründe waren ja großteils bekannt vom letzten Kurs.

Ich ritt Billy diesmal ausschließlich mit Gebiss. Er benahm sich ganz brav, trotzdem ist er teilweise wie ein andres Pferd als zu Hause. Einen Vormittag hatte er Energie, ganz unglaublich. Einen eifrigen Schritt wie ich es mir sonst nur wünschen kann, dabei locker schwingend, das hat uns sogar Anerkennung von Peter eingebracht (nicht dass ich was dazu getan hätte ;-) ). Einen halben Tag lang hatte Billy dafür irgendwie zuviel von irgendwas erwischt... hopste weg bei jedem Geräusch und fand Mäntel plötzlich zum DAvonlaufen, auch etwas was ich nicht kenne (und mit dem ich daher erstmal umgehen muss). Einen anderen halben Tag raste er relativ unkontrolliert auf jedes andere PFerd in der Bahn zu - gar nicth unfreundlich, sondern mit gespitzten Ohren. Keine Ahnung was ihn da geritten hat (ok, ich?). Am Tag 1 war er superfreundlich und genoss Massage, am Tag 2 hatten wir eine heftigere Auseinandersetzung beim Putzen. So hatte ich also quasi 6 verschiedene Pferde zu händeln, an jedem Halbtag gab es eine neue Überraschung ;-).
Trotzdem: Insgesamt hat er suuuper mitgearbeitet und wurde durch die Übungen seinerseits super durchgeknetet. Hauptthema war eindeutig Biegung.
Von mehreren Teilnehmern hörte ich, dass sich Billy toll entwickelt habe seit dem letzten Kurs im September.

Ich habe jetzt jedenfalls mehr als genug zu üben bis Billy und ich wieder auf Reisen gehen - im September, zum nächsten Kurs :-).

Donnerstag, 4. April 2013

Frühlings-Service

Der Kreinberg-Kurs rückt immer näher, und ich bin schon aufgeregt vor meiner ersten Hängerfahrt mit Pferd. ;-)

Billy wird inzwischen runderneuert, oder so ähnlich ;-). Letzte Woche war der Zahnarzt dran. Nix besonderes, Billy hat alles gut überstanden und sich brav benommmen.

Diese Woche hatte ich dann noch Gelegenheit, eine Chiropraktikerin drüberschauen zu lassen. Die letzten Termine im STall hatte ich immer versäumt. Auch die stellte fest: alles in Ordnung. Muskulatur durchwegs entspannt, da fand sie gar nix. Sonst ein paar kleine Blockaden, bissl im Hals, bissl im Unterkiefer (das kenn ich schon vom letzten MAl von vor einigen Jahren), und das Kreuzdarmbein rechts. Rücken sehr gut, Sattel als passend befunden. Nirgendwo Schmerzreaktionen.
Billy genoss die Behandlung sichtlich! Er blieb völlig ruhig, genoss die Muskelmassage mit halbgeschlossenen Augen, und auch den Rest schien er alles andere als unangenehm zu finden. Nachher stellte er sich in den Heuautomaten und ist dort einfach weggepennt. Muss sehr entspannend gewesen sein.


Montag, 25. März 2013

Heute stand ein abwechslungsreiches PRogramm auf dem Plan.

Ich möchte weiter für den Kreinberg-Kurs üben und hatte ein paar STangen und Hütchen aufgestellt.

