... war heut wieder da! Dieses Gefühl, dass ich Dinge hie und da auch richtig mache ;-) - im genau richtigen Moment aufhören. Eine genaue Vorstellung dessen haben, was ich vom Pferd erwarte und genau das auch bekommen. Mir meiner Phasen bewusst sein, v.a. 1 + 4. Mir meiner Standards bewusst sein und vergleichen. Feststellen dass ich bei einer Übung einen neuen Standard gesetzt habe - und genau dann aufhören :-).
Wir hatten zuerst eine ganz tolle Liberty Session. Zuerst hab ich am Draw gefeilt, denn für den Handwechsel reicht der momentan noch nicht, zumindest was den Wechsel von der besseren auf die schlechtere Seite (rechts auf links) betrifft. Andersrum geht es schon gut im Trab!
Für den Draw hat Bernie uns eine Übung gezeigt, die ich nicht kannte, er nannte sie: Come to Me. Man kann sie On Line oder auch Liberty machen. Am besten am Hufschlag entlang eines Zauns. Zuerst schickt man dabei das Pferd rückwärts, nur ganz wenig, 1, 2 Schritte. Liberty so weit wie man die Verbindung nicht verliert (inzwischen spüre ich sehr gut den Moment, wo sie flöten gehen wird - und kann vorher Schluss machen, um die Distanz so immer wieder ein winziges Stückchen zu vergrößern). Dann geht man direkt vom Rückwärts-Schicken dazu über, selbst rückwärts zu gehen und das Pferd mit ausgestrecktem Handrücken zu sich einzuladen. Wenn es gar nicth kommt, war die Distanz zu weit, und man kann den Stick dazu nehmen. Brauche ich normale aber nicht. Man geht weiter rückwärts, Tempo dem Pferd angepasst (anfangs, später kann man beginnen das Tempo zu erhöhen und das Pferd zu beeinflussen), und man bleibt stehen und gibt Pause, sobald das Pferd den Handrücken berührt. Es soll lernen, dass das der Knopf ist, der den Menschen zum Stehen und ihm die Pause bringt.
Bei uns klappt das super, erstens hat es das rückwärts Liberty (auch ohne Begrenzung mittlerweile) ganz toll verbessert, wir schaffen jetzt so 4-5 gute Schritte, ohne die Verbindung zu verlieren. Und zwar auf Phase 1. Das Herkommen wurde auch viel besser, auch Phase 1 (ich "schmelze" nur rückwärts), und wenn ich Phase 1 mit mehr Energie kombiniere, trabt er oft direkt aus dem Stand an und kommt her. Zwar hat er die Ohren dabei angelegt, aber naja, darum kümmer ich mich momentan nicht. Sobald er mich erreicht hat, sind sie wieder vorn und da ist kein bisschen Aggression, ich lese nur Spiel. Ihm macht das glaube ich total Spaß.
Überhaupt war er heute sehr gut drauf, vermutlich wegen des vielen Regens, Pferde konnten sich nicht wirklich austoben, außerdem ist ihm saukalt, der ganze Rücken war verspannt...
Dann bin ich übergegangen zum Circling Game, ein paar Übergänge, und viele viele Bring Backs auf der rechten Hand. Links klappt alles super, da wirbelt er richtig herum, wie es idealerweise sein soll, aber rechts muss ich meist 1, 2 Runden bitten. Bernie hat uns übrigens gesagt, dass auf 1x Handwechsel 5x Bring Back mit Pause kommen sollte. Puh. Also: Bring Back, Bring Back, Bring Back. Klappte besser mit der Zeit. Dann hab ich die ersten handwechsel probiert von der schlechten auf die gute Seite - klappen hervorragend, und so hab ich es nach 2x gelassen. Dann die schlechtere Seite... schwierig schwierig. Ich kann einen handwechsel machen, allerdings braucht es viele Einladungen und dann lasse ich ihn ruhig in Schritt verfallen (was meist passiert) und sogar ganz ganz kurz anhalten, um ihn dann gleich neu zu schicken. Vielelicht kann ichs so erarbeiten.
Beim GAlopp auf der rechten Hand hat mir Herr Billy dafür einen superengen Zirkel um mich rum geschenkt - ja er kann eine 6m-Volte galoppieren! Hat er selbst angeboten! Normal werde ich unrund, wenn er so enge Kreise um mich zieht, weil das oft mit Frechsein und Herdrohen verbunden ist, aber diesmal gar nicht - er galoppierte, und der Kreis wurde einfach immer kleiner, ich stand nur in der Mitte mit Riesenaugen und dachte, das darf nicht wahr sein (On Line erklärt mir Herr Billy ja immer, dass das 7m-Seil viiiiel zu kurz ist, um anständig dran zu galoppieren). Es war auch so lustig weil man richtig sehen konnte, wie er sich wirklich wirklich körperlich und geistig anstrengt, auf dem engen Kreis den Galopp zu halten. Als dann zu sehen war, dass er ihn gleich verlieren wird, hab ich ihn hergeholt und sooo gelobt und es regnete ein Leckerli (auch da versuch ich mich an Bernie zu halten: Leckerlis für außergewöhnliche Leistungen, aber nicht für jeden .... äh... wisst schon). Ich glaub er war selbst sehr stolz auf sich, und ich erst!
Links klappt der Galopp nicht so gut, da brauch ich hohe Phasen, dann gelingt meist eine Runde, wo ich in Neutral bleiben kann - und wieder fällt auf, dass wir das On Line nicht können, ist das nicth seltsam??
Ich hab mich dann noch kurz draufgesetzt um ein bisschen das Rückwärts ohne Zügel zu üben. Jaaaa, das können wir jetzt *freu freu freu*. Bernie hat uns sooo geholfen beim Rückwärts! Und heut hab ichs zum ersten Mal geschafft (nach mehreren Anläufen, auch welche mit Phase 4, aber trotzdem), dass er auf Phase 1 zwei Tritte rückwärts macht. Phase 1 heißt nur Gewichtsverlagerung nach hinten, kein Zügel, kein Stick, kein Beinwackeln! Ich war so weg vor Begeisterung dass ich gleich runtergehüpft bin, ihn abgeknuddelt hab, er hat sich ein Leckerli abgeholt und dann gings heim zu Fresschen :-). Besser hätt ich nicth aufhören können. Bin gespannt, ob er sich nächstes Mal noch erinnert ;-).
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