you live you learn you love you learn you cry you learn you lose you learn you bleed you learn you scream you learn you grieve you learn you choke you learn you laugh you learn you choose you learn you pray you learn you ask you learn you live you learn
Alanis Morissette

Donnerstag, 29. Juli 2010

Es geht wieder aufwärts...

Fast ist er zurück, der büffelfreie Billy. Heute war alles schon wieder viiiel besser. Nicht ganz so umwerfend wie vor unserem Streit, aber fast.

Es hat geschüttet und das Viereck steht absolut unter Wasser :-(. Auch die Halle wieder zu einem Großteil, in den Ecken bilden sich doch tatsächlich Pfützen! Aber für ein bisschen Liberty hat es vollkommen gereicht.

Anfangs haben wir Stick to Me gemacht, was wir auch im Kurs geübt haben. Ich hab versucht umzusetzen, was ich gelernt habe, d.h. bin auch mal ganz bewusst laaaangsaaaam in Zeitlupe gegangen und habe gewartet, bis Billy sich anpasst. Mir wurde im Kurs vor Augen gehalten, dass ich beim Stick to Me viel zu viel und alles viel zu schnell auf hohem Energielevel mache - für den faulen W... äh, Billy sind das zu wenig Pausen. Tatsächlich passt Billy sich meinem Tempo schon schön an, ohne dass ich den Stick zum Nachtreiben brauche. Für Gangartenwechsel, z.B. Antraben oder Anhalten, gebe ich ihm jetzt mehr Zeit zu reagieren - und er tut's ja eh! Anhalten und rückwärts ist z.B. toll geworden, seit ich nicht drauf bestehe, dass das zackzack geht - ich bin immer sehr abrupt stehengeblieben, Pferd soll ja schließlich aufpassen. Tatsächlcih, wenn ich einfach normal stehenbleibe, hat er genug Zeit zu reagieren und tut das auch. Dasselbe bei rückwärts. ich gehe mini-schrittchen rückwärts und erst wenn ich bei seinem Hintern bin und er noch nicht reagiert hat, kommt der Stick dazu in leichter Wachelbewegung. So funktioniert es besser und Billy bleibt freundlich (das ist v.a. beim rückwärts auffällig). Gerader ist es auch schon geworden.
Interessant ist, wie unterschiedlich die beiden Seiten sind. Wenn ich rechts gehe, seine bessere Seite, klebt er an mir wie Kaugummi. Wären seine Ohren dabei noch freundlicher, fänd ich das toll. So bleibt ein Fünkchen Un-Vertrauen. Seine Nase klebt an meiner Hand oder meinem Ellbogen. Auf der linken Hand, wenn ich links bin (was er zu vermeiden sucht oft), hält er gut 1 m Seitenabstand (was mir selbst viel angenehmer ist). Er bleibt eher zurück und versucht manchmal die Hand zu wechseln.

Wir haben sticky Figure 8 gemacht. ich bin mit ihm um 2 pylonen spaziert, habe im Mittelpunkt durch eine Drehung und Stickwechsel die Hand gewechselt, und um die Bögen der 8 sind wir getrabt.

Ein Highlight war dann, dass ein zweites Pferd in die Mini-Halle kam, wurde nur kurz longiert. Ein guter Freund von Billy. Also hab ich nach kurzem Überlegen beschlossen, ihn Liberty zu lassen (ich glaub der Miteinsteller merkte gar nicth, dass kein Seil dran war *g*). ich hab weiter Stick to Me am Zirkel gespielt und war sooo stolz, dass Billy keinen Versuch machte, meine Seite zu verlassen!! Keine Sekunde hat er dran gedacht, das konnte man sehen :-).

Zum Schluss hab ich ihn noch 3x ins Circling Game geschickt und die Übergänge wieder geübt - endlich endlich, das geht wieder! So gut wie zuvor, denk ich - ich hab nur Hemmungen zu viel zu verlangen, weil ich nicht weiß, ob es das vielleicht war, was den Absturz bewirkt hat... also nur 2, 3 Runden in beide Richtungen, mit Übergängen zwischen Schritt, Trab und Galopp, Galopp war sogar sehr gut! Auf der linken Hand wirbelt er auch tatsächlcih herum beim Bring Back und kommt im Trab, mit Ohren vorne, zu mir. Auf der rechten Hand braucht er etwas länger, ich muss u.U. etwas rückwärts laufen, um ihn auf mich zutraben zu lassen, aber es geht auch.
Im Kurs haben wir gelernt, nicht unbedingt die Hinterhand zu lösen beim Liberty-Bring Back. Mit der Begründung , dass man dadurch einen Gangartenwechsel provoziert, den man später aber mal nicht mehr will (Galoppwechsel z.B.). Mir klingts noch in den Ohren: "Lad ihn ein zu dir!!!! NEIN; den Stick benutzen ist keine Einladung, das ist nur unhöflich!!!" *g*

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