Wir wärmten uns durch gemeinsames Gehen auf, dann machte ich die bei Kreinberg gelernten Biegeübungen vom Boden aus am Gebiss. Billy bog sich toll, keine Widerstände zu spüren, alles flüssig und weich.
Dann in den Sattel, besser gesagt Pad, und Zügel verkürzen und verlängern geübt in jeder Ecke, und Billy übte Biegen. 10 Ecken auf jeder Hand, ganz bewusst geritten.
Wir gingen danach über zu Slalom um 4 Hütchen, sodass abwechselndes Verlängern und VErkürzen schneller erfolgen muss und Billy sich noch mehr biegen muss. 10x hin und her.
Nächste Übung: Abwechselnd Innenbiegung und Außenbiegung um Hütchen. Wir umrunden Hütchen 1 auf der linken Hand mit Linksbiegung, behalten die Linksbiegung bei und wechseln die Hand zu Hütchen 2 (also wir reiten einen Achter). Billy geht schon viel flüssiger und fast ohne Stocken mit der Außenbiegung. Nach einer Umrundung von Hütchen 2 stelle ich um und reite noch einmal ums Hütchen 2, diesmal also rechte Hand und Innenbiegung nach rechts.Dann wieder Handwechsel, aber unter Beibehaltung der Rechtsbiegung, um Hütchen 1 mit Außenbiegung. So immer wieder hin und her, 10x insgesamt.
Dann üben wir noch Antraben und Schrittparaden nach Kreinberg; in seinem Buch, das ich nur empfehlen kann, schlüsselt er die einzelnen Hilfen fürs Antraben und v.a. für die Schrittparade ganz akribisch auf. Ich versuche es ganz bewusst so, und erziele tatsächlich v.a. viel bssere Schrittparaden, bei denen Billy sich toll zusammenschieb, die ganz flüssig sind und mich spüren lassen, dass Billy hier seine Hinterhand benutzt; ganz toll!Ebenfalls 10x ;-).
Dann noch die Trabstangen genommen, auch 10x, dazwischen für den Handwechsel Hinterhandwendungen Schritt für Schritt eingebaut.

Billy bekam natürlich immer wieder seine Pausen, er hat sich richtig gut konzentriert, manches klappt nur stockend, aber bemüht hat er sich die ganze Zeit.

Samstag, 23. März 2013

Samstag und wieder einmal mehr Zeit! Das Wetter lässt zwar zu wünschen übrig, es ist ziemlich kalt und ein schneidender Wind bläst, aber trotzdem möchte ich die trockenen Straßen nutzen, um anzutesten, wie sich Billy auf einem neuerlichen Ausritt benimmt, nach unserem Wendungs-Intensiv-PRogramm letzte Woche.

