you live you learn you love you learn you cry you learn you lose you learn you bleed you learn you scream you learn you grieve you learn you choke you learn you laugh you learn you choose you learn you pray you learn you ask you learn you live you learn
Alanis Morissette

Mittwoch, 29. September 2010

Im Zaum II

Wieder hab ich heute als erstes das Zaumzeug angezogen. Zuerst ein bisschen Friendly Game damit, während eines Stick to Me hab ich ihn gestreichelt, während der Zaum an meinem Arm hing. Man merkt dass er skeptisch ist, er weicht dann aus, drückt sich an die Hallenwand, weil er denkt ich leg ihn gleich an. So hab ich ein bisschen Liberty aufgewärmt, wobei es dann schwierig war, einen Moment zu finden, wo ich ihm das Zaumzeug anlege. Nach einem Draw in die Mitte ist das u.U. nicht so klug, dann mag er womöglich gar nicht mehr reinkommen, wenn er denkt, er bekommt dann die Trense rein. Schwierig schwierig.

Aaaber: Das Ding war heut in 1 Minute drin. Wieder ein Leckerli unter das Gebiss geschoben, ein bisschen mit Kopfsenken gespielt, dann hingehalten, das Leckerli gleichzeitig mit dem Gebiss reinarbeiten lassen, fertig. Er versuchte es heut gar nicht sooo zu vermeiden, sondern nahm scheinbar das Gebiss als notwendiges Übel zum Erlangen des Leckerlis in Kauf.
Während des Reitens hat er dann öfter hektisch darauf herumgekaut, aber das war, weil er nervös und ungeduldig und unkonzentriert war, weil er gesehen hat, dass Heu verteilt wird.

Diese Unkonzentriertheit war auch etwas kontraproduktiv, weil ich eigentlich Konzentrationsübungen vorhatte. Ich ließ ihn daher etliche Runden traben, und dann gings besser mit der Konzentration. Er hat sich sehr bemüht, aber man konnte richtig fühlen, wie er immer nur ans Heu dachte *g*.
Ich habe abwechselnd Hinterhandwendungen und seitwärts abgefragt, da er das nun beides brav macht, aber manchmal verwechselt (was vermutlich an mir liegt). In der Mitte der Halle hatte er heute wirklich Schwierigkeiten, mir zuzuhören, war ein bisschen wie ein hyperaktives Kind ;-). da er stets nur um seinen Mittelpunkt kreiselte, statt bei der Hinterhandwendung selbige stehen zu lassen, hab ich es uns dann erleichtert und bin an die Hallenbande gegangen. Voilà, er tat sich viel leichter. Wir haben wirklich 1A 180°-Drehungen gemacht, Stick brauch ich dazu auch keinen mehr. Dann kombiniert mit Seitwärts: 180°-Hinterhandwendung am Hufschlag, dann Pause zum Nachdenken, dann seitwärts die ganze kurze Seite (die in der Halle nur 10m lang ist) entlang bis zum gegenüberliegenden Hufschlag. Dort wieder Pause, dann dort 180°-Wendung und wieder zurück. Nach 2x hat er die Übung und das Muster geschnallt und brav mitgemacht.
Ich habs nur ein paarmal gemacht und dann nach einer wirklich perfekten HH-Wendung Schluss gemacht. Dann noch etwas geübt, den Zaum auch wieder kontrolliert auszuziehen (er reißt immer, kaum hat man das Kopfstück über die Ohren, den Kopf hoch und haut sich das Ding selbst an die Zähne - kein Wunder dass ers nicht mag) mit gesenktem Kopf - ging etwas besser als zuletzt.

Besonders entzückt bin ich momentan vom Schenkelgehorsam. Er ist oft so übereifrig, dass ich nun wirklich wirklich aufpassen muss, was die Schenkel machen. Bisschen zu viel anspannen und er beginnt schon seitwärts zu gehen. Ich kann nun perfekt Schlangenlinien und Volten gehen und mit den Schenkeln lenken... ein Riesenfortschritt zu noch vor 1/2 Jahr! Das haben die Isolationen von Vorhand-Weichen und Hinterhand-Weichen bei Bernie gebracht, sowie seine Unterteilung der Beinhilfen in noch einmal 4 Zwischenphasen (oberer Unterschenkel, unterer Unterschenkel, Achillessehne, Ferse).
Ein ganz tolles Pferdchen hab ich :-).

2 Kommentare:

Parelli Central hat gesagt…

Super! Bist auf dem richtigen Weg....

Petra Christensen
Parelli 2Star Junior Trainee Instructor
Parelli Central

BB hat gesagt…

Danke! :-)
Ja, ich hoff's!