Ging schon toll los, weil nämlich die Zufahrt zum Stall (geht ganz gut bergauf dort) so eine feste Schnee- und Eisdecke hatte, dass ich mit dem Auto doch tatsächlich stecken geblieben bin und nicht mehr weiterkonnte und mich nur noch vorsichtig zurückrollen lassen konnte, bis zum Beginn der Zufahrt, dort hab ich das Auto stehen lassen und bin zu Fuß raufmarschiert - man glaubt ja gar nicht, wie weit das ist... v.a. so bergauf (zurück bergab wars viel kürzer, ich schwör's ! Naja, jedenfalls war mir warm, als ich oben am Stall endlich ankam (bei -9° *brrr*).
Ich bin noch immer nicht zum Schluss gekommen, was ich nun tun werde bezüglich Pause. Weitermachen wie bisher kann ich glaub ich nicht, selbst wenn ich wollte. Ich glaube v.a. brauche ICH eine Pause, oder einen Neubeginn. Ganz wegbleiben werde ich aber glaube ich nicht; ich denke ich werde einfach eine Arbeitspause machen, aber zum Beobachten und Füttern kommen.
So war dann auch der Plan, nach meinem FUßmarsch war ich sowieso nicht mehr sehr motiviert, und ich wollte einfach in den Offenstallbereich, Billy beobachten, vielleicht ein bisschen streicheln, wenn er von sich aus herkommt. Sollte er sehr motiviert wirken und sich anbieten, ihn vielleicht auch zum Putzplatz nehmen, dort aber nicht viel mehr tun als ihm seine Pülverchen füttern.
Ging also rein und fand Billy im neuen Unterstand, wo gerade ein großer RUndballen frisches Stroh reingebracht worden war und die Pferde ihn gerade zerlegt hatten, und Billy stand mittendrin im halbzerlegten Rundballen und wähnte sich wohl im Paradies (dieses Pfed frisst tatsächlich manchmal lieber Stroh als Heu
Ich blieb vor dem Unterstand stehen, beobachtete ein bisschen und rief ihn hie und da ... er sah sich um, und tatsächlich verließ er nach ein paar Minuten doch seinen Platz am Stroh und stapfte zu mir her, wohl um zu sehen, ob's hier vielleicht was besseres zu holen gab. Jubelte ihm die Chinesen-Pülverchen in einem halben Apfel unter, er suchte mich dann ab, legte bissl ärgerlich die Ohren an, als es nix mehr gab, blieb aber trotzdem - bald auch wieder freundlich - stehen, ließ sich den Hals auch streicheln. Dann trottete er wieder zum STroh, dort waren aber mittlerweile ein paar ranghöhere versammelt. Also trottete er wieder zu mir zurück, am Weg schmuste er tatsächlich mit einer der ranghöchsten Stuten
Ich ging ein Stück weg, rief ihn und er kam hinter mir hergetrottet, ganz langsam und gemütlich, bis zum Ausgang. DAs hat mich echt gewundert, denn ich hätte mir gedacht, dass er umdreht, wenn er sieht es geht raus (raus = Halle = Arbeit, meistens). Nö, er blieb stehen, die ranghohe Stute war mitgekommen, schmuste ihn ab *kopfkratz*, und so hielt ich ihm das Halfter hin, er schlüpfte rein und kam tatsächlich offenbar freiwillig und gerne mit zum Putzplatz.
DAs hatte ich ja schon gar nicht erwartet, aber wenn er es so anbot, konnte ich dann auch nicht nein sagen...
Hab ihn dann angebunden, ihn mit der Bürste gestreichelt (putzen kann mans wohl nicht nennen) und mich bemüht, ein ruhiges und entspanntes Auftreten an den Tag zu legen. Billy war auch recht freundlich und hob abwechselnd freiwillig die Füße vorne und hinten ("machen wir doch die Übung, wo ich nahcher ein Leckerli krieg!"). Ohne Aufforderung meinerseits soll er das aber nicht tun, folglich gabs nix dafür, er wurde leicht ärgerlich (leichter Grantanfall), suchte mich ab, aber ich konnte recht ruhig seinen Kopf zur Seite drücken und habe in großen langsamen langen STrichen weitergeputzt und etwas später von mir aus die Hufe zum Auskratzen gefordert , normal ausgekratzt, fürs STillhalten belohnt, weiterhin geputzt.
Zwischendurch gabs doch wieder eine Diskussion, wo er versuchte, mich mit der schulter wegzudrängeln (nächster Schritt ist dann mir den Hintern zuzuwenden), dafür hab ich mich aber mit einem Strick gewappnet, den ich auf jeweils "meiner" Seite ins Halfter eingeklickt hatte - so konnte ich seinen Kopf zu mir her holen, wodurch die Rempelei mit der Schulter eine anatomische Unmöglichkeit wird, genauso wie mir den Hintern zuzudrehen.
Also irgendwie kann ich mich nicht anfreunden mit dem Gedanken, das Pferd ganz in Pause zu schicken - quasi ohne Kontakt. Ich stell mir vor, dass er danach noch weniger bereit ist, Kontakt zu akzeptieren. So auf diese Weise "Arbeitspause" zu machen kann ich mir vorstellen. Den Putzplatz wieder als einen Ort etablieren, wo man entspannen kann und manchmal auch sein fresschen kriegt. Berührungen wieder entspannt zu akzeptieren. Und die Beziehung einfach neu klären, das "ich tu dir nix, du tust mir nix" und "Mensch ist nicht nur nervig und böse" zu verstärken... Wenn er freiwillig mitwill so wie gestern auch mal am Putzplatz oder sonstwo, wenn er nicht mitwill, dann eben nur durch Beobachten und Kontakt anbieten im Auslauf...
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