Diesmal hab ich nicht gleich zu Anfang immer wieder gewendet, sondern ritt erst einmal eine ganze Strecke weg vom Stall. Billy ist weiterhin aufgekratzt auf unseren Ausritten. Er legt einen richtig flotten Schritt an den Tag; das TEmpo gefällt mir ausgesprochen gut, Billy wirkt wach statt wie sonst oft eingeschlafen, er guckt in der Gegend herum, fürchtet sich sichtlich vor den Waldarbeiten auf unserem Hausberg, glaubt mir aber, dass man vorbeigehen kann. Frauli ist auch sehr entschlossen, immer noch.
Etwas weiter weg vom Stall begann ich dann auszutesten, wie Billy es annimmt, zuerst Richtung Heimat und dann wieder in die andere Richtung gewendet zu werden. Alles klappt wunderbar, ich bin total stolz und froh, dass das Intensiv-PRogramm letzte Woche gefruchtet zu haben scheint. Ich bemühe mich sehr, die WEndungen ganz sanft einzuleiten mit einer Phase 1 oder 2 (Augen, BAuchnabel). Spüre ich allerdings auch nur das geringste Zögern bei Billy (das dann ganz schnell in absolutes Steifmachen und Heimrasen ausartet), kommt eine entschlossene Phase 4. Nicht mal dran denken, Billylein!! Billy ist dadurch ziemlich auf Habtacht: "Yes, Ma'am!". Ein ungewohntes und irgendwie unheimliches Gefühl, v.a. gepaart mit dem zügigen, munteren Schritttempo. Hie und da teste ich die Bremse mit einem lauten "Whoa!", auf das hinauf Billy jedesmal die Hufe ruckartig in den Asphalt bohrt. Dass Halt doch Halt meint, hat sich also letztes Mal ins Gehirn gebrannt.
Da alle WEndungen auf feine Signale funktionieren und Billy keine Anstalten macht, zu diskutieren, reite ich nicht mehr so oft hin und her. Nerven will ich ihn ja schließlich auch nicht - eiiiigentlich sollen wir uns auf Ausritten beide entspannen können! Statt hin und her reite ich Volten - die testen die WEndungen genauso gut. Mal in die eine, mal in die andere Richtung.
Billy ist dort, wo unsere kritische Stelle ist (war?) wieder aufgeregt, aber er denkt offenbar nicht dran umzudrehen. Die Volten-Tests gehen alle gut aus, kein Steifmachen, kein Umdrehen, kein Schnellerwerden Richtung heimwärts. Billy biegt sich brav, er ist guckig, aber er hört auf mich und reagiert gut. Wir reiten ein gutes Stück weiter als letzte Woche, bis zu einem Bauernhof, wo wir mit anderen schon öfter vorbeigeritten sind. Hier war - von mir vorher im GEiste festgelegt - unser quasi "Zielpunkt", ab hier wollte ich wieder heimreiten. Immer wieder mit Tests der Lenkung und Bremse und mit kleinen Aufgaben für Billy, damit er geistig bei mir bleibt. Wir ritten an diesem Zielpunkt noch eine hübsche Volte, dann die Straße wieder zurück.
Es geht jetzt bergab, es kommt eine Kehre in der STraße, wo wir gerade vorher eine hübsche Volte gemahct haben. Aber jetzt, wo Billy natürlich sofort fühlt, dass es wieder nach Haus geht, gehts wieder heftig los, unglaublich! Ich möchte eine Volte reiten an dieser Kehre, und prompt macht sich Billy steif und trabt die Straße bergab entlang nach Haus. Das darf doch nicht wahr sein! Ich bin aber inzwischen irgendwie cooler bei dieser Sache.... Ein lautes Whoa und ein paarmal rhythmische Impulse am Knoti, und er steht wieder. Ich wollte wenden, also leite ich erneut eine Wende ein. Ich bemühe mich, sanft anzufangen. Und prompt hat Billy noch nicht fertig diskutiert: Wieder macht er sich steif, wendet in die andere Richtung als ich eigentlich vorgebe, und zur Sicherheit fällt er jetzt überhaupt gleich in Galopp. Es geht bergab die Asphaltstraße entlang im Galopp, 2 Kehren und noch eine ganz gute gerade Strecke brauchen wir, bis Billy neuerlich steht, und leider musste ich diesmal auch ins GEbiss greifen. Ich wende nochmal, aber diesmal halt dann doch gleich mit Phase 4, wenn er meine Phase 1 missbraucht, um - wiederum alles völlig left brain! - heimzugaloppieren. Also Wendung, und Energie so hoch ich nur kann, und wir galoppieren den Asphaltweg zurück bergauf, alle Kehren durch zurück bis rauf zu dem Bauernhof. Dort Volten und Volten und Volten, bis die wieder weich und fein sind.
Wieder umdrehen und heimwärts. Wieder an der erste Kehre eine Volte probiert. Sehr gut, Billy akzeptiert meine Richtung. An der nächsten Kehre nochmal und auch später immer wieder. Billy hat fertig diskutiert. Wir bauen noch Slalom ein von einem Straßenrand zum anderen mit schöner Biegung, dazwischen wieder Volten.
Es begegnet uns ein Pferd von unserem Stall. Billy bemerkt die Stute gar nicht, so konzentriert ist er jetzt. Erst als sie vor uns stehen und wir ein paar Worte wechseln, scheint er sie zur Kenntnis zu nehmen. Die STallkollegin reitet in die andere Richtung weiter, und wir weiter Richtung Heimat, ohne Problem.
Wenn ich das Gefühl habe, dass Billy flotter wird, prüfe ich die Bremse mit Whoa und entspanntem Stehenbleiben am langen Zügel, oder eben mit Volten, hie und da reiten wir auch weiterhin noch ein STück retour und dann erst wieder Richtung zu Hause.
Auf unserer Hofzufahrt, also fast zu Hause angekommen, werden die Volten wieder schlechter, Billy beginnt wieder zu diskutieren. Das bringt nur mehr Volten und ein späteres Heimkommen.

