Die heutige Einheit mit Buffalo Bill war wieder einmal sehr lehrreich.
Wir haben eine Übung gemacht, bei der er seitwärts auf dem Zirkel gehen soll, auf einem kleinen Zirkel, dessen Mittelpunkt ich bin. Ich drehe mich mit und halte ihn mit gestrecktem Arm gerade so auf Abstand.
Wie es bei diesem Tierchen ist, ist das Abstand halten das Schwierigste bei der ganzen Sache. Immer wieder trat er einen Schritt vor und zwang mich so, entweder nachzugeben, einen Schritt zurück zu machen (schlechte Wahl für mich), oder ihm ein deutliches Nein in Form eines Impulses mit dem Strick und Knotenhalfter zu geben. Wie es seine Natur auch will, reicht ihm dabei ein sanftes Wacheln (Phase 1) nicht unbedingt, sondern er will es ganz genau wissen, und so waren wir schwuppdiwupp wieder in einer gröberen Diskussion, an deren Ende er zwar verstanden hatte und akzeptierte, dass er Abstand halten muss, ich mich aber schlecht fühlte, eben weil ich quasi so hart hatte durchgreifen müssen... und das Pferd bei diesem Druchgreifen auch deutlich "unconfident" wurde - nur für Sekunden, aber... für mich trotzdem ungewohnt.
Beim Heimfahren hab ich darüber nachgegrübelt, v.a. warum es mir denn überhaupt so viel ausmacht, ihm seinen Tanzbereich gegenüber meinem abzugrenzen. Hauptsächlich stört mich dabei, dass er eben unconfident reagiert. Kopf geht rauf, Augen werden aufgerissen, alles im Pferd spricht "Hilfe, was'n jetzt los??". Das fühlt sich für mich furchtbar an, er soll doch Spaß haben am Lernen. Trotzdem, wenn ein Lehrer einen Schüler nie auf einen Fehler aufmerksam macht, weil er ihn nicht kränken möchte, ist das auch nicht gerade zum Vorteil des Schülers...
Also gelernt: Tanzbereiche immer schön abgrenzen, und zwar konsequent, sonst wird's für beide unschön ;-).
Ansonsten haben wir noch das Circling Game auf kleine Distanz im Trab geübt, Seitwärts ohne Zaun und ein bisschen Schulterherein am Knotenhalfter.
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