Dann ists endlich geschafft! Uff! Es war viel besser als letzte Woche, aber trotzdem muss ich das wohl noch oft oft oft durchziehen, oder für immer und ewig, bis er mir glaubt, dass meine Richtung immer die bessere ist, und meine Gangart immer die vernünftigere.
Ich werde wohl auch heuer wieder nicht die unzähligen tollen Waldwege jenseits der Bundesstraße erkunden können, sondern diesseits bleiben, bis ich 100%ig sicher bin, dass Bremse und Lenkung in jeder Situation funktionieren. Diesseits heißt leider in Kürze dafür Kuhalarm, sobald es Frühling und Sommer wird, aber diese Baustelle gehört ohnehin auch aufgeräumt. ;-)

Donnerstag, 21. März 2013

Interessant war das heute! Mein Freund war mit und durfte ein bissl mit dem Billytier spielen.
Ich fing an mit Stick to Me, zeigte ihm kurz, worauf es ankommt, dann kam das Seil dran und er durfte mal probieren. Antreten, schneller werden, langsamer werden. Billy war brav und passte sich schön an. Beim Anhalten mussten sie sich erst ein bisschen kennenlernen, klappte aber auch bald gut. Ich ließ die beiden antraben und Schrittparieren. Billy war übermütig mit Kopfschlenkern usw. In der Ecke probierte er, meinen Freund mit der Schulter wegzuschubsen, der merkte das gar nicht, aber nachdem ich ihn drauf aufmerksam gemacht hatte, bestand er auf seiner Lauflinie und Billy fügte sich drein.

Dann machten die beiden noch ein wenig Circling Game. Mein Freund konnte Billy richtig toll gerade zurückschicken. Das war richtig gut! Nur mit dem Send klappte es nicht so recht. Ich konnte sehen, dass mein Freund es irgendwie anders macht als ich, konnte ihm aber nicht genau erklären, was er falsch macht. Auch Übergänge von Schritt in Trab auf dem Zirkel klappten nicht. Daher hab ich dann Billy vom Seil losgemacht und selbst Pferd gespielt und ließ mich von meinem Freund ins CG schicken. Das war richtig interessant! Zeitweise konnte ich spüren, dass er mich zu sich rein zog statt vorwärts auf dne Zirkel (wir übten dann Übergang von Schritt in Trab). Dann passierte was lustiges: Billy, der in der anderen Zirkelhälfte herumstand, wurde es zu langweilig, und er gesellte sich zu uns! Mein Freund also in der Mitte, ich als Pferd lief außenrum, wir übten Schritt-Trab-Übergänge, und da kam Billy und parkte sich an seiner üblichen Position außen an meiner Schulter ein, er at Liberty, ich On Line :-) . Mein Freund machte seine Übergänge, ich trabte und ging Schritt und Billy mit mir. Wir galoppierten dann sogar an, alle beide ;-).
Nachher klappte es dann mit meinem Freund und Billy allein auch schon ganz gut!

Billy und ich machten dann noch ein paar Stick to Me Übungen mit Galopp: Trab-Galopp, Schritt-Galopp und schließlich Halt-Galopp-Halt. Als Beobachter konnte mir mein Freund nachher Feedback geben, er meinte, wenn ich versuche, aus dem Halten anzugaloppieren, setze ich mich selbst total zurück und galoppiere dann los, und Billy spiegelt mich total und setzt sich auf die Hinterhand, um dann loszugaloppieren. Toll, war mir überhaupt nicht bewusst, dass ich das mache, geschweige denn, dass es diesen Effekt auf Billy hat. Ein-, zweimal haben wir ein tolles Angaloppieren aus dem Halten geschafft. Mein Freund war fasziniert davon, da durfte er auch mal probieren. Sie übten zuerst noch das Antraben, dann auch mal angaloppieren... dabei wurde Billy von meinem Freund gebremst, der sich nach dem Losgaloppieren sofort umsah, ob das Pferd eh mitkommt ;-).

Lauter lehrreiche Beobachtungen, eine richtig gute Session :-)

Sonntag, 17. März 2013

Happy Birthday Billy!!!

Billy hat heute Geburtstag und einen runden noch dazu: 10 Jahre wird er alt !
Da gabs heut eine doppelte Portion Apferl und 2 Karotten - und außerdem eine Spätschicht Centered Riding ;-).

Wir arbeiteten heute an halben Paraden. Billy interpretierte die Bilder, die ich bekam, gern als ganze Parade: "Ah, is scho aus?".
Sonst arbeiteten wir daran, dass ich erkenne, wann welche Schulter ausbricht, wenn auch nur minimal. Ich soll permanent reinfühlen, welcher Zügel mehr Gewicht hat. Die gleichseitige Schulter bricht aus. Ich tat mir schwer das zu fühlen, außer wenn es gerade ein Extrembeispiel war. Ansonsten kams mir meistens gleich vor... naja, manchmal mit viel Phantasie erriet ichs. Aber insgesamt war die Trefferquote beim Sehen deutlich höher - auch schon ein Fortschritt, denn vor nicht allzulanger Zeit konnte ich es weder fühlen noch sehen, nicht mal wenn ichs gesagt bekam ;-).

Billy war am Schluss genervt von der vielen Traberei, bei der nichts aufregendes passierte, außer dass Frauli sich zu sortieren versuchte. Nun ja, hie und da muss das auch sein. ;-)

Samstag, 16. März 2013

Ich wollte ja eigentlich wieder raus ins Gelände gehen und hier weiter an unserer Harmonie werken ;-), aber was ich nicht bedacht hatte war, dass die Nebenstraßen noch furchtbar eisig sind. Keine gute Voraussetzung für die eine oder andere Richtungsdiskussion. Also hab ich es gelassen und hab stattdessen etwas Liberty in der Halle gemacht.

Aufwärmen mit Stick to Me: Langsamer und schneller Schritt abgewechselt, das wurde sehr schnell sehr gut. Promptes Anhalten und etwas Rückwärts. Ich bin weiterhin streng und hab darauf bestanden, dass Billys Kopf genau auf der HÖhe in Relation zu meinem Körper ist, wo ich ihn haben möchte. Nicht 50cm weiter hinten oder weiter vorn. Hat gut geklappt, bald holte Billy unaufgefordert im Trab auf, wenn er zu weit nach hinten geriet.
Aus dem Stick to Me gingen wir über zur Weave, an der ich hauptsächlich arbeiten wollte. Also zuerst den Slalom á la Stick to Me gelaufen, d.h. ich lief mit Billy mit. Nach und nach erhöhte ich den Abstand und schickte ihn schließlich um die Hütchen, während ich auf einer Seite blieb.
Im Schritt waren wir schnell erfolgreich, daher Übergang zu Trab. Auch hier ganz supertoll, Weave im Trab at Liberty klappt! Bis auf ein einziges Hütchen, das 3. von links, das ließ Billy jedesmal aus, hier versagte der Draw. Jedesmal. Und nur in die Richtung, wo ich rechts von ihm war. In die andere Richtung, wo ich also links von ihm bin, war alles ok und er trabte wieder und wieder den Slalom perfekt. Keine so rechte Ahnung, woran das lag. Ich streute zwischendurch wieder einen Stick-to-Me-Slalom ein, klappte gut. Im Schritt klappte es auch. Nur im Trab nicht mehr. Ich probierte es mit mehr Druck (klappte halb, insofern er dann zwar mich ansah und auf mich zukam, aber das Muster war natürlich unterbrochen, auch wenn ich ihn danach weiter "richtig rum" um die HÜtchen schicken konnte) und auch mit weniger Druck, aber so richtig half alles nix. Ich schloß mit einem guten Slalom in die "gute" Richtung ab und ließ es gut sein.

Danach machten wir noch Galopp-Übergänge auf einem Circling GAme, zuerst vom und in den Trab, danach vom und in den Schritt. Runterbremsen geht at Liberty viel schlechter als On Line, how interesting. Angaloppieren war dagegen super, auch aus dem Schritt, richtig prompt, aber dabei relaxt.